Donnerstag, 19. Dezember 2013

Verdammter Kleinmut



Doch, daß sich nicht alle Schwulen outen mögen, halte ich für absolut verständlich, wenn auch bedauerlich.
Das mag für mich eher eine theoretische Frage sein, aber ich kann mir nur sehr schwer vorstellen mich für einen Verein, wie zum Beispiel die Katholische Kirche oder die Fußballbundesliga,  zu engagieren, der mich grundsätzlich ablehnt.
Im Falle der RKK werfe ich das auch allen Frauen vor: Wieso engagiert ihr euch ausgerechnet für einen Laden, der euch für so minderwertig hält, daß ihr noch nicht mal niederste Ämter selbst übernehmen dürft?
Wie erbärmlich es ist, wenn die 2000 Jahre lang Unterdrückten bei den ersten Brotkrumen, die sie zugeteilt bekommen, gleich vor Dankbarkeit in Verzückung geraten!

Über viele Jahrhunderte haben katholische Offizielle Schwule, Gottlose, Hexen, Ehebrecherinnen und viele andere mehr gefoltert und umgebracht und nur weil sie das nun seltener tun, ist alles verziehen?

Ebenso gut könnte Kenan Kolat (Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland e. V.; TGD) auf Knien zur NPD-Zentrale robben und sich dafür bedanken, daß heute kein von Migranten bewohntes Haus angezündet wurde.

Die Leute von der HUK möchte ich eigentlich zum Psychiater schicken und ihre Schizophrenie behandeln lassen.

Wir, die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (kurz: „HuK”), wollen die volle Teilhabe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Queeren (LGBTQs) am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben. Als Zeuginnen und Zeugen der befreienden Botschaft von Bibel und persönlicher Gotteserfahrung arbeiten wir
-      am Abbau von Vorurteilen gegenüber und Diskriminierung von LGBTQs innerhalb der Kirchen,
-      für die vollständige berufliche Gleichstellung mit heterosexuellen Biomännern und -frauen,
-      gegen die Diskriminierung von HIV-Positiven und an AIDS Erkrankten,
-      an der Schaffung von Räumen, um als LGBTQs Spiritualität zu teilen, und
-       an der Erkennbarkeit von uns als Christinnen und Christen innerhalb der LGBTQ-Gemeinschaft.

Wenn man Teilhabe und Anerkennung möchte, sollte man sich dringend eine andere Ideologie suchen!
In der Bibel, die nur so strotzt von Strafandrohungen, dem Zorn und der Eifersucht Gottes, der Intoleranz und Brutalität ausgerechnet „die befreiende Botschaft“ zu erkennen, zeugt schon von schwerer geistiger Umnachtung.

Was für eine Selbsterniedrigung es ist, sich für kleinste Symbole der Tolerierung zu erwärmen.
 Würde ich jemanden unterdrücken wollen, käme mir die maximal-viktimogene Einstellung der christlichen Homo-Organisationen gerade Recht. Wer so devot auftritt, schreit ja förmlich danach noch mal getreten zu werden.

Gläubige im Ruhrbistum für Segnung von homosexuellen Paaren
[….]  Im Bistum Essen hat sich eine Mehrheit jetzt sogar für die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren ausgesprochen. Auch der Zölibat wurde von einigen in Frage gestellt.
Bei einer vom Papst veranlassten Umfrage haben sich Gläubige im Ruhrbistum für die kirchliche Segnung von homosexuellen Paaren ausgesprochen. "Mehrheitlich sprechen sich die Befragten (...) dafür aus, gleichgeschlechtlichen Partnern, die fest im Glauben stehen und gerne danach leben möchten, eine kirchliche Segnungsfeier zu ermöglichen", teilte das Bistum Essen am jetzt mit. Eine Reihe von Personen hätten sich zudem gewünscht, dass Priestern die Möglichkeit eröffnet wird, sich zwischen dem zölibatären Leben und einem Leben in Ehe und Familie zu entscheiden.
[….]  "Für viele Katholiken im Ruhrbistum entspricht die kirchliche Lehre nicht der Lebenswirklichkeit", stellte das Bistum zusammenfassend fest. So habe die Befragung etwa ergeben: "Selten bis nie würden sich Paare zur einer Trauung anmelden, die nicht schon vorher zusammenlebten. Sehr oft gebe es Lebensgemeinschaften ohne religiöse oder zivile Anerkennung. Getrennt Lebende und wiederverheiratete Geschiedene gehörten zur Realität in den Gemeinden", hieß es.
Getrennt Lebende und Wiederverheiratete empfänden in ihrer Situation meist Trauer. Sie litten sehr, habe es in einer Antwort geheißen. "Viele Menschen würden die Tatsache, dass sie nach kirchlicher Lehre in einer "irregulären"" Situation lebten, als verletzend empfinden."

Getrennt Lebende sind traurig, weil der homophobe Reaktionär Overbeck sie nicht anerkennt?
Ich bin traurig, daß die so bekloppt sind auf den Segen von so einem Typen Wert zu legen. Im Gegenteil; ich bin sogar stolz darauf, daß meine atheistische Lebensweise von Overbeck, Müller, Mixa, Meisner und Co verdammt wird.

Diese gerade mal drei Dutzend von zwei erzkonservativen Menschenrechtsantagonisten in Rom ernannten Kirchenfürsten, die keine Frauen mögen, dafür aber deren Kleider auftragen, haben nur deswegen Macht über die armen Geschiedenen, Getrennten, Schwulen, Lesbischen, Bisexuellen und Wiederverheirateten, weil diese ihnen die Macht dazu geben.
Bitte alle sofort austreten, keine Kirchensteuer mehr zahlen und jeden Bischof herzlich auslachen!

Wer wie Andrea Nahles oder Wolfgang Thierse finanziell solche Typen unterstützt, macht sich mitschuldig!
Alle Kirchenmitglieder tragen dazu bei, daß ein Huonder noch heute Menschen niedermacht und homophober Gewalt den Boden bereitet.

Vor einer Woche hat der Churer Bischof Vitus Huonder ein Donnerwort gegen die Homo-Ehe gesprochen – und damit empörte Reaktionen ausgelöst. Die Grundidee, «dass jede sexuelle Identität als gleichwertig akzeptiert wird», sei «tief unwahr» und zerstöre Ehe und Familie, schrieb Huonder. [….]
Huonder: Es geht überhaupt nicht um einen Angriff, sondern vielmehr um die Verteidigung des christlichen Menschenbildes. Das passt sehr gut in die Adventszeit, und es ist heute ganz besonders nötig. [….] Mir geht es um den Genderismus. Diese Ideologie behauptet, dass es neben dem biologischen Geschlecht ein „soziales“ Geschlecht gebe. Dieses sei nicht eine Vorgabe der Natur, die der Mensch annehmen und persönlich mit Sinn erfüllen muss, sondern nur eine soziale Rolle, über die er selbst entscheide. Solch ein Denken zerstört die Familie und die Gesellschaft.
[….] Die Gender-Ideologie leugnet letztlich, dass der Mensch ein Geschöpf ist. Sie macht den Menschen gewissermassen zum Gott, weil sie vergessen machen will, dass der Mensch eine vom Schöpfer vorgegebene Natur besitzt. Der Manipulation der Natur, die wir heute für unsere Umwelt beklagen, wird durch den Genderismus auch der Mensch unterzogen.
[….] Ich meine [mit der Homosexualisierung in Schule und Kindergarten] das Umerziehungsprogramm, das den Kindern einredet, sie seien von Natur aus weder Mädchen noch Buben, sondern sozusagen neutrale Wesen. Dass sie selber ihre sexuelle Ausrichtung wählen könnten und dass Heterosexualität nur eine mögliche freie Entscheidung unter vielen sei. Das ist für mich ein Angriff auf die naturgegebene Würde des Kindes.
[….] Wenn gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren, verletzt dies die Rechte des Kindes. Denn jedes Kind hat ein Recht auf Mutter und Vater. In der Struktur einer homosexuellen „Familie“ wird dieses Recht dem Kind bewusst verwehrt. Das darf nicht sein.

Daß die stramm katholisch gewordene ZEIT“ heute auf der Titelseite mal wieder eine Papst-Belobigung der Religiotin Evelyn Finger veröffentlicht, wundert mich nicht.
Aber müssen ausgerechnet Menschenrechtsgruppen, die sich für die LGBTQ-Rechte einsetzen, Franziskus bejubeln?

Erstmals hat "The Advocate" einen Papst zum Mann des Jahres ernannt. Das teilte das schwul-lesbische Nachrichtenmagazin am Dienstag mit. In einem Artikel wird der 77-Jährige gelobt, weil er die Debatte über Homosexualität in der katholischen Kirche verändert hat. "Ob man es mag oder nicht – die Art, wie er über das Thema redet, macht einen Unterschied", so das Magazin in seiner Begründung. [….]  Der Papst habe den Titel wegen seines großes Einflusses verdient: "Die noch bestehenden Verweigerer der Anerkennung von LGBT, die politische Fortschritte blockieren, werden eher von einer Person überzeugt werden, die sie kennen. In der gleichen Art, wie Präsident Obama die Politik mit seiner Evolution bei Homo-Rechten verändert hat, genauso könnte der Papst Auswirkungen auf die Religion haben".[….] Zwar gibt "Advocate" zu, dass Franziskus auch als Papst homofeindliche Äußerungen getätigt habe. Beispiele sind das Gerede von einer "Homo-Lobby" oder die Forderung an Frankreich, die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht wieder rückgängig zu machen. [….] Bereits vor wenigen Tagen hatte das US-Magazin "Time" Papst Franziskus zum Mann des Jahres erklärt.

Ein Homo-Magazin lobt und bejubelt einen Mann, der weltweit gegen die Homo-Ehe und die rechtliche Gleichstellung kämpft, Schwule und Frauen für zu minderwertig hält, um auch nur niedrigste Ämter in seiner Organisation zu übernehmen und zudem immer noch nicht die Pädosexopfer seiner Priester finanziell entschädigt; ja, sogar just einen ausgewiesenen Vertuscher zum Bischof ernennt.

Was für eine blamable und extrem feige Aktion!
Aus der Kirche tritt man aus, wenn man der Meinung ist, allen Menschen gebühren die gleichen Rechte und der gleiche Respekt.
Dazu muß man übrigens keineswegs selbst Mitglied einer dieser diskriminierten Gruppen sein.
Es sollte selbstverständlich sein sich von der RKK zu distanzieren – genau wie man sich von jeglichem Rassismus und Antisemitismus angewidert zurückschreckt; ohne selbst Jude oder Türke zu sein.

The Green Bay-area priest tapped Tuesday by Pope Francis to lead the Diocese of Marquette, Mich., testified in a 2011 deposition that he destroyed documents relating to priests accused of sexual abuse.
Father John Doefler, 49, an Appleton native and vicar general of the Diocese of Green Bay, will be installed as the bishop of Marquette early next year. In announcing his appointment Tuesday, Green Bay Bishop David Ricken said, "I could not be more delighted." Ricken said Doerfler "has excelled in his service to this dioceses...and has been a trusted adviser on moral and canonical issues."
But the advocacy group, the Survivors Network of Those Abused by Priests, blasted Doerfler's selection, saying he destroyed what may have been criminal evidence, including psychological reports of priests accused of sexually assaulting minors.
"We find this decision really perplexing," said SNAP Midwest Director Peter Isely of Milwaukee. "Doerfler destroyed virtually all of the abuse records in Green Bay." [….]
Shame on you, Franzi!


Mittwoch, 18. Dezember 2013

CDU-Karrierepfade



Pofalla und Altmaier haben es vorgemacht, wie man in die höchsten Positionen aufsteigt.

Niemals anecken, niemals widersprechen, jede 180°-Wende der Chefin mitmachen und dazu eifrig alles tun, um in die Medien zu kommen, um dort mit größtmöglichen Speichelleck-Faktor die Chefin zu loben.
In der CDU wird nicht debattiert und nicht gemosert, sondern immer brav abgenickt. Dröger und öder als CDU geht nicht.

Politisches Fachwissen oder erfolgreiche Sacharbeit sind hingegen absolut zu vernachlässigen.
Altmaier hat beispielsweise ausgerechnet bei seiner zentralen Aufgabe, der ökologischen Energiewende so eklatant versagt, daß er nur in Schilda im Amt bleiben könnte. Oder eben bei Merkel, die ihn dafür sogar noch belohnt, indem sie ihn zu ihrem Kanzleramtsminister macht.

Der stockende Ausbau des deutschen Stromnetzes gefährdet die Energiewende. Von den 1855 Kilometern an neuen Trassen, die laut Bundesregierung rasch gebaut werden müssen, wird im laufenden Jahr kein einziger neuer Kilometer realisiert. Das geht aus dem neuen Monitoring-Bericht der Bundesnetzagentur hervor, der SPIEGEL ONLINE vorliegt.     Der Ausbau der Netze ist nötig, um mehr Strom vom windreichen Norden in die Industriestädte im Süden zu transportieren, die besonders viel Elektrizität verbrauchen. Insgesamt 23 neue Leitungen hält die Bundesregierung für unverzichtbar, damit der Atomausstieg und die Umstellung auf eine stärkere Versorgung durch erneuerbare Energien gelingen kann. Bislang sind erst 268 Kilometer besagter Trassen im Höchstspannungs-Übertragungsnetz gebaut worden, damit sind gerade 14,5 Prozent des prioritären Netzausbaus geschafft.

Altmaiers Job war es zuhause zu sitzen und Angela Merkel zu bejubeln.
Für Umwelt und Klima-Politik war da keine Zeit.

Deutschland zeigte bei den Klimagipfel-Verhandlungen in Warschau wenig Engagement – Umweltminister Altmaier reiste nach nur einem Tag sogar schon wieder ab. Mangelt es Berlin umweltpolitisch an Ehrgeiz?
[….] Die Chefin der Entwicklungsorganisation Oxfam, Winnie Byanyima, sprach gar von einer „Abwärtsspirale“ bei den Verhandlungen. Thomas Hirsch von der Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ nannte den Gipfel einen „neuen Tiefpunkt der Klimadiplomatie“. [….]
Im Gegensatz zur Vergangenheit spielt Deutschland bei Klimakonferenzen kaum noch eine Rolle. [….] Beim Warschauer Klimagipfel beschränkte sich die Bundesrepublik auf einen eintägigen Kurzbesuch des amtierenden Umweltministers Peter Altmaier (CDU), der am Mittwoch einflog, Forderungen an andere stellte, die Energiewende als solche lobte und 30 Millionen Euro für den darbenden Anpassungsfonds mitbrachte.

So einen Mann fördert und befördert die Kanzlerin. Für ihre Politik des Irgendwie-vor-sich-hin-wurschtelns ist Fachwissen und Durchsetzungskraft nur hinderlich.
Merkels ständige Kurswechsel, ihr an den Umfragen Entlangmäandern passt nicht zu Ministern, die Pflöcke einschlagen und voran gehen.
Daher setzte sie im neuesten Kabinett an mehreren Schlüsselstellen auf völlig unerfahrene und sachfremde Gestalten.
Sie werden Deutschland keinen Millimeter voran bringen, aber dafür auch nie der Kanzlerin widersprechen.

Frisch vereidigt, aber ahnungslos: Ministerin von der Leyen beschäftigt sich seit wenigen Tagen mit Verteidigungspolitik. Gröhe hat von Gesundheitspolitik kaum Ahnung. Hendricks dürfte Umweltschutz allenfalls von der Mülltrennung kennen. Herrscht blanke Ignoranz in Berlin?   Immerhin kann sie entwaffnend sein. Und wie! Kurz nach ihrer inoffiziellen Ernennung sitzt die künftige Verteidigungsministerin bei Günther Jauch und antwortet auf die Frage "Verstehen Sie was von Verteidigungspolitik?", dass sie seit Donnerstagabend so einiges darüber gelesen habe. Seit Donnerstag.
Am Donnerstag hatte nämlich Kanzlerin Angela Merkel ihre Parteifreundin Ursula von der Leyen gefragt, ob sie in den kommenden vier Jahren vielleicht Oberbefehlshaberin der Bundeswehr werden wolle und damit hauptverantwortlich für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik des Landes. Überrascht habe sie das, so von der Leyen; doch noch am selben Abend sagte sie zu. [….] Alexander Dobrindt (CSU) kennt die Autobahnen Bayerns und auch das Internet, weshalb er, logisch, Verkehrsminister mit Zuständigkeit für Dateninfrastruktur wird. Auch in Entwicklungsländern gibt es Landwirtschaft, weshalb, klar doch, der Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Gerd Müller (CSU), neuer Entwicklungshilfeminister werden muss.
[….]  Ist es also fortgeschrittene Ignoranz oder Schlimmeres, wenn Politiker auf Ministerien losgelassen werden, in denen jeder Referatsleiter sie fachlich in die Tasche stecken, rausholen, zusammenfalten und wieder reinstecken könnte? [….]

Einige ganz wenige in der CDU wagen es ab und zu doch mal an der ein oder anderen Stelle leise zu widersprechen.
Herr Missfelder beispielsweise versuchte sich mit Kritik an der einseitigen CDU-Politik zu Gunsten der Rentengeneration zu profilieren und der angebliche Gesundheitsexperte Jens Spahn ist so offensiv schwul, daß er kurz nach dem gegenteiligen CDU-Parteitagsbeschluß doch schon wieder für eine rechtliche Gleichstellung warb! Gleiche Rechte für alle? Oh Graus‘ denkt sich da der CDU-Stammwähler.
Merkel was not amused.
In der CDU hat man rundgelutscht zu sein und keine Ecken oder Kanten zu haben.

Das Kabinett steht, jetzt kungelt die Unionsfraktion ihre Posten aus. Überraschend soll die 30-jährige Nadine Schön als Fraktionsvize für Familienpolitik zuständig sein. Philipp Mißfelder und Jens Spahn, beide Verfasser eines kritischen Manifests, gehen dagegen leer aus.
Manchmal kann man schon an der Sitzordnung ablesen, mit wem es in der Politik nach oben geht - und mit wem nicht. Als sich die Abgeordneten der Unionsfraktion zur Weihnachtsfeier im Tipi, einem Zelt am Kanzleramt, einfanden, blickten sie erstaunt auf den Kanzlertisch. Zwei Stühle entfernt von Angela Merkel hatte die junge Abgeordnete Nadine Schön aus dem Saarland Platz genommen. Was genau die Dame für diese herausgehobenen Position auszeichnete, den Abend bei Merkel sowie Volker Kauder nebst Gattin zu verbringen, blieb dem Rest der Fraktion unerklärlich.
Jetzt ist klar: Nadine Schön steigt zur stellvertretenden Chefin der 311 Mitglieder starken Unionsfraktion auf, zuständig für die Themen Familie und Jugend. […..]
Bei der Weihnachtsfeier im Tipi saßen zwei Politiker übrigens besonders weit weg vom Kanzlertisch - Spahn und Mißfelder.

 Man sollte eben nicht schwul sein und sich der Merkellinie völlig anschließen, wenn man In der CDU ganz nach oben will.

Ein bekennender evangelischer Christ aus Hessen wird neuer CDU-Generalsekretär. Der 39-jährige Bundestagsabgeordnete Peter Tauber (Gründau bei Hanau) tritt die Nachfolge von Hermann Gröhe an. Der ebenfalls kirchlich engagierte Protestant - er war von 2003 bis 2009 Mitglied des Rates der EKD - wird Gesundheitsminister. Tauber schreibt auf seiner Internetseite: „Mein Wertefundament ergibt sich daraus, dass ich gläubiger Christ bin, Historiker und Reserveoffizier.“ […]  Als Vorsitzender der Jungen Union Hessen (2003-2009) hatte er sich wiederholt für eine Verschärfung des Abtreibungsparagraphen 218 eingesetzt. Ein straffreier Schwangerschaftsabbruch solle nur noch nach einer Vergewaltigung oder bei einer dauerhaften Gesundheitsgefährdung der Frau gewährt werden. Er wolle das Thema aus der Tabu-Ecke holen, so Tauber.

Nachtragsposting



Sorry, das Posting kommt etwas zu spät.

Habe mich in einer Notaufnahme länger als geplant amüsiert.

Der Stationsarzt meinte, es wären heute besonders viele Spinner da und hat sich auch lautstark über die alle mokiert.

Ich war damit beschäftigt alle fünf Minuten einen desorientierten Geronten zurück in sein Zimmer zu bringen, der immer wieder bei uns reinschlurfte, sich ausgesucht höflich vorstellte und fragte wo er sei und wohin er gehöre.

Auf der anderen Seite weinte eine 90-Jährige offensichtlich gutsituierte Dame, deren Mann vor einer Woche gestorben war und deren Sohn daraufhin ihre Eigentumswohnung VERKAUFT hat. INNERHALB einer Woche nach dem Tod ihres Mannes und gegen ihren Willen. Nun steckt er sie ins Heim, um die Wohnung zu Geld zu machen. Sie hat die Situation so überfordert und entsetzt, daß ihr Herz flatterte und sie einen Krankenwagen rief.
Der diensthabende Notfallmediziner rief besagten Sohn an und hörte zu seiner Verblüffung, daß die Geschichte wohl so stimme. Natürlich hatte er keine Lust sich abends noch wegen seiner Mutter in die Notaufnahme zu bemühen und meinte die Ärzte sollten seine Mutter doch in ein Pflegeheim ihrer Wahl stecken.

Man merkt, das Fest der Liebe steht offenbar vor der Tür.

Jeder kennt den Mythos, daß es zu Weihnachten eine Verdoppelung der Suizidzahlen gibt, weil die Menschen von Christi Geburt und den feierlichen Nachwirkungen so deprimiert sind, daß sie sich die Kugel geben.

Ich habe das mal recherchiert. Handfeste Zahlen gibt es dazu nicht.
Aber in den Tagen nach Weihnachten schnellen die Suizidversuche um 30% in die Höhe.

In der Vorweihnachtszeit hingegen mehren sich die relativ natürlichen Tode.
Nach einer DAK-Studie werden dann bis zu einem Drittel mehr Menschen durch Herzinfarkte dahingerafft.

"Das Fest der Liebe schlägt buchstäblich aufs Herz", teilt die DAK-Gesundheit in Hamburg mit. Vor allem Männer seien betroffen. Als Ursache für die Herzinfarkt-Häufung vermutet die Krankenkasse privaten und beruflichen Stress rund um die Weihnachtszeit.
Für die Untersuchung verglich die Kasse Krankenhaus-Daten ihrer Versicherten der vergangenen vier Jahre. Zwischen 2009 und 2012 gab es demnach an Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag deutschlandweit im Schnitt 40 Klinikeinweisungen wegen Herzinfarkt. Zum Vergleich: Sonst werden der Kasse, die nach eigenen Angaben einen Marktanteil von rund zehn Prozent hat, durchschnittlich 30 Einweisungen pro Tag gemeldet.
(dpa 17.12.13)

Es wird Zeit den Begriff „Weihnachtsstimmung“ ganz anders zu konnotieren.

Weihnachten?

Da geh‘ ich nicht hin!

Montag, 16. Dezember 2013

Die fromme Koalition.



Das waren noch Zeiten, als im Jahr 1998 das neue Kabinett vereidigt wurde und neben Bundeskanzler Schröder gleich sieben weitere Minister auf die Gottesformel „so wahr mir Gott helfe“ verzichteten.
Oskar Lafontaine, Otto Schily, Walter Riester, Edelgard Bulmahn, Bodo Hombach, Joschka Fischer und Jürgen Trittin waren die „Skandalpolitiker“, die sich anmaßten ohne Gottes Hilfe regieren zu können.
Frau Merkel war empört.

Die Gottlosen hätten nun das Ruder übernommen, hieß es, Religion werde vollends aus dem öffentlichen Raum gedrängt. Schröder begründete das Weglassen der religiösen Schlussformel mit dem Hinweis, Glaube sei Privatsache. Dies stieß bei Teilen der Kirchen auf Kritik, die Politik dürfe sich nicht nur an Sachzwängen ausrichten, sondern müsse sich ihrer Verantwortung vor Gott bewusst sein, hieß es beispielsweise in einem "Wort zum Sonntag". Der Erfurter Bischof Joachim Wanke gab zu bedenken, dass mit der fehlenden Rückbindung an eine transzendente Instanz auch andere "letzte Überzeugungen" wie etwa die gleiche Würde aller Menschen oder die Solidarität mit den Schwachen verloren gingen.

Dazu muß man wohl Katholik sein, um zu erkennen, daß nach 16 Jahren Schwarzgelb nun unter RotGrün die Solidarität mit den Schwachen verloren ginge.

Als die große Koalition 2005 unter Merkel vereidigt wurde, verzichtete nur noch ein Regierungsmitglied auf die Gottesformel. Die Justizministerin Brigitte Zypries war die Übeltäterin und die schlimmsten Befürchtungen wurden wahr! Sie offenbare ihre satanischen Überzeugungen, indem sie Studien zitierte, nach denen Kinder, die von homosexuellen Eltern großgezogen wurden sich mindestens genauso gut entwickelten, wie die in „traditionellen Ehen“ und zog daraus den Schluß auch gleichgeschlechtlichen Paaren eine gemeinsame Adoption zu erlauben.
Zum Glück konnten die christlichen CDU-Minister diesen Frevel bis heute verhindern und Deutschlands Kinder davor schützen massenhaft der Homoperversion anheim zu fallen.
Unklar ist allerdings wie es angehen kann, daß immer wieder sogar CDU-Politiker, wie Jens Spahn, Ole von Beust oder Peter Kurth betroffen sind, obwohl sie gar keine schwulen Eltern hatten.
Am Wochenende hat sich übrigens schon wieder einer geoutet. Wieder bei mir vor der Tür – das muß wohl an dem massiven Einfluß der Gottlosen im Norden liegen.
Der Hamburger CDU-Chef ist schwul.

Im Rathaus war es ein offenes Geheimnis. Jetzt hat CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich dem Getuschel um seine Homosexualität ein Ende gesetzt.
In einem Interview mit der "Welt" sprach Wersich erstmals öffentlich über seine Beziehung zu einem Mann. Auf die Frage, ob er sich 2014 auf etwas Besonderes freue, sagte er: "Vielleicht auf meinen 50. Geburtstag im April. Aber jetzt erst einmal auf die Vorweihnachtswoche, die ich schon seit vielen Jahren mit meinem Partner in den Schweizer Bergen verbringe, bevor wir mit unserer Familie Weihnachten feiern."
Ein Outing ohne großes Getöse. Anders als bei Wersichs Partei-Freund Ole von Beust. […] (HH Mopo, 16.12.13)

Die Einschläge kommen näher. Man fragt sich, ob nicht die CDU doch noch vor 2017 auch diese Position räumen wird; ihr Alleinstellungsmerkmal (gemeinsam mit der CSU) als homophobe Partei.

Zurück zum Thema. Als 2009 eine schwarzgelbe Regierung vereidigt wurde, schien die Welt der Frommen wieder in Ordnung zu sein, weil nun kein einziger mehr auf die Formel „so wahr mir Gott helfe“ bei der Vereidigung verzichtete.

Richtig zufrieden waren allerdings Gruppen wie die irren Piusse dennoch nicht.
Denn hartnäckig hielt sich das Gerücht, die Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger wäre in Wahrheit gar keine überzeugte Christin, obwohl sie den christlichen Eid wählte.
Der Grund dafür ist ihre Mitgliedschaft in der Humanistischen Union.
Die HU ist eine Bürgerrechtsvereinigung, die bei organisierten Kirchisten ungefähr genauso beliebt ist, wie der BDI bei der Kommunistischen Plattform.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat sich im Streit um die Mißbrauchsfälle an katholischen Einrichtungen in Deutschland voll hinter Papst Benedikt XVI. gestellt. Der deutsche Distriktobere Pater Franz Schmidberger, sagte der Leipziger Volkszeitung (Mittwoch-Ausgabe): „Der Papst hat sich in keiner Weise schuldig gemacht, folglich kann er sich auch nicht entschuldigen.“ […] In diesem Zusammenhang kritisiert Schmidberger scharf Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).
„Heute schreien jene am lautesten, die noch gestern die Straffreiheit für sexuellen Umgang mit Kindern gefordert haben. Dazu gehört auch die Humanistische Union, die die Frau Justizministerin
Leutheusser-Schnarrenberger zu ihren Mitgliedern zählt. In der deutschen Sprache gibt es dafür ein Wort: Heuchelei. Das Maß ist voll.“
Zudem beklagt die Piusbruderschaft einen unzulässigen Generalverdacht gegen deutsche Priester. „Seien wir mit diesem An-die-Öffentlichkeit-Zerren von Sünde und Schuld entschieden vorsichtiger. Vielleicht erweist sich die eine oder andere Anschuldigung bei näherer Prüfung auch als falsch“, so Schmidberger.
Eine Mitschuld sieht der Distriktobere, ähnlich wie der Augsburger Bischof Mixa, in sexuellen Fehlentwicklungen in der Gesellschaft. „Die Fehlentwicklungen in der Gesellschaft sind handgreiflich. Wer dauernd pornographische Schriften zu Gesicht bekommt, unzüchtige Szenen im Fernsehen und schmutzige Bilder im Internet vor Augen hat, wird kaum mehr begreifen, daß die geschlechtliche Lust an die Pflicht gebunden ist“, so Schmidberger.

Die Leiden des armen Paters Schmidtbauer dürften diese Woche beendet werden. Zwar ziehen sechs gottverdammte Sozialisten in die Bundesregierung ein, aber wenigstens sind der Schwule und die HU-Frau weg.
Und alle sechs SPD-Minister sind fromm.
Andrea Nahles, die Herrscherin über den größten Etat, ist sogar die Top-Religiotin der SPD, die ihr Katholisch-Sein wie eine Monstranz vor sich her trägt und extra ein Buch über ihren Glauben geschrieben hat.
Keine gottlosen Minister, nirgends.
Die RKK ist zufrieden. (Wenn da nur nicht die Musel-Staatsministerin wäre.....)

Zum ersten Mal seit vielen Jahren werden dem neuen Bundeskabinett keine konfessionslosen Minister angehören. Alle Mitglieder geben öffentlich ihre Religion an – und mehrere sind in ihrer jeweiligen Konfession besonders engagiert. Gegenüber fünf Katholiken haben die Protestanten weiterhin mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und neun Ministern die Mehrheit. Bekennende Katholikinnen finden sich jedoch auch unterhalb der Ministerriege. […]
Die drei besonders engagierten künftigen Minister evangelischen Glaubens heißen Gröhe, de Maiziere und Steinmeier: Der künftige Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der bis 2009 im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland saß, ist derzeit Mitglied der EKD-Synode . Sein Parteikollege, der bisherige Verteidigungs- und künftige Innenminister Thomas de Maiziere, ist seit 2003 Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Frank-Walter Steinmeier (SPD), bekennendes Mitglied der evangelisch-reformierten Kirche , soll 2019 gar der Präsident des Kirchentags werden.
[….]  Bei den fünf Katholiken im neuen Kabinett stellt nicht die CSU die Mehrheit, sondern die SPD – zwei der gläubigen Sozialdemokraten sind gar ehemalige Messdiener. Deren wohl bekannteste engagierte Katholikin ist die künftige Arbeitsministerin Andrea Nahles: Der Glaube bringe ihr "so etwas wie Gewissheit, Erdung, Mut, das Leben anzugehen", so die Politikerin aus der Eifel, die als Kind am Altar diente. Nahles sprach sich wiederholt gegen eine strikte Trennung von Staat und Kirche und für einen politikfreien Sonntag aus. Ein kooperatives Verhältnis ermögliche "auch kritische Rückfragen an Lehre und Struktur von Religionsgemeinschaften", so die Politikerin. In der öffentlichen Debatte seien Kirchen unverzichtbare Mahner für Gerechtigkeit. Vor vier Jahren erschien ihr Buch "Frau, gläubig, links".
Der künftige Justizminister Heiko Maas (SPD) war als kleiner Junge ebenfalls Ministrant in seiner saarländischen Heimatpfarrei. Katholisch ist auch die bisherige SPD-Bundesschatzmeisterin und künftige Umweltministerin Barbara Hendricks, die auch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört und die Stiftung des Katholischen Deutschen Frauenbundes beaufsichtigt. Aus Bayern kommen daneben zwei weitere Katholiken in das Kabinett: Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).
Der CSU-Generalsekretär Dobrindt vertrat bislang wie kaum ein zweiter in der Riege der Unions-Parteiprominenz konservative Thesen. Dabei rieb er sich mitunter derart am Mainstream, dass sich selbst Parteifreunde Sorgen machten. So wetterte Dobrindt, Homosexuelle seien eine "schrille Minderheit". Leidenschaftlich verteidigte er dagegen das Betreuungsgeld und das klassische Familienmodell. Diskussionen um eine Entfernung von Kreuzen in Klassenzimmern tat er als Unsinn ab. Im eher säkular geprägten Berlin wird seine selbstverständliche Rede von christlicher Prägung und kirchlichen Milieus für Aufmerksamkeit - und auch Widerspruch – sorgen. […] Auch unterhalb der Ministerriege finden sich engagierte Katholiken im künftigen Kabinett: Die beiden CDU-Politikerinnen Maria Böhmer und Monika Grütters sind Mitglieder im ZdK. […]
Zwei Mitglieder des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) übernehmen die Funktion der Parlamentarischen Staatssekretärin für die kommende Legislaturperiode: Ingrid Fischbach, ehemalige KDFB-Präsidentin, arbeitet zukünftig im Gesundheitsministerium und Dorothee Bär aus dem Diözesanverband Würzburg im Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die wohl größte religiöse Besonderheit ist die Integrationsstaatsministerin Aydan Özoguz (SPD). Mit ihr gehört im Jahr 2013 erstmals eine Muslima der Bundesregierung an. […]