Montag, 7. März 2016

Bayerische Kabale



Es gibt nur eine Sache, die Orbans aktuelle Lieblingskurtisane Horst noch weniger leiden kann als Asylanten; und das ist Markus Söder.
Der gegenwärtige CSU-Chef hasst den mutmaßlich Kommenden so sehr, daß er sein eigenes Versprechen zum Ende der Legislatur abzudanken wohl kassieren wird.
Als Parteichef gewählt bis 2017 will Seehofer auf gar keinen Fall dem xenophoben Franken das CSU-Ruder überlassen, weil er dann bis zur bayerischen Landtagswahl 2018 seinen (Partei-)Chef an seinem Kabinettstisch sitzen hätte.
Laut SPIEGEL plant der Bayern-Diktator eine außerordentliche Neuwahl des CSU-Parteivorsitzenden noch dieses Jahr, so daß er bis 2018 Chef bliebe.

Söder, der mit fremdenfeindlichen Parolen sogar noch deutlich rechts von Seehofer in der CSU positioniert ist, drängt allerdings derart machtvoll an die CSU-Spitze, daß er womöglich nicht mehr aufzuhalten ist.
Der Finanzminister ist jünger, gesünder, fieser als der Ministerpräsident und bemüht sich seit Jahren um intensive Vernetzung und Verküngelung innerhalb der CSU zu seinen Gunsten.

[….] Was kommt als nächstes? Wird Horst Seehofer verkünden, er werde den CSU-Parteivorsitz wieder seinem Vorgänger und Intimfeind Erwin Huber übereignen, nur um so seinen Vielleicht-Nachfolger und noch größeren Intimfeind Markus Söder zu verhindern? Wird Söder für seinen möglichen Widersacher Karl-Theodor zu Guttenberg heimlich eine Doktorarbeit schreiben, um Guttenberg mit einem zweiten Plagiat endgültig unmöglich zu machen? Sicher ist im Moment nur: CSU-Übervater Franz Josef Strauß wird kaum von seiner Wolke herabschweben und Seehofer oder Söder als Parteichef ausrufen. Oder etwa doch?
Nichts scheint unmöglich dieser Tage. Der CSU eilt nicht zu Unrecht der Ruf voraus, aufgeregter und geschwätziger zu sein als andere Parteien. Doch so schlimm wie im Moment war es lange nicht. Vergangene Woche verdichteten sich die Gerüchte, Seehofer habe ein Interesse daran, den in den USA lebenden Guttenberg an die Spitze der Bundestagsliste zu setzen und ihm schon in diesem Jahr den Parteivorsitz anzutragen. [….]  Mancher in der CSU vermutet, Seehofer versuche Söder mit immer neuen Zukunftsszenarien, in denen der Franke nicht auftaucht, zu reizen, bis dieser die Nerven verliere. Sollte Söder zu früh die Macht an sich reißen wollen und damit scheitern, wäre er für immer erledigt, so das Kalkül. [….]

Ob Seehofer oder Söder; die CSU-Führung zeigt sich wieder einmal von ihrer herzallerliebsten Weise. Mit möglichstem Nächstenhass wird aufeinander eingedroschen.
Dem Zornedinger Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende, den Rassismus aus der CSU vertrieb, springt man demonstrativ nicht bei.

 [….] Ndjimbi-Tshiende ist bald weg. [….]
Begonnen hatte alles im vergangenen Oktober, als die damalige Zornedinger CSU-Chefin Sylvia Boher im lokalen Parteiblatt geschrieben hatte, Bayern werde derzeit von Flüchtlingen "überrannt": "Das, was wir heute erleben, ist eine Invasion." In Deutschland würden viele Volksvertreter mehr Solidarität mit Flüchtlingen "als mit den eigenen Bürgern" zeigen.
[….] Ndjimbi-Tshiende übte damals deutlich Kritik an Boher. Die Situation eskalierte weiter, als Bohers damaliger Stellvertreter Johann Haindl eine deutliche Warnung gegen den Pfarrer aussprach: "Der (Pfarrer Ndjimbi-Tshiende - Anm. d. Red.) muss aufpassen, dass ihm der Brem (Altpfarrer von Zorneding - Anm. d. Red.) nicht mit dem nackerten Arsch ins Gesicht springt, unserem Neger."
[….] Dagegen sah sich der CSU-Bezirksverband Oberbayern zu einer Erklärung veranlasst, weil die Partei angesichts der Vorgeschichte um Boher und Haindl offenbar fürchtet, in Mithaftung für die jüngste Eskalation in Zorneding genommen zu werden. [….]
Boher war damals zwar als lokale CSU-Chefin zurückgetreten, sitzt allerdings weiter im Bezirksvorstand Oberbayern und im Kreisvorstand Ebersberg ihrer Partei. Auch dem Gemeinderat gehört sie an. [….]

Söder oder Seehofer?
Auf welche Seite stelle ich mich eigentlich?

Das ist buchstäblich die Wahl zwischen Pest und Cholera; oder um es noch drastischer auszudrücken; die Wahl zwischen Cruz und Trump.

Es gibt aber zwei Aspekte, die ganz leicht pro Seehofer in diesem Duell der Unsympathen sprechen.

1.

Seehofer ist ganz offensichtlich nicht voll zurechnungsfähig. Er ist ein Soziopath und als solcher ein psychiatrischer Fall.
Er kennt keine Empathie und rockert daher brutal-erratisch in seiner eigen Partei umher.
Vielleicht wäre der Mann mit einer Klinikpackung Lithium und Prozac im Blut sogar ganz nett?

2.

Soweit ich weiß, ist Horst Seehofer zwar der absolute Top-Verdiener unter den Landespolitikern Deutschlands, aber darüber hinaus nicht durch besondere Raffgier aufgefallen – im Gegensatz zu Wiesheu, Haderthauer, Strauß, Tandler, Georg Schmid, Pofalla oder von Klaeden zum Beispiel.
Söders Familie hingegen ist da von anderem Holz geschnitzt.
Während der bayerische Heimatschutzminister öffentlich wider die Einwanderung pöbelt, verdient sich seine Frau daran eine goldene Nase.

Familie von Asylkritiker Söder macht Kasse!
[….] Die ehemalige Produktionshalle der Firma Baumüller im Rossauer Gewerbegebiet wird Mittelsachsens neues Flüchtlings-Drehkreuz. Ab Februar sollen Asylsuchende von hier aus in längerfristige Unterkünfte verteilt werden.
Kurios: Die Tochter des Unternehmens-Chefs Günter Baumüller (75) ist die Ehefrau des bayrischen Finanzministers Markus Söder (49, CSU). [….] „Es hat ein Geschmäckle, dass Herr Söder einerseits öffentlich das Grundrecht auf Asyl infrage stellt, andererseits ein seiner Familie nahe stehendes Unternehmen finanziell von der Unterbringung von Asylsuchenden profitiert“, kritisiert Bundestagsabgeordnete und Kreisrätin Simone Raatz (53, SPD). [….]

Vielleicht ist also Söder sogar noch eine Spur abartiger als Seehofer.

Insofern sage ich: Go, Seehofer, go! Mach‘ Söder fertig.

Sonntag, 6. März 2016

Crazy Horst droht und droht – Teil II



Daran haben wir uns inzwischen gewöhnt.
Der bayerische Hetzer Seehofer poltert derartig gegen die eigene Bundesregierung, daß er offenbar nicht ernst genommen wird.
Glaubte ihm Merkel auch nur eine der Attacken, müßte sie die CSU-Minister entlassen und die Fraktionsgemeinschaft mit den Bayern auflösen.

Seehofer ist aber im Berliner Politbetrieb sowas wie die einst wohlgelittene Tante, die bei Familienfesten gelegentlich bei Tisch in ihre Handtasche kackt oder Tourette-artig „FICKEN!“ ausruft. Schön ist es nicht, aber man ignoriert es, weil man weiß, daß sie leider so umnachtet ist, daß sie nichts dafür kann.

Immerhin, so viel Realitätsrestsinn gibt es doch noch bei Crazy Horst; er weiß offenbar, daß ihn in Deutschland niemand ernst nimmt.
Daher talibanisiert er nun die Außenpolitik der Bundesregierung, indem er beispielsweise zum Kuscheln zu Putin fährt, während dieser Aleppo platt macht.
Letzte Woche ging die Fummelei mit den Antidemokraten in Budapest weiter.

Horst Seehofer reist mit schwerem Gepäck, wieder einmal, doch er lässt sich nicht das Geringste anmerken. Lediglich eine Provokation von Angela Merkel sei dieser Besuch in Ungarn, dieser Vorwurf aus der Heimat begleitet den bayerischen Ministerpräsidenten am Freitag bei jedem Schritt. SPD-Chef Sigmar Gabriel wirft ihm sogar vor, er falle der Kanzlerin in den Rücken. Statt sie vor dem EU-Gipfel zu unterstützen, verbünde der CSU-Chef sich mit ihrem größten Gegner: mit Viktor Orbán, dem Enfant terrible der europäischen Flüchtlingspolitik. Und tatsächlich: Bei der Ankunft könnte man den Eindruck gewinnen, Seehofer fühle sich in Budapest wohler als in Berlin.
Orbán begrüßt Seehofer wie einen alten Freund. Sie schütteln sich lange die Hände, Seehofer klopft dem ungarischen Regierungschef zweimal anerkennend auf die Schulter. Dann entschwinden beide zum Vieraugen-Gespräch in den prächtigen ungarischen Regierungspalast. […]

Sicher, das Verbünden mit Faschisten, rechtsradikalen Diktatoren und Apartheid-Präsidenten hat eine lange Tradition in der CSU.

Besser macht es das aber nicht, denn Seehofer bereitet nicht nur der AfD den Boden, sondern er gehört damit auch zu den Verursachern von rechtsradikaler Gewalt in Deutschland.
Sein Kurs fällt natürlich auch in seiner eigenen Partei auf fruchtbaren Boden.

Auf kleinkommunaler Ebene pöbeln CSU-Funktionäre mindestens genauso extrem.
Beispiel Zorneding. Die oberbayerische 8921-Einwohner-Gemeinde (Landkreis Ebersberg) in der Nähe von München wird, natürlich, von einem CSU-Bürgermeister regiert, aber immerhin wählte dort jeder Fünfte grün; die CSU erreicht dort gerade mal die 40%-Marke.
Umso lauter agiert die Vorsitzende der Zornedinger CSU, Sylvia Boher.

[….]  In der aktuellen Ausgabe des von ihrem Ortsverband herausgegebenen Zorneding-Reports hetzt sie gegen Flüchtlinge, schimpft über die Hilfsbereitschaft vieler Deutscher und Politiker und sieht die Gefahr eines Gottesstaats. [….] Bohers Text ist voll von Pauschalisierungen zwischen "unseren Armen" und den fremden Asylbewerbern, denen alles in den Rachen geworfen werde. "Heute wird uns von den linksdominierten Medien weisgemacht, ein Militärdienstflüchtling aus Eritrea ist mit einem heimatvertriebenen Deutschen des Zweiten Weltkriegs gleichzusetzen???", schreibt sie. Als nach 1945 Heimatvertriebene nach Deutschland kamen, seien sie von der Bevölkerung - anders als heute - nicht mit Begeisterung empfangen worden, "kostenlose Verpflegung, Unterkunft und Taschengeld: Fehlanzeige! Integrationsbeauftragte: Fehlanzeige! Psychologen für die traumatisierten Vertriebenen: Fehlanzeige!"
Boher fragt: "Was würde Strauß dazu sagen, dass die von deutschen Staatsbürgern gewählten Volksvertreter auf allen Ebenen weit größere Solidarität mit Flüchtlingen aus aller Welt zeigen als mit den eigenen Bürgern?" [….] Es ist nicht das erste Mal, dass Sylvia Boher mit fragwürdigen Äußerungen auffällt: Bereits 1997 schimpfte sie über Flüchtlinge, die "sich auf Kosten der deutschen Beitragszahler die Zähne sanieren lassen oder Stammesfrisuren für viel Geld vom Sozialamt" bezahlt bekommen. Im Dezember 2011 äußerte sie sich abwertend gegenüber Zugezogenen "mit norddeutschem Akzent", die die "Baulandpreise für Einheimische ins Utopische wachsen lassen". [….]

Das sind meines Erachtens so extreme Töne, daß die anderen Parteien mit allen Mitteln dagegen vorgehen sollten.

Die Pfarrgemeinde St. Martin Zorneding wird von einem katholischen Priester geleitet, der das Wort „Nächstenliebe“ immerhin schon einmal gehört hat und daher gegen den Menschenhass aus der CSU predigt.

Das ist nicht gut für ihn. Denn erstens widerspricht man der CSU nicht und zweitens ist der Mann dunkelhäutig. Und mit „Negern“ hat die CSU bekanntlich sowieso ein Problem.

Ende des vergangenen Jahres war Zorneding in die Schlagzeilen geraten. Die ehemalige CSU-Ortsvorsitzende Boher hatte damals im örtlichen Partei-Mitteilungsblatt geschrieben, Bayern werde von Flüchtlingen regelrecht überrannt. Es handele sich um eine Invasion. Migranten aus dem afrikanischen Eritrea nannte sie Militärdienstflüchtlinge. Und CSU-Vize Johann Haindl bezeichnete Ndjimbi-Tshiende als "Neger", nachdem der Pfarrgemeinderat die Äußerungen Bohers missbilligt hatte.

Ndjimbi-Tshiende, am 18.03.1949 in Sintu (Demokratischer Republik Kongo) geboren hat auch so ganz andere Vorstellungen von der Gemeinde-Arbeit.
Das gefällt der CSU gar nicht:

 Meine Vision: eine Pfarrgemeinde auf der Grundlage von Gerechtigkeit, gegenseitigem Respekt und Geschwisterlichkeit nach dem „Wort Gottes“ in der Bibel; eine Kultur der Diskussion am Beispiel des afrikanischen Palaversystems (über alles kann man reden, Gegenseitige Positionen kann man zu einem Konsens bringen, wenn alle ehrlich sind; meine Spiritualität ist auf Christus zentriert, schließt aber die anderen nicht aus; meine Vorgehensweise nimmt immer zunächst das Wesentliche in Angriff nach der Wertehierarchie und bevorzugt die Qualität vor der Quantität. Lieber weniger reden, genau beobachten und immer klare Stellung nehmen. Alle, ob Klein, Jung, Alt, Familie, Alleinstehend, Arm oder Reich haben Platz in einer Pfarrgemeinde. Wo Menschen sind, entstehen auch Probleme, diese sind mit der Vernunft zu lösen, Emotionen lassen eher die Lage explodieren. Darum lieber darüber schlafen. Mein Leben ist ein Grund zum täglichen Feiern…

Ein „Neger“ in Bayern, der auch noch der CSU widerspricht?
So konnte das nicht weitergehen.

Die frommen Katholiken des Erzbistums München und Freising schickten dem Pfarrer aus Zorneding so lange Morddrohungen, bis er das Handtuch warf und ankündigte den Ort zu verlassen. Kardinal Marx akzeptierte den Rücktritt sofort und denkt gar nicht daran sich mal in Zorneding blicken zu lassen, um der CSU zu sagen, was er von Morddrohungen gegen einen seiner Pfarrer hält. Naja, ist halt „nur ein Neger“.

Zornedings katholischer Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende wird die Pfarrei Sankt Martin verlassen. Der gebürtige Kongolese, […] hat in den vergangenen Monaten fünf Morddrohungen erhalten, weil er sich klar gegen die rechtspopulistischen Äußerungen der ehemaligen CSU-Ortsvorsitzenden Sylvia Boher positioniert hatte. Auch Nachstellungen hatte er aus diesem Grund erfahren. […] Sein Rücktrittsgesuch wurde vom Erzbischöflichen Ordinariat München und Freising Anfang der vergangenen Woche angenommen, die Gremien der Pfarrei hat er am Freitag über seine Entscheidung in Kenntnis gesetzt. […]

Samstag, 5. März 2016

Und wenn Trump doch gewinnt?



Eine Menge Republikaner haben Trump über Monate einfach machen lassen. Der Typ generierte die willkommene Aufmerksamkeit, zog vermutlich Millionen neue GOP-Anhänger in die Partei und würde sich schon wieder zurückziehen, wenn es richtig ernst werde.
So wütend und aggressiv wie sich Rubio und Cruz in der TV-Debatte Nummer 11 zeigten, hätten sie auch bei Nummer 1-9 agieren müssen, um Trump rechtzeitig zu stoppen. Aber sie unterlagen einer totalen Fehleinschätzung der Stimmung in ihrer eigenen Partei.

GOP 11 war in der Tat denkwürdig. Marco Rubio und Donald Trump sprachen über ihre Penisgrößen, während Ted Cruz abseits stand und live vor der Kamera einen Nasenpopel fraß. Passenderweise ließ FOX die vier Republikaner in der gescheiterten Stadt Detroit antreten.


Willkommen in der Welt der „angry americans“; Millionen sind begeistert, die Wahlbeteiligung der republikanischen Primaries ist so hoch wie nie.


Trump scheint kaum noch zu bremsen zu sein. Heute sind GOP-Vorwahlen in Kansas, Kentucky, Louisiana und Maine. Das wird immer noch keine endgültige Klarheit bringen, weil dort nicht genügend Delegierte zu vergeben sind.
Sollte aber Trump am 15. März die Vorwahlen in Ohio, Florida, Illinois, Missouri und North Carolina gewinnen, ist er durch, weil es hier nach dem „The winner takes it all“ enorm viele Delegierte zu verteilen sind: Ohio (66), Florida (99), Illinois (69), North Carolina (72).
Rubio, US-Senator aus Florida liegt in seinem Heimatstaat derzeit in Umfragen fast 20 % hinter Trump. Verliert er dort, muß er seine Sachen packen, oder aber sich wie Chris Christie prostituieren.


Wie das republikanische Establishment vor einem halben Jahr sind sich die Demokraten ziemlich sicher, daß Trump bei der general election keine Chance gegen Clinton hat.


Ist das so sicher, wie Trump 2016 keine Chance gegen Jeb Bush hatte und so sicher wie Barack Obama 2008 keine Chance gegen Hillary Clinton hatte?

Gut möglich also, daß Trump im November zum US-Präsidenten gewählt wird.

Und dann?

Zum Glück bin ich schon ausgewandert. Andere werden folgen.
Das ist auch eine Chance.
Zum Beispiel für Cape Breton Island, das zur Kanadischen Provinz Nova Scotia im äußersten Südosten des gigantischen Landes gehört.



Die Kap-Breton-Insel ist einfach zu erreichen, da sie über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Mit gut 10.000 Quadratkilometern ist Kap Breton etwas größer als Zypern und etwas kleiner als Hawaii. Man könnte auch sagen: Drei mal Mallorca.


Landschaftlich bietet sie alles; hügelige Graslandschaften, Täler, Flüsse, romantische Hochebenen felsige Küsten. Nur Menschen sind selten; gerade mal 147.000 Seelen leben in dem Gebiet.



Dadurch sind die Grundstückspreise sagenhaft niedrig und die Umwelt ist sauber.
Und wir befinden uns im Kanada; das bedeutet: Krankenversicherungen, keine Schusswaffen und Schwangerschaften darf man unterbrechen.
Es ist naheliegend, daß die Insel um Immigration wirbt.


Da kommt Donald Trumps Wahlkampfmotto „Make America Imigrant“ gerade recht.

Der Radiomoderator Rob Calabrese startete die Website „Cape Breton – If Donald Trump Wins“ und bekommt inzwischen so viele Anfragen von US-Amerikanern, die gewillt sind zu flüchten, daß er mehrere Angestellte braucht, um all die Gesuche zu bearbeiten. Die Grundstücksmakler der Insel können ihr Glück kaum fassen.



Allein während des Super-Tuesdays erhöhten sich die Zugriffe auf die Website um 400%.

Rob Calabrese, a local radio DJ who created the site, admits it started as a joke, but two weeks and 800,000 clicks later, he says thousands of his U.S. neighbors are seriously looking to move to Canada if Donald Trump becomes president.
"As people have told me, I'm just some bozo up in Canada on an island no one's ever heard of. What I think of him is irrelevant, but the fact is he makes a lot of people very nervous about the future of the country," Calabrese says. With its stunning natural beauty, Cape Breton Island -- on Canada's east coast -- is a magnet for tourists, but long-term residents have been hard to keep. The island, in the province of Nova Scotia, has coped with economic decline for decades after seeing its steel and coal-mining industries shrink.
"As soon as I started getting serious inquiries, then all of a sudden the joke is over and this is serious, and we have a serious problem. People are showing a serious interest in moving here," Calabrese says. […..]


Freitag, 4. März 2016

Das politische Ende



John Edwards scheiterte fürchterlich.
Das war vor acht Jahren. Als der Frommste der demokratischen Präsidentschaftskandidaten wollte er wie der fromme Erdnussfarmer Carter die Christen hinter sich vereinen. Edwards, Südstaatler, Prediger und klar gegen Samesex-marriage positioniert hätte 2008 zum US-Präsidenten gewählt werden können.
Aber mitten im Wahlkampf vögelte er fremd. Es flog natürlich auf, weil ein Potus-Kandidat immer total durchleuchtet wird und so flog Edwards aus dem Rennen.

 Es gibt eine Sache, die den Allgemein-Amerikaner so brennend interessiert wie nichts anderes:
Wo steckt ein Politiker seinen Penis hinein?
Natürlich sind dabei die Penisse am interessantesten, die den religiösesten Typen gehören.
[…]
Wer könnte das besser wissen, als Senator John Edwards, der beide Seiten der Medaille kennt: Er vertrat Bill Clinton 1999 als Anwalt vor dem Untersuchungsausschuß beim Impeachmentverfahren.
Edwards kandidierte 2004 und 2008 selbst für das Präsidentenamt, war 2004 als Vizepräsident unter Kerry nominiert.
Edwards betrog aber auch seine Frau mit der 43-jährigen Video-Produzentin Rielle Hunter - wie er jetzt tränenreich und zerknirscht einräumen mußte.
Zu allem Übel ist Elizabeth Edwards wegen ihres mutigen Kampfs gegen ihren Krebs in den USA auch noch sehr beliebt. Das Paar hat drei Kinder, ein weiterer Sohn kam im Alter von 16 Jahren bei einem Autounfall ums Leben.
Damit ist die politische Katastrophe für ihn nur noch größer. Selbst seine engsten Weggefährten beben nun vor Wut über ihn.
Heuchler allüberall - aber man fragt sich schon wie man DERARTIG DUMM sein kann?
Abgesehen davon, daß Edwards selbst nun natürlich politisch tot ist, hätte er womöglich damit auch noch den blöden GOPsen die Präsidentschaft auf dem Silberteller serviert, wenn er selbst Kandidat geworden wäre, oder von Obama als Vize nominiert worden wäre.
Und DAS finde sogar ich unverzeihlich.

Um das klar zu stellen: Meiner Ansicht nach sind die sexuellen Vorlieben und Abwechslungen eines Menschen völlig irrelevant für seine Eignung als Toppolitiker.

Ein amerikanischer Politiker, der nicht weiß, daß meine Ansicht eine absolute Minderheitenposition ist, der darüber hinaus glaubt er könne mitten im Fokus der amerikanischen und Weltöffentlichkeit Vögelei mit anderen Menschen geheim halten, ist dumm. Es ist aber nicht nur dumm, sondern gefährlich. Denn mit so einem Verhalten kann man (in den USA) die ganze Partei in den Abgrund reißen und dem politischen Gegner den Sieg schenken.

Das ist eben keine Frage der Moral, sondern eine Frage der elementaren politischen Klugheit.

Dieser Tage liest man viele Artikel über die Wirkung und Verbreitung von Crystal Meth. Außerdem wird erklärt wieso Politiker anfällig für Drogen sind.

Der Berliner Kurier listet unter dem Titel Politiker und die Sucht Kokser, Sniffer, Trinker in Nadelstreifen auf welche Protagonisten außer Volker Beck schon mit Drogenskandalen auffielen.

Das ist alles ehrenhafte Pressearbeit, das ist alles interessant, geht aber meines Erachtens nach am Thema Volker Beck und das Crystal Meth vorbei.

Wie kaum ein anderer Beruf ist der des Politikers von Macht, Aufmerksamkeit, Öffentlichkeit und Stress gekennzeichnet. Ich halte es für völlig natürlich, daß unter diesen Bedingungen Promiskuität und Drogen viel verbreiteter als beispielsweise bei Förstern ist.

Glücklicherweise sind Deutsche oder auch Franzosen weiter als Amerikaner und erachten eheliche Treue kaum noch als Kriterium für die Wahl eines Politikers.

Bei Drogen sind wir allerdings nicht weiter als Amerikaner. Ich glaube zwar durchaus, daß auch in Deutschland trotz der weitgehenden Illegalität eine Majorität der Bürger alle Augen inklusive Hühneraugen zukneifen würden, wenn es um etwas Gras ginge, aber das ist bei Substanzen mit einem derart verheerenden Image wie Crystal Meth anders.

Beck ist ein Blödmann, wenn ihm nicht klar ist welches Risiko er eben nicht nur für sich, sondern für die ganze Partei eingeht.
Er ist einer der prominentesten Grünen überhaupt, er wird in Berlin überall erkannt und er ist jemand, den alle Rechten ohnehin auf dem Kieker haben, weil er a) nie ein Geheimnis daraus machte schwul zu sein und b) seit vielen Jahren (berechtigt oder nicht) diese Kindersex-Befürworter-Gerüchte aus grauer grüner Vorzeit an sich kleben hat.
Wenn nun dieser Super-Promi Beck, den es seit Jahrzehnten in die Talkshows, auf die Bühnen und in Zeitungen drängt, eine gute Woche vor für seine Partei extrem wichtigen Wahlen in drei Bundesländern mitten in der deutschen Hauptstadt persönlich zu einem Meth-Dealer spaziert, um sich dort Stoff zu kaufen, ist das sagenhaft dumm.
Es ist, genau wie bei Edwards damals sehr dumm und gefährlich.
So ein Risiko kann sich keine Partei leisten und Beck verliert daher völlig zu Recht seine Parteiposten; sollte sogar sein Bundestagsmandat zurückgeben.

Beck steht doch seit 20 Jahren unter Dauerattacke der rechten Medien.
Er muß doch wissen wie eine Zeitung wie die BILD reagiert, wenn er beim Crystal-Meth-Kauf erwischt wird.


Unter einem Hitler-Vergleich tut es SPRINGER nicht.
Und das ist, ganz wie für die Zeitung von Angela Merkels bester Freundin Friede Springer zu erwarten, noch keineswegs alles.
Die BILD legt sofort nach und sieht generell die Berliner Schwulen im Sumpf der „Hitler-Droge“. Man kennt ja die Homoperversen – tun den ganzen lieben langen Tag nichts anderes als Rudelbumsen im Drogenrausch.

Deutschland diskutierte und auch wir fragten uns, ob die Bild mit dieser Überschrift den Boden des schlechten Geschmacks erreicht hatte. Spätestens ab heute wissen wir: Nein. Es geht noch tiefer. Viel tiefer. Frei nach dem Motto „Bad publicity is good publicity" zaubert die Bild ein richtiges Sahnestück aus dem redaktionellen Hut: Hitler-Droge flutet die Schwulenszene. Darin wird dem Leser zunächst klar zu machen versucht, dass Chemsex-Partys der heißeste Scheiß in der hauptstädtischen Schwulenszene sind.

Was für ein Novum DER Hitler-Drogen-Trend wirklich ist, zeigt allein schon unser Artikel aus dem Jahr 2014 mit dem Titel: „Crystal Meth ist schon längst in Berlins schwuler Clubszene angekommen".
Der vermeintlich Aufhänger ist also Bullshit, für Bild aber nötig, um im weiteren Verlauf des Textes die schmierige Nummer abzuziehen, die sie sich vorgenommen hat. Schon gestern hat sie höchst suggestiv mit einer Reductio ad Hitlerum den Ruf von Volker Beck zu diffamieren versucht.

1. Adolf Hitler ist schlecht
2. Adolf Hitler nahm Pervitin/Crystal Meth
3. Volker Beck nahm Crystal Meth
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4. Es folgt: Volker Beck ist schlecht

Im jüngsten Artikel geht die Bild noch einen Schritt weiter; sowohl was die Diffamierung des grünen Politikers anbetrifft als auch die Sub­ti­li­tät, mit der sie es anstellt. Nachdem also Crystal Meth erstmal zum neuesten Trend in der Schwulenszene erklärt wurde, geht die Redaktion dazu über, die verdorbenen Praktiken auf den ominösen „Chem Partys" dem treuen Bild-Publikum zu beschreiben. Die Infos hierfür hat man sich vom szene-erprobten Stadtmagazin Zitty eingeholt: [….]


Ich wundere mich, daß die vielen Verteidiger Becks, die es durchaus auch in den Redaktionen gibt, auf der mangelnden Beweislage, der Doppelmoral, der juristisch kaum greifbaren kleinen Menge von 0,6 g herumkauen, wenn sie Becks Abgang bedauern.

Volker Beck lebt. Das sollte man nicht vergessen. Denn wenn man derzeit auf seine Facebook-Seite geht, liest es sich mitunter ganz anders. Da sind die Leute "traurig und betroffen", sie schreiben: "Danke für alles", "ein trauriger Tag", "du wirst sehr fehlen" und "der Respekt für deine Leistungen wird bleiben". Eine frühere grüne Bundestagsabgeordnete wird von der "Süddeutschen Zeitung" mit den Worten zitiert, man "verliere" einen der "Allerbesten". So viel anders würden die das alle nicht formulieren, wenn Beck einen tödlichen Skiunfall gehabt hätte - aber nein, er hatte eine andere Art von Unfall, wenn man so will.

Stokowski hat Recht, schreibt aber am Thema vorbei.

Natürlich sind 0,6 g eine winzige Menge und natürlich ist es doppelmoralisch Meth so viel mehr als alle anderen Drogen zu verteufeln.
Trotzdem bleibt Beck ein Blödmann, weil er den Shitstorm hätte ahnen müssen und trotzdem riskierte Winfried Kretschmann im viel konservativeren Baden Württemberg die Wahl zu versauen. Shame on you, Beck!

Hinzu kommt noch, daß Beck selbst ein Moralist ist, also oft moralisch argumentiert.
 Da ist wie beim frommen Edwards und der ehelichen Untreue die Fallhöhe größer.

Nun ist der Moralist Volker Beck mit einer nennenswerten Menge eines offenbar harten Rauschgifts erwischt worden. Der Konsum solcher Drogen steht aus guten Gründen unter Strafe; Crystal Meth ist kein Feierabend-Joint. Zwar darf Beck juristisch deswegen nicht härter angefasst werden als der durchschnittliche Crystal-Junkie. Aber dennoch wiegt bei ihm so eine Verfehlung schwerer als bei anderen - aus moralischen Gründen.
Es darf nicht sein, dass sich Crystal-Kids herausreden wollen mit dem Satz: "Die in Berlin machen das doch auch." Als relativ prominenter Politiker, zumal als Politiker mit einem meilenhohen moralischen Anspruch, wird Beck nicht so sehr als fehlbarer Mensch wahrgenommen, sondern er ist auch ein Symbol für die Grünen und die Politik. Beck ist dies bewusst, er hat all seine politischen Ämter niedergelegt. […..] Der politische Typus des linken Moralisten stößt bei Rechten auf Verachtung ("Gutmenschen" ist noch die freundlichste Schubladisierung), bei Konservativen mit Manieren auf arrogante Nachsichtigkeit und bei solchen, die sich selbst als Liberale bezeichnen, auf Ablehnung. Die FDP versucht ihren Wiederaufstieg auch als Anti-Moralisten-Partei.

Ich glaube nicht, daß Beck sich von diesem Rückschlag politisch erholen wird.
Schon einmal rutschte er verdammt tief ab, als die Pädophilen-Vorwürfe aufkamen. Nun auch noch das Zeug aus „Breaking Bad“, das BILD und die Rechten auf Facebook fleißig mit wüsten schwulen Sexorgien in Verbindung bringen.

Die „Pädogeschichte“ halte ich für nicht genügend belegt und zu lange her, um Beck als Politiker zu diskreditieren und das Meth sollte seine Privatsache sein.
Aber so ist die reale politische Welt nun einmal nicht. Das muß man wissen als Berufspolitiker und soll sich nicht wundern, wenn man sich damit selbst aus dem Rennen nimmt.

Auch wenn für mich die eine Sache nicht bewiesen und die andere zumindest moralisch irrelevant ist, weine ich Beck keine Träne nach.

Ich lehne ihn als Politiker aus drei Gründen ab:

1.
Becks ausgesprochene Religiösität. Er ist, bzw war, religionspolitischer Sprecher seiner Fraktion, setzte sich immer für Privilegien der Kirchen ein und gab dem Papst Ratzinger im Bundestag Standing Ovations. Beck applaudierte also dem Mann, der als Bischof selbst bekannte Pädophile in neue Gemeinden schickte, der als Inquisitor dafür sorgte, daß weltweit kinderfickende Priester nicht den Behörden gemeldet wurden und der als Papst demonstrativ den größen Kinderficker-Aufklärungsverhinderer Bischof Müller zum Chef der Glaubenskongregation erhob.
Diesem Ratzinger, der sich zudem immer wieder schwer homophob äußerte und Holocaustleugner rehabilitierte, applaudiert man nicht stehend im Bundestag, Herr Beck.

2.
Meiner Ansicht nach darf jeder seinen Penis ab- oder beschneiden, ihn tätowieren, piercen, operieren wie er will – vorausgesetzt man ist über 18! Kindern darf man nur am Penis rumschneiden, wenn es aus medizinischen Gründen notwendig sein sollte.
Man darf nicht an Penissen rumschneiden, um wie einst Herr Kellogg damit die vermeidlich unmoralische Masturbation zu verhindern, man darf nicht bei den jährlich rund 40.000 in Deutschland geborenen Babys mit unklarem Geschlecht den Penis amputieren, um sie zu Mädchen zu machen, weil eine überkommene Moral ein eindeutiges Geschlecht verlangt und schon gar nicht darf man aus religiösen Gründen Vorhäute von Kindern und Säuglingen abschneiden.
Herr Beck gehört zu den intensivsten Verteidigern der Säuglingsbeschneidung, argumentiert dafür irrerweise im Bundestag, indem er aus der mörderischen Genesis vorträgt und lügt darüber hinaus auch noch in perfider Weise über die Gefährlichkeit solcher Eingriffe.

„In den USA, wo die Beschneidung übliche Praxis ist, sterben mehr Jungen an der Zirkumzision als am plötzlichen Kindstod. Ganz zu schweigen von den 1.000 schwer verletzten Jungen, die jedes Jahr in den USA ihre ganze Eichel verlieren. Beschneidung ist richtig gefährlich – auch dann, wenn sie angeblich kunstgerecht durchgeführt wird.“
(Christian Bahls)

„Bei der Abwägung muss auch die Bedeutung des Eingriffs bewertet werden. Er ist in der Tat irreversibel, aber doch vergleichsweise gering – eine gesundheitliche Schädigung ist nicht die Folge..“
(Bundestagsrede von Volker Beck, 19.07.2012)

Beschnittene Männer berichten in Psychotherapien darüber, dass sie unter dem Gefühl leiden, es sei ihnen ohne ihr Einverständnis etwas weggenommen worden. In der Tat hat die Vorhaut wichtige erotische Funktionen: Sie erleichtert die Penetration und erhält die sexuelle Erregbarkeit. […] Die Entfernung der Vorhaut von Säuglingen ist buchstäblich einschneidender als die von Erwachsenen oder älteren Kindern. Da Vorhaut und Eichel bei fast allen Neugeborenen noch fest verwachsen sind, ähnlich wie Fingernägel mit dem Nagelbett, müssen diese beiden Strukturen zunächst einmal auseinandergerissen werden. Danach wird - je nach Methode - die Vorhaut längs abgeklemmt und eingeschnitten, mit einem Beschneidungsinstrument rundum für mehrere Minuten gequetscht und schließlich mit einem Skalpell amputiert. Die gesamte Operation dauert bis zu zwanzig Minuten. Obwohl in medizinischen Studien bewiesen wurde, dass die Neugeborenen extreme Schmerzen erleiden, ist eine adäquate Betäubung auch heute noch eher die Ausnahme als die Regel.
(Prof. Wolfgang Schmidbauer)

Becks Feldzug gegen intakte Kinderpenisse ist zudem doppelt verwerflich, weil sie der UN-Kinderrechtskonvention widerspricht und gerade als Politiker, der Pädophilie-Legalisierungs-Vorwürfe an sich kleben hat, sollte sich nicht auch noch über die physischen Unversehrtheit von kleinen Jungs hinwegsetzen.

3.
Beck greift in der persönlichen Auseinandersetzung zu perfiden Methoden.
Ich habe das selbst erlebt, als er mich auf Facebook auf widerlichste Art angriff.
So ein Verhalten mir gegenüber würde ich nicht zum generellen Kriterium gegen einen Politiker machen, aber in dem Fall ging Beck anschließend vor die Presse und an das Rednerpult des Bundestags um in unerträglicher Larmoyanz zu beklagen wie gemein alle zu ihm im Netz wären, obwohl er derjenige war, der so austeilte, daß ich fassungslos um einen Shitstorm gegen ihn bitten mußte.

Becks übliche Gegner wie Erika Steinbach, AfD und sonstige stramm Konservative sind auch meine Gegner.
Daß ich rein zufällig wie Beck auch für eine extrem liberale Drogenpolitik und für völlige rechtliche Gleichheit homosexueller Menschen eintrete, kann nicht meine Ablehnung seiner anderen Positionen wider das Kindeswohl und für die Kirche kompensieren.

Beck ist weg? Gut so.