Dienstag, 2. Februar 2016

Die Kirche im Kopf.



Eins der wichtigen Bücher aus der „atheistischen Szene“ ist das vor neun Jahren erschienene 

Die Kirche im Kopf. Von „Ach Herrje!“ bis „zum Teufel!“ 

von Michael Schmidt-Salomon und  Carsten Frerk.
Dabei geht es um die vielen biblischen Assoziationen und Metaphern, die man verwendet, ohne sich darüber bewußt zu sein.

erhältlich bei Alibri


[…] Das Christentum hat neben dem Judenhass zahlreiche andere fortpflanzungspotente Meme in die Welt gesetzt. Einige davon sind bereits auf den ersten Blick grauenerregend, andere erscheinen bloß skurril, dumm und lächerlich. Viele von ihnen (beispielsweise der christliche Schuld- und Sühnegedanke) wirken auch in säkularen Köpfen unverändert fort. Aufgabe des vorliegenden Buches soll es sein, diese Meme aufzuspüren und auf unterhaltsame Weise zu entlarven. Wie ein Computer-Virenschutzprogramm fahndet es nach Überresten religiöser Viren in unseren Köpfen und hilft dem versierten User, unerwünschte Einträge aus der mentalen Matrix zu löschen.
Das von uns vorgeschlagene Hirnwaschprogramm arbeitet in zwei Stufen. In der ersten Stufe („Vorwäsche“) werden einfache Wörter, Flüche, Redewendungen analysiert, die häufig erst auf den zweiten Blick ihre religiöse Herkunft verraten. Hier erfährt man u.a. warum im christlichen Kulturkreis angeblich „alles Gute von oben kommt“, warum insbesondere süddeutsche Artgenossen im Ärger zur „Kreuzigung der Türken“ aufrufen („Kruzitürken!“) und weshalb „Gott immer bei den stärksten Bataillonen ist“ („Heiliges Kanonenrohr!“).
Nach diesen eher leichten Vorübungen geht es in der zweiten Stufe ans Eingemachte („Hauptwaschgang“), um komplexe Begriffe wie Schuld, Sexualität, Willensfreiheit usw. Diese Begriffe sind selbst in säkular sich dünkenden Köpfen von religiösen Konzepten überlagert. Es ist Aufgabe dieses Teils, die religiösen Denkmuster zu identifizieren und sie in pointierter Form einer wissenschaftlichen und humanistischen Denkungsart gegenüberzustellen. […]

Tatsächlich bemühe ich mich seit vielen Jahren diese Art der Werbung für das Christentum zu unterlassen, indem ich Floskeln wie „Gott sei Dank“ oder „Oh Je!“ strikt vermeide.

Es ist gar nicht so einfach den über Jahrhunderte eingeimpften Konnotationen zu entgehen, bei denen „gottlose Taten“ oder „unchristliche Zeiten“ schlecht sind, während „fromm“ oder „gottesfürchtig“ positive Gefühle auslösen.
Mit größter Selbstverständlichkeit werden in Talkshows Pfaffen mit „Hochwürden“, Bischöfe als „Exzellenzen“ und Kardinäle als „Eminenzen“ angeredet.
Warum?
Haben die Kinderfickervertuscher etwa eine a priori höhere Würde als wir normale Menschen?
Ich erinnere mich noch mit einem lachenden Auge an eine „Hart, aber fair“-Sendung zum kirchlichen Kindesmissbrauch mit dem omnipräsenten Weihbischof Jaschke, der natürlich auch von allen untertänig als Exzellenz, oder Herr Bischof angesprochen wurde und Bascha Mika konsequent die Anrede „Herr Jaschke“ verwendete. Das gefiel dem Kirchenadeligen sichtlich überhaupt gar nicht.

Als CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf in Baden-Württemberg gegen Flüchtlinge hetzte, attestierte ihm die SZ „Unchristlichkeit.“

In bizarrer Verkennung des Wortes „christlich“ welches SZ-Autor Thorsten Denkler offenbar rein positiv konnotiert, bescheinigt er dem CDU-Spitzenmann maximale Menschenfeindlichkeit.

[….] Der CDU-Spitzenkandidat für Baden-Württemberg, Guido Wolf, will Flüchtlingen kein Geld mehr auszahlen. Und damit die Zuwanderung verringern. Ihm fehlt offenbar jedes Gefühl für christliche Mitmenschlichkeit.[….] [….] [….]

Die Kirche muß endlich raus aus den Köpfen.

Gerade exponierte sich meine besondere Grüne Freundin Katharina Fegebank, Bürgermeisterin von Hamburg, mit einem Christenspruch.


Frau Fegebank ist entweder geschichtsblind, ungebildet oder einfach blöd - offenbar weiß sie nicht was die Kirche für eine Organisation ist.
Daß 99% der Nazis Christen waren. Daß in den Kirchen für Hitler gebetet wurde, daß Kirchen Waffen segnen, daß Militärbischöfe noch heute Soldaten auf den Krieg einstimmen, daß Luther der Stammvater aller protestantischen Antisemiten ist, daß sich gerade die "C"-Parteien immer mit ausländerfeindlichen Parolen ins Gespräch bringen, daß christlich erzogene Jugendliche mehr Vorurteile haben und weniger teilen, daß Christen weit überdurchschnittlich Prügelstrafe, Folter und Militäreinsätze befürworten, daß alle gesellschaftlichen Liberalisierungen wie Frauenwahlrecht oder das Verbot von Vergewaltigung in der Ehe gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen erkämpft werden mußten, daß Kirchen die eifrigsten Unterstützer von faschistischen Mörderregimen in Südamerika waren, daß die katholische Kirche bis 1975 fest an der Seite der Franco-Diktatur stand, daß es die Kirchen sind, die massiv in Osteuropa und Russland gegen Schwule und Lesben hetzen, daß in christlichen Kinderheimen Hundertausende Kinder verprügelt, ausgebeutet und missbraucht wurden, daß deutsche Bistümer noch heute an den Börsen Geld mit Waffenproduzenten verdienen, daß Kardinal Woelki und Bischof Bohl als erstes von Ausweisungen sprachen, daß die evangelische Kirche in Sachsen Pegida in Schutz nimmt, daß Petrys Ehemann Pfarrer ist. Daß Beatrix von Storch bibeltreue Christin ist. Daß Christen vier Kontinente kolonialisiert und ausgebeutet haben, daß Christen den Tod von 100 Millionen indigenen Menschen in Nord- und Südamerika anzettelten, daß die Päpste das bis heute als „glückliche Schuld“ schönreden, daß Kirchen die Welt mit Konfessionskriegen, Inquisition und Kreuzzügen überzogen haben, daß Religionen die Hautursache für Gewalt in der Geschichte der Menschheit sind.
Daß die katholische Kirche nach 1945 die KZ-Schlächter vor der alliierten Justiz in Sicherheit brachte, daß sich die Kirchen in Argentinien bemüßigt fühlte Adolf Eichmann zu beschützen, daß Papst Pius XII pauschal alle Angehörigen der Arme, die Auschwitz BEFREITE exkommunizierte, aber hingegen für Hitler nach seinem Tod noch ein Requiem veranstaltete, ihn bis heute nicht exkommunizierte.
Daß der Vatikan bis heute die UN-Menschenrechtskonvention nicht akzeptiert, daß Kirchen in Afrika für die Todesstrafe auf Homosexualität kämpfen, daß Kirchen den sexuellen Missbrauch von Kindern in der ganzen Welt vertuschten.

Frau Fegebank und sie wundern sich, daß der fromme Christ Seehofer, der gerade zum anderen frommen Christen Putin aufgebrochen ist, Politik gegen Familien, gegen Menschen in Not macht?

Montag, 1. Februar 2016

Impudenz des Monats Januar 2016


Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.


Talkshows, Zeitungen, die großen Parteien angstbeißen jetzt um sich.

Die am Donnerstag von der Regierungskoalition vereinbarte zweijährige Aussetzung des Familiennachzugs für Flüchtlinge, die nur einen so genannten subsidiären Schutzstatus haben, sei „inhuman und herzlos“, kritisierte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätische Wohlfahrtsverbands. Es sei „zum Fremdschämen, wie hier in Kauf genommen wird, dass sich noch mehr Frauen und Kinder in die Hände von skrupellosen Schleppern auf den gefährlichen Fluchtweg über das Mittelmeer begeben.“
[….] Als „schäbig“ kritisierte die Linksfraktion die Einigung. „Die SPD knickt vor der Union ein, die vor der AfD einknickt“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jan Korte. Die Folgen des Koalitionsbeschlusses werde man „nur im Mittelmeer spüren, wo noch mehr Frauen und Kinder ihr Leben auf der Flucht aufs Spiel setzen müssen“. Von einem „Förderprogramm für Schlepper“ sprach die Linkspartei-Chefin Katja Kipping. „Da werden die Daumenschrauben in der Asylpolitik weiter angezogen“, sagte die Grünen-Vorsitzende Simone Peter.

Ich gebe zu, ich bin ehrlich beeindruckt.
Beeindruckt, wie eine Regierungskoalition mit einer derartig großen Mehrheit – immerhin 80% der Sitze – so volle Hosen haben kann.
Tatsächlich dachte ich, es wäre in den letzten zehn Jahren in allen Bundestagsparteien Konsens geworden, daß Deutschland bei der Integration von „Gastarbeitern“ in den 60er und 70er Jahren total versagt hätte.
Waren wir uns nicht alle einig, daß es ein fataler Irrweg war, sich auf den Standpunkt zu stellen, die verschwänden irgendwann von allein wieder alle zurück in ihre Herkunftsländern und deswegen müsse man sich auch nicht um Deutschkenntnisse und Schulbildung der Kinder kümmern?
Schon die fatale Herdprämie war eine klare Anti-Integrationsmaßnahme, bei der mit Milliarden Steuergeldern in die Volksverdummung investiert werden sollte.
Nun wiederholen und verschärfen CDU, CSU und SPD alte Fehler und setzen ausdrücklich auf Desintegration.

Wir haben in der Tat einen Kurswechsel, weil wir weggehen von der Integration.
Wer Familiennachzug verhindert, der verhindert Integration! Wer wie die SPD möchte, daß Flüchtlingen, selbst wenn sie anerkannt sind, nicht dahin ziehen sollen, wo sie arbeiten, sondern ihnen Zuweisungen erteilt, auch der verhindert Integration. Integration erfolgt im Wesentlichen über Familie und Arbeit. Wer in diesen beiden Punkten eine andere Politik einschlägt, der hat sich in der Tat schon länger davon verabschiedet hier für Integration zu sorgen. Ich glaube, daß wir gerade dabei sind, daß die Kanzlerin, getrieben von unter anderem der CSU und getrieben von der Angst vor der AfD hier die Kurswende eingeleitet hat. Aber da gilt der alte Satz von Rainer Werner Fassbinder, der sagt „Angst essen Seele auf!“.

Deutschland einig Menschenhass.

Raus mit den Hilfesuchenden.

Raphaele Lindemann, junger Arzt aus Mainz, der vier Wochen in einem bayerischen Erstaufnahmelager arbeitete, beschreibt es wie folgt:

[….] Ich bin zur Zeit als Arzt für die medizinische Erstversorgung der neu in Deutschland ankommenden Flüchtlinge zuständig. Diese findet nahezu vor jedem weiteren Schritt statt. Also vor der Registrierung (inkl. Fingerabdrücke und Foto!), der Versorgung mit gespendeter (Marken-)Kleidung, der Möglichkeit sich zu duschen, etwas zu essen oder der Verteilung auf das restliche Bundesgebiet etc. Das heißt im Klartext, dass man hier einen Eindruck in Reinform über die tatsächliche Situation der ankommenden Flüchtlinge erhält.
Dieser Eindruck ist pur und absolut ungefiltert. [….] Diese Menschen kommen in einem absolut desolaten und erbarmungswürdigen Zustand hier an. Sicher wird es manchen erstaunen, dass es sich nicht zu 90% um junge, gesunde Männer handelt. Das hat das Wanken der Nachzugsreglung erfolgreich zum Schlechteren gewendet. [….] In der aktuellen Situation müssen wir uns verdeutlichen, welchen Selbstanspruch wir an unsere Kultur haben. Natürlich könnten wir die Grenzen dicht machen und so tun als wäre Merkel an allem Elend dieser Welt schuld. Aber glaubt denn wirklich irgendwer damit wäre das Problem gelöst? Ich höre hier im Lager durchgehend weinende Kinder. Und ich weiß, dass sie dann halt vor unseren Grenzen weinen würden. Würden wir damit unsere Zivilisation retten? Nur weil wir es dann nicht mehr sehen und im Fernsehen einfach bequem umschalten können? Es zeugt schon von einer bemerkenswerten Moralvorstellung, wenn man auf fb das Elend eines gequälten Hundes anprangert und gleichzeitig sehenden Auges all diese Menschen vor unseren Grenzen krepieren lassen will – und wenn es nur durch Unterlassung ist. Ob das ein schützenswertes Abendland ist? [….]

Wie kommt es zu dieser Brutalisierung in der deutschen Gesellschaft?
Daß man nach Schießbefehl schreit und dafür Rekord-Wahlergebnisse erhält?

Ich glaube, eine Hauptursache liegt im Totalversagen unserer „Talkshow-Kultur“.

Daher küre ich Anne Will, Sandra Maischberger, Günter Jauch und Frank Plasberg zur Impudenz des Monats Januar 2016.

Es gab einmal Zeiten, als man Fernsehjournalisten klar nach dem Rechts-links-Muster zuordnen konnte.
Beim ARD-Flaggschiff „Tagesthemen“ gab es zwei Moderatoren; einer SPD-freundlich, einer auf CDU-Ticket. So lief das über Jahrzehnte.

Ulrike Wolf rechts
Hanns Joachim Friedrichs links
Sabine Christiansen rechts
Ulrich Wickert links
Anne Will rechts
Usw.

Man geißelte diese Methode der Ausgewogenheit als parteilichen Einfluss in den Rundfunkgremien.

Tatsächlich sind die Anchors und Talkshowleute, die sich wie Steffen Seibert, Reinhold Beckmann, Siegmund Gottlieb oder Peter Hahne parteipolitisch ganz klar verordnen lassen (alle vier CDU/CSU) seltener geworden. Noch seltener sind nur noch die SPD-Freunde. Angeblich gehört Maybrit Illner noch dazu. Aber der letzte ZDF-Mann, der links von der CDU stand und über Rückgrat verfügte – Nikolaus Brender – wurde von Roland Koch und Angela Merkel in neopolnischer Manier als „zu unbequem“ aus seinem Job entfernt.

 Plasberg, Jauch und Maischberger geben sich betont unpolitisch. Prahlen damit als Wechselwähler schon selbst jede Partei (außer den Linken natürlich) gewählt zu haben.
Vermutlich sind die drei Plapperisten sogar stolz drauf nicht mehr auf einem Parteiticket zu ihren Jobs gekommen zu sein und nun mit jedem zu Recht zu kommen.

In Wahrheit ist dadurch aber alles noch schlimmer geworden, weil sie sich dadurch selbst überschätzen. Sie halten sich für überparteiliche Institutionen, die so eine Art demokratische Apotheose in ihren Talkshows aufführen.
Dabei ist doch die eigentliche Frage, wer in ihren Redaktionen bestimmt.
Die Gästelisten sprechen dabei Bände. CDU/CSU-Freunde sind deutliche überrepräsentiert. Atheisten kommen so gut wie niemals vor – obwohl sie die relative Mehrheit in Deutschland bilden.

Die Heute Show-Redaktion durchsuchte die Themen der großen ARD- und ZDF-Talkshows der letzten fünf Jahre und fand allein 85 Sendungen, die sich kritisch mit Ausländern und Asylanten auseinandersetzten.

Die richtig Rechten, die Xenophoben, die ungeniert in Talkshows sitzen und gegen Flüchtlinge polemisieren, sind omnipräsent.
Köppel, Friedrich, Petry, Scheuer, Herrmann, Höcke, Gauland plappern uns von den öffentlich-rechtlichen Sendern protegiert fast täglich mit ihren rechtsextremen Ansichten voll.

Die deliberative Demokratie setzt ein Mindestmaß an gutem Willen voraus. Aber die Rechten lügen, wenn sie den Mund aufmachen. Sie haben dabei kein schlechtes Gewissen. Sie fühlen sich in der demokratischen, liberalen Mehrheitsgesellschaft als Partisanen der Politik. Darum ist die Lüge ihr politisches Prinzip, und ihre Taktik ist die Täuschung. Die Demokraten stellt das vor ein Problem. Wie begegnet man jemandem, der die Politik als Betrugsgeschäft betreibt und die Lüge zur Wahrheit macht?

Niemand sitzt so oft in Talkshows wie der Merkel-Kritiker Wolfgang Bosbach, obwohl er ein Lügner ist.

Man glaubt es kaum, aber wer ist zu Gast in der jetzt laufenden Plasberg-Sendung?
Wolfgang Bosbach, der überführte Lügner und Ausländerfeind.

König der Dampfplauderer ist und bleibt aber Wolfgang Bosbach, der sich immer als aufrechter Kämpfer gegen Bevormundung inszeniert, der als einziger ehrlich seine Meinung sage.
Ihm ist es fast egal um welches Thema es geht, Hauptsache er kann sein Gesicht vor die Kameras bringen. Bosbach ist omnipräsent. Was Bosbach sagt, wird sofort weiterverbreitet.

Wolfgang Bosbach hat seinen Titel verteidigt. Im dritten Jahr hintereinander gelang es ihm, die Talkshow-Studios der Republik häufiger zu bespielen als jeder andere.

Die Talkshowredaktionen versagen aber nicht nur bei ihrer Gästeauswahl, sondern vor Allem mit ihrer Themensetzung.
WER hat ihnen eigentlich aufgetragen sich stets nach den Ängsten der zehn bis 20% Rechtsextremen in Deutschland richten zu müssen?
Es gäbe so viel mehr und wichtigere Themen.

Alle reden zurzeit dauernd und ausschließlich mit der AfD oder über die AfD, es ist fast schon eine Obsession: Es gäbe genug zu diskutieren, über den Klimawandel, TTIP, die globale Ungerechtigkeit, das Wesen des Kapitalismus, das Leiden der Menschen in Syrien, die Schönheit und den Schrecken des Islam oder auch nur die Zukunft der intelligenten Maschinen und den Platz des Menschen.
Aber im deutschen Panikmodus wird all das ignoriert - man ordnet sich dem Diskursgetrommel der Rechten unter, als habe man wirklich Angst, dass man sich sonst zum "Volksverräter" machen könnte. Rechte Ängste nimmt man eben ernster als linke Ängste.

Die Sonntags-Kolumne von Georg Diez über das Scheitern der Talkshow-Republik an der AfD ist so gut, daß ich es nicht dabei belassen will einzelne Sätze zu zitieren, sondern jeden bitte den vollständigen Text zu lesen.

Sonntag, 31. Januar 2016

Christliche Nächstenliebe – Teil II



Das Kabinett aus 100% Christen einigte sich letzte Woche auf ein „Asylpaket“, das wieder mehr Frauen und Kinder zum Sterben ins Mittelmeer treiben wird.


Die Flüchtlingspolitik ist vorbei, die Regierungskrise geht weiter. Union und SPD fiebern Horror vor den Ergebnissen der Landtagswahlen, und wenn die vorliegen, haben sie derentwegen noch mehr Angst vor der Bundestagswahl. Die Flüchtlingspolitik besteht derweil in der Kunst, mit offenen Armen um sich zu hauen: Das Asylrecht ist fertigstranguliert; man freut sich schon, wenn die GroKo das Dritte Reich nicht nachträglich zum sicheren Drittreich erklärt. Das Tückische an der Konstellation: Merkels Humanismusschub wird für gescheitert erklärt, bevor er je Politik wurde. Sie hat eine Politik angekündigt, die sie nicht hatte und die eher die Bürger können als die Behörden und der Staat.

Nach der neusten EMNID-Sonntagsfrage (im Gegensatz zum von einem AfD-Mitglied geleiteten INSA-Institut gilt EMNID nicht als AfD-freundlich) klettern die Rechtsextremen bundesweit auf 12% in der Wählergunst.
Braun, völkisch, gewalttätig, offen rassistisch - das kommt offenbar sehr gut an in Deutschland.
Die Gewaltphantasien der Landesvorsitzenden Höcke und Pretzell, sowie der Bundesvorsitzenden Petry und der stellvertretenden Bundesvorsitzenden von Storch, die darüber orakelten Heimatvertriebene an den deutschen Grenzen zu erschießen, begeistern den Urnenpöbel offenbar noch viel mehr als die europhoben Positionen der Anfangs-AfD.
Es passt zu der sich Woche für Woche weiter radikalisierenden Pegida-Pest in Frau Petrys Bundesland Sachsen.
Eine Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung ergab soeben, daß fast 80% der Peginesen AfD wählen.
(Mit knapp 5% NPD-Wählern und den anderen Parteienvorlieben bringen es die Pegida-Fans sogar auf 113%. Gibt es eigentlich in Göttingen auch eine Mathematik-Fakultät?)

AfD-Bundesvize von Storch geilte sich an ihren gestrigen Schießbefehl-Phantasien so dermaßen auf, daß sie nachlegen mußte und in Erwägung zog auch Kinder abknallen zu lassen.

Nach der Forderung der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry, gegen Flüchtlinge an der Grenze notfalls Schusswaffen einzusetzen, legte auch von Storch nach.
Sie schrieb auf Facebook, wer das „Halt“ an der Grenze nicht akzeptiere, sei ein Angreifer. „Und gegen Angriffe müssen wir uns verteidigen.“ Auf die Frage eines Nutzers, ob etwa der Grenzübertritt von Frauen und Kindern mit Waffengewalt verhindert werden solle, antwortete die AfD-Europaparlamentarierin mit „Ja“.


Wenn es nicht so abartig und absurd wäre, müßte man allerdings der geborenen Herzogin Humor attestieren, weil sie anschließend noch mal ins Grübeln kam. Kinder abzuknallen wäre vielleicht doch nicht so nett, aber immerhin auf die Mütter könne man ja durchaus schießen.

Nachdem sie zunächst auf ihrer Facebook-Seite die Frage, ob man Frauen mit Kindern notfalls mit Waffengewalt am Grenzübertritt stoppen sollte, bejaht hatte, relativierte sie ihre Aussage am Abend. Sie erklärte, ihr "Ja" habe sich nur auf die Frauen bezogen, nicht aber auf die Kinder.
Von Storch, die auch Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) in Berlin ist, sagte: "Gegen Kinder ist der Schusswaffeneinsatz richtigerweise nicht zulässig. Frauen sind anders als Kinder verständig", deshalb könne der Gebrauch von Waffen gegen sie "innerhalb der gesetzlich engen Grenzen" zulässig sein.

Trixi ist also eine wahre Humanistin.
Wenn es eine Familie aus dem zerbombten Syrien bis an die deutsche Grenze schafft, würde die AfD-Vize möglicherweise zwar die Eltern töten, aber da es ja gesetzliche Grenzen gibt, dürfte das Kind überleben.
Das ist wahre Nächstenliebe!

Und es ist Kalkül – aus der Aufregung über die Schießbefehl-Äußerungen der Top-AfDler läßt sich Aufmerksamkeit generieren. Man kann sich wieder als die mutigen Tabubrecher inszenieren, die von bösen Lügenpresse-Mainstream niedergemacht werden.

Tritt von Storch öffentlich auf, wie zur Europawahl 2013 bei ihrem berüchtigten DEUTSCHLAND! DEUTSCHLAND!-Geschrei auf dem Hamburger Jungfernstieg, möchte man schreiend weglaufen.

Woher kommen diese christlichen Überzeugungen der Störchin?
Sie gehört zur Europäischen Christlichen Politischen Bewegung (European Christian Political Movement, kurz ECPM), die für das christliche Abendland streitet.
Seit 20 Jahren gründet die ultrakonservative christliche Nationalistin Vereine, Blogs und Netzwerke, die sich revanchistisch, reaktionär und homophob betätigen.

Von Storch nutzt von ihr und ihrem Ehemann Sven gegründete und gelenkte Vereine und Initiativen als konservatives Netzwerk. Dazu gehören insbesondere der Göttinger Kreis, die Zivile Koalition e. V., der BürgerKonvent sowie die Internet-Präsenzen FreieWelt.net und AbgeordnetenCheck.de.  Von Storch ist Autorin der Zeitschrift eigentümlich frei und Mitglied der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft. Von Storch ist Mitbegründerin des Vereins Göttinger Kreis – Studenten für den Rechtsstaat e. V., der sich für eine „Wiedergutmachung“ der Vertreibungen und Konfiskationen durch die Boden- und Industriereform in der Sowjetischen Besatzungszone einsetzt. […] Die von ihr geführte Allianz für den Rechtsstaat fordert ebenfalls „die Rückgabe des Bodenreformlandes in die Hände der früheren Großgrundbesitzer“.
(Wikipedia)

Der „Bügerkonvent“ (2003 – 2015) war ein strammrechter Lobbyverein, der unter anderem mit sechs Millionen Euro des ultrakonservativen Nationalisten Baron von Finck ausgestattet nationalkonservativen Einfluss auf Regierungspolitiker ausübte.

Mit ihrer Netzwerkpower als konservativ-evangelische Christin trommelte sich die Frau, die nun darüber orakelt auf Flüchtlinge zu schießen, selbst in das EU-Parlament.

Anfang vergangenen September, zwei Wochen vor der Bundestagswahl, erhielten die Kandidaten aller möglichen Parteien eines Morgens gleich drei Briefe vom selben Absender – mit Fragebögen zum Ankreuzen, ob man als Abgeordneter sich einsetzen werde für ein Familienwahlrecht, dafür, dass kein Kind gegen den Willen der Eltern zur Teilnahme an Sexualerziehung in Kindergarten oder Grundschule gezwungen werden dürfe, und gegen die Ausweitung des Adoptionsrechtes von Kindern auf homosexuelle Partnerschaften.
Die Gewissensselbstauskunft sollte per Fax zurück an die Absender: einen Verein namens „Zivile Koalition“, die Gruppe „Bürgerrecht direkte Demokratie“ und die „Initiative Familienschutz“. Drei Lobbygruppen, die neben der Berliner Postanschrift noch etwas gemeinsam haben: sie werden gesteuert von Beatrix von Storch. Storch wird als „die Galionsfigur der national-konservativen Szene in Deutschland“ auf dem Aschaffenburger Europawahlparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) angekündigt, wo sie sich für einen sicheren Listenplatz bewarb und gewann. [….] Das zeigt, dass der Richtungskampf in der AfD entschieden ist: zugunsten konservativer bibeltreuer Christen, die von Storch anführt. [….] Die sieben Gründungsmitglieder „Zivilen Koalition“, die von Beatrix von Storch und Ehemann Sven geführt wird, entstammen allesamt dem Adel – der eigenen Familie nämlich. Wer heute alles Mitglied sei, will Storch nicht sagen: „Daran haben wir kein Interesse.“
Bis zur Euro-Krise wurde vor allem gegen die – aus Storchs Sicht – doppelte Enteignung der Großgrundbesitzer 1945 durch Sowjets und 1990 durch Helmut Kohl (der die DDR-Bodenreform anerkannte) angeschrieben – aus Gerechtigkeitsempfinden, sagt Storch, nicht weil sich die Familie des Gatten um den Grundbesitz in Mecklenburg vom Staat betrogen fühlt, den sie wieder zurückgekauft hat. Die Anzahl der Spender des Vereins, im AfD-Spott „Lodenfraktion“ genannt, gibt Storch mit hunderttausend an, ihre Adresskartei enthalte gar eine Million Namen.

Bibeltreue evangelische Christen waren auch die begeistertsten Anhänger Adolf Hitlers, weil sie einerseits Martin Luthers abartig-aggressiven Antisemitismus von Hitler umgesetzt sahen und andererseits auch Luthers extrem obrigkeitshörige Philosophie im Führerstaat verwirklicht sahen.
Heute sind die rund eine Million Evangelikalen und Pietisten Deutschlands – Hauptverbreitungsgebiete sind Baden Württemberg und Sachsen – die eifrigsten Schwulen- und Islamfeinde.
Auch da sind sie noch ganz auf der Linie von vor 80 Jahren.

Stramm christlich, strikt homophob, sagenhaft national, sehr antiliberal.
Das kommt 2016 gut an in Deutschland.

"Ihr aber lernet, wie man sieht statt stiert
und handelt; statt zu reden noch und noch.
So was hätt' einmal fast die Welt regiert!
Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
daß keiner uns zu froh da triumphiert -
der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch."
(Bert Brecht, Epilog "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui")

Zweifel gibt es von Zeit zu Zeit.
Die Deutschen bleiben ein gefährdetes Volk.
Nicht zuletzt wegen des Völkermords an den Juden. Aber auch aus anderen Gründen. Die Deutschen haben ihre nationale Identität, ihr Nationalbewußtsein sehr spät entwickelt. Die Polen oder die Franzosen, unsere wichtigsten Nachbarn, hatten ihr Nationalbewußtsein bereits 200 bis 250 Jahre früher ausgeprägt. Die Deutschen sind emotional sehr gefährdete Menschen.
(Helmut Schmidt 2005)

Was man hingegen nicht tun sollte, ist Sippenhaft salonfähig zu machen und wie viele User auf Facebook darauf hinzuweisen, daß Trixi von Storch die Enkelin von Lutz Graf Schwerin von Krosigk, NSDAP-Mitglied, erhielt von Adolf Hitler das Goldene Parteiabzeichen ehrenhalber, 1932 -1945 Reichsminister der Finanzen, 1949 als Kriegsverbrecher verurteilt.
Trixi kann ja nichts dafür, daß dieser Mann hier in schwarz, direkt neben Goebbels stehend,.....


....ihr Großvater war und deswegen sollte man das auch gar nicht erwähnen.

Samstag, 30. Januar 2016

Tolle Stimmung hier.


Im braven Schwabenländle, beim frommen Grünen-MP Kretschmann wird nun mit militärischen Waffen gegen Flüchtlinge vorgegangen.

[….] In der Nacht auf Freitag wirft jemand eine Handgranate über den Zaun einer Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen.
 [….] Oberbürgermeister Rupert Kubon weiß, dass seine Stadt in Deutschland nicht den besten Ruf hat. Im Stadtrat von Villingen-Schwenningen sitzt seit Jahren ein NPD-Mann, es haben turbulente Demonstrationen von Pegida stattgefunden, vergangene Woche nahm die Polizei dort den mutmaßlichen Betreiber der Neonazi-Internetseite "Altermedia" fest.
[….] "Wir sind entsetzt und verurteilen die Gewalt", sagt Kubon am Telefon. Aber ein Urteil über die Hintergründe der Tat will er erst einmal nicht abgeben. [Gemach, gemach! Damit ist ja noch lange nicht gesagt, daß es einen rechteradikalen Hintergrund gab. Erst mal abwarten… - T.]
[….] Eine Handgranate als Waffe - das bedeutet eine neue Dimension der Gewalt gegen Flüchtlingsheime in Deutschland. Erstmals wurde Sprengstoff verwendet. [….] In Villingen-Schwenningen, der 80 000-Einwohner-Stadt am Ostrand des Schwarzwalds, gibt es zwei Unterkünfte. Am Ort des Anschlags sind derzeit 104 Asylbewerber untergebracht, ausgelegt ist die Anlage für 1200. Auf dem Messegelände sind nur 95 der 950 vorhandenen Plätze belegt. Auch daran liegt es, dass sich die Stimmung beruhigt hat. Im vergangenen Herbst, als die Zugangszahlen stiegen, gab es massive Beschwerden. [….]

Es passt zu der ungeheuren Gewaltwelle, die durch all die rechtsradikale Hetze in auf Facebook und Twitter, aber auch in den ARD- und ZDF-Studios verbreitet wird. Das sind unter anderem die Resultate der CSU-Politik.
Shame on you, große Koalition.
Als ob Deutschland vor dem Untergang stünde, meint man jetzt wegen der braunen Stimmungsmache das Grundgesetz über Bord werfen zu können.


Die größten Hetzer der AfD bekommen ihren Willen.

Tatsache ist: Die AfD konnte sich erst durch die mediale Öffentlichkeit derart im politischen Spektrum etablieren. Ganz gleich, wie oft Lucke, Petry, Höcke und Konsorten die Mär von der „bösen Lügenpresse“ ausgaben - kaum eine Partei war öfter und prominenter in den Talkshows dieser Republik platziert als der Partei gewordene blaubraune Bodensatz der sogenannten Neuen Rechten. Dass das Format des aufgeheizten Polit-Talks als geeignet erscheint, die irrationalen und emotionalen Parolen von rechts zu entkräften, ist mehr als nur fraglich. Wer, wie Höcke und Co., vom „1.000jährigen Deutschland“ schwadroniert oder wie der NRW-Landeschef der AfD, Marcus Pretzell, fordert, Flüchtlinge mit Schusswaffen zu stoppen, um „zu warnen, zu verletzen, oder letztlich auch um zu töten“, gehört nicht in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, sondern ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

Pretzells Lebensgefährtin Frauke Petry will ihren Chefposten der immer rechtsradikaler werdenden Partei behalten und stimmt ungeniert mit ein.

Deutschland dürfe auch "Zurückweisungen nicht scheuen", forderte sie. "Dies muss notfalls auch mit Grenzsicherungsanlagen durchgesetzt werden."
Auf die Frage, wie ein Grenzpolizist dann reagieren solle, wenn ein Flüchtling dennoch deutschen Boden betrete, sagte Petry: "Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz."

Beatrix von Storch, stramm christliche, deutschnationale AfD-Europaabgeordnete und Merkel-Expertin („wird bald nach Chile fliehen“) unterstützt sofort ihre Parteichefin und postet folgendes auf Facebook:


Dabei biegt sich die geborene Herzogin von Oldenburg die Paragraphen so hin wie es gerade passt.
Die erheblichen Einschränkungen des Schusswaffengebrauchs in § 12 verschweigt sie.
So dürfen Schüsse auf Menschen nur abgegeben werden, um „angriffs- oder fluchtunfähig zu machen“ – nicht um einen Grenzübertritt zu unterbinden.

„§ 12 Besondere Vorschriften für den Schußwaffengebrauch
(1) Schußwaffen dürfen nur gebraucht werden, wenn andere Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges erfolglos angewendet sind oder offensichtlich keinen Erfolg versprechen. Gegen Personen ist ihr Gebrauch nur zulässig, wenn der Zweck nicht durch Waffenwirkung gegen Sachen erreicht wird.
(2) Der Zweck des Schußwaffengebrauchs darf nur sein, angriffs- oder fluchtunfähig zu machen. Es ist verboten, zu schießen, wenn durch den Schußwaffengebrauch für die Vollzugsbeamten erkennbar Unbeteiligte mit hoher Wahrscheinlichkeit gefährdet werden, außer wenn es sich beim Einschreiten gegen eine Menschenmenge (§ 10 Abs. 2) nicht vermeiden läßt.
(3) Gegen Personen, die sich dem äußeren Eindruck nach im Kindesalter befinden, dürfen Schußwaffen nicht gebraucht werden.“
Frau Petry, der rassistische Hetzer Björn Höcke, Frau von Storch, Markus Pretzel zeigen klar wie die AfD tickt.
Diesen Verbal-Kloaken immer wieder ein Publikum im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu verschaffen zeigt eine klare Wirkung – siehe Villingen-Schwenningen und weitere 1004 rechtsterroristische Übergriffe im Jahr 2015.

Ich bedauere es, daß rote und grüne Wahlkämpfer jetzt einknicken und doch mit der AfD sprechen möchten.

Die Spitzenkandidaten von Grünen und SPD in Baden-Württemberg sind jetzt doch bereit, an Podiumsdiskussionen mit Vertretern der Alternative für Deutschland (AfD) teilzunehmen. Am 24. Februar und am 1. März kommen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) zu Veranstaltungen von "Stuttgarter Nachrichten" und "Stuttgarter Zeitung" zur Landtagswahl, wie die Blätter mitteilten.

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, daß die AfD viel zu weit nach Rechtsaußen abgedriftet und viel zu gefährlich ist, um sie als „normale Partei“ zu behandeln, mit der man im Wahlkampf öffentlich auf einem Podium sitzen sollte, um ihnen noch mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Nach jeder Landtagswahl sitzen in der Berliner Tiger-Runde (oder eben der Elefantenrunde im Fall von Bundestagswahlen) die Parteien, die auch im Bundestag vertreten sind – und keine andere.
Dabei sollte es bleiben.