Sonntag, 8. Februar 2015

Mars und Venus.


Weltpolitik ist keine Wünsch-Dir-was-Veranstaltung.
Man kann sich seine Gesprächspartner nicht aussuchen. Schon gar nicht kann man à la George W. Bush alle Regierungschefs, die einem zufällig persönlich unsympathisch sind ignorieren und die Länder, die dem eigenen Weltbild entgegenstehen bombardieren.
Die Frage, ob man mit seinen Feinden reden und verhandeln will, stellt sich gar nicht; man MUSS es sogar!
Wer nur in seinem eigenen Biotop sitzen bleibt und nur mit Menschen spricht, die einem zustimmen, hat in der Weltpolitik nichts verloren.

Ich bin bis heute davon überzeugt, daß der ganze Schlammassel in Osteuropa zu verhindern gewesen wäre, wenn man nicht seit 20 Jahren Russland so stiefmütterlich als die ideologischen Verlierer behandelt hätte, auf deren Interessen man keine Rücksicht mehr nehmen müsse, an deren Grenzen man sich ungeniert ranrobben kann.
Mit dubiosen Oligarchen wie Poroschenko und Timoschenko zu kooperieren, um auch noch die Ukraine quasi aus der ehemaligen UdSSR heraus zu reißen und an den Westen zu binden, während eben dieser Westen außenpolitisch ein Desaster nach dem nächsten anrichtet – Irak – Syrien – Afghanistan – weil er einfach russische Warnungen in den Wind schlägt, konnte nicht gut gehen.



Das Gewäsch der amerikanischen Neocons vom „Ende der Geschichte“ war die größte globale Bruchlandung, die man sich denken kann. 
Russland und China gedemütigt – und die Welthegemonialmacht USA könne nach eigenem Gutdünken fukuyamasieren, ohne jemals wieder Rücksicht zu nehmen.
Diese Hybris konnte sich einige Jahre weiter entwickeln, während korrupte Oligarchen in Russland sagenhafte Vermögen aus dem „Volkseigentum“ raubten und nach kapitalistischen Regieanweisungen tanzten. Während ein ewig betrunkener seniler Jelzin mit gemeinsamen Saunagängen gebauchpinselt wurde.
Russland ist aber nach wie vor das größte Land der Erde und eine Atommacht. Russland ist ein Land mit einer anderen Option, nämlich des bevölkerungsreichsten Landes der Welt auf seiner anderen Seite- China. China, Atommacht und Exportweltmeister mit gewaltigem Rohstoffhunger und einigen Fantastillionen Geldreserven, trägt als Alternativbeispiel zum neuen russischen Selbstvertrauen bei.

Tja, wie dumm von EU und USA, daß sie vor zehn Jahren Schröders und Chiracs Weg der Einbindung Putins verließen.
Wie dumm insbesondere von Merkel, daß sie sich von ihrer persönlichen Aversion gegen Russland leiten ließ und dafür schleimspurziehend auf den Knien nach Crawford zu GWBs Prairie Chapel Ranch robbte.
London, Paris, Berlin und Washington hätten zusammen mit Moskau eine wöchentliche Konferenzschaltung implementieren müssen, bei der gemeinsame Strategien genau abgesprochen werden und jeder die Möglichkeit haben müsste den anderen seine Bauchschmerzen mitzuteilen.
So brachte Schröder 2002/2003 eine eindrucksvolle Neo-Entente zustande.
Schon das kolossale Missverständnis rund um den Südossetien-Konflikt von 2008 hätte vermieden werden können, wenn nicht die tumbe Merkel lethargisch abseits gestanden hätte und GWBs irre Administration von Vorurteilen geleitet jedes noch so dubiose antirussische Ressentiment unterstützt hätte.
Spätestens 2008 mußte man wissen, wie viel Dampf im Kreml-Kessel war und hätte schleunigst zur kontrollierten Entlüftung den Gesprächsfaden aufnehmen müssen.
Aber Washington war damals nicht handlungsfähig, Merkel schlief und zu allem Übel kam 2009 auch noch der hoffnungslos überforderte Westerwelle ins deutsche Außenamt. Seine strategischen Fähigkeiten reichten gerade noch dazu aus, sich morgens eine Krawatte auszusuchen.

Konsequent stolperte der Westen immer mehr in eine Konfrontation mit Russland. Eine Konfrontation, die bis heute nicht als das verstanden wird was sie ist; nämlich die Verletzung von Einflusszonen.
Stattdessen setzen die nordeuropäischen Länder Russland, Putin und den Kreml gleich. Differenziert wird nicht mehr.
Und Putin ist nun mal böse. Lang und breit werden in den Feuilletonseiten des europäischen Blätterwaldes Psychogramme des „Kremlherrschers“ ausgesponnen. Hat er einen Minderwertigkeitskomplex? Ist er heimlich schwul, impotent oder hat nur einen Hoden?
Als ob das irgendeine Rolle spielte. Regimechange ist keine Option. Putin sitzt fest im Sattel und ist somit der Ansprechpartner. Punkt.
Ihn immer weiter zu demütigen, indem man ihn kontinuierlich überall auslädt, vom G8 ausschließt, nicht an den Auschwitzbefreiungsfeierlichkeiten und auch nicht bei den Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestages des Weltkriegsendes dabei haben will, ist an Dummheit nicht zu überbieten.

Was für ein Treppenwitz der Geschichte:
Als größte Waffenlieferungsfreunde und größte Unterstützer der Krawalle durch Swoboda und Co stellen sich zwei Grüne heraus: Marie-Louise Beck und Rebecca Harms wettern und pesten gegen Staatsmänner wie Helmut Schmidt und Egon Bahr; wollen unbedingt ihre bellizistische Sicht durchdrücken.
Dabei weiß man bis heute gar nicht was eigentlich passierte in Kiew.

Was genau geschah vor knapp einem Jahr in Kiew? Gab es nach den Schüssen, die am 20. Februar 2014 nahe des Maidan zahlreiche Menschen töteten, einen Putsch gegen den rechtmäßig amtierenden ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch? Oder ist die Regierung damals schlicht in sich zusammengefallen?
Von der Antwort auf diese Frage hängt nach Meinung vieler Beobachter ab, wie der Großkonflikt mit Russland zu bewerten ist, der sich wenig später entfaltete. Falls es in Kiew einen Putsch gegeben habe, sei die Reaktion Wladimir Putins doch nachvollziehbar gewesen, könnte man argumentieren – denn wohin habe ein Chaos im Nachbarland aus Moskauer Sicht führen können? Wenn in Kiew schon der Präsident verjagt wird, gelten wohl weder Verfassung noch Verträge noch etwas; als nächstes könnte der russische Flottenstützpunkt Sewastopol auf der Krim von den Revolutionären überrannt werden. Und wer schützt die ethnischen Russen in der Ostukraine vor der Anarchie der Maidanisten? So jedenfalls liest der Kreml bis heute die jüngste Geschichte.

Fakten? Egal. Schieb‘ es doch dem bösen Russen in die Schuhe.
Das Verhalten der EU und der USA ist dabei nicht nur dumm, sondern auch noch bigott. Indem sie sich viel verwerflicheren Regimen wie dem des saudischen Königs Salmans an den Hals werfen, demonstrieren sie ihre Janusköpfigkeit.

Um das Fass zum Überlaufen zu bringen, sind EU und USA auch noch so dumm, daß sie sich in einer Großkrise, die nach Ansicht aller nicht militärisch zu lösen ist, auch noch auseinander dividieren lassen.
Offenbar sprechen die Damen und Herren nicht einmal miteinander.
Was die zuständige USA-Diplomatin Victoria Nuland (Assistant Secretary of State im Dienst des US-Außenministeriums und als solche zuständig für Europa und Eurasien) von „uns“ hält, ist hinlänglich bekannt: Fuck the EU!
Während also mit Merkel und Hollande die beiden Charisma-Freien nach Moskau reisen, weiß Obama offenbar von nichts.
Wie peinlich: Seine Sicherheitsberaterin stellt just in dem Moment in Washington die neue Sicherheitsdoktrin vor, während man am größten Krisenherd offenbar zu dem Schluß gekommen ist, daß die USA irrelevant sind.
Um das Ganze noch zu toppen, befeuern die amerikanischen Falken Merkels Dogma von der Nichtlösbarkeit des Konflikts durch militärische Mittel mit der Idee das faschistoid-gestützte Oligarchenregime in Kiew mit Offensivwaffen zu beliefern. Das nenne ich sauber in Merkels Hosenanzug gegrätscht.
Das spielt Putin wunderbar in die Hände. So lässt sich seine Sicht der Dinge trefflich belegen.

Russlands Präsident Wladimir Putin startete am Montag eine Verbalattacke gegen die Nato. Dabei bezeichnete er die ukrainische Armee als verlängerten Arm des Bündnisses. Das Militär des Nachbarlandes sei "keine Armee, sondern eine Fremdenlegion, in diesem Fall die Fremdenlegion der Nato", sagte Putin in St. Petersburg.
Die ukrainischen Streitkräfte dienten "natürlich nicht den nationalen Interessen der Ukraine". Ziel der Nato sei es, "Russland in Schach zu halten". Dies wiederum diene "nicht den nationalen Interessen des ukrainischen Volkes".

Waffen ins Pulverfass zu werfen ist so eine absurde Idee, daß außer den russophoben Grünen um Frau Beck niemand in Europa damit sympathisiert.

Das Kalkül der Russland-Hasser:
Mit mehr Waffen gibt es auch viel mehr russische Tote und je mehr Tote wir generieren, desto eher lässt Putin von der Ukraine ab.

Die Europäer sind in der Frage der Waffenlieferungen tief gespalten. Kanzlerin Merkel hatte am Morgen solche Lieferungen kategorisch ausgeschlossen. "Das Problem ist, dass ich mir keine Situation vorstellen kann, in der eine verbesserte Ausrüstung der ukrainischen Armee dazu führt, dass Präsident Putin so beeindruckt ist, dass er glaubt, militärisch zu verlieren", hatte sie gesagt. Das sei die "bittere Wahrheit".
Dem widersprechen die Befürworter einer militärischen Unterstützung der Ukraine nicht. Sie wollen vielmehr die Kosten russischer Angriffe erhöhen. Wenn sich die ukrainische Armee besser verteidigen könne, dann würden die Opferzahlen auf russischer Seite steigen. Außerdem könne dadurch verhindert werden, so das Kalkül, dass die Separatisten die Besetzung weiterer Gebiete wagen.

Immerhin gewinnt der Kreml damit einen Hebel die lästigen Sanktionen zu knacken, indem der Westen auseinander dividiert wird.
Ja, das ist eine komplizierte Kiste mit den Einflusszonen rund um die Großmächte.
Die jeweiligen Empfindlichkeiten kann man sehr schön an den hysterischen Reaktionen der GOPer erkennen, nachdem Obama das 50 Jahren eingefrorene Verhältnis zum winzigen Nachbarn Kuba etwas lockern wollte.
In der Ostukraine ist es wesentlich komplizierter und heißer.
Da sind Besonnenheit und Gespräche Gespräche Gespräche gefordert.
Stattdessen kriegen sich nun USA und EU Politiker auch noch in die Haare.
Geht es noch dümmer?
Rhetorische Frage. Es gibt ja schließlich noch die US-Republikaner, die ihrem rasenden Hass auf Obama frönen, indem sie möglichst viel außenpolitisches Porzellan zerhauen.
Dieses Pack sollte man wirklich diplomatisch ächten und nicht nach München einreisen lassen.

Merkel angreifen, um Obama zu treffen
[…] John McCain ist sauer auf Obama und sieht Waffenlieferungen für Kiew als Beweis für Amerikas Stärke.
[…] Der Sturm hatte sich bereits seit ein paar Tagen angekündigt, nun aber brach er über Merkel ausgerechnet in dem Augenblick herein, in dem ihre Vermittlungs-Initiative im Ukraine-Krieg alle Unterstützung verdient hätte. Aber dieser Krieg kennt viele Lager und noch mehr Interessen, und so musste die Kanzlerin die unangenehme Erfahrung machen, dass ausgerechnet der von ihr stets verteidigte engste Verbündete, die USA, zu einer echten Belastung ihrer Arbeit werden konnten.
Bei dem Angriff der US-Senatoren während der Münchner Sicherheitskonferenz geht es um weit mehr als um die Frage, ob die Ukraine nun stärker mit defensiven oder offensiven Waffen beliefert werden sollte. Es geht um den alten Washingtoner Großkrieg zwischen einem zurückhaltenden Präsidenten und einem international kratzbürstigen Kongress, es geht um eine sehr grundsätzliche Positionierung für den US-Präsidentschaftswahlkampf, es geht um das amerikanische Selbstbild in der Welt und es geht am Ende auch um Stil.
Es war also nicht nur stillos, sondern geradezu tolldreist, mit welcher terrierhaften Wut die Senatoren, stellvertretend für eine komplette Kongressdelegation, über die Regierungschefin eines befreundeten Landes hergefallen sind. Diplomatisch nicht weniger ungewöhnlich ist es, dass die Senatoren im Ausland über den eigenen Präsidenten hergefallen sind.
Waffen für Kiew sind für Republikaner der Beweis für Amerikas Stärke. […] 



Samstag, 7. Februar 2015

Dreck in Dresden – Teil III



In den letzten drei Monaten wurden die staunenden Westdeutschen Zeuge, wie aus dem braunen Tal der Ahnungslosigkeit ungeniert Fremdenhass propagiert wurde.
Die Naziparolen-skandierenden Demonstranten waren nicht einmal besonders viele – verglichen mit den Massendemonstrationen, die Deutschland in den letzten 30 Jahren erlebt hatte.

Erschreckend waren zwei Aspekte:

1.)
Wie unfassbar tumb und widerlich die Pegida-Führungsfiguren auftraten. Die Dresdner liefen einem rechtsradikalen Kriminellen hinterher, der so charismatisch wie ein Badeschwamm wirkt.

2.)
Wie unfassbar tumb sich konservative Politiker sofort bei der den Peginesen einschleimten und um Stimmen buhlten, indem sie den braunen Mob durch Aufmerksamkeit aufwerteten.

Nicht verschweigen will ich an dieser Stelle den Sündenfall Gabriels, der sich nicht etwa mit den Opfern des Pegida-Mobs solidarisierte, sondern sich seiner Generalsekretärin und dem SPD-Justizminister in den Rücken fallend, bei den Xenophoben anbiederte.

Unübertroffen in der Disziplin Nazi-Pampern ist allerdings die Sachsen-CDU.

Dabei war es ganz unnötig den Ausländerfeinden hinterher zu laufen.
Wie so oft, lösen sich solche Rotten irgendwann von selbst auf, weil sie viel zu dumm sind, um das logistische und mediale Drumherum zu planen.

Der sächsische Gida-Wahn ist kein Exportschlager; er ebbt ab.

Die bundesweiten Ableger der Pegida-Bewegung bringen immer weniger Menschen auf die Straße. […..]
Wie eine SPIEGEL-Umfrage bei Polizeibehörden ergab, brachen die Teilnehmerzahlen der wöchentlichen Montagsdemonstrationen gegenüber der Vorwoche teils massiv ein: In München sank die Demonstrantenzahl von 850 auf 350, in Berlin von 550 auf 230. In Mecklenburg-Vorpommern gingen den Angaben zufolge nur noch 250 Pegida-Anhänger auf die Straße (minus 50 Prozent), in Braunschweig 180 (minus 47 Prozent).
Während sich in Chemnitz am Montag erstmals rund 600 Cegida- Demonstranten versammelten, konnten in Duisburg lediglich 170 Demonstranten mobilisiert werden (minus 43 Prozent) und in Suhl nur noch 700 (minus 30 Prozent).
[…..] Wegen der internen Querelen war die für den 2. Februar geplante Pegida-Kundgebung in Dresden ganz ausgefallen; der Leipziger Ableger Legida blieb am 30. Januar mit rund 1600 Demonstranten weit hinter der angekündigten Zahl von 15.000 bis 20.000 zurück. […..]

Was aber bleibt, ist die unsägliche Sachsen-CDU, die statt einfach abzuwarten wie Bachmanns und Oertels Epigonen sich gegenseitig zerfleischen, damit fortfährt Menschen in Not zu demütigen und Rechtsradikale zu hofieren.

Sachsen bringt Asylbewerber in Hotel von Rechtsextremem unter
[…..] Die Republikaner vertreten eine äußerst restriktive Ansicht zur Flüchtlingspolitik. Jetzt hat ausgerechnet ein einst sehr aktives Mitglied der rechtsextremen Partei Asylbewerber aufgenommen. Wolfgang Seifert vermietet die Zimmer seines Hotels in Böhlen im Landkreis Leipzig an Flüchtlinge. Das Innenministerium von Sachsen war an den in Berlin wohnenden Unternehmer herangetreten, da die Erstaufnahme für Asylsuchende in Chemnitz massiv überlastet ist. "Die haben sich Mitte Januar gemeldet, nach einer Nacht Bedenkzeit habe ich ja gesagt", sagt er im Gespräch mit Süddeutsche.de.
Wie viele Asylbewerber derzeit in dem Hotel untergebracht sind, will Seifert nicht sagen. Zunächst hatten die Dresdner Neuesten Nachrichten darüber berichtet und von derzeit 105 Flüchtlingen gesprochen. […..] Für deren Situation hat der 74-jährige Seifert wenig Verständnis: "Die haben alle Handys und telefonieren ständig mit der Heimat. Die berichten bestimmt, dass sie in einem Hotel wohnen, volle Verpflegung, Catering jeden Tag. Sogar Ansprechpartner rund um die Uhr im Hotel." Da müssten sich die Angehörigen doch denken, es sei gar nicht so schlecht zu flüchten.
[…..]

Freitag, 6. Februar 2015

Franz outet sich – Teil X


DPapst Franz in Wahrheit knochenkonservativer denkt, als er die Welt oberflächlich glauben lassen will, merken wir schon lange.

Papst Franz weiß wie man gute PR macht, wie man sich vor den Massen inszeniert.
In diesen Dingen ist er Ratzi mit seiner wenig heterosexuellen Stimme, der abstoßenden Physionomie und der demonstrativen Prachtentfaltung deutlich überlegen.
Ihn deswegen zum großen Erneuerer, oder gar Marxisten hochzustilisieren, ist aber vollkommen absurd.
Natürlich ist der Jesuit Franz ein konservativer Mann, der niemals einem minderen Weibsbild erlauben würde Priesterin zu sein und akzeptieren könnte, daß ein gleichgeschlechtliches Paar dieselben Rechte wie ein Gegengeschlechtliches erhalten dürfte.

Die Begeisterung der deutschen Medien für Ratzingers sympathischeren Nachfolger ist also ungebrochen groß.
Ich sehe das allerdings anders. Bergoglio ist auch nur ein konservativer Menschenrechtsantagonist.

Er läßt Ex-Staatssekretär Bertone in einer 700-Quadtrameterwohnung im Vatikan einziehen.


Mit den neuen Kardinälen Gerhard L. Müller und Ricardo Ezzati Andrello erhob Franz zwei in den zweithöchsten Stand, die dezidiert gegen die Aufklärung von sexuellem Kindesmissbrauch durch ihre Priester gearbeitet haben. Zwei Ex-Bischöfe, die vertuschten und die kinderfickenden Pädo-Priester protegierten.

Er beharrt auf homophober Politik.

Er läßt die schmutzigen Vatikanbanker weiter Geld waschen.

Franz ist ein moderner Papst und setzt Prioritäten.

Seine gewalttätige Ader ließ er erst kürzlich anlässlich seines Besuchs in Manila durchscheinen, als er demjenigen Prügel androhte, der seine Mutter, die fette Regina Maria, beleidige.


Menschen zu prügeln, ist eine Kernaussage der Bibel. Immer wieder wird das Faustrecht als adäquate Form der Aktion gepriesen. Des lo vult.

“Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, …”
-5. Mose 21,18-21

    „Wen der Herr liebt, den züchtigt er,
    wie ein Vater seinen Sohn, den er gern hat.“
– Spr 3,12 EU

    „Wer Zucht liebt, der wird klug; aber wer Zurechtweisung hasst, der bleibt dumm.“
– Spr 12,1 EU

    „Wer die Rute spart, hasst seinen Sohn,
    wer ihn liebt, nimmt ihn früh zur Zucht.“
– Spr 13,24 EU

    „Züchtige deinen Sohn, solange noch Hoffnung ist,
    doch lass dich nicht hinreißen, ihn zu töten.“
– Spr 19,18 EU

    „Für die Zuchtlosen stehen Ruten bereit
    und Schläge für den Rücken des Toren.“
– Spr 19,29 EU

    „Steckt Torheit im Herzen des Knaben,
    die Rute der Zucht vertreibt sie daraus.“
– Spr 22,15 EU

    „Erspar dem Knaben die Züchtigung nicht;
    wenn du ihn schlägst mit dem Stock, wird er nicht sterben.“
– Spr 23,13 EU

    „Rute und Rüge verleihen Weisheit,
    ein zügelloser Knabe macht seiner Mutter Schande.“
– Spr 29,15 EU

    „Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Verdruss ersparen
    und deinem Herzen Freude machen.“
– Spr 29,17 EU

    „Schäme dich nicht folgender Dinge: des Gesetzes des Höchsten und seiner Satzung,
    des gerechten Urteils, das nicht den Schuldigen freispricht, … der häufigen Züchtigung der Kinder
    und der Schläge für einen schlechten und trägen Sklaven.“
– Sir 42,1–5 EU

    „Musik bei Trauer ist zur Unzeit eine Rede, doch Zucht und Schläge zeugen stets von Weisheit.“
          – Sir 22,6 EU

    „Wer liebhat seinen Sohn, hält stets den Stock für ihn bereit, damit er sich am Ende freuen kann. Wer seinen Sohn bestraft, wird Freude an ihm haben und sich vor den Bekannten seiner rühmen können.“
– Sir 30,1–2 EU

    „Den Nacken krümmen Joch und Strick, und für den schlechten Sklaven ziemt sich Block und Folter.“
– Sir 33,35 EU

   „Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat. Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt? Würdet ihr nicht gezüchtigt, wie es doch bisher allen ergangen ist, dann wäret ihr nicht wirklich seine Kinder, ihr wäret nicht seine Söhne.“
– Hebr 12,6ff. EU

 Das alles ist nicht mit deutschen Gesetzen vereinbar.

“(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.”
§ 1631 BGB

Wohin es führt, wenn man Kinder nach christlichen Grundsätzen erzieht, wurde gerade sehr eindrücklich in einer ARD-Dokumentation über die Regensburger Domspatzen gezeigt.
Jungs ab einem Alter von neun Jahren wurden systematisch und dauerhaft brutal gequält, misshandelt, seelisch gefoltert, schwer geprügelt und sexuell vergewaltigt.
Chef der Bande war über 30 Jahre der Domkapellmeister Georg Ratzinger, der gelegentlich so von Sinnen auf seine Schüler einprügelte, daß ihm vor Wut das Gebiss rausflog und durchs Klassenzimmer geschleudert wurde.
Für den widerlichen Sadisten blieb all das folgenlos, da sein kleiner Bruder Joseph währenddessen zum Chef der Inquisitionsbehörde im Vatikan aufstieg und jeden mit schwersten Kirchenstrafen auf „päpstliche Geheimhaltung“ verpflichtete, der über den Kindesmissbrauch reden wollte.
Als ab dem Jahr 2010 auch in Deutschland vermehrt über die kinderfickenden Pädopriester gesprochen wurde, blockierte ein Bischof mehr als alle seine Amtsbrüder die Aufklärung – der Regensburger, der für die Domspatzen zuständig war.
Abschaumbischof Müller führte verurteilten übergriffigen Priestern sogar neue Messdiener zu und sorgte dafür, daß deren Eltern nicht vorgewarnt wurden. Später ließ Müller die Opfer sogar bedrohen.


Er mauerte so sehr, daß der Kriminologe Pfeiffer seine Aufklärung abbrach.
Papst Ratzinger revanchierte sich für den Schutz seines perversen Bruders mit einer Rapidbeförderung über viele Stufen.
Müller wurde Chef der Glaubenskongregation im Vatikan.
Ratzingers Verdikt nicht über die Missbrauchsfälle zu sprechen gilt bis heute. Deswegen lacht die römische Kurie auch heute noch den Opfern des Missbrauchs höhnisch ins Gesicht, wenn sie es wagen nachzufragen, was eigentlich mit ihren Peinigern geschehe.

Den Abschaum-Kurienerzbischof Müller als Kardinal zu kreieren, nachdem dieser wie kaum ein anderer Bischof die Opfer des sexuellen Missbrauchs demütigt  und jegliche Aufklärung zu verhindern sucht, spricht Bände über das wahre Denken des aktuellen Papstes.


Gestern legte Bergoglio nach und bestätigte noch einmal, was seine Bibel fordert:
Kinder zu schlagen sei richtig.


[…]  Seine Kinder zu schlagen ist aus Sicht von Papst Franziskus in Ordnung, solange dabei deren Würde geachtet werde. Das erklärte das Kirchenoberhaupt diese Woche bei seiner wöchentlichen Generalaudienz, die der Rolle von Vätern in der Familie gewidmet war. Bei der Gelegenheit gab Franziskus preis, was für ihn einen guten Vater ausmache. Dies sei jemand der mit Bestimmtheit zu korrigieren vermöge, ohne dabei das Kind zu entmutigen.
Dazu erzählte der Papst eine Anekdote: "Einmal habe ich einen Vater bei einem Treffen mit Ehepaaren sagen hören: 'Ich muss manchmal meine Kinder ein bisschen schlagen, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu demütigen'."
"Wie schön!", erklärte Franziskus. "Er weiß um den Sinn der Würde. Er muss sie bestrafen, aber tut es gerecht und geht dann weiter."
Auf Nachfrage verteidigte Vatikan-Vertreter Thomas Rosica die Thesen des Papstes. Wer habe nicht schon einmal sein Kind gezüchtigt oder sei von den Eltern gezüchtigt worden, schrieb Rosica in einer E-Mail. […] In rund 39 Ländern ist die Prügelstrafe in jeglicher Form verboten. Zu diesen Staaten zählen Deutschland, Schweden, der Südsudan und Turkmenistan. In den USA können Eltern ihre Kinder laut Gesetz schlagen, solange die Gewaltanwendung sich in einem "vernünftigen" Rahmen bewege. In 19 US-Staaten ist dem Schulpersonal das "Versohlen" junger Menschen noch immer gestattet.


Wo sind eigentlich die begeisterten Papst-Fans Thierse, Nahles und Schavan heute?
Ich verlange, daß sich diese hardcore-Katholiken heute von ihrem Oberhaupt distanzieren!
 


Der Papst hat einen Hau
[…] Ein Freund war mit einem Paar in einem Ferienhaus, das Paar hatte ein Baby. Nachts wachte er auf, er hörte das Baby im Zimmer nebenan schreien und zwischendurch immer wieder einen dumpfen Schlag. Am nächsten Morgen erzählte der übermüdete Vater, er habe das Kind im Arm gewiegt. Und in seiner Schlaflosigkeit mit dem Fuß immer wieder mal gegen die Wand getreten. Die Aggressivität musste irgendwohin. Oben Ruhe und Zuwendung für das Kind, unten der Blitzableiter.
[…] Gewalt birgt zwei Lektionen für das Kind: Wenn ich meinen Willen äußere, riskiere ich körperliche Züchtigung. Und: Gewalt ist ein Mittel zur Konfliktbewältigung.
[…] Da hilft auch keine Relativierung. Es mag für das Kind weniger schmerzhaft sein, auf den Hintern geschlagen zu werden als ins Gesicht. Die Lektionen sind dieselben. In dem landläufigen Spruch "ein Klaps auf den Hintern hat noch keinem Kind geschadet" drückt sich ein Machismo aus, manchmal bestimmt auch eine Selbstrechtfertigung von Eltern, die sich der gewaltfreien Erziehung verweigern. Franziskus selbst soll seine Worte mit einer Geste begleitet haben, als gebe er jemandem einen Klaps auf den Hintern. Gewalt gegen Kinder aber darf nicht relativiert werden.
Wenn Erwachsene gegen Kinder Gewalt anwenden, ist das Machtmissbrauch. Eine Erniedrigung des Kindes. Dass der Papst einen Vater bestärkt, nur weil er sein Kind nicht ins Gesicht haut, ist unsäglich. Dass er dies würdevoll und gerecht nennt, ist unfassbar. Wenn ein Erwachsener ein Kind schlägt, verletzt er dessen Würde. Ein wichtiges Ziel von Erziehung ist, dass das Kind lernt, dass nur es selbst über seinen Körper bestimmen darf. Wer sein Kind schlägt, lehrt das Gegenteil. […]