Eine im
Rekordtempo zusammen gestümperte Steuerreform, die in den nächsten acht Jahren
etwa sechs Billionen Steuererhöhungen für die Mittelklasse und vier Billionen
Steuererleichterungen für das reichste Prozent der Bevölkerung bringen wird.
Offiziell
rechnet man mit 1,4 bis 1,5 amerikanischen TrillionenHaushaltsdefizit.
Das sind
rund 1.400 Milliarden Euro.
Im
Grunde kann man darüber nur noch lachen:
Bei demokratischen Wahlen bringen superreiche Strippenzieher wie die
Koch-Brüder die weiße abgehängte Unterschicht dazu für einen irren Milliardär
zu stimmen, der dann konsequent gegen die Interesse der Ärmeren und
Ungebildeteren, die ihn gewählt haben Politik macht. Er will ihnen die
Krankenversicherung und Sozialleistungen nehmen, zerstört die Umwelt und schiebt
sich selbst Milliarden auf das eigene Konto.
Schon
lange wählt der konservative White Trash im Biblebelt konsequent gegen die
eigenen Interessen, indem er nur GOP ankreuzt und dann zusieht wie die
GOP-Multimillionäre im Senat und House Politik zu Gunsten des einen obersten
Prozents macht.
Eine
sehr reiche Minderheit macht von einer Minderheit gewählt Politik für die
extreme Minderheit der Billionäre.
Für
Amerikaner, die unter 75.000 Dollar im Jahr verdienen, wird die Abgabenlast
steigen. Gefeiert wird das als erster ganz großer Erfolg Trumps.
Willkommen
in der ältesten Demokratie der Welt, dem Land Of The Free.
Kann man
sich nicht ausdenken.
[….] A rushed tax bill showers goodies on parts
of corporate America. The Republican Senate plan sneaked in tax breaks for oil
and gas partnerships, real estate investment trusts and other sectors. One
hiccup, though, puts the research and development tax credit favored by
business at risk.
The plan passed early Saturday expands the kind of income eligible for
reduced tax rates in pass-through entities, like partnerships and
limited-liability companies. Oil and gas partnerships would be eligible under
the bill, in addition to mortgage investments by real-estate investment trusts.
Instead of paying a top income tax rate of nearly 40 percent, they would
face an effective rate of about 30 percent because of a 23 percent deduction
allowed for pass-through income. Overall, wealthy individuals like President
Trump would benefit the most from the provision because they often structure
their businesses as pass-through entities.
Banks also stand to gain from a last-minute exception to a provision
aimed at prohibiting tax-base erosion through overseas activities. Derivative
payments, initially included as qualifying activities, are now excluded from
such tax calculations.
That’s in addition to a cut in the overall corporate tax rate to 20
percent from 35 percent. Yet reductions for individual income would be
temporary and taxes for people making up to $75,000 a year would go up by 2027,
according to the Congressional Budget Office. […]
Man
sollte das wirklich nicht tun, aber ab und an kann ich es mir nicht verkneifen
und werfe doch mal einen Blick auf Maischberger, Will und Co.
Es ist
und bleibt aber extrem ärgerlich, wie das Ein-links-ein-rechts-Schema und das
Bemühen um die totale Ausgewogenheit jeden Erkenntnisgewinn blockiert.
Wie
immer bereitete die ARD den AfD-Hetzern den roten Teppich aus. Alice Weidel
(Betriebswirtin, keine Juristin) bezichtigte Heiko Maas (Volljurist,
Justizminister) auf breiter Linie gesetzwidrig vorzugehen.
Die
anderen Gäste, Prof. Pfeiffer (habilitierter Jurist, ehemaliger Justizminister
Niedersachsens), Fleischhauer (konservativer Journalist) und Andreas Hollstein
(promovierter Volljurist, CDU) wiesen das allesamt als abwegig zurück.
Maas,
wie immer sehr kontrolliert und sachlich, bat Weidel zu erklären, wie und wo er
gegen das Grundgesetz verstoße.
Maischberger
ließ die Diskussion natürlich nicht zu, verhinderte eine tiefer Erörterung des
Themas und sicherte so wieder einmal einer ultrarechten AfD-Person ihren PR-Erfolg
vor ihren eigenen Leuten. Sie hatte nicht nachgegeben, war bei ihren
Behauptungen geblieben und geriet nicht in Bedrängnis.
Wer an
sachlichen Informationen interessiert ist, hat keinen Erkenntnisgewinn aus
diesen hektischen Aufsagerunden, in denen jeder einmal kurz seine Position
raushaut, bevor Einspielfilmchen und weitere Abfragerunden folgen.
Aber bei
dieser erbärmlichen Art des Polit-Infotainments wird ohnehin nur an die eigene
Basis appelliert.
Weidel
zeigte das sehr schön, als der renommierte Kriminologie Prof. Dr. Pfeiffer ihre
Thesen von der ansteigenden Gewalt in Deutschland durch Flüchtlinge widerlegte,
ja sogar bewies, wie die Gewaltstraftaten in den letzten Jahren zurückgingen
und nicht etwa durch die „Flüchtlingsströme“ zunahmen.
Statt inhaltlich
auf Pfeiffers Faktenmaterialeinzugehen,
grinste sie hämisch und wies mit gespielter Empörung auf Pfeiffers
SPD-Mitgliedschaft hin.
Im
TV-Studio hatte das natürlich keinen Effekt; Fakten bleiben Fakten, Weidel war
weiterhin erkennbar als Lügnerin unterwegs.
Aber ihr
war es egal, da sie an die AfD-Sympathisanten und Nazis vor den Bildschirmen dachte,
denen in ihren Filterblasen erfolgreich eingehämmert wurde, die Altparteien
steckten ohnehin aller unter einer Decke in ihrem Bemühen „Deutschland
umzuvolken“ und die „Scharia einzuführen“.
Wer das
glaubt, weiß schon nach dem Trigger „SPD-Parteibuch“, daß er den
Pfeiffer-Ausführungen nicht glauben wird.
Wer einen
starken Magen hat, möge während einer Maischberger/Will/Pasberg-Sendung mit
AfD-Beteiligung unter den entsprechenden Hasch-Tagen die Twitter-Homepage
aufrufen.
Das pure
Grauen breitet sich da aus – Myriaden von braunen Verschwörungstheoretikern
kriechen da aus ihren Löchern und verzerren die Realität.
Jan
Fleischhauer, nach Matusseks Abgang das größte Ärgernis des SPIEGEL, hatte an
dieser Stelle einen lichten Moment, indem er von seinen Erfahrungen mit einem
AfD-Fake-Profil auf Facebook berichtete. Es brauche nur wenige Klicks und schon
befindet man sich in einer reinen rechtsradikalen Verschwörungswelt.
Die
Algorithmen von Facebook, Twitter und Co sorgen dafür, daß man nur noch ins
braune Weltbild passende Nachrichten von bösartigen islamistischen Horden hört,
die brandschatzend und vergewaltigend durch Deutschland ziehen.
Den
Müll, den Elsässers Compact, David Bergers Phimoseblog, Jürgen
Fritz, PI, JF, Kopp, die Facebookauftritte von Höcke, Weidel, Gauland und viele
andere ausschließlich verbreiten.
Schaltet
man derart gefiltert die ganz normalen HEUTE-Nachrichten oder die Tagesschau
ein und findet dort die ganzen Horrormeldungen über das Millionenheer von in
Deutschland rumrockernden Islamisten nicht mal erwähnt, ist alles klar: Die Mainstreammedien
lügen und verschweigen etwas.
So
entstand Trump. Eine ganze Industrie aus ultraradikalen Verschwörungsmedien –
Breitbart, Infowars, Fox – verbreitete ausschließlich Trumps grotesk verlogene
Scheinrealität.
Schaltet
ein derart braingewashener Trump-Hillbillie aus Alabama mal aus Versehen NBC
oder CNN an, hält er die dort verbreiteten Fakten alle für Lügen.
[….]
Vor drei Monaten habe ich einen Selbstversuch
als AfD-Anhänger begonnen. Ich habe mir bei Facebook unter dem Nachnamen
meiner Frau ein neues Profil zugelegt, als Hintergrundbild wählte ich
eine Berglandschaft von Caspar David Friedrich. Dann schickte ich zehn
Fremden, von denen ich annehmen konnte, dass sie mit der rechten Sache
sympathisieren, eine Freundschaftsanfrage. Die Namen hatte ich aus
Kommentaren auf den Facebook-Seiten der AfD in Berlin und Sachsen zusammengesucht.
Es war ein Experiment.
Ich wollte herausfinden, wie sich der Blick auf die Welt verändert, wenn
man plötzlich mit Leuten in Kontakt steht, die Lutz Bachmann für ein Justizopfer
und Frauke Petry für die nächste Bundeskanzlerin halten. [….]
Es ist erstaunlich, wie sich die Wahrnehmung verdüstert, wenn Facebook
einen als AfD-Sympathisanten identifiziert hat. Man tritt in eine Welt,
in die selten ein Sonnenstrahl fällt. Die vergangene Woche begann mit
einem Zusammenschnitt von Filmclips, in denen arabisch aussehende Jugendliche
auf Menschen einschlugen, die laut um Hilfe riefen. „Achtung!! Teilen!!!“
stand darunter. „Dieses Video zeigt die Gewalt, die sich Einheimische
gefallen lassen müssen von Migranten.“
Dann las ich die Nachricht, dass in der Stadt Neuss auf Druck der Muslime
an einem ersten Kiosk statt Bockwurst nur noch Hühnchenspieße verkauft
werden. Später wurden mir Schockbilder von Tierschlachtungen präsentiert,
verbunden mit dem Aufruf, mich für einen Bann der Schächtung einzusetzen.
So geht es immer weiter, Tag für Tag. Auf die Meldung über das Bockwurst-Verbot
folgt die Nachricht, dass jetzt die Sparschweine verschwinden, nach dem
Sparschwein-Alarm kommen neue Schlägervideos. Wer das länger mitmacht,
muss unweigerlich zu dem Schluss gelangen, dass Deutschland vor die Hunde
geht, wenn sich nicht bald etwas ändert. Und das Irrste ist: Nichts davon
findet sich in den herkömmlichen Medien!
Die meisten Menschen glauben, dass die Nachrichten, die sie über Facebook empfangen, Teil eines
Facebook-Nachrichtendienstes seien. Was sie dort lesen, zeigt nach ihrer
Überzeugung, wie es in Wirklichkeit zugeht, sobald man die Scheuklappen
ablegt. Wenn man den Leuten sagt, dass ihr „Newsfeed“ anders aussieht als
der ihres Nachbarn und erst recht anders als der eines politischen Opponenten,
sind sie überrascht.
[….][….] [….]
Unfreiwillig
unternehme ich gerade ein ähnliches Experiment, da Herr Zuckerberg mich gleich
für einen ganzen Monat in den Giftschrank sperrte, nachdem ich (angeblich)
etwas Unfreundliches über den gegenwärtigen US-Präsidenten gesagt haben soll
(als ob ich sowas jemals täte. Ich bin doch ein guter US-Patriot).
Ein
linkes Profil ist ebenso schnell erschaffen wie ein Weidel-Konformes.
Als
überzeugter R2G-Anhänger sollte ich mich da eigentlich nicht so unwohl fühlen,
wenn ich in FB-Gruppen wie „Linke in der SPD“ gesteckt werde.
Aber die
Einseitigkeit erschreckt mich dann doch.
Natürlich
ist Schröder schlimmer als Satan und Sauron zusammen. Für alle gegenwärtigen
Schwierigkeiten der Sozis ist er verantwortlich. Oder die kriminellen
Seeheimer, die in Wahrheit zur CDU gehören und rechte Politik durchsetzen
wollen.
Alle
SPD-Mitglieder hassen die Seeheimer.
Typen
wie Gabriel (ist zwar kein Seeheimer, aber egal), Scholz und Oppermann sollen
bloß „das Maul halten“ und „den Martin in Ruhe lassen.“ (Schulz ist zwar
tatsächlich Seeheimer, aber was gerade nicht ins Weltbild passt, wird
ignoriert).
Vorsichtig
warf ich ein, daß Scholz als stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender gar nicht
schweigen darf. Dann kommen solche Antworten:
Michael B.: Na dann kann edathy ja auch
weitermachen...
(30.
November um 13:07)
Scholz
soll die Partei verlassen, weil ihn jeder hasst.
Tatsächlich
ist der Hass auf die Realpolitiker in diesen linken Gruppen so übermächtig und
konsistent, daß anderslautenden Ergebnisse über die Welt außerhalb dieser
Gruppe völlig unglaubwürdig erscheinen.
Genau
wie AfDler schmoren auch Linke in ihren eigenen Filterblasen und wollen alles
andere nicht mehr wahrnehmen.
Ich sehe
für die politische Diskussion nicht nur schwarz, sondern die ist endgültig
hinüber.
Die Welt
ist nicht mehr zu retten.
Man kann
sich nur noch Mühe geben nicht selbst vollkommen in Filterblasen abzugleiten,
indem man große seriöse Medien mit ihrer professionellen Gatekeeper-Funktion
abonniert. Und wenn man dort jeden Tag etwas liest, das einem nicht gefällt, muss
man dennoch dabei bleiben, ständig der Versuchung widerstehen sich auf
Randmedien zurückzuziehen, die nur das schreiben, das der eigenen Meinung
entspricht.
Das ist
die einzig mögliche Lösung in einer Demokratie, wenn ein Unfähiger an der
Spitze steht, der nicht weichen will.
Martin
Schulz ist in jeder Hinsicht das Gegenteil von Trump. Er ist belesen, stammt
aus einfachen Verhältnissen, wehrt sich als Sozialdemokrat gegen den
Lobbyeinfluss der Milliardäre.
Schulz
ist sicher ein grundanständiger, intelligenter, am Allgemeinwohl interessierter
Mann.
Unglücklicherweise
muss er sich jetzt in einem Aspekt einen Vergleich mit Trump gefallen lassen.
Nach
einer beispiellosen Kette von Fehlurteilen und Fehlplanungen (dazu demnächst eine
genaue Auflistung in diesem Blog) erkennen auch seine treueste Verbündeten wie
ungeeignet er als Parteichef und Kanzlerkandidat ist.
Insbesondere
ist er aber offensichtlich als Verhandlungsführer unfähig.
Wie soll
ihn eine Kanzlerin und CDU-Chefin überhaupt noch ernst nehmen, nachdem Schulz
in der Erwartung den Wahlkampf endgültig hinter sich zu haben (auch das
vermutlich eine Fehleinschätzung) großen Medienhäusern all seine Peinlichkeiten
ausplauderte, die er vom Juni bis September hinter den Kulissen absonderte.
„Ich bin jetzt königlicher
Niederlagenkommentator“
„Wir sind im freien Fall; vielleicht bin ich auch der falsche
Kandidat. Die Leute sind nett zu mir, aber sie sind es aus Mitleid. In Wahrheit
habe ich ja nicht den Hauch einer Chance“
„Dieser Schröder, der
geht mir auf den Senkel, völlig deppert, der Kerl.“
„Ich hab keine Lust.
Ich will nach Hause.“
„Wie ein nasser
Aufnehmer sehe ich bei Reden aus, weil ich zwischen Terminen keine Hemden
wechseln kann. Die liegen zwar im Kofferraum, werden aber von den Waffen der
Personenschützer zerdrückt: Da wird dann die Kalaschnikow auf meinen Anzug
gelegt, und der Anzug sieht dann aus, als wäre ich in einer Arrestzelle
gewesen.“
„Die Lage ist
beschissen.“
„Ich bin der richtige
Bundeskanzler, um das Land in die Zukunft zu führen“
„Ich musste unterbrechen, weil ich die Aggression
nicht bewältigen konnte“
„Ich bin schon
zufrieden, wenn ich uns nicht blamiert habe.“
„Ich muss da jeden Tag
erklären, dass ich Kanzler werden will, und jeder weiß: Der wird niemals
Kanzler. Die Leute finden mich peinlich. Die lachen doch über mich.“
„Du reißt dir den
Arsch auf, kriegst ständig den Stinkefinger.“
„Ich will Kanzler der
Bundesrepublik werden.“
„Ich will Frau Merkel
ablösen. Ich werde Kanzler!“
Ich
staune nicht so sehr über den durchgehend weinerlichen Beschwerde-Ton; den
kennt man von Schulz auch öffentlich.
Aber
wieso gibt er das alles freiwillig an den SPIEGEL weiter?
Selbst
wenn seine weitere Fehleinschätzung, es käme mit Sicherheit zu einer Jamaika-Koalition
gestimmt hätte, wäre es nicht schlau seine Verletzlichkeit und miese Laune von
den Medien dokumentieren zu lassen.
Nun muss
Schulz aber sogar mit Merkel über eine Regierungsbildung verhandeln.
Wie soll
das gehen, wenn er das vorher immer wieder ausschließt, jeden wissen lässt wie
sehr er Merkel persönlich verachtet und „nie, nie, nie“ in eine von Merkel
geführte Regierung eintreten wird?
Den Mann
darf man nicht allein lassen, schwant es inzwischen den anderen in der
SPD-Führung. Wie Trump muss er daher eingehegt werden.
Gabriel,
Nahles und Scholz werden alles dafür tun, ihren Chef nicht mit Merkel oder
Seehofer allein zu lassen, weil die Gefahr zu groß ist, daß der gute Martin aus
Versehen wieder irgendeinen Unsinn verkündet oder sich in Teufels Küche redet.
[….]
"Alle fragen sich: Wohin mit dem
Martin? Was sollen wir mit dem armen Kerl machen?" Der Herr Schulz sei
zwar ein netter Kerl, aber er könne es halt nicht. Sagte [Hajo] Schumacher und bekam dafür in der Talkrunde,
an der auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz teilnahm, viel Applaus. Und das
zu Recht.
Denn die Genossen
befinden sich in einem Dilemma. Einerseits ist Martin Schulz einer, der Herz
und Seele der Partei erreichen kann, der allein mit seiner Biografie
sozialdemokratische Gefühle weckt. [….]
Andererseits hat Martin Schulz als
Spitzenkandidat das schlechteste SPD-Ergebnis bei einer Bundestagswahl zu
verantworten und die unglaubliche Achterbahnfahrt bei den Umfragen noch dazu.
Und wenn es nur das wäre: Die "Schulz-Story" im "Spiegel",
für die ein Reporter den Kandidaten monatelang eng begleiten durfte, offenbarte
eklatante Schwächen des Politikers. [….] Ausgerechnet so einer soll jetzt mit der CDU/CSU über eine wie auch
immer geartete Regierung verhandeln? Das kann kaum gut gehen[….] So werden die Genossen den Mann, auf den sie
alles gesetzt haben und der alles verloren hat, mit großer Sicherheit in seinem
Amt bestätigen. Schulz profitiert von der weiter vorn beschriebenen Mischung
aus Respekt vor seiner Lebensleistung und – für einen Spitzenpolitiker schlimm
genug – Mitgefühl. [….]
Selbst
der an der linken SPD Basis immer noch sehr beliebte Seeheimer Martin Schulz
wird es kaum schaffen den JUSOS eine neue Groko vorzusetzen, ohne einen
gewaltigen Shitstorm zu ernten.
Schulz
scheint aber hartnäckig nicht zu begreifen wie tief er sich in den Sumpf manövriert
hat. Jetzt hilft ihm nur noch ein vollständiger Rückzug aus der Politik.
Als
Lösung bietet sich das einzige an, das ein schwacher Parteichef mit im freien
Fall befindlicher Autorität tun kann: Der Kotau vor der Basis.
Sie soll
in einem Mitgliederentscheid das letzte Groko-Wort haben.
Diktatur
der Inkompetenz.
(….) Bei Basisbefragungen ist noch nie was Sinnvolles
rausgekommen:
Scharping soll Vorsitzender werden 1993
SPD soll in eine Groko unter Merkel 2013
Michael Müller gewinnt gegen Raed Saleh 2014
Özdemir schlägt Habeck 2017
Viermal Basisentscheid, viermal die falsche
Entscheidung, wie man kurz danach feststellte.
Zu allem
Übel muss ich jetzt auch noch Hans-Ulrich Jörges zitieren, den ich absolut
nicht leiden kann, der aber gelegentlich auch etwas Sinnvolles sagt:
„Und was das pseudodemokratische
Geschiebe anrichten könnte, wenn nur SPD-Mitglieder über die neue Regierung
entscheiden dürften, nicht aber das gesamte Volk? Gut 430.000 Sozialdemokraten
sind 0,7 Prozent der 61,5 Millionen Wahlberechtigten. Nicht mal ein einziges
Prozentpünktchen! Seht Ihr das nicht?“
Ein
Streber war ich wirklich nicht, aber meine Noten waren so gut, daß mich die
Schule nie besonders störte. Man konnte das alles ganz gut aushalten, mußte
sich nicht totarbeiten.
Aber
zwei Dinge waren absolut unerträglich.
Einerseits
der Sportunterricht, da ich mit allen meinen Sportlehrerinnen verkracht war. In
einem immerhin versetzungsrelevanten Pflichtfach benotet zu werden, das
letztendlich physische Gegebenheiten bewertet fand ich extrem unfair, fing
immer wieder Grundsatzdebatten an, bestritt, daß SPORT als ordentliches
Schulfach tauge. Die Sportlehrer hassten mich, weil ich jede Kooperation
verweigerte. Ich schaffte es sogar in der elften Klasse einen Punkt (=5-) im
Schwimmen zu bekommen, obwohl ich das rein zufällig wirklich gut konnte, da ich
a) sehr groß und dünn (damals) war und b) neben einem großen Swimmingpool
aufgewachsen war und schon ständig im Wasser war bevor ich richtig laufen
konnte.
Die
andere unerträgliche Sache war der Psychologie-Unterricht bei Frau Kirch 11.,
12. und 13. Klasse. Der Name hätte mich schon abschrecken sollen.
Belegt
hatte ich das Fach vermutlich, weil es in meiner Familie so viele Psychologen
gab und ich daher annahm, das müsse interessant sein.
Frau
Kirch hatte allerdings diese ätherische Valiumpersönlichkeit, drückte sich
hauptsächlich durch Schweigen aus.
Als
typisches „Laberfach“ hatte Psychologie natürlich die blödesten Zeiten. Ich
werde es nie vergessen. In der 11. Klasse hatten wir das Grauen Dienstags und
Donnerstags in der Nullten Stunde (7.00 Uhr bis 7.45 Uhr).
Später
wurde es noch schlimmer, da lag „Psycho“ als Doppelstunde freitags 8. Und 9.
Stunde nach zwei oder drei Freistunden.
Holla,
da musste man sich immer extrem zusammenreißen, um nicht zu schwänzen, damit
man fünf Stunden vorher ins Wochenende kam.
Frau Kirch
ließ uns immer im Unterricht lesen.
Die
ganze Bandbreite der damaligen Psycho-Schülerliteratur. Erst Dibs (von Virginia M. Axline, 1980) dann
Betty (von Anneliese Ude- Pestel, 1975).
Natürlich „Grundformen der Angst“ und viel Fromm; „Anatomie der menschlichen
Destruktivität“ und „Die Kunst des Liebens.“
Eine Stunde jeder still für sich lesen und anschließend erzählen was man gelesen
hatte. 90% der Kursteilnehmer waren dabei geistig eingeschlafen und so
herrschte anschließend bei Frau Kirchs Fragen endloses und ausdauerndes
Schweigen. Ich erinnere mich insbesondere an eine Stunde, als dieses Schweigen
so unerträglich wurde, daß ich es nicht mehr aushielt, mich meldete und das
ganze Riemann-Kapitel über die schizoide Persönlichkeit nacherzählte.
Die
anderen glotzen mich fassungslos an, waren aber auch froh über die ganze Zeit,
die ich geschunden hatte.
Jetzt
war ja alles klar, vielleicht ließ uns die Lehrerin nun früher ins Wochenende.
Aber
dann passierte das unfassbare; Frau Kirch drehte sich zu mir um und sagte doch
ernsthaft „entschuldigen Sie; Tammox, ich war ganz in Gedanken versunken und
habe überhaupt nicht zugehört. Können Sie bitte noch mal von vorn beginnen?“
Ich war
15, als mich die vierjährige Betty mit ihren Zeichnungen nervte. Wenn mir meine
Zeit nicht zu schade wäre, würde ich das heute noch mal lesen, um
festzustellen, ob ich diese endlosen Interpretationen von Kinderzeichnungen
immer noch so unerträglich finde.
Psychologie,
schlimme Sache, das ist.
Einer
meiner älteren Cousins hatte das sogar studiert und ich erinnerte mich, wie er
sich damals gefühlte zehn Jahre ausschließlich mit Intelligenztests
beschäftigten mußte, riesige Berge mit diesen Tests auswertete. Als erstes mußte
immer seine Freundin Inga dran glauben. Ich hockte als kleines Kind oft bei ihr
und war besonders begeistert von ihren duftenden Henna-Kuren. Sie hatte kilometerlange
tiefrote Haare, die jeden Abend in Henna eingelegt wurden. Nebenher füllte sich
die Intelligenzteste meines Cousins aus und changierte willkürlich zwischen
debil und Einstein. Die Höhe des IQs hing offenbar vom Test ab, wußte ich schon
als Kind. Und irgendwelche Psychologiestudenten schreiben dann eine Zahl
drunter.
Psychologie
lernt man in Wahrheit in der Literatur.
Die
österreichischen k.u.k.-Autoren Roth, von Doderer oder Zweig sind nicht zu
denken ohne Freud. Die Romanfiguren werden feinsäuberlich psychisch analysiert,
ohne daß die Interpretationskeule zuschlägt und Fachbegriffe fallen.
Psychologie
lernt man auch im Leben, da einige psychische Störungen enorm verbreitet sind.
Millionen Menschen leiden an Phobien, an Depressionen, Burnout, Ticks, Zwängen,
Essstörungen und dergleichen. Millionen sitzen regelmäßig in
psychotherapeutischen Gesprächen und/oder essen Antidepressiva und
Neuroleptika, gern auch Benzos.
Auf
Antidepressiva kam ich über den Umweg der Chemie. So etwas freut den
Naturwissenschaftler. Man kennt genau die Neurotransmitter, die Rezeptoren in
den Synapsen, man designed Moleküle, die sich genau auf diese
Wiederaufnahmerezeptoren setzen und erreicht dann selektiv eine
Konzentrationszunahme des gewünschten Botenstoffs im Hirn.
Das
chemische Gleichgewicht in der Birne des Kranken ist wieder hergestellt und der
Patient ist beschwerdefrei.
So sieht
es der Chemiker. Nur blöd, daß es in der Realität etwas komplizierter ist und
noch viel mehr Faktoren hineinspielen.
Psychologie
taugt auch gut als Unterhaltung.
Jeder
Erwachsene sollte einmal vollständig alle Staffeln der SOPRANOS sehen (HBO, 86
Episoden, 1999-2007), weil das die erste der hochqualitativen US-Dramaserien
ist, weil die Sopranos unfassbar gut gemacht sind.
[Die
Serie] wurde unter anderem mit 21 Emmys
und fünf Golden Globes ausgezeichnet. Die Writers Guild of America wählte Die
Sopranos auf Platz 1 der 101 Best Written TV Series. Auf der Website
Metacritic, die Kritiken von verschiedenen Redaktionen zusammenfasst, hält die
letzte Staffel einen Metascore von 96 Prozent. [….]
(Wikipedia)
Der
Mafia-Boss Tony Soprano, die zentrale Figur des Werks erleidet schon in der
ersten Folge ein psychischen Zusammenbruch, geht zur Psychotherapeutin Dr.
Melfi, bekommt Prozac und Xanax. Alle Geschehnisse werden bis zur letzten Folge
auch therapeutisch behandelt.
Psycho-Laien
können sich unter Klaustrophobie, einer Panikattacke oder einer Depression sehr
gut das entsprechende Krankheitsbild vorstellen.
Andere
Erkrankungen sind schwieriger. Wer kann schon genau erklären, was eine
Persönlichkeitsstörung oder was Borderline ist?
Soprano-Gucker
sind schlauer. Tonys Mutter Livia ist Borderlinerin.
[….] Cagey, manipulative, and self-absorbed,
Livia Soprano seemingly derives little pleasure from life other than making the
people around her miserable. On her son's wedding day, she tells her new
daughter-in-law Carmela that marrying Tony was a mistake and eventually Tony
would get bored with her. [….] Based
on her conversations with Tony, Dr. Melfi speculates that Livia might suffer
from some form of borderline or narcissistic personality disorder. Additionally,
Tony tells Adriana that Livia suffered from Irritable bowel syndrome all her
life. Janice, during a conversation with Carmela, calls into question whether
or not her mother loves them. She goes on to say that her therapist explained
to her that Livia did indeed love them, but did not know how to express it.[….]
Livias Kinder
wollen sich das nicht eingestehen, obwohl sie alle sehr unter ihr litten.
Das ist
das Problem mit Borderliner.
Sie sind
nicht für jeden offensichtlich verrückt und spinnen nicht immer.
Der
ehemalige SPIEGEL-Rechtsaußen Matthias Matussek spekulierte in seiner legendär
schlechten Titelstory über Romy Schneider, daß alle großen Künstler,
insbesondere Schauspieler, Borderliner sind.
Steile
These, aber möglicherweise gar nicht so abwegig.
So eine
instabile Persönlichkeit kann brillieren, erfolgreich sein, ohne daß die
Zuschauermassen bemerken auf welch schmalem Grat die Person wandelt und wie
heftig sie im nächsten Moment abstürzen kann.
Und
selbst wenn so ein Megastar mal offensichtlich rumspinnt, dann verzeiht man es
als „Starallüren“, Diva-Haftigkeit“ oder „Exzentrik“.
Exzentrik
ist nicht verrückt. Exzentriker können hochrational und gesund sein.
Allerdings
schließt Exzentrik nicht aus gleichzeitig auch neurotisch zu sein. Das ist die
Schwierigkeit bei der Diagnose.
(….)
Exzentrik ist wissenschaftlich erstaunlich wenig erforscht und so fällt es
bis heute schwer gesunde Exzentrik von psychopathischen Neurosen zu unterscheiden.
Unglücklicherweise schließt das eine das andere auch
nicht aus.
Der
Neuropsychologe David Joseph Weeks, Leiter der klinischen Psychologie am Royal
Edinburgh Hospital und sein Co-Autor Jamie James untersuchten für ihre 1995
erschienenes Werk (“Eccentrics“, Verlag Weidenfeld & Nicolson, London) die
gesamte Literatur zum Phänomen Exzentrik und interviewten im Zeitraum von über
einer Dekade mehr als 1000 Exzentriker. Hinzu kam eine historische Analyse von
150 Exzentrikern, die von 1551 bis 1950 lebten.
Einige
Gemeinsamkeiten waren offensichtlich. Alle fühlten sich schon als Kinder
„anders als die anderen“ und alle waren überdurchschnittlich intelligent.
Die
Persönlichkeit des Exzentrikers passt in kein psychiatrisches Schema.
Sie stellen
sich selbst nicht besonders dar, sondern sind einfach unabhängig von
Konventionen und geistig abenteuerlustig, ohne von der Meinung anderer
abhängig zu sein, so daß sie oft extreme Einzelgänger sind. Sie lassen sich
ihre eigene Individualität nicht einschränken.
Wie wird man
exzentrisch? Vermutlich ist es eine genetische Veranlagung, die aber durch die
Umwelt verschieden stark unterdrückt werden kann.
Wird ein
Exzentriker zufällig als englischer Lord irgendwo auf dem Lande geboren, hat er
gute Chancen seine Veranlagung auszuleben und zu kultivieren.
Er ist ohnehin
finanziell unabhängig und muß sich nicht mit seine gewöhnlichen Untertanen
gemein machen.
Als
Gegenbeispiel führen Weeks und James das japanische Schulsystem an, in dem
Konformität als höchste Tugend gilt. Jede Individualität soll möglichst früh,
möglichst endgültig ausgetrieben werden.
Dieses Denken
hat eine lange Tradition und führte sowohl zur bedingungslosen Unterwerfung
unter fürstlich oder kaiserliche Obrigkeiten.
Befahl ein
japanischer Daimyō irgendwann im zweiten Jahrtausend irgendeinem Untertan
spontan aus einer Laune heraus, er möge sein Kind köpfen oder sich die Hoden
abschneiden, tat derjenige das ohne zu zögern.
Die
Kamikaze-Aktionen für den Tenno aus dem Zweiten Weltkrieg sind bis heute
legendär.(…..)
Borderliner sind ebenfalls nicht immer nur Borderliner. Die Krankheit kann extrem
unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sie können zusätzliche Störungen haben
und ihre Borderliner-Persönlichkeit unter Stress oder bei einsetzender
Senilität enorm verstärken.
[….] Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) [….] ist eine psychische Erkrankung. Typisch für
sie sind Impulsivität, instabile zwischenmenschliche Beziehungen, rasche
Stimmungswechsel und ein schwankendes Selbstbild.
Bei dieser Persönlichkeitsstörung sind bestimmte
Vorgänge in den Bereichen Gefühle, Denken und Handeln beeinträchtigt. Dies
führt zu problematischen und teilweise paradox wirkenden Verhaltensweisen in
sozialen Beziehungen und sich selbst gegenüber. Dadurch kann die
Borderline-Störung oft zu erheblichen Belastungen führen und sowohl die eigene
Lebensqualität schwer beeinträchtigen als auch die der Bezugspersonen mindern.
Die BPS wird häufig von weiteren psychischen
Erkrankungen begleitet, es besteht z. B. eine hohe Komorbidität mit
Depressionen und der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). [….]
Eine offensichtlich gestörte Persönlichkeit wie Donald Trump kann also
lichte Momente haben und in bestimmten Situationen völlig normal wirken.
Gaga ist der US-Präsident natürlich doch.
(….) Das
von der Psychiaterin Prof Bandy Lee herausgegebene Buch über Trumps Wahnsinn
legt dar, daß Trumps Wahnsinn hochgefährlich ist.
[…..] In THE DANGEROUS CASE OF DONALD TRUMP,
twenty-seven psychiatrists, psychologists, and other mental health experts
argue that, in Mr. Trump’s case, their moral and civic “duty to warn” America
supersedes professional neutrality. They then explore Trump’s symptoms and
potentially relevant diagnoses to find a complex, if also dangerously mad, man.
Philip Zimbardo and Rosemary Sword, for instance, explain Trump’s
impulsivity in terms of “unbridled and extreme present hedonism.” Craig Malkin
writes on pathological narcissism and politics as a lethal mix. Gail Sheehy, on
a lack of trust that exceeds paranoia. Lance Dodes, on sociopathy. Robert Jay
Lifton, on the “malignant normality” that can set in everyday life if
psychiatrists do not speak up.
His madness is catching, too. From the trauma people have experienced
under the Trump administration to the cult-like characteristics of his
followers, he has created unprecedented mental health consequences across our
nation and beyond.
Das
ist in der Tat außerordentlich beunruhigend was die 27 Experten über Trump
zusammentragen.
[….]
Das Verhalten des Täters zeige charakteristische
Merkmale eines Soziopathen, urteilt der Gutachter und Psychiater
Lance Dodes. Es handle sich dabei um „eine der schwerwiegendsten aller
seelischen Störungen“. Soziopathen litten unter einem „Defekt in
der grundlegenden Natur ihres Menschseins“. Ihre typischen Eigenschaften:
„Sadistisch, mitleidlos, grausam, abwertend, unmoralisch, primitiv,
kaltschnäuzig, räuberisch, schikanierend, entmenschlichend.“
Dodes lässt keinen
Zweifel daran, dass er von einem gefährlichen Monstrum spricht. Doch gemeint
ist nicht etwa der Attentäter von Las Vegas. Nein, die Rede ist vom amtierenden
Präsidenten der Vereinigten Staaten.
Dodes' Expertise
ist Teil eines Buchs, in dem 27 Fachleute – teils sehr namhafte Psychiater
und Psychologen – ihr Urteil über Donald Trump abgeben(*). Der Band ist
aus einer Konferenz hervorgegangen, die unter dem Motto „Duty to Warn“
(Pflicht zu warnen) an der Uni Yale stattfand.
Entstanden ist ein
unheimliches Seelenpanorama. Trump werden ein „hypermanisches Temperament“,
eine „wahnhafte Loslösung von der Wirklichkeit“ und „paranoide Hyperempfindlichkeit“
attestiert. Die Autoren unterstellen ihm nicht nur „Gedankenlosigkeit“,
„Leichtsinn“ und „Selbstverherrlichung“, sondern auch „Frauenhass“,
„Boshaftigkeit“ und „Bewunderung für Gewaltherrscher“. Sogar vor Vergleichen
mit Adolf Hitler schrecken die Fachleute nicht zurück.
Den Leser hinterlässt
das Buch fassungslos: Wird das mächtigste Land der Welt wirklich von einem
Verrückten regiert? Einem Größenwahnsinnigen, der nicht recht weiß,
was er tut? [….]
In letzten Tagen orakelte Trump erneut davon, daß
Obama nicht in den USA geboren wäre und stellte allen Ernstes in Frage, ob das
Access-Hollywood-Video, in dem Trump mit Pussygrabbing prahlt, echt wäre.
Dabei hatte er bereits bestätigt das so gesagt zu
haben, sich entschuldigt.
Sogar seine Frau ließ sich ausführlich dazu
interviewen und bezweifelte keine Sekunde die Echtheit des Bandes.
[….] As president and as a candidate,
Donald Trump has pushed the boundaries of truth and accuracy in American
politics far beyond the breaking point.
But even by his own standards as head of an
administration that proclaims its own “alternative facts”, reports that the
president has begun to raise questions about the authenticity of his notorious
2005 Access Hollywood tape represent an extraordinary development. [….]
Es stellt sich nun die Frage wieso es im engsten
Umfeld Trumps bei so offensichtlichen Wahnsinn keinerlei Anstalten gibt, diesen
gefährlichen Irren wegzusperren.
Anders als Nero, Caligula, Peter III, Kaiser von
Russland; Paul I, Kaiser von Russland; Nebukadnezar, König von Babylonien;
Saul, König von Israel; Ludwig II, König von Bayern oder Johanna, der
Wahnsinnigen von Kastilien, ist Trump kein durch und durch Wahnsinniger, der für
jeden, jederzeit offensichtlich gaga ist.
Er balanciert auf der Grenze zum Wahnsinn, auf der „Borderline“,
wirkt zwischendurch für sein enges Umfeld auch mal normal oder steuerbar.
“The worst possible case for America to have
somebody who is not grossly psychotic—which everyone would know and throw them
out—but close enough with a veneer to get by,” [Psychologieprofessor] Dodes said.
“That’s Donald Trump.”
Darin liegt die eigentliche Gefahr. Denn einen
Vollzeitirren könnte man viel einfacher absetzen. Für Profis ist Trump leicht
als gefährlicher Irrer zu erkennen. Laien lassen sich blenden.
[….]Following a series of reports that indicate Donald Trump is living “in
his own reality,” psychiatrist Dr. Lance Dodes on Wednesday warned the
president is exhibiting signs of psychosis, calling him an “extremely
incapable, disordered, sick individual.” [….] “When he goes back and denies reality, people have trouble
understanding that,” Dodes said. “The simple explanation for it which people
don’t want to hear, he is not in control of himself. This is what we say when
somebody is becoming psychotic or briefly psychotic. So all of his delusional
ideas come up when he is stressed in some way and then he loses track of
reality because it doesn’t fit what he needs to believe.”
Dodes noted what’s problematic is that people
believe it’s easy to differentiate psychotic people and healthy individuals.
Unfortunately the world is more complicated, and people like Donald Trump are
on the border and they slip into delusional thinking when stressed,” he
explained.
Dodes called Trump’s deteriorating mental state
“an extremely dangerous thing for anybody, especially somebody who has been so
wantonly unconcerned about the welfare of others and willing to do anything to
promote himself.”
“He is an enormous present danger to us from the
standpoint of creating a nuclear war and even from the standpoint of doing what
he can to destroy democracy as well as attacking ethnic groups the way he has
done,” Dodes warned. [….] Dodes argued Congress and Trump’s supporters are “kidding themselves”
if they “think this is not an extremely incapable, disordered, sick individual.”
[….]