Donnerstag, 11. Juni 2020

Können wir uns bitte endlich mal von der FDP trennen?


Für den armen Hauptmann der Reserve, den Lindner-Chris, läuft es gerade gar nicht so.
Die Mehrwertsteuersenkung findet er ganz ganz schlecht, denn davon würden alle Bürger profitieren, auch die ärmsten 50%.
Finanzielle Erleichterungen für Geringverdiener, Aufstocker, Arbeitslose, Grusis und Senioren mit Mini-Rente?
Da bekommt der passionierte Rolex-Sammler und Porsche-Fahrer in seinem Extra-Slim-Anzug sofort Schnappatmung.

[….] "Für eine in der Breite wirksame Reform der Einkommensteuer inklusive Abschaffung des Solidaritätszuschlags wäre das viele Geld besser investiert", meint FDP-Chef Christian Lindner. […..]

Die ärmere Hälfte der Bevölkerung bezahlt gar keine Einkommensteuer, also will Lindner nur die reichere Hälfte Deutschlands entlasten und zwar gemäß der FDP-DNA – „die Partei der Besserverdienenden“ – über den Soli überproportional die reichsten 10% der Deutschen.
Statt also endlich mal in diesem Land mit der chronischen Importschwäche die Binnenkonjunktur zu stärken, möchte der FDP-Chef in der Megakrise kräftig von unten nach oben umverteilen.
Endlich mal wirklich frische Ideen von der garstig-gelben Lobbytruppe.
Ich möchte wissen wie lange die Parteispitze an dem komplexen Konzept getüftelt hat.

Neues gibt es auch von Ultrakurzzeit-Ministerpräsident Kemmerich, der im Februar mit den Nazis paktierte und daraufhin von seinem Bundesparteichef Lindner und dessen Vizebundesparteichef Kubicki euphorisch bejubelt wurde.
Während der parteifernen Angela Merkel im noch ferneren Südafrika schon nach einer Mikrosekunde dämmerte, welch ungeheuerlichen Skandal die Thüringer FDP angerichtet hatte, brauchte es im Genscher-Haus ein paar Tage länger und wohl auch erst den Fußtritt der Hamburger Wähler am 23.02.2020 (4,96% bei der Bürgerschaftswahl) bis der braune Groschen fiel.

Als die Thüringer Gigapeinlichkeit der AFDP von Corona überlagert wurde, brachte sich Ex-MP Kemmerich gleich noch mal ins Gespräch, als er sich auf einer von Rechtsradikalen organisierten Verschwörungsdemo inszenierte.

(…..) Shame on you, Thomas Kemmerich! Der Thüringer Kurzzeit-MP marschierte beim “Corona-Spaziergang“ von Gera mit.

[…..] Am Samstag hatten in Gera Bürgerinnen und Bürger gegen die Auflagen zur Eindämmung des Corona-Virus demonstriert. Unter den Teilnehmern waren auch Rechtsradikale. Thüringens Kurzzeit-Ministerpräsident Thomas Kemmerich (FDP) hatte sich trotzdem in den Protest eingereiht - und sich dabei weder an die vorgeschriebenen Abstandsregeln gehalten, noch einen Mundschutz getragen. Außerdem ließ er sich vom Veranstalter widerspruchslos als "einziger aktuell legitimer Ministerpräsident" ankündigen, dabei regiert in Thüringen längst wieder Bodo Ramelow. […..]

Shame on you, FDP!

Glücklicherweise gibt es unter Sozialdemokraten fast gar keine Affinität zu Chemtrailern und Impfgegnern. Bei den Linken und erst recht den Grünen ist das leider anders. Die Grünen sind die traditionelle Partei der antiwissenschaftlichen esoterischen Schwurbler und Homöopathen.
Die FDP ist längst in die klimaleugnende Spinnerecke abgedriftet. (….)

Spätestens jetzt hätte sich eine wahrhaft liberale Partei von Kemmerich getrennt.
Mit Liberalismus hat AFDP-Chef Linder allerdings nichts mehr zu tun und so bleibt Kemmerich. Er bleibt in der FDP und FDP-Fraktionschef.
Nicht aber FDP-Stadtrat in Erfurt, da er dort nicht wohnt.

[….] Thomas Kemmerich wohnt mit seiner Familie seit 2009 in Weimar. Trotzdem kandidierte der FDP-Politiker für den Stadtrat in Erfurt - mit Erfolg. Doch das Mandat erhielt er zu Unrecht, urteilte nun ein Gericht.
Thomas Kemmerich ist wohl einen weiteren Job los: Der kurzzeitige Thüringer Ministerpräsident verliert nach einer Gerichtsentscheidung sein Mandat für den Erfurter Stadtrat. Die zuständige Kammer des Verwaltungsgerichts Weimar sei nicht davon überzeugt, dass Kemmerich "seinen Aufenthaltsschwerpunkt" zum Zeitpunkt der Wahl in Erfurt gehabt habe, sagte die Präsidentin des Gerichts, Elke Heßelmann. [….]

10,7% bekam die Linder-FDP bei der letzten Bundestagswahl am 24.09.2017.
Wenige Wochen später erfolgte das inzwischen legendäre dramatisch jammernde „Es ist besser nicht zu regieren…“, um fürderhin wirklich alles falsch zu machen.
Derzeit misst die Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF ganze vier Prozent bundesweit als FDP-Wert. Die politische Stimmung liegt bei drei Prozent und verdient wären null Prozent.

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