Donnerstag, 12. November 2020

Das rechte Auge

Als Antinatalist, Atheist und Humanist sind mir aller drei großen abrahamitischen Religionen gleichermaßen unsympathisch.

Alle drei propagieren in dieser total überbevölkerten Welt das Kindermachen, alle drei diskriminieren Teile der Bevölkerung (Frauen, Schwule, Kinder,..) und alle drei frönen der „Wir sind besser als die“-Ideologie, die sie ermächtigt gewalttätig gegenüber Un- oder Andersgläubigen zu sein.

Das Judentum ist mir etwas sympathischer als der Islam oder das Christentum, weil sie wenigstens nicht missionieren.

Betrachtet man die gesamte Geschichte der abrahamitischen Religionen, war das Christentum die tödlichste und kriminellste von den dreien.

Christen waren die längste Zeit zutiefst intolerant, haben generalstabsmäßig Nicht-Christen getötet, Pogrome inszeniert, Genozide durchgeführt.

Die historischen Kalifate in Bagdad und Konstantinopel, ließen ebenso wie die muslimischen Mauren während ihrer Jahrhunderte langen Herrschaft in Spanien Toleranz walten, duldeten auch Christen und Juden unter ihnen, profitierten vom Kultur-Mix.

Es ist nur den muslimischen Gelehrten zu verdanken, daß antike Schriften überliefert sind.

Im finsteren Mittelalter vernichteten Christen 1.000 Jahre lang alles, das ihnen als unchristlich erschien, während Muslime die Wissenschaft und auch Kulturgüter anderer Religionen achteten.

Da Juden sich nicht wie ihre Muslimischen und Christlichen Vettern 2000 Jahre mit gewalttätigen Missionierungsmaßnahmen beschäftigten, gab es immer viel weniger Juden. Sie waren vor der Gründung des Staates Israel überall nur eine Minderheit und insofern ohnehin zu Toleranz und zur Co-Existenz mit anderen Religionen gezwungen.

In den Kalifaten mit Sitz in Bagdad und Konstantinopel, denen Abu Bakr al-Baghdadi nun nacheifert wurde erheblich liberaler geherrscht, als es der IS jetzt tut. Und natürlich auch erheblich liberaler, als es Christliche Herrscher der Zeit taten.

Es gab bei Hofe berühmte schwule Dichter, jüdische Minister und Christliche Gelehrte. Deswegen haben wir ja jetzt in Syrien, Irak und Ägypten Millionen Christen!

 […] Mehr als 750 Jahre ist es her, dass zuletzt ein Kalif am Tigris regierte. […] Das Leben am Hofe der Kalifen von Bagdad hatte nur wenig gemein mit dem, was die Dschihadisten unter einer islamischen Ordnung verstehen. Die Hauptstadt des Reichs war jahrhundertelang nicht nur das Zentrum der Wissenschaften und Künste, sondern auch ein Sündenbabel.   Viele Kalifen, in deren Fußstapfen nun die ISIS-Terroristen treten wollen, liebten den Wein und junge Männer. Und sie beschäftigten Hofpoeten, die das ausschweifende Leben am Tigris-Ufer in Verse packten. Der bekannteste Dichter jener Zeit war Abu Nuwas, der Ende des achten, Anfang des neunten Jahrhunderts zu Zeiten des legendären Kalifen Harun al-Raschid lebte und ein enger Vertrauter des Herrschers war. Er verfasste viele Wein- und Liebesgedichte, zumeist in homoerotischer Form. […] Der Sohn von Harun al-Raschid und Nachfolger auf dem Kalifenthron, al-Amin, trieb es noch bunter. Laut den Überlieferungen der Hofschreiber unterhielt er einen ganzen Harem mit jungen Männern und ließ allabendlich Eunuchen für sich tanzen und singen. […] Alkohol und Glücksspiel waren keineswegs nur das Privileg der reichen Oberschicht. Auch das gemeine Volk zog es in Trinkhäuser und Cafés, in denen es Wein tranken und Backgammon spielte.   Jenseits dieser Ausschweifungen war Bagdad im achten und neunten Jahrhundert unter den Kalifen die Welthauptstadt für Astrologen und Mediziner, Philosophen und Mathematiker. Christliche und Jüdische Wissenschaftler hatten daran entscheidenden Anteil. Und die Stadt war nicht zuletzt Austragungsort erhitzter innerislamischer Debatten über den Koran. […]

 (Christoph Sydow, 22.06.2014)

„Der Islam“ war tolerant und duldete nicht nur Andersgläubige, sondern fühlte sich verpflichtet sie aus Gastfreundschaft zu schützen.

Das berühmteste Beispiel dafür ist sicherlich die Maurische Hochkultur in Spanien, als unter Islamischer Kontrolle Wissenschaft und Kunst aufblühten, weil Christen und Juden akzeptiert waren. Dadurch konnten sich im schönsten Multikulti die Wissenschaften gegenseitig befruchten. Daher waren Astronomie, Mathematik und Medizin in Islamischen Herrschaftsbereich Jahrhunderte vor dem Christentum in Nordeuropa.

Die iberische Halbinsel erlebte in den sieben Jahrhunderten maurischer Herrschaft eine beispiellose kulturelle Blüte, bevor mit Isabella der Katholischen alles zerschlagen wurde, Inquisition und Judenverfolgung das Bild bestimmten.
Blüte ist durchaus wörtlich zu verstehen - die islamischen Einwanderer hatten nämlich auch den Blumentopf erfunden und brachten bunte Pflanzen nach Spanien. Sie legten Gärten an.
Ebenfalls aus Arabien importiert wurde die Gitarre - man stelle sich den Flamenco ohne Gitarren und bunte Stoffe vor - so sähe er wohl heute aus, wenn Spanien nur unter Christlichen Einfluss gestanden hätte.

Weitere heute nicht mehr wegzudenkende islamische Errungenschaften sind:
Mehrstöckige Architektur, Burgenbau, Liedgut, Farbige Stoffe, Zuckerrohranbau, Schulwesen, Übernahme der Papierproduktion aus China, Brieftaubenkommunikation, Schach, Kristallglas, golddurchwirkte Stoffe, Muster.

Im 11. Jahrhundert sind Arabische Erfindungen z.B. Uhren, Messgeräte, Hebegeräte und Energiespender, Linsen für Fernrohre und andere optische, astronomische und medizinische Instrumente und Geräte.

Die Christen sind beleidigt, ob ihrer eigenen Doofheit.

Die Araber brachten eine derartige Hochkultur hervor, daß die wissenschaftsfeindlichen Christen im Vatikan dies als eine Bedrohung ansahen, auf die sie mit Gewalt reagierten.

Die Kirche fängt an, Forschung mit arabischen Grundlagen zu verbieten und lässt Forscher deswegen in den Kerker werfen oder sogar mit dem Tod bestrafen.
Die Kirche beginnt ihre Weltzensur gegen die überlegene islamische Lebensweise und technische Entwicklung.

500 Jahre Krise nannte Sebastian Schoepp seine feuilletonistische Analyse dieses destruktiven Christlichen Debakels in Spanien.

(Eviva Espana Teil II – 07.06.2012)

Unglücklicherweise gerieten die sunnitischen Herrscher im Arabien des 18. Jahrhunderts in große ökonomische Schwierigkeiten und ließen sich in ihrer Not auf Ibn Abd al-Wahhab (1702; gestorben 1792) ein.

Der Gelehrte führte Missernten und Unglücke auf eine zu lasche Auslegung des Korans zurück und propagierte eine totalitär-fundamentalistische Auslegung des Islams, die er zusammen mit dem späteren Königshaus Saud in praktische Politik umsetzte.

Wahabitische Muslime sind allerdings sehr viel intoleranter als ihre Vorgänger über viele Jahrhunderte.

Im Christentum hingegen entglitt den Kirchenfürsten im 19. Jahrhundert die totale Kontrolle. Die Aufklärung begann, Wissenschaftler und Künstler der christlichen Welt versuchten zunehmend unabhängig von den Fesseln ihrer Kleriker zu werden.

Alle aufklärerischen Gedanken, die Menschenrechte, jeder gesellschaftliche Fortschritt – Frauenrechte, Kinderrechte, Schwulenrechte, etc pp – mussten gegen den erbitterten Widerstand der christlichen Kirche über 200 Jahre erkämpft werden.

Dier Kampf ist keineswegs zu Ende; auch im 21. Jahrhundert sind es die christlichen Politiker und Kirchen, die sich vehement gegen die gleichen Rechte für alle Menschen stemmen, gegen PID und Sterbehilfe wettern, in Polen die Abtreibung verbieten, in den USA gay marriage verbieten wollen.

Unter Liberalen und Säkularen des Jahres 2020 stellt sich oft die Frage „wie hältst du es mit dem Islam?“

Rechte politische Gruppen werfen den Linken routinemäßig Islam-Appeasement vor, man solle sich stärker distanzieren.

Interessanterweise stehen die organisierten Christen in säkularen Ländern eher auf der Seite ihrer muslimischen Erzfeinde, gegen die sie einst Jahrhunderte Kreuzzüge organisierten.

Als sich in Deutschland des Jahres 2012 die Mehrheit der Parlamentarier über die UN-Kinderrechtscharta hinwegsetzte und es aus religiösen Gründen erlaubte Kleinstkindern körperliche Gewalt anzutun, stellten sich die christlichen Kirchen nicht etwa an die Seite der Opfer – zumal Christen keine Beschneidungspflicht kennen – sondern hielten 100%ig zu Muslimen und Juden, weil es gemeinsam gegen Humanisten und Atheisten ging.

Ich benötige keine Entscheidungshilfe, wenn es darum geht den Islam zu kritisieren.

(…..) Ich lehne alle Religionen ab. Aber ich räume den polytheistischen Lehren grundsätzlich ein größeres Maß an Toleranz ein, als den monotheistischen Extra-Ecclesiam-Nulla-Salus-Lehren ein.

Der spezifisch destruktive Kern der abrahamitischen Religionen liegt ja gerade in ihrem exkludierenden Geist.

"Wir sind besser als die“ zum Dogma erhoben, muss zu dem Unfrieden und Krieg führen, den wir auch tatsächlich als Dauerzustand erleben seit Pharao Echnaton, der von 1353–1336 v. Chr. regierte, das erste mal erklärte es gäbe nur einen Gott, nämlich Aton und damit alle anderen zum Abschuss freigab.

Christentum, Islam und Judentum sind für mich die unangenehmsten Religionen.

Von den Dreien klammere ich aber oft das Judentum aus, weil es wenigstens auf den brutalsten Aspekt, die Missionierung verzichtet.

Juden sind nie losgezogen, um sich ganze Kontinente untertan zu machen, Völker zu versklaven, Genozide anzuzetteln.

Juden werfen keine Ungläubigen auf Scheiterhaufen, halten keine Auto Dafés ab, führen keine Inquisitionen durch, ziehen nicht zu Kreuzzügen los, um über 200 Jahre ganze Landstriche leerzumetzeln. (……)

(Verteidigung einer Religion, 21.04.2018)

Ich fühle mich von Kevin Kühnerts Opportunismus, Populismus und historischer Unwissenheit belästigt, wenn er als SPD-Topfunktionär auf einmal Islamophobie von seinen Parteigenossen verlangt.

[…..] Insbesondere die politische Linke sollte ihr unangenehm auffälliges Schweigen beenden. Nicht, weil sie von rechts mit durchschaubaren Argumenten dafür kritisiert wird. Sie muss das Wort erheben, weil es auch und insbesondere ihre proklamierten Werte sind, die bei ausnahmslos jedem Terroranschlag mit Füßen getreten, mit Messern erdolcht und mit Sprengsätzen in die Luft gejagt werden. […..]

 (Kevin Kühnert, 21.10.2020)

Tumbe Pauschalisierungen und allgemeine religiöse Unkenntnis der ganz üblen Sorte breitete Kühnert mit seinem viel kritisierten Essay aus.

Ja, es herrscht mehr politische Toleranz in Deutschland, als in Saudi Arabien; das zu bestreiten wäre absurd.

Aber das ist nicht das Verdienst der Christen, sondern der Atheisten, die mühsam diese Toleranz erkämpften.

Es waren fast ausschließlich Christen, die Mitte des 20. Jahrhunderts sechs Millionen Juden umbrachten.

Da ich in einem christlich geprägten Land lebe, kehre ich natürlich vor meiner Haustür und uns kritisieren zwar auch, aber nicht so häufig die Religionen, die in anderen Weltgegenden dominieren.

Ich bin aber anders als Rechte (und Kevin Kühnert) in der Lage zwischen Gläubigen und ihrer Religion zu unterscheiden.

Die streng katholische Portugiesin, die im Pflegeheim nebenan das Essen serviert, meine sehr fromme katholische Tante in New York, mein muslimischer iranischer Zahnarzt, Mohammed aus meinem Zeitungskiosk – sie alle sind großartige, liebevolle Menschen, die ich jederzeit gegen alle Anfeindungen verteidige, obwohl ich allen vier Fällen Ihre Religion und ihren Glauben total ablehne.

Das ist aber das Wesen des Humanismus, auch Andersgläubige genauso zu ehren.

Es bleibt mein Ziel die organisierten Religionen der Welt allesamt zurück zu drängen.

[….] Solange nämlich Religioten das Sagen auf unserem Planeten haben - und das haben sie leider, Mensch sei’s geklagt, in vielen Teilen der Welt -, sind alle Versuche, das Zusammenleben der Menschen vernünftiger, freier, gerechter zu gestalten, notwendigerweise zum Scheitern verurteilt. (Denken Sie nur an die muslimischen Extremisten in Somalia, die 2011 dringend benötigte internationale Hilfe für die hungernde Bevölkerung nicht zuließen.) Versuchen wir also angesichts der Bedeutung dieses Phänomens eine kurze Definition des religiotischen Syndroms:
Religiotie ist eine selten diagnostizierte (wenn auch häufig auftretende) Form der geistigen Behinderung, die durch intensive Glaubensindoktrination vornehmlich im Kindesalter ausgelöst wird. Sie führt zu deutlich unterdurchschnittlichen kognitiven Leistungen sowie zu unangemessenen emotionalen Reaktionen, sobald es um glaubensrelevante Sachverhalte geht.

 Bemerkenswert ist, dass sich Religiotie nicht notwendigerweise in einem generell reduzierten IQ niederschlägt: Religioten sind zwar weltanschaulich zu stark behindert, um die offensichtlichen Absurditäten ihres Glaubens zu erkennen, auf technischem oder strategischem Gebiet können sie jedoch (siehe Osama bin Laden) hochintelligent sein. Wie es „Inselbegabungen“ gibt (geistig behinderte oder autistische Menschen mit überwältigenden mathematischen oder künstlerischen Fähigkeiten), so gibt es offensichtlich auch „Inselverarmungen“ (normal oder gar hochintelligente Menschen, die in weltanschaulicher Hinsicht völlig debil sind).

Religiotie sollte daher als „partielle Entwicklungsstörung“ verstanden werden – ein Begriff, den der Entwicklungspsychologe Franz Buggle schon vor Jahren vorgeschlagen hat, um die spezifischen Denkhemmungen religiöser Fundamentalisten zu erfassen. [….]

(Keine Macht den Doofen, s.42f)

Ich werde mich nicht an einem Wettbewerb um die schlimmsten Fanatiker-Terroristen nach Religion beteiligen.

Jeder religiöse Fanatismus ist gleichermaßen zu verachten.

Aber ich befürchte, Herr Kühnert wird sich sehr wundern wie sein antimuslimischer Vorstoß wegkommt, wenn er außer den Alice-Weidelschen „Messermännern“ alle weißen christlichen Attentäter in seine Überlegung einbezieht.

Die stellen nämlich die quantitativ größere Bedrohung dar:
Christchurch 2019, Utøya 2011, El Paso 2019, Parkland 2018, Las Vegas 2017.

Betrachtet mal alle Opfer des Terrorismus weltweit, ist eins klar: Muslime stellen die mit Abstand größte Gruppe unter den Opfern. Herr Kühnert.

Mittwoch, 11. November 2020

Hysterisches Lachen als Notwehr.

Neun Tage nach der US-Wahl kann ich langsam CNN nicht mehr ertragen.

Die beiden durchaus hartgesottenen Jungs Chris Cuomo und Don Lemon von der Abendschicht rangen ob der stündlichen NEW LOWS aus dem Trump-Dunstkreis nach Worten.

In seinem Eingangsstatement Don’s Take fehlten dem Profi-Talker so sehr die Vokabeln, daß er immer wieder hilflos lachend ein „Come on!“ in die Kamera seufzte.

Was soll man auch anderes machen mit einem Präsidenten, der so offensichtlich psychisch schwer krank ist?

[…..] Trump ist ein gefährlicher Mensch, und er ist ein psychisch gestörtes Individuum: ein chronischer Lügner, ein Narzisst, ein Größenwahnsinniger. Und das meine ich medizinisch, nicht parteipolitisch. Das ist gefährlich, wir wissen, dass Individuen den Lauf der Geschichte auf katastrophale Weise verändern können. Trump ist ein solcher Mann, eine sehr dunkle und verzerrte Persönlichkeit. Glauben Sie mir: Ich bin 66, ich weiß, dass wir früher schlechte Regierungen hatten. Ich habe Nixon durchlebt, ich habe George W. Bush durchlebt, zwei schreckliche Präsidenten. Trump ist eine Klasse für sich. […..]

(Ökonom Prof. Jeffrey Sachs 10.11.2020)

Die Absurdität wird noch dadurch übertroffen, daß Trump mit seiner Kampagne gegen das demokratische Wahlergebnis in Wirklichkeit manisch Geld einsammelt, um sich die Taschen zufüllen.

Trump ist aber nicht nur psychisch schwer gestört und bösartig, sondern auch so rücksichtslos, daß er durch seine demonstrative Blockade Bidens eine tödliche Gefahr für die USA, die nun über 200.000 neue Corona-Infektionen und 1.600 Covid19-Tote an einem Tag aufweist.

Dem gewählten 46. Präsidenten der USA, dem er die Geldmittel für Büros und Computer verweigert, dem er den Kontakt zu den Ministerien blockiert und dem er insbesondere den Zugang zu den Geheimdienst-Informationen verwehrt, so daß sich die zukünftige Administration nicht auf Gefahren gegen die USA vorbereiten kann.

IQ45 ist zwar alt und geschlagen, aber er ist wie ein verwundeter Alpha-Löwe noch so gefährlich, daß immerhin 49 von 53 republikanischen US-Senatoren sich so sehr in die Hose machen, daß sie sich noch nicht mal trauen Joe Biden zum Sieg zu gratulieren. Trumps Macht schwindet, aber für neun Wochen ist er noch der mächtigste Mann der Welt, der entsprechend kräftig zubeißt, wenn man ihm den Weg kreuzt.

Als rein obstruktiver Menschen ist ihm der Gedanke persönlich zurück zu stecken und zum Wohle des ganzen Volkes Schmerzen zu ertragen vollkommen fremd.

Er agiert ausschließlich destruktiv.

Wie Hitlers Nero-Befehl im Angesicht des eigenen Endes, auch die gesamte Infrastruktur Deutschlands zu vernichten, so daß den Nachfolgenden nichts übrig bleibt, will auch Trump die Regierung und mit ihr die Demokratie in den folgenden Wochen bis zum 20.01.2021 so zerstören, daß für Biden nichts mehr übrig bleibt.

 […..] Donald Trump ist davon überzeugt, dass die Präsidentschaftswahl gefälscht wurde. Der Beweis: Er hat verloren. Dieses Ergebnis kann natürlich nicht auf legalem Wege zustande gekommen sein. Deswegen müssen all die vielen Wahlzettel, auf denen "Joseph R. Biden" angekreuzt wurde, "illegal" sein. […..] Man könnte das alles lächerlich finden. Trump hat offensichtlich keine Ahnung davon, wie Wahlen in den USA funktionieren und wie Wahlzettel ausgezählt werden. Er benimmt sich wie ein tobender Vierjähriger, dem Papa im Supermarkt keinen Schokoriegel gekauft hat. Aber weil Trump Präsident der USA und (zumindest rechtlich) volljährig ist, kann er gegen diese bodenlose Gemeinheit vor Gericht ziehen. […..] Doch die Lage ist zu gefährlich, um darüber zu lachen. Trump kann denken, was er will, das wird am Ende nicht verhindern, dass er das Präsidentenamt verliert und das Weiße Haus verlassen muss. Aber es ist eben längst nicht mehr nur der Präsident, der die Lüge von der gestohlenen Wahl verbreitet. Ein wesentlicher Teil der Republikaner macht dabei mit. Wollte man das schon erwähnte Beispiel noch einmal aufgreifen, dann ist die Lage so: Nicht nur ein Vierjähriger zetert an der Kasse, weil er keine Schokolade bekommt. Sondern die halbe Kundschaft im Laden wirft sich mit ihm auf den Boden und heult.   […..]  Jeder Republikaner, der diese Lüge befördert oder toleriert, untergräbt das Vertrauen in Amerikas Wahlen. So sterben Demokratien. [….]

(Hubert Wetzel, 11.11.2020)

Eiin probates Mittel, um der nachfolgenden Administration die Arbeitsgrundlage zu entziehen und Amerikas Feinde groß zu machen, ist der Hochverrat.

Trump, der schon ganz am Anfang seiner Amtszeit den russischen Außenminister und Botschafter bei sich empfing und mit seinem Wissen prahlend sensibelste Staatsgeheimnisse ausplauderte, könnte nun erneut hochgeheime Operationen ausplaudern.

In seinem manischen Kampf gegen Biden, würde dies nämlich die Position der zukünftigen Verhandlungspartner des 46. US-Präsidenten stärken.

Allerdings könnte dieses Vorhaben an Trumps dreister Faulheit und seiner legendär kurzen attention span von unter 30 Sekunden scheitern.

Das für alle bisherigen Präsidenten obligatorische tägliche Geheimdienstbriefing hörte sich der orange Wüterich zuletzt Anfang Oktober an und so lange merken kann sich der senile Depp ohnehin nichts.

[…..] Als US-Präsident hat Donald Trump Zugang zu einigen der bestgehüteten Geheimnisse der USA. Er kennt die Protokolle für den Abschuss von Atomwaffen, weiß, mit welchen geheimen Methoden die USA Freunde und Feinde aushorchen und ist über die Entwicklung modernster Waffensysteme informiert. […..] In US-Sicherheitskreisen wächst nun eine Sorge: Was, wenn ein Ex-Präsident Trump plötzlich anfängt, Staatsgeheimnisse auf Twitter oder anderswo zu verbreiten? Die Befürchtung: Trump könnte versuchen, sich an den vermeintlichen Hintermännern jenes "Deep State" zu rächen, die sich in seiner Vorstellung gegen ihn verschworen und ihn um seinen Wahlsieg betrogen haben. Außerdem hat er hohe Schulden. Nun warnen hochrangige aktive und ehemalige Beamte und Sicherheitsexperten vor Trump als Sicherheitsrisiko.  "Jeder, der unzufrieden oder verärgert ist, läuft Gefahr, Verschlusssachen preiszugeben", sagte David Priess der Washington Post. […..] Schon während seiner Amtszeit hat Trump immer wieder Informationen offengelegt, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Um zu prahlen, politische Gegner anzugreifen oder um fremde Regierungen unter Druck zu setzen. […..]   Manche Experten hoffen nun, dass Trump bei seinen Briefings schlicht unaufmerksam war. "Ein sachkundiger und informierter Präsident mit Trumps Persönlichkeitsmerkmalen wäre eine Katastrophe", sagte Jack Goldsmith, Mitautor von "After Trump: Reconstructing the Presidency", der "Washington Post". "Die einzige Rettung ist, dass er nicht aufgepasst hat."   Schon zu Beginn der Amtszeit hatte es Berichte gegeben, wonach der Präsident in Briefings kaum zugehört und anscheinend nur darauf gewartet habe, endlich selbst reden zu dürfen. Immer wieder hieß es zudem, dass Trump nur ungern lese, sich nicht mit Akten befasse und Memos ignoriere. Berichten zufolge hat Trump bis zuletzt kein echtes Verständnis für die Funktionsweise des Sicherheitsapparats gewonnen. […..]

(Spon, 11.11.2020)

Als Amerikaner sollte ich also dankbar sein, daß Trump zu doof ist, um sein Zerstörungswerk noch schlimmer zu machen. Er versteht die Verfassung nicht und kann sich nichts länger als eine Minute merken.

Dienstag, 10. November 2020

Negative Vorbildfunktion

Wenn der mächtigste Mann der Welt alle Umgangsformen ignoriert, auf Diplomatie pfeift, lügt wie gedruckt und vier Jahre damit durchkommt Demokratie und Gewaltenteilung zu unterminieren, ist es wenig verwunderlich, daß ihn die kleineren Trumps in Ungarn, Polen, Brasilien, England und der Türkei imitieren. Egomane, rechtspopulistische Autokraten regieren zwar deutlich schlechter als echte Demokraten, wie eine aktuelle Studie beweist, aber sie kleben länger an der Macht.

[…..] Drei deutsche Wissenschaftler haben die politischen und ökonomischen Resultate von mehr als 100 Jahren Populismus erforscht. Die Bilanz ist verheerend.  […..] Trump hat die Praxis übernommen, wie er vieles von den Demagogen aus dem Süden abgekupfert hat: die Berufung auf das einfache Volk, die Tiraden gegen das Establishment, die Verklärung der nationalen Vergangenheit. "Trump ist so etwas wie die Quersumme des modernen Populismus", sagt Christoph Trebesch, Ökonom am Kieler Institut für Weltwirtschaft.   Der Mann muss es wissen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Manuel Funke und dem Bonner Wirtschaftswissenschaftler Moritz Schularick hat er die politischen und ökonomischen Resultate von mehr als hundert Jahren Populismus erforscht. Jener Bewegung also, die behauptet, die Interessen des kleinen Mannes gegen eine ausbeuterische Elite durchzusetzen. […..] Mehr als 70 populistische Regierungsperioden in 27 Ländern haben die Forscher unter die Lupe genommen, Tausende Daten zu Wachstum und Einkommensverteilung analysiert sowie fast 800 wissenschaftliche Studien ausgewertet. […..] Obwohl die populistischen Regenten meist lang anhaltende ökonomische Schäden hinterließen, waren sie politisch oft überdurchschnittlich erfolgreich. Vielfach konnten sie ihre Gegner für Jahre ausmanövrieren, eine zumeist fanatische Anhängerschaft hinter sich scharen und ganzen Regionen ihren Stempel aufdrücken. "In vielen Ländern ist der Populismus inzwischen endemisch geworden", sagt Studienautor Schularick. "Er ist keine Episode, die sich von selbst erledigt." [……]

(Michael Sauga, 23.10.2020)

Mike Pompeo, McConnell, Graham, Cruz, Kayleigh McEnany und Trump kleben nicht nur lügend und hetzend und demokratiezerstörend an der Macht, weil sie glauben den Amtsantritt Joe Bidens endgültig verhindern zu können, sondern weil sie wissen, daß sie bereits 75% der republikanischen Wähler – immerhin 71 Millionen US-Amerikaner – vollkommen der Realität entrissen zu haben.

Diese Leute glauben das Märchen von der „gestohlenen Wahl“, werden darüber nur zu noch fanatischen Unterstützern der radikalen Rechten und sichern somit den genannten Politikern auch zukünftig ihre Posten.

Trump mag aus dem Oval Office fliegen, aber der Trumpismus bleibt. 90 Millionen Menschen werden weiterhin seinen Twitter-Terrorismus folgen; er wird nach Belieben die GOP personell dominieren und alle Kameras/Mikrofone der rechten Medien werden weiterhin auf ihn halten.

Erst jetzt, eine Wochen nachdem Joe Biden zum nächsten US-Präsidenten gewählt wurde, wagen es die großen amerikanischen Sender auch mal die gefährlichsten und demokratiezersetzenden Hetzattacken von Trumps Nazi-Barbie McEnany NICHT zu übertragen.

Warum ist das nicht schon vor vier Jahren geschehen?

Das demokratische Kind ist längst tief in den dunklen Brunnen gestürzt.

Viel zu lange haben sich die (noch) demokratischen Regierungen des Westens klein gemacht und vor der toxischen Trump-Administration gebuckelt.

Die Ausrede für derartig erbärmliches Verhalten ist moralisch untragbar, aber leicht zu verstehen: Die pure finanzielle, ökonomische und militärische Macht der USA.
Niemand kann ohne schwere Konsequenzen gegen den Unheimlichen Freund jenseits des Atlantiks aufstehen.

Aber das entschuldigt noch lange nicht, daß die Friedensnobelpreisträgerin EU vor den rechtspopulistischen Möchtegern-Autokraten Osteuropas kuscht und achselzuckend hinnimmt, wie in Polen, Tschechien oder Ungarn Demokratie, Pressefreiheit und unabhängige Justiz ausgehebelt werden.

Frauenrechte, Meinungsfreiheit, Schutz von LGBTI-Personen sind für uns, die EU und insbesondere Ursula von der Leyen offensichtlich verzichtbar.

Bloßer Ballast, auf den man auch verzichten kann.

Der Mini-Trump vom Bosporus tanzt besonders frech auf den EU-Grundwerten umher – während er genau wie seine geistigen Klone in Prag, Budapest und Warschau die Hände aufhält und Brüssel brav Milliarden überweist.

[…..] Selbst viele Muslime wundern sich, dass Erdoğan die Grundregeln des Islam, wie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Bescheidenheit, völlig ignoriert und eine sehr aggressive Politik betreibt. Sowohl gegenüber Opponenten und Andersdenkenden im Inland, als auch nach außen. Wobei er Konfliktherde wie im Mittelmeer und im Kaukasus schafft und schürt, um seine Macht innenpolitisch zu stabilisieren. […..] Von der Bundesregierung wird der türkische Präsident mit Samthandschuhen angefasst, das beeinflusst auch die deutschen Medien. Die zeigen wenig Interesse an den Menschenrechtsverletzungen und Verfolgungen in der Türkei. Und die Kritik der Merkel-Regierung bleibt sehr verhalten – obwohl das Land inzwischen eines der größten Gefängnisse für Journalisten ist. In wenigen Fällen, wo Frau Merkel, Macron oder Trump entschlossen interveniert haben, kamen die Gefangenen auch frei. […..]

(Publizist Osman Okkan, 26.10.2020)

Erdoğan kann nun sogar rund um die Türkei Kriege anfangen, in Bergkarabach mitmarschieren, das EU-Mitglied Griechenland bedrohen, eine ganze Region militärisch entflammen und Merkel liefert ihm devot auch noch die Waffen dafür!

[….] „Mit der von Aserbaidschan gewünschten Stationierung türkischer Truppen im Südkaukasus würde die Waffenhilfe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für die Autokraten-Familie Alijew mit Kampfdrohnen und islamistischen Kampfgruppen geradezu belohnt. Erdogans Entsendung islamistischer Söldner aus Syrien und Libyen nach Aserbaidschan bleibt eine stete Gefahr für die Sicherheit in ganz Europa. Der türkische Präsident ist kein ‚Peacekeeper‘, sondern ein Terrorpate.“ […..]

(Sevim Dagdelen, DIE LINKE, 10.11.20)

Angela Merkel, die ihr politisches Handeln von christlichen Werten leiten lässt, wie sie so gern betont, hat genau wie ihr christlicher Wirtschaftsminister erkannt, daß man am besten mit Waffengeschäften verdient, wenn diese auch benutzt werden.

Und so liefert Deutschland für den sich abzeichnenden Flotten-Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei hochmoderne Kriegs-U-Boote an beide Seiten gleichzeitig.

[…..] Während die Türkei im Erdgasstreit im Mittelmeer den EU-Staaten Griechenland und Zypern offen mit Krieg droht, beteiligt sich die deutsche Rüstungsindustrie weiter an der Aufrüstung der türkischen Marine. Seit dem Machtantritt der AKP, der Partei des türkischen Präsidenten Erdogan, im Jahr 2002 wurden Rüstungsexporte an die türkischen Marine im Wert von 522 Millionen genehmigt, teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage von mir mit.  Unter den genehmigten Exporten für den Bau, die Bewaffnung oder die technische Ausrüstung von Kriegsschiffen sind sechs U-Boote der Klasse 214, die in der Türkei unter maßgeblicher Beteiligung von ThyssenKrupp Marine Systems montiert und mit sogenannten Hermes-Bürgschaften durch die Bundesregierung finanziell abgesichert werden. In anderen Worten: Deutsche Steuergelder müssen herhalten, um Deals mit Autokraten über die Bühne zu bringen – damit muss Schluss sein!   Nach wie vor genehmigt die Bundesregierung die Ausfuhr von Rüstungsgütern in die Türkei – obwohl diese bei völkerrechtswidrigen Militäroperationen wie in Libyen oder gegen Griechenland oder Zypern zum Einsatz kommen könnten. […..] Die Bundesregierung […..] lässt die EU-Partner Griechenland und Zypern gnadenlos im Regen stehen. […..] Wer wie Kanzlerin Merkel und Außenminister Maas weiter Waffen an die Türkei liefert, sollte das Wort europäische Solidarität nicht mehr in den Mund nehmen. Jede Waffe an den Aggressor Erdogan ist eine zu viel. Mit seinen neo-osmanischen Großmachtfantasien gefährdet der Autokrat Frieden und Sicherheit in Europa. Dass Deutschland diese expansive Politik auch noch mit Waffen ermöglicht und befördert, ist ein Skandal. […..]

(Sevim Dagdelen, 10. November 2020)

Montag, 9. November 2020

Die Geldschlacht.

Amerikanische Wahlkämpfe sind die mit Abstand teuersten der Welt.

2020 stellte aber selbst für US-Verhältnisse alles bisher Dagewesene in den Schatten. Dieses Wahljahr verschlang erstmals nicht nur einen zehnstelligen, sondern sogar einen elfstelligen Dollar-Betrag.

[….] Fest steht, dass die aktuellen US-Wahlen die teuersten in der Geschichte werden. Das unabhängige Center for Responsive Politics (CRP) schätzt aufgrund seiner Datenbank Opensecrets, dass beide Parteien 11 Milliarden Dollar für die Wahlen ausgeben werden. Das ist ein gewaltiger Anstieg gegenüber 2016, als die Ausgaben auf 6,5 Milliarden Dollar beziffert wurden. […..]

(Alan Cassidy, 29.10.2020)

Es ist in den USA so teuer in ein politisches Amt gewählt zu werden, daß die Abhängigkeit von reichen Spendern entsprechend groß ist.

Das viele Geld ist aber insbesondere für die Demokraten in den republikanisch regierten Südstaaten wichtig, weil sich dort der gesamte politische Apparat der „voter suppression“ verschrieben hat und mit geradezu aberwitzigen Methoden, Arme, Schwarze und Ungebildete von den Urnen ferngehalten werden.

Es braucht hoch effektive Wahlkämpfer mit teuren Organisationen wie Stacey Abrams‘ „Fair Fight Action“, die es in Georgia geschafft hat gegen den erbitterten Widerstand des eisernen Trump-Fans und Gouverneurs Brian Kemp rund 800.000 meist schwarze Wähler registrieren zu lassen und ihnen die Stimmabgabe zu ermöglichen.

800.000 Stimmen, die die Republikaner mit allen Mitteln von den Wahlen ausschließen wollten.

Die Yale-Absolventin Abrams hatte 2018 bei den Gouverneurswahlen nur 30.000 Stimmen hinter dem Corona-Leugner und Rassisten Kemp gelegen. Statt an den die weißen Republikaner dreist bevorzugenden Verhältnissen zu verzweifeln, verwendete sie die folgenden zwei Jahre ihre gesamte Energie dafür nun auch Schwarzen die Stimmabgabe zu ermöglichen.

Sie hatte Erfolg, denn durch ihr Engagement gewann Joe Biden letzten Dienstag die Mehrheit in der bisherigen republikanischen Hochburg.

[…..] Voting is the bedrock on which our community’s future and your ambitions are built.  From illegal voter purges to hundreds of poll closures to four-hour lines, Georgia voters have faced a sophisticated, but hauntingly familiar, attack on their right to vote. Hundreds of thousands of voters were affected by poor election management and systematic voter suppression, crippling Georgia’s democracy.  Fair Fight is Fighting Back. [……]

(Fair Fight)

Völlig zu Recht wurde die 46-Jährige Abrams so zu einem Star der demokratischen Partei und vermutlich wird Biden sie dafür mit einem Ministeramt belohnen.

Fair Fight ist ein gutes Beispiel dafür wie viel Geld und viel Hollywood-Prominenz segensreich wirken können.

Ohne die enormen finanziellen Mittel, die Abrams auftrieb wäre Bidens Wahlerfolg in Georgia nicht möglich gewesen.

Geld allein reicht aber auch nicht; es ist nicht leicht so viel Geld sinnvoll auszugeben.

Die klassische extrem teure Radio- und TV-Werbung, die den politischen Gegner dämonisiert, ist offensichtlich nur sehr begrenzt effektiv.

Der nach Donald Trump moralisch verkommenste und widerlichste Politiker weltweit ist meiner Meinung Lindsey Graham, republikanischer Großlügner und Senator von South Carolina. Seine Heuchelei ist so unerträglich, daß sie eine Rekordspendenflut für seinen Gegenkandidaten, den schwarzen aufstrebenden Demokraten Jamie Harrison auslöste.

Er konnte allein im letzten Quartal vor der Wahl fast 60 Millionen Dollar Spenden nur für seinen Senatswahlkampf einsammeln.

Zudem fluteten liberale Portale wie das Lincoln Project, Meidas Touch oder Winslow-films den Staat mit beißenden Anti-Graham-Videos in den sozialen Medien.

Trumps eifrigster Arschlecker wurde von der schieren finanziellen Übermacht der Demokraten so sehr in Furcht versetzt, daß er jammernd in der erbärmlichsten Weise bei FOX und Geld bettelte.

Aber Lindsey hatte sich ganz umsonst auf nationaler Bühne erniedrigt. South Carolina ist so stramm rechts und rassistisch, daß er gegen den schwarzen Harrison bequem mit 55% zu 44% siegte.

Nachdem nun elf Milliarden Dollar für die Wahl Joe Bidens verprasst wurden, sind die Kassen der Parteien nicht etwa leer.

Nein, für die Nachwahl der beiden demokratischen Senatorenposten, die beim Stand von 50:48 für die GOP das Patt und damit den Vorteil für Biden bringen könnten (Harris‘ Stimme entscheidet bei einem Patt), werden noch einmal 500 Millionen Dollar in den nächsten Wochen auf den Kopf gehauen.

Wie es der Teufel will, führt ein aberwitziges Zusammentreffen kurioser Umstände dazu, daß beide Sitze in Stacey Abrams Georgia vergeben werden.

Normalerweise werden nicht beide US-Senatorenposten eines Staates im selben Jahr bestimmt und normalerweise fallen die Entscheidungen am Tage der US-Präsidentenwahl mit relativer Mehrheit.

Aber nicht in diesen beiden Fällen.

[…..] Der Sitz des republikanischen Senators David Perdue steht nach sechs Jahren regulär zur Neuwahl an. Den anderen Sitz aber hat der bisherige republikanische Amtsinhaber, Senator Johnny Isakson, aus gesundheitlichen Gründen 2019 vorzeitig geräumt. Als Nachfolgerin ernannte der Gouverneur von Georgia die Republikanerin Kelly Loeffler bis zum nächsten Wahltermin, also diesen November. Deshalb stand da die Nachwahl des Postens für den Rest der Amtsperiode bis zum Jahr 2022 an.   Jetzt kommt allerdings das Wahlrecht des Bundesstaates ins Spiel. Bei Nachwahlen gibt es nicht, wie sonst üblich, Vorwahlen. Alle Kandidaten stehen im November zur Wahl. Die beiden Bestplatzierten qualifizieren sich für eine Stichwahl, die am "Dienstag der neunten Woche nach der Wahl" stattfinden muss, so das Wahlgesetz. Das ist in diesem Fall eben der 5. Januar 2021. Die Republikanerin Loeffler trifft auf den Demokraten Raphael Warnock. Der andere, regulär zu besetzende Sitz im Senat muss diesmal ebenfalls per Stichwahl entschieden werden. Auch dafür sorgt das Wahlrecht von Georgia. Wenn kein Kandidat auf Anhieb 50-plus Prozent der Stimmen erringt, muss es einen Stichentscheid geben. Also treten erneut der Republikaner Perdue, der die 50-Prozent-Marke knapp verfehlt hat, und der Demokrat Jon Ossoff an. Die Stichentscheid-Regelung stammt aus den Sechzigerjahren. Sie war ursprünglich eingeführt worden, um den Einfluss der Schwarzen auf die Wahl zu beschränken. Damals ging man davon aus, dass ein schwarzer Kandidat niemals gegen die Stimmen der Weißen die 50-Prozent-Hürde überwinden könnte. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich diese Regelung zu einem Instrument entwickelt, mit der konservative Republikaner die Demokraten von Posten fernhalten konnten. Nach Recherchen des unabhängigen Wahlanalyse-Dienstes "Inside Elections" haben seit den Neunzigerjahren die Demokraten nur eine von insgesamt sieben Stichwahlen in Georgia für sich entscheiden können. […..]

(Reymer Klüver, 09.11.2020)

Natürlich trieft das Wahlrecht Georgias vor Rassismus; die Stichwahl Anfang Januar wird in Erwartung des Amtsantritts des neuen Präsidenten am 20.01. gern vergessen; die schwarzen Wähler sind aufgrund der enormen Schikanen, denen sie bei der Wahlregistrierung unterliegen kaum zur Urne zu bekommen.

Und so kann der zutiefst rassistische rechtsextreme Perdue eigentlich mit dem Gewinn des Mandats rechnen.

Er lag auch am 03.11.2020 mit 2,46 Millionen Stimmen (49,7%) vor Ossoff mit 2,37 Millionen Stimmen (47,9%).

Allerdings weist Perdue eine verheerende menschenfeindliche Bilanz auf und Job Ossoff ist ein intelligenter Beau, der sich furchtlos und eloquent auszudrücken weiß.

Im zweiten Rennen lag Demokrat Warnock mit 1,6 Millionen Stimmen (32,9%) vor Loffler mit 1,3 Millionen Stimmen (25,9%).

Sollte auch nur ein Republikaner gewählt werden, ist es aus mit den Gestaltungsmöglichkeiten des 46. US-Präsidenten Biden.

Moscow-Mitch McConnell könnte wie bisher jede demokratische Initiative aus dem House und erst recht jeden Personalvorschlag aus dem Weißen Haus blockieren. Es gibt keinen Zweifel, daß der erzreaktionäre korrupte Kerl aus Kentucky auch genau das weiterhin tun würde. Ihm ist das Wohlergehen des Landes und seiner Bürger vollkommen gleichgültig. Nur deswegen blockierte er bisher die Corona-Hilfen für das darbenden amerikanische Volk: Auf keinen Fall sollte der Wirtschaft und den Menschen geholfen werden, wenn dies mit einer Biden-Harris-Präsidentschaft zusammenfiele.

Lieber lässt er die amerikanische Nation zu Grunde gehen, bevor er einem Demokraten einen Erfolg gönnt.

Mit Stacey Adams‘ Organisation und 500 Millionen Dollar sollte es allerdings theoretisch möglich sein den Menschen in Georgia zu verdeutlichen, daß das Wohl und Wehe der nächsten Regierung nur von ihren Stimmen abhängt; daß Binden/Harris nur dann effektiv regieren können, wenn Ossoff und Warnock gewinnen.

Die Strukturen im erzkonservativen Georgia stehen auf republikanisch.

Aber wer weiß, was sehr viel Geld ausrichtet…

Sonntag, 8. November 2020

Deutsche Querfrontler hassen Biden

Das Verhalten eines normalen anständigen Mannes ist von Donald Trump natürlich nicht zu erwarten.

Er ist ein sore loser, was womöglich sogar einigen seiner Wähler missfallen wird. In der sportverrückten Nation USA mag man keine schlechten Verlierer.

Die Chancen einzelne Wahlergebnisse anzufechten werden allgemein als so schlecht angesehen, daß Trump sogar mit den ihm treuen Richtern mutmaßlich keinen Erfolg haben wird. Nachzählungen in einzelnen Bundesstaaten gibt es bei extrem knappen Ergebnissen immer und selten kommt es bei der zweiten Zählung zu einer Abweichung von mehr als ein paar Dutzend Stimmen.

Das sind keine Margen, die Trump helfen würden – zumal er gleich vier Staaten kippen müsste.

George W. Bush und alle anderen lebenden ehemaligen US-Präsidenten haben Joe Biden bereits zum Wahlsieg gratuliert, FOX sieht es nicht anders und die mächtigsten Republikaner im Kongress halten still.

So still, daß Eric und Don Jr, schon wieder Papies Adderall-Vorräte plünderten und hysterisch die GOP antwittern endlich zur Hilfe zu kommen.

Sie wünschen sich von allen Republikanern sich derart fanatisch wie Richard Grenell in die Schlammschlacht zu werfen.

Aber selbst der allerinnerste Kreis scheint Risse zu bekommen.

Stabschef Mark Meadows fällt mit Covid19 aus.

Vier Leute sind drängen Trump wie einst Hitler im Führerbunker bis zur letzten Patrone zu kämpfen: Eric, Don Jr., Rudolph Giuliani und Kayleigh McEnany negieren jede Realität und verbreiten wie ihr Cult-leader Donald wüste Verschwörungstheorien.

Auf der anderen Seite stehen Melania Trump, Jared Kushner und Chris Christie, die durchaus im Sinne Donalds empfehlen sollen, die Niederlage anzuerkennen, um die eigene Reputation in den Geschichtsbüchern nicht zu gefährden und um weiterhin als starker Mann der GOP und 90 Millionen Twitter-Followern die US-Politik zu dominieren.

Unklar ist aber welche Position die einzige Person, auf die Trump hört, einnimmt: Daughterwife Ivanka.

IQ45 ließ bereits juristisch prüfen, ob er sich und seine Kinder begnadigen lassen kann. Die Angst vor dem Knast ist real. Viele Ermittlungen gegen die Trumps liegen nur wegen seiner Amts-Immunität auf Eis.

Das Begnadigungsrecht des US-Präsidenten ist gewaltig, aber auch wenn nirgends in der US-Verfassung explizit verboten ist, sich selbst zu begnadigen, scheinen die meisten Juristen die Ansicht zu vertreten, das sei ausgeschlossen wegen des Rechtsgrundsatzes, daß niemand sein eigener Richter sein darf.

Das Model Richard Nixon könnte eins Ausweg sein. Er war einst dem Impeachment zuvorgekommen, indem er zu Gunsten seines Vizes Gerald Ford zurücktrat, der frisch als US-Präsident vereidigt seinen Vorgänger von allen Vorwürfen freisprach.

Donald Trumps Amtszeit läuft noch bis zum 20.01.2021. Er könnte Mitte Januar zurück treten, so daß Mike Pence für wenige Tage 46. US-Präsident wäre und alle Trumps begnadigen könnte.

Die braunen Verschwörungstheoretiker Deutschlands sehen genau wie die querfrontlerischen Covidioten ebenfalls einen großen Betrug, scheinen aber die Hoffnung verloren zu haben, daß Trump sich noch im Amt halten kann.

Also fallen sie über Joe Biden her, den sie wahlweise als senilen Trottel oder als hinterlistig strippenziehenden Linksextremisten darstellen.


Ja, sicher, Joe Biden zeigt gewisse Alterserscheinungen, aber das halte ich nicht für entscheidend.

Auch wenn er nicht mehr taufrisch ist, so kennt er im Gegensatz zu Donald Trump die Verfassung und den politischen Betrieb ganz genau. Er stimmte sich stets ganz eng mit Barack Obama ab, so daß er auch sehr genau weiß wie es im Weißen Haus zugeht. Biden ist zudem weder beratungsresistent, noch unfähig dazu zu lernen.

Ein Präsident regiert schließlich nicht allein.

Sollte er aufgrund schwindender Kräfte etwas mehr wie ein deutscher Bundespräsident über den Dingen schweben und die Knochenarbeit eines Kanzlers oder Premierministers mehr auf das Kabinett verlagern, spricht nichts dagegen. Solange er dort fähige Leute einsetzt.

Donald Trump berücksichtigte für alle Posten stets nur Lobbyisten, reiche Spender und diejenigen, die ihn öffentlich lobten.

Ganz am Anfang gab es noch vereinzelt Mitarbeiter, die zwar wie Rex Tillerson oder General Kelly nicht direkt für den Job qualifiziert waren, aber doch über rudimentäre Moral verfügten. Menschen, die nicht nur logen und auch bereit waren hart zu arbeiten. Amtsträger, die es sogar wagten Trump zu widersprechen, wenn er etwas allzu absurdes oder gefährliches plante.

Am Ende der Trump-Präsidentschaft ist keiner von ihnen mehr übrig. Alle, die jetzt noch in seiner Administration arbeiten sind extreme Fanatiker, total korrupt, unfähig und faul

 Es gibt nicht einen einzigen prominenten White-House-Staffer oder Minister, der nicht durch und durch verdorben wäre.

 

Wie auch immer es um Bidens Fitness also bestellt sein mag, er wird eine verglichen zur jetzigen Administration sagenhaft qualifizierte Mannschaft aus integren Fachleuten zusammenstellen, diplomatische Posten wieder besetzen und die US-Regierung arbeitsfähig machen.

Es wird kein Trump-Chaos mehr herrschen, in dem täglich irgendeiner gefeuert wird und zu jedem Thema widersprüchliche erratische Informationen veröffentlicht werden. Fakten werden wieder zur Kenntnis genommen werden und Wissenschaftler gehört werden.

Das ist unabhängig von der Position im politischen Koordinatensystem aus deutscher Sicht ein großer Fortschritt.

Soll Biden ruhig auch mal ausschlafen oder nicht mehr jedes Detail persönlich verfolgen. Dann sind Kamala Harris und hinderte demokratische hochqualifizierte Experten da, um einzuspringen.

Aus deutscher Sicht kritisiert man Biden und unterstützt Trump, wenn verrückt oder rechtsradikal ist.

Oder eben eine querfrontlerische Spinnerin mit heftigen xenophoben und nationalistischen Anwandlungen, die Flüchtlinge genauso wenig mag wie Lesben oder Schwule.

Die Rede ist  - mal wieder – von Sahra Wagenknecht, die schon seit Jahren deutliche Schnittmengen mit der AfD zeigt.

Mit ihrem Ehemann bildet sich das braune Paar von der Saar, die konsequent dafür sorgen ihrer eigenen Partei schwer zu schaden, indem fast jeder einzelne Auftritt mit völkischen Thesen garniert wird.

Zuletzt trat Ehemann Lafontaine zusammen mit Thilo Sarrazin auf und bejubelte dessen Hass auf Kriegsflüchtlinge.

[…..] Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht waren stets das größte Geschenk für die Seeheimer und alle R2G-Kritiker in der SPD.

Das Ehepaar war die Apotheose all dessen, dem man nicht traute.

Beide zutiefst egoistisch, beide fielen ihren eigenen Parteien schwer in den Rücken, beide paktierten mit ganz Rechts, um der sozialdemokratischen Sache zu schaden.

Oskar Lafontaine wurde sogar hochbezahlter Kolumnist der rechtspopulistischen BILD-Zeitung, um Rot-Grün zu stürzen und damit wieder die CDU ins Kanzleramt zu befördern.

Wagenknechts #Aufstehen-Abenteuer, mit dem sie nach der SPD nun auch noch die LINKE zerschlagen wollte und sich ungeniert zum Liebling der AfD und rechtsradikaler Blogger emporschwang, machten endgültig eine Koalition insbesondere mit den Grünen unmöglich.

So betätigte sich auch Lafontaines Ehefrau als wichtigste Wahlkampfhelferin der CDU/CSU.   Oskar Lafontaine ist allerdings mittlerweile 75 Jahre alt, litt an Prostatakrebs und seine Sahra fuhr #Aufstehen so gezielt gegen die Wand, daß auch sie de facto ihren Rückzug aus der Politik bekannt gab. [….]

(Einzelne gegen das Wohl Vieler, 27.04.2019)

Lafontaine und Wagenknecht wurden immer wieder scharf aus ihrer eigenen Partei kritisiert, sind aber vollkommen beratungsresistent, also ganz offensichtlich tatsächlich ideologisch auf AfD-Kurs.

Seit Jahren gibt es Belege dafür.

[….] Der Begriff „Schäbigkeit“ erfährt im politischen Sinne durch Sahra Wagenknecht eine ganz neue Dimension.

Es ist schon grundsätzlich schäbig aus niederen egoistischen Motiven eine linke, der internationalen Solidarität verpflichtete Partei kontinuierlich durch nationalistisches und xenophobes Blinken nach rechts zu verschieben.   Es ist besonders schäbig dabei auch noch in Kauf zu nehmen, die einzig linke Partei zu zerschlagen, indem man als Bundestagsfraktionsvorsitzende  gleichzeitig eine Konkurrenz-Organisation gründet.   Noch schäbiger ist es aber als #Aufstehen-Chefin noch nicht mal ein Risiko eingehen zu wollen, indem sie in beiden „Parteien“ weiter führende Rollen einnimmt, so daß sie immer auf der sicheren Seite steht, falls  „Aufstehen“ oder „die Linke“ dabei auf der Strecke bleiben.

 Auch symbolisch betrat die Bewohnerin einer Millionen-Villa im Saarland neue Größenordnungen der Schäbigkeit, indem sie sich dezidiert an homophobe, gewalttätige und antisemitische Kräfte der „Gelbwesten“ anknüpfte.  Gerade gestern gab es in Köln einen Versuch der rechtsextremen, verschwörungstheoretischen identitären Ausländerhasser um den Pipi-Blogger David Berger mit Gelbwesten Hetze gegen Schwache zu betreiben. Wagenknechts Gesellschaft. […..]

(Hinsetzen V, 10.03.2019)

Wie so oft war Wagenknecht bei Schlaftablette Anne Will zu Gast und gab sich als Trump-Fan zu erkennen.

Nichts also, das mich noch wundern könnte.


[…..] Wagenknecht - ganz in Rot gekleidet - begrüßt es, wenn US-Truppen abgezogen werden würden. „Das ist doch gut“, so Wagenknecht. „Ich finde nicht, dass wir die Truppen hier brauchen.“ Und verweist zusätzlich auf den US-Drohnenkrieg, der zum Teil von Rammstein aus gesteuert würde und in Deutschland illegal sei. Auch die Forderungen aus Washington nach größeren Investitionen in den deutschen Verteidigungsetat halte sie für das falsche Signal. […..] Wagenknecht lobt Trumps Wirtschaftspolitik: „Immerhin sind 500.000 Industriearbeitsplätze neu dazugekommen. Und er war der erste seit vielen Jahren, der den Leuten, die keinen Hochschulabschluss haben und einfache Jobs brauchen, das Gefühl gegeben hat, er nimmt ihre Sorgen ernst.“ Biden stünde dagegen als „ein vehementer Verfechter des Irak-Krieges“ für die falsche Außenpolitik. […..]

(Merkur, 06.11.2020)

In Saarbrücken also nichts Neues. Schon 2015 und 2016 hatte Oskar Lafontaine mit eben diesen Argumenten schon massiv gegen Hillary Clinton, die er bis heute wie ein Kindergarten-balg „Killary“ nennt, Stimmung gemacht und somit für Donald Trump, den rechtsradikalen Hetzer, der gegen Einwanderer und Minderheiten hetzt, während er Trillionen Dollar an das Eine Prozent der Superreichen umverteilt, die internationale Kooperation einstampft und jeden Klimaschutz behindert.

Statt nach fünf Jahren endlich begriffen zu haben, daß Trump aus linker Sicht doch nicht so ein idealer Präsident war, lobt Wagenknecht nun seine nationale Politik und wünscht sich so viel Nationalismus auch für Deutschland.

[…..] Mehrfach reibt man sich bei Wagenknecht die Augen. 2016 nannte sie Trumps Wahlsieg "keine Totalkatastrophe" und das scheint sie auch heute noch zu sehen. Sie lobt seine "konsequente Industriepolitik", die sie in Deutschland vermisst, zum Beispiel bei der Stahlindustrie, die es sehr schwer durch Dumpingimporte habe.

Und weiter sagt sie über Trump: "Er war der erste seit vielen Jahren, der den Leuten, die keinen Hochschulabschluss haben und einfache Jobs brauchen, das Gefühl gegeben hat, er nimmt ihre Sorgen ernst."

Wagenknechts Appell: "Europa muss gucken: Wo sind unsere Interessen? Wir müssen nicht darauf warten, dass uns Amerika in die Arme nimmt." Einen eventuellen Wahlsieg der Demokraten sieht sie hingegen sehr kritisch: "Wenn Biden jetzt gewählt wird, wird genau die Politik gewählt, die Trump damals an die Macht gebracht hat." […..]

(Dirk Krampitz, 06.11.2020)

Wagenknecht und Lafontaine scheinen, so viel kann man nach den letzten fünf Jahren sicher sagen, Donald Trump wirklich zu mögen.

Der Mann, der Politik nur für Milliardäre macht, über 20.000 mal öffentlich log, ungeniert zur Gewalt aufruft, Brutalität bejubelt, kontinuierlich drastische rechtsradikale Verschwörungstheorien verbreitet und dumpfen Rassismus anfacht, ist also ganz nach dem Geschmack des ehemaligen Bundesparteivorsitzenden der LINKEn und der ehemaligen Bundestagsfraktionsvorsitzenden der LINKEn.

Kein Wunder, daß die Linke für so viele unwählbar erscheint und trotz einer Groko und einer SPD im 15%-Tal weit unter ihrem Wahlergebnis der ohnehin schon mageren Ausbeute von der Bundestagswahl 2017 liegt.

Samstag, 7. November 2020

Highest vote total in the American history

Die Jubelgesänge auf den Straßen von Atlanta, Philadelphia, New York sind laut. In Washington DC sind sie so laut, daß sie deutlich im Weißen Haus zu hören sind.

Da sich Donald Trump wie erwartet im realitätsverweigernden Pöbel-Modus befindet und so bestialisch rassistisch tweeted, daß sich die TV-Sender weigern den Dreck vorzulesen, griffen seine Staffer zu dem einzigen Mittel, mit dem man den orangen Wüterich beruhigen kann: Sie schickten ihn golfen.

Und so tuckert #45 in einem golf cart auf seinem privaten Platz in Virginia umher, während seine Macht zerbröselt.

Daß sich Trump in der verbleibenden Amtszeit bis zum 20.01.2021 auf die dringenden Aufgaben der US-Regierung konzentriert, gilt als ausgeschlossen. Er wird keine bemerkenswerte concession-speech für die Geschichtsbücher wie John McCain 2008 halten, sondern stoisch weiter Lügen über seinen angeblichen Sieg verbreiten.

Corona gerät völlig außer Kontrolle in den USA; den vierten Tag in Folge gab es heute Rekord-Neuinfektionszahlen von weit über 120.000 Fällen.

Der egomane Demagoge ist nach wie vor absolut unfähig die Pandemie zu verstehen und wird die Lage weiter verschlimmern – genau wie in so vielen anderen Politikbereichen auch.

Es geht nur um ihn, seine Gefühle und seine Befindlichkeiten.

Die Kombination aus psychopathischen Charakter und überbordenden Borniertheit verhindert es nachdrücklich, daß Trump seine Niederlage anerkennt, conceded, Biden anruft und zu seinem Sieg gratuliert, zum traditionellen Besuch des Nachfolgers im Weißen Haus einlädt.

Reporter berichten, es gab in der Geschichte Washington noch nie solche riesigen Jubelszenen. Trump ist der „mad king“, den seine Berater nun verzweifelt von dem Oval Office fernhalten, damit er nicht völlig ausflippt.

Die mächtigen Republikaner schweigen alle, weil sie immer noch den Zorn Trumps fürchten und wissen welche Zerstörungskraft er als pseudoreligiöser cult-leader durch die ihm sklavisch folgenden 70 Millionen Anhänger entfachen kann.

Aber sie springen ihm auch nicht mehr öffentlich bei, während er behauptet es handele sich um Wahlbetrug. Die GOP-Senatoren und GOP-Gouverneure sind zwar allesamt völlig amoralisch, aber in der Regel noch nicht ganz so realitätsblind wie Trump. Sie können auch keinen Wahlbetrug erkennen, wissen um Bidens letztendlich klaren Sieg, den auch Trumps Zentralorgan FOX unmissverständlich meldet.

Die Republikaner in beiden Kammern des Kongresses haben sich einen Sieg Trumps gewünscht, weil sie mit Trump ihre radikalen Minderheitenprojekte durchsetzen können: Gegen gay marriage, gegen Obamacare, totale Steuerbefreiung für die Supereichen, Unterdrückung von farbigen Amerikaner, Hass auf Einwanderer, Klimawandel-Leugnung, Umweltzerstörung, Waffen für alle, Drogenkriminalisierung, Wissenschaftsfeindlichkeit.

Trump war ihr Mehrheitslieferant, mit dem sie hunderte extrem konservative Bundesrichter und drei ultraradikale Supremecourt-Richter auf Lebenszeit einsetzen konnten.

Aber gleichzeitig litten sie auch unter Trumps öffentlich zelebrierter Doofheit.

Vier Jahre lang mussten die GOP-Kongressabgeordneten vor Reportern flüchten, die sie auf den Fluren nach ihrer Meinung zu den neuesten Tweets des Präsidenten fragten.

Es war lästig und peinlich vier Jahre lang in jedes Mikrofon zu lügen, ‚nein, den Tweet des Präsidenten habe ich noch nicht gelesen‘ und stoisch zu behaupten die eindeutigen Aussagen des orange geschminkten Rassisten wären ganz anders gemeint gewesen.

Ohnehin liegt den Republikanern die Obstruktion habituell viel mehr als die Konstruktion.

Von 2010 bis 2016 wüteten sie in jede Kamera „Obama Care“ (Patient Protection and Affordable Care Act) müsse sofort abgeschafft werden.

„Repeal and replace Obama Care“ war einer der zentralen Schlachtrufe der Republikaner im 2016ner Wahlkampf. Das verhasste Obama-Gesetz sofort abzuschaffen und durch etwas Besseres zu ersetzen werde man in wenigen Wochen, behauptete Trumps Partei seit dem November 2016.

Nun sind vier Jahre um und ihnen ist immer noch nichts eingefallen, wie man Obama Care ersetzen könnte – und das nachdem sie in den ersten zwei Jahren große Mehrheiten in beiden Kongresskammern hatten.

„Nobody knew heath care is that complicated” – D.J. Trump.

Peinlich, wenn einem vier Jahre lang nichts einfällt.

Mitch McConnell, Lindsey Graham sind viel besser davon gekommen, als sie befürchten mussten. Beide gewannen ihre Senatsrennen deutlich. Die Republikaner behalten vermutlich die Mehrheit im Senat und sie konnten entgegen aller Umfragen und Erwartungen auch Sitze im House dazu gewinnen.

Ohne McConnell geht also auch weiterhin nichts in der Politik.

Aber nun kann er das tun, was er am liebsten tut – alles blockieren, das Demokraten wollen und das dem Land helfen könnte – ohne daß jemand fragt, was seine Partei denn stattdessen möchte.

Zukünftig kann er mit dem Finger auf das Weiße Haus zeigen und Joe Biden die Schuld zuschieben.

Es wird recht bequem für den Mann, der wie kein anderer gegenwärtiger Senator seinen politischen Einfluss dazu benutzte selbst steinreich zu werden.

Freitag, 6. November 2020

US-Präsident Joe Biden

So ist der Stand der Dinge heute: In 44 von 50 US-Staaten steht das Ergebnis der Präsidentschaftswahl 2020 fest.

Demnach führt Joe Biden mit 253 zu 213 Wahlmännern.

Insgesamt gibt es 538 Wahlmänner, also reichen 270 für den Sieg.

Nachdem ich heute den vierten Tag an der „Magic Wall“ klebe und schon das Gefühl habe mit John King und Phil Mattingly, den beiden Zahlen-Gurus, die sich an der CNN-Wand abwechseln, verheiratet zu sein, kann ich die verbleibenden sechs Staaten, den Auszählungsstand und die Wahlmänner, um die es dabei geht, im Schlaf aufsagen und muss nicht mehr nachsehen.


1.) Alaska, 3 Wahlmänner, Trump uneinholbar vorn.

2.) North Carolina, 12 Wahlmänner, Trump 1,4 Punkte vorn, 95% der Stimmen ausgezählt, kaum Chancen für Biden das noch aufzuholen.

3.) Nevada, 6 Wahlmänner, Biden 1,6% vorn, 92% ausgezählt, die noch nicht gezählten Stimmen stammen aus Biden-Hochburgen.

4.) Arizona, 11 Wahlmänner, Biden 1,3 Punkte vorn, 93% ausgezählt, die noch nicht gezählten Stimmen stammen aus Biden-Hochburgen.

5.) Georgia, 16 Wahlmänner, de facto Gleichstand, aber Joe Biden liegt 4.000 Stimmen vorn, 99% ausgezählt, die noch nicht gezählten Stimmen stammen aus Biden-Hochburgen.

6.) Pennsylvania, 20 Wahlmänner, Biden 0,2 Punkte vorn, 96% ausgezählt, die noch nicht gezählten Stimmen stammen aus Biden-Hochburgen.

Auch wenn ich heimlich abergläubisch bin und nicht das Fell des Bären verteilen will bevor er erlegt ist, schließe ich mich nun der drittmächtigsten US-Amerikanerin Nancy Pelosi an, die Biden bereits „President elect“ nennt.

Der amtierende Präsident hat de facto keine Möglichkeit mehr 270 Wählmänner zusammen zu bekommen. In den letzten 100 Jahren funktionierten US-Wahlen so, daß der Unterlegene den Sieger anruft, um ihm zu gratulieren, seine Niederlage einräumt und der Gewinner anschließend an die Presse tritt.

Natürlich ist Trump kein normaler Mensch, sondern zutiefst bösartig und leidet an mindestens drei schweren Persönlichkeitsstörungen gleichzeitig.

Er wird Biden nicht anrufen, um ihm zum Sieg gratulieren und er wird sicherlich auch nicht wie alle vorherigen US-Präsidenten in den zweieinhalb Monaten zwischen Wahl und Amtsübergabe fair mit dem Nachfolger zusammenarbeiten.

Soweit bekannt ist, weigert sich Donald Trump im Weißen Haus zeternd hartnäckig die Realität anzuerkennen. Die letzten verbliebenen Präsidentenberater, die über Rudimente von Verstand verfügen, versuchen einen Ausweg aus dieser Realitätsverweigerung zu finden.

In den verschiedenen US-Newssendern; heute habe ich sogar mehrfach in den FOX News-Livestream geschaltet; werden schon psychologische Strategien erörtert wie man mit diesem jähzornigen egomanen Dreijährigen umgehen könnte.

Die Methode mit den meisten Aussichten auf Erfolg wäre wohl massives Honig-um-den-Bart-schmieren und extremes Arschkriechen:
„Mr. President, Sie haben so viel erreicht wie noch kein anderer US-Präsident! Sie haben mit 70 Millionen Wahlstimmen mehr als jeder andere Republikaner in der Geschichte der USA geholt. Wir sind Ihnen so dankbar, Sie sind der beste Kandidat dieser Partei aller Zeiten!“

Allerdings dringen auch die engen Berater nicht mehr zu ihm durch.

Trump findet sich in „extreme denial“ und redet ausschließlich mit seinen ebenso psychotischen Kindern und den wahnsinnigen Verschwörungstheoretiker Rudolph Giuliani.


Da Trump nach wie vor keinen blassen Schimmer von der US-Verfassung hat, glaubt er, das oberste Verfassungsgericht, der Supremecourt und der Justizminister/Generalstaatsanwalt Barr wären seine persönlichen Anwälte, die er nach Belieben für seine Zwecke einsetzen könne.

[……] Trump adviser said Giuliani and others in inner circle are enabling the president as he refuses to grasp the reality that the WH is slipping away.  "People are enabling him," adviser said, calling situation inside WH right now "chaos." [……]

(Jim Acosta, CNN, 6. Nov. 2020)

 Don Junior, dessen schweres Drogenproblem inzwischen für jeden offensichtlich ist, gibt sich unterdessen als Hobby-Goebbels. Er setzt im Minuten-Takt Tweets mit wüsten Verschwörungstheorien ab, ruft zum „totalen Krieg“ auf. 

Ja, Joe Biden wird US-Präsident.

Aber wie bringt man es der im Bunker der Neurosen tobenden Trump-Familie bei?

Donnerstag, 5. November 2020

Wer ist nun Schuld an dem US-Desaster?

Die dramatische Auszählerei zieht sich hin; wir wissen immer noch nicht, ob sich Trump im Amt halten kann.

Ein paar Gewissheiten gibt es aber schon.

Nach derzeitigem Auszählungsstand bekam Biden 72,5 Millionen Stimmen und damit fast vier Millionen Stimmen mehr als Trump.

Noch nie in der US-amerikanischen Geschichte bekam ein Kandidat in absoluten Zahlen mehr votes als Biden.

Da noch weitere 15 Millionen Stimmen ausgezählt werden müssen, wird der uralte Demokrat am Ende wohl fünf Millionen Stimmen mehr als Trump haben und könnte dennoch verlieren.

Wahlverlierer mit einem Fünf-Millionen-Stimmenvorsprung zu werden, ist ebenfalls all-time-record und stellt Hillary Clintons Rekord von 2019, als sie mit 2,9 Millionen Stimmen vor Trump lag und dennoch verlor, in den Schatten.

Wie verrottet und ungerecht das Wahlsystem ist, wird spätestens jetzt für jeden offensichtlich.

Reiche weißte Wähler auf dem Land haben ein viel stärkeres Stimmengewicht, als arme städtische People Of Color.

 

Da das System in so extremer Weise die Republikaner bevorzugt, erklärt sich damit auch automatisch, wieso es nicht geändert wird.

Dafür wird nämlich eine 2/3-Mehrheit in House und Senat, sowie eine 3/4-Mehrheit aller Bundesstaaten benötigt. Es geht also nur, wenn fast die Hälfte aller republikanischen Parlamentarier ebenfalls zustimmt und die würden niemals etwas zum Wohle des Landes machen, wenn es gegen ihre Parteiinteressen steht.

Vorstellbar ist allenfalls eine Übereinstimmung darüber, das „the winner takes it all“ bei den Wahlmännern pro Bundesstaat aufzuweichen.

Dafür wäre allerdings Voraussetzung, daß die Demokraten mehrfach eine republikanische Bank wie Texas knapp gewinnen, dadurch alle 38 texanischen Wahlmänner bekommen und erstmals die Republikaner erfahren wie unangenehm es ist, wenn fünf, sechs oder sieben Millionen republikanische Stimmen aus Texas unter den Tisch fallen, während anderswo nur wenige hundert Stimmen Vorsprung entscheiden.

Erst wenn die GOP selbst von dem System mehrfach so übel ausgelacht würde, wäre sie bereit den Gedanken zu ventilieren, die Wahlmänner womöglich doch verhältnismäßig zu verteilen.

Allerdings weiß jeder wie kaputt das System ist und jeder weiß was für ein verheerender Präsidenten-Simulator Donald Trump ist. Vier Jahre lang hatte er derartiges Unheil angerichtet, daß niemand mehr indolent bleiben durfte.

 

Alles andere als eine gewaltige Blue Wave, die trotz der Widrigkeiten des Wahlsystems Trump und seine elenden GOP-Senatoren hinwegfegt, ist aus europäischer Sicht nicht zu verstehen.

Die Demokraten werden aber offenbar noch nicht einmal den Senat zurück erobern. Graham und McConnell wurden sogar mit satten Mehrheiten wiedergewählt – unfassbar!

Auch wenn Biden am Ende die Nase vorn haben sollte bei den electoral votes und wenn außerdem der US-Präsident seinen Platz räumen sollte, bleibt die Erkenntnis des großen moralischen Versagens der USA.

WE ARE SCREWED, stellt liberal pundit David Pakman vollkommen zutreffend fest.

Woran hat es nun gelegen, daß es so knapp wurde, oder daß Trump womöglich sogar wiedergewählt wurde?

Ein nicht namentlich gekennzeichneter RND-Text, der unter anderem heute in der MoPo erschien, macht sich an die Ursachenforschung.

[….] Der 77-jährige Joe Biden war ein schwacher Kandidat, aus den sich die Partei erstaunlich schnell geschlossen eingelassen hat. Er ist nicht sehr entschieden in Fragen des Alltagsrassismus und der Klimapolitik aufgetreten, was ihm vermutlich viele junge Wählerinnen und Wähler nachgetragen haben. [….]

(Mopo, 05.11.2020)

Diese Deutung halte ich für großen Unsinn.

Ich war bekanntlich auch kein Biden-Fan, aber die Deutung ihn als die falsche Kandidatenwahl zu brandmarken unterstellt, es habe eine rationale Abwägung der Wahlinteressen der US-Bürger gegeben.

Das war nicht so!

Biden hat nicht abgeschreckt wie Hillary Clinton, sorgte für eine Rekord-Wahlbeteiligung und konnte ein Rekord-Stimmen-Ergebnis erzielen.

Seit 1980 war die Wahlbeteiligung nicht höher. In vielen Staaten lag sie bei für amerikanische Verhältnisse unglaublichen 60-70%-

In New York oder Kalifornien wählten weit weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten, aber dafür mache ich das Wahlsystem verantwortlich. In den Staaten stand ebenso wie in Kentucky, Kansas, Utah, Alabama oder South Carolina das Ergebnis lange vor der Wahl felsenfest.

Wozu also noch zur Wahl gehen, wenn man nicht gerade in einem Swingstate lebt.

Ich behaupte, der demokratische Kandidat war weitgehend irrelevant. Es ging um Trump und die 70 Millionen Anmerikaner, die völlig von der Realität entkoppelt sind, so daß sie seiner spirituellen Chefberaterin Paula White zuhören.

Jemand, der Trump für ehrlich und kompetent, für einen guten Christen, für den Auserwählten Gottes hält, hätte auch nicht für die Demokraten gestimmt, wenn Harris, Booker oder Warren angetreten wären.

Diese Leute sind verrückt.

Schuld sind die Medienkonzerne wie FOX und religiösen Rechten, die über die Jahre große Teile der amerikanischen Bevölkerung in die totale geistige Verblödung getrieben haben.

70 Millionen Wahnsinnige, die sklavisch an den Lippen ihres Kult-Führers hängen, der so wüst, kriminell, antidemokratisch und verschwörungstheoretisch twittert, daß der Tech-Gigant fast jeden Tweet des mächtigsten Mannes der Welt und Leader Of The Free World als Falschinformation kennzeichnen muss.

Weder Biden, noch Mandela oder Jesus könnten daran etwas ändern.