Donnerstag, 14. Februar 2019

Failing Fake News


Im Trump-Wahljahr 2016 hatte der berüchtigte National Enquirer Oberwasser.
Das wöchentliche Tabloid-Schundblatt aus dem Hause „American Median Inc“ (AMI) versuchte auch auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Nach zwei Monaten erlitt das Fachblatt für Titten, Tratsch und Trash einen Totalschaden und gab auf.
AMI-CEO David Pecker konnte es verkraften, da sein guter Freund Donald T. zufällig US-Präsident wurde. Das war mehr wert.

[…..] Die Strippen zieht Pecker, New Yorker, Sohn eines Maurers, dicker Trump-Kumpel. Nach aussen hin ist er ein soignierter älterer Herr, doch sein «National Enquirer» ist unterste Schublade. Das Blatt wirbt so schamlos für Trump, dass es nur noch peinlich ist. Im Wahlkampf dichtete es Hillary Clinton einen Hirntumor, Herzinfarkte, Alkoholsucht, Pädo-Sex und Mordkomplotte an. Trump dagegen bedachte es mit Titeln wie: «Trump must be Prez» – Trump muss Präsi werden.
Pecker kämpfte immer schon für Trump. In den 90er-Jahren produzierte er gar das Magazin «Trump Style». Doch er beliess es nicht nur bei Propaganda, um seinem Kumpan zu helfen. Vielmehr kaufte er die Exklusivrechte für negative Storys über Trump, etwa dessen Frauengeschichten, auf – und nahm sie so vom Markt. Mit Trumps Anwalt Michael Cohen (52) fädelte er die Zahlung von Schweigegeld an Trump-Affären wie Porno-Star Stormy Daniels (39) ein. [……]

Pecker hatte sich beim orange-häutigen Pussy-grabber unentbehrlich gemacht, indem er mehrfach die Exklusivrechte an peinlichen Trump-Sex-Skandalen aufkaufte und diese Geschichten in seinem Giftschrank verschwinden ließ.
So bezahlte Pecker beispielsweise für die Rechte an der Kopulation zwischen Trump und Playboy-Häschen Karen McDougal in den Jahren 2006 und 2007, während der Schwangerschaft mit seiner frisch angetrauten Melania.
Pecker überwies McDougal 150.000 Dollar für eine Story, die er dann aber nie veröffentlichte. Es war de facto Schweigegeld.
150.000 Dollar Wahlkampfgeschenk an Trump und 150.000 Dollar Investitionen in einen US-Präsidenten, der ihm damit einen weiteren großen Gefallen schuldete.
Trump lieferte natürlich, indem er bei jeder Gelegenheit auf die seriöse Enquirer-Konkurrenz eindrosch und das AMI-Blatt empfahl.
Ein guter Deal für den CEO, der mit der Methode fortfuhr, indem er potentiell Trump-gefährdende Geschichten aufkaufte und auch ganz direkt dazu überging missliebige liberale Journalisten zu erpressen, die womöglich Trump-kritisch schreiben könnten.
So bedrohte AMI beispielsweise den Pulitzer-Preisträger und Weinstein-Enthüller Ronan Farrow. Deswegen kommen solche alten reichen mächtigen Sex-Ekel so lange mit ihren Methoden durch. Wer darüber berichten will, wird brutal eingeschüchtert.
Farrow besitzt aber Rückgrat, ließ sich nicht erpressen, recherchierte weiter und nun sitzt Weinstein hinter Gittern.
Der nächste Fehler unterlief Herrn Pecker, als er glaubte ausgerechnet Jeff Bezos und die ihm gehörenden Washington Post mit Pimmel-Pics zum Schweigen bringen zu können.

Den Unterschied zwischen zwischen Washington Post und National Enquirer erklärte Bill Maher letztes Wochenende sehr anschaulich.


[….] “Jeff Bezos, richest man in the world, owns the Washington Post, which attacks Donald Trump. And the National Enquirer works for Donald Trump… So it’s a real billionaire with a real newspaper against a fake billionaire with a fake newspaper. And the Washington Post’s motto is ‘democracy dies in darkness,’ and the Enquirer’s motto is ‘Jennifer Aniston has twins, but Loni Anderson ate them.’”
That wasn’t all. “So, the Enquirer got hold—last week, did you see these? Oh my God, they’re pretty embarrassing—of texts from Jeff Bezos, showing that he is having an affair with Lauren Sanchez, a TV personality, I don’t know what that means. So, Jeff Bezos said, ‘Hey, the Enquirer did it on the orders of Trump. They’re working for Trump.’ And the Enquirer said, ‘Shut up about that. You shut up about that or we’re going to show everybody your dick. And they’ll know it’s your dick, Jeff Bezos, because under the dick it’ll say, ‘There are some other dicks that you might enjoy…’” [….]

Blöderweise geht nun auch Bezos nach der Methode Farrow vor, veröffentlichte die Drohungen und stellte AMI/Trump bloß.

Nun läuft es nicht mehr so toll für das schlüpfrige Altherren-Duo Pecker-Trump, weil Bezos noch mehr Alpha-Tier ist als Trump. Reicher, sogar viel reicher, stärker, intelligenter, mutiger.
Der Bann ist gebrochen.

[…..]  Das US-Klatschblatt "National Enquirer" hat zuletzt massiv Auflage verloren. Schmierige Storys über Amazon-Chef Jeff Bezos sollten die Verkäufe ankurbeln, das endete im Desaster. Jetzt werden die Finanziers nervös. […..] "Amazon-Boss jagt Verräter von Sex-SMS!", heißt es über einem auffallend kurzen Bericht: Bezos forsche bisher vergeblich, von wem der "Enquirer" die kompromittierenden SMS, die Bezos und seine Freundin austauschten, gesteckt bekommen habe. Möge Bezos nur weiterforschen: "Der 'Enquirer'", heißt es, "äußert sich nicht zu seinen Quellen."
So schnell wendet sich das Blatt: Seit Januar hatte die Supermarktpostille den Skandal auf Dutzenden Seiten ausgebreitet, inklusive Paparazzi-Fotos und schlüpfrigen Zitaten. Nun ist dem "Enquirer" das Thema nur noch zwei Spalten wert.
Seit Bezos - dem auch die regierungskritische "Washington Post" gehört - behauptete, der "Enquirer" habe ihn mit Nacktfotos zu erpressen versucht, um Präsident Donald Trump einen Gefallen zu tun, ist die sonst so selbstsichere Gossip-Redaktion in der Defensive: Die Exklusivstory ging nach hinten los - und plötzlich steht für den "Enquirer" und seinen Verlag American Media Inc. (AMI) viel mehr auf dem Spiel als eine fette Schlagzeile.
[…..] Doch am bedrohlichsten für den "Enquirer": Der Besitzer von AMI, ein Hedgefonds aus New Jersey, wird inzwischen offenbar auch nervös.
[…..] Die wöchentliche Auflage des "Enquirer", die mal bei sechs Millionen lag, verkümmerte 2018 nach Angaben des Fachmagazins "Adweek" auf knapp 218.000 Exemplare: 151.866 seien in 40.000 Supermärkten und 67.000 Drogerien verkauft worden, der Rest seien Abos gewesen.
Der Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtete außerdem, "steile Verluste" und jahrelange "Schuldenexzesse" hätten AMI tief in die roten Zahlen gerissen: Der Verlag sei um mehr als 1,3 Milliarden Dollar verschuldet und auf dem Papier nur noch "minus 203 Millionen Dollar" wert.
[…..]  Der Hedgefonds Chatham Asset Management kaufte 2014 - nachdem AMI auf einen Konkurs zusteuerte - die Mehrheit an dem Verlag. Die restlichen Anteile gingen an Pecker und den Investor Leon Cooperman aus New Jersey, einen einstigen Trump-Vertrauten. […..]

Trump, wie immer auf Kriegsfuß mit der Realität, bescheinigt CNN, der New York Times aber auch der “WaPo” zu scheitern. FALING NYT, failing CNN, failing WP.

Tatsächlich „failen“ AMI und Enquirer.

[….] The Enquirer’s privately held parent company, American Media Inc., lost $72 million for the year ending in March, the records obtained by the AP show. And despite AMI chairman David Pecker’s claims that the Enquirer’s heavy focus on Trump sells papers, the documents show that the Enquirer’s average weekly circulation fell by 18 percent to 265,000 in its 2018 fiscal year from the same period the year before, the greatest percentage loss of any AMI-owned publication. The slide follows the Enquirer’s 15 percent circulation loss for the previous 12 months, a span that included the presidential election. [….]

Ganz anders sieht es im Hause Bezos aus.

 [….] Jeff Bezos, übernahm für 250 Millionen US-Dollar die „Washington Post“ mit sinkendem Umsatz und sinkender Auflage.
Inzwischen ist die „Post“ [….] wieder profitabel, die Reichweite im Netz steigt, und US-Präsident Donald Trump ärgert sich über Enthüllungsartikel. [….]  Nur die Rivalin „New York Times“ hat seit 2013 mehr der begehrten Pulitzer-Journalismuspreise gewonnen. [….] Die Zahl der angestellten Zeitungsjournalisten in den USA ist [….] in den vergangenen zehn Jahren um 45 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Angestellten in Zeitungsredaktionen sei von 71.000 im Jahr 2008 auf 39.000 im Jahr 2017 gesunken. [….]
Anders bei der „Washington Post“. Seit Bezos das Blatt übernommen hat, geht es dort aufwärts – ganz im Gegensatz zu den Prognosen von US-Präsident Donald Trump, der kürzlich twitterte, die „Washington Post“ und die „New York Times“ werde es in sieben Jahren nicht mehr geben. [….] Investigativer Journalismus der Marke „Washington Post“ oder „New York Times“ blüht unter Trump geradezu auf. [….] Die „Washington Post“ übersprang im September vergangenen Jahres die Schallmauer von einer Million Online-Abos. Die „New York Times“ legte im ersten Amtsjahr Trumps bei der Online-Ausgabe nach Darstellung des Pew Research Centers um 42 Prozent zu, das „Wall Street Journal“ demnach um 26 Prozent. [….]

Mittwoch, 13. Februar 2019

Noch was zu tun!


Beer Kavanaugh und Mike Pence arbeiten hart und kontinuierlich an ihrer Diskriminierungsagenda. Als strenge Christen trachten sie danach es Minderheiten und Schwachen nicht nur schwer zu machen, sondern ihnen brutal zu schaden.
Sämtliche Hilfen für LGBTI wurden gestrichen, HIV-Positive aus dem Weißen Haus geworfen und pauschal die Transgender aus der US-Army verbannt.
Nächstes Ziel sind sie gleichgeschlechtliche Ehe und die Abtreibung.

In Deutschland gibt es zwar mit AKK eine bekennende Homophobe und Misogyne als neue starke Frau, aber auch Angela Merkel war gegen die Ehe für alle“ und schärfere Abtreibungsgesetze. Beide Frauen sind aber bei weitem nicht so versessen darauf das durchzusetzen, wie ihre amerikanischen Kollegen.

Die Bürgerrechtsaktivisten in den USA sind sich der Gefahr durch die Administration durchaus bewußt und prangern Homophobie an.
Wenn ein langweiliger Mainstream-Hollywoodstar wie Chris Pratt sich zu einer homophoben Kirche bekennt, gibt es gleich Ärger.

Die Liberalen hatten nur einen fragilen Sieg errungen mit der Ehe für alle. Trumps Wahlsieg zeigt, daß alles zurück gedreht werden kann.

Die Republikaner trauen sich wieder was. Zuletzt ging der Abgeordnete Adonis Porterfield aus West Virginia durch die Presse.

[….] A West Virginia Republican delegate compared gay people to the KKK — and drew ire for making homophobic remarks for the second time last week.
The Charleston Gazette-Mail reported that WV House of Delegates member Eric Porterfield (R-Porterfield) told a reporter Friday morning that the gay community is akin to a hate group.
“The LGBTQ [sic] is a modern day version of the Ku Klux Klan,” Porterfield said, “without wearing hoods with their antics of hate.”
The Republican’s comments came just days after he used the term “f*ggot” in House session and claimed that an anti-LGBT discrimination bill was “bigoted,” “discriminatory” and would somehow hurt gay people.
“The LGBT is the most socialist group in this country,” he said during a House session Wednesday. “They do not protect gays. There are many gays they persecute if they do not line up with their social ideology.” […..]

Nur wenige Tage später legte er nach und witzelte darüber seine Kinder zu ertränken, falls sie homosexuell wären.


Februar 2019

[…..] “Well, I would dress my daughter first, as I would take her for a pedicure, I’d take her to get her nails done, and see if she could swim,” Porterfield, who was elected to the West Virginia House in November, said as he smiled.
“If it was my son, I would probably take him hunting, I would take him fishing, then I’d see if he could swim,” Porterfield, wearing a MAGA hat, replied without hesitation. […..]

In Amerika geht das.
Deswegen wird man nicht aus der Regierungspartei GOP geworfen.
Für CDU-Verhältnisse wäre das allerdings etwas arg. Ich nehme an, die Parteichefin müsste dazu ein wenig rüffeln.

Ich kann die deutsche LGBTI-Szene nicht recht beurteilen, man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege. Aber ich habe den Eindruck, daß dort relative Ruhe eingekehrt ist.
Nach der „Ehe für alle“ glauben sie offensichtlich alles erreicht zu haben und daß ihnen nichts mehr genommen werden kann.

Dabei handelt es sich um eine Ehe für viele, sehr viele, aber gerade nicht „alle“.
Einige werden immer noch diskriminiert, ohne daß es jemand zu stören scheint.

[….] Die etwa 100 000 intersexuellen Menschen in Deutschland sind von dieser Formulierung ausgeschlossen.  Familienrechtsprofessor Dieter Schwab plädiert für die Ehe für wirklich alle, und zwar in folgenden Konstellationen: Mann-Frau, Mann-Mann, Frau-Frau, Mann-Inter, Frau-Inter und Inter-Inter. […..]


Intersexuelle werden immer noch vergessen. 100.000 Menschen, denen aufgrund ihrer Geburt Rechte entzogen werden. Ein Skandal!

[….] Immerhin erfreulich, daß es im Jahr 2017 kurz nach der „Ehe für fast alle“ (einige bleiben weiterhin ausgeschlossen) nicht mehr erneut Jahrhunderte dauerte, bis Intersexuelle auch rechtlich ein eigenes Geschlecht bekamen.

[….] Bei Frauen ist es XX, bei Männern XY. Vanja hatte nur ein X, mehr nicht. Die Ärztin war geschockt.
Vanjas Reaktion? Verwirrt. Erschreckt. Aber auch einen Schritt näher bei sich selbst. "Irgendetwas in mir hat ja gewusst, dass sich da keine Weiblichkeit entwickelt." Nur: Wer oder was war Vanja nun? Die ärztliche Diagnose klang nach Frau mit Defekt, sie könne eben keine Kinder kriegen: "45,X0, numerisch pathologischer Karyotyp mit Monosomie X/Ullrich-Turner-Syndrom". Das ist nur eine der diversen Varianten medizinisch unklarer Geschlechtszuordnung; mal sind es die Gene, mal fehlende Enzyme oder hormonelle Fehlsteuerungen.
 […..]  Die Mediziner empfahlen, Östrogen zu geben, das weibliche Sexualhormon. Vanja sollte doch noch die Kurve zur Frau kriegen.
Letztlich entsprach das einer rigiden Haltung, die sich im 19. Jahrhundert herausgebildet hatte. Davor, etwa im Preußischen Allgemeinen Landrecht von 1794, hatten Betroffene bis zum 18. Lebensjahr das Recht, einen Irrtum der Eltern bei der Geschlechtszuordnung zu korrigieren - das Recht also, das eigene Geschlecht zu wählen, wenn auch nur zwischen zwei Möglichkeiten. Hundert Jahre später wurde aus dem Wahlrecht eine behördliche Zuweisung: Einzutragen war das "wahre Geschlecht" - im Zweifelsfall mussten die Mediziner entscheiden.    Aus diesem Zwang zur Eindeutigkeit sollte sich eine mitunter barbarische Praxis entwickeln. […..]

Woher kommt diese extreme menschliche Bösartigkeit gegenüber völlig unschuldigen Artgenossen?
Offensichtlich aus der tiefen Borniertheit des Denkens.
Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht.
Es kann nicht sein, was sein darf.
Mensch ist zu denkfaul, um die gewohnten sprachlichen maskulin-feminin-Pfade zu verlassen. [….]

Noch viel schlimmer ist aber, daß die Bundesregierung immer noch Geschlechtsoperationen an Säuglingen zulässt.
Wie wir aus dem Genitalverstümmelungssondergesetz für Muslime und Juden wissen, gilt dieser Bundesregierung die physische Integrität eines Kindes wenig.
Die Beschneidung eines männlichen Babys ist gefährlich.
Es droht Gefühlsverlust und eingeschränktes sexuelles Empfinden. Es kommt aber auch zu kompletten Penisverlust und jedes Jahr auch zu einigen Toten, weil Kinder während der Prozedur verbluten.
Die Überlebenden bleiben aber immerhin Jungs.
Bei intersexuell Geborenen werden aber jedes Jahr bis zu 2000 Operationen durchgeführt, die ihnen zwangsweise und irreversibel ein Geschlecht zuordnen, mit dem sie nicht geboren wurden.
Es sind Zwangsgeschlechtsumwandlungen.

(…..) Transsexualität ist nicht etwa eine Modeerscheinung, die von bösartigen Alt-68ern verwirrten Teenagern eingeredet wird, sondern eine biologische Tatsache.
Es gibt kein drittes, also nicht-männliches und nicht-weibliches Geschlecht, weil ultraliberale Richter einer/m Vanja auf den Leim gegangen sind, sondern weil allein in Deutschland knapp 100.000 Menschen so geboren werden.

(…..) Vanja hat sich nicht ausgesucht welches Geschlecht er/sie hat.
Er/sie wurde wie etwa 100.000 weitere Menschen in Deutschland weder als Mann noch als Frau geboren.
Nicht in die biblischen Schablonen zu passen bedeutete über Jahrtausende entweder gleich getötet zu werden oder später gequält zu werden. In den letzten 100 Jahren wurden schon Säuglinge rücksichtslos so operiert, daß sie zwangsweise häufig sterilisiert und immer äußerlich in ein (meist falsches) Geschlecht gezwungen werden.
Das ist zutiefst menschlich, denn Menschen sind abartige, grausame und vorurteilsbeladene Wesen, die das töten und quälen, was sie nicht kennen.
Auch ich erfasste erst vor etwa 20 Jahren bei der Lektüre von und über Del Lagrace Volcano welche unfassbare Grausamkeit heimlich, still und leise an tausenden Kindern jährlich begangen wird. (….)

Ganz offensichtlich ist diese Groko wieder einmal zu schwach, um sich eines Themas anzunehmen, welches die Rechten in CSU und CDU zu sehr in Wallung brächte.

[…..]  Rund 2000 Kinder mit nicht eindeutigen Geschlechtsorganen werden pro Jahr operiert. […..]  Für viele Eltern ist es schwer, sich damit abzufinden, dass ihr Kind kein eindeutiges männliches oder weibliches Geschlechtsorgan hat. Einige entschließen sich daher, ihr Kind kurz n ach der Geburt operieren zu lassen – um ihnen beispielsweise Genitalplastiken einzusetzen oder vorhandene Merkmale umzuformen und somit „eindeutig“ zu machen.
[…..] Immerhin werden pro Tag rund fünf Kinder mit nicht eindeutig zuzuordnendem Geschlecht operiert – und jede Operation kann langwierige Folgen haben.
Hormonbehandlungen können laut medizinischer Studien beispielsweise krank und fettleibig machen, die künstliche Formung von Geschlechtsorganen kann traumatisierend wirken.
Um etwa weibliche Geschlechtsorgane dauerhaft zu formen, werden den Kleinkindern zum Teil Gegenstände eingeführt. Die Folgen können laut Forschern ähnliche traumatische Erfahrungen hervorrufen wie sexueller Missbrauch.
 […..]  Der Deutsche Ethikrat, der als Sachverständigenrat unter anderem in medizinischen Fragen fungiert, lehnt ein […..]  generelles Verbot von geschlechtsangleichenden Operationen ab. […..]  Beim Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) herrscht Unverständnis darüber, dass das Gesetz nicht schon im Dezember zusammen mit der Einführung des dritten Geschlechts im Geburtenregister verabschiedet wurde. „Auf was wartet die Bundesregierung?“, fragt LSVD-Bundesvorstandsmitglied Gabriela Lünsmann.
Auch die deutsche Vertretung der Internationalen Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen (OII), kann nicht nachvollziehen, dass es noch kein Verbot gibt. […..] 

Dienstag, 12. Februar 2019

Stoßrichtungen.


Politisch Rechte und politisch Linke unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer Perspektive.

Rechte setzen sich leidenschaftlich gegen Menschen, gegen Minderheiten, gegen Gruppen ein.
Linke engagieren sich für Menschen, Minderheiten und Schwache.

 [….] Aber anders als es der Bundesinnenminister de Maizière aus Sachsen gestern behauptet hat, sind Linksextreme und Rechtsextreme eben nicht zu vergleichen.
Um es sehr vereinfacht zu sagen:

Linke suchen sich Stärkere als Opfer, weil sie für die Schwachen etwas erreichen wollen.
Rechte suchen sich Schwächere als Opfer, weil sie damit ihr verkrüppeltes Selbstbild aufpeppen wollen. [….]

Rechte hassen allerdings so viele Minderheiten, daß sie bei der Auswahl ihrer Alliierten gelegentlich durcheinander geraten.
Waren deutsche Rechtsextreme früher anti-russisch und pro-amerikanisch, ätzten gegen den pazifistischen Irakkurs der Achse Chirac-Putin-Schröder(rotgrün), kehrte sich das zu Obamas Zeiten um, weil #44 schwarz und vergleichsweise liberal war und Herr Putin immer autoritärer wurde.
Seit #45 müssen die Rechtsextremen schon wieder umdenken, weil Donald Trump all das ausspricht, was ein mieser ostdeutscher Rassist in seinem stillen Kämmerlein denkt.
Hass auf Schwarze, Frauenverachtung, Hetze gegen Flüchtlinge, Wut auf den Islam, Aversionen gegen Schwule, Abscheu vor Liberalen und antisolidarische Raffgier.

Besonders schwierig ist das Verhältnis der Rechtsextremen zu Israel und den Juden. Als geistige Nachfolger des radikal eliminatorischen Antisemitismus der NSdAP hassen Neonazis natürlich grundsätzlich alles Jüdische. Insbesondere können heutige Hobby-Nazis wie Alexander Gauland den Juden niemals Auschwitz verziehen.
Die bloße Existenz Israels erinnert die Möchtegern-Großdeutschen an ihre Schande von 1945. Krieg verloren und nun auch noch international als die „Holocaust-Anstifter“ am Pranger.
Nach Lesart vieler Altnazis sind die Juden in Israel, aber insbesondere die in Deutschland Lebenden ein ewiger Fingerzeig auf die eigenen Missetaten.
Kompliziert wurde es Ende der 1960er Jahre als deutsche Linke sich mit der von Israel unterdrückten PLO solidarisierten und mit Palästinensertüchern herumliefen.
Mit den Linken konnten sich die Rechten nicht gemein machen und so musste der eigene Antisemitismus unterdrückt werden.
Linksextreme, insbesondere die ganz Linksextremen von der RAF arbeiteten sogar mit den arabischen Untergrundarmeen zusammen, hatten aber Mühe sich gleichzeitig von deren antiisraelischen Ansichten zu distanzieren, weil man in Deutschland aus der Opposition gegen die antisemitischen Altnazis entstanden war.
Hanns-Martin Schleyer war schließlich NSDAP-Mitglied und SS-Untersturmführer, seine „linken“ Mörder krochen während des heißen Herbstes von 1977 bei antijüdischen Arabern im Jemen unter.
Schwierige Gemengelage bei den Extremisten.
Heute ist die US-Administration der mit Abstand mächtigste und wichtigste Israel-Unterstützer. Auch die Beziehungen waren bis vor ein paar Jahren abgekühlt, weil Netanjahu ein extrem weit nach rechts gerückter unseriöser Fanatiker ist, den kaum einer der anderen Staatschefs leiden konnte.
Unerhört war insbesondere die dauernde parteiliche Einmischung in innere Angelegenheiten des US-Bürgers Netanjahu, der immer wieder für die Republikaner warb und Obama offen verachtete.

 […] In einem vertraulichen Gespräch mit US-Präsident Barack Obama hat Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy über den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hergezogen. "Ich kann ihn nicht mehr sehen, er ist ein Lügner", soll Sarkozy nach übereinstimmenden Angaben von Mithörern des Gesprächs über Netanjahu gesagt haben. Obama habe ihm geantwortet: "Du bist ihn leid, aber ich habe jeden Tag mit ihm zu tun!" […]

Der nicht eben als Choleriker bekannte US-Präsident kann sich kaum noch zügeln.

Obama schäumt vor Wut über Netanjahu

Willkommen im Kindergarten.

Seit Januar 2017 ist die Welt wieder eine andere, weil Bibi und der wahnsinnige Rassist Donald ein Herz und eine Seele sind.

Zeit auch für die deutschen Rechtsextremen um den Urinduscher, die unablässig antijüdische Verschwörungstheorien über George Soros und Annetta Kahane verbreiten, offiziell auf extrem Israel-freundlichen Kurs umzuschwenken.

David Bergers radikale Xenophobie und sein abgrundtiefer Hass auf Muslime, Ungläubige und Dunkelhäutige lässt ihn sich zum großen Verteidiger der radikalen Likud-Politik aufschwingen. Der Feind meines Feindes ist mein Freund – und wer ist unter arabischen Muslimen unbeliebter als Israel?

Auch bei dieser bizarren Berger-Volte gibt es mehrere noch abstrusere Spins.
So richtet sich seine Hetze gegen Flüchtlinge in Deutschland.
Dabei sind keineswegs alle Flüchtlinge Muslime. Dank der Israelischen und amerikanischen Politik sind die beiden wichtigsten Beschützer der christlichen Minderheiten im Nahen Osten – Saddam Hussein und Baschar Hafiz al-Assad – tot, bzw geschwächt.
Die rechtextremen Muslim-Hasser und Christen-Fanatiker haben also dazu beigetragen, daß über eine Million Christen in Syrien und im Irak nun Freiwild sind.


Eine besondere Perfidie der PiPi-Blogger von Rechtsaußen besteht darin muslimische Flüchtlinge mit Islamisten gleichzusetzen, dabei sind diese ja ganz im Gegenteil Opfer der Islamisten. Sie flohen vor dem Kalifats- und Al Kaida-Terror.
Der arme irre Katholiban Berger schafft aber eine weitere Umdrehung des Wahnsinns, indem er den tödlichen Schwulenhass seiner Kirche ebenfalls den Linken und Muslimen andichtet.


Immer wieder behauptet er, nur die AfD und andere Nazis setzten sich für Juden und Schwule ein, während die Linksgrünversifften als Islam-Anhänger homophob und antisemitisch agierten.


NSDAP als Vorkämpferin für Juden- und Homo-Rechte.
Dagegen stünden Grüne und Linke, die zur Gewalt gegen Queere beitrügen.

So ist das mit den Rechtsradikalen von 2019.
Die Stoßrichtung geht immer noch gegen Schwache. Immer auf die, die ohnehin schon ganz unten stehen.


Aber dabei werden die erstaunlichsten Polit-Pirouetten dargeboten.
Wir kennen das schon von Erika Steinbach, die einst entdeckte, daß Hitler und die Nazis Sozialisten, also links und nicht etwa rechts waren.


Im Berger-Hirn ist der Wahnsinn aber auf ein Steinbach100 Niveau emporgeschossen.