Donald
Trump konnte bisher nur sagen, daß er Amerika „great again“ machen will. Dann
würden alle Amerikaner reicher und zwar viel, viel reicher werden und außerdem
völlig sicher leben.
Wie er
das machen will, konnte Trump bisher nicht sagen, denn er war mit Wichtigerem
beschäftigt.
Zum
Beispiel mußte der die Nation über die Größe seiner Genitalien aufklären.
Donald Trump assured American voters Thursday night that despite what
Marco Rubio had suggested, there was "no problem" with the size of
his hands -- or anything else. "Look
at those hands, are they small hands?"the front-runner
for the GOP presidential nomination said, raising them for viewers to see.
"And, he referred to my hands -- 'if they're small, something else must be
small.' I guarantee you there's no problem. I guarantee."
Rubio in recent days revived a decades-old old insult, mocking Trump for
having relatively slight hands. [….]
Die
verdammten linke Ökos und Homoperversen scheinen Trump unerklärlicherweise
nicht zu glauben, daß er einen ordentlichen Johnny zwischen den Beinen hat.
Sie
stellen unfreundliche Schrumpf-Phallus-Skulpturen her.
Offenbar
gibt es Grund für diese Vermutungen.
Schon
das seriöse Recherchepool „The Onion“ hatte im Jahr 2012 geleakt, wie
unglücklich Trump mit seinen Schrumpelklöten und dem Mini-Cocktailwürstchen
ist.
[….] At this point, Trump is purported to have
released the heavily crinkled pouch and sighed deeply.
"What the hell happened?" said Trump, who appeared to receive
no reassurance by swiveling and viewing his shrunken penis in profile. "It's
just…dead."[….]
Trumps
scrotum-struggle beschäftigt den hochverschuldeten Orangefarbigen offenbar seit
Jahren so sehr, daß er alles versucht, um seine Malaise über zu kompensieren.
In
Lichte dieser Angelegenheit wird auch verständlich wieso er Angela Merkel und Hillary
Clinton so sehr verachtet – beide verfügen angeblich über gar keinen Penis.
Sex zwischen
Staatsoberhäuptern ist vermutlich keine reine Privatsache, aber es widerstrebt
mir dennoch mich über Trumps Fellatio-Künste zu äußern.
Vermutlich
ist es aber besser den russischen Präsidenten gelegentlich oral zu befriedigen,
als ihn wie in den Jahren zuvor immer nur auszuschließen und zu verunglimpfen.
Die gegenwärtige Zusammenarbeit Lawrow-Kerry zeigt klar, daß einige der ganz großen Krisen der
Welt nur zu lösen sind, wenn sich die beiden ganz großen Player, Russland und
Amerika, an einen Tisch setzen.
Barack
Obama kann seine Antipathie gegenüber Putin kaum unterdrücken. Er mag den
Russen wirklich nicht und zeigt ihm seit Jahren die kalte Schulter.
Politisch
ist das nicht sinnvoll, weil es keine Rolle spielt, ob man Putin sympathisch
findet oder nicht.
Er ist
der Präsident, er ist mächtig und ohne ihn geht es nicht.
Man muß
sich ihm ja nicht zu Füßen werfen wie es Angela Merkel gegenüber Erdogan tut,
aber mal schnell einen blasen?
Die
GroKo ließ sich nicht lumpen und antwortete am 30.05.2016 klar.
[…..]
Als NATO-Bündnispartner leistet die
Türkei in enger Nachbarschaft zu den Konfliktregionen des NahenundMittlerenOsteneinensubstanziellen Beitragzurbündnisgemeinsamen Verteidigung. Darüber hinaus ist die Türkei ein
wichtiger Partner Deutschlands in Bereichen wie der Terrorismusbekämpfung und
der kontrollierten Migration. Insofern hat die Bundesregierung Interesse an
einer engen Zusammenarbeit mit der Türkei auf oben genannten Feldern und geht
davon aus, dass dies die rechtsstaatliche und demokratische Entwicklung des
Landes grundsätzlich befördert. [….]
Ja, man
werde weiterhin Waffen an den NATO-Partner liefern, so wie auch schon in den
zehn Jahren zuvor laut der CAAT-Datenbank für über zwei
Milliarden Euro deutsche Waffen in die Türkei geliefert wurden. Sprengkörper
für 120,5 Mio, Munition für 76,8 Mio oder auch Kleinwaffen für 25 Mio gingen an
Erdogans Armee.
Jahrelang
hatte die Türkei dem Treiben des IS zugesehen, sogar verletzte IS-Kämpfer über
die Grenze gelassen.
Der IS
metzelte schließlich die kurdischen Peschmerga nieder und den Friedensprozess
mit den Kurden hatte Erdogan im Juni 2015 einseitig aufgekündigt.
Daß
kurdische Abgeordnete in das türkische Parlament gewählt wurden, kann der
Präsident nicht ertragen.
[…..]
Der Rubikon ist überschritten – das ist
die Schlussfolgerung vieler Beobachter in der Türkei nach dem Parlamentsvotum
für die Strafverfolgung der Abgeordneten aus der Kurdenpartei HDP. „Im
türkischen Parlament gibt es keinen Platz für jene, die eine kurdische
Identität vertreten“, bilanzierte der Kolumnist Ergun Babahan am Samstag in der
Zeitung „Ögür Düsünce“ resigniert. Gleichzeitig sieht sich Präsident Recep
Tayyip Erdogan in seinem allumfassenden Machtanspruch gestärkt. Sein Ziel einer
Präsidialherrschaft rückt näher. „Überall ist nur noch Dunkelheit“, schrieb
Babahans Kollege Yalcin Dogan in einem Beitrag für die Online-Plattform T24.
[….]
Da die
kurdischen Peschmerga die einzige Kraft innerhalb Syriens und des Iraks
sind, die sich gegen das Kalifat behaupten, die sogar die Myriaden unmittelbar
vor der Abschlachtung stehenden Jesiden retteten, unterstützen sie westliche
Länder mit Waffenlieferungen.
Vorn
dabei unsere allseits beliebte Kriegsministerin und mögliche
Merkel-Nachfolgerin Ursula von der Leyen.
Im
Herbst 2014 hatte sie das erste mal rund 16.000 Maschinen- und Sturmgewehre
samt Munition, panzerbrechende Lenkraketen und Handgranaten geliefert. Und sie
legte nach.
[….]
Im vergangenen Herbst gab es drei
Lieferungen, in diesem Jahr bisher vier, die letzte im Juli. Unter anderem
Panzerabwehrraketen, Handgranaten, Sturmgewehre und Maschinengewehre mit insgesamt
mehr als 13 Millionen Schuss Munition. Gesamtwert etwa 60 Millionen Euro. [….]
Die Kurden im Nordirak
erhalten weitere Waffen aus Deutschland für ihren Kampf gegen die
Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Im zweiten Halbjahr sollen 200
Panzerabwehrraketen vom Typ "Milan", 4000 G36-Sturmgewehre, sechs
Millionen Schuss Munition sowie fünf gepanzerte Fahrzeuge vom Typ
"Dingo" geliefert werden.
[….]
Insgesamt umfassten die bisherigen Lieferungen
1800 Tonnen Waffen und Ausrüstung. Die Peschmerga haben vor allem an den
"Milan"-Raketen großes Interesse, weil damit "fahrende
Bomben" - mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge - abgeschossen werden können.
Großzügig
beliefert Deutschland also Türken und Kurden mit Waffen.
Zwei
Parteien, die nun erbittert gegeneinander Krieg führen.
[….]
Der offizielle Vorwand war natürlich, den
IS zu bekämpfen. De facto ging es meines Erachtens nach aber vor allem darum,
die syrischen Kurden zurückzudrängen. Die kurdischen Verbände in Nordsyrien
hatten es in den vergangenen Wochen geschafft, durch die Eroberung der Stadt
Manbidsch ihr Machtgebiet nach Westen auszudehnen. Aus türkischer Sicht ist das
Problem dabei, dass die Kurden mit der Einnahme von Dscharablus ein
zusammenhängendes Herrschaftsgebiet direkt südlich der türkischen Grenze
aufbauen - und das wollte Ankara nicht akzeptieren. [….]
Erst
rüstet Deutschland die türkische Armee auf, dann liefert Foto-Uschi Waffen
direkt an die Peschmerga in Syrien und nun sehen wir zu wie sie sich mit den
deutschen Waffen gegenseitig abknallen.
Da
entsteht bald wieder Bedarf.
[….]
Die Türkei hat offenbar begonnen,
kurdische Stellungen in Syrien anzugreifen. Die Offensive soll andauern, bis
sich die Kurden zurückziehen.
Die türkische
Artillerie hat nach Berichten von türkischen Staatsmedien Stellungen der Kurden
im Norden von Syrien bombardiert. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu
berichtete, begannen die Streitkräfte ihre Angriffe auf Kämpfer der kurdischen
Partei der Demokratischen Union (PYD), nachdem Geheimdiensterkenntnisse gezeigt
hätten, dass sie sich nicht wie angenommen zurückzogen.Anadolu zitierte Vertreter aus
Sicherheitskreisen mit den Worten, die Angriffe würden so lange andauern, bis
die kurdischen Milizen ihren Vormarsch stoppten. Demnach nahmen PYD-Kräfte seit
Mittwoch sieben Dörfer ein. [….]
Milliarden
verdienen, indem man beide Kriegsparteien aufrüstet, ist moralisch so
verwerflich, daß das eigentlich nur Ferengi als Geschäftsmodell praktizieren
ohne rot zu werden.
Und eben
Angela Merkels Regierung, die sich dabei auf ein bestimmtes Leitbild stützt.
Freiheit, Solidarität
und Gerechtigkeit - das sind die Grundwerte der CDU, die sich aus dem christlichen Menschenbild ableiten. Sie sind auch
Richtschnur meines Handelns. Der Mensch mit seiner unveräußerlichen Würde und
Einzigartigkeit muss im Mittelpunkt der Politik stehen.
Die
britische Regierungschefin May urlaubt in der Schweiz. In London hält Boris
Johnson die Stellung. Der Irre ist als ranghöchster Minister in charge.
May und
ihre Leute lassen es ruhig angehen.
War da
nicht was?
Ach ja,
der Brexit. Das ist jetzt neun Wochen her und keiner der europafeindlichen Konservativen
in der englischen Regierung hat die geringste Ahnung wie man den Austritt aus
der EU bewerkstelligen soll.
Teresa
May denkt gar nicht daran den Austrittsprozess nach Artikel 50 zu beginnen und
läßt damit die EU-Größen Schulz und Juncker, die dies gefordert hatten mal wieder
am ausgetreckten Arm verhungern.
Sicher
ist nur eins: Die britische Wirtschaft trudelt bergab. Es wird nicht mehr
investiert, die Immobilienpreise sinken, das Pfund verliert an Wert und
insbesondere bei Londons Bankern geht die Angst um, weil eine Menge
internationaler Geldinstitute das Land verlassen müssen, wenn England nicht
mehr als Zugang zum EU-Finanzmarkt fungieren kann.
Mays
Regierung ist auf Merkel-Kurs: Zaudern, zögern, Zeit lassen.
Das
gefällt der rechtsradikalen Pest und der verlogenen Murdoch-Presse gar nicht.
Sie machen umso stärker Stimmung gegen Ausländer.
Das englische
Revolverblatt Daily Express nennt sich auf seiner Titelseite recht unbescheiden
"Die beste Zeitung der Welt". Als solche sieht es seine vornehmliche
Aufgabe darin, den unverzüglichen Austritt aus der EU zu fordern und Stimmung
gegen in Großbritannien lebende EU-Bürger zu machen. Ende der vergangenen Woche
verkündete der Express in großen Lettern, dass 2,2 Millionen Menschen im
Vereinigten Königreich arbeiteten, die vom europäischen Kontinent stammen.
Diese Zahl sei "schockierend", befand das Blatt, und wies darauf hin,
dass fast eine Million dieser Arbeiter aus "acht vormals kommunistischen
Staaten" stamme.
Was das Blatt macht,
ist offensichtlich: Es insinuiert, dass es schlecht ist, dass diese Menschen in
Großbritannien leben, obwohl sie dort Steuern zahlen. Die Folge dieser Art von
Berichterstattung ist unter anderem, dass fremdenfeindliche Übergriffe auf der
Insel seit dem Votum gegen die EU-Mitgliedschaft laut Polizeiangaben um 57
Prozent zugenommen haben.
[…..]
Die
Rechten fühlen sich stark. Endlich kann man die Ausländer alle rausschmeißen.
Weg mit denen.
Vergessen
wird dabei aber, daß auch mindestens 1,2 Millionen Briten in anderen EU-Ländern
leben. Trumpsche Ausweisungsdelikte aus Großbritannien könnten die anderen
EU-Länder also mit gleicher Münze heimzahlen.
Man muß
also irgendwie einen Modus Vivendi finden und dabei sitzt die EU am längeren
Hebel. Die EU kann zwar schlecht ohne GB, aber GB kann noch viel schlechter
ohne die EU.
Nigel Farage,
Freund der Rechtsradikalen in aller Welt, hatte sich direkt nach dem
Austrittsreferendum vom 23.06.2016 abgesetzt. Die Suppe, die er einbrockte, mag
er nicht auslöffeln.
Was Farage jetzt macht?
Brüssel-hassende
Torys hatten den Eindruck erweckt man könne ja einfach so am EU-Wirtschaftsraum
teilnehmen, ohne EU-Mitglied zu sein. Die Segnungen Europas genießen, aber die
Pflichten ablehnen. Vorbild Norwegen.
Dieser
Plan wird aber nicht klappen, da mit Norwegen auch Niederlassungsfreiheit
vereinbart wurde.
Norwegen
muß zudem alle Zahlungen an Brüssel leisten, die es als EU-Mitglied auch
beitragen müßte.
England
könnte nach diesem Modell also bestenfalls erreichen genauso viel wie vorher an
Brüssel zu zahlen, genauso viele EU-Ausländer aufnehmen zu müssen wie bisher,
dafür aber alle Mitspracherechte verlieren.
Aber das
ist Bestcase-Szenario.
Erforderlich
ist dazu nicht nur das OK der EU, sondern auch ein einstimmiges Votum der
anderen Efta- und EWR-Länder. Die denken aber gar nicht dran.
Würde
nämlich England Teil des EWR, wären Norwegen, Island und Liechtenstein aufgrund
des Einstimmigkeitsprinzips zukünftig immer auf Englands „Ja“ angewiesen und
wie egoistisch die Londoner Regierung gegenüber den anderen Europäern denkt,
wurde am 23.06.16 eindrucksvoll bewiesen. Wieso sollten sich die vier Kleinen
das böse England ins Boot holen?
[….]
Norwegen ist Mitglied in der Europäischen
Freihandelsassoziation (Efta), ebenso wie Island, Liechtenstein und die
Schweiz. Aus der 1960 gegründeten Organisation waren im Lauf der Zeit sechs
Mitglieder zur Europäischen Gemeinschaft gewechselt, Großbritannien 1973. Die
verbliebenen Efta-Staaten wurden in den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
integriert, mit Ausnahme der Schweiz, die ihr Verhältnis zur EU in bilateralen
Verträgen regelt. Norwegen zahlt Beiträge an die Union und setzt die meisten
Brüsseler Entscheidungen in nationales Recht um: Auf norwegischen
Zigarettenpackungen stehen die von Brüssel vorgegeben Warnungen, und das Land
steht EU-Bürgern genauso offen wie jeder Mitgliedstaat. Nur mitentscheiden darf
Norwegen nicht.
Der Gedanke,
Großbritannien könnte in die Efta zurückkehren, stößt in Oslo auf gemischte
Gefühle. "Es ist nicht sicher, dass es gut wäre, ein großes Land in eine
solche Organisation zu lassen", sagte EU-Ministerin Elisabeth Vik Aspaker
der norwegischen Tageszeitung Aftenposten. "Es würde die Balance
verschieben, was nicht unbedingt in Norwegens Interesse ist." Über neue
Mitglieder entscheidet die Efta einstimmig. Norwegen wäre es theoretisch
möglich, einen Beitritt zu blockieren.
[….]
In der
Woche nach dem „Brexit-Votum“ lachte der Rest Europas über verblödete britische
Wähler, die ein zweites Referendum verlangten, weil sie beim ersten mal gar
nicht gewußt hätten worüber sie abstimmten.
Erstaunlich
ist aber im Fall Großbritanniens, daß auch die Toppolitiker, die für den Brexit
warben, die auch jetzt dafür zuständig sind, nicht nur keine Idee haben wie das
Vorhaben umgesetzt werden soll, sondern immer noch fehlinformiert sind.
Die Briten haben nicht
einmal den Ansatz eines Planes für den Brexit
[….]
Tatsächlich aber weiß niemand, was der
Brexit bedeutet, und es wird immer deutlicher, dass die EU-Gegner nicht einmal
den Ansatz eines Plans hatten, was im Falle eines Votums für den Austritt zu
tun wäre. Der äußerst EU-kritische Brexit-Minister David Davis glaubte allen
Ernstes eine Weile, man könne nach dem Austritt mit den meisten Staaten auf dem
Kontinent bilaterale Handelsabkommen schließen. Er übersah, dass die meisten
dieser Staaten solche Abkommen gemeinsam unterschreiben, als Block, weil sie in
einer Organisation namens EU zusammengeschlossen sind. Hätte man Davis das in
Ruhe erklärt, wer weiß: Vielleicht hätte er sich erkundigt, ob man diesem Block
nicht beitreten könnte.
Die
Austrittsverhandlungen beginnen erst, wenn die Briten Brüssel gemäß Artikel 50
des EU-Vertrags darüber informieren, dass sie die Union verlassen wollen. Da
jedoch das Ausmaß der Planlosigkeit immer deutlicher wird, hat Theresa May kein
Interesse daran, das allzu bald zu tun. Zum einen fehlt es an Verhandlern, zum
anderen ist nicht klar, worüber im Detail verhandelt werden soll.
[….]
Das Thema ist, gelinde gesagt, komplex,
und viele EU-Gegner reagieren darauf mit Trotz. Teile der EU-kritischen Presse
fordern, man solle einfach jetzt und sofort und ohne Verhandlungen austreten.
Das könne ja wohl nicht so schwierig sein. Das ist in der Verkennung der
Realität beinahe rührend dämlich, und es könnte auch ziemlich witzig sein, wenn
es nicht diese Blätter gewesen wären, die in jahrelanger Hetze gegen die EU mit
Lügen und Propaganda den Nährboden für den Austritt bereitet hätten.
Dass das Pfund
gefallen ist, dass die Zentralbank aus Angst vor einer Rezession den Leitzins
auf ein historisches Tief herabstufte und die Wachstumsprognose deutlich senkte,
dass am Finanzplatz London die Stimmung beispiellos mies ist, ficht die
EU-Gegner nicht an. [….]
Aufgrund
der eigenen Totalinkompetenz bleibt den regierenden Torys nur das ewige
Aussitzen.
Ausbaden
müssen das Politversagen unter anderem die EU-Bürger in England, die aus Frust
über den nichts durchgeführten Brexit zunehmende dem Hass des rechten Pöbels
ausgesetzt sind.
Die
schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon wird allerdings genauso wenig wie
die Kollegen in Nordirland abwarten, sondern ihre Unabhängigkeitsbestrebungen
weiter verfolgen.
Das
hässliche Gesicht Englands erlebt sie deutlicher denn je.
[….]
In Sturgeons Fragestunde meldete sich
schließlich die Italienerin Caroline Magoha. Sie erzählte unter Tränen, dass
sie seit dem Brexit-Votum auf halbgepackten Taschen sitze. Ihr Sohn sei in der
Schule als Schmarotzer beschimpft worden. Vielen im Saal wurde in diesem Moment
erst bewusst, was das Votum für den Brexit emotional für die im Land lebenden
EU-Bürger bedeutet. Sturgeon sagte, dies breche ihr das Herz. [….]
Wenn
sich ausgerechnet die CSU, die sich bis heute massiv gegen die rechtliche
Gleichstellung von Schwulen wehrt, Toleranz gegenüber Homosexueller einfordert,
weil sie damit ihre Islamophobie bedient, stinkt es.
Es
stinkt, wenn ausgerechnet die Parteien des Bundestages, die sich bis heute
hartnäckig gegen Frauenquoten und „equal pay“ sperren, nun mit Gesetzen auf die
drei Burka-Trägerinnen Deutschlands
reagieren.
Im Namen
der Frauenrechte, ja ja.
Familien
auseinanderreißen, indem der Familiennachzug verboten wird und Frauen in
Mittelmeer ersaufen lassen stört nicht weiter, aber wehe eine von denen
überlebt und trägt dann bei uns einen Niqab!
Jetzt
ist das Hamburger Abendblatt, neues konservatives Flaggschiff der
Funke-Mediengruppe total durchgedreht.
Back to
the 1950s.
Mit der
Bildunterschrift „Eine junge Frau liegt traurig im Bett und schaut auf eine
Kerze (Symbolbild)“ illustriert es einen Artikel über den hohen Anteil von
Singlehaushalten in Hamburg.
Klar,
eine Frau, die keinen Mann abbekommt, hat ihren Lebenssinn verfehlt und muß
daher in Depressionen versinken.
(HH Abla Bebilderung zum Thema Singles in Hamburg)
Das
Abendblatt erklärt die Sinnlosigkeit eines Lebens ohne „einen starken Mann“ am
Beispiel „Anna“.
Sie kam vor vier
Jahren nach Hamburg, vor allem für einen neuen Job – aber auch mit der
Hoffnung, hier den Mann fürs Leben zu finden. So viele Bars und Clubs, Musik-
und Kulturevents, so viele Gelegenheiten – müsste da nicht früher oder später ein
Typ auftauchen, der ihren Vorstellungen entspricht? Ein Gentleman alter Schule,
respektvoll, mit beiden Beinen im Leben stehend, ein "starker Mann",
wie sie sagt. Und müsste dann nicht früher oder später auch ihr das Glück
widerfahren, dass es dann funkt zwischen ihr und einem solchen Mann?
Nun, nach mehr als
einem Dutzend Dates, ist Anna ernüchtert. […..]
Das
Statistikamt Nord beziffert die 2015 in Hamburg Alleinstehenden auf rund
560.000.
Aus
Abendblatt-Perspektive ist das wie folgt zu deuten:
Zu den Alleinstehenden gehören bedauernswerte Witwen, die ihre Ehemänner verloren
haben, unverheiratete Frauen, die darüber verzweifeln, daß sie noch keinen
passenden Ernährer und Beschützer gefunden haben und schließlich auch männliche
Singles, die sich amüsieren.
Klar,
denn ein unverheirateter Mann ist glücklich allein und führt ein schönes
Leben ohne Verantwortung übernehmen zu müssen.
Das Problem aus [Annas]Sicht: "Seitdem ich in
Hamburg bin, treffe ich vor allem Männer, die sehr unentschlossen sind und
keine feste Bindung eingehen wollen. Die genießen ihre Freiheit." […..]
Frauen
können sich natürlich nicht amüsieren und nicht ihre Freiheit genießen.
Wenn
Frauen allein leben, womöglich sogar ein Kind erziehen, ist das für die
hilflosen, dummen Dinger ein Trauma, das sie „bewältigen“ müssen.
Immerhin
könnten sie dabei auf die schlimmen Erfahrungen ihrer Mütter zurückgreifen, die
teilweise auch schon ohne die Befehle eines Familienoberhauptes auskommen
mußten – das folgert Hasse aus den Erkenntnissen des Heidelberger Soziologen
Jan Eckard.
Dass Frauen immer
öfter ohne Partner leben, liegt dem Soziologen zufolge teilweise auch an der
immer häufigeren Erfahrung, als Kind einer alleinerziehenden Mutter
aufzuwachsen. Dabei könnten Frau die Bewältigungsstrategien ihrer allein
lebenden Mütter lernen und seien deshalb gut auf ein Leben ohne Partner
vorbereitet. [….]
Da gab
es noch keine Scheidungen, weil das schwache Geschlecht ohne Mann finanziell gar
nicht überleben konnte. Alleinerziehenden wurden die Kinder weggenommen und zu
Hunderttausenden in Kirchliche Heime gesteckt, um dort geschlagen und
vergewaltigt zu werden.
Da
blieben Frauen lieber bei ihrem Mann, der sie
schlug und vergewaltigte.
Heute
gibt es Sozialhilfen für Frauen, Frauenhäuser, Schläge und Vergewaltigungen
werden gerichtlich geahndet, Frauen dürfen arbeiten was sie wollen und ihr
eigenes Bankkonto haben.
Eine der
daraus folgenden Konsequenzen ist die, daß frau eine miese Ehe nicht mehr
weiterführen muß.
Eine
andere Konsequenz ist der Abbau des Stigmas unverheiratet zu sein.
Frau und
Mann müssen sich eigentlich nicht mehr dafür rechtfertigen, wenn nicht direkt
nach der Schule heiraten, wenn sie gerne Single bleiben, oder wenn sie ganz andere Formen der Gemeinschaft finden.
Paare
ziehen vielleicht unverheiratet Kinder groß, Liebende leben in verschiedenen
Wohnungen, Singles erweitern ihre Freundeskreise zu dem was früher Familien
waren. Der Vorteil ist, daß man seine Freunde aussuchen kann; die Familie
nicht.
Es ist
ein längst überholter Mythos, daß Singles verantwortungsloser wären.
Man
kümmert sich gegenseitig.
Und
jeder, der wie ich längere Zeit auf Palliativ- und Intensivstationen zu tun
hatte, weiß daß Alte und Kranke am meisten von ihren unverheirateten Kindern
und Freunden umsorgt werden, weil die Söhne und Töchter, die selbst fünf Blagen
haben, ihren Fokus auf die eigene Brut richten.
Die
Möglichkeit zu haben als Single zu leben, sich scheiden lassen zu können, einem
persönlichen Lebensmodell zu frönen, ist eine ausgesprochen gute Sache.
Nur beim
Abendblatt ist das noch nicht angekommen.