Samstag, 2. April 2022

Die Hepatitisgelben und ihre Liebe zur Autolobby

Das war schon etwas suboptimal, wie hartnäckig der deutsche Urnenpöbel 16 Jahren lang in Inkarnation der Beharrungskraft ins Kanzleramt wählte, die mit stoischer Geduld Maßnahmen Umsteuerung auf erneuerbare Energien blockierte, jedes Mal sofort in Brüssel intervenierte, wenn Reglungen gegen deutsche spritschluckende PS-Monster geplant wurden.

Nun benötigen wir 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr und stehen ohne Lieferungen aus Russland vor dem ökonomischen Kollaps.

Unheimlich schlau war es auch von Merkels Wirtschaftsminister drei der fünf größten deutschen Raffinerien in die Hände des russischen Staates zu geben.

Ein Treppenwitz der Geschichte, daß ausgerechnet ein Grüner Nachfolger nun auf Betteltour durch die noch menschenrechtsantagonistischeren Golfmonarchien tourte, um bei ihnen Ersatzgas zu besorgen.

Ausgerechnet bei den Despoten in Katar einzukaufen, ist der nächste Treppenwitz der Geschichte, denn die Frauen und Schwulen in Katar können nur davon träumen, so viele Rechte wie in Russland zu genießen.

Außerdem ist Katar ein glühender Unterstützer des Saudischen Angriffskrieges auf den Jemen. Dort starben bisher 370.000 Menschen, Millionen droht der Hungertot.

Robert Habeck muss man allerdings einiges zu Gute halten: Er hat die Miesere nicht angerichtet und er sagt ehrlich, wie schlecht die Entscheidung ist, aber außer seiner Sicht derzeit aus Mangel an Alternativen notwendig und immerhin etwas weniger schlecht, als Putins Gas zu kaufen.

Es ist ja wahr: Wir brauchen immer noch sehr viel Erdgas, also eine ökologisch sehr schlechte Energiequelle. Russisches Gas per Pipeline (Nordstream 2) ist von dieser ökologisch miserablen Methode immerhin noch die am wenigsten Miserable. Alternative Lieferanten sind ökologisch noch schlimmer.

Diese extreme deutsche Erdgas-Abhängigkeit, die uns 16 Jahre CDU-Regierung hinterlassen hat, ist so hanebüchen, daß der aktuelle deutsche Vizekanzler beim Umschichten der Bezugsquellen nur sehr kurzfristige „Lösungen“ anbietet.

Der einzige echte Ausweg ist und bleibt, weniger Gas zu importieren.

Das geht, indem wir ohne die auf der Bremse stehende CDU/CSU mit höchstem Tempo die erneuerbaren Energien ausbauen. Dafür müssen natürlich die Putin-freundlichen Windkraft-Verhinderungsregelungen in Bayern fallen.

Gleichzeitig ist jeder einzelne von uns angehalten, auf Gas und Öl basierende Produkte zu meiden. Die Einsparmöglichkeiten von Privatleuten (heizen, Autofahren, Reisen, Fleischkonsum) werden jeden Tag in der Presse durchdekliniert. Die größten Ressourcenfresser – Kinder und Haustiere – gehören aber zu den großen deutschen Tabus und werden nicht als die Umweltpest bezeichnet, die sie sind.

Es gibt tatsächlich aber auch Maßnahmen, die von eben auf jetzt den Verbrauch fossiler Brennstoffe in Deutschland reduzieren würden. Das Beste: Diese Maßnahmen kosten nichts und sind ohne komplizierte Gesetzespakete umsetzbar.  Tempolimits, autofreie Sonntage oder Verbot innerdeutscher Flüge.

Jede auch nur halbwegs rationale Regierung würde diese Anordnungen als erstes erlassen.

[….] Greenpeace-Verkehrsexperte Tobias Austrup sagte: "Es kann nicht sein, dass in der fünften Kriegswoche das Gewohnheitsrecht von Autobahnrasern für die FDP noch immer wichtiger ist als der einfachste und schnellste Schritt weg von russischem Öl." Deutschland dürfe sich nicht länger von der FDP in "fossile Geiselhaft" nehmen lassen. Ein Tempolimit sei sofort umzusetzen und schränke niemanden unverhältnismäßig ein. Das Umweltbundesamt (UBA) hatte vor drei Wochen verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, um deutlich sparsamer mit Energie umzugehen. Private Haushalte könnten die Heizung etwas runter drehen, einen wassersparenden Duschkopf einbauen - und weniger und vor allem langsamer mit dem Auto fahren. Verringerten die Autofahrer die Geschwindigkeit auf Autobahnen auf maximal 100 Kilometer pro Stunde und auf 80 km/h auf Straßen außerorts, spare das rund 2,1 Milliarden Liter fossilen Kraftstoff ein - selbst wenn man davon ausgehe, dass sich nicht alle daran halten und Einzelne schneller unterwegs sind. Das spare immerhin sofort rund 3,8 Prozent des im Verkehrssektor verbrauchten Kraftstoffs.  [….]

(dpa, 31.03.2022)

Unglücklicherweise kann man nur zwei der drei Ampelparteien als „vernünftig“ bezeichnen. Die FDP hingegen wird von irrationalen ideologischen Verrenkungen getrieben und nimmt dafür wie auch bei ihrem destruktiven Covidioten-Kurs gern Tote in Kauf.

[….] Die Bundesregierung hat Maßnahmen zum Energiesparen beschlossen. Ein Tempolimit ist - wieder einmal - nicht dabei. Die FDP blockiert. Und das, obwohl das Tempolimit einfach umsetzbar und gut fürs Klima wäre. Es könnte auch die Abhängigkeit von russischen Öl-Importen reduzieren.  […..]

(Monitor, 25.0.2022)

Dem passionierten Porschefahrer und vor toxischer Männlichkeit strotzendem Christian Lindner sind rationale Maßnahmen so zuwider, daß er noch nicht einmal drüber sprechen will.

[….] Lindner will nicht über Tempolimits und Fleischkonsum diskutieren! Steigende Preise und knappe Ressourcen haben Debatten über einen nachhaltigeren Konsum angeheizt. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will sich nicht daran beteiligen – und verspricht stattdessen neue Hilfen für Unternehmen.  [….]

(Spon, 02.04.2022)

Immerhin ist der Finanzminister darin konsequent, immer nur für das Wohl der Wohlhabenden zu sorgen.

Außerdem kann er sich auf seinen Assistenten Volker Wissing verlassen.

Der Verkehrsminister erläutert dieses Wochenende in einer Interviewkaskade, wieso das Tempolimit auf Autobahnen gar nicht kommen könnte, selbst wenn die FDP sich nicht mehr sperrte: Wir haben gar nicht genügend Verkehrsschilder!

[….] Wissing: [Das Tempolimit] ist eine Maßnahme, die äußerst umstritten ist und die auch sehr stark spaltet. Es bringt nichts, das immer wieder zu diskutieren. Das treibt einen Keil in die Gesellschaft.

MOPO: Wir haben gar nicht den Eindruck, dass ein Tempolimit die Gesellschaft so extrem fordern würde. Ist es im Vergleich nicht eher ein mildes Mittel mit klarer Einsparwirkung?

Wissing: Ich halte nichts davon, es vorübergehend einzuführen. Das ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Man müsste entsprechende Schilder aufstellen, wenn man das für drei Monate macht, und dann wieder abbauen. So viele Schilder haben wir gar nicht auf Lager.  […]

(Mopo, 02.04.2022)

Nein, das erschien nicht am 01.April! Um jede Widerrede gleich zu kontern, präsentiert der Hepatitisgelbe gleich eine Nachfolgeargument:
Wenn wir die Tempolimit-Schilder, die wir gar nicht haben, doch an den Autobahnen aufstellten und dann nach drei Monaten die Tempolimits wieder aufheben, haben wir furchtbar viele Schilder umsonst hergestellt – und das wäre dann ja auch wieder Ressourcenverschwendung!

Impudenz des Monats März 2022

Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.

Auch in Hamburg sieht man jetzt öfter Autos mit einem „UA“-Kennzeichen und hört Ukrainisch im Supermarkt.  Wir sind noch ganz in der Anfangsphase. Wie im Spätsommer 2015 oder im November 1989, als Deutschland Verständnis für die Fluchtursachen hatte und die Syrer/Afghanen/Ossis mit Willkommenspaketen empfing, bevor den Teutonen wieder einfiel, daß sie eigentlich xenophob veranlagt sind und keine Fremden im Land haben wollen.

Ukrainer haben aber den Doppelvorteil, weiß und christlich zu sein; die Ossis waren ja ziemlich durchsäkularisiert und die Flüchtlinge von 2015/16 überwiegend mit dunklerem Teint gesegnet, als der von Kalkweiß bis Schweinchenrosa changierende Merkelbürger.  Deswegen gibt es nun erneut große Hilfsbereitschaft. Viele in Deutschland ankommende Ukrainer bekommen schnell private Wohnungen vermittelt.

Für die auf Lesbos gestrandeten Kriegsflüchtlinge, die dort seit Jahren in elenden Verhältnissen vegetieren müssen, ohne daß ihnen eine einzige Wohnung in Deutschland angeboten wird, dürfte nun endgültig klar sein, welches das ausschlaggebende Kriterium für europäische Asylpolitik ist: Rassismus.

Die Dunklen wollen wir nicht.

[….] Die Hilfe für die Vertriebenen aus der Ukraine zeigt, was Europa kann. Darüber wundern sich vor allem die Flüchtlinge, die seit Jahren auf Lesbos festsitzen.   […..]

(Boris Herrmann, SZ, 31.0.2022)

Einige Organisation halten sich in dieser Flüchtlingskrise bemerkenswert zurück, öffnen nicht ihre Billionen-schweren Geldschränke, stellen keine Wohnungen zur Verfügung: Die Kirchen.

Die deutsche Ober-Evangelin Annette Kurschus kann sich noch nicht mal dazu durchringen, einen der perversesten und sadistischen Kriegstreiber, nämlich Patriarch Kyrill I. zu verurteilen. Ist doch der „Papst“ der 150 Millionen russisch-orthodoxen Christen der offizielle Partner der EKD.

Daher küre ich die christlichen Kirchen zur Impudenz des Monats März 2022.

Wie unter christlicher Ägide mit Flüchtlingen verfahren wird, zeigt sich insbesondere im katholischen Polen, welches von der streng katholischen PiS-Partei regiert wird.

[…..] An der polnischen Grenze sterben Menschen auf der Flucht - an Erschöpfung, Kälte, Hunger, Durst. Wer sich durch die sumpfigen Urwälder von Belarus nach Polen kämpft, ist dem falschen Versprechen des Diktators Alexander Lukaschenko aufgesessen, dass über Minsk ein vergleichsweise sicherer Weg in die EU führt - die Menschen aus dem Irak, Jemen, Syrien oder Afghanistan sowie vielen afrikanischen Ländern hoffen, in Europa ein besseres Leben führen zu können. Stattdessen erwartet sie oft die Brutalität der polnischen Grenzbeamten.  Diese Tragödie geht nicht allein auf Kosten der nationalpopulistischen polnischen PiS-Regierung. Mit ihrem Gerede von einer "hybriden Attacke" durch den belarussischen Diktator gab die EU der stramm rechten Regierung in Warschau den willkommenen Vorwand, mit aller Härte gegen Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika vorzugehen. Die Grenzschützer behandeln die Frauen und Männer, Kinder und Alten wie Angreifer und Staatsfeinde, die brutal abgewehrt werden müssen - und drängt viele von ihnen in illegalen Pushbacks auf die belarussische Seite.  Es sind ein paar Dutzend täglich, die kommen, im Vergleich zu den Hunderttausenden an der ukrainischen Grenze. Der Gegensatz könnte krasser nicht sein. Die polnische Regierung unterscheidet klar in Freund und Feind. […..]

(Viktoria Großmann, SZ, 02.04.2022)

In Deutschland halten sich die Kirchen bei der Finanzierung der Flüchtlingshilfen weiterhin vornehm zurück, wollen nicht auf die russischen Kriegshetzer in Soutanen eingehen.

Aber die deutsche katholische Kirche, eine der größten Immobilienbesitzerinnen, tritt schon einmal prophylaktisch in Erscheinung. Wohnungen günstig an Flüchtlinge vermieten? Niemals! Da baut die berüchtigte „Aachener Grundvermögen“ schon mal vor.  Sie möchte am liebsten nur mit Millionären zu tun haben und errichtet Brandmauern zum armen Plebs.

(…..)  Die „Aachener Grundvermögen“ kaufte die 186 Hafencity-Wohnungen. Die Firma ist eine 100%ige Tochter der „Aachener Siedlungs und Wohnungsgesellschaft“, die wiederum unter anderem den Erzbistümern Köln und Paderborn gehört.

[….] TERRAGON AG: Verkauf von VILVIF Hamburg an Aachener Grundvermögen.  Leuchtturmprojekt im Überseequartier der HafenCity per Forward-Deal veräußert! Aktuell in Umsetzung befindliches Projektvolumen bei insgesamt rund 0,8 Mrd. €! VILVIF Ahrensburg bereits vorzeitig an den Investor übergeben

- Im Rahmen eines Forward-Deals hat die TERRAGON AG, führende Projektentwicklerin im Marktsegment Service-Wohnen für Senioren, gemeinsam mit ihrem Joint Venture Partner Garbe Immobilien-Projekte die Projektentwicklung "VILVIF Hamburg" an die Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft verkauft. Nach Marktinformation ist es die bisher größte Einzeltransaktion für Service-Wohnen in Deutschland.  [….]

(DGAP, 31.12.2021)

800 Millionen Euro – bei diesen Preisen mag Otto Normalverbraucher etwas überfordert sein. Für Rainer Kardinal Woelki kommt das Projekt gerade passend. Sein Milliarden-schweres Erzbistum schwimmt im Geld und da er sich erfolgreich dagegen wehrt, Entschädigungen an die von seinen Priestern sexuelle missbrauchten Opfer zu zahlen, bleibt auch genügend Kapital für Luxusimmobilien übrig.

[….] Die GmbH Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (ASW) ist im Besitz der Erzbistümer Köln und Paderborn und der Bistümer Trier, Münster und Aachen. Das Stammkapital beträgt 37 Mio. Euro. Dem Erzbistum Köln gehören 41,5 Prozent des Grundkapitals. [….]

(Wikipedia)  (….)

(Wer sich Immobilien noch leisten kann, 08.02.2022)

Nach der gelungenen kirchlichen Vertreibung nicht-vermögender Mieter aus der Hamburger Hafencity, kommen die milliardenschweren Bischöfe aber auch in ihren weniger exklusiven Locations jedem Appell an Solidarität mit Flüchtlingen zuvor.

Die Katholiken besitzen unter anderem im Hamburger Arbeiterstadtteil Hammerbrook Neubauprojekt „Sonninpark“ 248 geförderte Wohnungen. Sozialhilfeempfänger wollen die Katholiban aber nicht als Mieter.

 [….]  „Bitte beachten Sie, dass wir Mieter bevorzugen, die ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten“: Eine Hamburger Maklerfirma sollte im Auftrag eines Aachener Immobilienunternehmens in Hammerbrook Wohnungen vergeben. Aber nicht jeder Mieter war scheinbar willkommen. Und das, obwohl es sich beim Vermieter um ein kirchliches Unternehmen handelt! Mehrere Mails gingen hin und her, irgendwann wurde der Ton dann immer genervter: „Die Anzahl der Empfänger irgendwelcher Leistungen in der letzten Woche war hoch. Bitte achten Sie darauf, dass wir keine Leistungsempfänger erhalten.“ Im Klartext: Arme Leute nicht willkommen!  [….] Was sagt der Makler zu so einer unchristlichen Wortwahl? Der will seinen Namen nicht veröffentlicht wissen, äußert im Gespräch mit der Mopo aber Unverständnis: „Es kann doch nicht sein, dass ausgerechnet ein Vermieter mit kirchlichem Hintergrund unsere Mitarbeiter darauf hinweist, dass sie gefälligst keinen Leistungsempfänger vorschlagen sollen. Die Kirche ist doch selbst Leistungsempfänger. [….]

(Mopo, 01.04.2022)

Doch, unbekannter Makler, das kann nicht nur sein, sondern war schon immer oberstes Prinzip der Kirche: Nehmen ist seliger denn geben.

Glauben Sie etwa, die Kirchen wäre der größte und reichste Immobilienbesitzer der Welt geworden, wenn sie freundlich immer die Ärmsten bei sich hätten wohnen lassen?

Ländereien

Die Kirche - der größte Grundbesitzer der westlichen Welt

Einige Beispiele:

    Deutschland: Mit 8,25 Milliarden qm größter privater Grundbesitzer 34) S.208 (entspricht gut der Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein 34) S.208 oder der Größe von Bremen, Hamburg, Berlin und München zusammen)

    Italien: über 500.000 ha Ackerland

    Spanien: ca. 20 % aller Felder

    Portugal: ca. 20 % aller Felder

    Argentinien: ca. 20 % aller Felder

    England: ca. 100.000 ha

    USA: über 1.100.000 ha Ackerland;

Weiden und Wälder sind nicht mitgerechnet. 26) S. 429

Städte / Immobilien

Der Vatikan ist »größter Immobilienbesitzer«

    Man kann in Bezug auf die immensen Besitztümer des Vatikans nicht mehr nur von Immobilien sprechen, sondern eher von Städten oder Stadtteilen.

    Rom z. B. ist bereits zu 1/4 in den Händen des Vatikans, recherchierte Paolo Ojetti in der Zeitschrift L’ Europeo am 7.1.1977. Sein Artikel war wie ein Telefonbuch zu lesen. Seitenweise listete er Tausende von Palästen auf, die z. T. den 325 katholischen Nonnen- und 87 Mönchsorden gehören. 5)

    Der Journalist Ojetti recherchierte auch in der italienischen Stadt Verona. Er druckte einen Stadtplan ab, auf dem ungefähr die Hälfte der Häuser schwarz markiert waren = Eigentum der katholischen Kirche. Er wies darauf hin, dass die Besitzverhältnisse in anderen Städten ähnlich sein dürften.

(Freie-Christen)

Nicht nur in Italien ist die Katholische Kirche der größte Grundbesitzer. Auch in Spanien.  Sie gibt diese erschlichenen Ländereien aber nicht nur nicht zurück, sondern hat sich durch ihren immensen politischen Einfluß auch fast überall von der Grundsteuerpflicht befreien können.  Während also Griechenland, Portugal, Spanien und Italien über explodierende Schulden stöhnen und sich täglich neue Milliarden leihen müssen, stehen die Kirchen als steinreiche Staatsschmarotzer am Rand und zahlen keine Steuern. (….)

(Erspar mir dein Mitgefühl, 29.05.2012)

Wenn man nicht nur so reich geworden ist, sondern immer noch reicher werden will, kann man keine Rücksicht auf die Habenichtse nehmen.

Flüchtlingskrisen sind also insofern gefährlich für die Kirchen, weil sie aufgefordert werden könnten, ihren immensen Immobilienbestand, zu nutzen, um Nächstenliebe gegenüber Bedürftigen walten zu lassen. Und genau das hassen die Oberchristen. Selber fressen, macht fett. Schon 2015 wanden sie sich erfolgreich aus der Solidarität.

Die Armen und Vertriebenen sollen nach Meinung der deutschen Top-Kleriker einen Tritt in den Hintern bekommen und schnell abgeschoben werden. Beharrlich weigert sich der größte Immobilienbesitzer Deutschlands auch nur ein einziges leerstehendes Kloster für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen.  In Sachsen mischt sich sogar der Pfarrer vor Ort in Großröhrsdorf ein, als ein Unternehmer eine große Halle als Unterkunft anbietet. Der Pfaff protestiert und will keine Asylanten in seinem Umfeld.   So auch Sachsens Bischof Bohl, der sich nicht etwa dem Abschaum in den Weg schützend vor Flüchtlingsheime stellt, sondern die Positionen von PEGIDA und AfD nachplappert.

[….] Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche plädiert für eine harte Linie in der Flüchtlingspolitik. Asylverfahren von Balkanflüchtlingen müssen für Jochen Bohl dringend verkürzt und beschleunigt werden. Probleme in Montenegro, Serbien oder Bosnien-Herzegowina könnten nicht dadurch gelöst werden, dass ihre Bewohner nach Deutschland kommen. »Das ist einfach undenkbar«, sagte der Bischof der dpa.   [….]  Für Zuwanderer, die nach Deutschland kämen, weil sie keine Zukunft sehen, sei das Asylrecht nicht vorgesehen.  Bohl befürwortet, in Verfahren von Balkanflüchtlingen das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten anzuwenden. »Wenn man weiß, dass in einem Land (...) keine systematische politische Verfolgung stattfindet, können die Anträge auch in verkürzten Verfahren behandelt werden.« Angezeigt seien auch rasche Abschiebungen. Es könne »nicht so sein, dass jeder, dem es gelingt, deutschen Boden zu betreten, auch das Recht hat, hier dauerhaft zu bleiben.« Indirekt deutete Bohl sogar Verständnis für Mobilisierungen gegen Flüchtlingsunterkünfte an: Es führe »bei vielen Menschen zu einem gewissen Verdruss«, dass »offenkundige Probleme sehr schwer und mühselig geregelt werden und es nicht zeitnah zu einer Lösung kommt.«

(ND 25.07.2015)

Die Kombination aus „Sachsen“ und „Kirche“ ist eben genauso übel, wie man es erwarten konnte.

(Der Christ des Tages VXXXIII 27.07.2015)

Donnerstag, 31. März 2022

Verlässlichkeit im Trumpismus.

Nachdem meine Eltern regelrecht physisch unter der Präsidentschaft George W. Bushs litten und sich dann so erleichtert und stolz fühlten, weil 2008 das Pendel mit der Wahl Barack Obamas umschlug, bin ich rein politisch betrachtet froh, daß sie beide lange vor der 2015ner Kandidatur Trumps abreisten und die Wahl-Shitshow, nicht mehr erlebten. Let alone die vierjährige galaxitäre Peinlichkeit der Präsidentschaft von IQ45.

Das Jahr der Trump-Kandidatur war schon unfassbar erbärmlich, aber die meisten Beobachter wurden noch nicht vollständig in ihrem Innersten erschüttert, weil man, auch ich, sich sicher war, daß er natürlich nicht gewählt werden könne. Die Amerikaner ergötzten sich an der Trump-Show, fühlten sich gut unterhalten, gruselten sich fasziniert an dieser grotesken Type. Aber sie würden letztendlich ja nicht so irre sein, den lügenden Titten-Juror zum mächtigsten Mann der Welt zu machen und ihm die Nuclear Codes zu übergeben.

Diese angenehme (und naive) Gewissheit „das wird schon nicht passieren“, verschwand erst in der Wahlnacht 2016.

Inzwischen verschwanden so einige subjektive Gewissheiten.

Üblicherweise empfinden es Kinder als absolute Gewissheit, daß ihre Eltern immer für sie da sind. Das ist rein subjektiv. Objektiv ist das Gegenteil gewiss: Die Eltern werden eines Tages nicht mehr da sein. Und dennoch sind die meisten Menschen schwer getroffen, wenn ihre Eltern plötzlich nicht mehr da sind. Selbst wenn sie hochbetagt sind und lange krank waren.

Weltpolitisch betrachtet wurden in den letzten paar Jahren allerdings derartig viele sicher geglaubte Gewissheiten abgeräumt, daß unsere gesamte Vorstellungswelt volatil geworden ist.

Die Amis wählen Trump und nicht die hochqualifizierte Clinton.

Die Briten stimmen für den Austritt aus der EU.

Eine Pandemie mit vielen Millionen Todesopfern legt weltweit das soziale Leben still.

Die Deutschen tätigen Hamsterkäufe.

Krieg in Europa; Russland greift die Ukraine an.

Merkel ist nicht mehr Kanzlerin.

Die SPD gewinnt Wahlen.

Mit einer Grünen Regierungsbeteiligung geht es auf Gas-Einkaufstour in den Scharia-Staaten am Golf und die Bundeswehr wird aufgerüstet, wie noch nie.

Was könnte uns jetzt überhaupt noch überraschen?
Eine Päpstin? Frieden zwischen der Hamas und Israel? Landung Außerirdischer?

Ewige Gewissheiten werden rar und kostbar, man sehnt sich nach ihnen. Eine dieser seltenen Gewissheiten liefert ausgerechnet Donald Trump. Niemand schließt seine erneute Präsidentschaftskandidatur oder gar einen Wahlsieg im November 2024 aus. Aber auf eins kann man sich verlassen: Der Mann ist so sagenhaft verblödet, daß jede seiner geschäftlichen Unternehmungen gegen die Wand gefahren wird.

Allein sechs Mal ging er mit Casinos Bankrott. Dabei gelten diese als Gelddruckmaschinen. Donald Trump ritt das Trump Taj Mahal (1991), Trump Plaza Hotel and Casino (1992), Plaza Hotel (1992), Trump Castle Hotel and Casino (1992), Trump Hotels and Casino Resorts (2004) und die Trump Entertainment Resorts (2009) in die Pleite.

Trumps Firmen überleben nur, wenn ihn reiche Gönner (wie sein Vater) ständig Geld dazu schießen oder wenn er kriminelle Methoden anwendet.

1. Trump Airlines

2. Trump beverages

3. Trump: The Game

4. Trump casinos

5. Trump magazine

6. Trump Mortgage

7. Trump Steaks

8. Trump’s travel site

9. Trump’s comms company

10. Trump Tower Tampa

11. Trump University

12. Trump Vodka und

13. Lost future earnings from calling Mexicans rapists

gelten als die bekanntesten Business-Pleiten des selbsternannten Business-Moguls.

Schön zu sehen, daß Trump mit seiner letzten Großnkündigung; er wolle mit seinem eigenen Social-Media-Netzwerk „Truth Social“ Twitter und Facebook vom Platz fegen, seinem inversem Midas-Prinzip treu blieb und auch hier auf eine gewaltige Pleite zusteuert.

Dieses „Trump-Twitter“ existiert nun seit ein paar Wochen – ist aber so scheiße und so unbeliebt, daß noch nicht mal er selbst den Mist benutzt.

 [….]  Mit seiner App "Truth Social" wollte Donald Trump einen virtuellen Raum für patriotische Amerikaner schaffen - und damit Twitter Konkurrenz machen. Und jetzt? Meidet er sie selbst. [….]  Vielleicht darf bei Truth Social aber auch deswegen niemand rein, weil es drinnen nichts zu sehen gibt? Vielleicht ist das Projekt kaum mehr als eine leere Hülle, auf der das Etikett "Trump" klebt, um Investoren das Geld aus der Tasche zu ziehen? Truth Social wäre dafür nicht das erste Beispiel - Donald Trump hat schon mit Trump-Steaks, seiner Fluglinie Trump Shuttle oder der Trump University Schiffbrüche erlitten. Die vier Jahre, in denen er Präsident der USA war, kann man getrost auch dazuzählen. Die Versprechen waren natürlich gigantisch, wie immer bei Trump. Nachdem er von Facebook und Twitter gesperrt worden war, weil er seine Anhänger am 6. Januar 2021 zum Sturm auf das Kapitol aufgestachelt hatte, sann Trump auf Rache. [….]  Truth Social werde Twitter wegfegen, kündigte Trump an. Bisher ist es bei großen Worten geblieben. Truth Social ist nicht besonders originell, sondern im Wesentlichen eine Twitter-Kopie, bei der die Kurznachrichten nicht "Tweets", sondern "Truths" heißen [….]  Seit dem Start von Truth Social vor fünf Wochen hat er dort nur eine einzige "Truth" verschickt, bestehend aus zwei mickrigen Sätzen: "Macht euch bereit!", schrieb er. "Euer Lieblingspräsident ist bald da!" Nach jetzigem Stand war das eine Lüge. [….]

(Hubert Wetzel, 31.03.2022)

Mittwoch, 30. März 2022

Die Hepatitisgelben und die Liebe zum Virus.

Die Stiko sagt nicht so klar, ob und wann jemand wie ich (unter 60, doppelt geimpft, Omikron-genesen) eine Auffrischungsimpfung („Booster“) braucht.

In dem Pflegeheim, das ich regelmäßig besuche, sind aber alle Bewohner und das Personal schon vierfach geimpft; da wollte ich nicht nachstehen und auf Nummer sicher gehen.

Also ergoogelte ich gestern einen Termin und war schon heute, um 16.30 Uhr dran.

Das ging zackig und zentral in der Impfambulanz der Uniklinik.

Schnell tauchte der Impfmann auf, ein junger Sportarzt, netter Typ, der gar nicht nach Stiko-Empfehlungen fragte. „2 Biontech + 1 Omikron haben Sie?“, da passe doch Moderna gut dazu. Mutmaßlich vertrüge ich das auch besser, da der Moderna-Booster nur die halbe Dosis sei.

Nebenan kam dann eine Studentin, die mich piekste und erzählte, ich wäre DER LETZTE. Der Letzte überhaupt. Also nicht nur heute der letzte Termin, sondern die Impfambulanz schließt heute endgültig, weil es in der Hamburger Innenstadt GAR KEINE NACHFRAGE MEHR nach Auffrischungsimpfungen gibt.

Da kommt einfach niemand mehr, der sich impfen lassen will.

Wir lockern ja jetzt.

Ich kann das immer noch nicht glauben. 300.000 Neuinfektionen jeden Tag in Deutschland, 100 bis 300 Tote jeden Tag, 130.000 Covid-Tote bisher in Deutschland.

Jeden Tag so viele Tote, wie bei einem Flugzeugsabsturz.

Man stelle sich vor, zwei Jahre lang würde jeden Tag ein voll besetzter Passagierjet in Deutschland vom Himmel krachen.

Meine Phantasie reicht aus, um mir auszumalen, daß man nach 600 Tagen die einzelnen Crashs gar nicht mehr wahrnähme.

Aber würde man es auch bejubeln, wenn die FDP-Minister daraus folgernd verlangten, nun auch die Flugsicherheit, Waffenkontrollen am Airport, die bisher vorgeschriebenen akribischen Wartungen  und die Fluglotsen, abzuschaffen?
Diese ganzen Kontrollen am Flughafen sind ja schließlich ungeheuer lästig, kosten die armen Fluggesellschaften Geld und widersprechen der freiheitlichen Entscheidung mit Risiko zu fliegen. Sind solche Maßnahmen nicht ein Zeichen von gescheiterter Planwirtschaft, die den mündigen Bürger gängeln?
Nun ist ein gewisser pathologischer Wahnsinn bei FDP-Rumpelstilzchen wie Wolfgang Kubicki natürlich zu erwarten. Ich verstehe sogar, daß Olaf Scholz während eines heißen Krieges in Europa, bei dem das größte Land, das Zweitgrößte überfallen hat, den Kopf zu voll hat, um sich mit einer platzenden Ampel abärgern zu können, so daß er der FDP mehr nachgibt als nötig.

Aber der Wahnsinn ist weit über das FDP-Lager hinausgeschwappt. Schon im Februar 2022 erzählte mir die Leiterin eines Hamburger Pflegeheims vor Ort, wie erleichtert sie darüber wäre, Corona endlich los zu sein und die Bewohnern wieder alle Freiheiten zu geben.

Als ich verschämt einwarf, daß Corona nicht nur nicht vorbei wäre, sondern sich schneller denn je ausbreite, atmete sie entnervt einmal tief, rollte mit den Augen und befand „ja, aber das ist ja jetzt harmlos wie ein grippaler Effekt.“

Selbst als ich nachsetzte, indem ich auf meine eigenen Erfahrungen mit einem Impfdurchbruch aus dem Dezember 2021 verwies, brachte sie das keineswegs aus dem Konzept. „Dann sind Sie wohl auch generell extrem empfindlich!“

Die öffentliche Meinung hat sich gedreht.

Wurden vor einem halben Jahr noch die umsichtigen Landeschefs von der schreibenden Zunft verteidigt, unterstellte die Hamburger Morgenpost nun dem habilitierten Mediziner und Hamburger Bürgermeister Tschentscher, er mache krumme Dinger, wenn er die armen Hamburger weiterhin zum Maskentragen verdonnere.

[….] Tschentschers fragwürdiger Trick mit der Maskenpflicht

Der Senat will, dass wir weiter Maske tragen. Und auch Zugang nach 2G plus und 3G soll weiter eine Option bleiben. Möglich macht das ein Trick: Hamburg, das Bundesland mit der niedrigsten Inzidenz, soll zum „Corona-Hotspot“ erklärt werden, so kann die Maskenpflicht in Innenräumen bleiben. Dieses Vorgehen ist in Teilen fragwürdig.  [….]

(MOPO, Mathis Neuburger 23.03.2022)

Nein, Neuburger, das ist weder ein Trick, noch fragwürdig, sondern entspricht der dringenden Empfehlung des Bundesgesundheitsministers Lauterbach, der ausdrücklich an die Bundesländer appelliert „Nutzen Sie die Hostspotregelung!“

[….]  Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bemühte sich am Montag um Aufklärung. Laut seinem Ministerium sind vier Punkte mitentscheidend für eine drohende sich ausbreitende Infektionslage, wobei nicht alle gleichzeitig erfüllt sein müssen:

    Die Absage von planbaren Eingriffen in Krankenhäusern

    Die Verlegung von Patienten und Patientinnen

    Eine gefährdete Notfallversorgung

    Die Unterschreitung von Personal-Untergrenzen in der Pflege

Lauterbach riet den Landesregierungen jetzt ausdrücklich, davon Gebrauch zu machen. Zu den Plänen in Hamburg sagte er: "Ich glaube, die Begründung, die in Hamburg jetzt vorgelegt wird, ist eine gute Begründung." Bisher haben nur die Hansestadt und Mecklenburg-Vorpommern konkret angekündigt, von der Hotspot-Regelung Gebrauch zu machen. Bayern etwa will die Möglichkeit nicht nutzen und alle Maßnahmen fallen lassen - bei einer deutlich höheren Inzidenz.  [….]

(NDR, 30.03.2022)

Wenn schon eine bundeseinheitliche Meinung wegen der fanatischen FDP-Minister nicht möglich ist, halte ich Lauterbachs Linie für die zweitbeste Lösung. Seine vier Kriterien sind überzeugend.

[….]  Die Hamburger Bürgerschaft hat am Mittwoch einen Antrag von SPD und Grünen beschlossen, der Hamburg zum Hotspot macht. Damit bleiben die bisherige Maskenpflicht und die 2G-Plus-Regel in Clubs bis Ende April bestehen. Die Abstimmung wurde auf Antrag der AfD hin namentlich durchgeführt. 78 Abgeordnete stimmten mit „Ja“, 19 Abgeordnete mit „Nein“. Enthaltungen gab es keine. FDP und AfD haben bereits vorher Klagen angekündigt gegen die weiteren Infektionsschutzmaßnahmen angekündigt. „Wir sind zuversichtlich, dass diese Regelung vor Gerichten standhalten wird“, sagte Grünen-Fraktionschefin Jenny Jasberg am Mittwoch im Rathaus. [….]

(Mopo, 30.03.2022)

Der Irrsinn insbesondere der FDP ist aber so weit fortgeschritten, daß sie sich in Hamburg erneut mit ihrem strategischen Partner AfD zusammentut.

Da sie offenbar dringend noch mehr Covid-Tote als bisher produzieren wollen, gehen AFDP gemeinsam gegen den Tschentscher-Senat vor.

[….] Nach der FDP hat auch die AfD in Hamburg eine Klage gegen die geplante Corona-Hotspot-Regelung in der Stadt angekündigt. Eine weitere Verlängerung der Maskenpflicht und anderer Eindämmungsmaßnahmen mit einer drohenden Überlastung der Krankenhäuser zu begründen, sei falsch, da Hamburg eine der bundesweit niedrigsten Inzidenzen und eine stabile Situation in den Kliniken aufweise, sagte Landesvize Krzysztof Walczak am Dienstag. "Die Krankenhauskapazitäten in Hamburg werden nicht zusammenbrechen, nur weil Kinder außerhalb des Sitzplatzes ihre Masken abnehmen oder man beim Einkaufen im Supermarkt wieder anderen Menschen ins Gesicht schauen kann."  Sollte die Bürgerschaft, wie von Rot-Grün geplant, Hamburg am Mittwoch zum Corona-Hotspot erklären, werde der AfD-Landesvorstand Feststellungsklage vor dem Verwaltungsgericht Hamburg erheben. "Die Gerichte müssen diese illegale Knallhart-Politik Hamburgs stoppen", forderte Walczak. Zuvor hatte bereits der Hamburger FDP-Landesvorsitzende Michael Kruse eine Klage gegen eine Hotspotregelung, mit der die Corona-Maßnahmen über den 2. April hinaus verlängert werden sollen, angekündigt.  [….]

(dpa, 29.03.2022)

No Hope For The Human Race.

Offensichtlich sind nicht nur Spaziergänger, Covidioten und Schwurbler total verblödet, sondern gleich mehrere Parteien mit ihnen.

Ich halte mich an meinen allgemeinen Rat:

Menschen vermeiden, wann immer es geht und die FFP2-Maske stets aufbehalten.

Dienstag, 29. März 2022

Sehr nützliche Vollidioten.

Als Laie staunt man schon seit dem 2016ner Wahlkampf in den USA, wie durch Mikrotargeting und Social Media Bots Facebook und Twitter so manipuliert werden können, daß ein so offensichtlich ungeeigneter Kandidat wie Donald Trump, der mächtigste Mann der Welt werden konnte.

Die 2014 gegründete britische Cambridge Analytica (CA), eine Tochter der SCL Group, war als Datenanalyse-Krake in New York politisch gruselig gefährlich.  Die CA verhalf 2015 Ted Cruz zur Präsidentschaftskandidatur, machte mutmaßlich Donald Trump zum Präsidenten und war vermutlich auch die maßgebliche Kraft hinter der katastrophalen Brexit-Abstimmung im Juni 2016.

Das ist solche technischen Möglichkeiten in der Social Media Welt überhaupt gibt, muss zutiefst verunsichern, da selbstverständlich gefährliche Autokraten zu dem Mittel greifen möchten, um ihre innenpolitischen, aber auch geostrategischen Pläne umzusetzen.

Ich weiß natürlich nicht, wo die Fäden zusammenlaufen, welche Maßnahmen Wladimir Putin oder der GRU-Nachrichtendienst (Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije) des russischen Militärs anschiebt, angeschoben hat und wie erfolgreich sie waren. Auch China, Nordkorea oder arabische Potentaten könnten versuchen „dem Westen“ bestimmte Meinungen einzupflanzen, oder die EU/NATO zu destabilisieren. Möglicherweise ist ihnen das sogar in den letzten Jahren weitgehend gelungen.

Die CA ging 2018 in Konkurs. Aber der russischen Inlandsgeheimdienst FSB, der Auslandsgeheimdienst KGB oder der GRU werden vermutlich wissen, wie CA vorging, ähnliches zu Stande bringen oder jemanden kennen, der es kann.

Wir Westler sind nicht sehr lernfähig und lassen nach wie vor schon unsere Kinder diverse Social-Media-Kanäle nutzen, sich ihre Welt zusammen googlen, ohne ihnen je beizubringen, wie man die Seriosität von Internetquellen einschätzt.

Vielleicht muss der Kreml auch keine CA-Nachfolgefirma bezahlen, um AfD, Linke und US-Republikaner auf russlandfreundlichen Kurs zu manipulieren.

Möglicherweise reicht es auch, die Büchse der Pandora einmal geöffnet zu haben, weil es genügend Idioten in der westlichen Medienwelt gibt, die als Meinungsmultiplikatoren an entscheidenden Stellen sitzen. Die müssen nicht fortlaufend bezahlt und manipuliert werden, um gegen ihren etwaigen guten Charakter böse Propaganda zu verbreiten.

Murdochs mächtiger weltumspannende Hetzmedienkonzern NewsCorp., an dem neben ihm der saudi-arabische Prinz al-Walid ibn Talal Al Saud und der dubiose Milliardär John Malone (Liberty Media) beteiligt sind, beeinflusst auch die öffentliche Meinung in England und Australien.

Insbesondere aber FOX-News in den USA, ist zu einer hochgefährlichen Shitshow verkommen, die mit enormer Reichweite übelste Verschwörungstheorien verbreitet und die gesamte republikanische Partei GOP kontrolliert.

Die rechtsextremen Anchors hetzten aus eigenem Antrieb, gespeist aus ihrer tiefen charakterlichen Schlechtigkeit das Land auf.

Die braucht Putin nicht mehr zu bezahlen.

[….] Jeden Abend um acht, Montag bis Freitag, ist Märchenstunde. Wobei das etwas zu gemütlich klingt. Das Wort Propaganda triff es eher. Mit Journalismus hat das, was Tucker Carlson in seiner Sendung bei Fox News anstellt, jedenfalls nicht mehr viel zu tun. Als Spiegel des Weltbilds eines gewissen Teils der amerikanischen Bevölkerung taugt die Sendung aber durchaus. Wer wissen will, was am rechten Rand in den USA gedacht wird - ein "Rand", der sehr weit in die Mitte ragt -, der sollte "Tucker Carlson Tonight" schauen.

Derzeit bekommen die Zuschauer dort vor allem ein Bild des Ukraine-Kriegs präsentiert, das von dem anderer amerikanischer und internationaler Medien deutlich abweicht. Carlson, ein jugendlich wirkender 52-Jähriger, der ein Talent zur Demagogie hat, hat sich relativ früh festgelegt, dass in diesem Konflikt die USA, die Nato und die Ukraine die Schuldigen, Wladimir Putin und Russland hingegen die Unschuldigen sind.  Glaubt man Carlson, dann hat US-Präsident Joe Biden den Krieg vom Zaun gebrochen, um seine innenpolitische Misere zu vertuschen; oder um die USA wieder in einen teuren Konflikt in Übersee zu verstricken, bei dem amerikanische Jungs sterben und die Rüstungsindustrie gut verdient; oder um eine linksradikale, globalistische Agenda zu befördern; oder weil - das ist die jüngste Version - sein Sohn Hunter Biden in der Ukraine Biowaffenlabore finanziert habe. Die Erklärungen für Bidens Motive wechseln, aber der Vorwurf, den Carlson Abend für Abend erhebt, bleibt gleich: Biden treibt Amerika in einen Krieg gegen Russland. Dafür redeten er und die Demokraten den Bürgern ein, sie müssten Putin hassen.  Aber er, das ist Carlsons zweite Botschaft, blicke durch den Nebel dieser Verschwörung. "Warum wollen die Demokraten, dass ihr Putin hasst?", fragt er seine Zuschauer. "Hat Putin alle Mittelklassejobs aus eurer Stadt nach Russland verlagert? Hat er eine weltweite Pandemie fabriziert, die eure Firma ruiniert hat? Bringt er euren Kindern bei, dass sie andere Rassen diskriminieren sollen? Stellt er Fentanyl her? Isst er Hunde?" [….] In Moskau wird das anders gesehen. Dort ist Tucker Carlson ein Star, das Staatsfernsehen strahlt immer wieder übersetzte Schnipsel aus seiner Sendung aus. Angeblich gibt es sogar eine schriftliche Anweisung an die staatsnahen Medien in Russland: Es sei, so heißt es darin, "unerlässlich, so viele Ausschnitte wie möglich aus den Sendungen des beliebten Fox-News-Moderators Tucker Carlson zu zeigen".  [….]

(Hubert Wetzel, 29.03.2022)

Montag, 28. März 2022

Merz erreicht sein Etappenziel - fast.

Gestern zeigte es das Saarland wieder; der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz kann keine Wahlen gewinnen.

Dafür gibt es einige persönliche Gründe, wie seinen abstoßenden Charakter oder seine intellektuelle Dürftigkeit, aber auch externe Faktoren.

Auf Landes- und Bundesebene kommen ihm die anderen Parteien in die Quere und partei-intern sind es meistens Frauen, die ihn ausschalten. Erst nah ihm seine private Nemesis Angela Merkel alles weg – Fraktionsvorsitz, Parteivorsitz, Kanzlerkandidatur, Kanzleramt – und nach seiner 20-Jährigen Pause musste er sich gleich wieder einer Frau geschlagen geben: Annegret Kramp-Karrenbauer.

Später unterlag er auch noch Söder und Laschet und konnte sich nur doch noch an die Macht schieben, als die Union ein einziger Verliererclub war und alle seine Widersacher – Merkel, AKK, Altmaier, Laschet – freiwillig aus der Politik ausschieden.  Möglich machte es sein Versprechen, eine Frau als CDU-Generalsekretärin zu berufen. Ein Versprechen, das er sofort brach und mit Mario Czaja eine reichlich männlich geratene Frau an seine Seite holte.

Fritze Merz, der 1997 gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe stimmte, weil er offenbar glaubte, es wäre das natürliche Recht eines Mannes, seine Gattin nach Belieben zu vergewaltigen, will eins nicht mehr erleben: Frauen in der eigenen Partei, die ihm womöglich noch widersprechen. Zum Vorbild nahm er sich den CDU-Landesverband seines erzkonservativen Fanboys Christoph Ploß.

In Hamburg sind schon lange Frauen aus sämtlichen Führungsebenen ausgeMERZt.

Hartnäckig halten die Hamburger Unionpolitiker an ihrer Doktrin fest, die Landespolitik strikt frauenfrei zu halten.  Hamburgs CDU-Chef Roland Heintze verfiel nun auf eine geniale Idee, wie er das Frauenproblem der Großstadt-Union lösen konnte:  Er verbannte einfach rigoros alle Frauen aus der Parteispitze und führt nun einen reinen CDU-Männerverband. Kein einziger Posten geht noch an Frauen; das gilt für alle sieben Kreischefs, alle sieben Fraktionsvorsitzenden in den Bezirken, die Landes- und die Bundesebene der Hamburger CDU!

Der Aufstand der Frauen in der CDU ist gescheitert: Auf den aussichtsreichen Listenplätzen für die Bundestagswahl tummeln sich nur Männer – ebenso wie in allen anderen Spitzenpositionen auf Bezirks- und Kreisebene! Landeschef Roland Heintze (43) scheint das wenig zu kümmern. Der Vorgang ist in Zeiten von Gleichberechtigung und Frauenquote einmalig: Da wird das ausdrückliche Parteienstatut, nach dem mindestens einer von drei Listenplätzen mit einer Frau besetzt werden soll, ignoriert. Da wird die darauffolgende heftige Kritik der Frauen als parteischädigend bewertet. Und da wird auf zukünftige Aufstellungsverfahren vertröstet. Die CDU in Hamburg hat ein echtes Frauenproblem. […]

(Mopo, 10.12.16)

CDU-Landesliste für die Bundestagswahl:
Platz 1) Marcus Weinberg

Platz 2) Rüdiger Kruse

Platz 3) Christoph de Vries

Platz 4) Christoph Ploß

CDU-Landesfraktionschef:
André Trepoll

CDU-Landeschef:
Roland Heintze

CDU-Kreischefs:

HH-Altona: Marcus Weinberg

HH-Eimsbüttlel: Rüdiger Kruse

HH-Mitte: Christoph de Vries

HH-Harburg: Ralf-Dieter Fischer

HH-Bergedorf: Dennis Gladiator

HH-Nord: Christoph Ploß

HH-Wandsbek: Karl-Heinz Warnholz

CDU Bezirksfraktionschefs:

HH-Altona: Uwe Szczesny

HH-Eimsbüttlel: Rüdiger Kuhn

HH-Mitte: Gunther Böttcher

HH-Harburg: Ralf-Dieter Fischer

HH-Bergedorf: Sven Nortzel

HH-Nord: Andreas Schott

HH-Wandsbek: Eckard Graage

Die Frauenquote wird in der CDU traditionell kritisch gesehen.  Aber wenn man auch noch im 21. Jahrhundert so konsequent in einer angeblichen Volkspartei alle Frauen von der Teilhabe ausschließt, sollte man vielleicht doch mal über eine verbindliche Quote nachdenken. (….)

(Wie es hier so läuft – Teil XII, 10.12.2016)

Recht so! Politik und Penis beginnen schließlich beide mit „P“ – also dürfen Menschen ohne Penis, diese denkschwachen Subhumanen, auch nicht in der CDU mitmachen.

So gefällt das der katholischen Kartoffel an der CDU-Bundesspitze.

[…] Am Samstag hat Julia Klöckner in Rheinland-Pfalz den Vorsitz an Christian Baldauf abgegeben. Damit führen in sämtlichen Bundesländern nun Männer die Union. Ihre verbliebenen Ministerpräsidenten heißen Daniel, Hendrik, Markus, Michael, Reiner sowie Volker (der bald an einen Boris abgibt), die Nachnamen deuten auf einen deutschen Hintergrund seit Urzeiten hin. Wenn sich daran nichts ändert, ist dies ein weiterer Faktor, der es der Union künftig sehr schwer machen wird.  […]

(Detlef Esslinger, 28.03.2022)

Alle 16 Landesvorsitzenden der CDU/CSU sind weiße Männer.

Der Bundesvorsitzende der CDU ist ein weißer Mann.

Alle sechs Unionsministerpräsidenten sind weiße Männer.

Alle drei stellvertretenden Ministerpräsidenten (Brd, BW, Nds) der CDU sind weiße Männer.

Alle 16 Generalsekretäre (Bund + 13 Landesgeneralsekretäre + 2 Landesgeschäftsführer; Amt in MeckPomm ist vakant) sind weiße Männer.

Aber Schande Merz: Die 18-Köpfige CDU/CSU-Franktionsvorsitzenden-Konferenz (16 Landesparlamentsfraktion + Bundestagsfraktion + EU-Fraktion) ist mit einem Makel behaftet. Hier gibt es nur 17 von 18 weißen Männern. Aber mit der Hessin Ines Claus hat sich eine blonde Person ohne Penis in die Männerrunde geschmuggelt! Sodom und Gomorrha!

Von den 60 Top-Führungspositionen in der CDU werden nur 59 von weißen Männern besetzt. Eine Männerquote von lediglich 98,3%!

Ein ziemlich schwaches Bild, Friedrich Merz!

Aber in elf Monaten wird in Hessen gewählt. Hoffen wir, daß spätestens dann die neue Landtagsfraktion in Wiesbaden ihren Fehler einsieht und einen Mann als Vorsitzenden wählt, so daß Merz auf eine makellose Quote von 100% Männern blicken kann. So muss sich eine moderne Partei aufstellen.

Christen sind ohnehin alle. Dann fehlen nur noch zur Sicherheit der vatikanische „Kotstuhl“, um die Hoden zu erstasten und natürlich ein orientalischer Homo-Test. Nicht daß sich noch ein heimlich Schwuler und Friedrichs 60 Männer mischt.

In einer christlichen Partei sollte man schon sicher gehen.

(…..) Das weiß doch jedes Kind, daß Penis und Hoden zum Denken unerlässlich sind - Frauen sind schließlich geistig minderwertig und daher ist es unbedingt notwendig insbesondere bei geistigen Führern sicher zu gehen, daß auch wirklich ein Penis da ist.  Um sich diesbezüglich keines Risikos auszusetzen, führten die Katholiken bei der Papstwahl ein ausgefeiltes Penisprüfverfahren ein; den Kotstuhl!

„Der nach unten hin offene Sedes stercoraria. Auf dem Möbel mit dem irreführenden Namen mußten die neugewählten Päpste Platz nehmen und sich dann vom jüngsten Mitglied des Kardinal-Kollegiums unter die Soutane greifen lassen - um sicherzustellen, daß es sich bei dem zukünftigen Pontifex wirklich um einen Mann handelte. Fand der Gottesmann, wonach er suchte, sprach er die Worte: „Habet testes“ (er hat Hoden).Worauf die Kardinäle antworteten: „Deo gratias“ (dem Herrn sei Dank).
Dabei wäre der skurrile Greiftest - den die katholische Kirche wider besseres Wissen und alle Beweise heute leugnet - bei den meisten Päpsten überflüssig gewesen. Denn fast alle hatten schon vor ihrer Wahl bewiesen, daß sie Testes-Träger waren.“

(Der Spiegel 11/97)

"Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, daß die Frauen den Männern dienen."
(Kirchenvater Augustinus, hl., 354-430)

Anderen Sekten, wie zum Beispiel den orthodoxen Christen, reicht noch nicht einmal die Tatsache überhaupt über männliche Genitalien zu verfügen - nein, sie müssen auch noch ausreichend groß sein - sonst ist’s Essig mit der Priesterlaufbahn.
Es kann dazu führen, daß armen kleinpimmeligen Menschen a priori der Weg zum Theologiestudium verwehrt bleibt.
So geschehen im Juli 1996 in Bukarest, als mehreren Männern das Kirchenstudium verwehrt blieb. Die Schule begründete die Ablehnung wie folgt:
Die Penisse der Kandidaten wären einfach zu klein und „in einer Pfarrersfamilie darf es nicht zu Scheidungen oder sonstigen Unannehmlichkeiten kommen“.

Klar - was könnte auch sonst ausschlaggebend sein für das Funktionieren einer Ehe außer der Penisgröße des Ehemannes!
Recht haben sie, die Rumänen!  Unter einer gewissen Mindestpenisgröße dürfte überhaupt nicht erlaubt sein zu heiraten.  Außerdem ist auf eine volle Funktionstüchtigkeit zu achten.

Als vorbildlich kann in dieser Hinsicht Bischof Lorenzo Chiarinelli in Viterbo angesehen werden:
Daß ein Paar sich liebt, zusammen leben möchte ohne laufend GV zu praktizieren, ist für Bischof Lorenzo Chiarinelli in Viterbo nicht nur NICHT vorstellbar, sondern sogar verwerflich.
Einem standesamtlich verheirateten Paar verweigerte der Bischof den kirchlichen Segen, da der Ehemann durch einen Unfall gelähmt und zeugungsunfähig geworden war:

"Kein Bischof, kein Priester kann eine Hochzeit zelebrieren,
wenn er weiß, dass eine Impotenz vorliegt".

Kirchliche Trauung nur mit Erektion!
Das Hauptaugenmerk der Oberkatholen in den bunten Kleidchen liegt dabei mal wieder auf dem Penis, von dem sie geradezu besessen sind. (…..)
(Vorstehende Probleme der EKD-Ratsvorsitzenden, 14.11.2009)