Sonntag, 12. Mai 2019

Die Hardcore-Fraktion ist noch da.


Wenn einzelne Topkleriker sich punktuell liberal benehmen, also Flüchtlingen die Füße waschen (Franz) oder Rettungsschiffen Geld spenden (Marx) schockiert das die Rechtsextremen aus der dunkelkatholischen Szene. Darin erkennen sie die Hauptgründe für die Kirchenaustrittswelle.
Als Nicht-Geistesgestörter gerät man ebenfalls in Sorge, weil man befürchtet ein Kirchismus mit menschlichem Antlitz könnte die Kirchenaustrittswelle abebben lassen.
Glücklicherweise ist die Schwulen und Frauen-feindliche Altmännerkirche nicht wirklich wandlungsfähig.

In Bonn erklärt Pater Romano Christen seinen Priesteramtskandidaten, die Schwulerei sei eine narzisstische Störung und müsse geheilt werden.


 [….] Anders als der "Mainstream" denke, sei Homosexualität nicht angeboren, sondern, so heißt es im Manuskript, "die Folge einer psychologischen (Fehl)Entwicklung", die in der Kindheit oder Jugend stattfinde und zu einem "Geschlechtsminderwertigkeitskomplex" führe. Homosexuelle Liebe sei weniger "die reale Begegnung mit einem Du", sondern vielmehr "eine narzisstische Suche". Die "Fixierung auf die Lust" solle "die eigene innere Wunde heilen und das Selbstmitleid stillen".
"Ist Homosexualität therapierbar?", fragt der Ordensgeistliche und gibt die Antwort: "Auch wenn sie von der Schwulen-Lobby regelrecht dämonisiert werden, gibt es Therapien und Männer, die sie erfolgreich bestanden haben." [….]

Das sieht auch die Evangelische Allianz so, die der Homosexualität mit Globuli und Gebeten beikommen will.

[….] Die Deutsche Evangelische Allianz hat sich dagegen gewandt, sogenannte „Konversionstherapien“ gesetzlich zu verbieten. Sie sollen Homosexuellen helfen, ihre sexuelle Neigung zu verändern. [….] Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Ekkehart Vetter (Mülheim/Ruhr) und deren Generalsekretär Hartmut Steeb (Stuttgart), wandten sich jetzt in einem Brief an die Fachkommission. Darin heißt es, die Allianz unterstütze das Anliegen, dass Menschen gleich welcher sexuellen Orientierung, sich in ihrer Persönlichkeit frei entfalten und angstfrei leben können. Leider gebe die von sechs Bundesländern eingebrachte Gesetzesinitiative Anlass zur Sorge, dass sie dieses Anliegen konterkariere: „Durch ein pauschales Verbot von unscharf definierten Konversionstherapien könnten grundlegende Freiheits- und Persönlichkeitsrechte beschnitten und hilfreiche Angebote erschwert werden.“ [….]

Ex-Papst Ratzinger, der zweite Unfehlbare neben Bergoglio, hatte kurz zuvor entdeckt wer schuld ist, wenn katholische Priester kleine Jungs sexuell missbrauchen: Die 68er!

(….) Als von Amts wegen Unfehlbarer hat der rechtsradikale Geront im Schwuchtelkleid selbstverständlich auch eine Erklärung für das Hunderttausendfache Kinderficken seiner Priester.
Benedikt XVI. beantwortet damit eine Frage, die gar nicht mehr gestellt wird, weil jeder längst die Antwort kennt.
Wir wissen warum es extrem überproportional viele katholische Geistliche sind, die Kinder sexuell missbrauchen:

1.   Ratzingers Schwulenbann aus den Priesterseminaren
2.   Ratzingers Sexualmoral
3.   Ratzingers Misogynie
4.   Ratzingers Verbot des Frauenpriestertums und natürlich auch
5.   Ratzingers Befehl weltweit alle Missbrauchsfälle unter Androhung schwerster Kirchenstrafen zu vertuschen!

Wir müssen nicht mehr darüber rätseln was sexuell Frustrierte in die Priesterseminare der RKK zieht.
Wir brauchen keine Erklärung mehr von der 92-Jährigen Ehefrau Georg Gänsweins.

Dennoch bekommen wir sie.

[….] Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat die sexuelle Revolution der Zeit um 1968 und die Säkularisierung der westlichen Gesellschaft für den sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche mitverantwortlich gemacht. Benedikt führt diese Taten in einem jetzt veröffentlichten Aufsatz vor allem auf außerkirchliche Entwicklungen zurück. [….] "Wieso konnte Pädophilie ein solches Ausmaß erreichen? Im letzten liegt der Grund in der Abwesenheit Gottes." Eine Welt ohne Gott sei eine Welt ohne Moral: "Es gibt dann keine Maßstäbe des Guten oder des Bösen." Von Machtstrukturen in der Kirche ist in dem Papier nicht die Rede.
"Zu der Physiognomie der 68er Revolution gehörte, dass nun auch Pädophilie als erlaubt und als angemessen diagnostiziert wurde", schrieb Benedikt [….] Unabhängig davon hätte sich zeitgleich "ein Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie ereignet, der die Kirche wehrlos gegenüber den Vorgängen in der Gesellschaft machte". [….]

Kann man sich nicht ausdenken!

Jeder anderen Trümmertranse des Jahrgangs 1927 würde man so einen Unsinn ob des fortgeschrittenen Alters verzeihen, aber dieses bösartige Exemplar wurde vom Heiligen Geist als Papst auserkoren und redete vor 20 oder 50 Jahren, als es noch nicht senil war, ganz genauso. (….)

Das erinnert an die guten alten Zeiten, als Prügel- und Prass-Bischöfe (Mixa und TVE) die Schlagzeilen bestimmten und damit die Gläubigen in Rekordzahlen aus der Kirche trieben.

Tatsächlich ist der handgreifliche Alkoholiker aus Augsburg auch wieder da. Man hatte ihn schon fast wieder vergessen, den kleinen sexuell übergriffigen sadistischen Fachmann für Nazivergleiche und besonders perfide Lügen.

(…..) Für den organisierten Atheismus in Deutschland ist es wahrlich ein großer Verlust, daß Mixa (abgesetzt wegen Prügel, Lügen und Alkoholismus), Meisner (Abgesetzt wegen Gerontentums) und Müller (versetzt nach Rom als Nr.3 des Vatikans, nachdem er vorbildlich die Aufklärung von priesterlichem Missbrauch blockiert hatte) verschwunden sind.
Ich vermisse Mixa….

Dabei hatte er vom kruden Holocaustvergleich, über Veruntreuung von Geld bis hin zum beherzten Griff unter die Soutanen seiner Priesteramtskandidaten („Bleib hier - ich brauche deine Liebe!“) so ziemlich alles drauf, womit die allerhöchsten Kleriker des Vatikans glänzen.
Noch wichtiger ist natürlich sein hervorragender Draht zum Ratzinger, Joseph, der Mixa äußerst symbolträchtig als erste Amtshandlung seines Pontifikats zum Bischof von Augsburg beförderte. (….)

Mixa vereinte alle negativen Exzesse, die man sich für einen Bischof vorstellen konnte, in einer Person:
Er begrabschte junge Männer, befummelte Kinder, war schon als Dorfpfarrer dafür berüchtigt Waisenkinder in kirchlichen Heimen grün und blau zu schlagen, veruntreute Kirchengelder, soff wie ein Loch, frönte extrem rechten Ansichten und war im persönlichen Umgang so unerträglich, daß sogar seine Mitbrüder im Amte zum Vatikan liefen, um sich für seine Absetzung auszusprechen.

[…]   Empfohlen hatte sich Mixa damals durch seine besondere Liebe zur Förderung junger Priester und durch die Disziplinierung eines Pfarrers, der beim Ökumenischen Kirchentag an einem evangelischen Abendmahl teilgenommen hatte - trotz großer Widerstände der Kirchenbasis. […]   Scheinheilig in einer vergoldeten Parallelwelt. Bischof Walter Mixa war für Benedikt XVI., alias Joseph Ratzinger, ein wichtiger Mann zur Durchsetzung seiner kirchenpolitischen Linie in Deutschland. Er bezeichnete sich selbst als "kultivierten Konservativen". Mixa verkörperte eine Kirche, wie sie der Papst will. Ein Fundamentalist, ein Hardliner, ein Rückwärtsgewandter - doch der papsttreue Stadtpfarrer von Schrobenhausen hat sich als Scheinheiliger enttarnt.   Je frommer und schriller seine Sprüche wurden, desto größer wurde die Kluft zu Mixas Parallelwelt, in der er lebte und sich dazu auch noch ganz komfortabel mit Wein, Solarium und Blattgold eingerichtet hatte. Bischöfe wie Mixa sind das Ergebnis einer negativen Auslese: Nicht seelsorgerliche oder theologische Qualifikationen entschieden über ihren Aufstieg, sondern Papsttreue und blindes Befolgen römischer Anweisungen. […]  

Einige Zeit verbrachte der miese Mixa im klerikalen Abklingbecken; nun ist er wieder da – als Gastredner der AfD!

Bei den Nazi-Appeasern, die so revanchistisch, antisemitisch, xenophob, frauenfeindlich und islamophob sind, daß der israelische Botschafter Deutschlands grundsätzlich alle Kontakte mit AfDlern verweigert, fühlt sich der Ex-Bischof richtig wohl.

[….]  Immer wieder ist der frühere Bischof von Augsburg und Eichstätt für seine provokanten Aussagen als Hardliner kritisiert worden. Demnächst tritt er auch in Augsburg mal wieder in Erscheinung. Und zwar hält er am Freitag, 24. Mai, um 19 Uhr im Zeughaus einen Vortrag.
Der frühere Bischof Walter Mixa kommt auf Einladung der AfD zu Vortrag nach Augsburg
Das Thema, dem sich Walter Mixa bei der Veranstaltung widmen wird, lautet: „Islamisierung? Christentum“. Eingeladen hat ihn dazu die Alternative für Deutschland (AfD). Landtagsabgeordneter und Stadtrat Markus Bayerbach teilte dies mit.
Schon im Januar hatte der frühere Bischof von Augsburg und Eichstätt auf Einladung der AfD einen Vortrag zu einem ähnlichen Thema gehalten - damals in Stuttgart beim Neujahrsempfang. Bei der Veranstaltung war es unter anderem auch um Moscheebau-Pläne in einem Stuttgarter Stadtteil gegangen. [….]  Angesichts des geplanten Vortrags in Augsburg gibt es in den Sozialen Netzwerken ersten Widerstand gegen die Veranstaltung. Cemal Bozoglu, Landtagsabgeordneter der Grünen, hat auf Twitter beklagt, dass Walter Mixa mit dem Vortrag Teil der AfD-Propaganda werde. [….] 

Samstag, 11. Mai 2019

Lysistrata 2.0


Wenn man über die Heuchelei und Perversität der katholischen Kirche nachdenkt, fällt jedem als erstes der massenhafte sexuelle Missbrauch kleiner Jungs ein.
In der allgemeinen Verbrechensethik rangiert „Kinderficken“ ganz unten und im Falle der RKK wird es sogar noch dramatischer, weil die Täter ausgerechnet diejenigen sind, die sich als Pächter der Moral verstehen und bis heute Ethikräte aller Ebenen personell auffüllen.

Noch perfider werden die Myriaden-fachen Verbrechen, indem auch heute noch Topkleriker Homosexualität und Pädophilie synonym verwenden und somit wider besseres Wissen den Schwulen die Schuld in die Schuhe schieben.

Insofern ärgert es mich immer besonders, wenn sich ausgerechnet Schwule für die RKK engagieren, in der HUK um Akzeptanz bei den Intoleranten betteln.
Seid ihr verrückt? Kommunisten machen doch auch nicht bei der FDP mit.

(…..)  Über viele Jahrhunderte haben katholische Offizielle Schwule, Gottlose, Hexen, Ehebrecherinnen und viele andere mehr gefoltert und umgebracht und nur weil sie das nun seltener tun, ist alles verziehen?

Ebenso gut könnte Kenan Kolat (Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland e. V.; TGD) auf Knien zur NPD-Zentrale robben und sich dafür bedanken, daß heute kein von Migranten bewohntes Haus angezündet wurde.

Die Leute von der HUK möchte ich eigentlich zum Psychiater schicken und ihre Schizophrenie behandeln lassen.

Wir, die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (kurz: „HuK”), wollen die volle Teilhabe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Queeren (LGBTQs) am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben. Als Zeuginnen und Zeugen der befreienden Botschaft von Bibel und persönlicher Gotteserfahrung arbeiten wir
-      am Abbau von Vorurteilen gegenüber und Diskriminierung von LGBTQs innerhalb der Kirchen,
-      für die vollständige berufliche Gleichstellung mit heterosexuellen Biomännern und -frauen,
-      gegen die Diskriminierung von HIV-Positiven und an AIDS Erkrankten,
-      an der Schaffung von Räumen, um als LGBTQs Spiritualität zu teilen, und
-       an der Erkennbarkeit von uns als Christinnen und Christen innerhalb der LGBTQ-Gemeinschaft.

Wenn man Teilhabe und Anerkennung möchte, sollte man sich dringend eine andere Ideologie suchen!
In der Bibel, die nur so strotzt von Strafandrohungen, dem Zorn und der Eifersucht Gottes, der Intoleranz und Brutalität ausgerechnet „die befreiende Botschaft“ zu erkennen, zeugt schon von schwerer geistiger Umnachtung.

Die Beschäftigung mit schwulen RKK-Fans verstellt aber den Blick vor der viel größeren Ungeheuerlichkeit:
Wieso engagieren sich Frauen für die RKK?
Was ist los mit Andrea Nahles und Annegret Kramp-Karrenbauer, daß sie sich stolz zu einem Verein bekennen, der noch nicht einmal das geringste geistliche Amt einer Frau zutraut?
400.000 Priester gibt es weltweit – darunter keine einzige Frau.
In diesem Blog wurden immer wieder die grob misogynen, geradezu bestialisch frauenfeindlichen Aussagen aus der Bibel, von den Kirchenlehrern und Heiligen zitiert.

(…..) Die Ansichten der bedeutendsten christlichen Kirchenlehrer sprechen eindeutig nicht dafür, daß Weibsbilder Führungsrollen übernehmen sollten.

"...der Gang, wie sich die göttliche Lehre verbreitet: Von Gott zu Christus, von Christus in den Mann und von diesem in das Weib hinab. Umgekehrt verbreitet sich die teuflische Lehre: Sie kommt zuerst in das Weib, denn dies besitzt weniger Unterscheidungsvermögen."
(Alexander von Hales, 1185-1245, Lehrer des Thomas von Aquin)

"Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, daß die Frauen den Männern dienen."

(Kirchenvater Augustinus, hl., 354-430)

"...wer mag alle leichtfertigen und abergläubischen Dinge erzählen, welche die Weiber treiben...es ist ihnen von der Mutter Eva angeboren, daß sie sich äffen und trügen lassen."
(Martin Luther)

"Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen. Die Frau ist ein Mißgriff der Natur... mit ihrem Feuchtigkeits-Überschuß und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger...eine Art verstümmelter, verfehlter, mißlungener Mann...die volle Verwirklichung der menschlichen Art ist nur der Mann."
(Thomas von Aquin, hl., Kirchenlehrer, 1225-1274)

Jesus preist die Sklaverei, fordert von den Sklaven sich unterzuordnen und die RKK lässt bis heute Frauen wegen ihrer Minderwertigkeit nicht das geringste geistliche Amt übernehmen. (….)

Man sagt, daß bis zu 80% der katholischen Priester schwul sind, aber die geouteten schwulen Gläubigen sind eine Minderheit, die daher durch Streiks und Boykotte nicht viel erreichen können.
Frauen stellen aber über die Hälfte der Gläubigen und in den Katholischen Kirchen sogar zwei Drittel der Gemeindereferentinnen und Pastoralassistentinnen. Außerdem gibt es neben etwas 3.700 Ordensbrüdern und Ordenspriestern über 15.000 Ordensfrauen in Deutschland.
Unter den Mitgliedern der katholischen Säkularinstitute befinden sich 155 Männer und 1241 Frauen.

Auf allen Ebenen, die nicht wirklich etwas zu sagen haben, wo aber die gesamte Arbeit geleistet wird, befinden sich katholische Frauen in der großen Mehrheit.
Alle ordnen sich aber auch im Jahr 2019 noch brav den geistlichen Männern unter.

Wieso tut ihr das?

Sind Frauen vielleicht froh, daß sie im Gegensatz zu kleinen Jungs wenigstens nicht von Priestern vergewaltigt werden?
Nein, das kann nicht der Grund sein, denn wie man inzwischen weiß werden auch Nonnen von Priestern vergewaltigt. Der Papst gibt sogar freimütig zu, daß das immer noch geschieht.

[…..] Frauen als "Sklaven" von Klerikern
[…..] Wieder einmal eine Pressekonferenz im Flugzeug nach einer Auslandsreise, wieder einmal eine Aussage von Franziskus, die ein Beben auslöst. Ja, räumte der Papst auf die Frage einer Journalistin ein, in der katholischen Kirche wurden und werden Nonnen sexuell missbraucht. Es habe Priester und auch Bischöfe gegeben, "die das gemacht haben".
Und das noch bemerkenswertere Eingeständnis des Oberhaupts der katholischen Kirche folgte wenige Augenblicke später: "Ich glaube, dass es noch immer gemacht wird. Das ist keine Sache, die einfach so aufhört, die Sache geht so weiter." In der Vergangenheit habe es laut Franziskus sogar Fälle von "sexueller Sklaverei" durch Kleriker gegeben. [….]

Im Gegensatz zu Schwulen haben Frauen das quantitative Argument auf ihrer Seite. Ohne Frauen kann Franz seinen Laden sofort zumachen.

Den einzig logischen Schritt, nämlich den sofortigen Austritt aus der RKK, vollziehen leider immer noch viel zu wenige Frauen (und Männer mit Anstand).
2.000 Jahre christliche Unterdrückung der Frauen haben diese offensichtlich eingenordet. Sie scheinen sich abzufinden mit ihrer dienenden, prinzipiell untergeordneten Rolle.

Nur ein paar Religiotinnen, die nicht aus ihrer Kirche austreten, sondern in dem misogynen und homophoben weltweiten Kindesmissbrauchsverein bleiben wollen, trauen sich eine sanfte Form des Widerstandes.

[…..] Lisa Kötter träumt von Hunderten weißen Flecken vor den katholischen Kirchen des Landes: Statt brav in die Kirche zu gehen, sollen die Frauen davor weiße Laken auslegen und Gottesdienst feiern, als Zeichen des Protests gegen die sexuelle Gewalt durch Priester und Ordensleute - und für die Gleichberechtigung. Für eine Woche sollen sie keine Kirche betreten, die Arbeit in den Gemeinden niederlegen. Lisa Kötter und ihre Freundinnen von der Initiative "Maria 2.0" rufen zum Kirchenstreik auf. Sie wollen die Männerherrschaft nicht mehr hinnehmen. Fünf Frauen waren sie zuerst - der Aufstand gehört eher nicht zum Wesenskern katholischer Frauengruppen. Doch ihre Idee ist durchs Land gegangen wie ein Frühlingssturm.
Der Wunsch nach Widerstand erwachte im Januar in der Gemeinde Heilig Kreuz in Münster. Lisa Kötter, 58, hatte den Film "Schweigen der Hirten" gesehen, in dem es um systematisch vertuschte Missbrauchsfälle geht. Statt die gewalttätigen Priester anzuzeigen, wurden sie einfach versetzt. [….]

Das ist zu spät, zu wenig, zu inkonsequent.
Das wird die deutschen Priester und Bischöfe, von denen 100% einen Penis tragen, kaum beeindrucken.
Eine Woche Streik sitzen die Männer locker aus.
Allerdings empfinden Katholiban schon das als einen Affront.

[….] In Deutschland wird die Initiative besonders von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) unterstützt. Wohl nicht zuletzt, da der Frauenstreik viele Themen der Kirchenvolksbewegung aufgreift, die bereits seit Jahrzehnten Reformen in der katholischen Kirche fordert. Dafür erhalten die beiden großen Frauenverbände viel Zustimmung aus den Reihen ihrer Mitglieder, werden aber von außen teilweise scharf kritisiert. So forderte das Forum Deutscher Katholiken zum Austritt aus dem KDFB auf. Der Aufruf zum Boykott von Gottesdiensten stelle nach Ansicht des als konservativ geltenden Forums "eine neue Qualität in der Auseinandersetzung innerkirchlicher Kräfte gegen die Lehre der katholischen Kirche" dar. [….]

So ein Ministreik wird wirkungslos verpuffen, solange die Männer in den Soutanen wissen, daß die Frauen anschließend wieder demütig angekrochen kommen und auch weiterhin ihre Kirchenmitgliedsbeiträge zahlen.

Die Frauen sind nach 2.000 Jahren JETZT empört und versuchen es mit einer „öffentlichen Erklärung“. Wie süß. Das hat Lysistrata schon in der Antike effektiver gemacht.

[….] Anlass für die Aktion war die Empörung über den Umgang der Kirche mit den Sexualverbrechern in ihrer Mitte sowie deren Opfern. Für die Organisatorinnen besteht eine direkte Verbindung zwischen der schier endlosen Kette von Sexualverbrechen, deren Bekanntwerden die katholische Kirche in zahlreichen Ländern von Grund auf erschütterte, und der Forderung nach "Abschaffung bestehender männerbündischer Machtstrukturen", wie es in einer Erklärung der Gruppe "Maria 2.0" heißt: "Wir glauben, dass die Struktur, die Missbrauch begünstigt und vertuscht, auch die ist, die Frauen von Amt und Weihe und damit von grundsätzlichen Entscheidungen und Kontrollmöglichkeiten in der Kirche ausschließt." [….]

Freitag, 10. Mai 2019

Weshalb ich nicht die Humanisten wähle.


Als Nichteuropäer darf ich natürlich auch nicht in Deutschland wählen, aber es wäre leicht mich für eine Partei zu entscheiden.
Ich bin seit über einem Vierteljahrhundert Mitglied der SPD, will das auch bleiben, werbe dafür sie zu wählen – auch wenn sie bloß das geringste Übel sein sollte.
Nahles und Klingbeil machen es einem natürlich sehr schwer. Aber als Sozialdemokrat ist man schon gewohnheitsmäßiger Masochist, liest immer wieder fassungslos von Wähler-Abschreckungsaktionen wie dem HÖ-Move der Ministerpräsidentin Schwesig.

Käme es hart auf hart und ich hätte das Wahlrecht, käme dennoch mein Kreuz zur SPD, weil es keine bessere Alternative gibt.

Um umfassend informiert zu sein, beziehe ich die Newsletter fast aller Parteien.

In der Blase meiner sozialen Medienwelt haben aber „Die Partei“ und „Die Humanisten“ ein enormes Übergewicht; ich teile wesentlich mehr Meldungen dieser Minis als von meiner Eigenen.
Das liegt einerseits daran, daß das Online-Team der SPD unfassbar schlecht ist und es tröstet wenig, daß das für alle „Alt-Parteien“ gilt.
„Die Partei“ erregt viel mehr Aufmerksamkeit, weil sie Humor einsetzt und schnell ist; „die Humanisten“ erregen immer wieder überproportional meine Aufmerksamkeit, weil sie gerade in dem für mich ungeheuer wichtigen Thema Religion als einzige wirklich meine Meinung vertreten.

Bei der Bundestags- oder Landtagswahl würde ich wegen der 5%-Hürde niemals eine Splitterpartei wählen, weil meine Stimme damit nur verloren geht und es den latent bevorteilten Konservativen um eine Stimme leichter macht Kanzler/Ministerpräsident zu werden.

Die Piraten schafften eine kurze Zeit die 5%-Hürde zu überspringen, wären also theoretisch wählbar gewesen, aber das hanebüchene Personal und die völlig unsinnigen Forderungen schlossen aus inhaltlichen Gründen ein Kreuz bei der Partei aus. Weswegen die Grünen und die Linken nicht für mich in Frage kommen, habe ich immer wieder erklärt.

 „Die Partei“ ist Satire und daher letztendlich auch nicht als Regierungspartei denkbar.

Die seriöseste Kleinstpartei schien die Partei der Humanisten zu sein, die auch auf dem Europawahlzettel steht und wegen der fehlenden 5%-Hürde womöglich sogar einen Sitz erreichen könnte.

Unglücklicherweise haben sich die Jungs inzwischen auch ins Aus geschossen, indem sie, die Säkularen, die Aufgeklärten, die Laizisten, ausgerechnet eine der borniertesten Ideen der Römisch-katholischen Kirche kopierten.
Sie formulierten eine „Ausschlussliste“ von Vereinen/Parteien/Ideen, die eine Mitgliedschaft bei den Humanisten verbieten.
Das erinnert an eine Mischung aus „Antimodernisteneid“ und die Liste der verbotenen Bücher.

(…..)- Bis 1967 mußten alle katholischen Geistlichen den von Pius eingeführten „Antimodernisteneid“ ablegen. (Motu proprio «Sacrorum antistitum» vom 01.September 1910)

Der Antimodernisteneid ist ein bedeutendes Stück Kirchengeschichte, den auch ein gewisser Herr Joseph Ratzinger feierlich geschworen hat. Ein Eid, der ein wirkliches „Dagegen-Monument“ ist.
Nichts dürfe sich jemals ändern, jede Aufklärung sei falsch:

[…] Deshalb verwerfe ich ganz und gar die irrgläubige Erfindung einer Entwicklung der Glaubenssätze, die von einem Sinn zu einem andern übergingen, der abweiche von dem Sinn, den die Kirche einst gemeint habe. Ebenso verwerfe ich jeden Irrtum, der das göttliche, der Braut Christi übergebene Vermächtnis, das von ihr treu bewahrt werden soll, durch eine Erfindung philosophischen Denkens oder durch eine Schöpfung des menschlichen Bewußtseins ersetzen will, das durch menschliches Bemühen langsam ausgebildet wurde und sich in Zukunft in unbegrenztem Fortschritt vollenden soll.
[…] Auch verwerfe ich den Irrtum derer, die behaupten, der von der Kirche vorgelegte Glaube könne der Geschichte widerstreiten und die katholischen Glaubenssätze könnten in dem Sinn, in dem sie jetzt verstanden werden, mit den Ursprüngen der christlichen Religion, wie sie wirklich waren, nicht in Einklang gebracht werden.
Ich verurteile und verwerfe auch die Auffassung derer, die sagen, ein gebildeter Christ führe ein Doppeldasein, das Dasein des Gläubigen und das Dasein des Geschichtsforschers, als ob es dem Geschichtsforscher erlaubt wäre, festzustellen, was der Glaubenswahrheit des Gläubigen widerspricht, oder Voraussetzungen aufzustellen, aus denen sich ergibt, daß die Glaubenssätze falsch oder zweifelhaft sind, wenn man sie nur nicht direkt leugnet.
Ich verwerfe ebenso eine Weise, die Heilige Schrift zu beurteilen und zu erklären, die die Überlieferung der Kirche, die Entsprechung zum Glauben («analogia fidei») und die Normen des Apostolischen Stuhls außer Acht läßt, die sich den Erfindungen der Rationalisten anschließt und die Textkritik ebenso unerlaubt wie unvorsichtig als einzige oberste Regel anerkennt.
Auch die Auffassung derer verwerfe ich, die daran festhalten, ein Lehrer der theologischen Geschichtswissenschaften oder ein Schriftsteller auf diesem Gebiet müsse zuerst jede vorgefaßte Meinung vom übernatürlichen Ursprung der katholischen Überlieferung oder von einer Verheißung der göttlichen Hilfe zur steten Bewahrung einer jeden geoffenbarten Wahrheit ablehnen. […] Endlich bekenne ich ganz allgemein: Ich habe nichts zu schaffen mit dem Irrtum, der die Modernisten glauben läßt, die heilige Überlieferung enthalte nichts Göttliches, oder, was noch viel schlimmer ist, der sie zu einer pantheistischen Deutung der Überlieferung führt, so daß nichts mehr übrigbleibt als die nackte, einfache Tatsache, die in einer Linie steht mit den gewöhnlichen Geschehnissen der Geschichte, die Tatsache nämlich, daß Menschen durch ihre eigenen Bemühungen, durch ihre Sorgfalt und Einsicht die von Christus und seinen Aposteln begonnene Schule in den nachfolgenden Zeitabschnitten fortsetzten. So halte ich denn fest und bis zum letzten Hauch meines Lebens werde ich festhalten den Glauben der Väter an die sichere Gnadengabe der Wahrheit, die in der Nachfolge des bischöflichen Amtes seit den Aposteln ist, war und immer sein wird, so daß nicht das Glaubensgegenstand ist, was entsprechend der Kultur eines jeden Zeitabschnittes besser und passender scheinen könnte, sondern daß niemals in verschiedener Weise geglaubt, nie anders verstanden wird die absolute, unabänderliche Wahrheit, die seit Anfang von den Aposteln gepredigt wurde. Ich gelobe, daß ich das alles getreu, unversehrt und rein beobachten und unverletzt bewahren, daß ich in der Lehre oder in jeder Art von Wort und Schrift nie davon abweichen werde. So gelobe ich, so schwöre ich, so helfe mir Gott und dieses heilige Evangelium Gottes.


Starker Tobak.
Das ist der Geist, der durch den Vatikan weht. Die meisten Kurialen haben mit diesem Eid ihre geistliche Laufbahn begonnen.
Kein Wunder, daß Ratzinger im Jahr 2009 die Exkommunikation der rechten FSSPX-Hetzer aufhob und die Hitlerfreunde wieder in sein Herz schloß.

Der Ratzinger-Papst hat nicht nur zufällig seine treusten Anhänger unter der FSSPX. Sein theologisches Hauptthema, der Kampf gegen das was er „Relativismus“ nennt, ist kongruent mit dem, was sein Vorgänger vor 100 Jahren unter „Modernismus“ verstand. (….)

Die Liste der verbotenen Bücher, über 6.000 an der Zahl, die kein Mitglied der katholischen Kirche lesen durfte, existierte bis 1966.

(…..) Die berüchtigte Liste der verbotenen Bücher der Katholischen Kirche, der Index Librorum Prohibitorum und der Index librorum purgandorum, enthielten zwar üble Werke, wie zum Beispiel die der bekannten Schmutzfinken Jean-Paul Sartre, Voltaire, vier Werke von Heinrich Heine, Pierre-Jean de Béranger, Die Kritik der reinen Vernunft von Immanuel Kant, Alexandre Dumas, René Descartes, Denis Diderot.
Nicht aber Hitler „Mein Kampf“, obwohl es Papst Pius XII gründlich gelesen hatte. (….)
Es ist keine Satire-Partei, sondern es sind die angeblich so wissenschaftsorientierten „Humanisten – Rational, liberal, fortschrittlich“, die sich ein ähnliches Kompendium ausgedacht haben.


Liberal meint hier aber offensichtlich ziemlich viel FDP und weniger “freigeistlich”.
Eine lange Liste zeigt was man als Mitglied bei „Die Humanisten“ nicht sein darf – beschlossen vom Bundesvorstand am 25.07.2018.

Neben Rechtsextremisten und Religioten aller Ausprägung findet man dort auch:

[…..] ATB (Europäisch-Türkische Union)
[…..] Bekenntnis zu Sozialismus und Kommunismus
    Ablehnung des Kapitalismus, bzw. der Grundsätze der Marktwirtschaft
    Gleichsetzung des Kapitalismus mit Krieg, Hunger, Armut, Rassismus etc. d. h. durchgehende, monokausale Erklärung von Übeln durch die marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung
    Unterstellung, dass die Politik in Deutschland bzw. in anderen liberalen demokratischen Staaten grundsätzlich nur den Interessen des Kapitals dienen würde
[…..] Bewunderung oder Respektsbekundungen für sozialistischen Massenmörder, wie bspw. Che Guevara, Stalin, Mao, Fidel Castro
Das Antifa-Symbol
Ein Bekenntnis zum Marxismus, Trotzkismus, Maoismus etc. als Weltanschauung
[…..]   die gesamte Partei: Die Linke
[…..]     ihre Zeitung Solidarität […..] ihre Zeitung sozialismus.info
[…..]  ihre Parteinahe Stiftung Rosa-Luxemburg-Stiftung
[…..]     Gruppen mit dem Namensbestandteil Antifa
[…..]     Gruppen die das Antifa-Symbol oder abgeleitete Symbole als Logo führen
[…..]     PKK / YPG […..] ihre Hochschulorganisation YXK bzw. JXK
[…..]     Union der Journalisten Kurdistans (YRK) […..] Union der kurdischen Lehrer (YMK) […..] Union der Juristen Kurdistans (YHK)
[…..] Föderation der demokratischen Aleviten (FEDA) […..] Föderation der yezidischen Vereine (FKE)
[…..]     Attac  […..] Die Zeitung Junge Welt
    Die Zeitung Jungle World […..] Die Zeitung Arbeiterstimme
[…..]     Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)
[…..]     Deutscher Freidenkerverband
[…..]     Gruppen gegen Kapital und Nation
[…..] Occupy-Bewegung […..]     Nachdenkseiten […..]    
 (Die Humanisten)

Da waren aber ein paar Überzeugte gründlich am Werk im Bemühen ihre Partei wirklich klein zu halten.

Antifa, Jungle World, Attac verboten für Humanisten?

Vielen Dank, liebe Humanisten; RKK 2.0, damit erübrigt es sich darüber nachzudenken, ob man Eure Partei wählen kann.

Einigen Humanisten dämmert es offenbar, daß eine rigorose Denkverbotsliste nicht bei jedem Anhänger des evolutionären Humanismus (dazu zähle ich mich!) gut ankommt.

Sie schoben daher kurz vor der EU-Wahl in Panik eine abmildernde Erklärung hinterher.

[…..]  Die Humanisten sind keine Partei für Extremisten und Radikale, für Nationalisten und Sozialisten [Was haben SOZIALISTEN in dieser Aufzählung zu suchen? –T.], für Verschwörungstheoretiker, Rassisten, Faschisten, Sexisten oder gewaltbereite Menschen. Wer solche Einstellungen pflegt, gehört nicht in unsere Partei. Das ist unser Grundsatz und zu dem stehen wir.
[…..]  Diese [Unvereinbarkeitsliste] soll als Handreichung typische extremistische und radikale Vereinigungen u.ä. benennen, auf die es bei einem Mitgliedsantrag zu prüfen gilt. Die Aussage dieser Liste ist einzig und allein, welche Organisationen nicht zu einer Mitgliedschaft in der Partei der Humanisten passen. […..]
[…..]  schließlich nehmen wir für uns in Anspruch, rationale, faktenbasierte Politik zu betreiben. […..] Immer wieder lesen wir deshalb, wie wir bloß für Dinge wie Glyphosat, Gentechnik oder Kernkraft sein könnten, das wäre ja nicht “humanistisch” oder “links” oder “sozial”. […..] Doch absolute Rationalität und Wissenschaftlichkeit funktioniert nicht, wenn man nur das als richtig und legitim untermauern möchte, was man bereits glaubt: Man muss auch bereit sein, sich selbst und seine Vorurteile stets zu hinterfragen. […..]

Ein klassischer Fall von Verschlimmbesserung.
Bisher ärgerte ich mich als Sozialdemokrat und somit „demokratischer Sozialist“, dessen Partei über 150 Jahre Hauptvorkämpferin für humanistische Werte wider die Religiosität war über die Anmaßung der Unvereinbarkeitsliste.

Aber nun bin ich auch noch als Naturwissenschaftler, als Chemiker entsetzt.
Spätestens als ich Nuklearchemie studierte und wir selbstverständlich auch in Kernkraftwerke gingen, lernte ich, daß die hartnäckigsten Kritiker der Kernkraft aus der Wissenschaft stammen.
Es ist rational und evidenzbasiert so eine Technologie abzulehnen.
Jetzt bin ich ernsthaft wütend. Glyphosat und Kernkraft kritisiert man nicht, weil das „links“ oder „sozial“ (und somit aus Partei-Sicht falsch) ist, sondern gerade als Naturwissenschaftler.

Bitte keine Stimme für die Humanisten!