Die
Autos werden da weggeleitet, wo die Grenzwerte für Stickstoffdioxid von 40
Mikrogramm besonders deutlich überschritten werden.
Insofern
ist die Maßnahme nicht ganz so lächerlich wie sie zunächst einmal wirkt.
Es gibt
deutschlandweit tausende Todesfälle durch Stickoxide.
Der
Hamburg Senat ist also gut beraten die Menschen, die an die stickoxidigsten
Straßen leben – und es sind die Kleinkinder, die genau in Höhe der
Auto-Auspuffe atmen – vor dieser Lebensgefahr zu schützen und schnell die Werte
runterzubringen.
[…..]
Auch niedrige Stickstoffdioxid-Werte
verursachen bis zu 8.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in Deutschland
In einer Studie des
Umweltbundesamtes, die dem ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ exklusiv vorliegt,
wurde nach Angaben der Forscher erstmals flächendeckend für Deutschland
untersucht, welche gesundheitlichen Schäden durch Stickstoffdioxid verursacht werden
können. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass auch sehr geringe
NO2-Konzentrationen, wie in ländlichen Gebieten, gravierende gesundheitliche
Folgen haben können – und zwar auch weit unterhalb des gültigen
Jahresmittel-Grenzwertes von 40 µg / m³ Luft. [….]
Der
Grüne Umweltsenator Kerstan kann vermutlich gar nicht anders; die Grenzwerte
müssen eingehalten werden.
Zieht man
die Perspektive aber weiter auf, wird es aber schon lächerlich:
Um an
den Messstationen mit besonders hohen Werten Entlastung zu schaffen, wird der
Verkehr dahin umgeleitet, wo es etwas weniger Dieselabgase gibt. Insgesamt,
über ganz Hamburg gemittelt, steigt also die Stickoxidbelastung.
Natürlich
fühlen sich die Dieselfahrer verarscht; insbesondere wenn man weiß, daß die
hofierten dicken im Hamburger Hafen vertäuten Kreuzfahrtschiffe, die noch nicht
mit Landstrom versorgt werden, am Tag so viele Stickoxide rausblasen, wie 300.000
KFZs.
Da haben
die Satiresendungen wirklich leichtes Spiel.
Ein
typischer Fall von Urnenpöbelungerechtigkeit.
Die
Stickoxid-Jahresmittel-Grenzwerte von 40 µg / m³ Luft gelten seit 2010.
Acht
Jahre weiß die Bundesregierung was auf die Autoindustrie zukommt.
Acht
Jahre CSU-geführtes Bundesverkehrsministerium.
2009-2013
Peter Ramsauer
2013-2017
Alexander Dobrindt
Ab 2018
Andi Scheuer
Acht
Jahre totales politisches Versagen.
Acht
Jahre Lobbyhörigkeit der bestens von der Auto-Industrie finanzierten
C-Parteien.
Acht
Jahre, in denen die Deutschen immer wieder mit großen Mehrheiten die C-Parteien
in die Bundesregierung schickten.
Der
kommunale Senator Kerstan muss nun das ausbaden, was auf Bundesebene Ramsauer,
Dobrindt und Scheuer verbockt haben.
Das
könnten die Satiriker bitte zumindest erwähnen, bevor sie über meine
wunderschöne Heimatstadt lästern.
Das sage
und schreibe ich schon seit Jahren:
So wie die amerikanischen Sender mit ihrer hysterischen Dauerübertragung Trump
ins Weiße Haus gebracht haben, wurde in Deutschland durch Maischberger, Will,
Illner und Plasberg die AfD groß gemacht und die Xenophobie gefördert.
Gerade
schwappt es mal wieder durch die Medien; unter uns „Linksgrünversifften“ sind
einige ernsthaft sauer auf die Blabla-Redaktionen.
[…..]
Und es gibt die ebenso
liebreizende wie begnadete "Journalistin" Sandra Maischberger, die
uns zum tausendsten Mal mit dem Islam, Muslimen, Flüchtlingen, Gotteskriegern,
Wutbürgern, Angstbürgern und so exklusiven Themen wie „Die Islamdebatte: Wo endet die Toleranz?“ überrascht. Auf Twitter hat Amir El-Shamy Sandras Hochleistungen zum
Einthementalk penibel (und für jeden nachlesbar) aufgelistet. Die AfD soll die
Tabelle als Dankgebetsbuch nutzen. Erlauben Sie uns ein paar Fragen, zauberhafte Frau Maischberger:
Wieviel schieben ihnen Beatrix von Storch, Alexander Gauland und die anderen
Neovölkischen für dieses fabelhafte Themenrepertoire in den Arsch
Ausschnitt? Haben sie was mit Björn Höcke? Oder gar mit Alice Weidel? Und wie
hin- und hergerissen ist erst die ARD über Ihre allwöchentliche
Islambeschallung? [….]
Bedauerlicherweise
gibt es diese Vorwürfe nun schon seit drei Jahren – unter anderen erhoben von
Redaktionen des eigenen Senders (MONITOR, ARD) und Bundestagsabgeordneten
(Marco Bülow, SPD), ohne daß ein Funken Einsicht bei den ARD-Granden herrscht.
Kontinuierlich
pushten sie extrem überproportional AfD-Themen, bis diese in Hundertschaften in
Parlamente zog.
(…..)
Im Jahr 2016 waren mehr als die Hälfte aller ARD/ZDF-Polittalkshows mit
AfD-Themen beschäftigt, boten Vertretern der braunen Bande Woche um Woche
stundenlang kostenlose Sendezeit zur Selbstdarstellung an.
[….] Worüber
wurde in den größten deutschen Politik-Talkshows im letzten Jahr gesprochen?
Wir haben alle Sendungen des letzten Jahres von ARD und ZDF ausgewertet,
insgesamt 141 Sendungen. Davon ging es in 40 Talkshows um das Thema Flüchtlinge
und Flüchtlingspolitik, 15-mal wurde über das Thema Islam, Gewalt und
Terrorismus gesprochen. 21-mal über Populismus, vor allem Rechtspopulismus.
Insgesamt machten diese Themen 54 Prozent aller Talkshows aus.
Prof. Claus Leggewie, Politikwissenschaftler: „Ich glaube, es gibt
erheblich interessantere Themen in der politischen Öffentlichkeit, die durch
diese vermeintlich aktuellen und dramatischen Themen immer wieder in den
Hintergrund gerückt werden. Dadurch fokussiert sich Politik auf die Themen der
Rechtspopulisten. Das sind nämlich ihre Themen, der Islam, die Flüchtlinge, der
Terror.“
Andere Themen hatten keine Chance: Über Energie-Themen, wie die Zukunft der
Kohle oder den Atomausstieg wurde nicht gesprochen. Auch das Thema
Bildungspolitik war kein Thema. Und selbst der viel diskutierte Abgasskandal
war keiner der Talkshows eine Sendung wert. Klar, die Flüchtlingspolitik war
das Megathema des letzten Jahres. Aber stimmt das Verhältnis noch? [….]
Leider sind die Deutschen nicht schlau genug, um so zu
reagieren, sondern kleben weiterhin tumb jeden Abend an den Glotzen.
Da können Warner warnen, so viel sie wollen.
Diese Woche bewies es wieder; kaum hatte Alexander
Gauland besonders widerlich die Holocaust-Opfer verhöhnt, rollten ihm Plasberg
und Maischberger den Roten Teppich aus, und hielten AfD-Werbesendungen ab.
[…..]Sind die Politik-Talkshows von ARD und ZDF
einseitig und verzerrend? Zu diesem Ergebnis kommt der Dortmunder
SPD-Abgeordnete Marco Bülow, nachdem er mehr als 200 Talkshows über einen
Zeitraum von eineinhalb Jahren ausgewertet hat. Er sieht ein "krasses
Missverhältnis" bei den Themen, die nicht die Realität widerspiegeln
würden. […..]“Die Themenauswahl spiegelt absolut nicht die
tatsächlichen Probleme in unserer Gesellschaft wider und stellt damit ein
Zerrbild der Wirklichkeit dar”, resümiert der SPD-Abgeordnete in seiner
Untersuchung. Er bestätigt damit, was Kommunikationswissenschaftler seit Jahren
kritisieren. Über anderthalb Jahre hat Bülow 204 Sendungen der fünf
relevantesten politischen Talkshows von ARD und ZDF analysiert: darunter
“Maischberger”, “Anne Will”, “Hart aber fair”, “Günther Jauch” (seit Ende 2015 eingestellt)
und “Maybrit Illner”.
Jede vierte Sendung behandelte der Untersuchung zufolge speziell das Thema
Flüchtlinge. Der Themenkomplex Flüchtlinge, Islam, Terror/IS und
Populismus/Extremismus stand sogar fast jede zweite Sendung auf der Agenda.
“Wichtigen Themen wie NSU, Rassismus und rechte Gewalt wurden zum Beispiel
jeweils nur eine Sendung gewidmet”, schreibt der SPD-Mann. Und das, obwohl es
im vergangenen Jahr laut BKA fast 3.400 Anschläge auf Geflüchtete und
Asylbewerberheime gegeben hatte. In nur sechs von 204 Sendungen wurde zudem
über Armut und Ungleichheit diskutiert. Der Klimawandel spielte in den
Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen überhaupt keine Rolle. […..]
Seit Jahren im Wochenrhythmus erprobt: Eine gezielte
Nazi-Provokation der AfD-Bande – auch die CSU versucht es erfolgreich mit
dieser Methode – und schon springen die Talk-Azubis der großen Sender über das
braune Stöckchen.
Sie alle lassen sich von einem Geronten, der nicht mal
auf seine Klamotten aufpassen kann, willig und devot instrumentalisieren.
Es ist unnötig das zu erwähnen, aber zur Sicherheit:
Selbstverständlich soll auch in deutschen Talkshows über Integrationsprobleme,
den Islam und Migration gesprochen werden.
Das sind aber nicht die einzig relevanten Themen, die
extrem überproportional, nahezu allein das Programm bestimmen sollten.
Außerdem ist es sinnlos immer wieder dieselben
AfD-Gäste einzuladen, da ihre Methoden, ihre Lügen hinlänglich bekannt sind.
(…..) AfD, CSU, Gauck, NPD und auch weite Teile der
heutigen CDU und FDP erklären in jede Kamera, man müsse die Ängste der Bürger
vor der Überfremdung ernst nehmen.
„Aber wir müssen die Ängste und Sorgen der Bürger doch ernstnehmen…..
So ein Blödsinn!
Wir müssen den Bürgern die Ängste nehmen und ihre Sorgen zerstreuen.“
(Wilfried Schmickler 12.11.2015)
Wenig verwunderlich, daß von so einer Performance nur
die Originale profitieren: AfD, Pegida und NPD.
Thomas Oppermann will nun auch Kontingente.
Gabriel ist ein Stimmungs-Politiker, der den Muffigen
und Motzenden voller Verständnis entgegen eilt.
Verständnis? Wofür?
Verständnis aufbringen für die Ängste und Sorgen der Bürger in Deutschland.
Keine Talkshow mehr ohne diesen Satz, keine Diskussion am Stammtisch und keine
Debatte im Bundestag. Verständnis VON oder Verständnis FÜR? Es ist der kleine
semantische Unterschied, der den Analysten vom Aktivisten unterscheidet. Den,
der Stimmungen deutet von dem, der Stimmung macht. Ja, auch ich verstehe, dass
es Ängste vor Flüchtlingen gibt und woher diese Ängste kommen. Nur, mit
Verlaub, ich habe kein Verständnis dafür.
Ich habe kein Verständnis dafür, dass Menschen Angst haben vor einer "Islamisierung
des Abendlandes", wo der Anteil der Muslime im europäischen „Abendland“
gerade mal 4 % ausmacht, und auch dann nur auf 5 % anwachsen würde, wenn
sämtliche syrischen Flüchtlinge auf einmal nach Europa kämen.
Ich habe kein Verständnis dafür, dass Menschen in diesem Land davor Angst
haben, dass 2, 3 oder 5 Millionen Flüchtlinge uns unserer Lebensgrundlage
berauben. In einem Land, das gerade Milliarden Überschüsse erwirtschaftet und
dabei von der Armut der Länder profitiert, aus denen viele Flüchtlinge zu uns
kommen.
Ich habe kein Verständnis dafür, dass besorgte Bürger Angst davor haben,
dass unsere Verfassungswerte in Gefahr geraten, wo doch die Gleichen, die das
befürchten, sofort dazu bereit sind, Artikel 1 des Grundgesetzes zu opfern,
wenn es um eine menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen in diesem Land
geht.
Nein, ich habe keinerlei Verständnis für diese Ängste – und schon gar nicht
dafür, dass Politiker Verständnis für solche Ängste heucheln und dabei nichts
anderes tun, als diese Ängste jeden Tag aufs Neue anzufachen.
Man kann sich das heute kaum noch vorstellen; aber es
gab einst sehr gute und informative Talkmaster in Deutschland.
Menschen, die ihre Themen beherrschten und nicht
einfach die von der Redaktion aufgeschriebenen Fragen ablasen, unabhängig vom
Fortschritt des Diskussion die Teilnehmer alternierend sprechen lassen und
keinerlei Reaktion zeigen, wenn die Gäste sich wiederholen oder nicht auf
Fragen antworten.
Es gab die begnadete
Lea Rosh, 82, (1982 bis 1988 Gastgeberin „III nach Neun” von
Radio Bremen. 1988 bis 1991 „Freitagnacht”), die in ihrer monothematischen
zweistündigen Berliner-Talkshow ein freundliches, aber strenges Regiment
führte. Wiederholte sich ein Gast, entzog sie das Wort. Wenn es unübersichtlich
wurde, griff sie ein, fasste in knappen neutralen Sätzen den bisherigen
Sachstand zusammen und führte inhaltlich voran.
Eine extrem fähige Diskussionsleiterin war auch die
Berlinerin Juliane Bartel, „III nach Neun” (1989 bis 1998) und Alex (Sender Freies
Berlin, ab 1993), die 1998 im Alter von 52 Jahren an Krebs starb.
Um auch einen Mann zu nennen, sei der hochgebildete
Atheist Volker Panzer,71, erwähnt, der heute
als Herausgeber des „humanistischen Pressedienstes“ aktiv ist. Er führte von
1997 bis 2012 durch eine der besten
und erkenntnisreichsten Talkshowsder deutschen
Fernsehgeschichte, das
sonntägliche ZDF-Nachstudio.
Panzer setzte eher auf Wissenschaftler und Experten,
statt auf die bei Willmaischbergerplasbergillnerlanz so beliebten politischen Dauergäste
Leyen/Bosbach/Storch.
Es geht also; man kann sinnvolle und informative
Talkshows machen.
Leider sind sie alle offline und wurden durch
inhaltsleere AfD-Nachplapperer ersetzt.
[…] Wir müssen
mal wieder über Talkshows reden. Denn was da seit Monaten passiert, fühlt sich
langsam an wie eine Art stiller Putsch von Redakteuren, die offensichtlich im
ganzen Quoten-Quatsch ihren Kopf verloren haben.
Wie ist es sonst zu erklären, dass zum Beispiel bei einem Thema wie
Integration bei Anne Will ausgerechnet Frauke Petry sitzt? Da könnte man
genauso einen Pyromanen in eine Streichholzfabrik einladen.
Denn ernsthaft: Was soll das? Es ist klar, was Frauke Petry sagen wird, es
ist nicht konstruktiv, es ist polemisch, es vergiftet das Klima, es macht die
Diskussion kaputt - und vor allem, es wurde schon 1000-mal gesagt, von ihr und
ihren AfD-Kollegen.
[…] Es ist
schließlich eine der großen Lügen der "Lügenpresse"-Krakeeler, dass
die AfD ausgegrenzt wird: Im Gegenteil, aus lauter Selbsthass oder stiller
Sympathie oder weil sie ihr eigener Quoten-Populismus dazu treibt, machen ARD
und ZDF seit Monaten Wahlwerbung für die AfD.
[…] Aber nach
links hin, so scheint es, hat man immer noch mehr Ängste als nach rechts -
erinnert sich noch jemand an den grotesken Auftritt von Björn Höcke mit seiner
Deutschlandfahne und dem Moderatorenversagen von Günther Jauch?
Lange schon haben die Rechten einen symbolischen Anteil im Fernsehen, der
deutlich höher ist als ihre Stimmen bei Wahlen - oder, genauer gesagt, die
Wahlergebnisse nähern sich langsam ihrer symbolischen Präsenz, und man darf da
durchaus einen Zusammenhang sehen.
[…][…] Das
öffentlich-rechtliche Fernsehen jedenfalls begleitet und moderiert mit seinen
Talkshows den gesellschaftlichen Rechtsrutsch. Und befördert ihn damit.
Das ist
auch so eine Frage, die man sich jeden Tag stellt. Wieso ist jeder zweite
Amerikaner komplett verblödet?
Denn es
ist sind ja keine überwältigende Mehrheiten wie in Ungarn oder Russland, die
ihren autoritären Regierungschef anhimmeln.
Die
politische Besonderheit Amerikas ist die extreme Heterogenität der Wahlbevölkerung, die durch ausgefeiltes Gerrymandering in
zwei sich zutiefst gegenseitig verachtende Blöcke unterteilt ist.
Das
amerikanische Wahlrecht begünstigt ohnehin die Republikaner, weil ländliche,
dünn besiedelte Staaten mehr Senatoren und Abgeordnete pro Bürger stellen.
Durch
Gerrymandering kommen durchschnittlich weitere zehn republikanische Sitze, als
es den tatsächlichen Mehrheitsverhältnissen entspricht hinzu.
Bei den
Vorwahlen von vorgestern bewiesen die Demokraten außerdem mal wieder ihre
atemberaubende strategische Verblödung.
In
Californien gilt ein von Arnold Schwarzenegger erlassenes Wahlgesetz, das nur
die beiden bestplatzierten Kandidaten der Vorwahl zu den Kongresswahlen zulässt.
Das
können also auch zwei GOPer oder zwei Dems sein, so daß die jeweils andere
große Partei bei den Kongresswahlen gar nicht gewählt werden kann.
In
Californien gibt es sieben Kongresswahlbezirke, in denen Hillary Clinton 2016
die Mehrheit bekam, aber dennoch ein Republikaner in den Kongress gewählt
wurde. Im Zuge der erhofften Blue Wave gilt es nun als oberstes Ziel diese
sieben Wahlkreise zu flippen, also im Herbst sieben Demokraten mehr in den
US-Kongress zu schicken.
Das
sollte ein Leichtes sein, da dies ohnehin blaue Wahlkreise sind und Californien
sich zur Anti-Trump-Hochburg entwickelte.
Die Begeisterung
bei den Demokraten war so groß, daß sie teilweise mit sechs oder neun Kandidaten
antraten, auf die alle Stimmen so gleichmäßig verteilt wurden, daß am Ende nur
die beiden Republikaner zu den Kongresswahlen antreten werden.
Noch
wird ausgezählt, aber es ist wahrscheinlich, daß die Linke mal wieder durch
ihre geisteskranke Zersplitterung und Desorganisation trotz Mehrheiten das Nachsehen haben wird.
Demokratisches
Missmanagement und Stimmensplitting bis die Rechten am Ende lachen.
Amerikanisches System, in dem Donald Trump Präsident wurde, obwohl Hillary Clinton
drei Millionen Stimmen mehr als er bekam.
[…..] In California, Democrats are hopeful they've
avoided the potential nightmare of being locked out of winnable House races due
to the state's unique primary system that allows the top two candidates of any
party to advance. […..]
Es gibt
republikanische Mehrheiten in Kongress, Senat und unter den Gouverneuren, sowie
einen republikanischen Präsidenten, weil:
·Das
Wahlsystem erstens die GOPer bevorzugt,
·Große
Teile der Bevölkerung durch Homeschooling, rechte Massenmedien und religiöse Indoktrinierung
verblödet sind,
·Das
Bildungssystem in den Staaten sehr schlecht ist,
·Das
amerikanische Selbstverständnis und der Nationalstolz dazu einlädtnicht zu viel nachzudenken und
·Superreiche
rechte Profiteure des von unten-nach-oben-Verteilungs-Steuersystems jedes Jahr
Milliarden ausgeben, um gezielt durch Kampagnen, Werbung und Medien Stimmung
für die Republikaner zu machen.
Zu den einflussreichsten
und aktivsten „Multimilliardären gegen das Volk“ gehören:
1.Der
37 Milliarden Dollar schwere Casinomogul Sheldon Gary Adelson, 85, der allein
2012 satte 100 Millionen Dollar investierte, um die Wiederwahl des verhassten
Barack Obamas zu verhindern, später Gingrich, den Molch unterstützte und auch
nach der Wahl Trumps noch einmal fünf Millionen Dollar für dessen Amtseinführungsparty
spendierte.
2.Der
Hedgefonds-Multimilliardär Robert Leroy „Bob“ Mercer, 61, der als glühender
Trump-Fan weitgehend allein den faschistischen Sender Breitbart sowie Steve
Bannon finanzierte, 25 Millionen US-Dollar im Jahr 2016 an Trumps Super-PAC, 35
Millionen für Cambridge Analytica, 11 Mio. $ an das erzkonservative Media
Research Center, sowie 25 Millionen Dollar an den superkonservativen Fonds der
Kochs zahlte.
3.Charles
Koch, 82 und sein Bruder David Koch, 78, besitzen jeweils 60 Milliarden Dollar und
setzen ihre zusammen 120 Milliarden Dollar seit Jahren zur Finanzierung der
ultrarechten, white Supremacy und Teaparty-Bewegung ein.
Ja, es
ist möglich sich gegen die vereinigte Macht des ganz großen Geldes in Amerika
durchzusetzen. Das zeigte Barack Obama.
Aber
dann braucht man eine ideale Ausgangslage (grenzenlose Wut auf GWB im Jahr
2008), einen hochintelligenten, frischen, jungen Bewerber (Obama) und einen
ausgesprochen tölpelhaften Gegner (McCain/Palin).
Sind die
Voraussetzungen weniger ideal, weil beispielsweise die Kandidatin wie Frau
Clinton für viele wie ein rotes Tuch wirkt, können sich die Milliarden der oben
Genannten und deren vielen weiteren Milliardäre für die GOP fatal auswirken.
Allerdings,
eins der widerlichsten Individuen aus dem Olymp der weltweit reichsten reaktionären
Geronten, nämlich David Koch, scheint ein wenig genervt von Trumps Chaos zu
sein.
Er
wünscht sich offenbar einen devoteren Erfüllungsgehilfen im Weißen Haus, der stiller
das tut, was Koch, Mercer und Adelson verlangen.
[…..] David Koch, Multimilliardär, konservativer
Strippenzieher und Geschäftsmann, ist 78 Jahre alt und krank. Jetzt zieht er
sich aus dem Unternehmen und der politischen Organisation der Koch-Brüder
zurück. Dies teilte sein Bruder Charles in einem Brief an die Belegschaft des
mächtigen Konglomerats Koch Industries mit. Dieser Abschied könnte Amerika
verändern.
Viele Millionen,
wahrscheinlich Milliarden haben die Koch-Brüder für konservative Zwecke
gespendet. Ihr Netzwerk ist so legendär wie geheim. Sie stammen aus einer Welt,
in der Donald Trump erst als Witzfigur galt und nun als Gefahr, schließlich
stehen sie für freien Handel, beinahe um jeden Preis. Trumps
America-First-Ideologie passt ihnen gar nicht. Sie unterstützen zum Beispiel
das Bleiberecht von Menschen, die als Kinder illegal in die USA gebracht
wurden. Trotz Trump setzen sie aber viele ihrer Ziele um, sie gelten als
treibende Kraft hinter der jüngsten Steuerreform und werben für die Abschaffung
von Umweltschutzgesetzen. Von den Koch-Brüdern war David bislang der
sichtbarere, politisch aktivere. Dass er sich nun zurückzieht, ist ein Schlag
für die Republikaner, die Unterstützung brauchen für Politik jenseits des
Trump-Lagers. Das größtes Feindbild der Kochs war Barack Obama, den sie für
einen Sozialisten hielten, der ihre Ziele bedrohte mit einem starken Staat. [….]