Dienstag, 25. Februar 2014

Hühnerhaufen im Panik-Modus.



Nun scheint es doch passiert zu sein.
Meine Partei ist verrückt geworden.

Die SPD-Spitze strebt den Ausschluss ihres langjährigen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy aus der Partei an. „Es gibt ein formales Parteiordnungsverfahren gegen Herrn Edathy“, sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi am Montag nach einer Besprechung des Parteipräsidiums. Man habe das Verfahren einstimmig an die Bezirksschiedskommission in Hannover übergeben. Fahimi begründete den Schritt mit moralisch unkorrektem Verhalten Edathys….
(dpa, 24.02.14)

Geht es noch?
Nun wollen wir Parteimitglieder wegen einer VERANLAGUNG und einigen vagen Verdächtigungen ausschließen?
Und das während ein echter Parteischädling wie Sarrazin fröhlich weiter seinen menschenfeindlichen, xenophoben Dreck unter der SPD-Flagge veröffentlicht?
Ein bramarbasierendes Geschwurbel, welches es nicht wert ist gelesen zu werden – nebenbei bemerkt.

Sebastian Edathy ist aber nicht nur Parteimitglied der SPD, sondern dazu auch noch ein Verdientes.
Der ehemalige Vorsitzende des Innenausschusses und späterer Leiter des Untersuchungsausschusses zur Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund hatte sich eindeutig Meriten verdient.
Sogar die CSU erkannte ja offensichtlich seine Brillanz. Deswegen informierte der irrlichternde Friedrich widerrechtlich Sigmar Gabriel – weil er annehmen musste, daß die SPD so einem Polit-Talent eine wichtige Position in der neuen Regierung verschaffen würde.

Ähnlich wie Friedrich offenbart nun die ganze SPD-Spitze ein sehr eigenartiges Demokratie- und Rechtsverständnis.
Sie lassen sich von ihren Vorurteilen leiten und benehmen sich wie einst Kreuznet gegenüber Schwulen.
Als ob Pädophilie etwas wäre, das man sich ausgesucht hätte und aus purer Bosheit betreibt. Die SPD operiert hier mit einem sehr fragwürdigem Moralbegriff.

[….] Eine moralgesteuerte Gesetzgebung ist problematisch. Es sollte versucht werden, die bestehenden Gesetze anzuwenden. [….]  Eine Pädophilie hat sich niemand ausgesucht, sie entwickelt sich. Im Gegensatz zu einem sexuellen Missbraucher, der nicht pädophil ist. Der Missbraucher hat andere Motivationen, die in seiner Persönlichkeit liegen. Meist geht es um Macht und Dominanz oder darum, Frustsituationen an Kindern auszuleben. 60 Prozent der Täter, die Kinder missbrauchen, sind nicht pädophil. Es gibt auch keine pädophilen Frauen. Pädophilie ist eine Körperschema-Orientierungsstörung.
Ihr sexuelles Erleben hängt an diesem Schema. Ein pädophiler Mann interessiert sich nicht für Frauen mit Brüsten und Schambehaarung. Er interessiert sich für siebenjährige Mädchen ohne sekundäre Geschlechtsmerkmale. Mädchen, die rein und unschuldig wirken. Oder für kleine Jungen.
(Michael Osterheider, Professor für Forensische Psychiatrie an der Universität Regensburg, Leiter eines Präventivprogramms für Pädophile in Bayern)

So wie es „Knastschwule“ gibt, die üblicherweise nicht mit Männern schlafen; dies aber mangels Alternative doch tun, gibt es auch Ephebophile, die üblicherweise mit Erwachsenen sexuell verkehren. Vielleicht haben sie aber bei ihrem Werben keinen Erfolg und stellen dann fest, daß sie bei Pubertierenden mehr Einfluss haben.
Das scheint offenbar auch der Grund für die hohe Anzahl der „pädophilen“ Übergriffe von Geistlichen auf Jungen zu sein.
Sie sind selbst sexuell unerfahren, verklemmt und haben nie gelernt mit ihren Trieben umzugehen. Sie fühlen sich also selbst gewissermaßen noch als Kind. Erwachsene stehen schon deswegen nicht als Sexualpartner zur Verfügung, weil die wüßten, daß Zölibatären genau das verboten ist.
Einen Erwachsenen könnte man auch anschließend schlecht zum Schweigen bringen, weil er/sie nicht so leicht einzuschüchtern ist.
Kinder sind beeinflussbarer und effektiver unter Druck zu setzen. Und sie sind für den Priester verfügbar.
Meiner Ansicht nach handelt es sich bei diesen Übergriffen also oft gar nicht um eine klassische pädophile Veranlagung. Offenbar kann man auch über seine eigene Veranlagung hinaus sexuell aktiv werden.
Geht es um Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch an Kindern ist es überhaupt problematisch von einer „sexuellen“ Handlung zu sprechen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um eine Gewalttat.
Der Täter führt eine brutale Tat aus, die seine Machtphantasien anregt.
In der öffentlichen Diskussion werden, wie so oft, auch jetzt die Fachtermini falsch verwendet. Eine besondere Ahnungslosigkeit zeichnet den Sprachgebrauch Gabriels und Oppermanns aus.

Pädophilie ist aber das sexuelle Interesse an vorpubertären Kindern - unabhängig vom Geschlecht. Es gibt homo-, hetero- und bisexuelle Pädophile; letztere sind aber deutlich seltener als die ersten beiden.
Bezieht sich der Sexualtrieb auf vorpubertäre Jungs spricht man von Androphilie; sind Mädchen vor der Geschlechtsreife Objekt der Begierde, handelt es sich um Gynäkophilie.

Tatsächlich sind übergriffige Sexpastoren aber meistens ephebophil - also sexuell an männlichen Pubertierenden und Heranwachsenden interessiert.
Seltener kommt bei Priestern Parthenophilie vor, also sexuelles Interesse an weiblichen Jugendlichen.

Der Begriff pädophil wird sehr häufig falsch verwendet und ist zudem den Opfern gegenüber beleidigend, da das Wort „Philos“, also Liebe, den falschen Eindruck einer positiven, gegenseitigen Angelegenheit erweckt.
Der angebrachtere Oberbegriff lautet also „Pädosexualität“.

Pädosexualität ist in der Regel nicht der ausschließliche Aspekt der Sexualität eines Mannes. In mehreren phallometrischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass ein hoher Prozentsatz erwachsener Männer durch präpubertäre Stimuli sexuell erregt wurde. So kam Wolfgang Berner in entsprechenden Studien auf einen Anteil von 25 %.
Im Unterschied zu Pädophilen jedoch interessieren sie sich sexuell in erster Linie für Erwachsene. Ebenso sind Pädophile teils auch durch Erwachsene stimulierbar, interessieren sich aber in erster Linie für Kinder.
(Wolfgang Berner: Pedophilic Sexual Orientation: A Fuzzy Expression. Archivies of Sexual Behavior, 31)

Männliche Homosexualität ist also etwas ganz anderes als Androphilie (vulgo: Pädophilie) und auch etwas anderes als Ephebophilie - allerdings schließen sich diese Veranlagungen nicht gegenseitig aus.

Das gilt genau entsprechend bei Heterosexualität, die etwas anderes als Gynäkophilie und etwas anderes als Parthenophilie ist. Einige Heterosexuelle haben aber zusätzlich auch gynäkophile und/oder parenthophile Neigungen.  (……………………….)

Was nun Sebastian Edathy betrifft, so wissen wir rein gar nichts darüber welche sexuellen Aktivitäten er bevorzugt. Wir spekulieren.
Es könnte auch sein, daß er gar nicht sexuell aktiv war, weil ihm klar ist, daß Sex mit Kindern ausgeschlossen ist.
Er hat jedenfalls nie ein Kind angefasst, soweit wir wissen.

Wenn ich die Fachartikel der letzten Tage richtig verstehe, sind rund ein Prozent der Männer in Deutschland tatsächlich im klassischen Sinne pädophil.
So eine Veranlagung ist ein Drama für den Betroffenen, da er sie niemals ausleben können wird.
Daher kann man auch Homosexualität und Pädosexualität überhaupt nicht vergleichen.
Erstere können grundsätzlich ein erfülltes und akzeptiertes Sexualleben haben, bei letzteren wird das nie möglich sein.
 Pädosexuelle müssen ihr Leben lang gegen diese Phantasien ankämpfen.
Offenbar ist ihre Veranlagung eben NICHT behandelbar. Sie können lediglich durch Therapie lernen mit ihrem Trieb umzugehen.
Da ein Prozent der Männer in Deutschland keine kleine Zahl sind – 400.000 Menschen – wäre es also dringend angebracht ihnen vernünftige Therapieangebote zu machen und verständnisvoll zur Seite zu stehen. (Die Schätzungen variieren zwischen 100.000 und 500.000 Betroffenen)
Denn DAS ist gleichzeitig der beste Opferschutz: Indem man potentielle Täter a priori psychologisch betreut und ihnen Methoden zeigt ihren Gelüsten zu widerstehen.

Was die Bundesregierung pawlowsch mit einer Gesetzesverschärfung regeln will, ist also  - wie so oft – der diametral falsche Weg. (Genauso falsch wie die Ideen einiger Grüner und FDP’ler aus den 80er Jahren Sex mit Kindern zu erlauben)

Justizminister Maas will den gewerbsmäßigen Handel mit Nacktfotos von Kindern unter Strafe stellen. Experten halten nichts von diesen Plänen: Sie empfehlen einen anderen Ansatz - und fordern, das Sexualstrafrecht zu entrümpeln.
"So nicht", sagen führende Sexualstrafrechtsexperten zu den Plänen von Bundesjustizminister Heiko Maas. Fachleute befürworten zwar eine Reform des geltenden Sexualstrafrechts - dabei sollte aber das gesamte Normengefüge einer kritischen Prüfung unterzogen werden. Besonders das geplante Verbot des gewerbsmäßigen Handels mit Nacktfotos von Kindern wird kritisiert: Sinnvoller wäre, die Verbreitung von Nacktfotos als Persönlichkeitsrechtsverletzung zu bestrafen.  [….]
Joachim Renzikowski, Strafrechtsprofessor aus Halle, hält die Pläne von Maas ebenfalls für "unsinnig" - das "Recht am eigenen Bild" besser zu schützen, so wie es Hörnle und Graupner vorschlagen, sei dagegen "eine gute Idee".
Der Hamburger Strafrechtsprofessor Florian Jeßberger warnt, Deutschland würde mit den Plänen von Maas weit über die internationalen Vorgaben hinausgehen: "Kein Land sonst geht so weit, bereits den Handel mit Nacktfotos unter Strafe zu stellen." Schon bisher habe Deutschland in diesem Bereich praktisch alle internationalen Vorgaben umgesetzt, und sei teilweise weit darüber hinausgegangen. […]

Die SPD zeigt sich von ihrer peinlichen Seite. Sie findet Edathy einfach Igittigitt und will ihn fallen lassen, um sich vor den rechten Stammtischen als möglichst anständig zu präsentieren.
Das wäre aber nur angebracht bei einem Pädophilen, der tatsächlich Kinder belästigt.
Die Veranlagung selbst ist nicht strafbar. Man kann gar nichts dafür.

Prof. Beier ist Direktor des Instituts für Sexualmedizin an der Berliner Charité und Initiator des bundesweiten Präventionsprojekts "Kein Täter werden", das pädophilen Männern anonyme, kostenlose Therapien anbietet.
"Angehörige einer sexuellen Minorität können besonders wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sein, weil sie eine ganz andere Wahrnehmung für Entrechtung und Ausgrenzung haben", sagte Beier. Es sei ausgeschlossen, dass ein pädophiler Mann seine sexuelle Präferenz ändern kann. "Die Debatte über Pädophilie ist auch deshalb so schwer zu führen, weil die Menschen dem Glauben anhängen, es brauche nur ein bisschen Willenskraft, um seine sexuelle Ausrichtung zu verändern", sagte der Sexualmediziner. "Das ist aber nicht der Fall." Es komme darauf an, pädophilen Männern so zu helfen, dass sie ihre Neigung nicht aktiv ausleben.
"In Deutschland leben rund 250.000 Menschen mit pädophiler Neigung, und wenn wir die nicht vernünftig behandeln, dann wird es immer wieder neue Opfer von Missbrauch geben", erklärte Beier. Das derzeitige Strafrecht ist für den Forscher kein probates Mittel im Kampf gegen Kinderpornografie: "Die abschreckende Wirkung des Strafrechts ist minimal. Und wer erwischt wurde, hat mit keiner zügigen Reaktion des Rechtssystems zu rechnen. Die Strafverfolgung ist aus meiner Sicht daher ineffektiv. Bei den meisten Verfahren kommt es gar nicht zu einer Hauptverhandlung, sondern es wird gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt."

[…]  Der Fall Sebastian Edathys zeigt nun beispielhaft, wie die vermeintlich festgefügten Kategorien „sexueller Vielfalt“ zerfließen können. Denn Vielfalt hat auch noch andere Seiten, solche, die höchst problematisch sind. Sebastian Edathy kompromittiert sich schon mit den Worten, die er für sein Verhalten findet, und dem Umstand, sich überhaupt mit rücksichtslosen Händlern eingelassen zu haben. Aber wie wäre es, wenn all dies nicht wäre, sich der ledige 44-Jährige hinstellte und sagte: Ich bin pädophil orientiert, und das mag zwar nicht gut so sein, aber ich kann nicht anders? In welche Kategorie würde dieses Outing fallen? Und was würde daraus folgen?
Ja, was? Bei aller berechtigten Empörung über Missbrauchstaten, es soll Männer geben, die sich trotz ihrer Neigung an die Gesetze halten. Die sich sogar in Behandlung begeben, sich helfen lassen wollen. Es wäre wohl unangemessen, sich des Problems mit Hinweis auf Kriminalprävention auf der einen und Gesundheitsfürsorge auf der anderen Seite entledigen zu wollen. Der pädophile Mann (Frauen sind es selten), sofern er seine Sexualität nicht auslebt, stellt letztlich auch nur eine Variante sexueller Vielfalt dar, wenn auch eine unerwünschte, die eine liberale Gesellschaft dennoch ebenfalls zu akzeptieren hätte.
Weil das Ausleben von Sexualität hier den Bruch von Strafgesetzen bedeutet, werden Betroffene als Gefahr gesehen. Dabei sind sie schuldlos, so lange sie Kindern nichts antun. In aller Regel haben sie ein Coming-out hinter sich, häufig durch Begleitfantasien bei der Onanie. Doch wer hilft hier Heranwachsenden? Wem sollen sie sich anvertrauen in der Einsamkeit ihrer Entwicklung? Immerhin sollen es rund ein Prozent der Männer sein.
Betroffene werden als unheilbar Erkrankte zu einem klinischen Fall – oder zu einem für den Staatsanwalt. […]

Besonders dämlich und von Vorurteilen geleitet zeigt sich heute der Leitartikler Jürgen Dreves in der Hamburger Morgenpost – „Kein Mitleid für Sebastian Edathy“ –  ist seine Abrechnung überschrieben. Ich werde nicht daraus zitieren.



Montag, 24. Februar 2014

Abstoßungseffekte



So sehr man sich als aufgeklärter und evolutionärer Humanist auch tagtäglich über die Religioten ärgert, so entspannt könnte man sich eigentlich zurück lehnen.
Da immer mehr Menschen Zugang zu Informationen und Bildung haben, schrumpft das Reich Gottes entsprechend zusammen.

Sogar im Heimatland der Dummheit, dem religiösesten Staat der westlichen Welt, der USA, wenden sich kontinuierlich immer mehr Menschen von den Kirchen ab.

America is turning secular much faster than we realize
(The Telegraph 20.02.14)

In Europa bröckelt es ebenfalls kontinuierlich. Dabei beschleunigte das seit einigen Jahren auch einer größeren Öffentlichkeit bekanntgewordene Kinderficken der Katholischen Kirche die Absetzbewegungen noch einmal.

Ich freue mich daher auch aufrichtig über jeden Bischof, der sich wie TVE, Müller, Mixa oder Meisner intensiv und aktiv bemüht die letzten Gläubigen aus der Kirchenmitgliedschaft zu jagen.
Kein Atheist, kein Dawkins und kein Michael Schmidt-Salomon hätten so effektiv für den Atheismus arbeiten können, wie es Ratzinger in den acht Jahren seines Pontifikats vermochte.
Nicht nur das Fußvolk rennt weg. Auch die Priesterseminare bleiben leer und von den 949 (oder 975? Ich finde verschiedene Zahlen) christlichen Bekenntnisschulen in NRW können derzeit 120 die Rektorenstellen nicht besetzen, weil kein Kandidat mit dem rechten Glauben aufzutreiben ist.

So sehr sich die Kirchen Mission auf die Fahnen schreibt, so wenig Freude bringt ihnen die „Verkündigung“ beim hiesigen Nachwuchs.
Zu teuer.
Und Geld behalten die großen deutschen Kirchen (Gesamtvermögen laut Frerk bei rund 700 Milliarden Euro) lieber für sich. Man muß schließlich luxuriöse Bischöfliche Residenzen bauen und hunderte Millionen in Firmen wie „Weltbild“ stecken.

975 Bekenntnisschulen gibt es in NRW – komplett öffentlich finanziert, aber mit Unterricht nach konfessionellen Grundsätzen. 879 Bekenntnisschulen sind katholisch, 94 evangelisch, zwei jüdisch. Fast ein Drittel aller Grundschulen im Land wird katholisch oder evangelisch geführt. Bekenntnisschulen sind ein Massenphänomen in NRW.
Trotzdem sind sie zur Last selbst für die Kirchen geworden. Denn sie spiegeln eine Gesellschaft wider, die es nicht mehr gibt. Das alte Bekenntnisschul-Ideal war das einer homogenen Schüler- und Lehrerschaft; "Bekenntnisfremde" (so heißt das im Amtsdeutsch) sollte es nur in Ausnahmefällen geben. Das entspricht den Verhältnissen der Nachkriegszeit – damals waren mehr als 90 Prozent der Bundesbürger Mitglied einer der beiden großen Kirchen; die Gräben zwischen den Konfessionen waren tief.
Das ist lange vorbei. 2012 waren an den katholischen Bekenntnisschulen in NRW nur noch 57 Prozent der Schüler katholisch, an den evangelischen nur noch 44 Prozent evangelisch, Tendenz weiter sinkend. In Großstädten gibt es muslimische Schülermehrheiten an christlichen Bekenntnisschulen. Diese zunehmende Diskrepanz ist das erste Problem der Bekenntnisschulen – kann an solchen Orten noch nach kirchlichen Grundsätzen erzogen werden, wie es das Schulgesetz fordert?
Das zweite Problem ist das Personal. In NRW werden Schulleiter händeringend gesucht. Allein 350 Rektorensessel in Grundschulen sind unbesetzt, ein Drittel davon in Bekenntnisschulen. Immer wieder aber finden die keine "richtigen" Bewerber – laut Gesetz müssen Lehrer an Bekenntnisschulen die entsprechende Konfession besitzen. [….]
Die Bekenntnisschule hat sich zum Sorgenkind entwickelt.[…]

Wer dennoch Mitglied der RKK bleibt, kümmert sich nicht um christliche Moral. Die jüngsten Vatikanischen Befragungen ergaben sogar, daß sich ihre Schäfchen nicht nur nicht um die Sexualregeln aus Rom scheren, nein das KKK-Regelwerk ist ihnen noch nicht einmal bekannt.

Wann immer die Quittung für klerikale Skandale in Form von Zeitungsmeldungen über neueste Kirchenaustrittszahlen präsentiert wird, steht eine Gruppe Mensch besonders konsterniert daneben:
Die frommen Frauen  der Evangelischen Kirche.
Die EKD schrumpft nämlich noch schneller als die RKK, obwohl die Protestanten keinen Zölibat kennen und weibliche Priester erlauben. Dadurch hat die EKD im Vergleich zu den Katholiken fast keine kinderfickenden Priester in ihren Reihen.
Müßte das nicht vom Kirchenvolk honoriert werden? Offenbar ist aber das Gegenteil der Fall. Den Protestanten rennen die Mitglieder noch schneller als den Papsttreuen weg.
Dabei ist der gesamte Osten Deutschlands ohnehin schon fast flächendeckend atheistisch, so daß die EKD in ihren Kerngebieten nichts mehr zu verlieren hat.
Die frommen Frauen  der Evangelischen Kirche rätseln.
Dieser besondere Typus Mensch mit den „lila Genen“. Also die leicht aus der Zeit gefallenden, Porzellanmalerei betreibenden, Fingerherz-formenden, intellektuell mittelschwer behinderten,  Bernsteinschmuck-tragenden Profi-Synodalen.

Petra Bahr, Kathrin Göring-Kirchentag und Margot Käßmann haben große Fangemeinden und werden von ihresgleichen stets umjubelt.
Ihre Bücher verkaufen sich gut und bei den TV-Plapperrunden-Redakteuren sind sie auf Kurzwahl gespeichert.
Daß auch ihnen die Schäfchen weglaufen, können sie nicht verstehen.
Bei ihnen gehen die Uhren anders.
Sie treffen einfach nicht mehr den Nerv der Zeit.
Sie mischen sich zwar intensiv und im höchsten Maße rechthaberisch in aktuelle Diskussionen (Sterbehilfe, Pflegekatastrophe,..) ein, aber dabei bewegen sie sich vorzugsweise unter ihresgleichen.
Kirchentage und Synoden, ihre Kirchengemeinden und frömmelnden Freunde halten sie für repräsentativ.
Eine Mehrheit der Menschen schreckt ihre debil-naive Sprache allerdings ab.
Und wer nach ernsthaften Inhalten, nach Antworten sucht, ist ohnehin ganz falsch bei den Synodalen des 21.Jahrhunderts.

Zwei Beispiele, auf die ich allein heute per Zufall stieß.
Zunächst war da ein Artikel in meiner Morgenzeitung:

Wie man zum Glück pilgert
Innenstadt. Mit einer Infobörse für Pilger und einem Gottesdienst startete die Pilgerarbeit der evangelischen Nordkirche in die neue Saison. Rund 2000 Besucher kamen am Sonnabend in die Hauptkirche St. Jacobi, um viel Wissenswertes rund um das Pilgern und seine Ziele zu erfahren. Die Pilgermesse mit 30 Ausstellern zum Beispiel aus Dänemark, Norwegen und Österreich fand bereits zum sechsten Mal statt. "Pilgern", sagt Pilgerpastor Bernd Lohse, sei zum neuen Trend geworden. "Wer sich auf Pilgerschaft begibt, macht einen Berg echter Erfahrungen. Es sind Momente eines tiefen Einsseins mit sich und der Welt."
Spätestens seit dem Buch von Hape Kerkeling "Ich bin dann mal weg", das inzwischen in 22. Auflage erschienen ist, haben die Deutschen eine neue Leidenschaft für zielstrebiges Wandern zu religiösen Orten. […]
Auf der Pilgermesse in St. Jacobi berichteten die Besucher, dass sie bei ihren Pilgertouren viele Glücksmomente erlebt hätten. Immer wieder, fügt Pilgerpastor Lohse hinzu, "lugt Gottesbegegnung aus den 'Glücksberichten' der Pilgernden." Eine Pilgerin aus Niedersachsen berichtet: Sie habe sich überwunden, sei einfach nur noch gelaufen und habe Gottes Liebe mitten in einer für sie fremden Umgebung erlebt.

??? Das vertreten die in einer nahezu komplett religionsfreien Stadt wie Hamburg.
Kronzeuge Hape Kerkeling.

Zweitens; ich war nämlich heute in der Hamburger Innenstadt und sah das Elend mit eigenen Augen; hing über der gigantischen Zentralbibliothek am Arno-Schmidt-Platz (gleich beim Hauptbahnhof)  eine zig Meter breite Werbeplane mit dem Aufdruck
„Mit Gott groß werden – eva-kita.de“

Was für eine Unverschämtheit diese Riesenbanner an öffentlichen Gebäuden einer so kirchenfernen Stadt anzubringen!
Dabei sollte Religion mit ihren zutiefst antihumanistischen und diskriminierenden Regeln ohnehin mit FSK18 versehen werden.
Religion is like a penis. It's fine to have one and it's fine to be proud of it, but please don't whip it out in public and start waving it around... and PLEASE don't try to shove it down my child's throat.
Die Evangelen, die selbstverständlich ihre Kindererziehungsmaßnahmen wie die katholischen Kollegen zu 100% vom säkularen Staat finanzieren lassen, haben keinerlei Schamgefühl:

Geborgenheit, vertrauensvolle Beziehungen und eine anregungsreiche Umgebung sind bei uns selbstverständlich. Wir betreuen Ihr Kind und wir fördern seine geistige, emotionale und körperliche Entwicklung. Doch als Evangelische Kindertagesstätten bieten wir noch mehr: Bei uns kann Ihr Kind mit Gott groß werden!
In unseren Evangelischen Kindertagesstätten lernt Ihr Kind den christlichen Glauben und seine Traditionen kennen – Werte, auf denen unser Kulturkreis und unsere Gesellschaft aufbauen und die unser Leben entscheidend bestimmen. Im alltäglichen Miteinander, im Morgenkreis, im Jahreskreis mit seinen evangelischen Festen, in den biblischen Geschichten, die wir mit den Kindern lesen, und in unseren Familiengottesdiensten wird das evangelische Profil unserer Einrichtungen deutlich.
(eva-kita)

Was ist evangelisches Profil?
Extremer Antisemitismus und Obrigkeitshörigkeit, wie sie die Protestanten-Ikone Martin Luther predigte?
Und auch wenn die Kirchen es noch so oft behaupten: Es ist und bleibt eine Lüge zu behaupten unsere Gesellschaft baue auf christlichem Glauben auf.
Im Gegenteil, alle unsere Rechte und Freiheiten, unsere Toleranz und unsere Achtung für Natur und Menschenwürde mußte gegen den erbitterten Widerstand der christlichen Kirchen erkämpft werden!

Sonntag, 23. Februar 2014

Rechtsfreie Zonen



Früher war absolut nicht alles besser.
Religion had its chance to rule the world. It's called 'The Dark Ages'.
Über die vielen Jahrhunderte, in denen die Christlichen Kirchen nahezu absolute Macht ausübten, hatten Mensch, Tier und Natur wenig Grund zur Freude.
Das Christentum trat immer aggressiv gegenüber Fremden und Neuem auf. Mit dem Schwert fiel man über andere Länder her. Man massakrierte hunderte Millionen andere Menschen in Afrika, Asien und Amerika – einfach weil es keine Christen waren.
Ihre Leben achtete man nicht und ihr Besitz wurde mit der größten Selbstverständlichkeit geraubt.
Dabei waren nicht nur die abrahamitischen Konkurrenten insbesondere im „heiligen Land“, also Juden und Moslems zum Abschlachten freigegeben, sondern alle, die nicht die passende Hautfarbe hatten.
Dieses christliche Ethos hatte sich über die Jahrhunderte extrem tief in die Mentalität der Europäer eingegraben.

Es ist keine Hundert Jahre her, daß man hier bei mir vor der Tür in Hamburg entrechtete Menschen in Käfige sperrte und anglotze.

Gerne wurden „Schau-Neger“ auf Jahrmärkten gezeigt. Carl Hagenbeck ließ für seinen Zoo in Hamburg allerlei „wilde Afrikaner“ einfangen und zeigte sie den höchst interessierten Hanseaten in seiner „Völkerschau“.
Den christlichen Besuchern kam es gar nicht in den Sinn, daß es irgendwie unmoralisch sein könnte, neben Löwen und Antilopen auch Hottentotten und Zulus in Käfigen zu zeigen.
Die Körperlichkeit der vielen afrikanischen Völkerschauen in Deutschland faszinierte insbesondere die Frauen in Deutschland - hatten sie doch in der Regel noch nie nackte Männer gesehen.

Blütezeit der Völkerschauen in Europa war zwischen 1870 und 1940. Allein in Deutschland wurden in dieser Zeit über 300 außereuropäische Menschengruppen vorgeführt. Teilweise lebten in diesen „anthropologisch-zoologischen Ausstellungen“ gleichzeitig über 100 Menschen.
(Wiki)

Tatsächlich konnten die in Hamburg gefangenen Afrikaner noch von Glück reden. Es war nämlich durchaus auch üblich „Neger“ aus praktischen Erwägungen auszustopfen oder des einfacheren Transports halber nur ihre Köpfe auszustellen.
Noch heute lagern in den Kellern der Berliner Charité kistenweise getrocknete Köpfe von Menschen aus allen Gegenden Afrikas.

Bei Sklaverei denken wir zuerst an die USA und den dazugehörigen Bürgerkrieg 1861 bis 1865, der das offizielle Ende der Sklaverei brachte.
Keineswegs aber hatten Menschen aller Rassen damit auch dieselben Rechte!
Die US-Army, die Deutschland von den Nazis befreite, erlaubte noch keine schwarzen Offiziere. Sie durften nur niedrigste Dienstgrade haben.
Als die Eltern von Barack Obama heirateten, war diese „Mischehe“ noch in vielen Staaten der USA illegal.
Sklaverei gibt es aber noch heute auf US-Territorium. Immer wieder werden Fälle bekannt, daß sich reiche Familien einen Teenager aus Haiti oder anderen Problemnationen als „Haussklaven“ halten.

Die Herabwürdigung anderer Menschen ist offenbar keine genuin menschliche Eigenschaft, sondern tatsächlich religiös induzierte Perversion.
Man weiß aus den Erstbegegnungen mit den christlichen Eroberern, daß die sogenannten „Ureinwohner“ friedlich und mit Geschenken auf die Fremden zugingen.
Selbst kriegerische Völker wie die Inka schätzten und respektierten die Kultur ihrer Gegner. Sie adaptierten deren Erkenntnisse und integrierten die „Eroberten“. Genauso führten auch die Mauren Spanien in eine Jahrhunderte anhaltende Blütezeit – sie arrangierten sich mit Juden und Christen, sie herrschten tolerant.
Aber immer wenn die Christen die Oberhand gewannen, wurde es bestialisch.
Sie schlachteten immer wieder ganze Völker ab, rotteten die südamerikanische Inka- und Maia-Kultur vollständig aus, überzogen bei den Kreuzzügen die eroberten Länder mit Genoziden und brachten schließlich auch den von Natur aus toleranten Völkern in Afrika Homophobie und Antisemitismus.
Die entsetzlichen Zustände dort sind eine Folge des Kolonialismus und noch heute heizen amerikanischen Christen den Schwulenhass in Afrika systematisch an. Sie lösen regelrechte Hetzjagten aus.
So sind Christen.
Der Gedanke, daß andere dieselben Rechte wie sie selbst haben sollten, ist ihnen fremd.
2000 Jahre Christentum bedeuten 2000 Jahre Drangsalierung von Schwulen, Entrechtung der Frauen, Schlagen von Kindern, Misshandlungen an Behinderten, Ausgrenzung von Andersgläubigen, Versklavung von anderen Ethnien.
Meine Oma wurde noch als kleines Mädchen regelmäßig vom Pfarrer mit einem Lineal verprügelt, weil sie Linkshänderin war und dort bekanntlich der Teufel sitzt.
Ihr Leben lang sollte sie schmerzende Kinderknöchel haben und nie eine gute Handschrift ausbilden können, weil man sie immer wieder durch drakonische Strafen zwang mit rechts zu schreiben.
Das alles ist christliche Kultur.
Das ist ein Erbe, das durch 200 Jahre Humanismus ganz langsam geschliffen wird.

Bei einigen Dingen waren die Humanisten schon erstaunlich erfolgreich – so dürfen Frauen heutzutage nicht nur wählen, sondern auch gewählt werden. Sie dürfen auch studieren und ohne die Erlaubnis ihres Mannes einen Beruf ergreifen. Das war in den 1950er Jahren bei der Gründung der Bundesrepublik noch verboten.
Kinder dürfen nun auch mit der linken Hand schreiben, ohne daß sie deswegen als minderwertig gelten. Breite Teile der Bevölkerung akzeptieren inzwischen sogar gemischtkonfessionelle Ehen und halten auch Geschiedene nicht für minderwertig oder sündig – im Gegensatz zu der RKK.
Rassismus und Homophobie sind zwar noch verbreitet, aber bei der Majorität der Menschen werden diese Dinge sehr negativ konnotiert.
Wir sind aber noch nicht am Ende des Weges.
Daß auch die Natur, die Umwelt, sogar Tiere und womöglich auch Säuglinge Rechte haben, spricht sich erst langsam rum.
Der Bundestag demonstrierte einen absoluten Tiefpunkt der menschlichen Moral, als er mit dem alten Testament argumentierend den Religioten erlaubte die Genitalien ihrer männlichen Nachkommen zu verstümmeln – auch wenn dabei jedes Jahr Hunderte für immer impotent werden, den Penis verlieren oder sogar durch Blutvergiftungen sterben.
Einem Volker Beck, der dramatisch aus der Genesis zitierend am Rednerpult des Bundestags stand, ist das offensichtlich egal.
Wichtiger ist den Hardcore-Religioten Thierse, Nahles und Co die sadistischen Regeln der Genesis zu befolgen – so der religionspolitische Sprecher der Grünen und mehrfach überführte Lügner Volker Beck.
Das Leben der Kinder stellt er hintan, wenn es darum geht den Religionen Honig ums Maul zu schmieren.
Seine Argumentation lautete im Wesentlichen: War immer so, muß also auch so bleiben.
Erbärmlicher kann man kaum reden. Denn offensichtlich will der Heuchler diese Linie bei der Verdammung von Frauenrechten und Homosexualität und Antisemitismus nicht akzeptieren.
Daß die Grünen Beck zu ihrem offiziellen Chefreligioten erkoren und er nun auf höchster Ebene servil und affirmativ um die christlichen Würdenträger herumschleimt, macht diese Partei für mich unwählbar.

Die Beck’sche Argumentation ist hanebüchener Unsinn.
Wir müssen nicht nur keine Rücksicht auf sadistische und diskriminierende Riten der Religiösen nehmen; nein wir dürfen es gar nicht.

Daß Juden, Muslime und angelsächsische Masturbationsgegner schon immer Penisse im Säuglings- oder Kindesalter beschnitten, ist eben kein Grund ihnen diesbezüglich Sonderrechte einzuräumen.
Kinder in Deutschland genießen Schutzrechte.
An denen darf man nicht herumschneiden. Weder an den Rechten, noch an den Körpern der Kinder.
Nichts spricht gegen freiwillige Beschneidung. Aber Freiwilligkeit kann nur aus freiem Willen resultieren. Man muß also warten bis die Kinder keine Kinder mehr sind und selbst sagen „Los, knipst mir die Vorhaut ab!“

Moralisch kaum anders verhält es sich bei den Tierechten.
Inzwischen haben wir Humanisten gelernt, daß es brutal und verwerflich ist, was die Bibel lehrt.
Macht Euch die Erde untertan!
Das ist ein ganz ganz mieser Satz Gottes.
Das Gegenteil ist richtig! Wir sollten Untertan der Erde sein und sie ehren und erhalten.
Auch das spricht sich langsam rum.
Tierquälerei ist teilweise verboten.
Natürlich nicht immer – daß man jeden Tag Millionen männliche Küken einfach lebend in den Schredder wirft, ist rechtlich und moralisch verwerflich – aber die ökonomischen Interessen der Landwirtschaftsindustrie werden politisch höher bewertet.
Der deutsche Michel kneift hier und bei vielen anderen Aspekten der Fleischmassenproduktion noch alle Augen, inklusive Hühneraugen, zu.
Richtig ist es aber nicht und auch das sieht inzwischen eine Mehrheit der Deutschen so.
Daß man kein Tier (unnötig) (??) quälen soll, ist Konsens.

Also sorry Muslime und Juden, die ihr ähnlich wie bei der Penisfrage Eurer Söhne lieber Brutalität walten lasst; das muß aufhören.

Dänemark geht voran. Deutschland hat natürlich in seiner politischen Hasenfußkonstellation nicht den Mut ethisch richtig zu handeln.

In Dänemark wurde diese Woche ein Verbot beschlossen, das Schlachtungen von Tieren nach den mulsimischen und jüdischen Traditionen "halal" und "koscher" ohne Betäubung verbietet. Ähnliche Gesetze wurden bereits in Norwegen, der Schweiz, Polen und Schweden eingeführt - und mit weiteren Ländern kann gerechnet werden.
Dänemarks Landwirtschaftsminister Dan Jorgensen begründete die Gesetzesänderungen diese Woche damit, dass "die Rechte der Tiere Vorrang vor Religion haben", und kündigte an, dass religiöse Schlachtungstraditionen sich künftig anpassen müssen. Aus säkularer, humanistischer Sicht ein weiterer Erfolg und Meilenstein unserer Gesellschaft - man kann nur darauf hoffen, dass sich weitere Länder bald anschließen. […]
Vor ein paar Jahren war ich selbst Zeuge der muslimischen Schlachtungsmethode in einem Dorf in Malaysia. In einer Art Zeremonie versammelten sich Moslems um eine Kuh, verbanden ihr die Beine und brachten sie zu Boden. Der Hals der Kuh wurde anschließend über ein Loch im Boden platziert, ihr Blick nach Mekka gerichtet. Die Menschenmenge psalmodierte im Einklang "Allah Akbar, Allah Akbar, ..." während der Imam der Kuh den Hals aufschlitzte. Ich kann mich gut daran erinnern, wie lange das Tier danach noch röchelte, natürlich mit aufgeschlitzter Kehle, überströmt von Blut und Essensresten. Den Blick der Kuh, von Anfang bis Ende der Schlachtung, war einer von Todesangst und die Schmerzen waren sicherlich auch nicht gespielt. […]
Während auch politische und persönliche Motive Menschen zu Gräueltaten und Fehlvorstellungen verleiten sind diese zumindest nicht realitätsfern und können durch moderne Ethik verhindert werden. Religion ist per definitionem realitätsfern – in anderen Worten, sie behauptet Dinge, die nicht der Realität entsprechen.
[…] Die Gesetzesänderung in Dänemark und anderen Ländern ist nur zu begrüßen. Menschen und Tiere haben Rechte, Religionen nicht – und damit ist die Debatte um diese Gesetze besiegelt!

Wenig überraschend ist der daraus resultierende Vorwurf der Israelischen Regierung: Dänemark führe eine antisemitisches Gesetz ein.
Den Vorwurf muß man aushalten und würde man auch aushalten, wenn man nicht gerade Merkel heißt.
Kein Vorrecht der Religionen andere zu quälen!
Damit muß nach über 2000 Jahren endlich mal Schluß sein!