Mittwoch, 5. Dezember 2012

Dukatenscheißer Jeremie.




 Wenn mich eins nervt, dann ist es das öffentlich-mitleidige Gejammer, welches in allen Medien anschwillt, wenn mal wieder „der kleine Kevin“ oder „die kleine Jaqueline“ verschwunden, geschlagen oder im Blumenkübel auf dem Balkon vergraben wurden.
 
Diese Betroffenheitsfratzen von all den Typen, die ansonsten Fröhlichkeit demonstrieren, während jeden Tag auf der Erde 30.000 Kinder an Hunger krepieren, sind unerträglich.
Menschen können nicht weiter als bis zu ihrer Nasenspitze denken.
 Da richten wir das größte Umwelt-Unheil an, indem wir Fleisch fressen und dauernd nach Mallorca fliegen, scheren uns aber einen Dreck um die Millionen Menschen, die unter Dürren, Überschwemmungen und Unwettern zu leiden haben.
Aber wenn ein Einzelblag traurig von der BILD-Titelseite glotzt, kommen wir schier um vor Mitgefühl.
Das ist eine Seite der menschlichen Natur, bei der ich an diese Sorte KZ-Kommandanten denken muß, die den ganzen Tag ohne mit der Wimper zu zucken mit Massenmord beschäftigt sind und dann abends bitterliche Tränen weinen, wenn ihr Dackel gestorben ist.

Die aktuelle Kindersau, die in Hamburg durchs Dorf getrieben wird, ist „der kleine Jeremie.“ 

Wie immer, wenn man sich so ein Einzelschicksal konkret vor Augen führt, ist es tatsächlich erschütternd und beweist einmal mehr, daß es entweder keinen Gott gibt, oder daß der Herr im Himmel ein Sadist ist.

Jeremie jedenfalls hat vom Schöpfer nur Arschkarten ausgeteilt bekommen.

Bereits drogensüchtig von einer Junkiemutter geboren, waren schon seine ersten Stunden auf dieser Erde von Qualen, Schmerzen, Krämpfen und Erbrechen gekennzeichnet. Aus dem Uterus ging es sofort in den klinischen Entzug. Seine leiblichen Eltern tauchten ab, stattdessen wuchs er bei den Großeltern (eine Sinti-Großfamilie in Hamburg-Billstedt) auf. Die Großeltern Bruno und Rositta Ansin quälen und misshandeln ihn von Anfang an. Mehrfach landet das Kleinkind mit schweren Verbrennungen im Universitätskrankenhaus. Er wird aggressiv, klaut, zündelt, prügelt sich, quält systematisch Tiere und verletzt sich selbst. In der Schule gilt er als unkontrollierbar. Der „extrem auffällige Jeremie“ gilt als „völlig unbeschulbar“ und so sucht das Jugendamt nach einem Heimplatz. Die Sinti-Sippe wehrt sich massiv gegen den Kindesentzug, aber im Alter von neun Jahren wird der Kleine im Jahr 2010 an den „Circus Monaco“ in Mecklenburg zu der neunköpfigen Familie Sperlich vermittelt. Sie sollen speziell geschult im Umgang mit sehr schwierigen Kindern sein und sich rund um die Uhr um ihn kümmern. Angeblich. Zusammen mit vielen Tieren hätte Jeremie ein Teil einer neuen friedlichen, sozialen Gemeinschaft werden sollen.
Geklappt hat es, oh große Überraschung, leider nicht. 
Auch die Zirkusfamilie hat Jeremie so schlecht behandelt, daß er immer wieder ausriß und nun seit dem 20. November 2012 endgültig verschwunden ist. Er ist 11 Jahre alt.
Wer es genauer wissen möchte, kann dies zum Beispiel in der Mopo oder dem Abla nachlesen.

Ich würde mal sagen: So ein Schicksal kann man getrost als „richtig beschissen“ bezeichnen. Das dürfte Konsens sein.

Konkreter auf das Kind eingehen will ich daher auch nicht und verkneife mir Mitleidsbekundungen, die ohnehin niemanden helfen.
Die usual suspects werden bei entsprechendem Anlass sicher wieder mit ihren Kerzen, großen „WARUM???“-Schildern und Gebeten Jeremie hinterher weinen.
Und dann wird es losgehen, daß man auf die Politik losschimpft, daß Köpfe im Jugendamt rollen sollen.

In der Schußlinie stehen vor allem der SPD-Sozialsenator Detlef Scheele und der SPD-Bezirkschef Andy Grote.
 Beide kamen allerdings erst ins Amt, als der Junge schon längst beim Zirkus Monaco abgegeben wurde.
Schon wieder gerät der Bezirk Mitte in die Schlagzeilen. Nach Jessica (7), Lara Mia (acht Monate) und Chantal (11) wirft nun der Fall Jeremie (11) die Frage auf, ob der Junge vom Jugendamt Mitte in gute Hände gegeben wurde. Oder geriet wieder ein schwer gebeuteltes Kind vom Regen in die Traufe? Die Opposition fordert Aufklärung.
 Die Schuldzuweisungen sind meiner Meinung nach ziemlich schwierig. 
Was zum Teufel soll denn ein Jugendamt tun, wenn eine Familie da ist, die den Jungen aber unbedingt behalten will? 
So ganz einfach sollte es nicht sein, jemand das Erziehungsrecht zu entziehen und das Kind wegzunehmen. 
Und wie soll man den Zeitpunkt erkennen, wann wirklich gehandelt werden muß, wenn man das Kind gegen seinen Willen mit Gewalt den Eltern entziehen muß? 
Wie soll man das definieren, wenn man nur auf Berichte und Stippvisiten angewiesen ist?
 Und wenn der Rubikon schließlich überschritten ist und die Entscheidung gefallen ist, das Kind „wegzunehmen“, eröffnet sich sofort das nächste Riesenproblem: 
Wohin mit dem Gör? 
Die Stadt verfügt zwar über Konzepte und Unterbringungsmöglichkeiten für derartige Problemkinder, die rund um die Uhr intensive Betreuung brauchen, aber bei Jeremie hatte sich das Jugendamt nur Absagen eingeholt.
 Niemand wollte ihn aufnehmen. Die Aussicht, daß ein Sinti-Großclan mit allen Mitteln versuchen würde den Jungen zurück zu bekommen und jeden Therapieerfolg zu vereiteln, dürfte wenig geholfen haben.

Für solche völlig hoffnungslosen Fälle gibt es immer noch die Kirche!

Und so kam es, daß das Jugendamt Hamburg-Mitte dem christlichen Träger „Neukirchener Erziehungsverein“ in NRW den Auftrag gab sich um den Jungen zu kümmern.
Seit über 166 Jahren hilft der Neukirchener Erziehungsverein vernachlässigten und missbrauchten Kindern sowie Familien mit Erziehungsschwierigkeiten. In zehn Bundesländern betreuen wir zusammen mit der Tochtergesellschaft Paul Gerhardt Werk über 2.500 junge Menschen. Auch in der Alten- und Behindertenhilfe sowie in der Aus-, Fort- und Weiterbildung ist der Erziehungsverein mit seinen etwa 1.600 Mitarbeitenden tätig. Im eigenen Verlag erscheint der Neukirchener Kalender, der bekannteste Andachts- und Meditationskalender im deutschen Sprachraum.

[…] Das Neukirchener Berufskolleg – Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik zur Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern – ist integraler Bestandteil des Erziehungsvereins, ebenso die berufsbegleitende Ausbildung zur Diakonin und zum Diakon.

Der Neukirchener Erziehungsverein ist als freier Träger Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland. […]  Dem Aufsichtsrat gehört unter anderem auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, an.
Wenn man das schon liest, sollte man skeptisch werden. 
Für meinen Geschmack christelt es da viel zu sehr:
Evangelischen Kirche im Rheinland, Präses der Evangelischen Kirche, Andachts- und Meditationskalender, Ausbildung zur Diakonin und zum Diakon.
Diese Vereine sind genau die sozialen Aktivitäten, auf die Kleriker immer eifrig hinweisen, wenn sie auf ihren enormen Finanzbedarf angesprochen werden.
 Sie nähmen schließlich soziale Aufgaben wahr.

In der echten Realität ist es allerdings so, daß die Kirche nicht nur nicht bezahlt für die Betreuung von „Fällen“ wie Jeremie, sondern damit sogar den großen Reibach macht.

Happige 7.400 Euro IM MONAT stellte der CHRISTLICHE „Neukirchener Erziehungsverein“ der Stadt Hamburg in Rechnung.
Nur von Luft und Nächstenliebe läuft gar nichts bei den Kirchlichen.

Was bieten die Chefevangelen eigentlich für knapp € 180.000 (= 24 X € 7.400) aus den Taschen der Hamburger Steuerzahler??
Den Amtsvormund des Bezirksamtes Hamburg-Mitte sah Jeremie in den zwei Jahren nur fünf Mal. Ansonsten wurde er ausschließlich von der Zirkusmutter betreut, die keine pädagogische Ausbildung besitzt. „Für 7400 Euro monatlich darf man eine enge pädagogische Versorgung erwarten“, so die Grünen-Abgeordnete Christiane Blömeke.
57 Millionen setzt der „Neukirchener Erziehungsverein“ im Jahr um.
 Eine Menge Geld kassieren die Christen.
 Man erfährt sogar wie sich die Summe aufschlüsselt.
Carmen Sperlich, die Zirkusmutter, die keinerlei pädagogische Ausbildung oder psychologische Qualifikation besitzt, bekommt €4.644 „Erziehergehalt“ plus € 680 „Lebensunterhaltkosten“ für Jeremie überwiesen.
 Die restlichen 2.076 Euro behält der Christliche Träger.
„Etwa 2000 Euro berechnet der Neukirchener Erziehungsverein für anteilige Personalkosten der psychologisch-pägagogischen Beratung der individualpädagogischen Projektstelle sowie für die Distanzbeschulung des betreuten Kindes, für Fortbildungen, Supervisionen, Rufbereitschaften, Krankheitsvertretungen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft und allgemeine Verwaltungskosten.“
Dies sind Angaben des Vereins selbst.
Nach anderen Quellen schöpft die Kirche sogar noch viel mehr Geld ab.
Knapp 7.400 Euro kostet die Maßnahme, Jeremie in dem Zirkus unterzubringen. Davon bekommt die Pflegemutter 2.400 Euro, also fragt Blömeke, wo bleibt der Rest? Der zuständige Neukirchener Erziehungsverein erklärt dazu, der Betrag setzt sich aus Personalkosten, Fachaufsicht und pädagogischer Betreuung sowie Fortbildung und Verwaltungskosten zusammen.
 Nach dieser Rechnung hätte die Kirche sogar rund 5000 Euro pro Monat für sich behalten - also €120.000 in zwei Jahren. 
Dafür erbrachte sie die Leistung auf die Idee zu verfallen ein SINTI-Kind zum ZIRKUS zu schicken und sich dann nicht mehr darum zu kümmern, was aus ihm wurde.

Daß neben dem üblichen Politikerbashing auch ganz vereinzelt danach gefragt wird, wie der Kirchenverein eigentlich mit Geld umgeht, finden sie ganz fürchterlich unfair! 
Der Neukirchener Erziehungsverein fordert in der öffentlichen Debatte um den Fall Jeremie mehr Sachlichkeit und Fairness. "Wir können nicht nachvollziehen, dass die Qualität unserer Arbeit von der Hamburger Politik angezweifelt wird", sagt Dagmar Friehl, Geschäftsbereichsleiterin der Jugendhilfe des Neukirchener Erziehungsvereins.

Keiner der Kritiker habe sich jemals im Detail ein Bild von den intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuungen von Kindern und Jugendlichen gemacht, die der Erziehungsverein seit vielen Jahren erfolgreich leistet. Trotzdem würden jetzt voreilig Urteile gefällt.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Demokratie, oh nööö



Parteitag des Kanzlerwahlvereins namens CDU.
Hier sollte man eigentlich lebendige Demokratie erleben. 
Aber wie Sie sehen, sehen Sie nichts.

Alle Streitpunkte wurden im Vorfeld des Parteitages von der linientreuen Regie so schwammig formuliert, daß in dem Wischiwaschi-Wortbrei nichts mehr zu finden ist, das irgendjemanden missfallen könnte.
Nachdem Merkel alle ihre innerparteilichen Konkurrenten enteiert und/oder kaltgestellt hat, sind nun auch die 1001 Parteitagsdelegierten zu alles abnickenden Hanswursten à la „späte DDR“ geschrumpft.
Die schlechteste Regierung Deutschlands seit 1945, die zwischen Lobbybeglückung, Arbeitsverweigerung und Chaostagen umher schwankt, jubelt die Frau aus Schilda zur wundertätigen Dynapower-Truppe hoch. 
Die lästigen Fesseln von Realität und Wahrheit hat die Kanzlerin und Parteichefin längst hinter sich gelassen.
Sie setzt zur Ermächtigungsabstimmung an.
Es ist ihre Lieblingsformulierung auf dem CDU-Bundesparteitag in Hannover, einmal, zweimal, dreimal, immer wieder fallen zum Auftakt von Angela Merkels Rede diese sechs Wörter: "die erfolgreichste Bundesregierung seit der Wiedervereinigung". Völlig klar, damit meint die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende natürlich ihr eigenes Bündnis, die schwarz-gelbe Koalition.
 Die Kanzlerin kann man thematisch ungefähr genauso gut festlegen, wie man einen Pudding an die Wand nageln kann.
Hosianna schallt es ihr aus dem Auditorium entgegen. Nach den 90,4% mit denen sie zuletzt als Parteichefin gewählt wurde, holt sie nun ein Honnecker-artiges Ergebnis: 98%!
Ihre sinnentleerte Rede aus den immer wieder gleichen Satzbausteinen wird mit acht Minuten Standing Ovations beklatscht. 
60 Minuten lang den Phrasomat laufen lassen und Tausend Delegierte werden feucht im Schritt. So einfach kann Politik sein.

Sogar das lästige Homothema wurde entsorgt. Sie bekommen natürlich nicht die gleichen Rechte und alle Delegierten sind zufrieden.
Sachsens CDU-Fraktionschef Steffen Flath meinte: "Gott hat uns geschaffen als Frau und Mann und ich glaube, dass er sich dabei etwas gedacht hat."
(Spon 04.12.12)
 Nicht ein Problem ist gelöst, Bildungskatastrophe, Sozial-Kollaps, Energiefrage ungeklärt, Europa verärgert, die Welt mit Waffen überzogen - und doch sind alle zufrieden.

Man kann der Parteichefin noch nicht mal Vorwürfe machen; der Kanzlerin schon.
Aber in der CDU hat sich Merkel eine ungeheure Machtfülle erwirtschaftet. Sie sitzt sogar noch fester im Sattel als Helmut Kohl, der immerhin zwei oder drei bekanntere Parteimitglieder dulden mußte, die ihm kritisch gegenüberstanden.
 Merkel hat hingegen gar keine Konkurrenz. Mit ihrem „Ich sag nichts“-Kurs richtet sie zwar das Land zu Grunde, aber wen schert das schon? 
Wähler und Parteimitglieder sind begeistert.

Merkels SPD-Konkurrent Steinbrück hingegen erlebt wie sich die Daumen der Edelfedern senken.
Er habe alles verpatzt. Führe nicht.
Augstein Junior, der sich selbst als „links“ bezeichnet, ist schon so zitterig und aufgelöst, daß er der SPD aufgeregt dazu rät Steinbrück wieder abzusägen und einen weniger profilierten, aber sympathischeren Worthülsenautomaten zu inthronisieren.
Es gibt Kandidaten, die verlieren die Wahl. Das ist nicht schlimm. Und dann gibt es Kandidaten, die verlieren schon die Kandidatur. Das ist peinlich. In diese Kategorie fällt Peer Steinbrück. So wie der Mann durch das Dickicht seiner Nebeneinkünfte gestolpert ist, hat Steinbrück bislang vor allem bewiesen, dass er zwei linke Beine hat. Besser wäre für einen sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten eine glückliche Hand für linke Politik. Steinbrück scheitert nicht an Neid oder Bigotterie der anderen. Sondern an der eigenen Gier und Ungeschicklichkeit.
 Kontroversen, Debatten, Diskussionen. Das ist hier unerwünscht.
Authentische Politiker RAUS!
Presse und Wähler verlangen nach perfekt rundgelutschten Sympathen mit Vorzeigefamilien, schicken Frisuren und inhaltlich völlig weißen Westen.

So stieg Maßanzug-Baron von und zu Guttenberg zum beliebtesten Politiker seit Joschka Fischer auf: Er hatte eine coole Gel-Frisur, ein blondes Eheweib, das sich alle drei Minuten vor einer TV-Kamera zeigte und war politisch ungreifbar.
Der fränkische Freiherr hatte zu keiner der aktuellen Polit-Großbaustellen je seine Meinung geäußert. Homoehe? Betreuungsgeld? Euros für Griechenland? Libyeneinsatz? Syrien? Studiengebühren? Hotelsteuersenkung? Ehegattensplitting? 
Nichts, niente, rien, nada.
 Guttenberg war zackig im Auftreten, hip in der Performance (AC!DC!) und inhaltlich völlig neutral.
So einer eckt nicht an. Er ist von Natur aus rundgelutscht und hätte tatsächlich Merkels Nachfolger werden können. 
Die Nichtpolitik des Durchwurstelns, Verschiebens und Ausweichens, hätte er nonstop fortsetzen können.
Sogar den äußerst flexiblen Umgang mit der Wahrheit hatte er schon perfekt von der Kanzlerin gelernt.
Eigentlich ein Treppenwitz, daß so ein arroganter Kleiderständer ohne Vision und Konzept von dreieinhalb Hobbyplagiatjägern niedergestreckt wurde.
Und auch das gelang nur durch Mithilfe des Zimmertemperatur-IQs des telegenen Barons.
Die Kanzlerin hatte schon öffentlich bekundet jegliche Moral beiseite zu schieben und den CSU-Star trotz aufgedeckter Lügen und Plagiaten im Amt zu belassen.
Er hätte nur ein bißchen die Füße stillhalten müssen. Dann würde er heute noch grinsend durch die Talkshows ziehen und sich von seinen aristokratiephilen Epigonen bejubeln lassen.

Zu seinem Unglück und meinem Glück, fehlte ihm aber der Durchblick und so verlor er die Bodenhaftung, log dermaßen dreist in die Kamera, daß sich selbst im Land der nicht ganz Dichten und Denkfaulen die Daumen senkten.

Ohne den Lügenbaron aber wird Merkel vermutlich bis 2033 durch regieren und spätestens in fünf Jahren anfangen die anderen Bundestagsparteien wegzufusionieren.

Die FDP löst sich schon freiwillig auf und die Grünen schicken der ostdeutschen Kanzlerin aus dem Pastorenhaushalt und dem ostdeutschen Präsidentenpastor eine ostdeutsche Pastorenehefrau und Theologin und EKD-Präsidentin als Gegenkandidatin auf die Bühne.

Kathrin Göring-Kirchentags Bischöfe eröffneten auch mit einem feierlichen Gottesdienst Merkels Ermächtigungsparteitag.
Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister und der Hildesheimer katholische Bischof Norbert Trelle gaben dem Parteitag der größten Waffenexporteuren und Todesbringerin der deutschen Nachkriegsgeschichte ihren Segen.
 Man erwähnte kurz pflichtschuldig das Wort „Frieden“ und grinste dann inmitten der CDU-Waffenlobbyisten um die Wette. 

"Ein Friede, der nicht auf gerechten ökonomischen, rechtlichen und politisch-strukturellen Verhältnissen beruht, ist eben kein gerechter, er ist ein brüchiger Friede", sagte Trelle mit Blick auf die Situation im Nahen Osten und die Lage in Mali. (evangelisch.de)
 
Warum sollte eine grüne Partei à la Göring-Kirchentag nicht beitreten wollen?
Ich sehe sie schon vor mir, wie sie nach der Wahl zu Merkels Stellvertreterin im Jahr 2022 debil grinsend ihr mit den Fingern geformtes Herzchen ins Publikum hält. 


 So wie es die unterbelichtesten DSDS-Fans tun, führte die Grüne Kanzlerkandidatin das Zeichen auch auf dem Grünen-Parteitag auf, wie zuvor auf dem Kirchentag.


Wir haben uns alle lieb.

Montag, 3. Dezember 2012

Wehmut


Die Prohibition war eine tolle Sache.
Für Kanada, Mexiko und die Mafia.

Der 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten verbot von 1919 bis 1933 Herstellung, Transport und Genuß von Alkohol. In der Folge entstanden rund 100.000 sogenannte „Flüsterkneipen“ (Speakeasy-Clubs).
Die Kriminalität stieg rasant an und das Geschäftsmodell für organisierte Drogenbanden war geboren. Al Capone wurde sagenhaft reich und mächtig.

Das Verdammen, Verbieten und Verdrängen mag ein menschlicher Impuls sein, ist aber ein schlechter politischer Ratgeber.

Vor einigen Wochen wurden in Hamburg die obdachlosen Säufer vom Hauptbahnhof vertrieben (Schande über die SPD!)
Hauptbahnhof: Für Trinker ist kein Platz mehr!

[…] Die überdachten Bereiche vorm Hauptbahnhof werden privatisiert. Künftig hat der DB-Sicherheitsdienst hier das Sagen, genauso wie im Mönckebergtunnel. Dadurch sollen die „Sicherheit und Sauberkeit“ erhöht werden.

[…] Zuletzt gab es wiederholt Forderungen, Obdachlose, Trinker und Bettler zu vertreiben, damit Touristen und Reisende nicht gestört werden. Das ist künftig möglich. Bislang konnte die Polizei nur Personen des Platzes verweisen, die Passanten wirklich belästigten, aggressiv auftraten oder den Platz verschmutzten.

Was ist jetzt verboten? Künftig gilt: Sitzen, liegen, rauchen, betteln, laut Musik hören sind verboten. „Übermäßiges“ Trinken auch. Wie viel zu viel ist, entscheidet der Sicherheitsdienst.
Die SPD hat diese Maßnahme in ganz großer Runde (aus Senat, Bahn, Bezirk, Polizei und sozialen Trägern) beschlossen. 
So ein Vorgehen ist populär. Niemand will gerne mit Elend und Krankheit konfrontiert werden. 
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Zu Gute halten will ich dem neuen Bezirkschef Andy Grote (dem Nachfolger des legendären Anti-Obdachlosen-Sheriffs Markus Schreiber), daß er etwas sehr Unpopuläres, aber gleichzeitig sehr RICHTIGES tun will.
Grote nimmt immerhin die Realität zur Kenntnis und weiß, daß es nun einmal Alkoholismus, Obdachlosigkeit und Prostitution gibt.
Das ist viel mehr Erkenntnis, als die meisten Konservativen haben. Sie meinen immer noch man könne mit Verboten alles regeln. 
So wie bei der Abtreibung. Man verbietet sie und schon kommen im schlichten Weltbild eines deutschen Katholiban oder eines GOPers keine ungewollten Schwangerschaften mehr vor.
 Einfach nur Obdachlose, Bettler und Säufer vom Hauptbahnhof zu vertreiben – damit ist Mittes Bezirkschef Andy Grote (SPD) nicht einverstanden. Er fordert einen Trinker-Raum direkt am Bahnhof, um den Betroffenen eine Anlaufstelle zu bieten. […] Der Trinker-Raum soll direkt am Ausgang Kirchenallee in nördlicher Richtung an das Bahnhofsgebäude gebaut werden, halb offen und mit Toiletten ausgestattet sein. Das zumindest wünscht sich Grote – nur fehlt ihm bislang die Unterstützung. „Wir werden auch weiterhin eine große Anzahl an Obdachlosen und Suchtkranken am Bahnhof haben. Für die brauchen wir solch einen Ort“, sagt Grote. Das verschärfte Vorgehen am Bahnhof gegen Säufer habe ja „nicht das Ziel, diese aus dem Stadtbild zu verdrängen“.
 Wer über ein bißchen mehr als drei Hirnzellen verfügt, muß einsehen, daß die Kriminalisierung von Drogen zu ungeheurem sozialen Elend, hoffnungslos überfüllten Gefängnissen, massenhafter Beschaffungskriminalität und dem Entstehen von Multimilliarden schweren Drogenkartellen geführt hat.
 
Seit über 20 Jahren gibt es auf der linken Seite des politischen Spektrums Menschen, die einsehen, daß die rund 50.000 schwerstabhängigen User harter Drogen eben nicht aufhören können und genauso wenig in der Lage sind auf legalem Wege täglich mehrere hundert Euro für Opiate aufzubringen.
Mit der Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Drogenpolitik erzwingt also die Politik Beschaffungskriminalität ungeheuren Ausmaßes.
Es dauerte sehr lange bis endlich auch vereinzelte CDU-Bürgermeister einsahen, daß nur die legale Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige ein Weg aus dem programmierten Elend bedeuten kann.

Selbstverständlich ist die gegenwärtige Gaga-Bundesregierung nicht in der Lage diese geistige Erkenntnis nachzuvollziehen und treibt die Drogenkranken weiterhin aktiv in die Kriminalität und Gefängnisse.
In Amerika sieht es noch übler aus. „The war on drugs“ ist komplett gescheitert, aber Nordamerikas ideologisierte Politlandschaft ist nicht in der Lage vernünftige Schlüsse zu ziehen.
Eher schon das Volk oder aber südamerikanische Staaten.
 Die Drogenpolitik der USA ist eine irrwitzige Forsetzung der Prohibition. Lateinamerikanische Länder liefern den Stoff und die Toten - die USA die Waffen und das Geld. Einen Ausweg gibt es nur, wenn diese Waffen und dieses Geld besser kontrolliert werden - durch legale statt illegale Geschäfte. Eine Legalisierung von zunächst Marihuana ist überfällig.
Vor vier Jahrzehnten begannen die USA ihren Krieg gegen die Drogen, das Ergebnis füllt Konten und Friedhöfe. In Kolumbien, Afghanistan und anderen Produktionsländern starben Zehntausende am Kampf um Kokain, Marihuana oder Heroin. An der Schlacht beteiligen sich Armee, Paramilitärs, Guerilleros, Taliban.

Allein in Mexiko wurden je nach Statistik 60.000 bis 100.000 Morde gezählt, seit der nun scheidende Präsident Felipe Calderón 2006 die Streitkräfte ins Gefecht schickte. Die Leichen werden immer mehr - Rauschgift und Profit ebenfalls. Der Konsum sank nie. Calderóns Nachfolger Enrique Peña Nieto, jetzt vereidigt, und US-Kollege Barack Obama täten gut daran, nach einer Alternative zu suchen.
 Legalisierung und Akzeptanz haben immer auch den Vorteil, daß man an die Konsumenten, die in Not (hauptsächlich gesundheitlicher Art) sind, überhaupt rankommt.

Als 2001 in Hamburg der CDU-Mann Ole von Beust mit seinen lumpigen 26,2% Arm in Arm mit dem semikriminellen Rechtspopulisten Ronald Schill (19,4%) der SPD (36, 5%) die Regierungsmacht entriss, ließ der neue Bürgermeister mit seinem Stellvertreter mit massivem Polizeiaufgebot die „Drogenszene“ am Hauptbahnhof zerschlagen. 
Immer und immer wieder jagten große Polizeiaufgebote durch das Bahnhofsgelände, nahmen ausgemergelte Drogensüchtige fest und setzten sie irgendwo in den Randgebieten der Stadt wieder aus.
Irgendwann verschwanden auch die Dealer, die natürlich ein gutes Gespür dafür haben, wo ihre Abnehmer sitzen, bzw NICHT sitzen.
Darauf waren Schill, CDU und FDP sehr stolz! Hamburg war auf einmal drogenfrei.

Was sie nicht bedacht hatten, war allerdings die verblüffende Tatsache, daß sich die Tausenden Konsumenten nicht schlagartig in Luft aufgelöst hatten, sondern weiterhin ihren Stoff benötigten.

Aus den Augen, aus dem Sinn - aber nicht aus der Welt.

Es gab weiter die Sucht, es gab die Dealer und es gab die Beschaffungskriminalität.
  Nur konnte man sie nicht mehr wie bisher konzentriert am Hauptbahnhof beobachten. 
Die Szene war zerfleddert und bildete in der ganzen Stadt viele neue kleine Treffpunkte.
Da dämmerte es auch der Polizei, daß sie einen Bock geschossen hatte. Ihr wurde die Arbeit massiv erschwert, weil die Beobachtung der Szene extrem viel aufwändiger wurde. Es wimmelte nur so von Klagen der neuen Anwohner und Opfer der Beschaffungskriminalität.

Die CDU-FDP-Schill-Politik war dumm, menschenverachtend und pervers.
Aber auch populär - die CDU sollte zehn Jahre an der Macht bleiben. Die letzten beiden Jahre davon in einer Koalition mit entmoralisierten Grünen, die Abschiebungen, Brechmitteleinsatz, Europas größtes Kohlekraftwerk Moorburg und jede erdenkliche andere Schweinerei brav abnickten.

Wenn man heute zwei Straßen südlich des Hauptbahnhofs den Besenbinderhof entlang fährt, sieht man große Menschtrauben friedlich beim „Drob Inn“ stehen.
 Das Jugendhilfeprojekt mit Drogenkonsumraum hat Frieden geschaffen.

Die Suchtkranken können sich dort unter hygienischen Bedingungen einen Schuß setzen, duschen, essen und betreut werden.

Das Drob Inn ist eine niedrigschwellige und akzeptierend arbeitende Kontakt- und Beratungsstelle mit integrierten Drogenkonsumräumen. Die Beratungseinrichtung ist für erwachsene Drogenabhängige gedacht und staatlich anerkannt. Das Konzept und die Angebote sind auf die offene Drogenszene in Hamburg - St. Georg ausgerichtet. Das Drob Inn steht als zentrale Einrichtung gleichwohl allen in Hamburg lebenden Drogenkonsumentinnen und Drogenkonsumenten offen.

Konsumentinnen und Konsumenten illegaler Drogen erhalten konkrete Hilfen zum Überleben, zur sozialen Stabilisierung und zum Ausstieg aus der Sucht. Angebote der Überlebenshilfe sind die Voraussetzung dafür, den Kontakt zur Klientel zu finden und zu halten sowie Bedingungen herzustellen, um mit ihnen weiterführend arbeiten zu können. Durch die Kontaktarbeit im offenen Café entsteht ein vertrauensvoller Bezug der Klientinnen und Klienten zur Einrichtung und erleichtert es ihnen, weitere angebotene Hilfen zu nutzen. Die Kombination von Beratung, Ausstiegshilfen und niedrigschwelligem Zugang ermöglicht das Angebot sofortiger konkreter Hilfen in fast allen relevanten sozialen Bereichen.

 Solange es keine Drogenlegalisierung in Deutschland gibt, sind Drobinns und Trinkerhallen die besten Möglichkeiten, um den Kranken zu helfen.

Die Beust-Schill’sche Zerschlagung und Verteilung der Drogenszene von 2001 erinnert mich unangenehmerweise ein wenig an die aufgezwungene Abschaltung von Kreuznet. 
Ich weiß; der Vergleich hinkt.
Aber bisher konnte der www-Mensch an dieser einen Stelle alle rechtsradikalen Fundis auf einem Haufen finden.
Nun fehlt ihnen der virtuelle Treffpunkt.
Dadurch haben die Hetzer aber weder aufgehört zu existieren, noch ist ihre Ideologie verschwunden.
Man fragt sich, wo sich der Abschaum nun versammelt, wie viele andere Portale jetzt von dem antihumanistischen Gedankenmüll infiziert werden.

Hoffentlich sind wir nicht vom Regen in die Traufe gekommen.

Fast vermisse ich Hakenkreuznet. 
Das war früher immer so schön einfach; ein Klick und man hatte die konzentrierte Kacke auf dem Präsentierteller ausgebreitet.


Sonntag, 2. Dezember 2012

Zurück zur Tagesordnung.




Das ging jetzt doch schneller als erwartet. 

Kreuznet ist seit gestern Nachmittag offline und sämtliche Online-Medien berichten auch von dem Kreuznet-Aus.
Das katholische Hetzportal kreuz.net ist über Nacht aus dem Internet verschwunden und nicht mehr erreichbar. Der Druck auf die Urheber wurde offenbar zu groß. Endgültig abgeschaltet dürfte die Seite jedoch nicht sein.
Links oben auf der Seite, wo immer der gekreuzigte Christus prangte, steht jetzt: Error. The requested URL could not be retrieved. Die aufgerufene Internet-Seite konnte nicht aufgerufen werden. Weiter unten ist zu lesen, der Domain-Name existiere nicht. Die Seite www.kreuz.net gibt es nicht mehr!
[…] Alles deutet darauf hin, dass es die Urheber eines der bösartigsten deutschsprachigen Hetzportale mit der Angst zu tun bekommen haben. Die Staatsanwaltschaften in Berlin und Wien ermitteln wegen Volksverhetzung und Beleidigung. Und obwohl sie trotz zahlreicher Hinweise noch keinen Verdächtigen mit richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen behelligten, zogen die Betreiber erst mal den Stecker heraus. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass die Ermittler auf die richtigen Fährten gesetzt waren.
[…] Alles andere als Ruhm erntete beim Aufspüren der Hintermänner von kreuz.net die Deutsche Bischofskonferenz. […] Nicht durch die Bekundungen der Bischöfe sei Bewegung in die Ermittlungen geraten, sagt David Berger, sondern durch Hinweise, die bei der Initiative "Stoppt kreuz.net!" eingingen, und durch davon ausgegangene Recherche. Die Bischofskonferenz weigert sich, die Initiative zu unterstützen.
 Ich würde zu gerne mal Mäuschen spielen bei der DBK und hören, ob die Herren in den roten Kleidern jetzt froh sind, oder sich nicht doch über diese neuerliche taktische Pleite ärgern, daß sie "STOPPT KREUZNET" nicht unterstützt haben! Hätten sie es getan, stünden sie jetzt nach so kurzer Zeit als großer Gewinner da.
Nun aber sind sie wieder die ewig-gestrigen Verhinderer.

Ich frage mich allerdings auch, ob das nicht ein Riesenglück für die DBK ist, daß Berger und der Bruno-Gmünder-Verlag so überraschend schnell Erfolg hatten und Kreuznet (vorläufig) erledigten. Es könnten jetzt die Fragen wie tief RKK-Priester verstrickt waren, eingemottet werden, wenn KN nicht mehr alltäglich nervt.

Falls nun erst einmal Kreuznet aus dem Focus der Medien verschwinden sollte, kann sich die RKK allerdings keineswegs zurück lehnen.
 Ihre Probleme pressieren jeden Tag stärker.
 Verwaiste Gemeinden, kein Priesternachwuchs, Sex-Affären und aufmüpfige Geistliche, die nach Frauenordinierung, Toleranz gegenüber Schwulen und Kommunion für Geschiedene verlangen.

Im Rom sieht es noch mieser aus.
 Ein Geront auf dem Throne Petris hat längst die Übersicht verloren und begnügt sich damit durch seine Personalentscheidungen weltweit einen ultrakonservativen Kurs zu festigen. 
Währenddessen tanzt ihm die halbe Kurie auf der Nase rum. Vatileaks spült Insider-Infos an die Presse und das IOR steht im Visier der Steuerfahnder.

Wie soll es nur weitergehen mit dem Katholizismus?

Das Problem-Trio Zölibat, sexueller Missbrauch und mangelnde Attraktivität der Kirche könnte man aber elegant lösen.

Da heute Sonntag ist, will ich so freundlich sein und einen Tipp geben.

Die RKK sollte es wie Mao Sugiyama machen und bei der Priesterweihe feierlich Hoden und Penis amputieren lassen und diese statt Hostien als Körper Christi den Gläubigen in der knienden Mundkommunion überreichen.

Das hätte sehr viele Vorteile. 

Aber vorher kurz zum Procedere:
Am 31. März 2012 ließ sich der Japaner Mao Sugiyama seinen Penis wie auch seine Hoden operativ entfernen. […] Die Urethra, die Harnröhre, sowie der Harnausgang wurden kosmetisch angeglichen, alles andere weggeschnitten. […]
Am Abend des 13. Mai 2012 servierte Sugiyama, als Koch gekleidet, in einem gemieteten Kellerraum im Tokioter Stadtteil Suginami seine Geschlechtsteile als Abendessen. Der Rahmen war der eines Kunst-Events, geschlossene Gesellschaft. Sugiyama hatte das Fleisch aufgetaut, briet es an, servierte fünf Portionen, mit Champignons, Petersilie, Majoran, Basilikum, Rosmarin.  Jeder der fünf Beköstigten hatte 20 000 Yen dafür gezahlt, knapp 200 Euro. Außer diesen Gästen, es waren zwei Frauen und drei Männer, waren noch rund 70 Begleiter gekommen, die von der Veranstaltung gehört hatten.
(DER SPIEGEL48/2012, s.66)
The people who ate his genitalia were a 30-year-old couple, a 22-year-old women, a 32-year-old man and Shigenobu Matsuzawa, 29, an event planner.
He Tweeted before the event: ‘It’s a once in a lifetime chance, so I decided on the spur of the moment to do it.’
He posted pictures of the event on his blog, but later removed them and said his decision to take them down was due to ‘privacy considerations’.
Sugiyama made guests sign a waiver so he was not responsible if they became ill after eating his genitalia. They were removed in early April shortly after his 22nd birthday.
Die Vorteile für die RKK liegen auf der Hand.
  1. Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit. Ein entgenitalisierter Priester nimmt den Zölibat ernst.
  2. Vertrauen in die Ungefährlichkeit der Priester bezüglich dem Umgangs mit Messdienern.
  3. Glaubwürdiges Zeichen der Sühne für die sexuellen Übergriffe der letzten Dekaden.
  4. Einsparung von Millionen Hostien.
  5. Einsparung von künftigen Alimenten-Zahlungen.
  6. Abschreckung von Schwulen, die in die Priesterseminare drängen, obwohl Ratzinger ihnen ausdrücklich verboten hat Priester zu werden.
  7. Erschließung neuer Glaubensinteressierten - unter anderem würde die Kirche endlich auch für RTL-II-Zuschauer und Okkultisten interessant.
  8. Generierung von PR-Aufmerksamkeit weltweit.
  9. Beitrag zur Bekämpfung des Hungers - bei den gegenwärtig weltweit rund 400.000 katholischen Geistlichen, einem durchschnittlichen Penis-Gewicht von 30 Gramm (Schätzung) und Hoden-Gewicht von 18 Gramm pro Stück würden 26,4 Tonnen proteinreiche Nahrung gewonnen werden.
  10. Einsparungen von teuren urogential-bedingten Krankheitskosten alternder Mönche.
  11. Deutliches Unterscheidbarkeit von den verweltlichten Protestanten-Geistlichen, die ohnehin nicht bereit sind Opfer für ihren Glauben zu bringen.
  12. Vermeidung von peinlichen Erektionspannen, die unter der Soutane immer so unschön bei der Sonntagsmesse auffallen.
Es besteht also noch Hoffnung für die RKK, wenn die Bischöfe und der Papst sich zu diesem mutigen Schritt entschließen könnten.