Als ob man nicht genug Problem in der Welt hätte, um sich mühelos 24/7 mit aktuelle politischen, ökonomischen und wissenschaftlichen Themen zu befassen.
Aber die elende orange Vollkatastrophe Trump, seine verbrecherischen Cronies Orbán, Netanjahu und Putin, sowie die hausgemachte Unfähigkeit Brüssels und Berlins, lassen einem keine Wahl.
Stets muss man, gebannt wie das Kaninchen vor der Schlange, gen Washington starren, um den neuesten potentiell weltzerstörenden Wahnsinn des US-amerikanischen Präsidenten zu verfolgen. Was wird Tangerine Turd heute wieder anrichten? Dabei hat man sich längst eine schwere Überdosis Trump zugeführt und kann das Gesicht einfach nicht mehr ertragen, die grotesk gestammelten Worte nicht mehr hören, den Gesamtpeinlichkeit nicht mehr verkraften.
Ich halte es nicht mehr aus, wie seine Project25-Apologeten um ihn herum, nicht müde werden, ihren buchstäblich stinkenden senilen Psychopathen zu bejubeln.
Heerscharen rechter Kommentatoren und Journalisten schwärmen nach jedem neuen großen verbalen Schiss in seine präsidialen Windeln aus, um sich als loyalste Trump-Bewunderer zu inszenieren.
Das gesamte US-amerikanische System ist Rott: Politik, Bildung, Medien, Wirtschaft, Justiz, Moral. Don Lemon gräbt bei seinen Straßenumfragen auf der Suche nach enttäuschten Trump-Wählern (die es wirklich in immer größerer Menge gibt), fatal verblödete Exemplare aus. Gebildete Männer in guter Kleidung, die sich zerknirscht über die Benzinpreise zeigen, aber voll von der Klugheit Trumps überzeugt sind.
Oder Männer, die unfähig sind, in Worte zu fassen, was Trump für die US-Präsidentschaft qualifiziere, aber die Alternative Kamala Harris sei nun einmal noch viel schlimmer.
Really?
Der Mann, der mit Genozid an 90 Millionen Menschen droht, darf aber nicht unterstützt werden. Es ist möglich, diesen weltgrößten Verbrecher und Lügner aufzuhalten, wie das Beispiel Grönland zeigte, wie seine gescheiterte Zoll-Kriegserklärung zeigte. Wie jetzt der isolierte Paria-Staat Iran zeigt, der sich im Alleingang gegen die übermächtige Trump-Armee behauptete und nach dem derzeitigen Verhandlungsstand, besser da steht, als vor dem Israelisch-US-amerikanischen Angriff am 28.04.2026.
[….] Kapitulationsaufforderung an die USA
Eines aber ist klar: Amerikas und Israels Kriegsziele wurden verfehlt. Das iranische Nuklearprogramm existiert weiter, das Raketen- und Drohnenprogramm ebenfalls. Das Regime ist noch an der Macht, nur ideologisch verhärtet. Die iranischen Proxies in der Region – Hisbollah, Huthis, schiitische Milizen im Irak – sind strukturell intakt. Wer glaubte, ein Luftkrieg könne eine Regionalmacht wie Iran brechen, hat sich geirrt. Und zu einem verlustreichen Bodenkrieg war Trump verständlicherweise nicht bereit. Der Krieg war von Anfang an strategisch nicht durchdacht. [….] Der US-Präsident [….] hat Stunden vor der Einigung mit seinen wahnwitzigen Drohungen, Irans Zivilisation auszulöschen, die Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit amerikanischer Politik verstärkt. [….]
(Mathieu von Rohr, 08.04.2026)
Trump hat versagt, Chamenei hat sich durchgesetzt. Das Mullah-Regime ist gefestigt und wird künftig reich durch die „Hormus-Gebühren“. Die iranische Opposition liegt am Boden. Herzlichen Glückwunsch, Bibi und Taco!
[…. ] Sieht man sich den Plan näher an, wird klar, dass es eine Einigung unter Teherans Diktat wäre. Der Plan, der von dem von den Revolutionsgarden kontrollierten Medium Tasnim News veröffentlicht wurde, enthält nur Maximalforderungen, darunter die fortgesetzte Kontrolle der Straße von Hormus durch Iran, das Recht Irans auf Urananreicherung, die Aufhebung aller Sanktionen gegen Iran, die Aufhebung aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und des Gouverneursrats der Internationalen Atomaufsichtsbehörde (IAEA) sowie die Beendigung des Krieges an allen Fronten, einschließlich Libanons.
Teherans größter „Sieg“ in diesem Krieg dürfte die Entdeckung sein, dass es die Straße von Hormus und damit einen erheblichen Teil des Welthandels so mühelos gegen so wenig internationalen Widerstand jederzeit lahmlegen kann. [….] Trumps scheinbar strategieloses Vorgehen vergleichen selbst Kriegsbefürworter mit einer abgebrochenen Antibiotikatherapie, die den Krankheitserreger am Ende eher stärkt statt eliminiert. Auch Trumps Drohungen, die iranische „Zivilisation untergehen zu lassen“, spielten der antiamerikanischen Regimepropaganda direkt in die Hände.
Liberal und demokratisch eingestellte Iraner – die Mehrheit der Bevölkerung – müssen nun mit ansehen, wie diejenigen, die noch im Januar Tausende Demonstranten kaltblütig massakriert haben, ihren großen Sieg verkünden und sich als standfeste Beschützer der Nation inszenieren. [….] Der großen Verlierer des Krieges und der Waffenruhe ist Irans Opposition, egal welchen Lagers. „Fuck it“, schrieb ein Iraner, der in der Vergangenheit an Aufständen gegen das islamistische Regime teilnahm, der taz, nur kurz nachdem Trump die Feuerpause bekanntgab. […]
Staaten wie Frankreich oder Irland oder Dänemark, beweisen wie man sich mit Klugheit und Mut gegen den tobenden US-Clown durchsetzt. Mit Härte und Konsequenz.
Macron ließ dezent 129 Tonnen in den USA lagerndes französisches Gold zurück nach Paris holen. Nebenbei erzielt er damit einen Gewinn von 12,8 Milliarden Euro.
Einen weit größeren Goldhaufen – unfassbare 1.236 Tonnen – lässt Deutschland schön brav in New York unter Trumps Zugriff liegen. Eine Tonne sind 130 bis 140 Millionen Euro wert. Konservativ gerechnet liegen also über 160 Milliarden Euro in deutschem Gold in US-Tresoren.
Aber Merz und Wadephul und Hardt und Dobrindt können habituell nicht anders, als vor Trump auf Knien zu rutschen.
[…] Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Mittwoch mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Wie der SPIEGEL aus Regierungskreisen erfuhr, ging es in dem kurzen Gespräch um die vereinbarte Waffenruhe im Irankrieg, aber auch um das transatlantische Verhältnis. Trump hatte zuletzt wiederholt die Bundesregierung und den Kanzler dafür kritisiert, dass Deutschland sich nicht an der Öffnung der Straße von Hormus beteiligen wollte. Der US-Präsident drohte zudem mit einem Austritt aus der Nato. Dem Vernehmen nach bemühte sich Merz in dem Gespräch darum, seinen zunächst guten Draht zu Trump wiederaufzunehmen. Das Telefonat ging vom Kanzler aus.
Die Bundesregierung will einen Bruch im Nato-Bündnis unbedingt verhindern. Zudem möchte sie sicherstellen, dass die US-Regierung weiterhin die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland unterstützt. In den kommenden Tagen dürfte es weitere Wiederannäherungsbemühungen Berlins gegenüber Washington geben. [….]
(SPON, 08.04.2026)
Die deutsche Regierung versagt und versagt und versagt. Wie die meisten Europäer.
[….] Europäische Spitzenpolitiker verfolgen den Krieg gegen Iran kommentarlos. Sie sind zu feige, sich deutlich gegen Trump und Netanjahu zu positionieren. [….] Wo war Europa? Was haben die EU-Politiker getan, um US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu im Iran zu stoppen und das Schlimmste zu verhindern? Diese Frage wird Bundeskanzler Friedrich Merz, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und viele andere europäische Politiker noch lange verfolgen. Denn sie haben nichts getan. Als Trump und Netanjahu den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg starteten, haben Merz und von der Leyen dafür sogar noch Verständnis gezeigt.
Als Trump drohte, das ganze Land auszuschalten, haben sie sich weggeduckt. Als er schließlich die Auslöschung der iranischen Zivilisation ankündigte, haben sie geschwiegen. Es war ein schändliches Schweigen. Die EU und ihre selbst ernannte Führungsmacht Deutschland haben auf ganzer Linie versagt. Wenn die USA und Iran nicht in letzter Minute einen Waffenstillstand ausgerufen hätten, wären die meisten EU-Außenpolitiker zu stillschweigenden Komplizen eines apokalyptischen Vernichtungskriegs geworden. [….] Selbst jetzt klingen die EU-Statements noch so, als würde nur der Iran Krieg führen. Auch Merz und von der Leyen halten sich an diese kafkaeske Sprachregelung. Einzig der spanische Regierungschef Pedro Sánchez redet Tacheles: Seine Regierung werde nicht jenen Beifall spenden, „die die Welt in Brand setzen, nur weil sie danach mit einem Eimer auftauchen“, erklärte er. Sanchez ist der Einzige, der die Ehre der EU verteidigt. Alle anderen haben sie womöglich irreparabel beschädigt. [….]
Man schämt sich so für Merz.






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