Mittwoch, 7. Dezember 2016

Welches Kraut raucht Breit-Keßler? Teil II



Das ist wirklich so wie mit der sprichwörtlichen widerlichen toten Qualle am Strand, mit mir und Bischöfin Breit-Keßler.
Man weiß ja, das Vieh sieht ekelhaft aus, aber man schafft es nicht sich zurückzuhalten und geht doch hin, um mit einem Stock im Kadaver zu stochern.

Nun hatte ich schon extra wegen ihr mein GONG-Abo gekündigt, aber kann immer noch nicht so recht von ihr lassen, schiele nach ihren neusten frommen Phrasen und hoffe, daß mir dabei nicht allzu viele Hirnzellen absterben.

In der vergangenen Woche behandelte ihre Kolumne ein sagenhaft gewagtes Thema. Daran hatte sich noch kein Theologe gewagt:
Weihnachten und der Konsumterror.
Allein schon „Weihnachten“!
Wie kommt man nur ausgerechnet jetzt auf so ein Knallerthema?

Die bayerische Regionalbischöfin übertrifft sich mal wieder mit sinnentleertem Blabla nach der immer gleichen peinliche-Pröbstin-Plapperei.

Ihre pathetischen Prahlereien sind eine gute Erklärung dafür, wieso der Evangelischen Kirche die Mitglieder sogar noch schneller als bei den mittelalterlichen Katholiban davonrennen.

Die bizarre Kostümshow der Katholo-Geistlichen mit ihren grellen Drag-Kostümen und den brennenden Handtäschchen überstrahlt ein bißchen die Tatsache, daß Evangelen noch fundamental irrer sind und übleres Personal aufweisen.

(…….)  Möglicherweise ist es tatsächlich so, daß der intellektuelle Niedergang der evangelischen Theologie, der in Huber und Käßmann ihre Apotheose fand, die eigentlich noch absurderen Katholiken (Zölibat, Primat des Papstes, Frauen-Ausschluss,..) in Relation gut dastehen läßt. (…..)

(……….) Der Niedergang des deutschen Protestantismus ist vermutlich unaufhaltsam.
Der Grund ist, daß es einfach keine sympathischen Führungspersönlichkeiten in der EKD gibt.
Die Laien werden von Politikern dominiert, die sich aus dem unsympathischsten Bodensatz ihrer jeweiligen Parteien rekrutieren: Volker Kauder, Hermann Gröhe, Günther Beckstein, Kathrin Göring-Kirchentag, Irmgard Schwätzer (FDP), Christoph Matschie (SPD), Kerstin Griese (SPD), Josef Philip Winkler (Grüne), Pascal Kober (FDP) oder Stefan Ruppert (FDP) sind die schlimmen Namen.

Bei den Theologen der EKD sieht es sogar noch düsterer aus: Huber, Schneider, Käßmann, Bedford-Strohm oder gar Petra Bahr heißen die Menschenschrecker, die meistens in die Talkshows geschickt werden.
Kein Wunder, daß die Gläubigen schneller aus der EKD flüchten als aus der zölibatären Kinderficker-RKK. (………….)

Wer würde nicht schreiend wegrennen wollen, wenn sich die EKD-Fürsten zu Wort melden?

Konsequenterweise wurde Plapperista Käßmann als BILD-Kolumnistin genau dort geparkt, wo sie intellektuell hingehört  - bei F.J. Wagner und Kai Diekmann.
Wenn man es gut mit der EKD meint, könnte man hoffen, daß Käßmann bei der enthirnten BamS-Leserschaft auch keinen Schaden mehr anrichten kann.

Zum höchsten christlichen Fest Ostern verbreitete sich meine besondere Freundin Bischöfin Breit-Keßler im GONG und demonstrierte ihre geistige Schlichtheit in bewährter Kombination mit Sendungsbewußtsein und Belehrungsattitüde.

Breit-Keßler kennt ihr nicht?
Das war die hier:

Gerade konnte ich im GONG vom 21.08.2015 ein Statement von Susanne Breit-Keßler, der Regionalbischöfin für München und Oberbayern, lesen.
Uiuiui.
Den Menschen, die sich keinen Urlaub leisten können, ruft sie zu:

Arbeit und Alltag sind eine Form der Selbstbestätigung, die einem zeigt: Hier hast du deine Fähigkeiten und Gaben- es ist schön, was du alles kannst! Die gleichen Handgriffe, die gleichen Gesichter. Tägliche Routine hat ihre guten Seiten. Es liegt an einem selber, ob man den Werktagen zusätzliche funkelnde Glanzlichter aufsteckt. „Durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein“ heißt ein biblisches Wort (Jesaja 30,15). Gebete am Morgen und Abend setzten Akzente, die die Tage voneinander unterscheiden.
(Bischöfin Susanne Breit-Keßler)

Na, das hört eine alleinerziehende Mutter mit drei Putzjobs sicher gerne von einer Bischöfin, die aus Steuermitteln ein fünfstelliges Monatsgehalt bezieht.

Frappierend ist insbesondere die Unfähigkeit dieser Kategorie der Plapper-Bischöfinnen über ihren eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Genau wie Kollegin Käßmann, nimmt auch Breit-Keßler stets sich selbst und ihr eigenes Leben zum Maßstab.
In ihren Texten erzählt sie aus ihrer Familie, ihrem Alltag, beschreibt was ihr gefällt und überträgt das dann flugs auf alle anderen.

Die ganze bischöfliche Theologie ließe sich auf den Kernsatz: „Seid alle so wie ich, dann wird alles gut!“ reduzieren.

Auch in der heutigen Kolumne geht das so. (….)

Auch im Dezember 2016 vollführt Breit-Keßler diese Volte – erst werden Banalitäten vermengt mit reichlich Selbstlob geschildert und im letzten Absatz kriegt sie dann noch die Kurve zu einem Bibelzitat, respektive der Erkenntnis, daß sie selbst für Gottes Liebe steht und man doch dafür dankbar sein müsse.


Schon etwas schal, wenn man als Bischöfin, die aufgrund rechtlich äußerst zwielichtiger Umstände ein fürstliches Gehalt vom Steuerzahler bezieht, privat versichert ist und das volle Gehalt auch abzugsfrei als Pension bis zum Lebensende beziehen wird, in einem Land, in dem Millionen Kinder in Armut leben und Menschen wie Sklaven arbeiten müssen, fröhlich fantasiert, wie man das Geld mit vollen Händen ausgibt.

Abgesehen davon, daß man angesichts des unfassbaren Konsums in unserer westlichen Welt, der die Hauptursache für die Übel der Welt darstellt, aus moralischer Perspektive nicht gerade predigen sollte noch viel mehr einzukaufen, ist die Eitelkeit nahezu unfassbar.


 

Keiner ist so mitfühlend, großzügig und gut wie Breit-Keßler, die immer nur daran denkt andere zu beschenken.
Es reicht der frommen Frau aber nicht sich einfach nur selbst ausführlich zu loben, sondern sie stellt sich gleich auch noch auf eine Stufe mit Gott, wenn sie ihre Geschenke als „Abglanz des großen himmlischen Geschenkes (….), ein Gott, der Mensch wird“ preist.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Homo Homini Lupus - Teil II



    „So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“
(Arthur Schopenhauer, Stachelschwein-Gleichnis)


Man soll nicht immer über die „Mainstreammedien“ meckern.
Natürlich produzierenden die sehr viel Unterhaltungs-Einerlei auf niedrigstem Niveau, aber zu Nachtzeiten gibt es genügend hochinteressante und lehrreiche Dokumentationen, die das öffentlich-rechtliche System rechtfertigen.

Gestern strahlte die ARG um 23.30 Uhr so eine Reportage aus, bei der mir die Ohren schlackerten.
Es ging, im weiteren Sinne, wieder um das Thema „man will nichts abgeben!
Das reiche Deutschland unterhält ohnehin schon einen gewaltigen Niedriglohnsektor, der zu einer massiven Importschwäche führte.
Aber Lohndumping ist noch lange nicht alles.
Hunderttausende Menschen in der Fleischindustrie, der Prostitution und der Altenpflege werden regelrecht versklavt.

Wir Sklavenhalter – Ausbeutung in Deutschland.
"Sklaven und Zwangsarbeiter gibt es bei uns nicht", denken viele. Keine Frage: Die Zustände in asiatischen Textilfabriken, auf den Kakao- und Kaffeeplantagen oder in den Käfigen von Shrimp-Fischern im Pazifik sind auch hierzulande inzwischen bekannt. Aber Sklaverei direkt vor unserer Haustür? Gibt es das? Und wenn ja: Profitieren wir etwa alle davon?
Wo liegt die Grenze zu moderner Sklaverei?
Wir machen uns in Deutschland auf die Suche nach Menschen, die wie Sklaven behandelt werden. Wir treffen Schlachtarbeiter, Pflegekräfte privater Haushalte, Frauen, die nach Deutschland verkauft und prostituiert wurden, und Flüchtlinge, die in Gefahr sind, Deutschlands nächste Schattenarbeiter zu werden. Wir suchen nach Formen von illegaler Beschäftigung. Wir beschreiben die Grenze zwischen schlecht bezahlten Jobs, Menschenhandel und moderner Sklaverei. Wir sprechen mit Betroffenen, Helfern, Polizisten und Experten. […..] Weltweit leiden 20,9 Millionen Menschen unter Zwangsarbeit, so schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (IAO). Dazu kommen laut Hilfsorganisationen mehr als 100 Millionen Menschen, die in Sklaverei-ähnlichen Verhältnissen leben. Auch der Kinderhandel nimmt laut UNICEF weltweit zu. Und Europa? 500.000 Menschen seien hierzulande von Zwangsarbeit betroffen, so schätzt der Europarat. Wir wollen herausfinden: Wie funktioniert das System der Ausbeutung? Und sind wir alle Profiteure dieser Schattenwirtschaft?


Schockierend, natürlich. Absolut entsetzlich zu sehen, wie grausam, raffgierig und ausbeuterisch die Fleischmafia Niedersachsens und Bayerns ihre Arbeiter behandelt.
Es gibt mehr solche Beispiele, über die in der Vergangenheit auch berichtet wurde: „Schleckerfrauen“ oder auch die brutal behandelten Packer in den gewaltigen Amazon-Lagern.

Schockierend natürlich, daß „die Politik“ so unter Lobbydruck der Industrie steht, daß Nahles‘ Gesetze gegen diese Ausbeutung so verwässert werden, daß man Leiharbeiter eben doch neun Monate ausbeuten darf. Wer also seine geliehenen Billig-Arbeiter alle neun Monate tauscht, kann für immer und legal weiter ausbeuten.

Schockierend aber insbesondere auch wir alle. Wir Deutschen, wir Verbraucher, wir Käufer.
Wir kennen doch diese Zustände und unterstützen diese mit unserer maßlosen Billig-Gier. Es muß natürlich dreimal am Tag Fleisch und Eier geben, die aber nichts kosten dürfen.
Man ignoriert die inhabergeführten Einzelhändler, die ihre Mitarbeiter anständig bezahlen und guten Service bieten und trägt sein Geld lieber zu dem ohnehin schon viertreichsten Mann der Welt, Amazon-Chef Jeff Bezos, der natürlich auch keine Steuern in Deutschland zahlt.

Die Verbraucher missbrauchen ihre Macht, indem sie durch ihr Konsumverhalten sklavenartige Zustände in mehreren Branchen fördern.
Man kaufe also bitte keine Trump-Produkte mehr (Ivanka Trump verlagerte gerade die Produktion ihrer Luxus-Schuhe von China nach Äthiopien, weil es dort noch weniger Arbeitsschutz gibt) und überlege sich gründlich, ob man BWM und Telekom-Kunde sein möchte, wenn diese Firmen ihre Einnahmen für Werbung bei den Chefrassisten von Breitbart ausgeben.

(…) Wer nicht das Glück hat zum reichsten Viertel der Bevölkerung zu gehören, gibt vier- oder gar fünfstellige Beträge nicht sehr oft aus.
Dazu fallen mir auf Anhieb nur Computer und Autos ein.
In diesen Fällen überlege ich sehr gründlich, wem ich solche Summen überlasse.
Aber noch mehr Geld gibt man für die Alltäglichkeiten, wie Lebensmittel aus.
Auch dort hat man durchaus die Möglichkeit politische Statements abzugeben.
Statements, die durchaus mächtig sein können.
Anton Schlecker kann davon ein Lied singen.
Die Drogerieartikel, die jeder braucht – Seife, Waschmittel, Shampoo, Zahnbürste – bekommt man in vielen Geschäften. DM, Budnikowsky, Rossmann oder Schlecker – all die großen Ketten bieten ein reichhaltiges Grundsortiment an.
Daß Schlecker einging, lag tatsächlich an einem Kundenboykott.
In den letzten fünf Jahren haben angeblich bis zu vier Millionen Menschen weniger pro Jahr eine Schleckerfiliale betreten und sind stattdessen zur Konkurrenz gegangen.
Es war offenbar nicht so sehr ein viel besseres Angebot der anderen Anbieter, sondern eine aktive Flucht. 
Das Schlecker-Image war ins Bodenlose abgerutscht. Mit der Zeit wußte die Majorität der Kunden, daß die Angestellten dort miserabel bezahlt, ausgespäht und drangsaliert werden. Solche Methoden wollte man nicht länger unterstützen.

In Hamburg tobt gerade ein Tarifstreit bei den Lebensmitteleinzelhändlern.
Die Gewerkschaft ist richtig sauer, weil so viele Verkäuferinnen und Kassiererinnen mit Tricks untertariflich bezahlt werden.
Im Focus des Streits steht die Edeka-Kette.
Nun kaufe ich jede Woche mehrmals bei Edeka ein und darf dennoch zufrieden in den Spiegel gucken, denn die Edeka-Filialen, die ich besuche bilden ausdrücklich ruhmreiche Ausnahmen.

Die meisten der rund 80 selbstständigen Edeka-Filialen in Hamburg bezahlen nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di ihren Mitarbeitern weniger als den Tariflohn. Nur die Kette Niemerszein bilde eine Ausnahme, sagte Ver.di-Fachbereichsleiter Arno Peukes. "Eine langjährig tätige Verkäuferin bei Niemerszein verdient einen tariflichen Stundenlohn von rund 12,60 Euro, eine vergleichbare Beschäftigte in einem nicht tarifgebundenen Markt erhält lediglich 6,60 Euro", kritisierte Peukes. Edeka verwies darauf, dass allein die selbstständigen Partner für die Arbeitsbedingungen zuständig seien.

Ich kenne einige Niemerszein-Angestellte mittlerweile ganz gut und habe sie auch genau danach befragt.
Nach meinen Recherchen sind sie tatsächlich sehr zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen und das merkt man auch als Kunde!
Ich fing vor 10 oder 12 Jahren an hauptsächlich bei Niemerszein zu kaufen, als eine neue Filiale direkt in meiner Straße aufmachte und ich BEGEISTERT feststellte, daß Niermerszein grundsätzlich auf Musikberieselung verzichtet! 
Es gibt ja nichts, das ich noch mehr hasse, als die laute Radiobeschallung beim Einkaufen. Besonders grauenvoll ist es bei „Sky“, wo ein penetrant zu laut gestelltes „Kundenradio“ einen auch noch mit unterirdisch schlechten Werbesprüchen zudröhnt.
In meinem Auto lag aus diesem Grunde immer eine Packung „Maxx Earplugs“, weil ich solche Läden sonst nicht betreten kann.
Aber seit ich Niemerszein entdeckte bin ich das Problem los und kaufe nun gezielt dort ein, weil ich außerdem weiß, daß die Geschäftsleitung eine soziale Ader hat und ihre Mitarbeiter sehr gut behandelt.
Das Konzept „höhere Löhne“ und „keine akustische Kundenverarschung“ kommt offenbar an. Mittlerweile hat Dieter Niermerszein acht Filialen in ganz Hamburg, die nach meinem Eindruck sehr gut laufen. Dort ist es nie leer.
Gerade heute war ich auf dem Rückweg nach Hause noch schnell um 21.00 Uhr bei Niemerszein und dort klickerten noch all Kassen und es war voller Kunden.

Budnikowsky, die Drogeriekette, die auch hauptsächlich in Hamburg beheimatet ist, ist ein ähnliches Beispiel. Die rund 150 Filialen werden ebenfalls von einer Familie betrieben, die bekannt dafür ist soziale Standards groß zu schreiben. 
Die Wöhlkes haben ihr 100 Jahre altes Unternehmen beispielsweise so organisiert, daß jede einzelne Filiale eine Patenschaft für ein soziales Projekt übernommen hat, für das die Angestellten über ihre Arbeitszeit hinaus privat engagiert sind – sofern sie möchten. 
Als Kunde merkt man die Zufriedenheit der Belegschaft. Die Einkaufsatmosphäre ist viel besser als bei den anderen großen Ketten.

Ich bin sicher, daß es in jeder Stadt möglich ist solche Unternehmen zu finden, die die Artikel des täglichen Bedarfs anbieten und ihre Angestellten gut behandeln, mit ihnen zusammenarbeiten.

Es betrifft zwar nicht ganz den „täglichen Bedarf“, aber auch die Juwelierkette „Wempe“ ist so ein sozial geprägtes Familienunternehmen, welches seine Mitarbeiter übertariflich bezahlt, wo es einen persönlich haftenden Eigentümer gibt, der nicht an der Börse zockt und der deutlich überdurchschnittlichen Kundenservice bietet.
Wer sich mal eine schöne Uhr oder einen Trauring kaufen möchte, sollte zu Wempe gehen und nicht zum Schmuck-Multi „Christ“, der nur ein Teil der Douglas-Konzerns ist, welcher wiederum mit feindlichen Übernahmen zockt und die Mitarbeiter der Buchkette „Thalia“ (ebenfalls zum Douglas-Konzern gehörend) drangsaliert.

Ein schlechtes Beispiel ist auch die Café-Kette „Starbucks.“ (……)

Extrem abstoßend an Wir Sklavenhalter – Ausbeutung in Deutschland waren die Schilderungen der ultrabrutalen Methoden der Zuhälter von Zwangsprostituierten.
Aber auch hier gilt: Es überrascht mich nicht von der Existenz einiger krimineller Sadisten zu hören, die vielleicht nicht nur aus Raffgier, sondern auch aus Spaß Frauen quälen.
Aber das ist in der Tat ein Justizproblem. Diese Methoden sind natürlich nicht legal; solche Zuhälter gehören auch nach geltender Rechtslage in den Knast.

Das Multimilliarden-Prostitutionsgewerbe mit vornehmlich extrem jungen Osteuropäischen Zwangsprostituierten ist nicht wegen der sadistischen Zuhälter so erfolgreich, sondern wegen der Millionen Freier, die anscheinend durch die immer bizarrere und brutalere Internetpornowelt selbst auch immer schäbiger und brutaler werden.

Nein, ich bin nicht Alice Schwarzer und lehne Prostitution nicht grundsätzlich ab.
Ich halte es erstens für undurchführbar „das älteste Gewerbe der Welt“ abzuschaffen und zweitens ist Sex zwischen Erwachsenen auf freiwilliger Basis niemals moralisch zu bewerten.

Aber was sind das für widerliche Männer – insbesondere in den grenznahen Gegenden Sachsens und Bayerns – die den brutalen Druck der Zuhälter ausnutzend rüber nach Tschechien fahren, um dort für 10 Euro extrem grausame Sexpraktiken mit Frauen durchzuführen, die das ganz offensichtlich eben nicht freiwillig machen?

Es gibt in Deutschland vermutlich 500.000 bis 1.000.000 Frauen, die zumindest teilzeitlich der Prostitution nachgehen.
Das Statistische Bundesamt bezifferte dem Umsatz im Jahr 2012 auf etwa 15 Milliarden Euro in Deutschland – ohne Dunkelziffer.

    5,5 Milliarden Euro Umsatz in Bordellen
    3 Milliarden Euro in der Straßenprostitution
    3,8 Milliarden Euro bei Hostessendiensten
    2,7 Milliarden Euro für sonstige Prostitution
    (nicht eingerechnet die Ehe)

Das wären also mehr als 40 Millionen Euro, die deutsche Männer pro Tag bei Prostituierten ausgeben.
Rechnet man dabei ein, daß es einige „Leistungen“ auf dem Straßenstrich schon für 10 Euro gibt, dürfte die Zahl der Freier täglich bei rund einer Million Männern liegen.

[….] Es gibt nur Schätzzahlen wie die von 1,2 Millionen Kundenkontakten pro Tag. Die wenigen Daten, die es gibt, kursieren seit Jahren, jeder schreibt vom anderen ab. Die einzige quantitativ-empirische Untersuchung geht von 18 Prozent Dauerkunden aus, das wäre also fast jeder fünfte Mann. Die Studie ist aber mehr als 20 Jahre alt. [….]

Prof. Gerheim vertritt die These, dass die meisten Freier die Frauen freundlich und respektvoll behandeln und sie sogar bewundern.
Allerdings gibt es auch eine Gruppe von Freiern mit destruktivem Motivmuster, bei denen es darum geht, Gewalt und Frauenhass auszuleben.
Da es ein Überangebot von Prostituierten gibt, können auch solche Männer billig zuschlagen.

Eine durchaus ekelhafte Vorstellung, daß so viele von über einer Million Deutschen pro Tag offenbar so geizig und skrupellos sind, daß Ihnen die Freiwilligkeit der Angelegenheit egal geworden ist.

Und wie soll man bei solchen Reportagen nicht zum Misanthrop werden?
Das ist doch das Mindeste.
Wie kann man die Spezies Homo Sapiens mögen?

Misanthropie (von griechisch μισεν miseín ‚hassen‘, ‚ablehnen‘ und νθρωπος ánthrōpos ‚Mensch‘) beschreibt die Sichtweise einer Person, welche die Menschen hasst oder zumindest deren Nähe ablehnt. Eine solche Person wird Misanthrop („Menschenhasser“, „Menschenfeind“) genannt.

Misanthropie charakterisiert eine Geisteshaltung, keine Handlungsweise. Ein Misanthrop muss weder gewalttätig, aggressiv noch arrogant sein, altruistisches Handeln ist bei ihm nicht ausgeschlossen. Die Misanthropie steht, trotz des etymologischen Anscheins, begrifflich nicht im Gegensatz zum verwandten Begriff der Philanthropie, mit dem im Allgemeinen eher die Handlungsweise als die Einstellung eines Menschen bezeichnet wird. Bei extremen Fällen von Abscheu dem Menschen gegenüber sondert sich der Misanthrop ab und führt ein Einsiedlerdasein. Diese selbst gewählte Isolation ist von pathologischer Menschenscheu zu unterscheiden, bei der trotz des Wunsches danach keine Nähe zur umgebenden menschlichen Gemeinschaft erreicht werden kann.

Montag, 5. Dezember 2016

Zusammenhänge – Teil II



Wie so etwas möglich ist, verstehe ich zwar immer noch nicht vollständig, aber es gibt nette Menschen, die CDU-Wählen.
Ich kenne sogar privat einige. Die halten sogar ernsthaft Politiker wie Seehofer, Bouffier oder Gröhe für begabt und fähig.
Sehr rätselhaft.

Bei den Spitzenpolitikern selbst ist das Bild stimmig.
Die der CDU Angehörenden sind charakterlich mies.

(Verblüffenderweise sind CDU/CSU-Politiker in 98% der Fälle auch deutlich hässlicher als Grüne und Sozis; für diesen Zusammenhang habe ich allerdings noch keine schlüssige Erklärung.
Aber mal ehrlich, gibt es unter Sozialisten etwa auch so grotesk frisierte und blondierte Pausbäckchen wie Boris Johnson, Volker Bouffier, Geert Wilders oder Donald Trump?)

Von den Widerlingen der Post-Merkel-Generation schiebt sich ein Menschenfeind kontinuierlich ins Rampenlicht:
Wolfgang Schäubles Schwiegersohn Thomas.
Auf eigene Leistungen kann der 56-Jährige Heilbronner nicht verweisen.
Aber er gründete schon mit 16 eine rechtskonservative Schülervertretung und trat in die JU ein.
Um den Zivil- und Wehrdienst drückte er sich, studierte Jura und vollbrachte seine erste politische Großtat im zarten Alter von 45, als er das Liederbuch der CDU „Lied.Gut“ mit dem „Panzerlied“ aus der Nazizeit veröffentlichte, das sogar Günther Oettinger zu heikel war und daher eingestampft werden mußte.

Strobl stieg im Chaos des Mappus-Debakels zwar zum CDU-Landeschefs Baden Württembergs auf, verlor aber 2014 deutlich die Mitgliederbefragung zur Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2016.
Unter seiner Ägide rauschte die 60 Jahre fast durchgängig mit absoluter Mehrheit regierende BW-CDU in den 27%-Keller hinter die Grünen.

Was der Mann anfasst geht schief.
Einmal allerdings machte der gegenwärtige baden-württembergische Innenminister etwas richtig. 1996 heiratete er Christine Schäuble. Tochter des nahezu allmächtigen CDU-Fraktionsführers und designierten Helmut-Kohl-Nachfolgers als Bundeskanzlers.
Die Bundeskanzlerei gelang Wolfgang Schäuble zwar nicht, aber dafür ist er heute anders als die Parteichefin in der CDU sakrosankt und völlig unumstritten.
Der Mann hat richtig Einfluß und so ist es wohl auch zu erklären, daß Schwiegersohn Thomas inzwischen zum stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden aufstieg.

Auf bundespolitischer Ebene entwickelt sich Strobl immer mehr zum Ekel.
Er ist so ein richtig garstiger Möchtegern-Koch, der immer mal wieder grinsend was richtig Xenophobes raushaut und darüber dann selbst so begeistert ist, daß er vermutlich anschließend zum Masturbieren vorm Spiegel sitzt.

Thomas Strobl („der Grieche hat jetzt lang genug genervt“) bewarb sich just erst als oberster AfD-Wahlhelfer.

Mit einem Positionspapier unter dem Titel: „Wer kein Bleiberecht hat, muss gehen“ bläst Thomas Strobl, Innenminister Baden-Württembergs und CDU-Vize zur bundesweiten Abschiebeoffensive. Das Papier soll auf dem CDU-Parteitag Anfang Dezember beschlossen werden. Annette Groth, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, erklärt dazu: „Wieder redet der Innenminister wider besseren Wissens von 500.000 Ausländern ohne Bleiberecht. Als ‚gelernter‘ Rechtsanwalt weiß er natürlich auch, dass ‚ohne Bleiberecht‘ nicht ‚illegal‘ bedeutet, sondern dass viele Schutzsuchende sich durch gerichtlich verfügte Abschiebeverbote und nach internationalen humanitären Standards mit und zu Recht in Deutschland aufhalten.“
Die Bundestagsabgeordnete wirft Strobl vor, er liste, unberührt von solchen Tatsachen, dem geltenden Recht und den schon längst durchgesetzten Verschärfungen „so ziemlich alle populistischen Forderungen der vergangenen Monate erneut auf: „Abschiebehaft, Beendigung des Asylverfahrens nur noch minimalste Sachleistungen bei ‚Identitätsverschleierung‘. Das gleiche gilt für Reisen ins Herkunftsland, die als ‚Asyltourismus‘ diffamiert werden. Krankheit soll nur noch als Abschiebehindernis gelten, wenn die Krankheit erst in Deutschland aufgetreten ist.
Auch das Lieblingskind aller Populisten und Nationalisten, die ‚Obergrenze‘ kommt zu neuen Ehren: Bei Strobl heißt sie ‚Dachgesetz zur Zuwanderung‘. Und dann noch ein ‚sicheres deutsches Rückführungszentrum‘ auf ägyptischem Boden – nicht nur für schiffbrüchige Flüchtlinge aus dem Mittelmeer, sondern auch ‚für abgelehnte Asylbewerber aus Deutschland‘. Wo dafür eine völkerrechtliche Legitimation bestehen soll, bleibt Strobls Geheimnis.
Die ganze Liste strotzt nur vor Halbwahrheiten, Verdrehungen, Verleumdungen und AfD-Parolen. Kein Wunder also, dass die AfD das Positionspapier gleich als ‚Plagiat‘ bezeichnete.

Abschiebungen werden auf brutale Weise permanent und unangekündigt jeden Tag vollzogen. An dieser Schraube weiter drehen zu wollen, ist absurd und menschenfeindlich – die Zahl der vollziehbar abschiebbaren Personen ist weit geringer als von Hardlinern aus der IMK wie Innenminister Stobl behauptet. Entweder ist die Union mit ihrem Latein wirklich am Ende, oder es geht ihr nur noch um rassistische Stimmungsmache, um die rechten Stammtische zurückzuerobern.“ Partei Die Linke im Bundestag


Heute tönte Strobl im Trump-Ton, man solle 500.000 Menschen aus Deutschland ausweisen.
Und Kranke sollen auch abgeschoben werden.

Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl hat seine Forderung nach einer harten Linie gegen abgelehnte Asylbewerber bekräftigt. Selbst die Abschiebung kranker Asylbewerber dürfe nicht länger tabu sein, sagte Strobl der Zeitung "Die Welt".
Zwar gelte , wer nicht reisefähig ist, kann auch nicht abgeschoben werden. "Aber seien wir doch ehrlich: Wenn jemand trotz einer Erkrankung die beschwerliche Reise über das Mittelmeer oder auch über die Balkanroute schafft und wir dann aber feststellen, dass er keine Bleibeperspektive hat, muss man zumindest überlegen, ob es nicht auch möglich ist, ihn in einem Flugzeug innerhalb weniger Stunden zurückzubringen", sagte Strobl dem Blatt.
Mit diesen scharfen Aussagen in der Flüchtlingsdebatte fordert Strobl zahlreiche weniger rigorose Christdemokraten heraus. […..]

Da man selbst zu unfähig ist, gab das BamF 1,8 Millionen Steuerzahlereuros aus, um von McKinsey zu erfahren, wie man schnell so viel Menschen wie möglich rausschmeißt.

McKinsey gibt Merkel Abschiebetipps
Die Unternehmensberatung McKinsey sollte im Auftrag der Bundesregierung für viel Geld Probleme bei Abschiebungen analysieren. Nun ist der 14-Punkte-Plan für "konsequentere Rückführung" vorab bekannt geworden.

Widerlich. Mit solchen Aktionen und solchen Forderungen heizt man die xenophobe Stimmung an, dabei sollten wir sie dringend bekämpfen und mehr statt weniger Heimatvertriebene aufnehmen.


Das hülfe Deutschland auf lange Sicht, wäre eine zu bewältigende Aufgabe und moralisch geboten, da es gerade Deutschland ist, welches einiges dazu beiträgt das Flüchtlingselend zu verschlimmern.



Deutschland und Frankreich verkaufen mehr Waffen


Westeuropäische Rüstungskonzerne wachsen gegen den Trend: Während die Waffenverkäufe laut schwedischen Forschern insgesamt zurückgehen, haben deutsche und französische Unternehmen ihre Umsätze gesteigert.
Im internationalen Geschäft der Rüstungsindustrie deutet sich ein Trendwechsel an: Die Verkäufe der 100 größten Waffenschmieden sind zwar zum fünften Mal in Folge gesunken. […..] 


Deutsche Rüstungsunternehmen steigerten ihre Umsätze im Vergleich zu 2014 deutlich. Ihre Verkäufe legten um 7,4 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar zu.


    Das Wachstum liegt den Sipri-Forschern zufolge vor allem an der Entwicklung bei Rheinmetall. Der Konzern steigerte seinen Umsatz mit Waffenverkäufen um 15,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar und rückte im Ranking um einen Platz auf den 30. Rang vor.


    Auch Krauss-Maffei Wegmann steigerte seine Verkäufe: Nach 788 Millionen Dollar 2014 betrug der Umsatz aus den Rüstungsgeschäften im vergangenen Jahr 840 Millionen Dollar. […..]