Marc Raschke verbreitete gestern einen Drei-Sekunden-Merz-Clip von vor einem Jahr: Der Sauerländer wird auf dem Weg zum Kanzleramt von Reportern umringt, ein Photograph gerät ins Stolpern, bleibt an einer Absperrung hängen und fällt buchstäblich in einer Armlänge Abstand zum CDU-Riesen auf den Rücken. Merz geht ungerührt weiter, schüttelt abfällig den Kopf, ja macht sogare eine zynisch Bemerkung.
Raschke erkennt darin einen „Laschet-Moment“.
[…] Es sind Momente wie dieser hier, in denen sich der #Charakter eines Menschen zeigt: Ein #Mensch droht zu fallen, er stürzt dann tatsächlich. Und der andere Mensch? Sieht den Gestürzten, schüttelt aber nur den Kopf, während er an ihm vorbeiläuft. Und zuckt nicht einmal, um dem am Boden Liegenden zu helfen. Stattdessen bleibt die Hand in der Tasche.
Würde man diese Geschichte einfach so ohne weitere Infos erzählen, würde man sagen: „Wow, was ein Ar…“ Und man würde anhand dieser #Geschichte erklären, wie unsoziales und menschenverachtendes Verhalten aussieht.
Nun ist dieser Vorfall jedoch mit Friedrich Merz neben dem Kanzleramt passiert, der seelenruhig an einem Gestürzten vorbeiläuft. Und man möchte sagen: Symbol für sein #Menschenbild! - Spötter nahmen Merz in Kommentaren in Schutz: Merz könne sich nicht bücken, weil er mangels Rückgrat ein Korsett tragen müsse.
Es war einer dieser vielen „#Laschet-Momente“, die Merz sammelt wie andere Leute Bierkrüge oder Briefmarken. [….]
Daß er nicht den geringsten Reflex zeigt, um jemanden zu helfen, der zu Boden fällt, oder wenigstens kurz guckt, ob es dem gut geht, bezeugt einerseits den miesen Charakter des Kanzler und andererseits seine Dummheit. Ein intelligenterer Menschen mit genauso sadistischem Charakter, hätte vielleicht die PR-Gelegenheit erkannt, sich als sympathischer Mensch zu inszenieren, der demonstrativ vor Kameras stehen bleibt, sich als hilfsbereite Person beweist.
Immer wieder mal sammeln Popmusiker, Schauspieler, Politiker enorme Pluspunkte, wenn sie zufällig in solche menschelnden Situationen geraten, sich aus der Rolle des Superstars lösen und blitzartig zu einem empathischen Normalmensch werden.
Friedrich Merz fehlt dazu aber die emotionale Intelligenz.
Aber es passt in das lange bekannte Bild von ihm; es ist seine natürliche Attitüde, sich über Ärmere und Schwächere zu erheben, sie zu demütigen, Sadismus auszuleben.
[….] Das Urteil, das seine Fraktionskollegen über Friedrich Merz fällten, war hart, teilweise vernichtend. Nach dessen Abgang von der Spitze der Unionsfraktion nannte ein mächtiger Landesgruppenchef Merz' "Neigung zur Dogmatik und zur Sturheit" als eine zentrale "politische Schwäche". Er berichtete von "ausgeprägter Eitelkeit und auch einer Neigung (…) zur Selbstdarstellung" und von Merz' Unfähigkeit, gute Leute "an sich zu binden".
Als Merz den Fraktionsvorsitz der Union 2002 nach nur 31 Monaten verlor, hatte er zahlreiche Abgeordnete gegen sich aufgebracht. Während sich heute die meisten CDU-Anhänger an einen brillanten Rhetoriker und glänzenden Analytiker erinnern, waren viele in der Fraktion vor 16 Jahren unzufrieden mit dem Chef. Selbst einstige Förderer sprachen ihm damals grundlegende politische Fähigkeiten ab.
Nachlesen lässt sich das in einer bislang unbekannten wissenschaftlichen Arbeit, die 2005 verfasst wurde und Zeit Online vorliegt. […..]
Der Mann ist charakterlich zutiefst verdorben. Daher mögen ihn selbst seine Mitarbeiter, die ihn als Politiker bewundern, nicht.
Er zeigt zudem keinerlei Lernfähigkeit. Als Spätsechziger nimmt er die alte Rolle als Fraktionschef wieder auf, lässt aber keinerlei Anzeichen von Einsicht, oder gar Altersmilde erkennen. Er genießt es immer noch, die Kollegen niederzumachen. Insbesondere, wenn es Frauen sind, oder gar eine Migrantin, wie die CDU-Bundestagsabgeordnete Serap Güler.
[…..] Zwischen Merz und Güler hat es einige Male gekracht, vor allem wenn es um das Thema Migration ging. So kritisierte sie ihn beispielsweise, nachdem er Anfang vergangenen Jahres Söhne von Migranten als »kleine Paschas« bezeichnet hatte. Ende 2022 kam es zu einem echten Eklat. Es ging damals um das Chancenaufenthaltsgesetz der Ampel, mit dem man geduldeten Asylbewerbern einen sicheren Aufenthalt ermöglichen will. Die Union war dagegen, aber 20 Abgeordnete stimmten nicht mit Nein, sondern enthielten sich der Stimme, unter ihnen Serap Güler.
Merz bezichtigte die Abweichler, einen kleinen Aufstand zu proben. Im Plenarsaal nahm er sich seinerzeit Güler vor, in Gegenwart zahlreicher konsternierter Augen- und Ohrenzeugen. Mit erhobenem Zeigefinger baute sich der Fast-Zwei-Meter-Mann vor der deutlich kleineren Kollegin auf und schleuderte ihr entgegen: »Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?« Seine Wut richtete sich gegen die Abgeordnete, weil er sie als treibende Kraft vermutete. Es war wie eine Bestrafung. […]
(Florian Gathmann, 27.04.2024)
Merz selbst hingegen agiert - da gibt es starke Parallelen zu seinem Freund Donald Trump - dünnhäutig. Er teilt gern aus, kann aber überhaupt nicht einstecken.
[…] Wenn sich die Grünen gegen Pöbeleien und Anfeindungen juristisch wehrten, war das Unionspolitikern immer ein Thema wert. Hier werde mit Kanonen auf Spatzen geschossen, so oft der Tenor. Doch offenbar soll auch Friedrich Merz umfangreich gegen Beleidigung vorgegangen sein. In seiner Zeit als Unionsfraktionschef soll Merz seit 2021 Hunderte Strafanträge wegen mutmaßlicher Beleidigungen gestellt oder mitverfolgt haben, berichtet die »Welt am Sonntag« unter Berufung auf Strafanträge, Ermittlungsakten und Anwaltsschreiben.
Merz ging offenbar systematisch gegen Kritiker in sozialen Medien vor. In mindestens zwei Fällen führten diese Strafanträge zu Hausdurchsuchungen, darunter bei einer schwerbehinderten Rentnerin im Rollstuhl, die Merz als »kleinen Nazi« bezeichnet haben soll. Trotz ihres sofortigen Geständnisses wurde ihr Mobiltelefon beschlagnahmt, berichtet die Zeitung. […]
Friedrich Merz fehlt es nicht nur an emotionaler Intelligenz, sondern genauso an intellektueller Intelligenz. Nach 70 Lebensjahren, Jahrzehnten in Politik und Wirtschaft, ist sein ökonomisches Verständnis bemerkenswert unterkomplex. Er versteht die allermeisten Probleme Deutschlands gar nicht.
Ein Jahr im Amt des Kanzlers bewies diese erstaunliche Borniertheit nur noch mehr. Er begreift es nicht, er will es nicht begreifen, er kann es nicht begreifen.
Sein ganzes Wesen reduziert sich auf Missgunst und Schimpfen.
Ökonomische Zusammenhänge sind für den Sauerländer Simpel viel zu komplex.
Nun sind, wie Wirtschaftsexpertin Ulrike Hermann völlig richtig feststellt, die durchschnittlichen Wähler keineswegs schlauer als Merz und billigen der CDU, trotz der diametral entgegengesetzten Empirik, hartnäckig die größte Wirtschaftskompetenz zu.
Daher geht es gerade mit Deutschland ganz klar bergab. Der von der Fossillobby vorgegebene Kurs, den Reiche, Linnemann, Spahn, Söder und Merz strikt verfolgen, erweist sich, wie zu erwarten, nicht nur als ökologisches, sondern auch ökonomisches Desaster.
Ein kluges Wahlvolk könnte die Zeichen erkennen und würde bei den Landtagswahlen breite rotgrüne Mehrheiten wählen, um der Bundes-Kleiko zu signalisieren, wohin die Reise gehen soll. Leider haben wir kein schlaues Wahlvolk, sondern hauptsächlich Halbidioten, die zwar wahrnehmen, daß es mit Merz nicht funktioniert, aber daraus nicht die richtigen Schlüsse ziehen können, sondern nun den einzigen Weg beschreiten, der es NOCH schlimmer macht. Sie rennen zu den Nazis!
So langsam beginnen Panik und Hysterie in der Union, nachdem immer offensichtlicher wird, dass Merz und Dobrindt einerseits die eigenen Truppen halbieren, aber anderseits die Nazis auf Rekordgröße aufblasen.
Umso erstaunlicher die kognitive Dissonanz, mit der sich die CDUCSU jeder Erkenntnis verweigert und partout nicht einsehen will, daß sie durch Plagiieren der AfD nur die AfD stärkt.



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