Man darf natürlich nicht vergessen; die schikanösen Wahlgesetze der US-Bundesstaaten, das Gerrymandering und das ohnehin stark die Republikaner bevorzugende Wahlrecht, bedeuten einen enormen Vorteil für Trump.
So wie er 2016 zum Präsidenten gewählt werden konnte, obwohl Hillay Clinton 2,5 Millionen Stimmen mehr hatte, profitieren auch die GOP-Senatoren und House-Abgeordneten. Trumps Epigonen können rechnerisch noch mit bis zu 10%-Rückstand auf die Demokraten, die Mehrheiten im House und Senat halten.
Die politischen Umfragedaten beziehen sich auf die „popular votes“, die aber nur sehr bedingt, die Wahlsieger prognostizieren, zumal hunderte neue GOP-Gesetze auf Bundesstaatsebene zu einem einzigen Zweck in Kraft traten: Die Bevölkerungsgruppen, die überproportional demokratisch wählen, grundsätzlich an der Stimmabgabe zu hindern. Ein sehr profitables Polster für die Republikaner, das deswegen auch nie abgeschafft werden wird. Denn Wahlgesetzänderungen gehen nur mit ihrer Zustimmung.
That said, gibt es dennoch allerlei Anlass für Donald Trump, Ketchup-Flaschen an die Wände des Weißen Hauses zu feuern und nachts in exzessives Rage-Tweeting zu verfallen. Auch wenn er selbst nur Umfragedaten postet, die ihn selbst in rosigem Licht zeigen, als beliebtesten und erfolgreichsten Gottpräsidenten aller Zeiten rühmen, wird er mitbekommen, wie andere Demoskopen ihn sehen. Nämlich SCHLECHT!
Schuld an der demoskopischen Demütigung hat nur einer: Trump selbst. Es ist die Folge seiner Gaga-Lügen-Politik, die sich auf Wahn und Rache stützt. Das Iran-Desaster war, von Anfang an, genauso zum Scheitern verurteilt, wie sein Zoll-Irrsinn oder der fanatische Kampf gegen erneuerbare Energien.
[….] Trump im Irankrieg: In die Sackgasse gelogen
Sogar Trumps Anhänger begreifen nun, dass der US-Präsident alles andere als ein genialer Dealmaker ist. Das iranische Regime steht solide da. [….] Fast zwei Monate sind seit Beginn des Angriffs der USA und Israels auf Iran vergangen. Die Bilanz ist verheerend, für die Region, die globale Ökonomie – und die Vereinigten Staaten. Donald Trump hat die USA mit diesem Krieg in eine Sackgasse manövriert, aus der heraus kaum ein Weg erkennbar ist.
Es ist müßig, sich erneut über das erratische Verhalten des Präsidenten, seine wahnwitzigen Postings, seine mitunter stündlichen Wechsel politischer Positionen oder Kriegsziele aufzuregen. Auch seine vollkommen haltlosen Behauptungen etwa über den imaginierten Stand von Verhandlungen mit dem iranischen Regime sind inzwischen durchschaubar geworden. Nur die allerverblendetsten Trump-Jünger faseln noch davon, der Präsident spiele „fünfdimensionales Schach“, dessen Genialität eben ein normaler Mensch gar nicht begreifen könne.
Für die große Öffentlichkeit, einschließlich der republikanischen Wähler*innenschaft, haben die letzten acht Wochen die Offenbarung bedeutet: Trump ist nicht nur kein brillanter Dealmaker. Er ist im Gegenteil ein miserabler Stratege, der sich mit Speichelleckern und Jasagern umgibt und dessen Kurzsichtigkeit und Ignoranz gegenüber jeder fachlichen Expertise die USA in die jetzige Lage gebracht hat. Neu ist, dass nicht einmal Trump es noch vermag, sich aus dem offenkundigen Desaster herauszulügen. [….]
Da Trump aber niemals Fehler zugeben würde, präsentiert er nun verstärkt Sündenböcke. Vorzugsweise Frauen.
US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer, der Nationale Sicherheitsberater Michael Waltz, US-Heimatschutzministerin Kristi Noem, Justizministerin Pam Bondi und der United States Secretary of the Navy (SECNAV) John Phelan, sind schon weg.
Zwei schwere Alkoholiker wackeln.
Kriegsminister Pete Hegseth und FBI-Chef Kash Patel stellen allzu offensichtlich ihre Inkompetenz unter Beweis.
[….] FBI-Direktor Patel erlebt sein persönliches Debakel [….]
Es läuft nicht gut für den FBI-Direktor Kash Patel: Erst im März hatten iranische Hacker bekannt gegeben, sich Zugang zu seinem E-Mail-Account verschafft zu haben, was das Justizministerium später laut Reuters bestätigte. Dann folgte ein Bericht des US-Magazins The Atlantic über den offenbar problematischen Alkoholkonsum des FBI-Chefs. Teilweise sei er nicht zu erreichen gewesen, Termine oder Lagebesprechungen mussten teils abgesagt werden. [….] Patel wurde in der Vergangenheit zweimal wegen Vorfällen im Zusammenhang mit Alkohol verhaftet, wie The Intercept berichtete. Einmal wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit und einmal wegen Urinierens in der Öffentlichkeit nach dem Verlassen einer Bar. [….] US-Präsident Donald Trump wählte sein Kabinett vornehmlich nach Loyalität aus. Wie eine von The Atlantic veröffentlichte Anekdote zeigt, scheint sich Patel durchaus im Klaren zu sein, dass sein Job alles andere als sicher ist. So habe er sich am 10. April nicht in seinen Arbeitscomputer einloggen können und sofort angenommen, entlassen worden zu sein, berichtet das Magazin. In Panik habe er Mitarbeiter und Vertraute angerufen, so mancher in der Behörde sei ob der Nachricht über die Entlassung erleichtert gewesen.
Wie sich später herausstellte, handelte es sich allerdings lediglich um ein technisches Problem und keinen Rauswurf. [….]
An seinem völlig unzurechnungsfähigen Gesundheitsminister hält Trump aber fest, weil RFK ein reicher, weißer, alter Mann ist und es vortrefflich versteht, den präsidentiellen Arsch abzuküssen, ohne dabei Scham zu empfinden.




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