Freitag, 16. Mai 2014

Der Doofen-Reigen.


Soviel ist klar, in der Doofheits-Olympiade der Protestantenbischöfe läuft Margot Kässmann außer Konkurrenz. Sie würde jeden anderen jederzeit schlagen.
Die Exbischöfin von Hannover ist insofern eine Ausnahme, als mir weibliche Bischöfe im Durschnitt intellektuell ihren männlichen Kollegen überlegen zu sein scheinen. Ich vermute, das hängt damit zusammen, daß „Bischof“ immer noch eine Männerdomäne ist und eine Frau, die sich dort durchsetzt auch besonders gut sein muß.
Die weltweit erste Bischöfin, Maria Jepsen in Hamburg, war in Relation zu den anderen Mitgliedern ihres Berufsstandes hyporeligiotisch und geradezu sympathisch.
Ihr Nachfolgerin Kirsten Fehrs muß auf der evangelischen Doofheitsskala von Käßmann bis Jepsen deutlich auf der Kässiseite verortet werden.
Natürlich, das Niveau ihrer Kollegin aus Hannover reicht sie nicht, aber sie bemüht sich.

Kirsten Fehrs hat sich immerhin schon klar gegen das Kindeswohl und für die Genitalverstümmelung ausgesprochen.


Sie erläuterte den Tausenden Besuchern das Kirchentagsmotto "Soviel Du brauchst" in einfachen Worten: "Das, was Du wirklich brauchst, gibt Gott täglich neu", sagte Fehrs.

Im Dezember 2011 hatte Fehrs angedeutet Atheismus führe zu Depressionen.

Man kann also inzwischen deutlich feststellen, daß die im Wesentlichen weiblich geprägte EKD – Irmgard Schätzer, Petra Bahr, Kathrin Göring-Kirchentag, Margot Käßmann und Superfunktionärin Marlehn Thieme – intellektuell auf das niedrigste Niveau zustrebt.

Auch Kirsten Fehrs versucht sich, recht erfolgreich, zu Käßmanns Intellekt hinunter zu robben, indem sie angesichts der neuerlichen Körperwelten-Ausstellung des genialen Plastinators von Hagens auf das Niveau des ehemaligen SPD-Blockwarts Markus Schreibers begibt.

Nach 11 Jahren ist die weltweit geachtete und bewunderte Ausstellung wieder zu Gast in der Hansestadt. (Glücklicherweise habe ich die Schau schon am 24.12.2003 besucht und muß mich jetzt nicht noch einmal in das Gewühle stürzen. Mehrere Stunden Wartezeit am Eingang sind ob des gewaltigen Andrangs üblich)

Als 2003 im Erotic Art Museum auf der Reeperbahn Professor Gunther von Hagens Körperweltenausstellung eröffnete, stellte sich Markus Schreiber auf die Seite der Kirchen und wollte die Schau unbedingt verbieten, weil er um die Seelengesundheit seiner Untertanen fürchtete.

(Der Möchtegern-Scheriff Schreiber ist übrigens unzufrieden mit seinem politischen Ruhestand und will sich nun in die Hamburger Bürgerschaft wählen lassen.)
         
KÖRPERWELTEN in Hamburg
Ab 16. Mai 2014 präsentieren Plastinator Dr. Gunther von Hagens und Kuratorin Dr. Angelina Whalley in der KulturCompagnie in der Hamburger HafenCity ihre Ausstellung KÖRPERWELTEN – Eine Herzenssache.
Es ist die inspirierendste Ausstellung der beiden Mediziner, die jedem Besucher ohne mahnenden Zeigefinger zeigt, wie bereits kleine Änderungen im täglichen Leben grosse Auswirkungen auf den Gesamtzustand unseres Körpers haben. Mehr als 200 Präparate bieten Medizinern und Laien einen unvergesslichen Blick in ihr Innenleben, auf einzelne Organfunktionen und die häufigsten Erkrankungen. Und auch die emotionale Komponente des Herzens sowie seine Symbolik in Religion, Kunst und Literatur werden beleuchtet.
KÖRPERWELTEN ist ein Ausstellungsphänomen; das Thema angesichts der momentanen Diskussion im Gesundheitswesen aktueller denn je. Rund 40 Millionen Menschen haben Gunther von Hagens’ Ausstellung weltweit besucht und zwei Drittel der Besucher haben wichtige Impulse für ihre Lebensführung mit nach Hause genommen.
Für die Ärztin Dr. Angelina Whalley steht die Prävention im Mittelpunkt: „Auf unser Herz, dieses lebenswichtige Organ, achten wir oft erst, wenn es erkrankt oder unter großer Belastung leidet. Deshalb wünsche ich mir, dass die Ausstellung die Besucher anregt, herzbewusster und gesünder zu leben.“

Bischöfin Fehrs kann es genau wie Schreiber nicht ertragen, wenn Menschen selbstbestimmt Entscheidungen treffen.
Nach 20 Jahren Körperweltenausstellungen in allen Ländern der Welt – es handelt sich um die erfolgreichste Ausstellung aller Zeiten – meint die fromme Frau immer noch moralisch so überlegen zu sein, daß sie Atheisten und freien Bürgern vorschreiben könnte was sie mit ihren Körpern nach ihrem Tode tun und lassen dürfen.

Ähnlich lang wie die Schlangen am Eingang der Körperwelten-Schau sind die Wartelisten von Freiwilligen, die sich nach ihrem Ableben von dem von Hagens-Team plastinieren lassen wollen.

 Jeden Tag blickt Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs jetzt auf das Gebäude, in dem der Plastinator Gunther von Hagens seine Ausstellung "Körperwelten – eine Herzenssache" präsentiert. Denn direkt gegenüber der Bischofskanzlei und dem Ökumenischen Forum in der Shanghaiallee (HafenCity) werden die Leichen-Plastinate von heute an in der "Kulturcompany" gezeigt (das Abendblatt berichtete).
Die Schau störe die Totenruhe, kritisiert die Bischöfin die Exposition, die bis Mitte Oktober in Hamburg zu sehen ist und nach Angaben des Veranstalters weltweit von 37 Millionen Menschen besucht wurde. Die Darstellung abgezogener Haut, aufgesägter Schädel und weit aufgerissener Augen löse in ihr "das Gefühl aus, dass hier schützenswerte Grenzen verletzt werden", schreibt die Theologin in einem Beitrag für die neue Ausgabe der "Evangelischen Zeitung". Die "marktschreierischen Körperwelten" nutzten die Toten als Objekt. Das Herz, um das es bei den Körperwelten eigentlich besonders gehen sollte, werde auf den menschlichen Muskel reduziert. Das Wunder des Lebens sei jedenfalls hinter der gläsernen Inszenierung toter Körper nicht zu erkennen. [...]

Herzlichen Glückwunsch, Frau Bischöfin!

Sie haben sich in hervorragender Weise lächerlich gemacht! Wenn Sie weiter so fleißig sind, können Sie durchaus noch die Doofheit einer Käßmann erreichen.
Ausgerechnet eine Toppkirchenvertreterin, also eine Fürstin der Organisation, die seit 2000 Jahren einen toten Körper ausstellt und in dessen Namen hunderte Millionen Tote verursacht hat, jammert nun rum, wenn jemand anders aus rein wissenschaftlichen und friedlichen Zwecken Tote ausstellt.

Frau Fehrs, Sie müssen nicht in die Ausstellung gehen. Genau wie ich nicht in Ihre Kirchen gehen muß. So einfach ist das.
Konfessionslosen vorzuschreiben was sie tun oder lassen der gar empfinden müssen, steht Ihnen allerdings nicht zu.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Das Zweinutzungshuhn



Vor die Frage gestellt welcher Aspekt des Christentums mir der Unsympathischste ist, müßte ich überlegen. Da gibt es so vieles.

Daß Christen schon kleinste Kinder psychisch zerstören, indem sie ihnen einreden schlecht und sündig zu sein, daß sie durch ihre völlig normalen Verhaltensweisen Schuld am Tode Jesu wären?

Daß Christen missionieren und aus dem selbstverständlichen „Wir-sind-besser-als-die-Anspruch“ ableiten als alleinseligmachende Ideologie mit anderen Kulturen nach ihrem Gutdünken verfahren zu können???

Daß Christen sich für „die Krone der Schöpfung“ halten und sich sogar regelrecht gezwungen sehen „sich die Erde untertan zu machen“??

Ich bleibe heute mal beim dritten Punkt.
Das Superioritätsgefühl gegenüber Fauna und Flora, die Missachtung nichtmenschlicher Wesen, der Specizismus ist extrem abstoßend.

Letztendlich führt die christliche Geringschätzung der Natur zum Aussterben mehrerer Tierarten pro Tag.
Es ist tief in der Christlichen Seele verankert, das selbstverständliche Recht zu haben andere Tiere zu töten.
Christliche Eroberer, Seefahrer zumeist, fanden nichts dabei Wale oder  Riesenschildkröten bis zur fast vollständigen Ausrottung zu massakrieren.
Oft genug ist es den Christen gelungen eine ganze Rasse zu eliminieren.
In der sogenannten Neuzeit waren es allein in der gefiederten Welt tausende Arten.

Beispiele:

    Tasmanischer Emu, Dromaius novaehollandiae diemenensis, Tasmanien, 1873
    Réunion-Gans, Alopochen kervazoi (Réunion, Maskarenen, ca. 1690er Jahre)
    Mauritius-Gans, Alopochen mauritianus (Mauritius, Maskarenen, ca. 1690er Jahre)
Rosenkopfente (Rhodonessa caryophyllacea)
    Labradorente, Camptorhynchus labradorius (nordöstliches Nordamerika, ca. 1880)
    Nördliche Spitzschwanzente Anas georgica niceforoi (Kolumbien, 1950er Jahre)
    Raoulinsel-Großfußhuhn, Megapodius sp. (Raoul Island, Kermadecinseln, 1876)
Riesenalk (Alca impennis)  ca. 1900
    Eskimo-Brachvogel, Numenius borealis (nördliches Nordamerika, Überwinterungsplätze: Südamerika, spätes 20. Jahrhundert?)
    Wurde 1963 zuletzt gesichtet
    Nordinsel-Schnepfe, Coenocorypha barrierensis (Nordinsel, Neuseeland, 1870er-Jahre)
    Neukaledonien-Laufhühnchen Turnix varius novaecaledoniae (Neukaledonien, Melanesien, frühes 20. Jahrhundert)
    Hawkins-Ralle, Diaphorapteryx hawkinsi (Chatham-Inseln, Südwestpazifik, 19. Jahrhundert)
    Samoa-Waldralle, Gallinula pacifica (Savaiʻi, Samoa, 1907?)
    Maskarenen-Purpurhuhn, Porphyrio coerulescens (Réunion, frühes 18. Jahrhundert)
    Marokko-Trappe (Ardeotis arabs lynesi) (1990er-Jahre?)
    Andentaucher, Podiceps andinus (Im Bereich von Bogotá, Kolumbien, 1977)
    Delacour-Zwergtaucher, Tachybaptus rufolavatus (Alaotra-See, Madagaskar, späte 1980er Jahre)
    Wurde 2010 von der IUCN offiziell für ausgestorben erklärt.
    Brillenkormoran, Phalacrocorax perspicillatus (Kommandeurinseln, Nordpazifik, ca. 1850)
    Guadalupe-Wellenläufer, Oceanodroma macrodacyla (Guadalupe, Ostpazifik, 1910er Jahre)
    Jamaika-Sturmvogel, Pterodroma caribbaea (Jamaika, Westindische Inseln, ca. 1890)
Wandertaube (Ectopistes migratorius)
    Die Wandertaube galt Anfang des 19. Jahrhunderts als häufigster Vogel der Welt. Ein einzelner Schwarm wurde auf über zwei Milliarden Vögel geschätzt. Allein im Jahre 1879 wurden eine Milliarde Vögel geschossen, meist als Sport, aber auch aus Schädlingsbekämpfungsgründen oder um die Nachfrage nach Delikatessen zu befriedigen. Das letzte Exemplar in der Wildnis wurde 1900 geschossen. Das letzte Individuum namens Martha starb 1914 im Zoo von Cincinnati.
    Tawitawitaube, Gallicolumba menagei (Tawi-Tawi, Philippinen, 20. Jahrhundert)
    Dodo, Raphus cucullatus (Mauritius, Maskarenen, spätes 17. Jahrhundert)
    Wurde von Linné als Didus ineptus bezeichnet. Ein etwa ein Meter großer flugunfähiger Vogel, der nur auf Mauritius vorkam. Sein bewaldeter Lebensraum ging verloren, als holländische Siedler nach Mauritius zogen. Die Vögel wurden massenweise als Proviant auf die Schiffe geladen und die Dodonester wurden von Affen, Schweinen und Katzen zerstört, die die Holländer auf die Insel brachten. Das letzte Exemplar wurde 1681 getötet, nur 80 Jahre nachdem die neuen Räuber eingeführt wurden.
    Madeira-Ringeltaube (Columba palumbus maderensis) (Madeira, 1904)
    Tahiti-Laufsittich, Cyanoramphus zealandicus (Tahiti, Gesellschaftsinseln, ca. 1850)
    Paradiessittich, Psephotus pulcherrimus (Bereich von Rockhampton, Australien, späte 1920er Jahre)
    Réunion-Sittich oder Maskarenen-Papagei, Mascarinus mascarinus (Réunion, Maskarenen, 1834?)
    Karolinasittich, Conuropsis carolinensis (südöstliches Nordamerika, c.1918?)
    Lord-Howe-Ziegensittich Cyanoramphus subflavescens (Lord-Howe-Insel, Australien, 1860er-Jahre)
    Réunion-Eule, Mascarenotus grucheti (Réunion, Maskarenen, 18. Jahrhundert?)
    Weißwangenkauz, Sceloglaux albifacies (Südinsel und Stewart Island, Neuseeland, 1914?)
    Rotwangenkauz (Sceloglaux albifacies rufifacies) (Nordinsel, ausgestorben ca. 1870er Jahre?)
    Gouldsmaragdkolibri Chlorostilbon elegans (Jamaika oder nördliche Bahamas, Westindische Inseln, spätes 19. Jahrhundert)
    Sakaraha-Zwergfischer, Corythornis madagascariensis dilutus (Madagaskar, 1970er-Jahre?)
    Kaiserspecht, Campephilus imperialis (Mexiko, Ende der 1950er Jahre?)
    Der Kubanische Elfenbeinspecht (Campephilus principalis bairdii) wurde zuletzt im März 1987 gesichtet.
    Schmalfederhonigfresser, Chaetoptila angustipluma (Big Island, Hawaiʻi, 1860er Jahre)
    Bonin-Kernbeißer, Chaunoproctus ferreorostris (Chichi-jima, Ogasawara-Inseln, 1830er Jahre?)
    Gelbkopf-Kleidervogel, Psittirostra psittacea (Hawaiʻi, c.2000?)
    Offiziell als „vom Aussterben bedroht (vermutlich ausgestorben)“ gelistet. Dies war einst die am weitesten verbreitete Art der hawaiischen Kleidervögel. Seit 1987 oder 1989 gibt es keine zuverlässigen Nachweise mehr.
    Weißwangen-Kleidervogel, Melamprosops phaeosoma (Maui, Hawaiʻi, 2004?)
    Das letzte bekannte Exemplar starb am 28. November 2004 in Gefangenschaft. Zwei weitere Vögel, die man vorher noch auf Maui nachweisen konnte, sind spurlos verschwunden.
    Antioquia-Buschammer (Atlapetes blancae) (Kolumbien, spätes 20. Jahrhundert?)
    Schwarze Strandammer (Ammodramus maritimus nigrescens) (Florida, 1987)
    Saint-Christopher-Rotkopfgimpelfink Loxigilla portoricensis grandis (Saint Kitts, Westindische Inseln, 1929)
    Sirintaraschwalbe, Pseudochelidon sirintarae (Thailand, späte 1980er Jahre?)
    Cebu-Bindenraupenfänger Coracina striata cebuensis (Cebu, Philippinen, Beginn des 20. Jahrhunderts?)
(Wikipedia)

So wie von Humanisten in den letzten 200 Jahren gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen Frauen-, Schwulen-, Kinder-Rechte, sowie die Ächtung von Rassismus, Sklaverei und Diskriminierung durchgesetzt wurden, versuchen es heutige evolutionäre Humanisten auch mit Natur- und Tierrechten.
Stichwort „Great Ape Project“.
Es gibt sogar ein Tierschutzgesetz (TierSchG), welches in der Bundesrepublik natürlich gegen den Widerstand der „C“-Parteien erkämpft wurde.
Der Grundsatz des Tierschutzgesetzes lautet: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen” (§ 1 Satz 2).
Dieser Kernsatz wurde aber erst im Mai 2002 auf Betreiben der rotgrünen Bundesregierung in das Grundgesetz aufgenommen.
Tierversuche, Qualzüchtung und ähnliches sind allerdings weiterhin möglich.

Der sogenannte Wirbeltierparagraph wird nur eingehalten, wenn er nicht kommerziellen Zwecken zuwiderläuft.

§ 4
(1) Ein Wirbeltier darf nur unter wirksamer Schmerzausschaltung (Betäubung) in einem Zustand der Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat.

Nach § 1 ist die Tötung eines Wirbeltiers nur möglich, wenn ein vernünftiger Grund vorliegt.
Eine Gummiformulierung, die bei der Hühnerzucht eklatant auffällt.
Erwünscht sind nur Hennen, weil sie Eier legen und schnell Fleisch liefern. Ihre Brüder sind ökonomisch weniger interessant, weil sie mehr Futter brauchen und langsamer wachsen. Ein ausgewachsener Hahn würde den Verbraucher mehrere Cent mehr als seine Schwester kosten. Da niemand diese Centbeträge aufwenden will, werden die männlichen Küken sofort nach ihrem Schlupf gehäckselt. Etwa 40 Millionen Küken jedes Jahr allein in Deutschland. Wenn sie „Glück“ haben, werden sie vergast.


Wir können das machen, weil Hühner “Nutztiere” sind.
Das ist die nächste Perversion, die sich Homo Sapiens ausgedacht hat.
Ihre Mitgeschöpfe werden in Nutztiere und nichts nutzende Tiere unterteilt.
Ein Tier, das keinen ökonomischen Zweck für den Menschen erfüllt, ist nutzlos und hat somit auch keine Daseinsberechtigung.

Mast- und Schlachttiere, Fleischtiere, Milchtiere, Fett-, Leder-, Daunen- oder Felllieferanten, Zuchttiere und Arbeitstiere haben eine wirtschaftliche Bedeutung für den Menschen. Krähen oder Ringelnattern nicht.

Tierfreunde stecken übrigens genauso in dieser moralischen Sackgasse. Sie empören sich über das Schlachten von Hunden oder Katzen, drücken aber alle Augen, inklusive Hühneraugen zu, wenn Schweine oder Kühe getötet werden.

Zu meiner Jugendzeit war es einige Jahre absolut verpönt Thunfisch zu essen, weil jeder Berichte darüber kannte, wie beim Thunfischfang die armen süßen und neugierigen Delphine mit in die Netze gerieten und dann ertranken.
Das durfte man nicht unterstützen, weil man Delphine liebte.
An die Thunfische dachte hingegen niemand. Die waren den Tierfreunden vollkommen egal.
Daß Haie geschützt werden, ist noch ein sehr junges Phänomen.
Die ersten Jahrzehnte der Tierschutzbewegung galten Haie im Gegensatz zu niedlichen Robbenbabys mit Kindchenschema-Köpfen als Bestien, die man ruhig hundertmillionenfach abschlachten durfte.

Tierschutz wirklich ernst zu nehmen und nicht bei dem Tierschutzgesetz immer wegzusehen, hätte Konsequenzen.
Lebendtiertransporte wären unmöglich, Ratten würden nicht mehr in den Versuchslaboratorien sterben und die Geflügelzüchter müßten sich einen Weg ausdenken wie sie mit den maskulinen Küken verfahren.

Die rotgrüne Regierung in Düsseldorf schlug da schon mal Pflöcke ein, die den CDU-affinen Tiermästern gar nicht gefallen.
Eigentlich ist die Massentötung bereits per Tierschutzgesetz verboten – eine Zwickmühle für die Behörden und die Brütereien. Die Eier- und Geflügelindustrie argumentiert, es gebe keine Alternative zum herrschenden Verfahren. Nun hat das Land Nordrhein-Westfalen jedoch das Kükentöten konkret untersagt, die dortigen Brütereien müssen sich ab 2015 umstellen.
(Kathrin Burger, SZ vom 15.05.2014)
Daß der „Wert“ eines lebenden Geschöpfes jenseits der Ökonomie liegen könnte, wird allerdings bisher nicht akzeptiert.
Es wäre dabei zu einfach den Schwarzen Peter einseitig den Massentierhaltern zuzuschieben.
Der Urnenpöbel ist genauso Schuld. Noch nie in der deutschen Geschichte waren Eier und Hühnerfleisch auch nur annähernd so billig wie heute (gerechnet in Arbeitsminuten des Durchschnittslohns.)

Es gibt genügend Studien darüber, daß gerade tägliches Fastfood und Fertiggerichte sogar deutlich teurer sind, als wenn man auf Märkten lokale, frische Produkte kauft und selbst kocht.

Faulheit und insbesondere Denkfaulheit spielt eine Rolle.

Es stimmt nicht, daß „die Milch schon wieder teurer“ geworden ist!

Im Gegenteil - noch nie haben Deutsche einen so geringen Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgegeben wie heute.

Eine Studie des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) beweist, daß sich die Kaufkraft des Durchschnittsverdieners auf die Arbeitszeit gerechnet vervielfacht hat: Basis der Berechnungen ist der Durchschnittsnettolohn, der 1960 geschätzt bei 1,27 Euro je Arbeitsstunde lag. 2009 waren es 14,05 Euro - die Deutschen verdienen also heute elfmal so viel wie vor fünf Jahrzehnten. Die Preise hätten sich im gleichen Zeitraum dagegen nur vervierfacht, sagt Christoph Schröder vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Deshalb seien fast alle vom IW untersuchten Produkte des Alltags günstiger geworden, wenn man ihre Preise ins Verhältnis zur Lohnentwicklung setzt.
(Spiegel)

Kinobesuche, Kaffee, Kühlschränke, Tageszeitungen, Brot, Eier, Milch, Käse, Strom, …alle Beispiele, die durchgerechnet worden sind, wurden erheblich billiger in den letzten Jahrzehnten.
Es gab nur eine einzige Ausnahme - Kabeljau wurde etwas teurer.

Die „gefühlte Armut“ ist darin begründet, daß immer mehr Dinge im Laufe der Dekaden als unverzichtbar gelten.
1980 hat niemand ein Handy oder ein Navi vermisst. Man konnte wunderbar ohne iPad und Co auskommen.

Gäbe es also Nachfrage nach Hühnern, die nicht in Turbogeschwindigkeit gemästet zu billigsten Preisen produziert würden, müßten auch nicht 40 Mio vorzeitig jährlich „vernichtet“ werden.

Der Verbraucher stellt sich aber dieser Problematik nicht.
So obliegt es den Züchtern der pressierenden Politik entgegen zu kommen.
Und das ist biologisch gar nicht einfach.

Beispielsweise wird seit einigen Jahren das sogenannte „Zweinutzungshuhn“ diskutiert, das gut Eier legt und auch gehörig Fleisch ansetzt. „Da jedoch Reproduktions- und Mastleistung genetisch negativ korrelieren, ist es schwierig, beide Merkmale optimal zu kombinieren“, sagt Klaus Damme, Wissenschaftler am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Geflügel- und Kleintierhaltung in Kitzingen. […]
Trotzdem haben Forscher von Lohmann Tierzucht, dem größten Geflügelzüchter weltweit, im vergangenen Jahr die Rasse „Lohmann Dual“ auf den Markt gebracht. Es ist ein Hybridhuhn, das laut Firmenangaben rund 250 Eier im Jahr legt, während seine Brüder nach 56 Tagen Mastzeit 2,3 Kilogramm auf die Waage bringen. Zum Vergleich: Die übliche Legeleistung liegt bei mehr als 300 Eiern, und das Mastgewicht erreichen die in der Branche flapsig Arnold-Schwarzenegger-Hähne genannten Tiere in den Geflügelmastbetrieben nach 35 Tagen. Dabei brauchen sie nur 1,7 Kilogramm Futter, um ein Kilogramm an Gewicht zuzulegen, die Dual-Hähne brauchen rund 2,7 Kilogramm Futter. Eier und Fleisch der Lohmann-Dual-Tiere würden so zwar billiger als Öko-Produkte, aber teurer als konventionelle. Beim Handel besteht darum derzeit kaum Nachfrage.
[…]  Doch auch [eine technisch ausgefeilte Frühgeschlechtererkennung] würde nichts am grundlegenden System ändern: Hühnerrassen werden auch dann allein für die Eigenschaften eines Geschlechts optimiert. Tierschützer sprechen weiterhin von einer Qualzucht der Vögel für die Bedürfnisse der Legebatterien oder Mastanlagen. Reuter plädiert darum für einen kompletten Umbau in der Geflügel- und Ei-Produktion: Er fordert das Zweinutzungshuhn.
(Kathrin Burger, SZ vom 15.05.2014)

Der Dodo oder die Hawkins-Ralle hatten leider Pech. Sie wurden ausgerottet bevor Genetiker sie mit einer Nutzung oder gar einer Zweinutzung versehen konnten.

Sie sind die Kollateralschäden der menschlichen Entwicklung.



Mittwoch, 14. Mai 2014

Dankbahr


In meiner früheren Wohnung hing ein Zeitungsausschnitt in der Küche, der mit „Dank Bahr“ überschrieben war.
Hintergrund waren heftige Anwürfe aus der CDU und CSU, daß Egon Bahr als Sonderbeauftragter der Bundesregierung und als Bundesminister intensiv mit den Kommunisten in der Sowjetunion zusammen gearbeitet hätte.
Es war die Hochzeit von Peter Hintzes (leider erfolgreichen) „Roter Socken Kampagne“, als jeder Politiker, der es auch nur wagte mit einem PDS-Politiker zu sprechen zur Persona Non Grata erklärt wurde. Man witterte überall böse IMs und wollte die „Kommunisten aus der DDR“ mit strikter Missachtung aus dem Parlament vertreiben. Genauso hatte es ja schon mit den schlimmen Grünen 1983 geklappt.
Kohl und die Seinen wollten die Geschichte klittern. Sie stellten den Zusammenbruch des Warschauer Paktes als Folge ihres strikt antikommunistischen Kurses dar und versuchten noch einmal a posteriori Brandt und Bahr als vaterlandslose Gesellen zu diffamieren.
Aus Sicht der Konservativen ist man ein guter Außenpolitiker, wenn man Konfrontation sucht und andere Nationen vor den Kopf stößt (außer natürlich die USA, die sich alles erlauben darf).
Die Union biegt sich dabei nicht nur die Fakten zurecht, sondern sie behauptet das diametrale Gegenteil der Wahrheit.
Darum ging es in dem „Dankbahr“-Artikel, den ich extra aufgehängt hatte:
Die DDR fiel nicht TROTZ der Bahrschen Ostpolitik, sondern WEGEN ihr.
Das legendäre und bahnbrechende Konzept des „Wandels durch Annäherung“ war ebenso genial wie erfolgreich.
Deutschland hat allen Grund sich tagtäglich vor Egon Bahr zu verneigen.
Immer nur mit den Regierungen zu sprechen, mit denen man ohnehin einer Meinung ist, war schon vor einem halben Jahrhundert, als Bahr seine neue Ostpolitik erdachte, genauso falsch, wie 40 Jahre später unter George W. Bush.

Bahrs Entspannungsbeziehungen mit den sozialistischen Ländern lösten jedenfalls die »Lieber tot als rot«-Atombombeneinsatzpolitik in Bonn ab, sie sicherten zeitweilig Frieden in Europa und hatten zugleich beachtlichen Anteil an der Zerstörung der DDR und der anderen sozialistischen Länder. In Bahrs Worten: »Wir können eine Linie ziehen vom Moskauer Vertrag über Helsinki und zur Solidarnosc.« Einer, der besonders davon profitierte, Joachim Gauck, hat sie – intellektuell stets auf der Höhe – als feige »Appeasementpolitik« bezeichnet, also mit der Haltung der Westalliierten in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gegenüber Hitler gleichgesetzt. Nun bekommt Egon Bahr den Gauck an seinem 90. Geburtstag als Bundespräsidenten. Etwas Strafe muß sein, aber so einen übersteht ein Bahr mit Leichtigkeit.

Die Kalten Krieger in Washington waren schon vor 50 Jahren ähnlich borniert wie die CDU heute noch.

Das zeigt eine Tonbandaufnahme, die nun das US-Außenministerium veröffentlicht hat. Es geht um ein Gespräch am 3. Februar 1973. Brandt litt an einer Stimmbandentzündung und hatte eine Geschwulst entfernen lassen.

Nixon: Wie sieht es mit Brandts Kehle aus?
Kissinger: Leider ist sie (die Geschwulst – Red.) nicht bösartig. Es ist schrecklich, so etwas zu sagen …
Nixon: Ich weiß, was Sie meinen …
Kissinger: Ich meine …
Nixon: Sie meinen, dass er unglücklicherweise bei sehr guter Gesundheit ist.
Kissinger: Leider wird er uns erhalten bleiben, yeah.
Nixon: Er ist ein Trottel.
Kissinger: Er ist ein Trottel …
Nixon: Er ist ein Trottel …
Kissinger: … und er ist gefährlich.
Nixon: Tja, leider ist er gefährlich.

Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts – um noch einmal Egon Bahr zu zitieren.
Die Kunst der Diplomatie besteht darin sich mit den Typen an einen Tisch zu setzen, die man eben nicht gern auch privat zu einem gemütlichen feuchtfröhlichen Abend treffen würde.
Joschka Fischer kann eindrucksvoll davon erzählen wie er immer wieder zu Slobodan Milosevic reiste und mit Engelszungen (letztendlich erfolglos) auf ihn einredete, um ein Blutvergießen auf dem Balkan zu verhindern.
Das ist das ureigene Geschäft eines Diplomaten.

Man ist heute vollkommen auf dem Holzweg, wenn man meint Wladimir Putin durch Gesprächstopps und Ausladungen, durch Ächten und Ignorieren zur Raison bringen zu können.

Die deutsche Diplomatie steht Kopf, wenn man Mißfelder und Schröder dafür kritisiert Gespräche mit dem russischen Präsidenten zu führen, während man selbst stolz die Tür des G8-Gipfels vor Moskau zugeschlagen hat und nunmehr als G7 weitermachen will.

Unglücklicherweise scheint diese maximal dumme Politik nun auch bei dem sogenannten „runden Tisch“ in Kiew bevorzugt zu werden.
Der deutsche Spitzendiplomat und Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger soll es richten.
Er holt die Freunde der faschistisch unterstützten Übergangsregierung an einen Tisch und bittet zu konstruktiven Gesprächen.
Diejenigen, die aus Kiews Sicht Ärger machen, die separatistisch veranlagten Gruppen der Ostukraine dürfen allerdings nicht mitreden.

"Ein Runder Tisch ist nur dann sinnvoll, wenn sich alle daran versammeln, die miteinander im Konflikt sind. Selbstgespräche sind unnötig“, kommentiert Stefan Liebich, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss, die Einberufung eines ‚Runden Tisches der nationalen Einheit‘ in Kiew durch die dortige Übergangsregierung unter Ausschluss  prorussischer Aktivisten aus der Ostukraine. "Zu einem Ergebnis, dass alle anerkennen, kommt man nicht, wenn die, die anderer Meinung sind, ausgeschlossen werden." Liebich weiter:
"Wir sind weiterhin der Ansicht, dass die OSZE in der Lösung des Konflikts in der Ukraine eine entscheidende Rolle spielen soll. Umstrittene Altpolitiker wie den Expräsidenten Leonid Kutschma und diverse Oligarchen an den Tisch zu laden zeugt eher vom Gegenteil. Es schwächt die OSZE statt sie zu stärken.  Mit einem Ende des Militäreinsatzes im Osten des Landes und der Zulassung von Parlamentswahlen könnte Kiew zeigen, dass ein Friede und eine politische Lösung auch tatsächlich gewollt sind.“
(Pressemitteilung Die LINKE 14.05.14)

Es erinnert ein wenig an den Runden Tisch zum Missbrauch in der katholischen Kirche, den im Jahr 2010 Kristina Schröder, die fromme Annette Schavan und die phlegmatische Leutheusser-Schnarrenberger ins Leben riefen. Hier diskutierten Vertreter der Täterorganisation RKK mit katholischen Politikern. Nur die Opfer mußten draußen bleiben und wurden bis heute nicht gehört.

Ischingers triumphal vorgetragene Aussage „wir haben das Völkerrecht nicht gebrochen“, die offenbar Russland den alleinigen Schwarzen Peter zu schieben soll, irritiert außerordentlich.
So kann er nicht als neutraler Mittler fungieren.
Erfreulicherweise sagte er heute auch Richtiges.
"Wir werden keinen Sieg erringen, wenn wir glauben, wir ringen jetzt Russland nieder", so der Diplomat. Eine glückliche Hand beweist die Merkel-Regierung allerdings wirklich nicht.

Bei ihren Bemühungen zur Stabilisierung des Kiewer Umsturzregimes intensiviert die Bundesregierung ihre Kontakte zu den ukrainischen Oligarchen. Bereits am Dienstag ist Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit mit dem Multimilliardär Rinat Achmetow zusammengetroffen. Ziel ist es, die Regimegegner im Osten des Landes zu bezwingen und so die südöstliche Industrieregion Donbass wieder unter Kontrolle zu bekommen. Eine wichtige Rolle dabei spielt der Milliardär Ihor Kolomojskij, der mit seiner "Privatbank", der größten Geschäftsbank des Landes, sowie der "Privat Group" zu den
einflussreichsten Ukrainern gehört. Kolomojskij, dem außerordentliche
Aggressivität nachgesagt wird, ist vom Kiewer Umsturzregime bereits im
März zum Gouverneur von Dnipropetrowsk ernannt worden; von dort aus
unterstützt er Milizen, die im äußersten Osten der Ukraine gegen die
Regimegegner kämpfen, darunter ein Freikorps, das vom faschistischen
"Prawij Sektor" ("Rechter Sektor") gegründet wurde. Die Bemühungen
Berlins und Washingtons, die Ukraine an den Westen zu binden, führen damit nicht nur zur Konsolidierung der im Land weithin verhassten Oligarchen, sondern auch zur Stärkung paramilitärischer Freikorpsverbände - und womöglich in den Beginn eines Bürgerkriegs. […..]

Daß nun ausgerechnet der pöbelnde CSU-Prolet Ferber Herrn Steinmeiner vorwirft nicht effektiv zu sein, weil Steinmeiner ein bißchen zu sehr Außenpolitik à la Union betreibt, ist ein guter Witz.

Ferber hatte gegenüber SPIEGEL ONLINE die diplomatischen Bemühungen Steinmeiers in der Ukraine-Krise kritisiert: "Außer Spesen nichts gewesen", schimpft der CSU-Mann über Steinmeiers jüngste Ukraine-Reise.
Auch der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel wies Ferbers Kritik zurück: "Noch nie hat eine Partei im Wahlkampf derart verantwortungslos den Bemühungen um den Frieden einen Dolchstoß versetzt." Die CSU falle damit nicht nur Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Rücken, sondern ganz Deutschland und Europa. Seehofer solle sich von diesem brandgefährlichen Spiel distanzieren. Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Christine Lambrecht, sprach von der "untersten Schublade, die man im Wahlkampf finden kann".