Samstag, 5. Januar 2019

Evangelische Power


Die EKD ist eine der mächtigsten, größten und reichsten Organisationen in Deutschland. Über 21 Millionen Mitglieder, enge Vernetzung mit den höchsten Stellen des Staates, der amtierende Bundestagspräsident war designierter Kirchentagspräsident, sie verfügt über eine gewaltige Infrastruktur, ein Milliardenvermögen und viele Hunderttausende Angestellte.

Die Evangelen, die als „Deutsche Christen“ eine der wichtigsten Stützen Adolf Hitlers waren und mit ihrem Vordenker Martin Luther über einen der einflussreichsten Antisemiten der Weltgeschichte verfügen, können also durchaus etwas bewirken in diesem Staat.

Wir wissen alle wie nachhaltig wenige tausend Aktive ein ganzes Land auf Kurs zwingen können. Man denke nur an die Lokführer, die Gewerkschaft Cockpit oder die Gelbwesten.

Heinrich Bedford-Strohm, HBS, Chef der Massenorganisation EKD setzt dementsprechend auch die Daumenschrauben brutal ein, wenn es gilt christliche Positionen durchzusetzen:
Gebete und wenn die nichts nutzen, verfügt er sogar noch über eine Eskalationsstufe: Die Schweigeminute.
Uiuiui, das erschüttert dann die Grundfeste der Republik, wenn HBS zum Äußersten greift.

 […..] „Als Christinnen und Christen haben wir keine vorschnellen Antworten“, sagt Präses Manfred Rekowski, „aber wir können unsere Fragen und Klagen vor Gott bringen“, und ruft die rheinischen Gemeinden zum Gebet auf.

Gebet angesichts des Absturzes von Flug 4U9525
Von jetzt auf gleich
aus dem Leben gestürzt.
Kinder, Jugendliche, Erwachsene – Menschen.
Ihre Zukunftspläne: vernichtet.
Ihre Träume: zerplatzt.
[…..] Gott, wir flehen dich an:
Weiche nicht von unserer Seite!
Erbarme dich unser!

Schweigeminute für die Opfer des Absturzes um 10.53 Uhr
Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Manfred Rekowski hat die Gemeinden in seiner Landeskirche gebeten, sich am heutigen Donnerstag, 26. März, an der Schweigeminute zu beteiligen. […..]

Wozu braucht es Mechaniker bei „Lufthansatechnik“ oder gut ausgebildete Fluglotsen, wenn man doch viel besser Gott das Wohl der Fluggäste anvertrauen kann?

[….] Für die Opfer des Krieges in Syrien findet am 30. November 2016 um 15 Uhr eine Schweigeminute statt. Evangelische Kirchengemeinden im Rheinland, in der Pfalz sowie in Hessen und Nassau sollen sich mit Friedensgebeten beteiligen. „Wir rufen Christinnen und Christen zu Gebeten für die leidenden Menschen in Syrien auf, weil wir gewiss sind, dass Gott mit ihnen ist in ihrem Leiden “, sagt der rheinische Vizepräses Christoph Pistorius. [….]

So ein Glück. Danke für den Einsatz, liebe EKD. Die christlichen Regierungen Europas und Amerikas beendeten sofort alle Waffenexporte in den Nahen Osten und Syrien ist nun befriedet.

 […..] Der Kirchentag unterbricht sein gesamtes Programm für die Toten der europäischen Außengrenzen am Freitag, 26. Mai 2017, um 12 Uhr.
Die Gedenkveranstaltung ab 11 Uhr und die Schweigeminute um 12 Uhr erinnern an die mehr als 10.000 Menschen, die in den letzten drei Jahren auf ihrer Flucht nach Europa ums Leben gekommen sind. In Anlehnung an die Losung des Kirchentags steht die Kampagne unter dem Motto „Du siehst mich – Siehst du mich?". Dieses Motto steht auch im Mittelpunkt der Plakatkampagne. „Wir dürfen uns nicht an dieses tausendfache Sterben gewöhnen", so Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): „Wir beklagen nicht die Opfer einer Naturkatastrophe, sondern die Opfer einer Politik, die auf Abschreckung und Abschottung setzt. Dies ist mit dem christlichen Verständnis von Nächstenliebe und einer gottgegebenen Menschenwürde nicht vereinbar." […..]

Danke EKD, nach dieser enormen Machtdemonstration haben die EKD-Mitglieder Merkel und Söder bekanntlich die gesamte Migrationspolitik überdacht und dafür gesorgt, daß niemand mehr auf der Flucht umkommen muss.

[….]  Bischöfin Kirsten Fehrs […..] gedachte heute […..] mit einer öffentlichen Schweigeminute und einem Gebet der Opfer der Messerattacke von Barmbek.
Das Gedenken fand an den Magellan-Terrassen in der Hamburger Hafencity zu Beginn der Veranstaltungen statt, mit denen die evangelische Kirche dort heute und morgen das 500. Jubiläum der Reformation begeht. [….]

Hurra, endlich ein probates Mittel, um rechtsextremen und islamistischen Terror zu beenden.

Da dieses Mittel so ungeheuer effektiv wirkt, setzte es die EKD auch erfolgreich gegen Kinderficken ein. Heiner Keupp, em. Professor für Sozialpsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität und Mitglied der unabhängigen Aufarbeitungskommission der Bundesregierung ist schwer beeindruckt.

[….] SZ: Kürzlich hat die Synode der evangelischen Kirche eine Schweigeminute für die Opfer von sexuellem Missbrauch durch kirchliche Mitarbeiter eingelegt. Eine Schweigeminute nach jahrzehntelangem Schweigen - wäre ein Aufschrei nicht angebrachter?

Heiner Keupp: Was ich mir vor allem gewünscht hätte, ist die Mitsprache der Betroffenen. Dass sie der Synode von ihrer eigenen Erfahrung hätten berichten dürfen. Man muss ihnen mehr zuhören.

SZ: Sie sind unzufrieden?

Heiner Keupp: Ja, mit beiden Kirchen, auch wenn sich inzwischen etwas bewegt. Unter den katholischen Bischöfen, die ich selbst bei ihrer Versammlung in Fulda erlebt habe, waren einige dabei, denen merkst du an, dass sie tief erschüttert sind und etwas ändern wollen. Aber die große Mehrheit sitzt da, und man versteht nicht, was hinter ihrer Fassade abläuft. Ich glaube, dass viele das Thema aussitzen wollen. [….]

SZ: Die evangelische Kirche geht das Thema Missbrauch erst jetzt offensiv an. Dabei sieht sie seit Jahren bei den katholischen Kollegen, wie deren Institution erschüttert wird.

Heiner Keupp: Der Windschatten war ein Schutz. Die Medien hatten lange nur die katholische Kirche im Blick. Das hat die Protestanten glauben lassen, nicht unbedingt an die Öffentlichkeit gehen zu müssen. Wie bei der Autoindustrie und dem Dieselskandal habe ich den Eindruck: Die geben nur das zu, was ihnen öffentlich nachgewiesen wird. Ich nenne das den institutionellen Narzissmus. Man will die schöne Fassade der Kirche nicht beschmutzt haben. [….]

Ach, Papperlapapp, die Opfer sollen sich mal nicht so anstellen.
Mehr als eine Schweigeminute kann man nun wirklich nicht verlangen.
Das ist doch eine mehr als großzügige Aktion der EKD!

1 Kommentar:

  1. Ja Wahnsinn! Appelle, Gebete und Schweigeminuten gegen das Übel in der Welt und der eigenen Organisation. Wie kann eine derart verblödete Sekte überleben?

    Mehr noch streben sie danach, die Welt in einen Gottesstaat zu verwandeln. Darf man einer demokratiefeindlichen Sekte so weitreichende Privilegien erteilen, dass sie als Körperschaft öffentlichen Rechts, staatliche Aufgaben wie z.B. die Erziehung von Kindern übernimmt? Nein, verdammt, man sollte ihnen öffentliche Auftritte und sogar das Missionieren untersagen!

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