Freitag, 18. Oktober 2013

Die Informationsunwucht.


Das von mir geschätzte Medienmagazin ZAPP (NDR) berichtet hin und wieder über Nachrichten, die nicht in den Nachrichten vorkommen.
Themen müssen nämlich „Konjunktur“ haben.
Spätestens seit das Internet jedem zugänglich ist, liegen die Informationen mit echtem Nachrichtenwert theoretisch jedem vor. Im stetigen Bestreben die Faktenentropie zu vergrößern, breitet sich ein gigantisches Gewusel vor dem Otto Normal-User aus.
In dieser Flut strebt er zum Seichten.
Wieso die Konzepte der Parteien zum Gesundheitssystem nachlesen, wenn man einen Klick weiter Boris-Becker-Tweets oder Dieter-Bohlen-Tiraden konsumieren kann?
„Meinungsmacher“ wie beispielsweise Leitartikler der großen Print-Periodika können zwar Themen setzen und so versuchen bestimmten Problemen eine größere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Aber wieso sie einige tote Pferde immer wieder aufgreifen (ich erinnere an 734 SPIEGEL-Artikel über ohnehin eingeräumte Stasi-Kontakte Manfred Stolpes) und dafür echte Megaskandale (bsp das Ignorieren des Verfassungsauftrages der Ablösung der Staatskirchenleistungen oder die Weigerung Merkels Abgeordnetenbestechung zu verbieten) stiefmütterlich behandeln, entzieht sich meiner Kenntnis.
In diesem Blog wurden immer wieder Beispiele für längst aufgedeckte Skandale beschrieben, die aber über Jahre fern der Öffentlichkeit und des Medieninteresses schlummerten.

Da veröffentlicht ein Berliner Jesuit im Jahr 2010 Informationen über sexuellen Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg und es beginnt das Jahr NULL beim Thema „kinderfickende Pfaffen.“
Auf einmal sind alle elektrisiert, plötzlich richten Politiker runde Tische ein, schlagartig wird über Entschädigungszahlungen nachgedacht und sogar die RKK selbst gibt sich Verhaltensmaßregeln, nach denen man sexuellen Missbrauch an kleinen Jungs nicht vertuschen darf (Sensation!).

Der extrem fakenphobische Weihbischof Laun entblödete sich nicht 2010 in einer TV-Runde zu erklären, die RKK habe vorher gar nichts gegen sexuellen Missbrauch unternehmen KÖNNEN, weil sie davon ja gar nichts geahnt hätte.
Daß ganz normale kleine Blogger und ganz normale Mainstreammedien schon seit vielen Jahren über übergriffige Priester berichteten, die anschließend einfach vom Bischof zu den nächsten Opfern versetzt wurden, sollen also die katholischen Bischöfe selbst gar nicht gewußt haben können?
Bischof Müllers persönlicher Pädosexskandal datiert im Jahr 3 v. C. (2007, drei Jahre „vor Canisius“). Er vertuschte Kindersex, zwang die Opfer mit einem Anwalt zum Schweigen, den er später als „Aufklärer“ einsetzte und führte dem „stark auf Buben fixierten“ Päderasten Kaplan K. neue Jungs zu, die dieser auch gleich wieder vergewaltigte. Entschuldigen wollte sich Abschaumbischof Müller nicht und wurde zur Belohnung zum drittmächtigsten Mann des Vatikans befördert. Unfassbare Zustände, die es aber Jahrelang nicht zu einer Welle der Empörung und Kirchenaustritte schafften.

Anfang 2009 begann das kollektive Bejubeln der Wirtschaftskompetenz des Karl-Theodor von und zu Guttenberg.
Er habe schließlich viel Erfahrungen und im familiären Betrieb viel geleistet.
Daß diese Geschichte glatt gelogen war und Googleberg ein unseriöses Windei ist, hatte ZAPP von Anfang an aufgeklärt, aber diese Informationen drangen über zwei Jahre lang nicht durch, obwohl sie jedem zugänglich waren.

Drittes Beispiel; Kreuznet. Eine ganze Bloggergemeinschaft hatte sich gegründet, um den Nazi-affinen Dunkelkatholiken das Handwerk zu legen. Allein der Tammox-I-Blog zeigt unter dem Tag „Kreuznet“ 92 Treffer an. Immer und immer wieder hatte man die offizielle RKK, Staatsanwaltschaften und Politiker um Hilfe gegen das Hetzportal gebeten. Es interessierte niemanden.
Erst eine für Kreuznet völlig durchschnittliche Beleidigung des Komikers Dirk Bach, brachte die Medien in Wallung und führte recht bald zum Aus von Kreuznet.

Ein ähnliches Phänomen zeichnet sich bei den Kirchenfinanzen ab.
Ich kann nicht mehr zählen wie oft ich mich in der Situation wiederfand erklären zu müssen, daß „die Kirchen“ eben nicht „nur Gutes“ im sozialen Bereich mit ihren Kirchensteuern anstellten.
Da ich stets atheistische Buttons am Revers trage, werde ich immer wieder öffentlich darauf angesprochen und ernte jedesmal baffes Erstaunen, wenn ich erzähle, daß es geheime Vermögen in den Bischöflichen Stühlen gibt, daß der Staat Bischofsgehälter bezahlt und daß die Kirchen so gut wie gar nichts bei der Finanzierung ihrer Kindergärten beisteuern.
Zu diesen Themen gibt es hunderte Bücher. Immer wieder haben sich Intellektuelle, die sich über die Apathie der Gesellschaft und die Verlogenheit der Kirchen ärgern, daran gemacht die finanziellen und juristischen Zusammenhänge aufzuklären.
Es gibt aber keine großen Auflagen. Kirchenkritische Bücher führen ein inzestuöses Leben; sie werden fast ausschließlich von denjenigen gekauft, die ohnehin schon sehr gut darüber informiert sind.
Die plump-pathetischen Plattitüden-Bücher der Schwaflerin Margot Käßmann hingegen kommen allesamt in die Bestsellerlisten.
Viele TV-Diskussionsrunden zum Thema Kirche sind zu 100% mit Kirchenfreunden besetzt (so zum Beispiel die letzte Jauch-Sendung zum Thema TVE).

Verirrt sich doch mal ein Schmidt-Salomon oder ein Frerk in so eine Talkshow, wird er leicht mit dem Hinweis auf die transparenten Haushalte der Bistümer ausgekontert. „Können sie alles nachlesen auf der Homepage der DBK“.
Die schwarzen Kassen der Bischöflichen Stühle fallen dabei jedes Mal unter den Tisch.

Faszinierenderweise hat es aber ausgerechnet dieser recht unwichtige Tebartz-van-Elst, der zwar in meinem Blog seit vielen Jahren begeistert beschrieben wird, aber verglichen mit einem Mixa, Laun, Müller oder Meisner auch nicht übermäßig mies ist, geschafft die Medien aufzurütteln. Plötzlich erscheinen überall Hintergrundberichte, die aufdröseln, was das eigentlich für Staatskirchenleistungen sind, die neben der Kirchensteuer noch fließen und was in den ominösen Bischöflichen Stühlen steckt.

Dabei ist der Nachholbedarf auch groß. Vor einigen Tagen erschien ein Übersichtsartikel aus einem Verlagspool in mehreren Zeitungen, der nur so von Fehlern strotze.
Ich hatte das Vergnügen den Schwachsinn in der Hamburger Morgenpost zu lesen.

Warum kassieren Kirchen eigentlich Kirchensteuer?
Sie wird in den deutschen Ländern seit 1803 erhoben, der Staat zieht sie ein. Grund: eine Entschädigung für die Beschlagnahme kirchlichen Eigentums.
Das nimmt die Kirche in Deutschland ein: Die Katholische Kirche nimmt rund 5,2 Milliarden Euro pro Jahr ein, die Evangelische Kirche 4,8 Milliarden.

Hier werden die Mitgliedsbeiträge der Kirchenmitglieder, für die der Staat als Inkassounternehmen auftritt mit den zusätzlichen Staatskirchenleistungen verwechselt.
Jeder einigermaßen engagierte Atheist weiß das selbstverständlich.
Journalisten kommen aber offenbar noch ins Schwimmen.

Grundsätzlich staune ich aber. Sogar die Katholikin Anne Will, die immer freundlich zu den Kirchen war, lädt auf einmal gleich mehrere Kritiker in ihre Sendung und läßt die GROSSARTIGE INGRID MATTHÄUS-MAIER sogar ausführlich ausreden.


Nun hat ausgerechnet der konservative TVE geschafft was die Tradis der RKK unbedingt verhindern wollten: Das Volk interessiert sich für Kirchenprivilegien und Kirchenfinanzen.
Ein Treppenwitz der Geschichte.

Die deutsche Neidgesellschaft macht es möglich. Daß sich ein Bischof eine millionenschwere Unterkunft baut, gefällt dem deutschen Michel nicht.

Dabei ist auch das alles andere als eine Neuigkeit. Kein Bischof wohnt in einer Sozialwohnung oder fährt einen Mittelklassewagen.

Interessanterweise sind die problematischeren Aspekte der Person TVE weit weniger geeignet die Menschen zu echauffieren.
Seine Homophobie, seine Lügen, seine herablassende Behandlung Untergebener stört wenig.
Auch die meiner Ansicht nach widerlichste Episode der TVE-Story, nämlich seine rassistischen Dünkel, finden in der Öffentlichkeit noch kaum statt.

In Südafrika soll Tebartz-van Elst sich "beschämend" verhalten haben
Die deutschsprachige „SüdafrikaNews“ erinnerte unterdessen an „Tebartz-van Elsts Eskapaden“ während einer Südafrika-Reise der deutschen Bischöfe 2006. Damals war er Weihbischof in Münster. Im Mittelpunkt der Afrika-Reise stand das Schicksal von Aidskranken. Die deutschen Gäste hörten Vorträge und sollten sich in mehreren Townships ein Bild von der Wirklichkeit machen. Tebartz-van Elst habe sich „beschämend“ verhalten, zitiert die Zeitung Vertreter von damals besuchten Kirchengemeinden, die die Delegation begleitet haben. Im Township Mfuleni bei Kapstadt habe sich Tebartz-van Elst an seinem ersten Südafrika-Tag „sichtlich über die Menschen dieser Siedlung geekelt“. Der Delegation sei aufgefallen, „dass sich der Weihbischof von den Ärmsten deutlich distanzierte und jeglichen Kontakt von sich aus unterbunden hatte“. Bei den Township-Bewohnern sei es als Abwertung gesehen worden, dass er den schwarzen Gläubigen nicht die Hand gab.
Auch der damalige Kölner Weihbischof Heiner Koch, heute Bischof von Dresden, sei über die Situation vor Ort entsetzt gewesen, schreibt die Zeitung. Anders als Tebartz-van Elst habe er aber Kontakt zu den Menschen gesucht und sich für ihr Leben unter diesen Umständen interessiert.

Kommentare:

  1. Puuuhh, ich dachte schon du bleibst unter den Palmen haengen.

    Das Tebartz hats jetzt auch in die Staaten geschafft: http://news.yahoo.com/german-bishop-under-fire-spending-103859784.html
    Lustig der Spruch von Notre Dame Kloeckner: "It hurts me because of the impression that wasting money is a core feature of the Church," ....."

    Zollitsch: "I am convinced that the bishop of Limburg... will confront this situation in a spirit of self-criticism," ...." http://news.yahoo.com/luxury-bishop-must-responsibility-crisis-german-church-head-150730133.html
    http://4.bp.blogspot.com/-r0thyNcv8sg/Ulmq5s7omcI/AAAAAAAAJyI/rIZCQzrn01Q/s1600/1380801_10202081672542066_1817327352_n.jpg
    Auesserliche als auch charakterliche Aehnlichkeiten sind wohl kaum von der Hand zu weisen!

    Zur Informationsunwucht ... hat auch das Boris gerade sein drittes Buechlein geschaffen und auch dies ist wichtiger denn Wichtiges: http://lobster53.blogspot.com/2013/10/dann-macht-es-bumm-und-der-boris-wars.html

    Gruss
    Jake

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  2. Teil 1:

    Zu Skandalen grundsätzlich: Wer sollte deiner Ansicht nach denn etwas unternehmen? Ein Politiker/eine Partei handelt immer erst dann, wenn man sich mit dem thema profilieren kann. Langweilige "Verwaltungsarbeit", wie die Umsetzung von Gesetzen, interessiert die Öffentlichkeit nicht. Damit lässt sich bei öffentlichen Auftritten nicht punkten.

    So ist das System angelegt, dass du immernoch für demokratisch hältst. Ich will gar nicht von den anstehenden Koalitionverhandlungen anfangen. Du weißt selbst, dass die SPD alles, was sie dort herausschlagen kann, locker auch von der Oppositionsbank umsetzen könnte. Sogar einen Mindestlohn bei 10 Euro - wenn sie das nur wollte. Aber alle sabbern schon einem Ministersessel nach und freuen sich auf vier Jahre Kamerarüsseln und wichtigtun.

    Zur Sendung von Anne Will. Die habe ich gleich zweimal gesehen. Und hättest du sie nur einmal aufmerksam gesehen, hättest du Weihbischof Hans-Jochen Jaschke bei der Arbeit vorgefunden. Er versuchte stets abzuschwächen und auszubügeln, was Ingrid Matthäus-Maier herunterplapperte. Ich sage das bewußt, denn sie schien in ihrer Raserei, nicht einmal die Zwischenrufe von Jaschke wahrzunehmen. Sie reagierte nicht einmal auf dessen Einwände. Hätte sie doch nur aufgepasst, dann hätte man ihre Verärgerung auch ernst nehmen können. So bleibt der Eindruck, dass Jaschke sie ein Wenig mit ihrer Ignoranz vorführte.

    Er konnte mehrfach ungehindert irrelevante Fakten einfließen lassen, die den Eindruck erweckten, alles sei gar nicht so schlimm. Überhaupt habe die Kirche das Problem längst erkannt und arbeite bereits an einer Lösung. Er gab den üblichen Einsichtigen, den die Kirche immer in so Talkrunden schickt, um aufkommende Skandale kleinzureden. In der Causa TVE funktionierte wie immer der Trick, Verallgemeinerung zu unterstellen. Er selbst lebe als Bischof in einer mickrigen Wohnung zur Miete und müsse viele Treppen steigen, weil es nicht einmal einen Fahrstuhl gebe. Und er zählte weitere Bischöfe auf, die wie er, in bescheidenen Verhältnissen wohnten. Aber ändert das was an der Unverfrorenheit TVE's? Oder an der Tatsache, dass die Kirchen hierzulande die Hand aufhalten? Oder das man jedem Bischof 7.000-8.000 Euro im Monat bezahlt? Oder Erzbischöfen über 10.000 Euro?

    Bei der Kirchensteuer sagte er einfach, dass es sich um Geld der Christen selbst handele, die in der Kirche sind. Also Katholiken bzw. Protestanten. Damit nahm er jedem Kritiker den Wind aus dem Segel. Denn wer außer die Amtskirche, dürfe wohl für die sprechen? Man hätte darauf verweisen müssen, dass die Kirche keinen Cent für den Verwaltungsakt der Steuereintreibung zahle und diese Praxis einmalig in der Welt ist. Man hätte deutlicher auf Unterschiede zu Frankreich hinweisen müssen und wie die mit der Säkularisation ungegangen sind. Dass das kein Deutsches Problem ist, wissen viele nicht einmal. Und das man deutlich anders mit der Kirche umgehen kann, eben auch nicht.



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  3. Teil 2:

    Aber in der Runde saßen viele zahnlose Tiger. Keiner hat Jaschke mal Kontra gegeben. Einzig das Thema der ausgebeuteten und unterdrückten Kirchenbeschäftigten, blieb ein Wenig hängen. Aber da kam dann der Einwand, man kümmere sich bereits um eine Lösung. Da hätte man fragen können, ob das am Ende so ausgeht, wie bei den Kinderfickereien!? Da hat sich nämlich nichts geändert! Man konnte durch Versprechungen und Beteuerungen eine Gesetzesänderung abwenden, die die Kirchen verpflichtet hätte, jeden Missbrauch den Behörden zu melden. Da ist es so, dass nur schwerer Missbrauch als Straftat zu melden ist. Und die Einschätzung, ob es sich um so einen schweren Missbrauch handelt, unterliegt nach wie vor der Kirche selbst. Und wie die, selbst jahrelange Vergewaltigungen einschätzen, wissen wir schon: Als eine für die Seelsorge unangemessene Annäherung.

    Selbst du, Tammox, scheinst zu glauben, dass die Kirchen sich da bewegt hätten. Wo denn? Die machen weiter wie bisher. und wenn Gras über die Sache gewachsen ist, werden sie so weitermachen, wie die letzen 2000 Jahre. Wer sollte es ihnen untersagen? Ein Bischof Müller von der Glaubenskongregation? Irgendein Gesetz? Man ist ja selbst von der haltlosen Aufklärung abgerückt, als man die Zusammenarbeit mit Prof. Pfeiffer aufkündigte.

    Genauso wird die Kirche jede Lösung verschleppen, welche sie dazu zwingt, sich an die Regeln weltlicher Gerichte zu halten. Ich glaube nicht, dass dieser Skandal auch nur annähernd dazu führt, dass man sich ernsthaft der Problematik der Kirchenfinanzierung durch den Staat zuwendet. Man wird TVE eine Weile im Vatikan verschwinden lassen, bis der Skandal abgeklungen ist. Man wird den Limburger Bischofsitz zu einem Jugendzentrum umfunktionieren, es der Gemeinde komplett zur Verwaltung überschreiben, um sich damit auch der Folgekosten entledigen. Das alles tut man, um die öffentliche Meinung zu beruhigen und sich schadlos zu halten. Droht weiteres Ungemach, wird man weitere Opfer bringen. Da macht die Kirche lieber die Eidechse und wirft den Schwanz ab, als sich von weltlichen Gesetzen auf den Teppich holen zu lassen. Was wäre wohl eine Kirche für Gläubige, die unter einem weltlichen Gesetz stünde? Und was käme wohl als Nächstes?

    Bei TVE schließt sich der Kreis. Den hatte man ja installiert, um die alte Ordnung wieder herzustellen. Und die lautet: Die Kirche ist da, wo der Bischof ist. Und nun kommt es zur offenen Revolte! Sicher nicht, wegen des Prunkbaus, sondern wegen der Art, wie man hier mit der Gemeinde umgeht. Da hatte man bereits zusammengefunden und Vieles liberalisiert. Aber das ist der RKK ein Dorn im Auge. Denn die Römer wissen - wenn man dem Pöbel erstmal erlaubt zu denken oder gar mitzureden, fragen die vielleicht auch mal nach einem Beweis für die vielen anderen Lügen, die man seit etwa 2000 Jahren streut. Und so weit, wird man es nicht kommen lassen dürfen. Da gibt man lieber Limburg auf. So ein Bischofsitz ist auch schnell verlegt, wenn es denn sein muss.

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  4. ...Nun ja...Sie wissen, dass Kirche allgemein und TVE im Besonderen nicht die Thematik ist, auf die ich mich eingeschossen habe (dies vielleicht oder ganz sicher nur deshalb, weil ich mich außerstande fühle, mich über alle Übel dieser Welt aufzuregen, sie zu kommentieren)....und so mag ich TVE auch nur beiläufig zur Kenntnis zu nehmen...um aber trotzdem mal einen Kommentar abzugeben, möchte ich hier mal Konstantin Wecker zitieren:
    "Was genau ist jetzt eigentlich noch christlich an den sogenannten Christen?
    Da jagen sie ihren Bischof wie eine Sau durchs Dorf, der doch nichts anderes getan hat als die katholische Kirche es seit Jahrhunderten tut: das Geld der Armen raffen und verprassen.
    Was hat sich diese Kirche nicht alles erlaubt, von Hexenjagd über Knabenmissbrauch bis hin zum Kreuzzug gegen südamerikanische Befreiungstheologen, gemeinsam mit der CIA … da ist doch Verschwendungssucht die lässlichste aller Sünden.
    Versteht mich nicht falsch: ich bin und bleibe ein großer Verehrer des Jesus, des Mannes aus Nazareth, der mit seiner Empathie, seiner Güte ein einmaliges Zeichen gesetzt hat gegen all die soziopathischen Massenmörder und Machtmenschen, für den Frieden und die Liebe.
    Und gerade weil ich die Botschaft des Mannes aus Nazareth so liebe, will ich all diesen sogenannten Christen zurufen: hört auf mit dieser Treibjagd gegen diesen vielleicht nicht armen, aber doch ziemlich jämmerlichen Mann aus Limburg. Eine Treibjagd, die doch nur dazu dient, schon wieder die wirklichen Verbrechen zu vertuschen: den Verkauf deutscher Waffen und Giftgase, mehr als 20.000 Tote an der EU-Außengrenzen seit 1990, die Lebensmittelspekulation, das Erbauen und den Betrieb von Atomkraftwerken, das entsetzliche Quälen von Tieren aus ausschließlich ökonomischen Gründen, das „Vorstand-der-Deutschen-Bank-Sein".
    Erbarmt Euch des Mannes aus Limburg, der durch seinen Namen schon gestraft genug ist: Franz-Peter Tebartz van Elst. Im Ernst, Freunde: seid christlich. Mir tut dieser gejagte Mann leid, ohne dass ich Sympathie für ihn empfände. Aber warum macht man so einen Aufriß nicht wegen der Maschmeiers dieser Welt? Ein Milliardär darf wohl ungestraft jede Schweinerei machen und wird in Talkshows weiter hofiert.
    Ich bin wahrlich kein Freund von Kardinälen und Bischöfen. Vor allem aber verfüge ich über einen zeitlebens gut funktionierenden Abwehrmechanismus gegen Hexenjagden aller Art. Selbst, wenn die Hexe diesmal ein Bischof ist."






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    1. Was die Quantität des Skandals angeht, möchte man dir zustimmen. Ich werde es aber nicht tun. Denn dahinter steht weit mehr Frust auf die Kirche, als das Verprassen von Gemeindevermögen. Du hast ja alles aufgezählt. Ablasshandel, Hexenjagd, Verfolgung, Folter, Mord, Missbrauch, Lüge... Das wird man der Kirche jetzt endlich nachtragen. Bisher war das ja nicht möglich. Stets schafft man schnell Runde Tische heran, um nur ja jede Kritik abzubügeln. Die Kirche ist Weltmeister in der Propaganda. Man macht ja seit 2000 Jahren nichts anderes, als sich bei den Mächtigen einzuschleimen und dem Volk Lügen zu erzählen.

      Und ich meine auch, dass es schon rotzfrech ist, nach der Messe den Klingelbeutel für einen maroden Kirchturm oder eine neue Orgel herumgehen zu lassen und sich dann so eine arschteure Residenz zu bauen. Da muss man schon sehr abgebrüht sein. Und genau das ist die RKK.

      Zum Idol der Christen: Seine angeblich friedvolle und versöhnliche Haltung hat man ihm sicher auch nur deshalb verpasst, um sich bei den Römern einzuschleimen. Diese Haltung, stand den damals alltäglichen Aufständen der Juden gegen die Römer diametral entgegen. Durch so eine Lehre, machte man sich bei den römischen Berufsbesatzern viele Freunde. Nachher zog man ja mit ihnen herum und half durch ihre Lehre bei der "Befriedung" eroberter Gebiete. Die Römer brachten die neue und ihnen wohlgesonnene Kultur gleich in eroberte Gebiete mit, um die einheimische Kultur zu ersetzen. Nur das, versprach auf lange Sicht echten Frieden und Unterwerfung.

      Überhaupt ist der ans Christenkreuz genagelte Jesus so unabkömmlich, dass er sich gegen die christliche Vereinnahmung nicht mehr wehren kann. Er bietet eine perfekte Leinwand für jede Lüge, die sich die Christen zusammengeschustert haben. Nicht einmal seine Verurteilung und Hinrichtung, entspricht historischen Tatsachen. Die Christen unterstellen den Juden doch glatt einen Mord.

      Und ich erwähnte ja schon, dass es nur Vordergründig um Geld und Verschwendung geht. Eigentlich ist die Gemeinde mit dem Kurs des "Neuen" so gar nicht einverstanden. Seine Vorgänger taten etwas für Fundamentalisten Unvorstellbares: Sie gingen auf moderne und ethisch-moralische Ansichten der Gemeinde ein. Und damit sind sie praktisch von der Herrschaft der Kirche befreit. Was sonst außer eine schlechte Show, bietet die Kirche denn noch? Die spreizfreudige Cindy aus dem 24-Stunden-Livechat, lockt mit ihrer feuchten Grotte deutlich mehr Hörige in ihren Bann.

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    2. ....zunächst einmal: ich habe hier nur Konstain Wecker zitiert, teile aber uneingeschränkt seine Verehrung gegenüber diesem Jesus, wenngleich ich weder Christ noch Mitglied einer christlichen Kirche bin...
      Aber: " Zum Idol der Christen: Seine angeblich friedvolle und versöhnliche Haltung hat man ihm sicher auch nur deshalb verpasst, um sich bei den Römern einzuschleimen"...diese Ansicht halte ich nun doch für ziemlich perfid. Die Quellen, derer sich das Christentum bedient, sind die "Evangelien", die in den wesentlichen Punkten von den Geboten der "Bergpredigt"bis hin zur Kreuzigung übereinstimmen. Da mag man einwänden, dass keiner der "Evangelisten" Jesus persönlich gekannt habe und neben Wahrheit auch viel Dichtung enthalten wäre. Aber die Zeitspanne zwischen dem Kreuzigungstod und der Entstehung dieser Evangelien ist so gering, dass man den Wahrheitsgehalt vom Grunde (!) her kaum bezweifeln darf, auch wenn es sich lediglich um mündliche Überlieferungen handelte...Den Juden später den "Mord" an Jesus zu unterstellen, ist sicher eine infame Ideologie, kann aber nicht über die sicher vorhandene Enttäuschung und letztendlich die Wut der Jerusalemer Juden gegenüber diesem Christus hinwegtäuschen. Schließlich hatten ihnen die Propheten einen "Messias" versprochen, der sie von aller Unterdrückung - und zu der Zeit eben vom römischen Joch - erlösen würde. Dieser Erwartung wurde der offensichtlich so friedfertige Jesus nun aber ganz und gar nicht gerecht. Ihm war der Ruf vorausgegangen, dass er eben dieser "Erlöser" sei, wurde dashalb in Jerusalem mit Jubel empfangen, tat aber dann nichts dergleichen, was den Erwartungen der Juden entsprochen hätte. Dass er nur von "Sünden" erlösen wollte aber nicht von Fremdherrschaft war eben nicht das, was man sich erhofft hatte (vergeichbar ist das mit dem sehr viel späteren Auftauchen eines Th.v. Guttenberg, den sehr schlichte Gemüter - Tammox würde da von Urnenpöbel sprechen - auch als "Erlöser" bejubelt und dann kurze Zeit später "gekreuzigt" haben)... Die Römer hingegen konnten das Auftauchen dieses Jesus nur als Gefahr betrachten, und so war seine Hinrichtung per Kreuzigung als bei den Römern übliche Methode, nur folgerichtig...
      Die Deutung des Lebens, Wirkens und Sterbens dieses Jesus durch das Urchristentums hingegen war nur eine Konsequenz aus dem Bestreben einen Halt in einer Religion zu finden, einen Trost für alles Ungemach dieser Welt, eine Richtschnur für eigenes Verhalten. Und das allein ist ja nun nicht per se verwerflich sondern im Kontext mit der für Menschen dieser Zeit übliche Suche nach einer religiösen Bindung folgerichtig... "Einschleimen" aber wollten sie sich damit sicherlich nicht!
      Etwas ganz anderes ist allerdings dann die Gründung der Instanz Kirche mit all den Verwerfungen und Missbräuchen aller Art in der Folgezeit bis zum heutigen Tag.

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    3. Ja, die Sache mit der Bergpredigt ist schon richtig. Wenn ich mich auch nicht unbedingt auf die Evangelien berufen würde. Kein Verfasser der Evangelien, war tatsächlich dabei. Genaugenommen könnten die Jünger sich dahingehend abgesprochen haben. Vielleicht aus Furcht vor Verfolgung, nach dem Tod ihres Sektenführers. Da läge es Nahe, sich was zu überlegen, wenn die Römer kommen. Vielleicht haben die ihm unter der Folter etwas entlockt, dass einem zum Verhängnis werden kann. Wer weiß das heute schon.

      Und die Juden erwarteten sicher nicht von Jesus, der Messias zu sein. Die sind damals im Dutzend auferstanden. Menachem von Qumran etwa oder Simon der Rebellenführer. Von Simon d.R. haben die Christen auch ihre angebliche 'Auferstehung' geklaut. Jeder Jude kannte die Ankündigung eines Messias. Vermutlich wollte man damit Juden missionieren. Da steht man als Sekte ja in Konkurrenz zu anderen Glaubensrichtungen. Man sagte daher dem eigenen Idol alles Mögliche nach. Der konnte Wasser in Wein verwandeln, Kranke heilen und war überhaupt ein herzensguter Mensch. Religiöses Blabla eben. In 200 Jahren, werden sie genau das auch über L.Ron.Hubbard sagen. Als Messias musste man auch nur wenige Bedingungen erfüllen. Man musste ein Mann sein und für die 'Sache der Juden' sterben und natürlich nach drei Tagen auferstehen. Und das erfüllte damals fast jeder, der von den Römern abgemurkst wurde. Da das Bestattungsritual der Juden unbedingt verlangte, dass ein Leichnam spätestens nach 72 Stunden begraben sein musste, war es nicht schwer, jemandem eine Auferstehung zu unterstellen. Vielleicht haben sie ihn einfach verbrannt!?. Oder sie haben ein Barbecue veranstaltet und das letzte Abendmahl fand NACH dem Ableben des obersten Christen statt!? DAS würde auch dieses kannibalistische Ritual erklären, dem die Katholiken frönen.

      Und die Christen haben sich sehr wohl bei den Römern eingeschleimt. Darum haben sie den Stadthalter auch freigesprochen und es den Juden angehängt. Überhaupt machen Christen nichts anderes, als sich bei den Mächtigen einzuschleimen. Eben ihr weltweites diplomatisches Netz macht sie so mächtig. Wir bekommen deren Aberglaube doch schon zusammen mit seriösen Nachrichten aufgetischt. Und mal ehrlich: die glauben an Dämonen und Hexerei, tragen Knochen herum und beten sie an. Dann vertilgen sie täglich ihren Jesus und trinken sein Blut. Das sind Irre!

      Ich habe kein Problem damit, dass jemand glaubt, dass es Dinge gibt, die für uns Menschen nicht erfassbar sind. Dass es etwas gibt, das größer ist als sie und das unsere Existenz umfasst und erklärt. Aber ehrlich, dass was die Ziegenhirten damals zusammengetragen haben, ist einfach absurd. Und die Moral von vor 2000 Jahren, gehört mal nach dahin, wo sie herkommt. Die stammen aus einer Zeit, als man noch selbstverständlich Sklaven hielt und Frauen entrechtete.

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  5. Ja, Jake, ich mußte mich auch zusammenreißen wieder den täglichen Betrieb aufzunehmen.
    ER machte es mir aber leicht, weil ER mit ja geradezu darum bettelt niedergemacht zu werden.
    Mein Link der Woche dazu stammt aus dem katholischen intellektuellen-Blatt „BILD“:


    Die BILD bringt es auf den Punkt!

    "Die kirchenfeindliche Stimmung in diesem Land ist langsam ekelhaft. Wie bei Hau-den-Lukas darf jeder mal ran."

    http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/kommentar-von-alexander-von-schoenburg-33019482.bild.html
    @ Hyde:
    Einige Medienmechanismen sind recht komplex und vermutlich nicht völlig planbar. Wie es zu einem „mem“ kommt, weiß man nie genau. Es gibt ja auch immer Leute, die sich für bestimmte Themen einsetzen. Wenn ich wüßte wie man es anstellt, daß bestimmte Zusammenhänge die große Öffentlichkeit interessieren, würde ich keinen mikroskopischen Blog vollschreiben.

    Die Will-Sendung hatte ich nur als Beispiel dafür genommen, daß Informationen, die ich bei „uns“ sowieso als bekannt voraussetze, es womöglich doch schaffen in die Öffentlichkeit zu kommen. Für mich war da ja keine einzige Neuerung dabei und jeder einzelne Fall, den IMM ansprach, ist ja schon längst in diesem Blog ausgebreitet worden.
    Das Interessante ist in diesem Zusammenhang nur, daß das jetzt auch in der ARD gesagt wird.
    Das betrifft auch Jaschke, der in diesem Blog ein alter Bekannter ist und oft analysiert wurde.

    Daß ICH mir ein wesentlich härteres Vorgehen gegen Bischöfe wünsche, ist ja wohl klar.

    Soooo rosig ist es aber auch nicht für Jaschke gelaufen.
    Er ist ja der TV-Bischof, den es vor jede Kamera drängt und der auch gerne geschickt wird, weil er noch relativ liberal ist und ein gutes Bild für die RKK abgeben soll.
    Das ist aber nur bedingt gelungen. Auf Facebook und Co zerreißt man sich schon das Maul über ihn:

    http://brightsblog.files.wordpress.com/2013/10/jaschke.png?w=500&h=280

    Und ICH glaube der Kirche GAR NICHTS, schon gar nicht, daß sie sich gebessert hätten. Keine Ahnung woher Du wieder Deine Deutungen nimmst.
    Aber das hat IMM doch richtig gesagt: Es handelt sich um ein POLITISCHES Versäumnis die Kirchen mal auszubremsen. Die Politiker trauen sich eben bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht. Deswegen hilft nur Druck der Basis und dazu ist es eben wichtig, daß die erst mal WISSEN auf was für einem Berg Geld und Privilegien die Kirchenlügner sitzen.









    @Tacho, die ersten beiden Wecker-Sätze sind ja schön, aber sobald er über die Güte Jesu fabuliert, macht er sich lächerlich!

    Hat er Jesus etwa mal persönlich getroffen, oder woher will er das wissen?
    Völlig alberne Argumentation.
    LGT

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    1. "Und ICH glaube der Kirche GAR NICHTS, schon gar nicht, daß sie sich gebessert hätten. Keine Ahnung woher Du wieder Deine Deutungen nimmst."

      Daher:

      "...und sogar die RKK selbst gibt sich Verhaltensmaßregeln, nach denen man sexuellen Missbrauch an kleinen Jungs nicht vertuschen darf (Sensation!)."

      Btw: Ist ja nett, dass du wieder da bist. Und wie sind die neuen Möpse? Ich hoffe, alles ist gut verheilt. ;)

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    2. ..."Hat er Jesus etwa mal persönlich getroffen, oder woher will er das wissen?
      Völlig alberne Argumentation."...
      Nein, hat er natürlich nicht!...Vielleicht macht er sich lächerlich aus Ihrer Sicht..., weil er sein Wissen eben nur aus den sogenannten "Evangelien" nimmt... aber dann macht sich auch jeder andere lächlich, der sein Wissen über die Kriege der Römer gegen die Germanen und die Kultur der Germanen aus den Werken des Tacitus entnimmt, weil halt auch der nicht unmittelbar dabei gewesen ist und seine Berichte ebenfalls aus Dichtung und Wahrheit bestehen..
      Ansonsten unfreundliche Gegenfrage: Woher wollen Sie wissen, dass die Berichte über die Güte dieses Jesus nicht der Wahrheit entsprechen..Haben Sie ihn mal "persönlich getroffen"?

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  6. Tacho,

    Dieser Beitrag Weckers ist doch, in jeglichster Verschwurbelung, eine reine Ablenkung, gehe man davon aus, dass, dem Thema entsprechend, ein noch so triviales Mittel einem guten Zweck dient. In diesem Falle das Tebartz, welcher eine Reaktion ankurbelt, welche schon aus urzeitlich langen und wesentlich brachialeren Gruenden dieser beschissenen Kirche das Genick haette brechen muessen.

    Sein Mitleid und Erbarmen fuer das Peter mit vorhergehendem ..."Eine Treibjagd, die doch nur dazu dient, schon wieder die wirklichen Verbrechen zu vertuschen: den Verkauf deutscher Waffen und Giftgase, mehr als 20.000 Tote an der EU-Außengrenzen seit 1990, die Lebensmittelspekulation, das Erbauen und den Betrieb von Atomkraftwerken, das entsetzliche Quälen von Tieren aus ausschließlich ökonomischen Gründen, das „Vorstand-der-Deutschen-Bank-Sein"." .... Megamist zu verblubbern ist eine Beschissenheit, ... die Andere, zwischendurch sein Loblied auf das Fabelwesen Jesus abzudruecken.

    Konstantin sollte mal auf ein qualitativeres Gras umsteigen!!

    Gruss
    Jake

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  7. ....und als mein Schlusswort möchte ich noch sagen:
    ...es ist für mich durchaus unbedeutend, ob jemand die Gestalt eines Jesus und seine Güte als historisch korrekt oder nicht betrachtet..
    ...Was aber für mich bleibt ist dies:
    Die in alten Zeiten entstandenen Relionen hatten immer drei wesentliche Momente:
    1. Der versuch einer Erklärung für Dinge und Erscheinungen im Leben der Menschen, die sie nur in einer "zusammengebastelten" Religion fanden.
    2. Sie dienten als Mittel zur Aufrechterhaltung der Macht der jeweiligen Herrscher.
    3. Sie dienten aber auch als Grundlage für eine allgemeingültige Gesetzgebung, die das Zusammenleben der Gesellschaft regelten.
    Was da nun die christliche Religion betrifft, so ist für mich ein Ignorant, der leugnen will, dass die heutige moderne Gesetzesgebung der "westlichenWelt" zu einem nicht geringen Teil ihre Grundlagen in den christlichen Ethos und den christlichen Moralgeboten hat...
    Insofern ist für mich die Frage, ob Konstantin Wecker oder ich diesen Jesus persönlich kennen, nicht relevant...:-)

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  8. "3. Sie dienten aber auch als Grundlage für eine allgemeingültige Gesetzgebung, die das Zusammenleben der Gesellschaft regelten.
    Was da nun die christliche Religion betrifft, so ist für mich ein Ignorant, der leugnen will, dass die heutige moderne Gesetzesgebung der "westlichenWelt" zu einem nicht geringen Teil ihre Grundlagen in den christlichen Ethos und den christlichen Moralgeboten hat..."

    Grundlage für eine allgemeingültige, heutige moderne Gesetzgebung, die das Zusammenleben der Gesellschaft/"westlichen&sonstig christlichen Welt regelt, war und ist immer noch der staendige Kampf gegen die grausliche, unerbittliche Vorherrschaft des Christentums.

    Nebenher bemerkt existiert kein Gott, womit dann auch ein diesbezueglicher Jesus entfaellt ... :-)

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  9. Hyde:

    Ja, diese neuen Regeln zum Umgang mit sexuellem Missbrauch innerhalb der Kirche hat die RKK im Jahr 2002 noch unter Karol aufgestellt.
    Das ist Fakt.
    Ich habe aber nie behauptet, daß ich das ausreichend finde, oder daß ich glaube, daß sich die RKK daran hält.

    Tacho:
    Historiker prüfen immer sehr genau, welche Berichte aus der Vergangenheit Fakten sind. Das ist ja der Gegenstand der Fachrichtung. Theologen gehen eben NICHT so vor, Sie beharren auf der Bibel, obwohl es massenhaft Beweise dafür gibt, daß sie eben NICHT den historischen Fakten entsprechen kann (indem sie sich beispielswiese selbst widerspricht oder sich auf Personen bezieht, die erst später gelebt haben zB)

    Jake, ich finde zwar, daß Du inhaltlich bezüglich Wecker völlig Recht hast, aber er wird nicht auf besseres Gras umstiegen, weil er passionierter Kokser ist!


    Ich sehe Religionen als reine Herrschaftsinstrumente.
    Sie sind absichtsvoll so vage, daß jeder Herrscher sie nach Belieben nutzen kann.
    So beziehen sich eben Kathrin Göring-Eckardt, Rodrigo Borgia, Adolf Hitler, Ratzi, George W. Bush, General Franco und Wolfgang Thierse alle auf denselben Gott und dieselbe Schrift. Klappt ja auch immer gut.

    Und vor 2000 Jahren war ich nicht in Jerusalem Zeitzeuge. Das stimmt.
    Aber wenn Jesus gelebt hat, würde ich ihm sagen, daß er ein großer Kackeimer ist, der der Welt einen schlimmen Dienst erwiesen hat, indem er eine der tödlichsten Ideologien überhaupt hinterlassen hat!
    16.000 Kriege und Milliarden Tote haben religiöse Überzeugungen verursacht.
    Danke, aber nein danke.

    LGT

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    1. Warum erwähnst du dann solche Regeln und betitelst die noch mit "Sensation"? Wenn du das ironisch oder sarkastisch gemeint hast, solltest du Tags verwenden und z.b. [sarkasmus][/sarkasmus] verwenden.

      Die Pfaffen haben sich 2000 Jahre lang, nicht einmal an ihr Glaubensfundament gehalten. Die fickten nicht nur hunderttausende Kinder und/oder prügelten auf sie ein. Sie vertuschten diese Taten auch noch in verschwörerischer Weise. Und dann wenden sie sich dabei einmal erwischt. an die Volksverräter und bilden runde Tische, um Gesetzesänderungen zu verhindern und einen Flächenbrand zu verhindern.

      Also wenn du ihnen dabei nicht noch helfen wilst, solltest du dich klarer ausdrücken lernen, Tammox.

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  10. "First, I wanna give it all up to God and his Son Jesus Christ our Lord and Saviour. Without him, Nothing is possible!"

    So oder so aehnlich vernehme ich es nahezu taeglich irgendwann .. irgendwo ...
    Nur zB. bin ich Box/etc.-Fan und das Angebot hier ist excellent. Es gibt kaum einen amerikanischen Boxer, der dieserlei Sprueche nach dem Kampf nicht loslaesst, .... natuerlich zu 95% ausschliesslich wenn er gewonnen hat ......

    Ich kriegs zwar nicht ganz gebacken, aber natuerlich(aechz) geht es in Ordnung, wenn jemand der politisch&drumherum kohaerent, alsauch glauebig ist. .........
    Dann sollte er aber unbedingt, bei politisch-relevanten, gesellschaftlich/sozial/wirtschaftlichen/etc. Themen/Begebenheiten ... die Kirche, als vor Allem seinen Glauben, im Dorf lassen.
    Da dem, leider allzuoft, nicht so ist, ist im Einzelnen ebenso uebel wie im grossen Ganzen, wo schlichtweg nichteinmal die Trennung zwischen Staat/Kirche beruecksichtigt wird.
    Wenn ich dann all die Penner, welche ihren Glauben in realgesellschaftlichpolitische Themen einfliessen lassen ums verrecken nicht ausstehen kann, krieg ich als Atheist/etc. noch einen missionarisch, christlich empoerten Hammer verpasst. ... wie zB. gerade eben mit "Jesus is Lord" and what the Fuck soever! .... *&^%_#@* .... GFY!!!

    Hyde .... deine verdummt arrogant belehrende Ueberheblichkeit ... penetrant wie gehabt! .. "Also wenn du ihnen dabei nicht noch helfen wilst, solltest du dich klarer ausdrücken lernen, Tammox." ..

    Ausdruecklich auf "verdummt" eingehend, sind mir ausdruecklichst diverse Autoren alsauch Kommentatoren ein absolut verbloedetes Greuel, wenn sie dieses bekloppte "Sarkasmus On/Off" anwenden. Gerade Sarkasmus sollte verstanden und nicht angekuendigt/aufgekuendigt werden.
    Wenn du jetzt vom Tammox forderst zB. Sarkasmus zu tagn ((Sensation!)ist fuer dich unausreichend) und sich diesbezueglich klarer auszudruecken, muss er dann demnaechst irgendeinem anderen Idioten erklaeren, warum Wasser nass ist und man atmen sollte um nicht zu ersticken.
    Solltest du noch andere Primitivisierungversuche parat haben, solltest du sie woanders testen, damit ich deinem Kleinhirn nichtstaendig eins ueberbraten muss.

    Gruss
    Jake


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  11. Jake ;)

    Wenn man Sarkasmus oder Ironie erklären muß, ist eh schon alles verloren!


    LGT

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    1. DU musst das tun. Du schlägst auch seit Langem auf die CDU ein und wirst dann demnächst die hervorragende Regierungsarbeit deiner SPD-Helden unter Merkels Führung feiern. Du solltest mir und jedem anderen Blogleser daher unmittelbar mitteilen, welche Medikation dafür notwendig ist, um so einen Unsinn zu verkünden. Die Verwendung von Tags, wird dafür auch nötig sein. Da wird man dich nämlich nicht mehr verstehen können.

      Und dein Kommentar zu Konsequenzen der RKK aus dem Missbrauchsskandal...

      " In diesem Blog wurden immer wieder Beispiele für längst aufgedeckte Skandale beschrieben, die aber über Jahre fern der Öffentlichkeit und des Medieninteresses schlummerten.

      Da veröffentlicht ein Berliner Jesuit im Jahr 2010 Informationen über sexuellen Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg und es beginnt das Jahr NULL beim Thema „kinderfickende Pfaffen.“
      Auf einmal sind alle elektrisiert, plötzlich richten Politiker runde Tische ein, schlagartig wird über Entschädigungszahlungen nachgedacht und sogar die RKK selbst gibt sich Verhaltensmaßregeln, nach denen man sexuellen Missbrauch an kleinen Jungs nicht vertuschen darf (Sensation!).."

      ... ist nicht als Ironie zu erkennen. Das war keine Ironie und noch weniger Sarkasmus. Also stelle das jetzt auch nicht als solchen dar. Oder ist das hier die Märchenstunde?

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  12. Damit zeigt sich, dass du weder den Titel "Informationsunwucht", noch den Inhalt dessen, inklusive 'den Kommentar zu Konsequenzen der RKK aus dem Missbrauchsskandal...', verstanden hast ... oder wohl eher doch nicht verstehen willst.
    Dein dringlich notorischer SPD-OT Einstieg auch in diesem wie sonstigen Beitraegen machts dann auch nicht besser.

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