Montag, 8. Februar 2021

Werteunion kaputt.

 

Es sind auf den ersten Blick viele verschiedene Anliegen, die gesellschaftspolitisch konservativ Tickende verfolgen, aber die Stoßrichtung ist immer gleich: Stark gegen Schwach.

[….] Die angeblich neue Rechte ist die alte. Der lärmende Aufwand, den sie betreibt, um ihre Ansprüche, Antriebe und Ziele zu rechtfertigen oder zu verschleiern mag andere Formen haben als vor 85 Jahren, seine Stoßrichtung führt jedoch genau wie damals ins Antizivilisatorische nach unten. Tatsächlich bietet die Rechte – auch wie damals – keine wirklich politischen Ziele, nichts Konstruktives, keine Bewältigungsversuche der sozialen, politischen, ökonomischen und ökologischen Probleme der Gegenwart, sondern nur Destruktion: Zerstörung, Gewalt, gigantische Fresssucht und letztendlich todessehnsüchtige Vernichtung dessen, was die Rechten nicht verstehen, geschweige denn meistern können. Die neue wie die alte Rechte legen eine barbarische Dummheit und ein gewalttätiges Unvermögen an den Tag, dessen End-Ziel die Beseitigung der Gegner, der „Anderen“, die mörderische Lust, der Lust-Mord ist. Das Pauken-Getöse um angeblich alte Werte, Traditionen, Patriotismus und Nationalismus ist nur Tarnung. Es geht tatsächlich um das primitive „Wir oder sie“, eine Maxime, vor deren endgültiger Konsequenz ihre Vertreter immer weniger zurückschrecken. [….]

(Wolfgang Brosche, 21.05.2017)

Rechtsextremisten suchen sich die Schwächsten als Opfer, Linksextremisten die Stärksten.

(….) Da Rechtsextrem im Gegensatz zu Linksextremen grundsätzlich amoralisch und feige agieren, sind ihre Opfer ausschließlich unter den Schwachen zu finden:
Schwule, Flüchtlinge, Behinderte, Obdachlose. (…..)

(Werte im wahrsten Sinne, 25.09.2016)

Vergleicht man Linksextremismus und Rechtsextremismus, gibt es sehr klare Unterschiede. Während sich die Rechten gewalttätig gegen Minderheiten, Schwache, Verletzliche, Ausgegrenzte und Friedliche wenden, versuchen Linke eben diesen Personenkreis zu schützen und wenden sich, wenn überhaupt, gegen die Starken.  (…..)

(CDU unterirdisch, 30.08.2015)

Die gesellschaftlichen Werte der Konservativen haben außer der allgemeinen Stoßrichtung eine weitere Gemeinsamkeit: Sie sind allesamt zum Scheitern verurteilt.

(…..) Gestern mußte ich mal wieder an den stets gut gelaunten Seth McFarlane denken, der immer mal wieder bei Bill Maher zu Gast ist und dort einst einen schlauen Satz über den kirchlichen Widerstand gegen die Homoehe tat.   Seine These lautete, daß die Kirchen mit ihrem Widerstand gegen Aufklärung ihre Zeit verschwenden.

Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Rechtsstaat, Frauenemanzipation, Folterverbot, Abschaffung der Sklaverei, Abschaffung der Todesstrafe, Freiheit der Kunst, Abschaffung der Prügelstrafe, Tierrechte, Ächtung von Antisemitismus, Schwulenrechte, Abschaffung des Verbots gemischtrassiger Ehen, Abschaffung des Verbots gemischtkonfessioneller Ehen, Verbot von Vergewaltigungen in der Ehe, etc pp - all das mußte gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen erkämpft werden.

Die Kirchen waren dagegen und verschwendeten damit sinnlos über Dekaden ihre Kraft.

Glücklicherweise hat sich der kirchliche Widerstand üblicherweise als Mißerfolg erwiesen, weswegen Seth Macfarlane es als Zeitverschwendung betrachtet auf Seiten der Kirche zu stehen:

It is a huge waste of time; if you look back in history every civil rights-movement; the blacks or woman, they always lose. Anyone who tries to fight the advance on any particular minority-group is going to lose - whether it is now, whether it is 20 years from now.
They are wasting their time.

(Alle Mann zurück, 15.07.12)

Konservative verstehen es ein gewaltiges Getöse zu inszenieren, sich verzweifelt an ihren überkommenen Supremacy-Vorstellungen festzukrallen.

Daher heben sie immer manisch alte weiße Männer auf ihren Schild, denen sie zutrauen, die Zeit zurückzudrehen.

Die Donald Trumps, Joseph Ratzingers und Viktor Orbáns dieser Welt bescheren den um ihre exklusiven Privilegien Bangenden kleine Schlachterfolge.

Für kurze Zeit drängen sie die Frauen wieder an den Herd, formen Regierungen, die ausschließlich aus alten weißen Männern bestehen, kriminalisieren LGBTIs, entrechten Anders- und Ungläubige.

Aber sie gewinnen den langen Krieg nicht.

Die konservativen Lichtgestalten, in die ihre misogynen, homophoben Anhänger so viele Hoffnungen setzten, stehen alle irgendwann als begossene Pudel da, die alles verloren haben.

Die Apotheose des deutschen „Wertkonservativen“ der 2020er ist Friedrich Merz.

Er ist der Posterboy der rechtslastigen ostdeutschen CDU-Verbände, der feuchte Traum von stramm nationalen Jungparteichefs wie Christoph Ploß, die Projektionsfläche der Werteunion.

Merz sprach all das aus, wovon die Maaßens, die Steinbachs, die Alexander Mitschs, die Bosbachs träumen: Migranten verjagen, Frauen sollen sich auf die Familie beschränken, Schwule sind alle pädophil, Trump macht es richtig, Sozialhilfeempfängern geht es noch viel zu gut und die verrückte „Klima-Gretel“ soll brav in die Schule gehen.

Friedrich Merz lieferte. Er lieferte das was alle Rechtskonservativen irgendwann liefern: Niederlage um Niederlage. Trump hat es vorgemacht:

(…..) Zwei Mal deutlich weniger Stimmen als der Gegenkandidat bekommen.

Präsidentschaftswahl 2020 verloren.

Mehrheit im House verloren.

Mehrheit im Senat verloren.

Wirtschaft am Boden.

Bald 400.000 Covid19-Tote.

Höchstes Haushaltsdefizit aller Zeiten.

Rekordschulden.

Höchste Arbeitslosenquote.

Höchste Obdachlosenquote.

Blut im Kapitol.

Hass auf den Straßen.

Gespaltene Gesellschaft.

Verbannt von allen Social Media-Plattformen.

Zwei Impeachments.

Über 25.000 Lügen im Amt.

Amerikas Ansehen in der Welt ruiniert.

Totalschaden der Marke Trump.

Rückzug aller Sponsoren von der GOP.

Rückzug der Deutschen Bank als Milliarden-Finanzier der Trumps.

Rückzug der New Yorker Trump-Hausbank Signature.

Rückzug der Trump-Hauptbank Professional Bank in Florida.

Rückzug von Cushman & Wakefield aus Trump-Immobilien.

Rückzug des Vornado Realty Trusts aus Trump-Immobilien.

Rückzug des Golfprofiverbandes PGA von Golfturnieren auf Trump-Plätzen.

Klagen der Anwohner von Mar A Lago gegen seine Anwesenheit.

Mutmaßliche baldige Pleite der „Trump-Organisation“.

Eine Flut von Anklagen gegen Donald, Don Jr., Eric und Ivanka Trump.

Politische Zukunft Ivankas ruiniert.

….oder wie es Trump selbst ausdrückt: SO MUCH WINNING! (…..)

(Der Feind im eigenen Haus, 18.01.2021)

CDU-Dunkelgestalt Merz liefert seit 20 Jahren zuverlässig ab:

Niederlage gegen Angela Merkel, Niederlage gegen Annegret Kramp-Karrenbauer, Niederlage gegen Armin Laschet.

Die enormen Erwartungen seiner rechtskonservativen Fans stehen im umgekehrt proportionalen Verhältnis zu dem Erreichten.

Merz glaubt nicht nur alles zu können, sondern auch, es als einziger und am besten zu können. Die Kollisionen mit der Realität blendet er wie sein Bruder im Geiste (Trump) aus.

So bot er nach seiner krachenden Niederlage gegen Armin Laschet großzügig an, das Bundeswirtschaftsministerium zu übernehmen.

Er, der nicht einen Tag Regierungserfahrung hat, jede Wahl verlor, sich in jedem zweiten Interview um Kopf und Kragen redet, glaubt seine Intimfeindin Merkel fühle sich geehrt.

Merz benimmt sich wie der kurzsichtige Sohn, der dreimal nacheinander Mamas VW Golf gegen die Garagenwand fuhr und anschließend großzügig verkündet, Papa habe nun die Ehre, ihn seinen Porsche fahren zu lassen.

Und so breitet sich eine angenehme Stille aus.

Von wem man gar nichts mehr hört, sind Werte-Union und Maaßen.    Die CDU-Rechten schienen 2019 und 2020 omnipräsent zu sein, tauchten als Drohung in jedem zweiten Artikel auf.    Mit dem Merz-Crash sind sie allesamt verstummt und hadern mangels Führungsfigur nun mit ihren Themen.

[….] Fried­rich Merz ist ab­ge­taucht. Kein Auf­tritt, kei­ne In­ter­views, statt­des­sen Ur­laub im ei­ge­nen Fe­ri­en­haus. [….]   Im Merz-La­ger ist die Lee­re be­son­ders er­schre­ckend, per­so­nell wie in­halt­lich. Schon lan­ge sehnt man sich nach ei­ner star­ken Fi­gur, ei­nem neu­en Lud­wig Er­hard. In der Rea­li­tät aber gibt es ja nicht mal ei­nen An­sprech­part­ner in der Re­gie­rung. [….]    Das Pro­blem mit dem Merz-Flü­gel: Es herrscht Durch­ein­an­der. Auch das macht den Neu­start so schwer.   Die ei­nen sind ge­nervt vom grü­nen Zeit­geist, die an­de­ren zäh­len je­den Tag bis zum Ende von Mer­kels Amts­zeit. Es gibt, vor al­lem im Os­ten der Re­pu­blik, die har­ten Rechts­au­ßen, die kaum noch in­te­grier­bar er­schei­nen. Es gibt kul­tur­kon­ser­va­ti­ve Mit­glie­der, die noch un­ter Ade­nau­er ein­ge­tre­ten sind und vom Ges­tern träu­men. Aber es gibt in die­sem Flü­gel auch die, die lie­ber ins Über­mor­gen wol­len, sich nach dem gro­ßen Wurf seh­nen, nach ei­ner Re­form­agen­da. Das Ein­zi­ge, was es der­zeit nicht gibt im Merz-La­ger, ist ein ge­mein­sa­mes Band. [….]    Merz war für vie­le Kon­ser­va­ti­ve eine Pro­jek­ti­ons­flä­che. Der­zeit gibt es nie­man­den, der die­se Rol­le über­nimmt. [….]   Da­bei könn­te ge­ra­de der Wirt­schafts­flü­gel ei­nen Stür­mer ganz gut ge­brau­chen. Der Flü­gel, Kern­be­stand­teil des Merz-La­gers, führt seit Jah­ren ein küm­mer­li­ches Da­sein. Im Schat­ten der spen­dier­freu­di­gen Re­gie­rung be­zie­hen die Wirt­schafts- und Fi­nanz­po­li­ti­ker der Uni­on ihr Selbst­be­wusst­sein vor­nehm­lich dar­aus, Steu­er­er­hö­hun­gen und neue Schul­den zu ver­hin­dern. Ide­en­lo­ser geht es kaum. [….]

(DER SPIEGEL, 06.02.2021)

Die glühenden Merz-Fans Linnemann, Ploß, Kuban und Co sind noch da – aber sie sind allesamt traurige Belege für Seth McFarlanes „They always lose“-These.

Sonntag, 7. Februar 2021

Bräsige Typen

Nach anderthalb Jahren mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer steht die Bundeswehr vor dem Offenbarungseid.

Den Laden kann man zumachen.

[…..] Was also tun? Man müs­se un­ter­su­chen, heißt es in der Ge­heim­ana­ly­se, ob es nicht bei ei­nem zeit­lich be­grenz­ten »Ver­zicht auf Fä­hig­kei­ten« mög­lich sei, die »Rea­li­sie­rung der Be­dar­fe wie­der be­herrsch­bar zu ma­chen«. Ein­fach ge­sagt: Die Bun­des­wehr soll­te den Of­fen­ba­rungs­eid leis­ten.

Die in­ter­nen Be­rech­nun­gen zei­gen, wie dra­ma­tisch die Lage der Streit­kräf­te in­zwi­schen ist. Chro­nisch un­ter­fi­nan­ziert, wird die Bun­des­wehr auch die deut­schen Zu­sa­gen an die Nato kaum er­fül­len kön­nen. Un­ter Punkt 5.4 (»Er­rei­chen Nato-Pla­nungs­zie­le und EU-Vor­ga­ben«) heißt es nüch­tern, »zahl­rei­che zur Er­fül­lung der Nato-Pla­nungs­zie­le er­for­der­li­che Rüs­tungs­pro­jek­te« lie­ßen sich mit der der­zei­ti­gen Fi­nanz­pla­nung »nicht oder nicht mehr zeit­ge­recht rea­li­sie­ren be­zie­hungs­wei­se in­iti­ie­ren«.  [….]

(DER SPIEGEL, 06.02.2021, s.35)

Die beiden Hauptschuldigen für das katastrophale Versagen beim deutschen Corona-Management sind Bildungsministerin Karliczek, die seit einem Jahr die Probleme Schule und Universität mit Corona nicht anrührt und Gesundheitsminister Spahn, der sowohl das Masken- als auch das Impfdesaster durch Arbeitsverweigerung verursacht hat.

(….) Olaf Scholz ist derjenige, der in der Pandemie-Megakrise die Dinge am Laufen hält, während auf Unionsseite radikale Arbeitsverweigerung (Seehofer, Karliczek), totale Überforderung (Klöckner, AKK, Altmaier) oder absolutes Chaos (Scheuer, Spahn) herrschen. (…..)

(Im Wahljahr, 31.01.2021)

Der Kopf stinkt natürlich vom Kopfe her; so viel ist klar: Unter einem Bundeskanzler Schröder wäre Deutschlands Pandemie-Performance garantiert nicht international so mies bewertet worden, weil er längst den Zuständigen in den Arsch getreten hätte und das Krisenmanagement zur Chefsache erklärt hätte.

Angela Merkel hingegen zeichnet sich durch generelle Initiativlosigkeit, abwarten, zögern und zaudern aus. Das färbt auf ihre Minister ab.

[…..] Fast nichts, was den Verlauf der zweiten Welle rechtzeitig hätte abmildern oder sie gar verhindern können, wurde in Deutschland früh und entschlossen eingesetzt. Die Corona-Warn-App ist und bleibt, so wie sie konzipiert ist, ein Witz. Bis heute sind die Bürger nicht ausreichend mit medizinischen Masken versorgt, von besser schützenden FFP2-Masken ganz zu schweigen. Dass Alten- und Pflegeheime mit allem erdenklichen Engagement geschützt werden müssten, ist schon seit dem Frühjahr Allgemeinwissen. Um die dafür notwendigen Mittel wird bis heute gerungen. Schnelltests sind bereits seit dem Frühsommer auf dem Markt. Doch statt sie von staatlicher Seite zu erwerben, und zwar milliardenfach, um sie dann unters Volk zu bringen, wurden bei den Herstellern nur gewisse Kontingente für Pflegeheime reserviert – und der Rest dem freien Markt überlassen.

Die Gesundheitsämter, deren Nachverfolgungskapazität zum zentralen Faktor für Schließungen und Lockerungen erkoren wurde, sind noch immer personell und digital so mies ausgestattet wie eine herkömmliche Amtsstube der Neunzigerjahre. Und wo blieb der Auftrag für Studien, um präziser herauszufinden, in welchen Bereichen der Gesellschaft viele Ansteckungen erfolgen und wo eher nicht? Ohne sie tappt die Politik weiter im Dunkeln und muss das Virus mit dem Hammer bekämpfen statt mit gezielten Stichen.  […..]

(Markus Feldenkirchen, 05.02.2021)

Merkel und die Nichtstuer der CDUCSU kommen mit dieser Underperformance durch, weil der deutsche Urnenpöbel sich vor nichts so sehr fürchtet wie vor Veränderungen. Bräsige Politiker, beruhigende Typen, Abwiegler, wolkige Schwafler, Satus-Quo-Bewahrer, schlafmützige Planer, konservative Knochen, Zukunftsverweigerer, Ewig-Gestrige werden stets mit hervorragenden Wahlergebnissen belohnt. So konnte Helmut Kohl 16 Jahre lang Deutschland aussitzen und so wird auch Angela Merkel ihr Land in einem gewaltigen Reformstau hinterlassen – technisch und ökonomisch von den anderen Industrienationen überholt.

Dieses Mikado-Prinzip funktioniert nicht nur für C-Politiker, sondern inzwischen auch sehr gut für die Grünen, die alle ihre reformerischen Anfänge abgewickelt haben, dem Wähler keinerlei Neuerungen mehr zumuten mögen, sich als Partei der wohlsituierten Vorstädter etabliert haben.

Der mächtigste Grüne ist daher wenig überraschend auch der Konservativste von ihnen: Der 72-Jährige konservative Winfried Kretschmann ist Mitglied des Zentralrates der Katholiken, hat ihn zehn Jahren Regentschaft alle ökologischen Projekte auf Eis gelegt und fährt ungenierte Lobbypolitik für die Stuttgarter Klimakiller-Industrien. Er residiert wie ein König in der Villa Reizenstein, liebt seinen CDU-Juniorpartner, beharrt darauf seinen fetten Daimler zu fahren und kann mit Kosmopolitismus, Genderpolitik oder Atheismus gar nichts anfangen.

[…..] Der Wahl­kampf ist des­halb kom­plett auf ihn zu­ge­schnit­ten. »Grün wäh­len für Kret­sch­mann« steht auf al­len Pla­ka­ten. Vom po­li­ti­schen Geg­ner wer­den die Lan­des­grü­nen als »Kret­sch­mann-Wahl­ver­ein« ver­höhnt.

Par­tei­in­ter­ne Kri­tik am all­mäch­ti­gen Lan­des­va­ter wird nur zag­haft ge­äu­ßert. Da­bei gibt es da­für durch­aus An­lass. Mal be­zeich­ne­te Kret­sch­mann straf­fäl­li­ge Flücht­lin­ge als »Tu­nicht­gu­te«, die man »in die Pam­pa« schi­cken müs­se, mal wet­ter­te er beim The­ma gen­der­ge­rech­te Spra­che ge­gen »Sprach­po­li­zis­ten«. An den Stamm­ti­schen des Lan­des kommt das gut an. Kon­ser­va­ti­ve, die frü­her CDU ge­wählt hät­ten, wäh­len jetzt Kret­sch­mann – nicht we­gen, son­dern trotz sei­ner Par­tei.

Kretschmanns Image als souverän-präsidialer Regierungschef soll keine Dellen bekommen.

Für die Grü­nen gleicht die Dau­er­af­fä­re mit dem Kon­ser­va­tis­mus ei­nem schma­len Grat zwi­schen Macht­er­halt und Selbst­auf­ga­be. […..] Kret­sch­mann da­ge­gen hat­te mit den Schwar­zen weit we­ni­ger Pro­ble­me, schließ­lich ist er selbst be­ken­nend kon­ser­va­tiv. [……]

(DER SPIEGEL, 06.02.2021, s.35)

Warum sollte sich der Grüne Kretschmann auch nicht als konservativer Katholik verstehen? Die Grünen-Wähler lieben es. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Grünen bei der Landtagswahl am 14.03.2021 wieder deutlich stärkste Partei werden.

Vereinzelte Rufe nach einer Grünroten, oder Grünrotgelben Regierungskoalition lehnen die Stuttgarter Ex-Ökos ab. Sie lieben ihren schwarzen Partner und wollen bei der Baden-württembergischen Stahlhelm-CDU bleiben.

Die Grünen sind inzwischen so rechts, daß sich links von ihnen eine Klimaschutzpartei gegründet hat. Das ist nur folgerichtig, den Habeck und Kretschmann haben die Themen Klima- und Umweltschutz längst geopfert und kriechen beherzt und erfreut in die Mastdärme der Verbrennungsmotor-Lobbyisten von BMW und Daimler.

Sandra Overlack aus Karlsruhe, Alexander Grevel aus Freiburg, Sebastian Olejek und Ludwigsburg sind die drei Vorsitzenden der Klimaliste BW, die ebenfalls bei den Landtagswahlen antreten wird.

[……] Die Kli­ma­lis­te Ba­den-Würt­tem­berg wur­de erst im Sep­tem­ber ge­grün­det. In­zwi­schen zählt sie rund 400 Mit­glie­der, dar­un­ter vie­le Fri­days-for-Fu­ture-Ak­ti­vis­ten. In den ver­gan­ge­nen vier Mo­na­ten ist es der jun­gen Par­tei ge­lun­gen, in 67 von 70 ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Wahl­krei­sen eine Kan­di­da­tin oder ei­nen Kan­di­da­ten für die Land­tags­wahl auf­zu­stel­len.

Leg­nar und ihre Mit­strei­ter wol­len Druck auf die eta­blier­ten Par­tei­en aus­üben. […..]

(DER SPIEGEL, 06.02.2021, s.35)

Sozialpolitik und Klimapolitik findet inzwischen nur noch bei der SPD statt. Olaf Scholz treibt die ökologischen und sozialen Themen voran. Da der demoskopische Erfolg aber noch ausbleibt, die Grünen fest an der Seite der konservativen Christen stehen, bleibt für echte Klimaaktivisten genügend Platz im Parteienspektrum, um mit einer neuen Partei das Klima wieder mehr auf die politische Agenda zu heben.

Die „Klimaliste Deutschland“ konnte sich schnell auf einen ökologischen Grundkonsens einigen und führt darin Punkte auf, die sich nur als Frontalangriff auf die SUV-Partei der Grünen verstehen lassen. Sie sind der diametrale Gegensatz zur Kretschmann-Habeckschen Führerpartei.

[……] 5. Innerhalb unserer Organisation streben wir flache Hierarchien an.  Macht- und Herrschaftsausübung müssen sich immer legitimieren können. Menschen, die Macht ausüben, müssen dies zu jeder Zeit rechtfertigen können.

6. Wir pflegen einen achtsamen und wertschätzenden Umgang miteinander und mit den Menschen mit denen wir in Kontakt treten. Das Wohlbefinden aller ist uns wichtig. [……]

8. Wir lehnen jede durch wirtschaftliche oder politische Interessen bedingte Einflussnahme auf uns und unsere Organisation ab.

9. Wir sind lernfähig und orientieren uns an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wissenschaftler*innen in unserer Organisation tragen eine besondere Verantwortung dafür, uns bei wichtigen Entscheidungen objektiv nach bestem Wissen und Gewissen zu beraten ohne uns zu bevormunden. [……]

(Klimaliste Deutschland)

Samstag, 6. Februar 2021

Evangelikale Gefahr.

Vier Frauen. Vier laute Frauen.

Alle jung, unabhängig, mutig, sehr sozial engagiert, allesamt keine brainwashed evangelicals und keine von ihnen blond und blauäugig.

Da kommen aus Sicht von Trumps rechtsradikalen, misogynen White-Supreamcy-Kult all die Attribute zusammen, die man hasst.

Also avancierte „the squad“, vier Abgeordnete des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten für die Demokratische Partei seit 2018 zum meistgehassten Begriff der politischen Rechten. Bei FOX, auf GOP-Wahlkampfveranstaltungen in Trump Tweets verging kaum ein Tag, an dem nicht blanker Hass auf Alexandria Ocasio-Cortez (*1989, New York), Ilhan Omar (*1982, Minnesota), Ayanna Pressley (*1974, Massachusetts) und Rashida Tlaib (*1976, Michigan) geschürt wurde.

Neue braune GOP-Sternchen, die ihnen besonders laut den Tod wünschten, wie die jetzt schon legendär-berüchtigte abgrundtief bösartige Hass-Fanatikerin Marjorie Taylor Greene aus Georgia wurden mit Kongresssitzen belohnt.

Ihre Häme, Gewalttätigkeit und absolute Trump-Treue begeisterte den bisher größten Trump-Fan Matt Gaetz so sehr, daß er auf FOX bekannte vor Glück ejakuliert zu haben.

That was so good, I almost have to smoke a cigarette afterwards

(Matt Gaetz, FOX, 05.02.2021)

  Ein bemerkenswertes Lob; denn Gaetz ist ein so frommer Christ, daß er sich konsequent von minderwertigem Weibsvolk fernhält, nie eine Beziehung mit einer Frau hatte. Stattdessen nahm er 2014 den damals 13-Jährigen Nestor Galban aus Cuba bei sich auf und „adoptierte“ ihn 2020, als Galban 19 Jahre alt war. Nun leben sie glücklich als Single-Dad and Son zusammen.

Er wäre aber „not gay“ beeilte er sich zu sagen; Nestor sei lediglich sein alltäglicher „Helper“.

Im Alter von 38 Jahren, immerhin, brachte ihn dann auch mal eine Frau zum Höhepunkt – Marjorie Taylor Greene.

Don Lemon kann darüber nur noch lachen, aber es ist leider gar nicht komisch, denn die Q-Trumplicans schüren Hass und Gewalt.

MTG ist so gewalttätig und bedrohlich für ihre demokratischen Kollegen im Kongress, daß Cori Bush (*1976, Missouri), die zusammen mit Jamaal Bowman (*1976, New York) seit Januar 2021 THE SQUAD verstärkt, ihr Büro verlassen musste.  Die Mitarbeiter von Rep. MTG und Rep. Lauren Bobert hatten sie und ihr Team immer wieder physisch bedroht.

Die GOP von heute geht nicht mehr argumentativ gegen demokratische Abgeordnete vor, sondern trachtet danach ihre politischen Gegner zu verletzen und töten. Die ganze Partei macht sich unter dem Banne ihres Cult-Leaders in Mar A Lago zum Komplizen, indem sie es nicht wagen gegen gewalttätige Verschwörungstheoretiker wie Tuberville, Greene, Gohmert, Gaetz, Cruz, Hawley, Brooks, Jordan oder Bobert vorzugehen.

Die Partei Lincolns ist nun die rassistische Partei des Mordmobs und weigert sich beharrlich den Hauptverursacher der Gewalt – Donald Trump – zur Rechenschaft zu ziehen.

Dieser parlamentarische Abschaum schwelt in der eigenen Macht Familien von Minderheiten zu attackieren und zu quälen.

That was so good, I almost have to smoke a cigarette afterwards

(Matt Gaetz, FOX, 05.02.2021)

Der sadistische Mord-Mob um Trump und die GOP agiert so antihumanistisch und brutal, weil sie fast alle evangelikal sind.

Evangelikales Christentum und Q-Verschwörungstheorien sind zwei Seiten derselben Medaille: Mass Delusion im Kapitol.

Freitag, 5. Februar 2021

Woelkis Querfront

So wie ich aus einer linken, humanistischen Menschenrechtsperspektive ehrlich und keineswegs ironisch dafür plädiere Rainer Maria Kardinal Woelki noch möglichst lange im Amt zu lassen, streitet auch David Bergers Penis-Phimose-Blog wacker für den Kölner Oberhirten; insistiert keineswegs den liberaleren Kräften in der römisch-katholischen Kirche nachzugeben.

[…..] Angeführt von den Sozialisten des so genannten „Synodalen Wegs“ und des „Zentralkomitees der Katholiken“ bemühen sich die Mainstream-Medien mit der gleichen Verve, mit der sie einst den von Merkel ungeliebten Bundespräsidenten Wulff aus dem Amt schrieben, nun den einflussreichsten konservativen Bischof Deutschlands zu zerstören. […..]

(PP, 05.02.2021)

Links und Rechts sprechen sich beide gleichermaßen für den Kölner Erzbischof aus – freilich aus ganz unterschiedlichen Beweggründen.

Die Dunkelkatholiken sehen in den liberaleren Kräften um den DBK-Vorsitzenden Bätzing den Hauptgrund für die Massenaustritte aus der RKK.

[Der Bischof von Limburg Georg Bätzing] und die Seinen spalten, bringen Unfrieden, sorgen so für mehr Kirchenaustritte. […..]

(PP, 05.02.2021)

Die verschwörungstheoretischen weit rechts außen stehenden AfD-Antisemiten um David Berger sehen in der Majorität der katholischen Kirchenfürsten gemeingefährliche Linksextremisten, welche die die angeblich sehr viel erzkonservativeren Otto-Normalbürger aus der Kirche jagen.

Um den durchaus konservativen Bätzing das Etikett „linksgrünversifft“ anzuhängen, muss man schon weit rechts außerhalb des demokratischen Spektrums stehen.

Sie erweisen ihrem Ideal-Bischof Woelki einen Bärendienst, indem sie eine Solidaritätskampagne für den Kinderfi**erfreund starten.

Der deutsch-amerikanische glühende Trump-Fan, studierte Theologe und PP-Wadenbeißer Michael van Laack macht seinem Katholizismus alle Ehre, indem er über dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz Hass und Häme auskübelt.

Bischof Bätzing ist für ihn ein „unerbittlicher Kämpfer gegen die Lehre der Kirche“, der nach „der Zerstörung zahlreicher kirchlicher Lehren und der weiteren Anbiederung an Merkels Politik und den sogenannten „Zeitgeist““ trachtet. noch im Weg steht.

Er habe „einen Generalverdacht über alle“ Kirchenmitglieder ausgesprochen; plane „gegen den Willen der Weltkirche eine „Wiedervereinigung“ mit der evangelischen Kirche“,  habe „sich noch nie explizit gegen Abtreibung geäußert“, befürworte „linksgrünversiffte frühkindliche Sexualerziehung auch in den Kitas seines Bistums Limburg“ befürworte, mache „sich gemein (…) mit radikalen sozialistischen und atheistischen Feministinnen, die eine Frauenkirche fordern, in der endlich die Macht an das weibliche Geschlecht abzugeben sei.“

Bätzig wolle „eine Kirche, deren Gottheit intersexuell mit deutlich weiblicheren Ausprägungen ist. In der wieder Doppelklöster wie im Mittelalter eingerichtet werden, damit die Kirche ihren eigenen Nachwuchs produzieren und bei Überschuss auch abtreiben kann.“

Bätzing halte „nichts von der priesterlichen Ehelosigkeit“, dem „Primat des Papstes, dafür aber sehr viel vom Gendersternchen.“

Man spürt in jedem Satz die charakteristische katholische Nächstenliebe.

Aus satirischer Sicht ist van Laacks Text einfach grandios, weil er mit dieser seitenlangen Attacke auf den obersten Deutschen Bischof seinem Ärger über die angebliche Attacke Bätzings auf einen anderen deutschen Bischof (Woelki) Ausdruck verleiht.

Der PP-Kläffer schafft gewaltigen innerkirchlichen Unfrieden, weil Bätzing seiner Ansicht nach Unfrieden in der Kirche schafft.

Wer wie Woelki Solidaritätsadressen aus dem braunen PP-Universum erhält, braucht keine Feinde mehr.

Gern würde ich Bergers Online-Petition für sexy Rainer Maria auch unterschreiben; aber ich wurde von ihm blockiert.

Ich bin untröstlich.

Heute ist wieder ein schöner Tag für einen Atheisten.

Die Kirchenaustritte zu maximieren ist mein größter Wunsch. Die Kirchenaustritte werden durch erzkonservative Figuren wie TVE und Woelki maximiert.

Und nun fordern die dunkelkatholischen Laien, Woelki möge noch viel konservativer werden.

Etwas weniger amüsant ist es hingegen von engagierten Katholikinnen zu lesen, die im Gegensatz zu Berger PP-Redaktion nicht völlig auf den Kopf gefallen sind.

Die feministische Politologin Daniela Ordowski ist leidenschaftliche Katholikin.

[…..] taz am wochenende: Frau Ordowski, Sie sind in der katholischen Kirche. Warum?

Daniela Ordowski: Ich bin so erzogen worden, war Messdienerin, habe mich in katholischen Jugendverbänden engagiert. Kirche ist für mich Heimat, ein Ort, der mir Kraft gibt und Gemeinschaft bedeutet. Für mich heißt Glauben, dass dieser wächst, wenn man Kritik übt.

taz am wochenende: Aber mal ehrlich, gewöhnlich ist das nicht für eine 27-Jährige. Und Gemeinschaft gibt’s auch im Sportverein.

Daniela Ordowski: Das stimmt. Gemeinschaft entsteht immer dort, wo Menschen zusammenkommen, die ein ähnliches Wertesystem haben. Das kann man schon auch woanders erfahren, aber ich habe sie in der Kirche erfahren, etwa in den Jugendverbänden. Ich musste mich immer dafür rechtfertigen, dass ich in der katholischen Kirche bin. Dazu kommt, dass ich Feministin bin. Ständig werde ich damit konfrontiert, wie das zusammenpasst mit einer Institution, die Menschenrechte und die Rechte von Frauen mit Füßen tritt.

taz am wochenende: Und was hält Sie noch?

Daniela Ordowski: Im Moment ist es eine Mischung aus Wut und dem Willen, die Institution konstruktiv zu verändern. [….]

(Taz, 05.02.2021)

Im Gegensatz zur Taz, kann ich weder Mitleid noch Solidarität mit Ordowski empfinden.

Durch ihre Mitgliedschaft und ihre Zahlungen unterstützt sie einen homophoben, misogynen Kinderfi**erverein, der sich gegen die Menschenrechte engagiert.

Ordowski macht sich mitschuldig und sollte sofort austreten, wenn sie den Feminismus ernst nimmt.

Ich gebe ihr den gleichen Rat wie Schwester Philippa.

(…..) Schwester Philippa Rath, die nach 29 Jahren als Benediktinerin der Abtei Sankt Hildegard in Rüdesheim am Rhein, 2019 vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam, ist also im Jahr 2020 aufgegangen, daß Frauen irgendwie in der RKK nicht ganz so wichtig sind wie Männer?

Was für eine Blitzmerkerin!
Ich schlage sie ob dieser Erkenntnis für das Große Verdienstkreuz
 mit Stern und Schulterband in besonderer Ausführung mit Adler handgestickt am Schulterband und Bruststern links vor.

 […..] Monika Berwanger erinnert sich bis heute an ihre Erstkommunion. "Schade, dass Du ein Mädchen bist. Ich könnte Dich so nötig zum Ministrieren brauchen", sagt der Priester nach der Feier zu ihr. " Als Mädchen kannst Du halt nur die Kirche putzen." […..]

(Annette Zoch, 01.02.2021)

Philippa Rath hat 30 Jahre ihres Berufslebens damit verbracht die frauenfeindlichste Organisation der Welt zu stärken.

Nun plötzlich zu entdecken, daß Frauenpriestertum in Rom nicht gern gesehen wird, ist ähnlich schlau wie der Versuch sich in einer Schlachterei vegetarisch zu ernähren.

Wenn sie ihren Feminismus ernst meint, sollte sie ganz schnell das katholische Kloster verlassen.

(Jammerige Kirchisten, 02.02.2021)

Donnerstag, 4. Februar 2021

Offener Brief an meinen Helden

Oh Sanctae Romanae Ecclesiae, Eure Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki, Kardinalpriester von San Giovanni Maria Vianney, Metropolit der Kirchenprovinz Köln, Erzbischof von Köln, Mitglied des „Ständigen Rats“ der Deutschen Bischofskonferenz, Vorsitzender der Kommission für Wissenschaft und Kultur, stellvertretender Vorsitzender der Kommission IV „Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste“, Mitglied der Gemeinsamen Konferenz der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, römisches Kurien-Mitglied des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, der Kongregation für den Klerus, der Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls, der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Träger der Ehrendoktorwürde der Sophia-Universität in Tokio!

Heute sende ich Ihnen die aufrichtigsten Grüße, Glückwünsche und Gratulationen aus der katholischen Diaspora des ärmlichen Erzbistums Hamburg.

Bestürzt nehme ich immer dramatischere Presseberichte zu Kenntnis, in denen Neben den frommen Kölner Laien, aufmüpfigen Geistlichen Ihrer Erzdiözese auch undankbare Atheisten Ihren Rücktritt fordern.

Ich bin empört und bestürzt, ob dieser kurzsichtigen und anmaßenden Anliegen.

Verehrter Kardinal, Euro Eminenz, Rainer, diese Forderungen will ich hiermit empört und entsetzt zurück weisen!
Lassen Sie sich nicht beugen, hören Sie nicht auf die irrlichternden Konfessionsfreien, die sich eine weiblich-liberale scheinkatholische Welt wünschen, in der die ehernen römisch-katholischen Werte nur noch auf dem Papier existieren.

Bleiben Sie stark, geben Sie nichts auf die weltlichen Ansinnen, die von Frauenpriestertum, Schwulenehe und Abschaffung des Zölibats reden.

In Ihren 36 Jahren als Priester haben Sie sich nie verbiegen lassen. Eure Eminenz zogen eine klare Linie zwischen sexuell übergriffigen Priestern und ihren minderjährigen Opfern, Sie schützten die Ihrigen vor Polizei, Staatsanwaltschaft und finanziellen Schadensansprüchen der Opfer.

Klar, unnachgiebig und konsequent zeigen sie Haltung gegenüber der lästigen Kanzlei Westpfahl, Spilker, Wastl aus München, deren Ergebnisse bei Veröffentlichung so ein schlechtes Licht auf die Heilige Kirche werfen könnte.

Indem Sie über Wochen und Monate die Gläubigen Ihrer Kirchenprovinz durch eisernes Schweigen in die Verzweiflung trieben, drastisch gegen aufmüpfige Geistliche vorgingen, haben Sie dem Anliegen des Atheismus einen unschätzbaren Dienst erwiesen.

Wir Humanisten, Säkularen und Atheisten sind so schwach organisiert, daß unsere Interessenvertreter von IBKA, gbs, bfG oder HU in den klassischen Medien so gut wie gar nicht stattfinden. Sie werden nur alle paar Jahre einmal in Talkshows geladen und verkaufen ihre Bücher in homöopathischen Auflagen, während jedes deutsche Massenmedium über christlich engagierte Journalisten verfügt, die im Sinne der Kirche berichten.

Ihre Kirchenvertreter sitzen in Ethikräten und Rundfunkkommissionen, sie betreiben soziale Einrichtungen und werden auf Kosten des Steuerzahlers ausgebildet. Wir sind weniger als finanzielle Zwerge gegenüber der katholischen Finanzpower. Jedes deutsche Bistum verfügt über Milliarden, wir Humanisten müssen um Briefmarken betteln, dürfen noch nicht einmal einen Arbeitskreis in der SPD bilden.

Umso dankbarer sind wir für die freundliche und solidarische Unterstützung führender Kirchenvertreter.

Seit Jahrzehnten erwärmen sich Bischöfe, Erzbischöfe und Kardinäle für unsere Sache des Kirchenaustritts und geben sich viel Mühe die zahlenden Mitglieder zu vertreiben.

An dieser Stelle möchte ich Ihre heldenhaften Brüder im Amte Dyba, Krenn, Mixa, Müller, Meisner, Ratzinger, Groer, Overbeck und den völlig zu Unrecht vergessenen großen Bischof Tebartz-van Elst loben.

Insbesondere Ihr Suffraganbistum, die römisch-katholische Diözese Limburg bereitete mir als Anhänger der evolutionärem Humanismus und der radikalen Trennung zwischen Kirche und Staat in den Jahren 1982-2007 große Sorgen, da Bischof Franz Kamphaus (*1932) derartig bescheiden, ehrlich, engagiert, sozial und mutig war, daß es mir unmöglich war ihn nicht zu mögen.

Er lebte in einer kleinen Zelle des Priesterseminars, ließ eine tamilische Flüchtlingsfamilie im Bischofspalast wohnen, spendete sein gesamtes Gehalt, hatte nahezu keinen persönlichen Besitz, verzichtete auf Dienstlimousine und Fahrer, saß selbst am Steuer seines kleinen grünen Golfs I. Sein Engagement galt den Armen, den Frauen in Not.

Wer fände so einen katholischen Hirten nicht sympathisch? Als Atheist hatte man einen schweren Stand mit Kamphaus.

In seiner ganzen Weisheit ersetzte Pomp-Papst Ratzinger den bescheidenen Mann durch den legendären Franz-Peter Tebartz-van Elst, der von 2008 bis 2014 in jeder Hinsicht das diametrale Gegenteil seines Vorgängers war. Er bestand darauf nur Erster Klasse zu fliegen, ließ sich im 7ner BMW kutschieren, kleidete sich in teuerste Gewänder, führte Jahrhunderte alte hierarchische Titel wieder ein, handelte sich durch seine öffentlichen Lügen ein Strafverfahren ein, kümmerte sich keine Sekunden um seine Schäfchen, setzte eisern eine erzkonservative Linie durch und ließ sich für 35 Millionen Euro die bekannte neue Bischofsresidenz bauen, während er den Pfarreien einen harten Sparkurs aufzwang, so daß sie ihr soziales Engagement aussetzen musste.

Es war ein überwältigender Erfolg für uns Atheisten.

Im Jahr 2013 sorgte er fast im Alleingang in einigen Gegenden für eine Verdreifachung der Kirchenaustritte.

[….] Im Bistum Limburg stiegen die Austritte sogar um 80 Prozent. In Zahlen sind das 7980 ausgetretene Christen, 3527 Personen mehr als 2012. [….]

(DW, 18.07.20214)

Was für ein Erfolg!

In nur vier Jahren drängte TVE 25.000 von 600.000 Katholiken aus seinem Bistum.

[….] Insgesamt haben seit seinem Amtsantritt zum Jahresbeginn 2008 bis Ende vergangenen Jahres rund 25.000 Katholiken die Limburger Kirche verlassen. [….]

(SPON, 29.09.2013)

Sie, Sanctae Romanae Ecclesiae, Eure werte Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki, Kardinalpriester von San Giovanni Maria Vianney, schicken sich an uns Atheisten ein noch hilfreicherer Geist als TVE zu sein.

Ihre konsequente Eiseskälte gegenüber den Gläubigen, das verbohrte Schweigen zu den sexuellen Übergriffen und die eisenharte Weigerung persönliche Konsequenzen zu ziehen, ist das größte Geschenk, das man den Konfessionslosen machen kann.

Wir Gottlosen sind heute (Zahlen von 2019) eine relative Mehrheit in Deutschland und stellen mit 39% die größte Gruppe vor Katholiken (27%) und Evangelen (25%).

Mit Ihrer Hilfe werden wir von der relativen bald zur absoluten Mehrheit in Deutschland werden und die Christen endgültig zur Minderheit degradieren.

Sie, Woelki, leisten großartige Lobbyarbeit.

Die Katholiken fliehen nun schneller aus Ihrer Kirche, als die Gesuche bearbeitet werden können.

[….. ] In Köln gibt es vorläufig keine Termine mehr für Kirchenaustritte. Bis Ende April ist alles ausgebucht, und die Termine für Mai werden erst am 1. März wieder freigeschaltet. Pro Monat gibt es, abhängig von der Zahl der Werktage, rund tausend Onlinetermine für einen Austritt aus der katholischen oder evangelischen Kirche. […..]

(SPON, 03.02.2021)

Oh, woelkiger Oberkölner, ich bin Ihnen so dankbar. Machen Sie weiter so, lassen Sie sich nicht von ihrem eingeschlagenen Pfad abbringen!

[….] Pro Monat gibt es, abhängig von der Zahl der Werktage, rund 1000 Online-Termine für einen Austritt aus der katholischen oder evangelischen Kirche. [….] Das Erzbistum Köln befindet sich derzeit massiv in der Kritik. Kardinal Rainer Maria Woelki hält ein Gutachten zurück, das den Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen katholische Priester untersucht. [….] Dieses Vorgehen Woelkis hat eine beispiellose Vertrauenskrise im größten deutschen Bistum ausgelöst. Der Kölner Stadtdechant Robert Kleine - der oberste Repräsentant der katholischen Kirche in der Stadt Köln - sagte, er könne derzeit niemandem einen Austritt aus der Kirche verdenken. [….]

(NTV, 03.02.2021)

Bitte, Eure Eminenz, räumen Sie niemals Fehler ein. Das wollen diese liberalen Scheinchristen doch nur. Sie dürfen jetzt keinen Millimeter nachgeben, sonst haben Sie am Ende Frauen auf den Kanzeln, Kondomautomaten am Dom und womöglich gar schwule Priester.

So verbleibe ich alleruntertänigst, allergehorsamst, demütig, dienstwillig, dienstergeben übrigens bis in die Grube zu dero allerhöchsten erzbischöflichen Füßen, in dero kardinalen Hulden zu ersterben erseufze.

Mittwoch, 3. Februar 2021

Die Russen!

Als Wladimir Putin 2001 im Bundestag auf Deutsch sprach, war das angesichts auch seines persönlichen Schicksals eine ganz große, bewegende Geste.

Die Chirac-Putin-Schröder-Entente war vielversprechend und weltpolitisch effektiv. Es ist ein Jammer, wie nach 2005 russophobe Vorurteile überhandnahmen, wie Merkel (und noch viel extremer Gauck) ihre persönlichen Abneigungen auf Putin projizierten, wie kurzsichtig und unerbittliche sich Nato und EU als Sieger aufführten, Putins ausgestreckte Hand ausschlugen und Russland immer weiter auf die Pelle rückten. Es ist ein Elend, wie plump „Russland, Putin und Moskau“ gleichgesetzt werden und jeder, der die Beweggründe russischer Politik abschätzig als „Russlandversteher“ beschimpft wird.

Ich habe die Gründe für Gerd Schröders Nordstream-Engagement immer wieder dargelegt. Ich verstehe, wieso sich Moskau von Europa abwendete, wieso man der Nato misstraute und weshalb Putin seinen innenpolitischen Kurs sehr stark veränderte; immer autoritärer wurde.

Deswegen finde ich es umso richtiger, daß ein ehemaliger deutscher Kanzler Kontakt hält und abseits der glühenden diplomatischen Kanäle eingebunden ist.

Und ja, er konnte als Kanzler auf Beckmanns berühmte LUPENREIN-Frage gar nicht anders antworten.

So nachvollziehbar ich Putins Wandlungen seit Schröder Abwahl 2005 auch finde; inzwischen kann ich seine autokratischen Verhaltensweisen gegenüber der Presse und Opposition natürlich längst nicht mehr rechtfertigen und ärgere mich die Pest darüber, daß der Mann, auf den ich vor 20 Jahren mal große Hoffnungen setzte, inzwischen zum Idol von Trump und AfD geworden ist und als Finanzier europäischer Rechtsradikaler auftrumpft.

Ich denke, Putin ist kein in der Wolle gefärbter Rechtsradikaler. Er unterstützt den französischen Front National, den Brexit und Trumps Wahl, weil er weiß, daß damit Frankreich, England und die USA geschwächt werden. Das hilft Russland außenpolitisch. Der Mann ist Stratege und kein Ideologe.

Ein weiterer großer Nachteil der Putin-Metamorphose vom Hoffnungsträger der Post-Besoffski-Jelzin-Zeit, als Oligarchen raubend Russlands Ökonomie an sich rafften, zur Masturbationsvorlage Donald Trumps, liegt in der Image-Katastrophe.

Alles was aus Russland kommt, gilt in Europa inzwischen als schlecht.

Russische Sportler dopen, russische Politiker lügen, russische Künstler haben keinen Geschmack, russische Wissenschaftler sind rückständig.

Es ist wieder wie zu Sowjetzeiten: Wir fürchten die Russen und trauen ihnen nicht.

Diese Borniertheit schadet uns gelegentlich selbst am meisten.

(….) Bevor man sich über die radikal verblödeten Amerikaner echauffiert sollte man kurz innehalten und an die grandiose Amtszeit des Verteidigungsministers Scharping von 1998 bis 2002 denken.

 Die Panavia 200 Tornado waren nun ein Viertel Jahrhundert alt, fielen immer öfter vom Himmel und es war ob der zunehmenden internationalen Rolle der Bundeswehr wahrscheinlicher denn je, daß man funktionierende Kampfjets benötigen wird.

Da tauchte ein verrückter Gedanke auf: Die Beziehungen zu Russland waren so gut wie nie, Putin rückte so nah an westeuropäische Werte und die EU heran wie nie, hatte aber mit enormen ökonomischen Problemen zu kämpfen.

Und Russland verfügte über eine Wunderwaffe, die Mig 29, Mikojan-Gurewitsch 29, die vermutlich genialste Kampfjet-Konstruktion aller Zeiten. Ein absolut zuverlässiger Flieger, der den ollen Tornados haushoch überlegen war.

[….] Von diesem wendigen und in dieser Hinsicht vielen westlichen Kampfflugzeugen überlegenen Flugzeug – so kann die MiG-29 kurzzeitig auf ihrem eigenen Schubstrahl stehen (so genanntes Kobramanöver) – wurde eine große Anzahl von Varianten gebaut und erprobt. Die Tragflächenkonstruktion mit breiter Flügelwurzel bringt einen großen Teil des Auftriebs durch den Rumpfansatz, was die Langsamflugeigenschaften verbessert. Typisch für die MiG-29 sind die großen Klappen, die die Luftansaugschächte der Triebwerke am Boden abdecken, um ein Eindringen von Fremdkörpern zu vermeiden. Beim Start saugen die Triebwerke Luft über Lamellenschächte auf der Rumpfoberseite an. Am Heck befinden sich die Luftbremse sowie ein Bremsschirm.   Die Maschine besitzt einen 16-Bit-Bordcomputer, einen Frontscheibenprojektor (HUD) zuzüglich eines Monitors, eine bordeigene Fehlererkennung (Aekran) und zwei Sensorsysteme. Mit dem Radar können Luftziele (Reichweite 70 km) erfasst werden und mit dem Infrarotzielsystem/Laserentfernungsmesser (Reichweite 7 km, Laserklasse 3 in Deutschland) die Infrarotziele. Bemerkenswert ist auch eine Helmvisieranlage, die es dem Piloten erlaubt, per Kopfbewegung ein Ziel anzuvisieren. Die Zielsuchköpfe der Raketen erhalten dann automatisch die Zielparameter. Dieses Gerät sollte sie gegenüber der sehr wendigen F-16 im Luftnahkampf überlegen machen. [….]

(Wikipedia Mikojan-Gurewitsch)

Und Russland war bereit nagelneue Migs an die Bundeswehr zu liefern.

Die hätte es für einen Spotpreis gegeben.  Neun Millionen D-Mark Stückpreis waren im Gespräch. Das hätte nur Vorteile gehabt. Eine radikale Kostenersparnis, das technische Knowhow war bereits vorhanden, da die NVA mit Migs trainiert hatte, die Maschine war technisch ausgereift und hätte in Rekordzeit geliefert werden können, so daß die Bundeswehr sehr schnell international führend gewesen wäre. Noch wichtiger wäre aber die politische Bedeutung gewesen. Eine Europäische-Russische Militärzusammenarbeit hätte womöglich für immer die gegenseitigen Vorbehalte beseitigt und zu einem versöhnlichen Miteinander der ehemaligen NATO und der ehemaligen Warschauer Pakt-Staaten geführt.

Außerdem hätte es ein sehr starkes Signal an die übernommenen Soldaten der Nationalen Volksarmee bedeutet und das Zusammenwachsen von Ost- und Westdeutschen gefördert, wenn in so einer wichtigen Angelegenheit einmal zu Gunsten eines „Ost-Produkts“ der Westen zurück gesteckt hätte.

 Die Anschaffung von Migs für die Bundeswehr wäre eine Win-win-wi-win-win-win-win-Angelegenheit gewesen, ein so genialer Schachzug, daß Scharping nur eins tun konnte: Er entschied sich dagegen, setzte lieber auf die Entwicklung eines europäisches Ersatzes.

Eurofighter sollte das neue Gemeinschaftsprodukt heißen.

Die Dinger kosten etwa 100 Millionen Euro pro Stück – dafür bekäme man 22 Mig29 – sind aber leistungsschwächer und dafür extra unzuverlässig.

Die Bundeswehr schaffte 140 Eurofighter Typhoon an, die aber so unfassbar teuer im Unterhalt und technisch so anfällig sind, daß gegenwärtig genau vier Stück einsatzfähig sind.

[….] Die Bundeswehr hat nach einem Bericht massive Probleme mit der Einsatzbereitschaft ihrer Kampfjets vom Typ „Eurofighter“. Wegen technischer Schwierigkeiten beim Selbstschutzsystem seien nur rund zehn Flugzeuge von 182 für echte Einsätze startklar. Weil die Luftwaffe nur über einen sehr kleinen Vorrat an Luftkampfraketen für den „Eurofighter“ verfüge, könnten derzeit sogar nur vier Eurofighter für reale Missionen eingesetzt werden, berichtet die Zeitschrift „Spiegel“ unter Berufung auf interne Berechnungen der Luftwaffe. Außerdem sei die Bewaffnung nicht schnell nach kaufbar. [….]

(FAZ, 02.05.2018)

Man kann nur staunen zu welchem Irrsinn Nationalstolz führt. (…..)

(Wir sind doch keine Komikernation! 31.01.2019)

In der Pandemie, als es um Leben und Tod ging, handelten EU und Deutschland genauso überheblich wie damals Rudolf Scharping.

Als der russische Präsident stolz lange vor allen anderen Nationen, nämlich im August 2020 erklärte, mit Sputnik V einen wirksamen Impfstoff gegen Corona entwickelt zu haben, nahm ihn kein einziger westlicher Journalist und kein einziger Regierungschef ernst. Russen lügen bekanntlich und schon allein die Tatsache, daß Sputnik ein halbes Jahr vor den größten und mächtigsten westlichen Pharmakonzernen entwickelt worden sein sollte, war Beweis genug: Das Zeug taugt nichts. Damit impfen wir keinen Europäer.

Wir waren dann umso stolzer, als mit Biontech am 21. Dezember 2020 ausgerechnet ein deutsches Unternehmen die erste Zulassung für ein Covid-Vakzin erhielt.

Daß ein Dosis 20 bis 40 Dollar kostet, schert uns nicht. Ebenso wenig wie die Hunderttausenden Covid-Toten seit August 2020.

Inzwischen wissen wir, daß Wladimir Putin nicht gelogen hatte.

[……] Der russische Impfstoff Sputnik V hat laut einer Studie im Fachblatt "The Lancet" eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Das ergaben Testergebnisse mit 20.000 Freiwilligen. Der Wert wäre ein ähnlicher, wie ihn die Vakzine von Moderna und BioNTech/Pfizer aufweisen. […..]

(Tagesschau, 02.02.2021)

Wer hätte das gedacht, die Nation, die als erste im Weltraum war, die besten Flugzeuge der Welt konstruiert, besteht doch nicht nur aus Idioten?

Ohne unsere verdammten russophoben Vorurteile, hätten wir längst mit Putin zusammen Impfpläne entwickelt.

Dann hätten wir schon vor Monaten einen potenten Impfstoff bekommen, der auch noch billiger als die von Moderne und Biontech sind.