Darüber haben wir vielleicht gelacht 1998, als im
Bundestagswahlkampf Reporter loszogen und mit bierernster Miene Passanten auf
der Straße fragten, was sie eigentlich davon hielten, mit Joschka Fischer möglicherweise
einen Heterosexuellen als Außenminister zu bekommen?
Vor einem Vierteljahrhundert war die Stimmung
illiberaler, man befürchtete schon, RotGrün könne eine Schwulenpartnerschaft
legalisieren, kannte sich aber noch nicht mal mit den Begriffen aus. Von den im
Fernsehen Gezeigten, verstand offenbar niemand den Begriff „heterosexuell“,
hielt es aber im Zusammenhang mit den Grünen für etwas Hochperverses und
pöbelte dementsprechend rum, das dürfe niemals geschehen! So einer könne
niemals Minister werden.
Damals hatte kaum jemand Internet, social Media war nicht
erfunden und man war auch noch keineswegs Stefans Raabs regelmäßige TV-Total-Segmente
gewöhnt, in denen er die totale Verdummung der deutschen Jugend bloßstellte.
Vor einem Vierteljahrhundert wunderte ich mich weniger
über die offensichtliche Unkenntnis des Begriffs „Heterosexualität“, als über
die Tatsache, daß so viele Menschen überhaupt ausführliche Statements für das
Fernsehen abgeben, wenn sie doch offensichtlich das Thema gar nicht verstehen.
Ich stellte mir immer vor, sofort wegzurennen, sollte ich jemals in eine
Straßenumfrage geraten und dort nach Dingen interviewt werden, von denen ich
nichts wüßte. Das hielt ich für eine natürlich Scham. Man möchte doch nicht „vor
einem Millionenpublikum“ als Depp entlarvt werden.
Im Jahr 2022, nachdem es nicht mehr extrem selten für
Otto Normalverbraucher ist „in die Medien“ zu geraten, sondern jeder einzelne
ein Klugtelefon mit sich herumschleppt, mit dem er jederzeit seine irrelevanten
Ansichten und sein Gesicht publizieren kann, wundere ich mich über keinen
einzigen Idioten, der das regelmäßig tut.
Mittelerstaunlicherweise wurde dabei der Umgang mit
klassischen Medien verlernt.
So bemerken es Querdenker, Covidioten, Montagsspaziergänger
und Pegidioten gar nicht, wie lächerlich sie sich machen, wenn sie Demonstrationen
anmelden, um Aufmerksamkeit zu erregen, dann aber genau das, was Aufmerksamkeit
generiert – nämlich Pressevertreter – pöbelnd und schreiend verjagen.
Wer unbedingt in die Sauna will, sollte sich nicht wundern,
wenn es darin heiß ist.
Prominente Politiker, die auf der Straße von Reportern
mit Kameras angesprochen werden, fragen häufig, von welcher Zeitung oder
welchen Fernsehsendung sie stammen. Das ist klug, denn einem Heute-Show-Team
antwortet man anders als einem Monitor-Team.
Beim einfachen Volk ist diese Erkenntnis noch nicht sehr
weit verbreitet. Menschen plappern in jede Kamera und merken gar nicht, wie sie
benutzt werden, damit das Publikum sie auslacht.
Besonders erstaunlich erscheint mir diese bahnbrechende Doofheit
bei Trump-Rallys, bei denen selbstverständlich viele liberalere Pressevertreter
auftauchen, um mit den Statements des Fußvolkes zu schocken. Es gibt sogar ein
eigenes Genre dafür: Spezialisten wie Jordan Klepper von der Daily Show, der
seit Jahren Hardcore-Trumpisten blamiert, indem er sie zum Reden animiert. Daß
die immer wieder darauf reinfallen, verblüfft insofern, da die angebliche
liberalen Medien das zentrale Thema bei Trump-Veranstaltungen sind. Seit sieben
Jahren nennt Trump die Presse „Feinde des Volkes“ und hämmert dieses „enemy oft
he people“ seinen Jüngern bei jeder Rally ein. Adaptiert haben sie davon aber
offensichtlich noch nichts.
Klepper befragt republikanische Wähler beispielsweise nach
Obamas Rolle beim World Trade-Center Anschlag und erntet wütende Schimpftiraden
wider des demokratischen Präsidenten. Er hätte sich nicht gekümmert, wäre nicht
oft genug im Weißen Haus gewesen und hätte ständig nur Urlaub gemacht. Keinem fällt
ein, daß Obama erst acht Jahre nach 9/11 ins Amt kam.
Die Massendoofheit verbreitet sich natürlich durch
Facebook und Co. Aber eine der wichtigen Quellen ist nach wie vor das lineare,
klassische Fernsehen.
Ich staune, daß ich noch staunen kann, aber FOX News
strahlte beispielsweise gerade ein Interview mit
Ted Cruz aus, in dem nicht nur, wie üblich, alles erlogen
war, sondern eine erstaunliche Plumpheit an den Tag gelegt wurde.
Das „Biden White House 2020“ wurde dafür verantwortlich
gemacht, im letzten Präsidentschaftswahlkampf Twitter zu Ungunsten Trumps
manipuliert zu haben. Dabei kam Biden bekanntlich erst im Januar 2021 ins Amt.
Es gab logischerweise 2020 kein Biden-WH, sondern nur ein Trump-WH.
75 Millionen Amerikaner wissen nicht mehr, wer George W.
Bush war, können sich nicht mehr an 2001-2009 zurück erinnern, schieben 9/11
und den Irakkrieg Obama in die Schuhe.
Nun stellt sich heraus, daß sie nicht einmal mehr zwei
Jahre bis zu ihrem Held Trump zurückwissen.
So etwas wie einen „gesunden Menschenverstand“ gibt es
nicht und kann es nicht geben, wenn so große Teile der Menschheit komplett
verblödet sind.
Da ist erstens schon mal der Name, der dazu einlädt, von
den Mitschülern verballhornt zu werden. Zudem ist Vogel auch noch Ossi und
wurde 1855 in Magdeburg bei den Anhalt-Sachsen geboren.
Zum Studium der Malerei ging er 1874 nach Düsseldorf und
ergatterte 1887 eine Professur an der Berliner Akademie. Das ging allerdings
nicht lange gut. Fünf Jahre später war er den Job wieder los, weil die Edvard
Munch-Ausstellung die konservativen Berliner zu sehr geschockt hatte. Anton von
Werner, als Direktor der Königlichen Hochschule der bildenden Künste, Vogels
Chef, kollabierte fast vor Entsetzen, als er Munchs Bilder sah. Er stürmte aus
dem Saal, bepöbelte die norwegischen Gemälde als „einen Hohn für die Kunst, als
Schweinerei und Gemeinheit“ und schloß die Ausstellung. Hugo Vogels Ansichten
über Munchs Werke sind nicht überliefert, aber er ärgerte sich so über die Einschränkung
der Kunstfreiheit, daß er kündigte und erst mal für Jahre auf ausgedehnte
Reisen ging.
Ab 1900 wurde Vogel Freskenmaler in großen Rathäusern.
Das ging aber auch nicht lange gut, nachdem 1902 nachgewiesen wurde, daß er
sein berühmtes Merseburger Reiter-Fresko „der deutsche Michael“ tumb plagiiert
hatte, indem er Paul Dubois‘ „Johanna von Orléans“ abkupferte. Noch blöder lief
es ein paar Jahre später, 1907 in Hamburg, als er für den riesigen Festsaal des
neu gebauten gewaltigen Rathaus tätig wurde.
Das Fresko „Christianisierung der Hamburger Bevölkerung
durch Erzbischof Ansgar“ wurde 1909 fertig und die Ratsherren fanden es richtig
schlecht. Sie empfanden sich nicht als Untertanen der Kirche und waren empört, weil
sie sich symbolisch vor einem Bischof buckelnd, dargestellt sahen.
[….] Der Grundsatz „Ein
Hamburger kniet vor niemandem“ ist in Hamburg ein geflügeltes Wort. Doch woher
stammt dieser Spruch? Darum ranken sich verschiedene Legenden.
Der Festsaal ist der mit
Abstand größte Raum im Hamburger Rathaus. Hier finden Empfänge und große Veranstaltungen
wie das historische Matthiae-Mahl statt. Den Saal zieren deckenhohe Gemälde,
auf denen die Geschichte der Stadt dargestellt ist, von der Zeit der Besiedlung
bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Eines der Bilder zeigt die
Christianisierung Hamburgs: Im 9. Jahrhundert kam Bischof Ansgar in das noch
dörfliche Hamburg, um die dort lebenden Menschen zu bekehren. Auf dem Gemälde
im Festsaal steht Bischof Ansgar vor einer Gruppe Menschen. Mit einer segnenden
Handbewegung deutet er vor sich in Richtung Boden. Doch dort, wo er hinzeigt,
ist nichts – außer Gras.
Der Maler Hugo Vogel malte
das Wandgemälde zwischen 1902 und 1909. Ursprünglich sollte vor Ansgar ein
Hamburger knien, der vom Bischof getauft wird. Doch der Rat lehnte den Entwurf
ab: Ein Hamburger stehe immer aufrecht und knie vor niemanden, auch nicht vor
gekrönten Häuptern oder einem Priester! Vogel entfernte laut Geschichte
daraufhin den knienden Täufling. Übrig blieb die Lücke auf dem Bild. […..]
Bei einem bestimmten Lichteinfall, soll man an
der Stelle, an der Ansgar ins Leere segnet, noch die Umrisse des Hamburger
Täuflings, der vor der Kirche kniet, erkennen. Bei meiner letzten
Rathausführung bemerkte ich allerdings nichts.
Vogel erlebte noch mehr Unerfreuliches. Drei Jahre lang
musste er dem ollen Paul Hindenburg als dessen Portraitmaler im Ersten
Weltkrieg durch die Schlachtfelder begleiten. Als eben dieser Hindenburg 1933
einen gewissen Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte, kniff Vogel alsbald
auch die Arschbacken zu.
Um Agent Woelkispersönliches Auskommen
müssen wir uns keine Sorgen machen.
Offenbar denkt
Papst Bergoglio gar nicht daran, ihn als Kölner Metropoliten abzusetzen. Aber
selbst wenn das geschähe, bliebe Woelkisein geistlicher Status als
Bischof. Der ist ein Sakrament und kann nicht genommen werden. Noch wichtiger:
Seine finanziellen Bezüge sind lebenslang sicher. Egal, was er macht, es geht
abschlagsfrei in Rente. Bezahlt vom Staat – also Atheisten, Hindus, Muslimen.
(….) Trotz ihres quasi
göttlichen Standes müssen sie sich nach der schnöden Beamtenbesoldungstabelle B
(für höhere Beamte); B1-B11 (7.000 bis 15.000 Euro monatlich) bezahlen lassen.
Sie steigen aber erst ab B8 ein in die schnöde weltliche Gesellschaft.
B8 bekommen etwa die
Bürgermeister von Bremen oder Magdeburg.
B9 stehen Staatssekretären in
den Bundesministerien, dem Verfassungsschutzpräsidenten, Botschaftern,
Gerichtspräsidenten, Direktoren der Bundesbank, dem BKA- und BND-Chef, allen
Generalleutnants, Vizeadmiralen, Generaloberstabsärzten und
Admiraloberstabsärzten der Bundeswehr und dem Chef des Bundesrechnungshofes zu.
B10 erhalten
Ministerialdirektoren, der Chef der Rentenversicherung sowie Generäle und
Admiräle der Bundeswehr, sowie die meisten Behördenchefs (BAMF,
Bundeswehrbeschaffungsamt, Bundesversicherungsamt, etc)
Ein Bischof bekommt B8, ein
Erzbischof oder Kardinal erhält mindestens B9
Ein Domdekan muss von B2
(8.176,63 EUR) leben, ein Generalvikar darbt mit B3 (8.658,13 EUR). Bei den Bischöfen,
Erzbischöfen und Kardinälen kommen aber Zuschläge aus Rom hinzu, so daß
Letztere leicht auf 15.000,00
EURO monatlich kommen.
Schwierigkeiten entstehen für
die Topklerikalen aber bei den Ausgaben. Denn wie soll man 180.000,00 EURO
steuerfrei im Jahr eigentlich ausgeben, wenn man kaum Unkosten hat?
Altbischof Kamphaus, der Vorgänger
des legendären Limburger Bischofs Tebartz-van-Elst beklagte diesen Umstand
bitterlich. Er wohne mietfrei, ihm werde eine Dienstlimousine samt Fahrer
gestellt, Reiseunkosten übernehme das Bistum und zum Essen werde er immer
eingeladen.(….)
Bischöfe, Jesus und der Papst preisen Armut. Sie predigen
von Armut. Sie lieben Armut.
Aber eben nur Armut bei anderen.
Die Bischöfe selbst nehmen die Last des Luxus auf sich,
plagen sich persönlich mit Reichtum, müssen in den Bistümern Milliarden
verwalten.
Nicht auszudenken, wenn die katholische Kirche nicht die reichste
Organisation der Erde wäre! Wie viele Millionen Menschen würden um ihre
gottgewollte selige Armut gebracht, zur Todsünde Völlerei verführt! Jeden Tag bliebe
Myriaden Kindern der schnelle segensreiche Aufstieg ins Himmelreich verwehrt,
wenn sie nicht verhungerten!
Kirchenaustritte sind nicht schön für EKD und RKK
Deutschland. Aber sie sind gemütlich zu verkraften, solange Bischöfe so
hervorragend bei den aktiven Parlamentariern lobbyieren, daß ihre Einnahmen
durch „Kirchensteuer“, Staatsdotationen, Steuerfreiheiten, persönliche Bezüge
und Griffe in die Sozialkassen nicht nur üppig sprudeln, sondern jedes Jahr
mehr anschwellen.
Aber so langsam werden selbst die ultrareichen deutschen
Bischöfe etwas nervös.
Sicher, sie haben in ihren „Bischöflichen Stühlen“ noch
Milliarden Euro gebunkert, auf die kein Finanzamt Zugriff hat. Ihre eigenen
Gehälter sind sicher.
Aber die raffgierigen Sex-Opfer der Soutanen-Sadisten
könnten ihnen demnächst etwas Geld abknöpfen.
[….] Vor dem Kölner
Landgericht hat ein Musterprozess gegen das Erzbistum begonnen: Ein Opfer
sexualisierter Gewalt verlangt Schadensersatz von der katholischen Kirche - und
eines möchte die ausdrücklich verhindern. [….] Die Aufgabe lautet: Wie
viel Schadenersatz steht Georg Menne zu, einem 62-jährigen Mann, der vor etwa
50 Jahren als Jugendlicher von seinem Priester mindestens 320 Mal missbraucht
und vergewaltigt wurde? Mennes Anwälte haben für das jahrzehntelange Leid ihres
Mandaten eine Summe von 725 000 Euro errechnet, plus 80 000 Euro für
künftige Schäden. Also 805 000 Euro. Das Erzbistum hält die Summe für zu
hoch, auch der Richter deutet Zweifel an: "Sechsstellig kann es werden,
aber eher im unteren Bereich." [….] Dennoch erringt Georg Menne -
einst Opfer, nun Kläger - einen Teilerfolg. Der Prozess hat begonnen - weil das
Erzbistum Köln, das den Fall seit Jahrzehnten kannte und offenbar vertuschte,
keine Verjährung reklamierte. Rein juristisch hätte die Erzdiözese das tun und
so wohl eine Menge Geld sparen können. Doch wie hätte das ausgesehen? Das
Erzbistum habe damit eine "moralische Bankrotterklärung" vermieden,
sagte der Bonner Kirchenrechtler Norbert Lüdecke dem WDR: Sonst wäre "das
Gerede von Transparenz, vollständiger Aufarbeitung, Anerkennung von Leid
endgültig als PR-Getue entlarvt" worden. [….] Kardinal will
das Schicksal von Georg Menne als singuläre Angelegenheit begriffen wissen. Das
deutet darauf hin, dass das Erzbistum einen Vergleich anstrebt - um ein
Musterurteil gegen die katholische Kirche in Deutschland zu vermeiden.
Opferanwalt Luetjohann hat
dafür am Dienstag seinen Preis benannt: Um per Vergleich und ohne Richterspruch
davon zu kommen, müsse Kölns Kardinal die Forderung seines Mandanten nach
805 000 Euro Schmerzensgeld erfüllen. "Dann geht das Erzbistum immer
noch als Sieger aus diesem Gerichtssaal," rief Luetjohann in den Raum,
"weil es kein Urteil gibt!"
Andernfalls jedoch könnte
der katholischen Kirche eine Welle weiterer Schmerzensgeldklagen drohen. Der
juristische Hebel dafür trägt den sperrigen Namen "Amtshaftung":
Verursacht zum Beispiel ein Staatsbeamter in Ausübung seines Amtes gegenüber
einem Dritten einen Schaden, haftet dafür zivilrechtlich nicht der Beamte
selbst, sondern der Dienstherr, also der Staat. Und das gilt auch für die
Kirche, machte Richter Singbartl deutlich: "Für uns steht außer Frage,
dass Amtshaftungsrecht anwendbar ist. Da sehen wir keine Diskussion."
[….]
Bei den Dagobert Ducks des deutschen Episkopats schrillen
die Alarmglocken.
Imageverlust, Kirchenaustritte sind das eine. Damit
können sie leben. Aber ihre schönen Millionen hergeben? Das ist fies!
Katholisch.de kritisiert Woelki bereits dafür, im oben
genannten Fall auf die Einrede der Verjährung zu verzichten. Das könnte
furchtbar teuer werden! Die schönen Millionen sollten doch lieber bei den
Tätern, statt den doofen Opfern verbleiben. Dann bliebe den Opfern wenigstens
der Segen der göttlichen Armut.
[….] In dem konkreten Fall
geht es um insgesamt 805.000 Euro, die der Kläger verlangt. Selbst für das wohlhabende
Erzbistum Köln eine stattliche Summe, wenngleich zu stemmen. Was passiert nun
aber, wenn sich eine deutlich ärmere Diözese – etwa ein Diasporabistum in
Ostdeutschland – einer ähnlich hohen Schmerzensgeld-Forderung gegenübersieht?
Die Antwort ist klar: Das könnte den Bankrott bedeuten. [….] Und noch eins ist klar: Sollte in mehr als
einem Fall Missbrauchsbetroffenen deutlich höhere Summen zugesprochen werden,
als es aktuell durch die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen
geschieht, gehört das System noch einmal auf den Prüfstand. [….]
Ich komme wirklich noch aus einer Zeit, als man kleinen
Jungs einbläute, nicht „wie ein Mädchen zu weinen.“
Das war natürlich auch noch die Zeit, als Kind in
Ermangelung von Computern, Spiele-Konsolen und Klugtelefonen, draußen spielte. In
Teiche sprang, auf Bäume kletterte. Ohne Helm Fahrrad fuhr und sogar ohne
Elterntaxi in die Schule gelangte.
Gelegentlich kollidierten die eigene Feinmotorik mit der
Gravitation, so daß man sich mit einem blutigen Knie auf dem Boden der Tatsachen
wiederfand. Man hörte dann wenig woke Sinnsprüche wie „ein Indianer kennt
keinen Schmerz“, gab sich als Junge große Mühe nicht zu weinen. Obwohl ich mich
nicht als übermäßig mutig betrachte und sicher nicht zu den körperbetonten
Raufbolden gehörte, weinte ich kaum. Vermutlich, weil ich ein eher stilles Kind
war, das nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen mochte.
Als an eigenartigen Körperregionen Haare wuchsen, sich
unsere Stimmen veränderten und wir in der BRAVO nachlasen, welche sexuellen
Aktivitäten wir bei welcher Gelegenheit zu leisten hatten, wurde dieses Rollenverständnis
bereits gebrochen. Kaum hatte man den ersten Bartflaum auf der Oberlippe, galt
Sensibilität als Jungs-Qualität. Jungs durften auch Mädchensachen machen.
Als wir 1984 Herbert Grönemeyers Superhit „Wann ist Mann
ein Mann“ nicht entkommen konnten, weil er alle drei Minuten im Radio gespielt
wurde, mokierten wir uns bereits über die in seinem Text thematisierten
Geschlechter-Stereotypen. Natürlich durften und sollten und konnten Männer
weinen, ohne deshalb als unmännlich verachtet zu werden.
In meinen 20ern und 30ern schien in meinem Umfeld der
Geschlechterkampf zu ruhen. Selbstverständlich konnten Frauen all das, was auch
Männer taten. Selbstverständlich zeigte Mann seine Gefühle. Selbstverständlich
war man im Alltag, in einer Beziehung, beim Sex, im Beruf gleichberechtigt.
Ich fühlte mich ohnehin nie als Klischee-Mann, weil meine
Mutter auch keine Klischee-Mutter war. Waschen, bügeln, Knöpfe annähen waren
ganz selbstverständlich schon als Kind meine Aufgaben. Mit 18 allein zu wohnen,
war daher unproblematisch. Ich war vorher schon viele Jahre im Haushalt
unabhängig.
Vielleicht war ich metrosexuell, bevor das Wort erfunden
wurde.
Nur eins lag mir gar nicht: Die Heulerei.
Zufall, Erziehung, Gene, Mode – ich weiß nicht wieso
genau, aber ich bin nun mal nicht nah am Wasser gebaut. Ich erinnere mich daran,
als Teenager vor lauter Rührung bei den WALTONS mal eine Träne verdrückt zu
haben. Aber auch da stumpfte ich ab.
Ich weiß auch nicht, wieso sich das Männerbild irgendwann
wieder drehte, weshalb sich Teenagerinnen auf einmal wieder nach einer
Hausfrauen-Existenz sehnten und sich einen starken Mann wünschten, der sie
beschützt.
[….] Heute allerdings zeigt
sich dieses Genre reaktionärer denn je. Als hätte es sich vorgenommen, alle
möglichen Varianten davon durchzuspielen, wie Männer ganz selbstverständlich
über Frauen verfügen. Die männlichen Kandidaten
bezeichnen sich, ohne lachen zu müssen, als "Wölfe" oder
"Adler" und verkünden, sie müssten "jagen" und
"beißen", Frauen natürlich, beziehungsweise: "Beute".
Zum Beispiel in
"Paradise Hotel", einem neuen Format der RTL-betriebenen
Streamingseite TV Now (das eigentlich ein uraltes ist, eine Ramschversion von
"Love Island" nämlich): Singles, die permanent Willigkeitserklärungen
abgeben, werden darin in eine Sammelunterkunft an fernen Gestaden verschifft
und müssen sich immer wieder neu verpaaren (idealerweise auch im körperlichen
Sinn), um nicht aus der Sendung zu fliegen.
Ständig wird neues
Menschenmaterial nachgeschossen. Die männlichen Kandidaten sind
testosterondampfende Schnellkochtöpfe, so etwa stellt man sich die
Abschlussklasse der sonderbaren Alpha-Akademie vor, die der Rapper Kollegah
betreibt: Sie bezeichnen sich, ohne lachen zu müssen, als "Wölfe"
oder "Adler" und verkünden, sie müssten "jagen" und
"beißen", Frauen natürlich, beziehungsweise: "Beute".
"Hey, wo ist Linda,
die Fotze?", fragt Mario, der "crazy Surferboy mit Gute-Laune-Potenzial"
(RTL), und die anderen lachen, denn Linda hat sich das schließlich selbst
zuzuschreiben: Sie hatte den anderen Frauen geraten, mit Rücksicht auf eine
spätere bürgerliche Berufswahl eventuell nicht unbedingt vor der Kamera Sex zu
haben, und so die Männer gegen sich aufgebracht. Denn natürlich soll bei
"Paradise Hotel" auch Sex gezeigt werden, zumindest schummrige
Aufnahmen einer Bettdecke, die rhythmische Beulen schlägt. Das kann man
geschmacklos finden, aber es wäre nicht weiter verwerflich, wenn es
einvernehmlich geschähe.
Eine Grenze, die bei
"Paradise Hotel" schon in der Anfangsfolge überschritten wird: Aaron
und Jacqueline steigen ins ihnen zugewiesene gemeinsame Bett, schnell wird
klar: Sie hat zwar den ganzen Abend mit ihm geflirtet, will aber keinen Sex.
Sie sagt "Nein", er fragt "Wieso?" und rückt noch näher
ran, sie sagt noch mal "Nein", dann noch mal und noch mal, und er
sagt: "Ich schwör, ich geb gleich auf, aber dann hast du keine Chance
mehr" (und gibt natürlich nicht auf). Dieses ständige Bedrängen,
Betatschen und -quatschen nennt Aaron in ekligstem Pick-up-Artist-Sprech:
"Ich habe versucht, sie zu knacken." Und wertet Jacqueline am
nächsten Tag vor den anderen als "nicht fuckable", nicht fickbar
also, ab.[….]
(Anja Rützel, 16.08.2019)
Ich bin zu alt dazu, um das erklären zu können. Ich bin
kein Zeitgeist-Analytiker. Kein Soziologe. Ich weiß einfach nicht, wie es
passieren konnte, daß sich Männer und Frauen wieder auf eine
Ungleichberechtigung einpendeln konnten. Ich weiß auch nicht, was ich schlimmer
finde: Jung-Machos, die ganz selbstverständlich erklären, Frauen überlegen zu
sein. Oder aber Frauen, die genau das erwarten, den schlimmsten Alphas
hinterherrennen und die vermeidlich verweichlichen Männer ohne Muskeln
verachten. Frauen, die gar nicht hinterfragen, daß sie in der Familie
selbstverständlich die Rolle der Putzfrau und Köchin übernehmen. Oder ausgewachsene
Twens, die noch nie eine Waschmaschine bedient haben, weil ihnen nach wie vor
Muttern alles hinterher trägt.
Ich mutmaße, es hat etwas mit dem nivellierenden Effekt
der sozialen Medien zu tun, der durch die höllischen Dumm-Telefone die Digital
Natives manipuliert.
Mit dem modernen Muskelmann, der sich ein Leben als
Privatdiktator in einem zweieinhalb-Zimmer Neubau erträumt, in dem sein
Weibchen das Essen auf den Tisch zu stellen hat, wenn Pascha nach Hause kommt,
habe ich keine Gemeinsamkeit. Will ich auch nicht haben.
Bis auf die eine Sache eben: Ich heule nach wie vor nicht
und mokiere mich ehrlich gesagt selbst ein bißchen, wenn ich haarige Hipster
mit Manbun in emotionaler Auflösung sehe.
Natürlich dürfen auch die Männer von 2022 weinen, aber
mir ist unklar, wieso das so öffentlich zelebriert wird.
Wann immer ich mal zufällig doch in eine Casting-, Trash-
oder Quizshow zappe, versehentlich beim Sport lande, sehe ich junge Typen, die
sich womöglich eben erst in der Sendung kennenlernten, dann getrennt werden,
weil einer verloren hat/rausgewählt wurde/die Antwort nicht wußte und schon
liegen sie sich flennend in den Armen.
Es lag sicher am Zufall meines Geburtsjahres und meines
Geburtsortes, aber ich wuchs a) ohne diesen haptischen Bezug zu anderen Männern
auf und b) breche ich nicht in Tränen aus, weil ich irgendein Spiel verloren
habe.
Öffentliches Heulen ist für mich immer noch, ein eher
unangenehm zu beobachtender Kontrollverlust. Ich empfinde coram publico zu
weinen, nicht als Schwäche. Zu seinen Schwächen zu stehen, ist stark. Mich
stört eher die emotionale Zumutung gegenüber anderen.
Helmut Kohl beispielsweise war gelegentlich so gerührt
von seiner eigenen Bedeutung, daß ihm öffentlich die Tränen über die wulstigen
Wangen kullerten. Das wurde ihm stets hoch angerechnet. Als Zeichen seiner
Menschlichkeit gewürdigt.
Ich empfinde es aber eher als Distanzlosigkeit und habe
im Amt des Bundeskanzlers lieber einen Olaf Scholz, dem seine eigene Person
nicht so wichtig ist, daß er einem Millionenpublikum ausführlich seine
Angefasstheit demonstriert.
Es scheint sich sogar zu einer Art Signature Move
besonders intoleranter, konservativer Mächtiger zu entwickeln, öffentlich zu
heulen.
Trump ist eine Heulsuse. Ihm laufen zwar keine Tränen
über das geschminkte Gesicht, weil dadurch die orange Farbe abgewaschen würde,
aber es lässt sich nahezu ausschließlich von seiner eigenen Eitelkeit und
Verletzlichkeit leiten. Er fühlt sich immer als Opfer und fordert Mitleid ein.
Einigermaßen absurd auch der Papst, der als Vizegott doch
Fachmann für Leiden aller Art sein sollte, nur leider kein Mitgefühl für die
Myriaden Kinder aufbringen kann, die von seinen Geistlichen missbraucht und
gequält werden, heult nun auf großer Bühne.
[….] Anlässlich eines
Feiertags betete Papst Franziskus am Donnerstag öffentlich in Rom. Als er die
Ukraine in die Fürbitte einschließen will, beginnt er zu weinen und kann lange
nicht weitersprechen. [….]
Was soll das? Gesteht er damit
ein, daß seine Gebete sinn- und wirkungslos sind? Daß die Seelen der Ermordeten
doch nicht glücklich im Himmel landen? Daß Gott, der sowas zulässt, ein Sadist
ist?
Noch abstoßender wirkte gestern
Ultra-MAGA Vicky Hartzler, US-Kongressabgeordnete aus Missouri, die bei der
Abstimmung über den Schutz von gleichgeschlechtlichen und gemischtrassigen Ehen
(Respect for Marriage Act) in Tränen ausbrach, als sie sich nur vorstellte, Frauen
dürften Frauen, Männer könnten Männer oder Schwarze gar Weiße heiraten.
Crying over gay people’s ability to
marry is a reminder that tears aren’t always an expression of vulnerability.
Sometimes, they’re meant to wield power.
Aus meiner
Perspektive wirken Konservative nahezu einheitlich unsympathisch.
Seehofer, Schäuble,
Merz, von der Leyen, Bosbach – mit keinem von denen möchte ich privat etwas zu
tun haben.
Das ist wenig überraschend und höchstwahrscheinlich empfinden
Rechte umgekehrt genauso, wenn es um SPD-Größen geht.
Ich werde aber immer hellhörig, wenn Journalisten aus
Hintergrundgesprächen durchblicken lassen, wie es in den eigenen Reihen
aussieht. Talkshow-König Wolfgang Bosbach wird von den Deutschen
geliebt, weil er so oft im Fernsehen ist, daß ihn alle kennen. Zudem wird er
von einem journalistischen Narrativ umwoben, das ihn als Klartext-Mann
hochlobt. Bosbachs Trick, um seine harten Ansagen zu produzieren: Er lügt
wie gedruckt. Aber im seichten Talkshow-Format wird er
nicht mit seinen Falschaussagen konfrontiert. Er übernahm nie ein Regierungsamt
und beschränkte sich darauf, im TV zu nörgeln. Wenn man genau zwischen den
Zeilen liest, merkt man; innerhalb der Unionsfraktion wird er für seine
arrogante Besserwisserei herzlich verachtet. Manchmal lässt sich das nicht mehr
verheimlichen.
[….] Von seinen Freunden
wird der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach dafür gerühmt, dass er nicht nur vor
laufenden Kameras, sondern auch in der Fraktion und in den Gremiensitzungen
seine Meinung vertritt. Auf dem Höhepunkt der Eurokrise im Spätsommer 2011 kam
es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Bosbach und dem damaligen
Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU). Die nordrhein-westfälische
CDU-Landesgruppe traf sich in der Berliner Repräsentanz des Landes, um über den
Euro-Rettungsschirm EFSF zu beraten. Bei der Frage, wer gegen den
Rettungsschirm stimmen werde, meldete sich auch der damals noch neue
Abgeordnete Carsten Linnemann, der heute der Unionsmittelstandsvereinigung
vorsitzt. Pofalla der zwei Plätze von Linnemann entfernt saß, fragte, ob dieser
in der Nacht noch Nachhilfe benötige.
Bosbach sprang dem jüngeren
Kollegen zur Seite und kritisierte Pofallas drohenden Tonfall, dies sei nicht
die "feine englische Art". Kurz darauf war die Sitzung der
CDU-Parlamentarier beendet. Pofalla und Bosbach trafen beim Herausgehen
aufeinander. Pofalla raunzte Bosbach an: "Ich kann deine Fresse nicht mehr
sehen." Dann eilte Pofalla weiter,
drehte sich noch einmal um setzte nach: "Du machst mit deiner Scheiße alle
Leute verrückt." Bosbach wiederum, der von dieser Verbal-Attacke völlig
überrascht war, ging Pofalla hinterher und verteidigte sich. Der Streit, den
viele Abgeordnete mithörten, hatte sich mittlerweile auf die Straße verlagert,
wo die Dienstlimousinen warteten: "Ronald, guck bitte
mal ins Grundgesetz, das ist für mich eine Gewissensfrage", argumentierte
Bosbach. Pofalla wurde noch einmal ausfällig, bevor er in den Wagen stieg:
"Lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe", sagte er. [….]
(RP, 23.08.2016)
Einige Unions-Größen wie Seehofer oder Schäuble, werden von
ihrer Partei allgemein gemocht, als „alte Hasen“ zutiefst respektiert.
Anders sieht es aber aus, wenn man die engeren
Mitarbeiter Wolfgang Schäubles befragt. Der Mann scheint privat sagenhaft unsympathisch
zu sein, wird von seinen Untergebenen bestenfalls gefürchtet, vielfach für seinen sadistischen Umgangston gehasst. Und auch Schäuble
lügt wie gedruckt. Er ist derart ungehobelt und
unsolidarisch, daß er Mitarbeiter coram publico erniedrigt.
[….] Minister Gnadenlos
Wolfgang Schäuble ist hart
zu sich selbst - und zu seinen Mitarbeitern. Mit der öffentlichen Demütigung
seines Sprechers aber ging er zu weit, nun hat Pressemann Michael Offer seinen
Job hingeworfen. Zurück bleibt ein Minister, dessen Amtsführung immer mehr in
Frage steht, auch in den eigenen Reihen. [….]
Bei Horst Seehofer zog es weitere
Kreise. Mir ist nicht bekannt, ob er von seinen Sekretärinnen, Fahrern oder
Assistenten besonders geschätzt wurde. Sicher ist aber, daß er seinen Sadismus
gegenüber anderen CSU-Größen nie zügeln konnte und immer wieder mit äußerster
Perfidie seine eigenen Minister quälte. Der Mann ist ein echter Widerling. Seehofer ist ganz offensichtlich nicht voll
zurechnungsfähig. Er ist ein Soziopath und als solcher ein psychiatrischer Fall.
Über Friedrich Merz
gibt es hingegen gelegentlich politischen Unmut aus seiner eigenen Partei, weil
er „zu wenig liefert“. Ich habe aber bisher noch nie wahrgenommen, daß er
innerhalb der CDU persönlich nicht gemocht wird.
Noch ein anderer Fall ist Ursula von der Leyen, die zwar
in der Öffentlichkeit stets bekannt war und über ansehnliche Beliebtheitswerte
verfügte, aber sowohl in der Partei allgemein, als auch unter ihren
Ministerkollegen gehasst wird, wie die Pest. Sie hätte nie eine Chance gehabt,
es zur CDU-Chefin oder Bundeskanzlerin zu bringen, auch wenn sie selbst und
interessierte Kreise sie gern dazu hochschrieben. Aber ihre Profilierungssucht
zu Ungunsten ihres Umfeldes ist derart ausgeprägt, daß selbst den
amoralischsten Konservativen schwant, wie unmöglich eine Zusammenarbeit mit
einer Frau ist, die ausschließlich danach trachtet, selbst im besten Licht
dazustehen und ungerührt die Köpfe anderer für ihre ureigenen Fehler rollen
lässt. Auch Angela Merkel scheiterte an der zutiefst unangenehmen
Niedersächsin, wußte sich nie anders zu helfen, als sie wegzuloben. Zunächst
auf den Schleudersitz der Verteidigungsministerin – in der Hoffnung, von der
Leyen möge sich dort selbst ins Aus schießen. Tatsächlich versagte sie auf der
Hardthöhe, wie kaum ein Amtsvorgänger zuvor, bliebt aber hartnäckig trotz aller
Skandale, die sie ungerührt ihren Mitarbeitern in die Schuhe schob, an ihrem
Sessel kleben. Am Ende blieb Merkel nur noch übrig, sich nach Brüssel zu
entsorgen.
Einen Sonderfall bildet der US-Senator Ted Cruz, der womöglich
der einzige Rechte ist, von dem es quer durch alle politischen Ebenen und
entlang des gesamten Spektrums eine homogene Ansicht gibt: Jeder verabscheut
ihn persönlich. Linke, Rechte, Texaner, Washingtoner, Parteifreunde,
Parteigegner. Seinen Kollegen, seinen Mitarbeiter dreht sich ebenso der Magen
um, wie ehemaligen Mitschülern und Kommilitonen.
[….] As
Ted Cruz has risen to become Donald Trump's main rival in the Republican
primary, it's become clear just how deeply much of the party's Washington
establishment loathes him — to the point where many have still refused to
endorse Cruz, and some say they'd even prefer Trump to Cruz as a nominee.Indeed, while speaking at Stanford on
Wednesday, former Speaker of the House John Boehner referred to Cruz as
"Lucifer in the flesh," according to the Stanford Daily. He
added: "I have Democrat friends and Republican friends. I get along with
almost everyone, but I have never worked with a more miserable son of a bitch
in my life." So what has Cruz done to earn this hatred?
Several great articles have collected anecdotes shedding light on this — for
instance, from the Atlantic's Molly Ball and Mother Jones's Tim Murphy and
David Corn. They make clear that part of this dynamic is a personal one: A lot
of people who work closely with Cruz are just truly repelled by him.But the issue is broader than that — at
heart, Ted Cruz is so loathed by Republicans because he's not a team player.
And not only is he not a team player, but he instead constantly positions
himself as working against the Republican team in general and his Senate colleagues
in particular. [….]
Wie illoyal und verlogen er ist, zeigte Cruz beispielweise
im Februar 2021, als während einer Kältewelle in Texas bei Millionen Haushalten
aufgrund der katastrophalen GOP-Energiepolitik der Strom ausfiel. Der
zuständige Senator floh, statt zu helfen, ins sonnige Cancún. Als er dabei
erwischt wurde, machte er es schlimmer, indem er nicht nur über seine Reisegründe log,
sondern statt Verantwortung zu übernehmen, die Schuld auch noch seinen minderjährigen
Töchtern in die Schuhe schob.
Geriete Ted Cruz auf einem Kreuzfahrschiff in Seenot,
wäre er sicherlich derjenige, der zuerst in das Rettungsboot stürmt, um dort
Kinder und Frauen ins Meer zu schubsten.
Im Gegensatz zu Wolfgang Bosbach, dessen ultrakonservative
Tochter ihn in den Medien eifrig unterstützt, wird Cruz aber offenbar auch von
seiner eigenen Familie verachtet.
Legendär die Beleidigungen Trumps, der im 2016ner
Wahlkampf Cruz‘ Ehefrau Heidi als „ugly“ verspottete und seinen Vater Rafael mit
dem Mord an John F. Kennedy in Verbindung brachte, woraufhin „Lyin‘ Ted“ Trumps
eifrigster Speichellecker wurde und ihn nach 06.01.2021 vehement verteidigte.
Auch seine Töchter Caroline und Catherine scheinen ihren
berühmten Vater bereits zu verachten.
Jeder kennt die Bilder, wie sie sich schon als kleine
Mädchen öffentlich gegen die Übergriffe ihres Erzeugers wehrte, als er sie zu
Wahlkampfzwecken missbrauchen will.
[….] Caroline, die Tochter
von US-Senator Ted Cruz, hat sich Berichten zufolge in den sozialen Medien als
bisexuell geoutet und sich zugleich von den rechten politischen Ansichten ihres
Vaters distanziert.
Caroline Cruz weiss, wie
man sich Feind*innen in der eigenen Familie macht. In einem auf TikTok
geposteten Video warf sie ihren Eltern vor, ein Foto für die
Familienweihnachtskarte digital verändert zu haben, um ihre Kleidung
konservativer aussehen zu lassen.
«Viele Leute beurteilen
mich auf den ersten Blick nach ihm», erklärte die 13-Jährige bereits gegen
Jahresende. «Aber ich stimme den meisten seiner Ansichten wirklich nicht zu.»
[….]
Da ich nicht so moralisch verkommen bin, wie Ted Cruz,
werde ich nicht auf dem Rücken einer offensichtlich verzweifelten 14-Jährigen, höhnische
Bemerkungen machen, wie es ihr Vater zu tun pflegt, wenn andere mit familiären
Tragödien konfrontiert werden.
Als vor wenigen Wochen der 82-Jährige Ehemann von Nancy
Pelosi von einem fanatischen GOP-Anhänger schwer verletzt wurde, amüsierten
sich die Republikaner darüber.
Als erster stürzte sich Ted Cruz auf den mit dem Tode
ringende Paul Pelosi.
[….]Sen
Ted Cruz seemed to be amplifying misinformation about the man suspected of
attacking Nancy Pelosi’s husband after he’d earlier condemned the incident as
“horrific”.
On Friday, hours after learning that Paul
Pelosi, 82, had been “violently assaulted” in the San Francisco home that he
shares with the House speaker, who was in Washington DC at the time of the
attack, the Texas senator tweeted out a message that said he and his wife Heidi
were praying for the Pelosi family. [….] The
Republican lawmaker then made an about-face on those earlier sympathies
extended to his Democratic colleague, as by Monday he began posting tweets from
unreliable sources that seemed to promote falsehoods and innuendo about the
suspected attacker, 42-year-old David DePape. In one of the posts, Sen Cruz had
reshared a screenshot from alt-right activist Matt Walsh, in which he pushed
back against the information that has been widely reported from reliable news
outlets that Mr DePape had recently become engaged in posting on far-right
political blogs. [….]
Besonders brutal sprang das Schicksal mit Joe Biden um.
1973 geriet seine Frau Neila mit ihren drei kleinen
Kindern Hunter, Beau und Naomi in eine Verkehrsunfall. Nur die beiden Söhne überlebten
schwer verletzt. Tochter und Frau musste Biden begraben. Sohn Beau starb 2015
an einem Hirntumor. Der einzig verbliebene Sohn Hunter wurde suchtkrank und
leidet bis heute. Kürzlich tauchten geleakte Nacktbilder auf, um den psychisch
Angeschlagenen weiter zu demütigen. An vorderster Front dabei natürlich wieder
Ted Cruz, der die Penis-Bilder des unglücklichen Hunters genüßlich über Twitter
weiterverbreitete, um sich über das Opfer lustig zu machen.
[….] NEW
LOW: [….] Senator Ted Cruz, on
the day after Elon Musk giddily released information about Twitter’s content
moderation processes, took it upon himself to publicly post nude photos of the
current president’s son.
President Joe Biden has never denied that his
son, Hunter, has struggled with addiction and other issues that are often
associated with it. Instead, he’s called for compassion, expressed his love and
support for his child, and in leaked messages, we’ve seen him urging his son to
get help.
Republicans, however, prefer to go for the
salacious and have produced a photo that was allegedly found on the laptop that
they say is Hunter’s, although their atrociously lax chain of custody makes it
unlikely the public will ever know the truth of the real contents.
In this photo, the subject — reportedly Hunter
— is lighting a pipe, lying nude on a couch, with genitals visible in the shot.
It’s hardly a surprise that a tabloid or the
lowest of political operatives would be happy to publish this as an attack on
the president (although the tabloid, at least, would probably censor it), but
in this case, a sitting U.S. Senator seems to have decided it would be an
appropriate thing to share on his Twitter timeline.
The screenshot shared below is censored; in the
version that Senator Cruz posted there was no black rectangle, only light
blurring, but still very clearly a genital image. [….]
Man kann also versichert sein: Hätte sich die kleine Tochter
eines demokratischen Top-Politikers versucht umzubringen, wäre Ted Cruz der
Erste, der höhnisch Salz in die Wunden riebe.
Die Welt der international Sport-Großereignisse;
insbesondere die Welt ihrer Funktionärs-Eliten, war in den letzten Wochen
wahrlich nicht arm an Irrsinn.
Ich gebe mir akribisch Mühe, alle entsprechenden
Meldungen zu ignorieren; die Nachrichten gleich abzuschalten, wenn der Sportteil
kommt. Die elende Larmoyanz, die in allen Medien über das Ausscheiden der deutschen
Bällchentreter mitschwingt. Also ob es naturgegeben wäre, immer zu gewinnen.
Was ist denn mit „dabei sein ist alles“ geworden?
Am meisten ärgere ich mich, daß es Namen wie „Hansi Flick“
oder „Oliver Bierhoff“ bis in meine Großhirnrinde geschafft haben und dort nun
Platz besetzen, den ich lieber mit wichtigeren Informationen gefüllt hätte. Man
entgeht dem Mist nicht, weil Tagesschau, Spiegel und Süddeutsche Zeitung, genau
wie BILD und RTL meinen, es wäre relevant, ihre Leserschaft über die Welt der Ballspielmillionäre
aufzuklären.
Heute wartete die Mopo-Titelseite mit einer
Sportfunktionärsmeldung auf, die den Irrsinn ins Quadrat setzte.
Offenbar denkt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) daran,
sich zum 100. Jubiläum der Nazi-Spiele von Adolf Hitler 1936, für die Olympischen
Spiele zu bewerben. Mutmaßlicher Austragungsort: Hamburg. „Hamburg 2036“
[….]Jetzt will es der DOSB noch mal wissen:
Bis Ende 2023 will er entscheiden, ob und mit welchen Städten sich Deutschland
für die Olympischen und Paralympischen Spiele in 2036 oder 2040 bewerben
könnte. 2024 würde dann die Bevölkerung über die Bewerbung abstimmen. Einer der
möglichen Kandidaten: Hamburg. [….]
Diese hochkommerzialisierten Dopingfestspiele der
ultrakorrupten IOC und FIFA sind out.
[….] Desinteresse und
Boykottstimmung in Deutschland: Etwa 50 Prozent weniger TV-Zuschauer bei der
Katar-WM.
Keine anderen
Fernsehsendungen sind in Deutschland so beliebt wie Liveübertragungen von
großen Fußballturnieren. Doch die WM in Katar sorgt für einen beispiellosen
Quoteneinbruch.[….]
Die 2021 abgehaltenen Olympischen Sommerspiele von Tokio 2020 haben gezeigt, wie
solche Mega-Veranstaltungen im Zeitalter der Pandemien ablaufen: Verzögerungen,
Absagen, Verschiebungen. Ausschluss von Zuschauern, Gespenster-Sport vor leeren
Rängen (wie jetzt auch vielfach in Katar). Ausgesperrtes Volk,
Friedhofsstimmung.
3.)
Moderne Olympische Spiele sind immer ein finanzielles
Desaster für den Ausrichter. Nur die IOC-Funktionäre stopfen sich die Taschen voll.
Ich habe nicht den Eindruck, daß Deutschland nach Krieg, Pandemie und
Energiekrise, ein paar Dutzend Milliarden an Sportfunktionäre zu verschenken
hat. Mit fallen da ein paar etwas wichtigere Möglichkeiten ein, um Geld
auszugeben: Klimawandel. Energiewende. Hunger in der Welt. Infrastruktur.
Wiederaufbau Ukraine. Zum Beispiel.
4.)
Wenn es eins gibt, von dem wir in Hamburg mehr als genug
haben, dann sind es Stau und Großbaustellen. Die Stadt steht ohnehin schon still,
weil alle drei Meter Tiefbauarbeiten stattfinden.
[….] Hamburg ist neben
Wiesbaden die Stadt in Deutschland, bei der der motorisierte Straßenverkehr am
längsten im Stau steht. Das ist das Ergebnis des "TomTom Traffic
Index" für 2021, für den die Daten aus 27 deutschen Städten ausgewertet
wurden. [….]
Und nun sollen zusätzlich noch Dutzende
Mega-Wettkampfstätten und ein Olympisches Dorf gebaut werden?
5.)
Abgesehen von den Kosten: Es gibt in ganz Deutschland
keine Kapazitäten in der Bauwirtschaft. Alle Gewerke leiden unter drastischem
Fachkräfte- und Materialmangel.
[….] Die Bundesregierung
scheitert nach Einschätzung der Bauwirtschaft mit ihrem Versprechen von 400.000
neuen Wohnungen im Jahr. "Es droht ein Absturz
mit Ansage, die Regierung wird ihr Wohnungsziel krachend verfehlen", sagte
der Präsident des Gesamtverbands der deutschen Wohnungswirtschaft, Axel
Gedaschko, der "Bild". Bauherren müssten demnach bis zu 60 Prozent
mehr Miete verlangen als vor zwei Jahren. Konkret rechnet Gedaschko
in diesem Jahr mit rund 250.000 neugebauten Wohnungen. Für 2023 sagt er 200.000
voraus und für "2024 dann noch weniger". [….]
Selbst wenn wie durch ein Wunder hunderttausende
Bauarbeiter und Handwerker vom Himmel fielen und mit ihnen Millionen Tonnen
preisgünstiges Baumaterial, hätte nicht nur der Wohnungsbau Priorität vor olympischen
Luftpistolen-Schießanlagen, sondern es wartet auch noch die Megaaufgabe „energetische
Sanierung“. Millionen Altbauten müssen gedämmt, mit anderen Heizungen versehen
und mit neuen Fenstern bestückt werden.
7.)
Die Hamburger wollen keine Olympischen Spiele in ihrer
Stadt! Am 29.11.2015 holten sich DOSB und Senat schon einmal eine blutige Nase,
als unter deutlich günstigeren, vorpandemischen und Vorkrisen-Zeiten, 52% der Hamburger „NOLYMPIA“ sagten.
8.)
Olympische Spiele sind in demokratischen Staaten ohnehin
kaum noch denkbar, weil sie finanzielle und ökologische Desaster sind.
Das haben die Bürger längst begriffen und verhindern den
Irrsinn – sofern sie gefragt werden. Mit 54% lehnten die Bayern 2013 eine
Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 in Garmisch-Patenkirchen ab.
(….) Die Olympischen Spiele
werden in Wahrheit gar nicht vermisst.
Wer nicht gerade selbst
Sportler ist, oder in irgendeiner Form finanziell von Sportveranstaltungen
lebt, kann durchaus auf das milliardenschwere Pharma-Spektakel verzichten. Im Gegenteil, der
Bombast-Kommerz ist sogar so unbeliebt, daß das IOC so gut wie keine Chancen
mehr hat die Spiele an demokratisch regierte Länderzu vergeben. Wann immer das Volk auch etwas
dazu sagen darf, heißt es ‚NEIN DANKE‘!
Hamburg, Oslo,
München/Garmisch, Graubünden 2026, Boston, Innsbruck 2026 – überall holten sich
die Bewerber und das IOC blutige Nasen vom Wahlvolk.
Ein so ökologisch wahnsinniges
und extrem überteuertes Korruptionsprojekt kann man nur noch durchführen, wenn
wie in Sotchi oder Peking per order di mufti entschieden wird und die Bewohner
der fraglichen Orte nichts zu melden haben.
Selbst im obrigkeitshörigen
Japan sinkt die Begeisterung für die auf den 23.Juli 2021 verschobenen Spiele
dramatisch. Allein die Verschiebung um ein Jahr kostet sechs Milliarden Euro. (….)
Ohne Bürgerbeteiligung wird sich der DOSB
glücklicherweise keine Vorstöße mehr leisten.
Nach den krachend gescheiterten Bewerbungen von Berlin,
München und Hamburg bin ich zuversichtlich, daß sich die Sportfunktionäre
wieder ein gewaltiges NJET holen werden, sollten sie uns Hamburger 2024 zu so
einem Vorhaben befragen.
Natürlich frage ich mich, wieso ausgerechnet der
Hamburger Landesverband der Grünen eine derartige Vollkatastrophe ist. Wieso
sind die Elb-Ökos derartig rechts, daß sie ähnlich wie im Saarland und Baden
Württemberg, zu einem regelrechten CDU-Fanclub mutierten?
Es gibt sicher nicht die eine einleuchtende Erklärung,
sondern ein Bündel von Faktoren.
Zum Teil liegt das an der extrem wohlhabenden Grünen
Wählerschaft in BW und HH. Ihre Wähler fahren SUVs und wohnen in
Vorstadtvillen. Politik für „kleine Leute“, für Minderheiten, für finanziell
Schwache; kurzum ROT-grüne Politik; kommt da nicht gut an. Das sind Olivgrüne,
die der Partei in beiden Bundesländern weit überdurchschnittliche Ergebnisse
bescheren. Das enorme Chaos in den Grünen Bezirksfraktionen erklären Spitzengrüne
gern mit eben diesem Erfolg. Dadurch wurden so viele Abgeordnete in die
Parlamente gewählt, daß die Listen bis ganz hinten griffen. Es kamen Kandidaten
zum Zug, die nie damit rechneten tatsächlich Politiker zu werden.
Da sind aber auch zwei erzkonservative Landesvorsitzende –
Katharina Fegebank und Anna Gallina. Erstere schwärmte für die skandalumwobene
Beust-CDU, in der Dutzende CDU-Politiker Ärger mit der Staatsanwaltschafthatten.
Letztere ist – ausgerechnet als Justizsenatorin – selbst Gegenstand von gleich
zwei staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Die Personalie Gallina verwundert nicht
nur wegen der peinlichen Ermittlungen gegen ihren Ex-Lebenspartner. Sie erstaunt
auch, weil sie Jura-Laiin ist und als mit Abstand schlechteste Hamburger Senatorin
gilt. Der Unwille der Grünen-Chefetage, sich von Gallina zu trennen, verblüfft
zudem, weil sie mit einer so abstoßenden Persönlichkeit gesegnet ist, daß
selbst Parteifreunde sich weigern mit ihr zusammen zu arbeiten. Jeder erinnert
sich schaudernd an den Abgang ihrer eigenen grünen Stadträtin.
(….) Der drastischste Fall von Senatoren-Unfähigkeit ist sicherlich Anna
Gallina; jene Jura-Laiin, gegen die schon zwei staatsanwaltliche
Ermittlungsverfahren liefen (eins davon eingestellt), die aber dennoch
ausgerechnet Justizsenatorin wurde. Die Grünen wagten es nicht, ihr diesen Wunsch abzuschlagen, da sie von 2015
bis 2021 Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Hamburg und somit die mächtigste
Grüne war.
Das noch laufende Ermittlungsverfahren richtet sich in erster Linie gegen
Gallinas Ex-Freund und Vater ihres Kindes, Michael Osterburg, der während
seiner Partnerschaft mit der Grünen-Chefin als Fraktionsvorsitzender der Grünen
Bezirksfraktion in Hamburg Mitte 68.000 Euro veruntreut hatte und die privaten Hummer-Sausen des Paares mit
Fraktionsgeldern bezahlte. Die nahezu wöchentlichen neuen Gallina-Skandälchen
werden von den Grünen devot und still akzeptiert.
[…..]Erst Flüchtlinge retten, dann Hummer schlemmen?
[…..]Bewirtungsanlass Flüchtlingsrettung - wird ein luxuriöses Hummer-Dinner
auf Malta Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) zum Verhängnis? Die
Hamburger Staatsanwaltschaft ist bei ihren Spesen-Ermittlungen gegen den
Ex-Lebensgefährten der Senatorin auf Belege gestoßen, die Gallina weiter in
Bedrängnis bringen können. […..]Michael Osterburg, ehemaliger Fraktionschef
der Grünen in Mitte, soll Gelder in Höhe von 67.900 Euro veruntreut haben.
Inzwischen ist die Zahl der Belege, die die Staatsanwaltschaft überprüft, auf
rund 4000 gestiegen. Darunter ist auch die Quittung für einen Strauß mit 40
roten Rosen, die Osterburg im Juni 2016 zwei Tage vor Gallinas 40. Geburtstag
gekauft hat – und den er sich mutmaßlich von der Bezirksfraktion, also aus
Steuergeldern, erstatten ließ. […..]Besonders dreist […..]wäre die
Abrechnung eines noblen Hummer-Essens im Wert von 250 Euro im Mai 2017 auf
Malta. Damals war Gallina Hamburger Grünen-Chefin und nahm an einer
Rettungsmission der Sea-Eye auf dem Mittelmeer teil. Im Hafen von Malta ging
sie an Bord. Nach MOPO-Informationen stellt der obligatorische Bewirtungsanlass
auf dem Luxus-Beleg tatsächlich einen Bezug zum Thema Flüchtlingsrettung her. […..]
Die Grüne Bürgermeisterin und größtes CDU-Fan-Girl findet es OK.
[…..] Katharina Fegebank, Zweite
Bürgermeisterin, äußert sich mit einer Solidaritätsadresse für die
Parteifreundin und Mit-Senatorin: „Mir ist wichtig klarzustellen: Das
Ermittlungsverfahren gegen Michael Osterburg ist kein Ermittlungsverfahren
gegen Anna Gallina.“ […..]
Im Lichte der neuesten Gallina-Affäre um ihre Stadträtin Günther, wird aber
das andere Ermittlungsverfahren interessanter, weil es auf ein Muster hinweist. Die Grüne Gallina ist offensichtlich nicht nur fachlich völlig inkompetent,
sondern auf der persönlich-menschlichen Ebene derartig unangenehm, daß niemand
es aushält, mit ihr zusammen zu arbeiten. Sie greift zu perfiden Mitteln weit
unterhalb der Gürtellinie. Nach der Bezirksversammlungswahl im Mai 2019
war die Grüne Fraktion in Hamburg-Mitte sehr stark geworden, wollte aber nicht
mehr Gallinas Mann Michael Osterburg zum Fraktionsvorsitzenden wählen. In
maximal undemokratischer Weise übte die Landeschefin nun Druck auf die neuen
Abgeordneten aus, um ihrem Osterburg zu wählen. Als zwei von ihnen sich immer
noch weigerten, nutzte Gallina deren migrantische Nachnahmen aus, um ihnen
Islamismus zu unterstellen.
Ein so ungeheuerliches Vorgehen der Grünen Landes-Chefin, daß sich vier
weitere Grüne Abgeordnete mit den beiden Angegriffenen solidarisierten.Die sechs Grüne-II Parlamentarier waren so entsetzt
von ihrer eigenen Partei, daß sie geschlossen aus den Grünen austraten. Aber
damit nicht genug; die sechs Ehemaligen behalten ihre Sitze und treten geschlossen in die SPD ein.
(….)
Von den empörenden Personen der Grünen-Führung darf man
selbstverständlich nicht auf alle Grünen Funktionsträger schließen.
Unter den Grünen gibt es anständige Menschen wie die
Mitte-Abgeordneten Kay Dassow, Nicole Kistenbrügger, Miriam Natur, Meryem
Celikkol, Shafi Sediqi und Fatih Can Karismaz, die allesamt in die SPD
eintraten und ihre Mandate mitnahmen.
Ein ähnliches Chaos hatte die Grüne Führung im Bezirk
Hamburg-Wandsbek angezettelt.
(….) Im Bezirk
Hamburg-Wandsbek (mit 440.000 Einwohnern allein größer als Bochum oder
Wuppertal) vollzieht sich gerade ein drittes Mal das bekannte Grüne Desaster.
Nachdem mehrere Grüne Abgeordnete entnervt von dem Chaos ihrer eigenen Partei
ihr Mandat abgaben, wollten die Nachrücker erst gar nicht Mitglied der Grünen
Fraktion werden. Auch in Wandsbek ist die Mehrheit nun futsch.
Die SPD verhandelt mit CDU, FDP und Linken über die Bildung einer neuen
Bezirks-Koalition. Die Grünen sind nicht regierungsfähig.(….)
Auch in Wandsbek fand sich nun eine Lösung nach dem
Vorbild Hamburg-Mitte.
Der Abgeordnete Oliver Schweim, der entsetzt aus seiner ehemaligen
Grünen Partei ausgetreten war, weil er den chaotischen Rechts-Kurs nicht
mittragen wollte, trat ebenfalls in die SPD ein und wurde Mitglied der
SPD-Fraktion.
[…..] Probleme durch personellen Aderlass bei den
Grünen: Es ist eine weitere überraschende Wendung im wochenlangen Drama um die
Mehrheit im Bezirk: Der fraktionslose Wandsbeker Bezirksabgeordnete Oliver
Schweim tritt in die SPD ein, die ab sofort 17 Abgeordnete stellt. Zusammen mit
den 12 Stimmen der Grünen reicht es wieder für eine knappe Mehrheit von 29 der
57 Sitze.Es war der personelle Aderlass
bei den Grünen, der zuvor das rot-grüne Bezirksbündnis in Bedrängnis gebracht
hatte. Mit 15 Abgeordneten waren die Grünen in Wandsbek nach den Bezirkswahlen
2019 gestartet - inzwischen sind es nur noch 12. Zwei Abgeordnete hatten in den
vergangenen Jahren die Fraktion verlassen und sind als fraktionslose
Abgeordnete in der Bezirksversammlung geblieben. Einer von ihnen war Oliver
Schweim. Später wollte eine Nachrückerin der Grünen nicht Mitglied der Fraktion
werden. [….]
Ungelöst bleibt aber das konservativ-Grüne Chaos in
Hamburg-Eimsbüttel.
(….) Die Grüne Mehrheit in
Hamburg-Eimsbüttel versuchte immer wieder gemeinsam mit der CDU den
SPD-Bezirkschef zu stürzen, agierte dabei aber derartig dilettantisch, daß sie
jedes Mal scheiterte, weil einige Grüne über so viel Anstand verfügten, sich
der eigenen Parteiführung zu widersetzen. Der Sozi Kay Gätgens ist dreieinhalb
Jahre nach der Kommunalwahl, die eine deutliche Grüne Mehrheit erbrachte, immer
noch im Amt, weil die Eimsbüttler Grünen völlig unfähig sind. (….)
Auch in Hamburg-Eimsbüttel waren die Grünen im Mai 2019
deutlich stärkste Partei geworden, kündigten daraufhin trotz Mehrheit die
Rot-Grüne Koalition, um mit ihrem Wunschpartner CDU zu koalieren. Zweieinhalb
Jahre hielt das olivgrüne Bündnis. Im November 2021 platzte die Koalition;
offenbar ist eine dauerhafte Zusammenarbeit mit diesen Grünen unmöglich. Sie
waren trotz Mehrheit nie in der Lage einen neuen Bezirksamtschef zu wählen,
wollten aber auch keine neue Koalition jenseits der CDU eingehen und wurschteln
nun schon ein volles Jahr mit wechselnden Mehrheiten herum. Nun läuft aber die
reguläre Amtszeit Gätgens aus. Alle Parteien zeigten sich kompromissbereit, um
die Personalie zu klären. Allein, eine Lösung ist mit diese Grünen nicht
möglich. Einen eigenen Kandidaten mit der CDU möchten sie nach den vielen
Pleiten mit ihrer inzwischen bei einem Fahrradunfall gestorbenen Grünen
Bezirksbürgermeisterin Katja Husen nicht mehr wagen. Sie wissen, daß ihre
eigene Fraktion viel zu chaotisch und zu undiszipliniert ist. Mit der SPD
zusammen Gätgens wiederwählen, wollen sie aber auch nicht, weil die Grünen
dafür zu rechts sind.
[….] Wer steht im kommenden
Jahr an der Spitze der Verwaltung in Eimsbüttel? Die Amtszeit von
Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD) läuft Anfang Januar ab. SPD und Grüne haben
lange verhandelt - jetzt sind diese Gespräche gescheitert. Viele Runde hat man seit
dem Sommer gedreht, zum Schluss in drei Nachtschichten hintereinander
verhandelt - dann hatten sich die Spitzen der Parteien und Fraktionen von
Rot-Grün auf ein elfseitiges Kooperationspapier geeinigt. Und darauf, dass
Gätgens weiter Bezirksamtschef bleibt - zumindest bis zur nächsten
Bezirksversammlungswahl im Mai 2024. Die SPD-Fraktion stimmte dem Papier
einstimmig zu, die Grünen-Fraktion am Wochenende nicht. [….] "Wir
sind absolut enttäuscht", sagte Milan Pein, Chef der Eimsbütteler SPD. Man
sei den Grünen bei vielen Verkehrsthemen sehr entgegengekommen. [….]
Die Grünen sind hochgradig regierungsunfähig. Nachdem sie
nun dreieinhalb Jahre unfähig sind, einen neuen Bezirksamtschef zu bestimmen,
wird mutmaßlich mit dem Ende von Gätgens‘ Amtszeit, seine Stellvertreterin Sandra Böseler, die Dezernentin
für die beiden Dezernate Steuerung und Service sowie Bürgerservice, kommissarisch
den Job bis zu den nächsten Kommunalwahlen übernehmen. Dann werden die Grünen
hoffentlich ihre Mehrheit verlieren, so daß wieder normale Politik möglich ist.
Ob das klappt, bleibt abzuwarten. Eimsbüttel war einmal
Hamburgs linkester Bezirk. War in den 1980ern und 1990ern eine absolute
Grünen-Hochburg, als diese als GAL noch ganz links stand. Inzwischen wurde
Eimsbüttel aber zum Paradebeispiel der Gentrifizierung. Die Mieten stiegen in
astronomische Höhen. Finanziell schwächere Bürger wurden vertrieben. Wer es
sich noch leisten kann dort zu leben, beruhigt gern sein Gewissen, indem er die
Grünen wählt. Aber natürlich die 2022er Grünen, die fest an der Seite der
Wohlhabenden stehen und nicht etwa mit der SPD soziale Politik umsetzen.
Der 37-Jährige CDU-Landesvorsitzende Ploß stammt aus dem
völkischen JU-Milieu der braunsten Art.
(….)
Das CDU-Schätzchen der Woche ist aktuell der JU-Kreischef Alexander Weiss. Gegen den
22-jährigen Jungpolitiker wird wegen ausländerfeindlicher Äußerungen ermittelt.
"Niggerschlampe" soll der Jurastudent eine südländisch aussehende
Kommilitonin beschimpft haben und sie dann mit Bierdeckeln beworfen haben.
Zudem, so die Vorwürfe, soll Weiß "Nicht-Arier" als "eine
Schande für das Juristentum" bezeichnet haben.
Für den aktiven CDU-Funktionär kann es gar nicht braun genug sein - Im
Internetportal "StudiVZ" ist der Jungpolitiker, der im vergangenen
Juni an der Heinrich-Hertz-Schule (Winterhude) Abitur gemacht hat, zudem
offensichtlich unter anderem Mitglied in den Gruppen "Gegen
Inländerfeindlichkeit durch Ausländer" und "Nach Frankreich fahr ich
nur auf Ketten" - eine Anspielung auf den Einmarsch der Nazis im Zweiten
Weltkrieg. (…)
(….)
Da mieft es noch gewaltig.
Kürzlich erst mußte sich die Hamburg-CDU auf öffentlichen Druck (und nicht etwa
aus eigener Einsicht) vom Junge Union-Bezirkschef Alexander Weiß, der eine
Kommilitonin als "Niggerschlampe" und "Nicht-Arier"
bezeichnet hatte trennen.
Nun ist schon wieder so ein tiefbrauner Schleimpropfen im Personal der
CDU-Jugend ans Tageslicht gekrochen: Patrick Schlemmer, der Vize-Chef der
Schüler-Union in Altona. Er ist bei der Bezirksversammlungswahl im Februar für
die rechte DVU angetreten. Die CDU will das alles aber gar nicht vorher gewußt
haben.
Na so eine Überraschung - hatte doch Patrick Schlemmer die "asoziale Politik"
von Bürgermeister von Beust kritisiert und unter anderem gesonderte
Schulklassen für Ausländer gefordert.
Außerdem ist Patrick Schlemmer der Sohn von DVU-Landeschef Günther Schlemmer,
stand auf Platz sechs der Landesliste und trat auch bei der Wahl zur
Bezirksversammlung für die Rechts-Partei an. "Wie tief ist der braune Sumpf in der Jungen Union?"
ätzt sie sozialdemokratische Jugend. Mit Entsetzen hat der Juso-Landesvorstand
auf die Nachricht reagiert, dass das führende Mitglied der Hamburger DVU,
Patrick Schlemmer, seit über einem halben Jahr als stellvertretender
Kreisvorsitzender der Altonaer Schüler-Union amtiert. Dazu der Juso-Landesvorsitzende
Danial Ilkhanipour: “Nachdem es bereits in den letzten Wochen zu heftigen
Vorwürfen gegen den Vorsitzenden der Jungen Union Nord kam, stellt dieses einen
absoluten Tiefpunkt innerhalb der politischen Kultur in Hamburg dar.
Die Grünen stört das offenbar weit weniger. (…)
(…)
Eben jene GAL koaliert auch freundlich mit der CDU, deren bräunliche Jugend-Truppe sich Gestalten
wie den JU-Kreischef Alexander Weiss leistet.
[….]Neuester Vorfall:
Die JU Hamburg lud den ultrarechten Felix Menzel zu einem Seminar im "Ludwig
Erhard Haus", bei dem er unter dem Motto "Mit gleichen Waffen
zurückschlagen" die "Konservativ-Subversive Aktion" (KSA)
Agitationstechniken des braunen Mobs erklärte.
Der politisch Kacke-farbene Menzel ist Mitbegründer der revanchistischen
"Pennale Burschenschaft Theodor Körner", Leitspruch: "Deutsch
und frei! Kühn und treu". Die JU sog den braun-national miefenden
Handlungsleitfaden gierig auf und setzte die neuen Rüpel-Methoden bereits in
destruktiver Weise gegen eine Veranstaltung der Initiative „Eine Schule für
alle“ ein.(….)
Aber die Grünen stehen scheinbar auf solche Leute.
[….]Rücktrittsforderungen aus den eigenen
Reihen: Vier von sieben Kreisvorsitzenden fordern von Benjamin Welling, dem
Landesvorsitzenden der Jungen Union, sein Amt niederzulegen. Ihm werde
Urkundenfälschung und Versicherungsbetrug vorgeworfen. Das geht aus einem
Schreiben hervor, das dem Hamburger Abendblatt vorliegt. Dem 32-Jährigen wird
insbesondere die "strafbewehrte Schadensabwicklung" eines JU-Mitglieds
zur Last gelegt. Hierbei soll er absichtlich einen falschen Namen angegeben
haben. "Dadurch sehen wir uns
gezwungen, dir aufgrund der jüngsten Ereignisse und deiner Verwicklung in
dieses Unrecht das Misstrauen auszusprechen", zitiert das Abendblatt aus
dem Schreiben, "sowie deinen Rücktritt von allen politischen Ämtern zu
fordern." Unter den Unterzeichnern des Schreibens ist auch Julian
Herrmann, der beim Landesparteitag der Jungen Union knapp gegen Welling verlor.
[….]