Früher war alles besser – für die katholische Kirche.
Also viel früher, als auch im ganzen Heiligen römischen
Reich deutscher Nationen Fürst-Bischöfe exekutive und judikative Macht
ausübten. Heute geht das leider nur noch im winzigen Vatikanstaat.
Das Kirchenrecht kann Franz zwar auf alle seine 1,3
Milliarden Schafe anwenden, aber er muss immer fürchten, daß garstige
halbsäkulare Staatsanwälte dazwischen funken, wenn sie davon hören, daß wieder
einmal ein Priester oder Mönch Kinder vergewaltigte.
Vor 500 Jahren gab es nicht so ein Theater. Da konnten
Päpste, Bischöfe und Popen nach Herzenslust Minderjährige vergewaltigen. Die
waren ohnehin rechtlos. So ähnlich wie heute noch in Indien, wenn jemand aus
der Brahmanen-Kaste eine/n der Unberührbaren quält oder vergewaltigt.
Letztere sind de facto Freiwild, weil die höheren Kasten
alle Trümpfe in der Hand haben.
Wer also zu Borgia-Zeiten von Papst Alexander VI. oder einem
seiner vielen Kinder missbraucht wurde, wehrte sich ohnehin nicht. Und tat er
es doch, wurde er eben erwürgt in den Tiber geworfen. Oder kam auf den
Scheiterhaufen.
Das Jahr 1.500 ist vielleicht doch ein schlechtes Beispiel
für „nach der Vergewaltigung Klappe halten, weil man sonst umgebracht wird“.
Ich nehme das zurück. Die Kardinäle und Päpste zu der Zeit waren ohnehin meist
Vergewaltiger und mordende Sadisten
in Personalunion. Rodrigo Borgia (1431-1503), ab 1492 Papst und seine vier
Kinder Juan, Kardinal Cesare, Lucrezia und Jofré killten nicht nur
Vergewaltigungsopfer und Kinder, sondern zu ihren bloßen Vergnügen auch Hunde
und Katzen.
Aber auch im 20. Jahrhundert konnten katholische Geistliche nicht
nur vielfach nach Lust und Laune Kinder vergewaltigen, sondern sie griffen auch
zu dem erprobten Mittel, ihre Opfer einfach umzubringen, wenn sie keine Zeugen
hinterlassen wollten.
Tausende heimlich verscharrte kanadische Kinderleichen
wurden inzwischen auf den Grundstücken katholischer Einrichtungen ausgebuddelt.
(….) Ein Abscheulichkeits-Maximum erreichte die kirchliche Kinderfolter im
19. und 20. Jahrhundert in Kanada. Dort wurden in 139. katholischen
Einrichtungen rund 150.000 indigene Kinder gefoltert und tausende davon
umgebracht. Im Mai 2021 entdeckte man in der westkanadischen katholischen „Residential School“ bei Kamloops (British
Columbia), die bis 1978 betrieben wurde, 215 Kinderleichen, die die Geistlichen einfach heimlich
verscharrt hatten. Wenige Wochen später, der nächste Fund. Diesmal waren es 751 anonyme Kindergräber bei einem
katholischen Kinderheim in der Provinz Saskatchewan. (….)
(Wenn das Mitleid aufgebraucht ist, 05.07.2021)
Die sadistische
Mordlust unter katholischen Geistlichen existierte natürlich nicht nur jenseits
des Atlantiks. Die Glaubensgemeinschaft Adolf Hitlers und fast aller
KZ-Aufseher, trieb auch im Europa des 20. Jahrhunderts verbrecherisch-groteske
Blüten.
Henk Heithuis wurde 1935 in Holland geboren. Da seine Eltern
sich scheiden ließen, galt er wie Hunderttausende andere Leidensgenossen als
Fall für ein Kirchliches Erziehungsheim. 14-Jährig schickte man ihn in das von katholischen Mönchen geführte
Vincentius-Stift in Harreveld.
Über einen Zeitraum von drei Jahren vergewaltigten die katholischen
Ordensleute den Jungen.
1956, mit gerade mal zwanzig Jahren, brachte Henk Heithuis einen
für die damalige Zeit unglaublichen Mut auf; einen Mut, der auch heute noch
selten vorkommt. Er stellte sich gegen die katholischen Autoritäten, ging zur Polizei und
zeigte die Mönche wegen Vergewaltigung an. Die Polizei wandte sich an die Kirche, welche sofort den Spieß umdrehte und
behauptete, der Junge habe die Mönche verführt. Man glaubte selbstverständlich der Kirche und schickte den nach damaligen
Recht Minderjährigen Heithuis in die römisch-katholische Psychiatrie Huize
Padu. Dort diagnostizierte man ihn als „homosexuell und pervers“ und ließ ihn auf
Befehl des Bischofs im St. Joseph-Krankenhaus in Veghel kastrieren - und zwar
so, daß Hodensack und Penis komplett entfernt wurden. Wenig überraschend litt Heithuis daraufhin schwer an den psychischen
Folgen.
1957 erstattete der junge Mann erneut Anzeige gegen die Kirche; diesmal
wegen der Kastration. Unter mysteriösen Umständen kam er bald darauf bei einem Autounfall ums
Leben. Seine Leidensgeschichte hatte er dokumentiert.
Die Polizei beschlagnahmte und vernichtete seinen gesamten persönlichen
Besitz und seine Prozessunterlagen noch am Todestag. Heithuis hatte selbst
stets von seiner Furcht gesprochen, dass „sie mich wieder zu packen kriegen“
(Wikipedia)
Henk Heithuis ist kein Einzelfall in der römisch-katholischen Kirche der
Niederlande. Insgesamt mindestens zehn Jungs ließ
die Kirche kastrieren.
Es war schlimm genug, was ein Untersuchungsbericht im vergangenen Jahr über
Missbrauchsfälle durch katholische Geistliche in den Niederlanden festhielt.
Zwischen 1945 und 1981 wurden 10000 bis 20000 Jugendliche in Einrichtungen der
katholischen Kirche sexuell missbraucht, etwa 1000 Minderjährige wurden
vergewaltigt. Inzwischen weiß man, dass der ausführliche Bericht der sogenannten
Deetman-Kommission längst nicht alle Grausamkeiten jener Zeit erfasste, als das
Leben der Niederländer noch felsenfest auf den Säulen der Kirchen ruhte.
Offenbar ließ die katholische Kirche auch mehrere homosexuelle Jungen
kastrieren, um sie von ihrer vermeintlichen Krankheit zu 'heilen'. In den fünfziger und sechziger Jahren erteilten Kirchenvertreter Chirurgen
den Auftrag, nicht nur schwule Männer, sondern auch Jungen zu entmannen. Das
hätten Wissenschaftler bei einer Anhörung des Parlaments bestätigt, berichtete
das NRC Handelsblad. Ein Professor für Medizingeschichte sagte, ein Chirurg
habe ihm erzählt, er sei von einem Bischof, 'der übrigens noch lebt', zu
solchen Kastrationen aufgefordert worden. Einem zweiten Historiker zufolge
schickten Priester schwule Jungen nach dem Beichtgespräch zum Chirurgen. Man
wisse nicht, um wie viele Fälle es sich handele, doch könne es eine 'nicht
ungewöhnliche' Praxis gewesen sein.[…] Schockierend für die Abgeordneten ist, dass viele der damaligen
Vorkommnisse den Gesundheitsbehörden und der Justiz bekannt waren, aber nichts
unternommen wurde. Kürzlich war die Staatsanwaltschaft in Archiven zufällig auf
bisher unbekannte Akten gestoßen, die den sexuellen Missbrauch durch Geistliche
in den fünfziger Jahren belegen. All dies fand ebenso wenig Eingang in den
Deetman-Bericht wie die Rolle des christdemokratischen Premiers Vic Marijnen
(1917 - 1975). Der leitete das Internat, in dem man Heithuis kastrierte, und
erwirkte offenbar Straffreiheit für Brüder, die des Missbrauchs beschuldigt
waren.
(SZ 20.04.12)
An Henk Heithuis erinnert (noch) keine Stiftung. Dem Ratzinger-Vatikan ist sein Schicksal egal. [....]
(Ruhm Posthum 21.04.2012)
Der
erschreckendste Aspekt daran ist, daß weder die kanadische, noch andere
westliche Regierungen daraus den Schluss gezogen haben, der RKK nie wieder die
Trägerschaft über irgendeine Jugendeinrichtung anzuvertrauen.
Viele Vergewaltigungsopfer von Mönchen und Priestern leiden
multipliziert, weil die Sex- und Gewaltverbrechen oft über Jahre regelmäßig
geschehen, die Täter so sakrosankt sind, daß Gegenwehr nicht in Frage kommt, die
Täter aus einer Art absoluter, nämlich göttlicher Autorität agieren und um sich
selbst vor Entdeckung zu schützen so perfide sind, ihren Opfern Schuldgefühle
einzupflanzen.
Aus diesem Konglomerat sexueller Gewalt und moralischer
Perversion, werden viele Opfer in den Selbstmord getrieben. Für die Täterorganisation RKK ist das ideal, da ein Toter
einen nicht verklagen kann. Erst in dem,
gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen liberalisierten gesellschaftlichen
Klima der letzten zehn Jahre, finden mehr und mehr Missbrauchs-Opfer den Mut,
sich zu äußern und ihre Peiniger anzuzeigen.
Für die Kirchenfürsten ist das großer Mist.
In der Merkel-AKK-Nahles-Thierse-Schavan-Laschet-Welt
Deutschlands bleiben die katholischen Verbrecher zwar von staatlichen Ermittlungen
und persönlichen Konsequenzen verschont, aber der Imageschaden ist da.
Auch dieser Ansehensverlust ist für die Kirchenfürsten gut zu verkraften,
solange ihre Privilegien, Gehälter, prächtigen Bischofssitze und Dienstlimousinen
erhalten bleiben.
[……] Ich
schätze die Gemeinschaft der Kirche und ihr Engagement für gesellschaftliche
und soziale Anliegen, das Miteinander von Jung und Alt, bei uns hier wie auch
weltweit. Deshalb bin ich gerne Mitglied der evangelischen Kirche. Kirchen und
Gemeinden leisten einen sehr wertvollen Beitrag für den gesellschaftlichen
Zusammenhalt in unserem Land. Sie geben Menschen Halt, sie stehen für Solidarität
und das jeden Tag im Konkreten. Ohne die kirchliche Arbeit mit
Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderungen und Kindern wären wir als
Gesellschaft aufgeschmissen. [….]
(Annalena Baerbock, 23.09.2021)
Aber schlechte Presse führt zu Kirchenaustritten und die
wiederum führen zu sinkenden Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge.Und das geht den alten Männern in ihren rosa Kleidern dann
endgültig zu weit. Auf Geld mögen sie gar nicht verzichten. Daher ist die hunderte Milliarden Euro schwere RKK
Deutschland auch immer die letzte, wenn es darum geht bei Hungerkatastrophen,
Fluten, Erdbeben oder Waldbränden zu spenden. Von ihrem geliebten Geld trennt sich die Kirche fürchterlich
ungern. Sie haben schließlich so wenig davon.
(….) Katholischer Bischof zu sein ist eine feine Sache. Man kann
immer bequeme Klamotten tragen, reist durch die Welt, steigt nur in Luxushotels
ab, wird von allen Menschen ehrfürchtig „Eminenz“ oder „Exzellenz“ genannt, von
Regierenden hofiert, wohnt in prächtigen Villen, fliegt Erster Klasse, ist weltweit
vernetzt, hat Zugang zu allen Talkshows oder Zeitungen, wenn man mal seinen
Senf dazu geben will, ist privat versichert, hat immer ein kleines Heer
willfähriger Diener um sich herum, muss nie selbst kochen oder putzen, hat bis
ins allerhöchste Alter weitere Aufstiegschancen, ist nahezu immun vor Gericht
und kommt nach dem Tod garantiert in den Himmel. Es ist aber nicht alles nur positiv.
Trotz ihres quasi göttlichen Standes müssen sie sich nach der schnöden
Beamtenbesoldungstabelle B (für höhere Beamte); B1-B11 (7.000 bis 15.000 Euro
monatlich) bezahlen lassen. Sie steigen aber erst ab B8 ein in die schnöde
weltliche Gesellschaft. B8 bekommen etwa die Bürgermeister von
Bremen oder Magdeburg.
B9 stehen Staatssekretären in den Bundesministerien, dem Verfassungsschutzpräsidenten,
Botschaftern, Gerichtspräsidenten, Direktoren der Bundesbank, dem BKA- und
BND-Chef, allen Generalleutnants, Vizeadmiralen, Generaloberstabsärzten und
Admiraloberstabsärzten der Bundeswehr und dem Chef des Bundesrechnungshofes zu.
B10 erhalten Ministerialdirektoren, der Chef der Rentenversicherung sowie
Generäle und Admiräle der Bundeswehr, sowie die meisten Behördenchefs (BAMF,
Bundeswehrbeschaffungsamt, Bundesversicherungsamt, etc)
Ein Bischof bekommt B8, ein Erzbischof oder Kardinal erhält mindestens B9
Nach der aktuellen Besoldungstabelle sind das
monatlich für
B8 11.373,67 EUR, B9 12.051,37 EUR, B10 14.197,53 und B11 14.749,49
EUR Ein Domdekan muss von B2 (8.176,63 EUR) leben, ein
Generalvikar darbt mit B3 (8.658,13 EUR).
Bei den Bischöfen, Erzbischöfen und Kardinälen kommen aber Zuschläge aus
Rom hinzu, so daß Letztere leicht auf 15.000,00
EURO monatlich kommen.
Brutto oder netto muss man in diesem Fall nicht fragen, da die Gottesmänner
fast völlig von Steuern und Abgaben befreit sind.
(…..)
(Bischofsleid, 08.03.2020)
Wie viel soll nun ein Mensch, der als Kind jahrelang grausam
vergewaltigt und gequält wurde, maximal als Schmerzensgeld bekommen können, ist
seit 2010 die Frage innerhalb der RKK.
Ja, das ist wirklich so, unfassbar, aber wahr: Kanzlerin, Bundesrichter,
Justizminister und Länder finden es völlig normal, daß die Täter selbst darüber
entscheiden, ob und wie viel Schmerzensgeld sie für eine Tat zahlen möchten,
wenn sie ein Menschenleben komplett zerstört haben.
Zunächst dachte der Missbrauchsbeauftragte Bischof Ackermann
an 5.000,- maximal. Also etwa ein Wochengehalt eines Bischofs für perfide
brutale, manchmal hundertfache Vergewaltigung.
Für diese „besonders schweren Fälle“, wenn also ein Kind
Jahre lang systematisch gefoltert und sexuell missbraucht wurde, so daß es als
Erwachsener dauerhaft psychisch so geschädigt war, daß es arbeitsunfähig und
auf Therapie angewiesen war, sollten dann bis zu 50.000,- Einmalzahlung möglich
sein.
Immerhin gute drei Monatsgehälter der Täter. Natürlich nur
symbolisch, denn kein Täter muss tatsächlich aus eigener Tasche bezahlen.
Keinem Bischof wird ein Cent abgenommen. Das Geld machen die Generalvikare
irgendwie locker. 50.000 Euro. Bei jährlichen 12 Milliarden Euro
Kirchensteuerüberweisungen vom Staat und noch mal 600 Millionen
Kirchendotationen von den Bundesländern.
Diese raffgierigen Vergewaltigungsopfer finden das aber
immer noch nicht genug, meinen, die Täter kämen damit noch zu gut weg.
Aber da in diesem grandiosen deutschen System die Täter
selbst entscheiden dürfen, ob sie überhaupt irgendetwas bezahlen, die Opfer gar
nicht erst gehört werden müssen und die Merkel-Regierung sich devot zurückhält,
bleibt es eine Entscheidung der Bischofskonferenz. Dort sitzen Franzis Beste – Woelki, Heße und Co. Und als Gottes Abgesandte wissen sie was zu tun ist.
[….] Bischöfe gegen höhere Schmerzensgelder für Missbrauchsopfer!
Maximal 50.000 Euro erhalten Missbrauchsopfer von der katholischen
Kirche. Kritiker finden den Betrag »lächerlich niedrig«. Die Bischöfe wollen an
der Praxis aber keine grundlegenden Änderungen vornehmen. [….]
(SPON, 23.09.2021)