Deutsche können nicht singen. Insbesondere die Frauen sind
unfähig.
Daran glaube ich immer noch fest. Es ist unklar wieso, die britischen Inseln reihenweise auch
weiße Frauen hervorbringen, die Stimmen mit Weltstarqualität haben.
Horse, Sarah Jane Morris, Alison Moyet, Annie Lennox,
Låpsley, Lou Rhodes, Adele, Amy Winehouse, Kate Bush, Carmel, Anne Clark, Beth
Gibbons, Allison Goldfrapp, Duffy, Annabel Lamb – das sind nur ein paar, die
mir in fünf Minuten eingefallen sind.
Das ist ja wohl auffällig, daß es in Deutschland trotz der
größeren Anzahl Menschen nie solches Potential gibt.
Wenn man nach einem weiblichen Sänger mit internationalen
Hits fragt, wird immer noch Nena genannt. Aber erstens ist 99 Ballons schon 400 Jahre her und zweitens spielt sie stimmlich
nun wirklich nicht in der Winehouse-Lennox-Adele-Liga mit.
Warum ist das so? Wieso sind die Deutschen nicht nur
generell unmusikalisch, begeistern sich für tumben Volksmusik-Mist, sondern
haben auch einfach keine Sängerinnen mit großen Stimmen?
Es ist schon viele Jahre her, daß ich zuletzt DSDS sah. Aus den gerade genannten Gründen erwarte ich
selbstverständlich nicht darunter einen „Superstar“ zu finden, oder gar eine/n
Sangeskünstler/in, der/die mir auch noch gefällt. Ich unterlag aber der morbiden Faszination der ersten
Castings, wenn die wirklich schlechten Kandidaten vorgestellt werden.
Es ging mir dabei noch nicht einmal um Schadenfreude und das
kollektive Auslachen der von Bohlen (völlig zu Recht) verbal zertrümmerten
Möchtegern-Superstars.
Aber ich versuchte aus einer psychologischen und
soziologischen Perspektive zu verstehen, wie es angehen kann, daß so viele
Menschen vollständig der Realität entkoppelt sind, überhaupt nicht in der Lage
sind, sich realistisch selbst wahrzunehmen und oft auch noch einen ganzen
Mikrokosmos von Nachbarn, Freunden und Familie anschleppen, die ebenso
hartnäckig und taub großes Talent ausmachen, wo für jeden offensichtlich eben
gar keins ist.
Ich staune über die Menschen, die so hartnäckig an sich selbst
glauben, daß sie wie in einem religiösen Missionswahn, trotz ihnen
entgegenschlagender überwältigender Ablehnung, immer wieder auf die Bühne
drängen, weil sie sich selbst einfach für fabelhaft halten.
Armin Laschet glaubt als guter Katholik an sich, an seine
Mission, an seine Bestimmung. Er war überzeugt ein guter CDU-Bundesvorsitzender
zu sein und ist ebenso sicher, Bundeskanzler werden zu müssen. Ein Teil dieses hartnäckigen Fehlglaubens mag
genetisch bedingt sein.
So glaubt Laschets Sohn Joe hartnäckig daran ein
wunderschönes Model zu sein.
So erkannte Armin Laschets Bruder Patrick das kaiserliche
Blut in seiner Familie.
[….] Die Familie des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin
Laschet (59) meint, direkt von Karl dem Großen abzustammen. Laschets Bruder
Patrick habe detailliert Stammbäume zusammengetragen und eine Auflistung erstellt,
die von Karl dem Großen (747/748-814) in insgesamt 40 Schritten zu Laschet und
seinen Brüdern führe. [….] Der
geborene Aachener Laschet bewundert Karl den Großen und hat in seinem Büro in
der Düsseldorfer Staatskanzlei eine goldene Karl-Büste aufstellen lassen.
"Als gebürtiger Öcher (Aachener) möchte man natürlich von Karl dem Großen
abstammen, und die Wahrscheinlichkeit ist gegeben", zitieren die Autoren
Laschets Bruder Patrick. [….]
(dpa, 16.09.2020)
Armin Laschet ist immun gegen die kontinuierlichen
Abstimmungsniederlagen und partei-internen Pleiten.
Obwohl er in den seit über einem Jahr stattfindenden
Ministerpräsidentenkonferenzen regelmäßig von den anderen Outsmarted wird, über
90% der Deutschen ihn für unfähig halten Kanzler zu sein und die Kanzlerin
Rücksicht auf seine langsame Auffassungsgabe nehmen muss, hält er sich selbst
unvermindert für genial.
[…..] Kürzlich platzte ihm in einer Videokonferenz mit Merkel und den anderen
Ministerpräsidenten der Kragen. Sein Parteifreund, Bundeswirtschaftsminister
Peter Altmaier, hatte angeregt, die Geschäfte noch länger geschlossen zu
lassen, Laschet wollte sich gar nicht mehr einkriegen, bis die Kanzlerin ihn
beruhigte: "Armin, alle können sehen, wie du dich aufregst." Doch auch auf Merkel reagierte Laschet in dieser Schalte gereizt. Als
sie, wieder einmal, die wissenschaftlichen Kriterien referierte, an denen man
die Entscheidung über Lockerungen festmache, unter anderem die sogenannte
R-Zahl, fragte Laschet: "Was ist jetzt wieder dieses R?", so wird er
von Teilnehmern zitiert. […..]
(DER SPIEGEL, 02.05.2020)
Selbst im Kerngeschäft der Machtpolitik tappst Laschet bis
in jüngste Zeit so unsicher durch die offensichtlichen Fallen, daß jeder
Kommunalpolitiker aus Buxtehude nur staunen kann.
Im finalen Showdown mit Markus Söder, glaubte er noch Montag
nach dem Votum seines eigenen Parteivorstands für ihn selbst, daß der
CSU-Testosteronkanister daraufhin sicher sofort devot zurückziehen werde und
er, Laschet, gar nicht mehr am nächsten Morgen in Berlin zu CDUCSU-Bundestagsfraktionssitzung
erscheinen müsse, da nun alles geregelt wäre.
Sagenhaft, nach einem Jahr des Kandidatengerangels versteht
der CDU-Chef immer noch rein gar nichts und hat keine Ahnung wie Söder tickt.
Dementsprechend geriet die Dienstags-Sitzung zur jetzt schon
legendären Schlacht, in der Laschets Leute hilflos und unvorbereitet von Söder
outsmartet wurden.
Neben seiner extremen Religiosität und den eigentümlichen
Laschet-Genen liegt ein weiterer Grund für die ständigen politischen Pleiten
des unbeliebtesten CDUCSU-Kanzlerkandidaten der Geschichte der Bundesrepublik
in seiner Beratungsresistenz.
Es ist eher eine Beratungsborniertheit,
weil er im Alter von 60 Jahren immer noch glaubt, als Spitzenpolitiker einer
der größten Industrienationen der Erde brauche er eigentlich gar keine
Beratung, kein kompetentes Medienteam, keine Presseanalysten, keine
Spindoktoren.
Laschet setzt ausschließlich auf sein dunkelkatholisches
Opus-Dei-Mastermind Nathanael Liminski.
Der Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes
Nordrhein-Westfalen (CdS) im Kabinett Laschet wird im Falle einer
Laschet-Kanzlerschaft nicht nur Kanzleramtsminister, sondern vermutlich der
mächtigste Kanzleramtschef seit 1949.
Seine 15 Minuten Andy-Warholscher Berühmtheit hatte er schon
vor 16 Jahren, als er 20-Jährig Frau Maischberger in der ARD über seinen Penis
aufklärte.
[…..] Vor mehr als 15 Jahren nämlich hatte dieser Nathanael Liminski schon
einmal für Aufsehen gesorgt. 2005 zählte der damals 20-Jährige zu den
Mitbegründern der "Generation Benedikt", einer papsttreuen
Jugendgruppe, die Keuschheit vor der Ehe predigte und Abtreibungen als Sünde
geißelte. 2007 sitzt Liminski dann bei Sandra Maischberger im ARD-Studio und
verteidigt seine erzkatholischen Prinzipien durchaus mit Witz. Dem Sexualaufklärer
Oswalt Kolle etwa, der den Aktivisten mit dem Slogan "Use it or lose
it" zum Sex ermuntern wollte, erwiderte Liminski: "Ich kann die Runde
beruhigen, ich habe meinen Penis noch." […..] "Ich
kenne viele Homosexuelle, und einige tun mir leid", sagte er 2007 dem
Spiegel, "der Staat muss schon aus reiner Selbsterhaltung die natürliche
Form der Ehe und Familie fördern." [….]
(SZ, 22.04.2021)
Unglücklicherweise gab sich der junge Mann mit dem noch nie
benutzten Penis nicht mit diesen 15 Minuten im Rampenlicht zufrieden, sondern
nutzte sein erzkatholisches Netzwerk, um im CDU-Regierungsapparat aufzusteigen
und sich seit vier Jahren dem Projekt Laschet zu
verschreiben.
Seinen Penis verwendet der Opus-Dei-Mann inzwischen auch,
aber das ist ja ohnehin das liebste Christenhobby.
(….) Interessant ist aber der
Blick auf das Privatleben der Gay-Gegner. Was tun die eigentlich in ihrer
Freizeit, wenn sie so ziemlich alles als unchristlich und undeutsch ablehnen,
das Fernsehen, Musik, Kunst oder Sport bieten? Mutmaßlich verfügen diese Leute,
bedingt durch ihre unsympathischen Charakterzüge nicht über große
Freundeskreise. Was tut man da den ganzen Tag,
wenn man nicht gerade Schwule, Schwarze und Linke beschimpft?
Nun, ein Hobby haben sie
immerhin: Poppen!
[…..] Zum Beten kniet sich Joachim Kuhs auf die Kirchenbank, vor ihm
liegt ein kleiner roter Teppich, damit die Gelenke nicht schmerzen. Kuhs ist ein Mann, der gern lacht. Man sieht es an den Falten um seine
Augen. Und er trägt gern Anzug, Hemd, Krawatte. „Meiner lieben Frau und
mir“, so stellt er sich gern vor, „wurden zehn Kinder anvertraut.“ Liebe
außerhalb der christlichen Ehe ist für ihn Sünde, Abtreibung gleichbedeutend
mit der Tötung eines Menschen. Am Nachmittag versammelt
sich die Familie im Garten, es gibt Braten mit Kartoffelsalat,
vier verschiedene Kuchen. Acht der zehn Kinder sind schon erwachsen,
fünf sind AfD-Mitglieder. Sie waren schockiert von einer Bildungspolitik,
die auch über unterschiedliche sexuelle Orientierungen aufklären
sollte, halten nichts von einer Familienpolitik, die das Modell
Mann-Frau-Kind nicht mehr zum alleinigen Ideal erhebt. […..]
(Valerie Höhne, Peter Wensierski,
DER SPIEGEL 29/2017 s.49)
Zehn Kinder sind das Maß der
Dinge für die Frömmler.
Für die WELT, den Rheinischen
Merkur und die Junge Freiheit arbeitet der ultrarechte Katholik Jürgen
Liminski, 57, der es ebenfalls auf zehn Kinder bringt.
[….] Liminski ist verheiratet, hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Martine
Liminski zehn Kinder und lebt in Sankt Augustin. Eines seiner Kinder ist
Nathanael Liminski, der Mitbegründer des Netzwerks „Generation Benedikt“ seit
August 2013 umbenannt in „Initiative Pontifex“. Jürgen Liminski ist Mitglied
der katholischen Laienorganisation Opus Dei und Vorsitzender des
Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der Paneuropa-Union. […..]
(Wikipedia)
Leider überträgt sich das
fundamentalistisch eingeengte Hass-Weltbild oft auf die Brut. So ist Gabriele
Kubys Tochter Sophia ebenfalls ultra-katholische Aktivistin; beispielsweise als
Sprecherin der „Generation Benedikt“ und Chefin der radikalen Abtreibungsgegner
European Dignity Watch. Die Kuhs-Kinder streiten für die AfD und auch die jungen
Liminskis treten in Papas Fußabdrücke.
(….) Hat man [Hendryk Broder]
allerdings zufällig auf seiner Seite, sind seine Formulierungen ein absoluter
Genuß.
Wenn er in seiner ruhigen Art in einer Talkshow sitzt und anwesende Bischöfe
zur Weißglut bringt, gefällt mir das natürlich.
Unvergessen, als er im Februar 2009 in Illners Schwatzrunde die „affirmative Schleimerei“ des Papst-Bewunderers Nathanael Liminski
(23) von der "Generation Benedikt" beklagte. […..] (…..)
(Tammox I, 14.08.2010)
Da will ein Evangelikaler wie
Hartmut Steeb natürlich nicht als Schlappschwanz dastehen und begattet seine in
der Gemeinde schweigende Frau ebenso fleißig.
Auch er kommt auf zehn Kinder.
[…..] Ein anderer Mittelsmann zwischen religiösen und politischen
Rechten ist Hartmut Steeb. Er ist der Generalsekretär der Deutschen
Evangelischen Allianz, eines evangelikalen Netzwerks, dem nach eigenen
Angaben 1,3 Millionen Mitglieder angehören. […..] Besonders
zu Fraktionschef Volker Kauder habe er einen „direkten Draht“. Auch mit
CDU-Gesundheitsminister Herrmann Gröhe verstehe er sich, der sei ein
„guter Christ“. […..] […..] Steeb
spricht gern über seine Heimatgemeinde in Stuttgart, über seine Kinder,
er hat zehn, genau wie Kuhs. Er sagt, dass Frauen nicht abtreiben sollten.
Selbst wenn die Schwangerschaft die Folge einer Vergewaltigung ist. [….]
(Valerie Höhne, Peter Wensierski,
DER SPIEGEL 29/2017 s.49)
(Christen-Hobby, 16.07.2017)
Armin Laschet ist nicht nur irrerweise davon überzeugt für
die Kanzlerschaft qualifiziert zu sein.
Er wird dabei auch noch maßgeblich von einem ultrarechten
Hardcore-Katholiban angetrieben.
Da ist für die schnöde Realität und nüchterne Fakten leider
gar kein Platz.