Donnerstag, 9. April 2020

Rassismus – Teil II


Trump ist ein Soziopath. Daher kann er kein Mitleid empfinden für die Myriaden an Corona Erkrankten, die Tausenden Toten, die verzweifelten Angehörigen, die ihre sterbenden Väter, Mütter nicht besuchen dürfen.

 (….) Für Trump gibt es keine moralischen Tabus.
Es kann sie gar nicht geben, weil er das Konzept der Moral gar nicht kennt.
Der Psychopath ist durch Veranlagung und/oder den Einfluss seines KuKluxKlan-Vaters Fred zu einem Egomanen ohne jedes empathische Empfinden geworden, der zudem auch noch zufällig so dumm und ignorant ist, daß er nicht in der Lage ist Empathie vorzuspielen.

An dieser Stelle sei eine Definition eingeschoben.

Psychopathen („primäre Psychopathen“) und Soziopathen („sekundäre Psychopathen“) sind beides Formen der „Antisozialen Persönlichkeitsstörungen“.
Menschen mit diesem schweren Krankheitsbild halten sich nicht an soziale oder juristische Normen, sie sind unfähig die Rechte anderer zu akzeptieren, empfinden keinerlei Reue oder Scham, wenn sie sich bösartig verhalten und haben einen starken Trieb zu allen erdenklichen Formen der Gewalt.
Sekundäre Psychopathen können aber durchaus intelligent und manipulativ sein und damit im Gegensatz zu dem Primären auch Empathie simulieren.

[….] Soziopathen neigen zur Nervosität und sind leicht reizbar. Ihre Stimmung schwankt. Häufige emotionale Ausbrüche, insbesondere Wut. Häufig leben sie wenig gebildet am Rand der Gesellschaft, gelten als „Loser“, was sie noch wütender auf die Welt macht. Über längere Zeit an einem Ort und in einem Job zu bleiben fällt ihnen tendenziell schwer. Engere Beziehungen zu einzelnen Menschen zu knüpfen ist schwer oder gar unmöglich für sie – mit Gruppen können sie sich hingegen leichter identifizieren, obwohl ihnen die Regeln und die Gesellschaft insgesamt unwichtig sind. In den Augen anderer wirken sie oft gestört.
Kriminelle Taten einschließlich Morde üben sie eher spontan, willkürlich und ohne vorherige Planung aus.
[….] Psychopathen ist es unmöglich, irgendeine Form emotionaler Bindung herzustellen oder Empathie zu empfinden. Dennoch wirken sie harmlos, zugänglich und charmant. Sie sind höchst manipulativ („Woran an erkennt man, dass ein Psychopath lügt? Seine Lippen bewegen sich“) und können so das Vertrauen anderer schnell gewinnen. Obwohl sie Emotionen kaum spüren können, lernen sie, diese mittels Mimik auszudrücken. So erscheinen sie Mitmenschen als völlig normal. Psychopathen sind anders als die Soziopathen oft sehr gut gebildet und in der Lage, Jobs lange zu halten und Karriere zu machen. Gestört, aber erfolgreich. [….]

Trump ist vermutlich eine Mischform, aber mit mehr Anteilen eines klassischen primären Soziopathen, da er offensichtlich nicht in der Lage ist seine emotionslose Bösartigkeit zu verschleiern.
Lügen und Betrug sind der Kern seiner Persönlichkeit, aber er ist nicht klug genug, um seine Lügen einigermaßen glaubhaft zu gestalten. (…..)

Trump findet keine tröstenden Worte für die Hunderttausenden Amerikaner, die gerade eine menschliche Katastrophe erleben, weil er sie tatsächlich nicht versteht.

Hinzu kommt aber seine Bösartigkeit, die ihn dazu befähig Honig aus dem Leid anderer zu saugen.
Seine Bestätigungssucht, die er in den vergangenen Jahren mit seinen „cult leader gatherings“ befriedigte, lebt er seit einigen Wochen bei seinen Pressekonferenzen aus, in denen er selbstverständlich lügt wie gedruckt, aber vor allem versucht politisch zu profitieren, indem er demokratische Gouverneure, besonders von Corona getroffene Bundesstaaten niedermacht und beleidigt.


Er lobt sich manisch selbst, verteilt buchstäblich Bestnoten und macht die medizinische Versorgungshilfe aus Washington davon abhängig wie wohlwollend sich die Gouverneure ihm gegenüber verhalten.
Wer Trump kritisiert, bekommt nichts. Als echter Soziopath straft er Millionen Bürger eines Staates, die zufällig dort leben, wo ein Demokrat gewählt wurde.

Ein paar Hunderttausend Tote? In Trumps grotesker Phantasie heißt das „ich habe es toll gemacht“!


   […..] On Sunday, Trump’s public health advisers said that even with strict countermeasures, deaths from the coronavirus in the United States could be between 100,000 and 200,000 — worse than even the worst-case scenarios just a month ago, and a spectacular failure of leadership for a president who claimed “we have it totally under control.” By comparison, about 3,000 people died in the Sept. 11 attacks and about 58,000 Americans died in Vietnam.
But Trump reasoned that, because 2.2 million Americans could die without any attempt at controlling the virus, “if we can hold that down, as we’re saying, to 100,000 — it’s a horrible number — maybe even less, but to 100,000, so, we have between 100,000 and 200,000, we all together have done a very good job.”
How does a human being use the phrase “a very good job” in contemplation of the deaths of 100,000 to 200,000 souls? [….]

Trump fühlt sich aber nicht nur deswegen so wohl, weil er sich täglich bei seinen Pressekonferenzen präsentieren kann, während der demokratische Wahlkampf zum Erliegen gekommen ist und über seinen Gegenkandidaten Joe Biden so gut wir gar nicht gesprochen wird.


Ihn befriedigt außerdem die Art der Opfer, die bisher weitüberwiegend aus den Blue States kommen.
Nicht nur trifft es aus Trumps Sicht „glücklicherweise“ demokratische Gouverneure, sondern es trifft in erster Linie Schwarze.
Trump war sein ganzes Leben offener Rassist, der nicht nur keinerlei Empathie für ärmere und dunkelhäutigere Amerikaner aufbringen kann, sondern er verachtet „people of color“ (POC) regerecht.
Da passt es ihm gut ins Konzept wen Corona bedingt durch das Dritte-Welt-Gesundheitssystem der USA besonders trifft.

  […..] Das beginnt in New York City, dem Epizentrum der Pandemie: Hier ist die Covid-Sterberate für Schwarze und Latinos mehr als doppelt so hoch (20 und 23 Prozent) wie für Weiße (10 Prozent). "Es gibt eindeutige Ungleichheiten, wie diese Krankheit die Menschen in unserer Stadt betrifft", sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Mittwoch. "Wir brauchen neue Strategien."
Dieses Phänomen offenbart sich nicht nur in New York. Auch anderswo scheinen Schwarze und andere Minderheiten mehr als die restlichen Bevölkerungsgruppen an dem Virus zu erkranken - und in höheren Raten daran zu sterben.
Je weiter sich das Virus von den US-Küsten ins Landesinnere frisst, in einer "zweiten Welle", wie manche schon sagen, desto deutlicher wird, dass es vor allem diejenigen befällt, die auch sonst immer als Erste und am schwersten leiden: Afroamerikaner und Latinos.
[…..]     In Illinois, einem der wenigen Bundesstaaten, die Corona-Statistiken nach ethnischer Zugehörigkeit aufschlüsseln, sind Schwarze die Gruppe, die so schwer betroffen ist wie keine andere. Ihr Bevölkerungsanteil beträgt 14 Prozent, doch sie bestreiten bisher fast 28 Prozent der Corona-Infizierten und 43,3 Prozent der Todesfälle. In Chicago sind sogar mehr als die Hälfte der Kranken und 72 Prozent der Toten schwarz. "Diese Zahlen verschlagen einem den Atem", sagte Bürgermeisterin Lori Lightfoot am Montag. […..]

Viel mehr tote Schwarze, die wenig Geld haben und ohnehin kaum die Republikaner wählen, während sich Trump öffentlich gegen einen abgetauchten Joe Biden profilieren kann?
Für ihn ist das eine win-win-win-Situation.
Der amerikanische Rassismus zeigt sich eben auch im Gesundheitssystem. Seit Trump „Obama-Care“ zerstörte gilt das erst Recht.
Die rassistischen Milliardäre Trump und Kushner könnten nicht zufriedener sein.

[…..] Ein altes Sprichwort unter Afroamerikanern besagt: Wenn weiße Leute eine Erkältung kriegen, holen sich Schwarze eine Lungenentzündung. Das ist meist im übertragenen Sinn gemeint, etwa dann, wenn von einer wirtschaftlichen Rezession die Rede ist. Was die Corona-Pandemie angeht, kann man den Spruch aber durchaus wörtlich verstehen. […..] Die Zahlen sind für viele Gesundheitsexperten erschreckend, aber nicht überraschend. Man wisse schon lange um die Unterschiede beim Gesundheitszustand und der gesundheitlichen Versorgung der schwarzen Bevölkerung, sagte Anthony Fauci, der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten: "Die Corona-Krise wirft nun ein grelles Licht darauf, wie inakzeptabel das ist." […..]
Für das Leid, das Covid-19 unter der schwarzen Bevölkerung anrichtet, gibt es viele strukturelle Gründe. Das beginnt beim Umstand, dass Social Distancing für viele Schwarze ein Luxus ist, den sie sich nicht leisten können. Afroamerikaner arbeiten überdurchschnittlich häufig in jenen Berufen, ohne die das Land in dieser Krise gar nicht funktionieren würde: Sie füllen Regale in Supermärkten, tragen Pakete aus, fahren Lieferwagen, Busse und U-Bahnen. Es sind Jobs, die sich nicht ins Homeoffice auslagern lassen - und die sie vermehrt dem Virus aussetzen.
Hinzu kommt, dass viele Schwarze medizinisch unterversorgt sind. 11,5 Prozent der Afroamerikaner haben nach Angaben der Kaiser Family Foundation keine Krankenversicherung. […..] In schwarzen Gegenden ist auch die Grundversorgung oftmals schlecht. So gibt es zum Beispiel im Südosten der Hauptstadt Washington, in dem überwiegend Afroamerikaner leben, nur ein einziges größeres Krankenhaus. Außerdem haben umfangreiche Studien gezeigt, dass Ärzte die Beschwerden von schwarzen Patienten tendenziell weniger ernst nehmen. Sie ordnen weniger Untersuchungen an und verschreiben zudem schlechtere Behandlungen.
[…..]

 

Mittwoch, 8. April 2020

Bergoglios Mittelfinger


George Kardinal Pell ist als ehemalige Nr. 3 der 1,3 Milliarden Katholiken nicht nur der ranghöchste Geistliche, der je wegen sexuellen Missbrauchs an kleinen Jungs ins Gefängnis kam, sondern fand auch die abartigste Ausrede!

Dabei hatten seine Brüder im Bischofsamt schon mit denkbar grotesken Erklärungen vorgelegt -  wie „wußte nicht, daß das illegal ist“, „habe eine päpstliche Erlaubnis um den schmerzhaften Samenstau in den Hoden durch die Penetration 12-Jähriger Jungs zu beheben“, „musste die Priesteranwärter dem Schwulentest unterziehen und dem Klassiker „Gott hat mir verziehen.“

Pells Anwalt erklärte die Unschuld seines Mandanten mit der Dauer des Analverkehrs. Der habe nur sechs Minuten angehalten und sei damit juristisch nahezu irrelevant: „plain and vanilla penetration sex“!

Ein paar Messdienern mal seinen Penis in den Mund zu schieben, konnte er sich da wohl erlauben – so glaubte Pell.
 Gleich mehrere erzkonservative Ex-Premierminister standen in seiner Gerichtsverhandlung als Leumundszeigen da und der mächtige Papst beließ ihm demonstrativ sein rotes Kardinalshütchen – als Ausweis seiner allerhöchsten Würde derjenigen, die den Stellvertreter Gottes auswählen und durch die der Heilige Geist spricht.
So einer kann ja schlecht in den Knast kommen, befand Pell selbst, zumal er ja gar keine Kinder missbraucht hatte und unschuldig ist.
Außerdem hat er die Kinder, die er gar nicht missbraucht hat, laut seines Anwaltes nur sechs Minuten missbraucht.

(….) Nein, nein, nein, George Pell AC, 77, Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche, ehemaliger Erzbischof von Melbourne, ehemaliger Erzbischof von Sydney, ehemaliges Mitglied des Päpstlichen Kardinalsrats, Kardinalpriester der Titelkirche Santa Maria Domenica Mazzarello, langjähriger Großprior der Ordensprovinz Australien-New South Wales des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Generalkaplan im Großpriorat Australiens, Träger des Lazarusordens und des kirchlichen Großkreuzes des Verdienstordens des Heiligen Lazarus, der hochrangigste australische Katholik aller Zeiten, ist unschuldig, hat keine Kinder vergewaltigt und ist nur Opfer einer linken Hetzjagd!
So tönen heute seine Fans – darunter der allmächtige Rupert Murdoch, Executive Chairman der News Corp (Fox News) und gleich mehrere australische ehemalige Premierminister.


Gottes Top-Mann beharrt vehement auf seiner völligen Unschuld und von „sexuellem Missbrauch“ oder „Vergewaltigung“ kann gar nicht die Rede sein, weil es nämlich nur „plain and vanilla penetration sex“ mit einem 12-Jährigen und einem 13-Jährigen war. Nur sechs Minuten lang erzwang Pell den Analverkehr, wie sein Verteidiger Robert Richter beschwichtigend erklärte.

Wo ist also das Problem?
Und dafür sechs Jahre Haft? Für sechs Minuten? Ist ja unverschämt, tobt die gesamte austro-amerikanische konservative Medien- und Politlandschaft.

[….]  Der frühere Finanzchef des Vatikans, Kardinal George Pell, ist wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Richter Peter Kidd verkündete in Melbourne das Strafmaß gegen den 77-jährigen Australier. Der Kardinal muss mindestens drei Jahre und acht Monate der Strafe absitzen, bevor er einen Antrag auf Bewährung stellen darf.
Der Fall Pell bewegt die Australier sehr: Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen hatte es hier zehntausendfach gegeben. Eine königliche Kommission hatte sich in den vergangenen Jahren an eine Aufarbeitung gemacht, aber niemand hatte so polarisiert wie Pell. [….]

Gestern, nach 405 Tagen hinter Gittern wurde Pell entlassen. Das oberste australische Gericht hatte begründete Zweifel an dem Urteil gegen ihn festgestellt.


Pells Bischofskollegen sind begeistert wie seine ultrakonservativen Freunde in den Medien – allen voran Newscorp-Eigner Rupert Murdoch (FOX News).

Ganz vom Haken ist der mutmaßlich pädophile Kardinal damit nicht, da nun die Zivilprozesse folgen können, bei denen die Opfer ihn auf Schmerzensgeld verklagen können.
Besonders unangenehm könnte für ihn dabei werden, daß die 60 Seiten der Royal commission, die über George Pell erstellt wurden, nun eingesehen werden können.
Zuvor lagen die Ergebnisse der Regierungskommission im Giftschrank, um Pell ein faires Strafverfahren zu ermöglichen.
Das Strafverfahren ist nun aber zu Ende.

Natürlich denkt man zuerst an den schweren Schlag, den Pells Entlassung seinen Opfern und den Myriaden anderen Vergewaltigungsopfern katholischer Priester zufügt.

[…..] Der Freispruch für Pell zeige wieder mal exemplarisch die Grenzen der menschlichen Gerichtsbarkeit auf, erklärt Jacques Nuoffer, Präsident der Westschweizer Opferhilfe-Gruppe Sapec. Auch sehe man den Einfluss, den eine Persönlichkeit wie der Angeklagte im Vergleich zu den Opfern haben könne.
Und schliesslich zeige es, «wie schwierig es ist, wenn man als Kind missbraucht wurde, 20 Jahre später die Beweise dazu zu erbringen», so der Psychologe auf Anfrage von Nau.ch.
Für die Opfer sei das Urteil ein grosser Schock, ist Nuoffer überzeugt. Nachdem die Opfer endlich den Mut hatten zu sprechen, und nachdem sie auch als Opfer anerkannt wurden, erklärten nun die obersten Richter, dass es berechtigte Zweifel gäbe. «Es ist ein Urteil, das diejenigen, die sich noch nicht zu sprechen getraut haben, noch mehr zum Schweigen bringt!» [….]

Es gibt aber einen Mann, dem immer noch die Opfer vollkommen egal sind, der sich mit seiner gesamten Autorität hinter den Täter stellt, den greisen Kinderficker sogar mit Jesus vergleicht: Jorge Bergoglio!

[….] Papst Franziskus hätte am Dienstag schweigen können, nachdem in der Nacht der Freispruch für Kardinal George Pell bekannt geworden war. Das Presseamt des Heiligen Stuhls hätte es bei der knappen Mitteilung belassen können, in der der Freispruch „mit Wohlwollen“ aufgenommen wurde. Aber Papst Franziskus wurde deutlicher. Den Prozess gegen seinen früheren Berater und Finanzchef im Vatikan erwähnte er bei seiner Frühmesse im Vatikan zwar mit keinem Wort. Wen Franziskus meinte, war hingegen eindeutig, als er ausgerechnet am Dienstag von der Verfolgung Jesu predigte und sagte: „Ich möchte heute für alle Menschen beten, die unter einem ungerechten Urteil leiden.“ […..]
(Kölnische Rundschau, 09.04.2020)

Was für eine miese verkommene mitleidslose Sadisten-freundliche amoralische Gestalt doch dieser Papst ist! An so einem Tag findet er kein einziges freundliches Wort für die abertausenden Kinder, die von seinen Priestern vergewaltigt, gequält, geschlagen, ausgebeutet wurden, sondern betet für die Täter.

Falls noch irgendwelche Zweifel bestanden – auch wenn das kaum vorstellbar ist – spätestens heute dürften alle Katholiken wissen wofür ihre Organisation steht.
Das Signal, das die Kirche heute in die Welt hinaussendet lautet:
„Kinderficken? Na klar! Wer es wagt deswegen zu klagen, soll sich warm anziehen! Wir kämpfen für unsere Priester-Päderasten! Missbrauchte Kinder, die sich anschließend aus Gram umbringen sind schwächliche Loser, die wir nur verachten. Für die beten wir nicht!“

[….] Papst Franziskus betete nach dem Freispruch für ungerecht Verurteilte, ohne direkt auf Pell einzugehen: "In diesen Tagen der Fastenzeit haben wir gesehen, welche Verfolgung Jesus erdulden musste", sagte der Papst. "Er wurde von Menschen voller Hass verurteilt, obwohl er unschuldig war. Ich möchte heute für alle Menschen beten, die unter einem ungerechten Urteil leiden."
[….] Anthony Fischer, Pells Nachfolger als Erzbischof von Sydney, der 2003 die Bischofsweihe von Pell erhielt, wertete das Urteil als Sieg für die Kirche. "Das war nicht nur ein Prozess gegen Kardinal Pell, sondern auch gegen unser Rechtssystem und unsere Kultur", sagte er. [….]  Der Prozess gegen Pell sei eine "Verfolgungsjagd" gewesen.
Die Anwälte des Vaters eines inzwischen verstorbenen früheren Chorknaben sagten, dieser sei fassungslos über das Urteil. Ein Netzwerk von Opfern von Missbrauch durch katholische Geistliche teilte mit, es sei wegen des Urteils "entsetzt und untröstlich". [….]

Dienstag, 7. April 2020

Unpopuläre Meinungen


Immer wieder staune ich welche extremen Meinungen und drastische Missstände schulterzuckend hingenommen werden.
Vieles gelingt durch verdrängen. Was nicht genau vor unseren Augen geschieht, wird auch nicht bemerkt.
20.000 Kinder, die jeden Tag elendig an Hunger krepieren, weil die EU und Nordamerika eine abartige Agrarsubventionspolitik betreiben? Ist uns vollkommen egal.
Tausende Menschen, die jedes Jahr aus den durch europäische Waffenexporte ermöglichten Kriegen fliehend im Mittelmeer ersaufen? Nehmen wir achselzuckend hin.
Eine weltumspannende Kinderfickerorganisation, die in allen Erdteilen Myriaden Kinder sexuell missbraucht und die Täter schützt? Wird weiterhin hofiert und finanziert.
Das deutsche Gesundheitssystem auf Gewinnmaximierung umstellen, so daß in 20 Jahren bei steigenden Fallzahlen 50.000 Pflegestellen abgebaut werden und die Hygiene so vernachlässigt wird, daß Myriaden an MRSA-Infektionen sterben?
Muss wohl so sein, denn Abhilfe gegen Krankenhauskeine zu schaffen, ist zwar möglich – siehe Holland – aber auch teuer.
40 Millionen Küken lebendig schreddern und Millionen Ferkel ohne Betäubung kastrieren stört uns gar nicht, weil dadurch die Mettwurst und die Hühnerbrüste im Discounter so schön billig sind.
Echte Faschisten, die den Rechtsradikalismus anheizen, so daß schon tausende Angriffe auf Flüchtlingsheime stattfanden und hunderte Menschen getötet wurden? Macht doch nichts; so eine Partei bekommt in Ostdeutschland mit 25% in die Landtage und kungelt dort mit FDP und CDU, um einen Ministerpräsidenten zu wählen.
Rechtsradikalismus stört gar nicht. Ronald Schill, „Corona sehe ich als Hysterie“, skandalumwobener ehemaliger zweiter Bürgermeister Hamburgs, einer der Wegbereiter des Ausländerhasses, politischer Erpresser, kategorischer Lügner, öffentlicher Großhetzer und schließlich vor der Justiz nach Brasilien geflohener Kokser und Exhibitionist, hockt derzeit wieder einmal in einer deutschen Realityshow und wird von allen anderen Teilnehmern bewundernd und ehrfürchtig als „Richter Schill“ angesprochen.
Es darf nicht nur alles geschehen; es darf auch alles gesagt werden, ohne daß Empörung aufbrandet.

Fast alles jedenfalls.
Wie ich als Tierhaarallergiker seit Jahrzehnten beobachte, gibt es ein Tabu in Deutschland, das aggressiv verteidigt wird: Hunde und Katzen.
Wehe wenn man einen Hundebesitzer in einem kleinen Laden höflich darum bittet das Tier zu sich zu rufen.
Da entwickeln sich die Halter sofort zu giftigen Furien und überziehen einen mit Pöbelattacken.
Ob man dabei Angst vor großen Hunden hat oder aber „nur“ allergisch reagiert, spielt keine Rolle. Sofort ist man „der Hundehasser“ und wird daher von allen Seiten beschimpft.
Fast hätte ich geschrieben „wird wie ein Kinderschänder verachtet“ – aber wer Kinder sexuell quält wird ja  - siehe RKK – toleriert und akzeptiert.
In keinem Fall, in dem ich von wütenden Haltern ausgeschimpft wurde, kam ich je soweit zu erklären, daß ich selbstverständlich nichts gegen Tiere habe, sondern die rücksichtslosen Besitzer das Problem sind. Ein Hund kann ja nichts dafür ein Hund zu sein und kann nicht wissen, daß sein natürliches Verhalten für andere bedrohlich ist oder eine Immunglobulin-E-Ausschüttung verursacht.
Das wäre die Aufgabe des Halters, der seinen Hund in die Öffentlichkeit bringt.

Katzenhalter sind kein bißchen besser. Die leiseste Kritik an ihrer Art sie zu halten oder an den Folgen der massenhaften Katzenhaltung wird sofort mit wütender Verachtung gestraft. Man gilt sofort als Katzenhasser.
Diese sich selbst als „Tierfreunde“ empfindenden Katzenhalter sind es auch, die aufjaulen, wenn es um Windräder geht, die bis zu 100.000 Singvögel im Jahr töten.
Ein schreckliche Zahl, aber die Heuchelei ist gewaltig, da Windräder  verglichen mit Katzen den aussterbenden Vogelarten kaum etwas anhaben.

[….] Katzen & Vögel sind ein höchst emotional besetztes Thema wie viele Millionen Katzenvideos auf Youtube zeigen. Über 8 Millionen Katzen in Deutschland töten viele Millionen Vögel. Amerikanische Studien kamen zu dem Ergebnis, dass jedes Jahr in den USA zwischen 1,4 und 3,7 Milliarden Vögel und zwischen 6,9 und 20,7 Milliarden kleine Säugetiere von Katzen getötet werden. Diese Zahlen lassen sich nicht so einfach auf Deutschland übertragen und viele Fachleute gehen bei uns von geringeren Zahlen aus. Doch jährlich 5 bis weit über 20 Vögel töten viele "Hauskatzen mit Ausgang" und diese Zahlen sind sehr niedrig angesetzt. Das größte Problem für Natur und Vögel ist die zunehmende Zahl von verwilderten Hauskatzen. Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise 2 Millionen verwilderte Katzen. [….]
(BUND)

Niemand bezichtigt eine Katze eine Katze mit ihren natürlichen Instinkten zu sein.
Solche Zahlen über Singvögel zu nennen sind kein Zeichen von Katzenhass, sondern eine neutrale Feststellung.
Während aber die Singvögel versuchen in ihrem angestammten Habitat zu überleben, werden Hauskatzen künstlich von Menschen hinzugefügt.

Der Corona-Virus bringt nun eine spannende Frage auf die Tagesordnung.

Bei Millionen infizierten Menschen und dem wirtschaftlichen Shutdown in weiten Teilen der Welt stellt sich die Frage nach allen Übertragungswegen.

[….] Zunächst war es nur ein Spitz in Hongkong, in dessen Schnauze das Coronavirus gefunden wurde. Dann wurden mindestens ein weiterer Hund und zwei Katzen positiv auf das Coronavirus getestet. Auch in Experimenten infizierten sich Katzen und gaben das Virus anschließend an Artgenossen weiter. Doch bislang gibt es keinen Nachweis, dass die Tiere Virusmengen ausscheiden, die für eine Infektion des Menschen ausreichen. Das für Tiergesundheit zuständige Friedrich-Loeffler-Institut sieht daher keine Veranlassung, dass Menschen jetzt ihren Kontakt zu Haustieren einschränken oder ihre Haustiere abgeben sollten. Wie immer gelten jedoch die Hygieneratschläge: Halter sollten Tiere fern von ihrem Gesicht halten und sich nach dem Kontakt gründlich die Hände waschen. Wer selbst erkrankt ist, sollte das Tier durch ausreichend Abstand schützen. Für Landwirte gab es bereits eine erste vorsichtige Entwarnung. Zumindest Schweine und Geflügel scheinen nicht anfällig für eine Infektion mit Sars-CoV-2 zu sein. [….]

Diesmal also keine Gefahr durch Geflügel, aber wie die Zoo-Tiger und Löwen in New York zeigen, kann das Virus offenbar recht leicht auf Angehörige der Katzenfamilie übertragen werden.

Nachdem nun in den USA 400.000 Menschen infiziert und 13.000 an den Folgen der Covid19 gestorben (Stand heute) sind, fragt man sich welche Maßnahme immer noch als zu drastisch gelten könnte, um sie zu ergreifen.

[….] In der Bronx befindet sich der größte Zoo von New York City. Er meldet die ersten Corona-Fälle. Nadia, ein vier Jahre alter Tiger, wurde positiv getestet. Mehrere Löwen und weitere Tiger zeigten auch Symptome. Das führt zu zwei Fragen. Wenn es für Menschen in New York so schwierig ist, getestet zu werden, wieso wird dann ein Tiger getestet? Und wenn Großkatzen sich mit dem Virus infizieren können, was ist dann mit den laut Schätzung des Haustierverbandes 95 Millionen Hauskatzen in den USA? [….]

Eins ist sicher: Politiker mögen alles tun, um die Kindersexorganisation RKK zu schützen, Waffenhändler pampern, Kriege anzetteln und grauenvolle Zustände in Krankenhäusern oder Gefängnissen achselzuckend akzeptieren.
Aber niemand wird es wagen 95 Millionen Hauskatzen töten zu lassen.
Schweine, Vögel, Küken, Rinder ja. Täglich hunderte Tier- und Pflanzenarten aussterben lassen ist kein Problem.
Aber bei Hauskatzen ist alles anders.