Freitag, 5. Mai 2017

Der christliche Kandidat



Amerikas Christen im Glück; endlich residiert wieder einer der ihren im Weißen Haus – nach all den Jahren mit dem schwulen Musel-Atheisten.

[…..] The religious right boosted the thrice-married, porn-loving, pussy-grabbing Donald Trump into the White House and now it appears they are going to get paid. Politico has reported that on Thursday, which is the National Day of Prayer, Trump will likely sign a “religious liberty” executive order intended to grant broad rights to religious conservatives to discriminate against LGBT people and women perceived to be sexually immoral. […..]

Der Vielficker und Mösengrabscher mit der grundsätzlichen Wahrheits-Aversion ist ein Kandidat nach dem Geschmack der Evangelikalen.
Mit einer neuen Order garantiert Trump den Kirchen sich weiterhin stark für konservative Politiker einzusetzen, ohne ihre Steuerbefreiung zu riskieren und ermöglicht ihn nach Herzenslust gegen Schwule, Masturbatoren und sonstige Satanisten zu hetzen.

[….] President Donald Trump on Thursday made good on a promise to allow religious organizations greater freedom in political speech.

"Faith is deeply embedded into the history of our country, the spirit of our founding and the soul of our nation," Trump said in the Rose Garden at a National Day of Prayer event with religious leaders and White House staff. "We will not allow people of faith to be targeted, bullied or silenced anymore."
The president declared his administration would be "leading by example" on religious liberty in the United States.
Religious leaders prayed in the garden just before Trump signed the executive order. […..]

Nach 100 Tagen Holperei läuft es endlich rund.
Sich selbst und anderen Milliardären schanzt Trump milliardenschwere Steuerentlastungen zu und dafür wird bis zu 25 Millionen ärmeren Amerikaner die Krankenversicherung gestrichen.

Republican bill generates unity—patients hate it, docs hate it, hospitals hate it, insurers hate it. [….]
 
Das House stimmte gestern zu, obwohl kein einziger Abgeordneter die Gelegenheit bekam das Gesetz zu lesen, für das er stimmte.
Ein wichtiges Detail bei der Streichorgie für chronisch Kranke und Behinderte wurde allerdings herausgehoben: Die Kongressabgeordneten selbst sind von allen Leistungs-Streichungen in der Gesundheitsversorgung ausgenommen.
Deswegen feiern sie jetzt ihren Erfolg. Trump grinst über alle vier Backen.

[…..] It is a rare unifying moment. Hospitals, doctors, health insurers and some consumer groups, with few exceptions, are speaking with one voice and urging significant changes to the Republican health care legislation that passed the House on Thursday.
The bill’s impact is wide-ranging, potentially affecting not only the millions who could lose coverage through deep cuts in Medicaid or no longer be able to afford to buy coverage in the state marketplaces. [….]

Ja, so mag es Jesus. Arme und Kranke  bekommen einen kräftigen Tritt in den Arsch, müssen nun wieder mehr leiden und früher sterben, um den Multimilliardären mehr Milliarden zuzuschieben.

Trump ist für US-Evangelikale der „Traumpräsident“
Eine Umfrage Ende April hatte ergeben, dass 73 Prozent der weißen Evangelikalen zufrieden sind mit seiner Arbeit als Präsident; in der Gesamtbevölkerung sind es nur halb so viele. [….]

Bigotterie, Buckeln vor der Geldelite und dafür den Armen und Kranken massiv schaden. Das freut das Christenherz.

Nicht nur Trump und das House erfreuen die frommen Amerikaner, auch der Senat drosch kräftig auf die Normalverdiener ein, ging ihnen an die Pensionen.

[….] Yesterday, Congressional Republicans took another jab at the working class Americans they claim represent. Their latest target: retirement security.
In a 50-49 vote in the Senate, Republicans rolled back rules issued by the Department of Labor under President Obama that would have expanded access to retirement plans in California, Oregon, and six other states.
[……] It's another example of Republicans betraying their voters to serve powerful corporate interests -- altering the rules of the economy to enrich the Big Banks, even if that means 55 million Americans have no way to save for retirement. […..]

Das Schönste aber sind die Bilder aus dem Weißen Haus, das endlich wirklich wieder „weiß“ wirkt.
Keine „Neger“ weit und breit. Die Mächtigen sind jetzt wieder ausschließlich weiß, alt, männlich und steinreich, so wie es Jesus mag.



[….] You'll likely notice -- as the Internet did very quickly -- that there are only white men visible in that picture. Which is not a great image to be sending to the country following the passage of a controversial healthcare law and while fighting back against the stereotype that your party is largely populated by, wait for it, white men. [….]

Nur die Kack-New Yorker tanzen aus der Reihe. Das multikuturelle Gesindel.
Alles voll mit Atheisten, Schwarzköppen und Homoperversen da. 

[….] Today, Trump returned to New York City for the first time since he took office. Instead of a warm welcome he was met with furious protest. As he arrived in the city to give a speech in front of the decommissioned aircraft carrier the USS Intrepid,  the crowd chanted:
“New York hates you.” […..]

Kein Wunder, daß sich Trump für Altright, KKK und Bannon begeistert.
Make America white again.


Die republikanische Partei geht mutig voran. Raus mit den Dunklen, raus mit den schwanzlosen Ungeheuern.

[……] Of the 238 members of the House Republican conference, just 21 of them are women, according to statistics provided by the indispensable Center for American Women and Politics at Rutgers University. That means that less than 9% of House Republicans are women. [……] On race, House Republicans fare even worse. They currently have only two black members -- Reps. Mia Love of Utah and Will Hurd of Texas. That duo accounts for 0.8% of the total Republican conference in the House. [….]

Nun fehlt nur noch ein Atomkrieg mit Nordkorea und Trump wird zum Gott erhoben.
Aber jetzt ist er schon fast perfekt.


Trump: My first 100 days are 'just about the most successful' in US history [….]

Sean Hannity And Lou Dobbs Agree: Donald Trump ‘Pretty Close To Perfect’
“This guy, he’s worked his tail off.” […..]



Donnerstag, 4. Mai 2017

AfD wirkt.



Eigentlich ganz geschickt, wie sich die Union vor den wichtigen Wahlen auf spreizt.

Merkel gibt öffentlich die freundliche Frau, verteidigt die Doppelte Staatsbürgerschaft, die es eigentlich gar nicht gibt und die sie selbst in den 20 Jahren zuvor hart ablehnte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die doppelte Staatsbürgerschaft gegen teils massive Kritik auch aus den eigenen Reihen verteidigt. "Ein Türkischstämmiger mit Doppelpass kann ebenso loyal zu Deutschland stehen wie ein Türkischstämmiger, der nur die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt", sagte die CDU-Vorsitzende der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. [….]

Während Merkel auf diese Weise die Multikulti-freundlichen Wähler einsammelt, die früher für die Grünen gestimmt haben und nun auch mal der CDU ihr Votum geben, nachdem die Grünen-Chef seit Jahren für die CDU schwärmen, propagieren Merkels wichtigste Minister das diametrale Gegenteil.

Thomas de Maizière verbreitet ungeniert dumpfdeutsche Thesen aus der Mottenkiste, die möglichst effektiv das Land spalten sollen.

Der Leitkulturmurx, seit 18 Jahren immer wieder von der Union aufgetischt, wenn ihnen inhaltlich nichts einfällt, wirkt immer noch anziehend auf die Wähler. Schon schrumpft die AfD. Auch wenn in 20 Jahren noch kein Unionspolitiker in der Lage war zu erklären was „die Leitkultur“ eigentlich sein soll.

Vermutlich ist es aber gerade diese hanebüchene Primitivität der de Maizière-Thesen, die sie beim rechten Mob erfolgreich macht.

[….] Man mag sich wundern, was im Wünsch-dir-was-Katalog des Ministers so alles fehlt. Aber wirklich wunderlich ist es, dass er sein Sammelsurium von Nichtigkeiten und Wichtigkeiten schwarz-rot-golden anstreicht und zur deutschen Leitkultur erklärt. Das ist so albern, dass es einen drängt, den Minister zum Alberich zu erklären.

[….] Es verhielt sich damit so wie mit dem kleinen Jungen und der Semmeltüte: Wenn nichts mehr drin ist, bläst er die Tüte auf, haut drauf und freut sich, wenn's knallt - und alle ein wenig erschrecken; konservative Kreise haben sich damals darüber gefreut, dass von der CDU wieder was Knalliges zu hören war; und Angela Merkel hat seinerzeit die Knallerei mit einem Geständnis geadelt und dann zur Marschmusik der Union erklärt: Man müsse die Leitkultur in die Programme schreiben, weil sich "die anderen so wunderschön darüber aufregen".[….]

Prantl mag sich wundern, aber der Multikulti-tiefbraun-Mix wirkt.
Schockten die Umfrageinstitute die Union vor einem Monat noch mit Zahlen, welche die SPD vor der CDU/CSU sahen, liegt nun die Union wieder deutliche sieben bis acht Prozentpunkte vor den Sozis.
Die Genossen sind wieder klar unter die 30%-Marke gerutscht und scheinen sich wieder in Richtung der unteren 20er aus der Gabriel-Zeit zu bewegen.

Mit dem Spagat aus „Kümmerer-Merkel mit Herz“ und „Ausländer-Raus-SpahndeMaizièreKlöckner“ wird Schulz platt gemacht.
Nun greift er nicht mehr an, sondern reagiert nur noch – und das auch noch beleidigt.

[…..]"CDU/CSU steigen in den Umfragen, weil die AfD sich selbst zerlegt", sagte Schulz dem Abendblatt. "Und die Merkel-CDU macht einen Rechtsruck, um Wähler am rechten Rand an sich zu binden." Die Thesen von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) zur deutschen Leitkultur beispielsweise zielten "ganz klar auf Wähler am rechten Rand". [….]
(Abendblatt, 03.05.2017)

Das alte Unions-Doppelspiel. Man ist konservativ und christlich-mitfühlend.
Falls die Sozis mal „Christlich“ im Sinne von Nächstenliebe erscheinen, so sind sie natürlich Vaterlandsverräter, die Deutschland „umvolken“ wollen.

Beispiel Landtagswahl in Schleswig Holstein – am 07.Mai 2017 – der regierende SPD MP Albig kann sich nicht dafür erwärmen Bürgerkriegsflüchtlinge, die alles verloren haben und denen Tod und Gewalt in der Heimat droht, wieder abzuschieben.

[…..] Kurz vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) den von seiner Regierung angeordneten Abschiebestopp für abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan verteidigt. Die schleswig-holsteinische Landesregierung habe gezeigt "wie man Humanität organisiert", sagte Albig am Donnerstag bei einer Kundgebung mit SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in Kiel. Er könne es nicht ertragen, wenn "vor lauter Zynismus" erzählt werde, dass eine Gesellschaft mit 82 Millionen Menschen dadurch besser werde, einmal im Monat einen Abschiebeflug nach Kabul zu schicken.
(Afp, 04.05.17)

Albigs Herausforderer von der CDU, der junge Daniel Günther ist hingegen ausdrücklich dafür Familien auseinander zu reißen und mit maximalem Aufwand ins Unglück zu stürzen.

[….] Innenminister Stefan Studt (SPD) hat angeordnet, dass in den kommenden drei Monaten keine Menschen nach Afghanistan abgeschoben werden dürfen. Der Grund ist die aktuell angespannte und teils unklare Sicherheitslage. So kann nach Angaben der Landesregierung nicht sichergestellt werden, dass afghanische Staatsangehörige unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Standards sicher und würdevoll zurückgeführt werden. "Ein Abschiebungsstopp war daher aus humanitären Gründen geboten", sagte Studt.
Im Dezember des vergangenen Jahres stellte der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen fest, dass im gesamten Staatsgebiet Afghanistans ein innerstaatlicher bewaffneter Konflikt lodert. Sichere Gebiete, in die Abschiebungen möglich sind, können demnach nicht bestimmt werden. Im vergangenen Jahr waren in dem Land laut einem Bericht der Vereinten Nationen so viele Zivilisten getötet worden, wie seit 2009 nicht. Auf diese Erkenntnisse stützt sich die Entscheidung der Landesregierung. [….] Auch die Grünen-Landtagsfraktionschefin Eka von Kalben lobte Studt: "Ich bin stolz auf diesen Innenminister, der - auch wenn es mal etwas auffrischt ­ einen klar humanitären Kurs behält."
Dagegen übte der CDU-Landesvorsitzende Daniel Günther massive Kritik: "Kein anderes europäisches Land hat die Abschiebungen nach Afghanistan gestoppt." Ganz offensichtlich sei der pauschale Abschiebestopp der Regierung von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) "in der Sache unbegründet", so Günther. […..]

Für die brutale antihumanitäre Linie Günthers gibt es zwei gute Argumente.

Einerseits sollen sich aus Deutschland nach Afghanistan abgeschobene Afghanen nicht beklagen, wenn sie kurz nach der Ankunft in Kabul einem Attentat zum Opfer fallen. Sie wären keine Ziele, sondern würden nur zufällig ganz nebenbei mit massakriert. Also kein Grund sich aufzuregen.


De Maizière verteidigt Abschiebungen
Zivilisten seien in Afghanistan nicht Ziel, sondern nur Opfer von Anschlägen. So rechtfertigt de Maizière Abschiebungen. [….]

Ja, so geht christliche Nächstenliebe.

Daniel Günther, 43, CDU, Verwaltungsbeamter aus Eckernförde, ist praktizierender und streng gläubiger Katholik, der daher 2016 mit dem genialen Vorschlag berühmt wurde eine Schweinefleischpflicht in Kantinen einführen, da es gesund und ausgewogen sei und zur deutschen Kultur gehöre.

Der fromme Familienvater von drei Kindern, 2002 bis 2006 Mitglied im Gemeinderat der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Eckernförde, sowie seit 2014 Mitglied des Caritasrates SH, weiß eben wie christliche Nächstenliebe zu verstehen ist:
Alles abschieben, was nicht arisch ist.
Denn Gott spricht deutsch und christlich ist nur das was Deutschlands Rechten nützt.

Kein Wunder, daß die Nord-CDU überraschend in den letzten Tagen die SPD in Wahlumfragen überholte.
Gott ist mir ihr.

Und wer braucht schon noch eine AfD, wenn die CDU für Schweinefleischfresspflicht, Ausländerstopp und Zwangshändeschütteln sorgt?


Mittwoch, 3. Mai 2017

Welches Kraut raucht Breit-Keßler? – Teil III



Wie viele Kolumnen schreibt Bischöfin Susanne Breit-Keßler wohl im Monat?
Eine für den Gong und noch eine für Chrismon?

Der Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern sind offenbar längst die Ideen ausgegangen und wenn sie nicht auf die 14.000 katholischen Heiligen und Märtyrer zurückgreifen will, bleibt ihr als Aufhänger nur noch einen der Tausend Gedenk-Tage aufzupicken.

Den Niedergang der evangelischen Theologie Illustriert Käßmann mit ihrer BILD-Kolumne mustergültig. Ein paar Zeilen in Deutschlands unseriösester Großbuchstaben-Zeitung, scheinen genau das zu sein, wofür ein EKD-Funktionärs-Intellekt taugt.

(…..) Frappierend ist insbesondere die Unfähigkeit dieser Kategorie der Plapper-Bischöfinnen über ihren eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Genau wie Kollegin Käßmann, nimmt auch Breit-Keßler stets sich selbst und ihr eigenes Leben zum Maßstab.
In ihren Texten erzählt sie aus ihrer Familie, ihrem Alltag, beschreibt was ihr gefällt und überträgt das dann flugs auf alle anderen.

Die ganze bischöfliche Theologie ließe sich auf den Kernsatz: „Seid alle so wie ich, dann wird alles gut!“ reduzieren.

Auch in der heutigen Kolumne geht das so. (….)

Man haue mal eben seine eigenen Spontangedanken zu einem Topos heraus, ohne von irgendeiner Spur Hintergrundwissen belastet zu sein und google dazu ein passendes Jesus-Zitat. Oder Luther. Höchstwahrscheinlich gibt es dazu inzwischen auch eine Ebb, damit man nicht allzu lange recherchieren muß.

Ich (Käßmann-Breit-Keßler-Schneider-Bedford-Strohm) finde Rosen hübsch und das sagt Jesus ja auch! (……)

In der aktuellen GONG-Kolumne übertrifft sich Breit-Keßler bezüglich der Sinnlosigkeit selbst.
Erst fällt ihr kein Thema ein, dann pickt sie einen zufälligen Gedenktag aus dem Kalender, findet dazu aber noch nicht mal eine Bibelstelle und breitet sich dann darüber aus wie Jesus ein Nicht-Thema, zu dem er auch nie etwas sagte, vielleicht gesehen hätte.
Sagenhaft!

Das ist wirklich so wie mit der sprichwörtlichen widerlichen toten Qualle am Strand, mit mir und Bischöfin Breit-Keßler.
Man weiß ja, das Vieh sieht ekelhaft aus, aber man schafft es nicht sich zurückzuhalten und geht doch hin, um mit einem Stock im Kadaver zu stochern.

Nun hatte ich schon extra wegen ihr mein GONG-Abo gekündigt, aber kann immer noch nicht so recht von ihr lassen, schiele nach ihren neusten frommen Phrasen und hoffe, daß mir dabei nicht allzu viele Hirnzellen absterben.
(……)

Während die BILD-Kolumnen der Kollegin Käßmann immerhin zwei Dinge transportieren – nämlich die höchst naive Privatansicht der Autorin und den Beweis für ihre intellektuelle Niveaulosigkeit, präsentiert sich Breit-Keßler in GONG und Chrismon klinisch inhaltsfrei.
Sie liefert Sätze ohne Relevanz, Worte ohne Bedeutung und Texte ohne Message.

Was folgt aber aus dieser Selbst-Diminuierung der protestantischen Kirchenfürstinnen?

Die Konsequenzen sind die zu Erwartenden. Die Gläubigen laufen zu Hundertausenden schreiend davon und außerdem will niemand mehr für den Verein arbeiten, der solche Führer hervorbringt.

[….]  Die Kirchen in Norddeutschland stehen vor einer Pensionierungswelle. Im katholischen Erzbistum geht bis zum Jahr 2030 gut ein Drittel der Priester in den Ruhestand – und geeigneter Nachwuchs ist schwer zu finden. In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Norddeutschlands sind es fast 40 Prozent der Pastorinnen und Pastoren, die ihren Dienst in den nächsten acht Jahren altersbedingt quittieren.
[….] Wie die Leiterin der Bildungs­abteilung im EKD-Kirchenamt, Birgit Sendler-Koschel, sagt, werden deshalb in den kommenden zehn Jahren "bundesweit Tausende neue Pfarrerinnen und Pfarrer benötigt".
[….]  "Die Nordkirche sucht fitten Nachwuchs", sagt Nachwuchsförderin Christiane de Vos. [….]