Donnerstag, 25. August 2016

Coole Briten.



Die britische Regierungschefin May urlaubt in der Schweiz. In London hält Boris Johnson die Stellung. Der Irre ist als ranghöchster Minister in charge.
May und ihre Leute lassen es ruhig angehen.
War da nicht was?

Ach ja, der Brexit. Das ist jetzt neun Wochen her und keiner der europafeindlichen Konservativen in der englischen Regierung hat die geringste Ahnung wie man den Austritt aus der EU bewerkstelligen soll.
Teresa May denkt gar nicht daran den Austrittsprozess nach Artikel 50 zu beginnen und läßt damit die EU-Größen Schulz und Juncker, die dies gefordert hatten mal wieder am ausgetreckten Arm verhungern.
Sicher ist nur eins: Die britische Wirtschaft trudelt bergab. Es wird nicht mehr investiert, die Immobilienpreise sinken, das Pfund verliert an Wert und insbesondere bei Londons Bankern geht die Angst um, weil eine Menge internationaler Geldinstitute das Land verlassen müssen, wenn England nicht mehr als Zugang zum EU-Finanzmarkt fungieren kann.
Mays Regierung ist auf Merkel-Kurs: Zaudern, zögern, Zeit lassen.
Das gefällt der rechtsradikalen Pest und der verlogenen Murdoch-Presse gar nicht. Sie machen umso stärker Stimmung gegen Ausländer.

Das englische Revolverblatt Daily Express nennt sich auf seiner Titelseite recht unbescheiden "Die beste Zeitung der Welt". Als solche sieht es seine vornehmliche Aufgabe darin, den unverzüglichen Austritt aus der EU zu fordern und Stimmung gegen in Großbritannien lebende EU-Bürger zu machen. Ende der vergangenen Woche verkündete der Express in großen Lettern, dass 2,2 Millionen Menschen im Vereinigten Königreich arbeiteten, die vom europäischen Kontinent stammen. Diese Zahl sei "schockierend", befand das Blatt, und wies darauf hin, dass fast eine Million dieser Arbeiter aus "acht vormals kommunistischen Staaten" stamme.
Was das Blatt macht, ist offensichtlich: Es insinuiert, dass es schlecht ist, dass diese Menschen in Großbritannien leben, obwohl sie dort Steuern zahlen. Die Folge dieser Art von Berichterstattung ist unter anderem, dass fremdenfeindliche Übergriffe auf der Insel seit dem Votum gegen die EU-Mitgliedschaft laut Polizeiangaben um 57 Prozent zugenommen haben. […..]

Die Rechten fühlen sich stark. Endlich kann man die Ausländer alle rausschmeißen. Weg mit denen.
Vergessen wird dabei aber, daß auch mindestens 1,2 Millionen Briten in anderen EU-Ländern leben. Trumpsche Ausweisungsdelikte aus Großbritannien könnten die anderen EU-Länder also mit gleicher Münze heimzahlen.
Man muß also irgendwie einen Modus Vivendi finden und dabei sitzt die EU am längeren Hebel. Die EU kann zwar schlecht ohne GB, aber GB kann noch viel schlechter ohne die EU.
Nigel Farage, Freund der Rechtsradikalen in aller Welt, hatte sich direkt nach dem Austrittsreferendum vom 23.06.2016 abgesetzt. Die Suppe, die er einbrockte, mag er nicht auslöffeln.

 Was Farage jetzt macht?


Brüssel-hassende Torys hatten den Eindruck erweckt man könne ja einfach so am EU-Wirtschaftsraum teilnehmen, ohne EU-Mitglied zu sein. Die Segnungen Europas genießen, aber die Pflichten ablehnen. Vorbild Norwegen.
Dieser Plan wird aber nicht klappen, da mit Norwegen auch Niederlassungsfreiheit vereinbart wurde.
Norwegen muß zudem alle Zahlungen an Brüssel leisten, die es als EU-Mitglied auch beitragen müßte.
England könnte nach diesem Modell also bestenfalls erreichen genauso viel wie vorher an Brüssel zu zahlen, genauso viele EU-Ausländer aufnehmen zu müssen wie bisher, dafür aber alle Mitspracherechte verlieren.
Aber das ist Bestcase-Szenario.
Erforderlich ist dazu nicht nur das OK der EU, sondern auch ein einstimmiges Votum der anderen Efta- und EWR-Länder. Die denken aber gar nicht dran.
Würde nämlich England Teil des EWR, wären Norwegen, Island und Liechtenstein aufgrund des Einstimmigkeitsprinzips zukünftig immer auf Englands „Ja“ angewiesen und wie egoistisch die Londoner Regierung gegenüber den anderen Europäern denkt, wurde am 23.06.16 eindrucksvoll bewiesen. Wieso sollten sich die vier Kleinen das böse England ins Boot holen?

[….] Norwegen ist Mitglied in der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta), ebenso wie Island, Liechtenstein und die Schweiz. Aus der 1960 gegründeten Organisation waren im Lauf der Zeit sechs Mitglieder zur Europäischen Gemeinschaft gewechselt, Großbritannien 1973. Die verbliebenen Efta-Staaten wurden in den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) integriert, mit Ausnahme der Schweiz, die ihr Verhältnis zur EU in bilateralen Verträgen regelt. Norwegen zahlt Beiträge an die Union und setzt die meisten Brüsseler Entscheidungen in nationales Recht um: Auf norwegischen Zigarettenpackungen stehen die von Brüssel vorgegeben Warnungen, und das Land steht EU-Bürgern genauso offen wie jeder Mitgliedstaat. Nur mitentscheiden darf Norwegen nicht.
Der Gedanke, Großbritannien könnte in die Efta zurückkehren, stößt in Oslo auf gemischte Gefühle. "Es ist nicht sicher, dass es gut wäre, ein großes Land in eine solche Organisation zu lassen", sagte EU-Ministerin Elisabeth Vik Aspaker der norwegischen Tageszeitung Aftenposten. "Es würde die Balance verschieben, was nicht unbedingt in Norwegens Interesse ist." Über neue Mitglieder entscheidet die Efta einstimmig. Norwegen wäre es theoretisch möglich, einen Beitritt zu blockieren. [….]

In der Woche nach dem „Brexit-Votum“ lachte der Rest Europas über verblödete britische Wähler, die ein zweites Referendum verlangten, weil sie beim ersten mal gar nicht gewußt hätten worüber sie abstimmten.
Noch verdummter waren die britischen Jugendlichen, die wegen ihrer Vakuumköpfigkeit verschliefen überhaupt abzustimmen.
Wähler sind eben fast überall Idioten.

Erstaunlich ist aber im Fall Großbritanniens, daß auch die Toppolitiker, die für den Brexit warben, die auch jetzt dafür zuständig sind, nicht nur keine Idee haben wie das Vorhaben umgesetzt werden soll, sondern immer noch fehlinformiert sind.

Die Briten haben nicht einmal den Ansatz eines Planes für den Brexit
[….] Tatsächlich aber weiß niemand, was der Brexit bedeutet, und es wird immer deutlicher, dass die EU-Gegner nicht einmal den Ansatz eines Plans hatten, was im Falle eines Votums für den Austritt zu tun wäre. Der äußerst EU-kritische Brexit-Minister David Davis glaubte allen Ernstes eine Weile, man könne nach dem Austritt mit den meisten Staaten auf dem Kontinent bilaterale Handelsabkommen schließen. Er übersah, dass die meisten dieser Staaten solche Abkommen gemeinsam unterschreiben, als Block, weil sie in einer Organisation namens EU zusammengeschlossen sind. Hätte man Davis das in Ruhe erklärt, wer weiß: Vielleicht hätte er sich erkundigt, ob man diesem Block nicht beitreten könnte.
Die Austrittsverhandlungen beginnen erst, wenn die Briten Brüssel gemäß Artikel 50 des EU-Vertrags darüber informieren, dass sie die Union verlassen wollen. Da jedoch das Ausmaß der Planlosigkeit immer deutlicher wird, hat Theresa May kein Interesse daran, das allzu bald zu tun. Zum einen fehlt es an Verhandlern, zum anderen ist nicht klar, worüber im Detail verhandelt werden soll.
[….] Das Thema ist, gelinde gesagt, komplex, und viele EU-Gegner reagieren darauf mit Trotz. Teile der EU-kritischen Presse fordern, man solle einfach jetzt und sofort und ohne Verhandlungen austreten. Das könne ja wohl nicht so schwierig sein. Das ist in der Verkennung der Realität beinahe rührend dämlich, und es könnte auch ziemlich witzig sein, wenn es nicht diese Blätter gewesen wären, die in jahrelanger Hetze gegen die EU mit Lügen und Propaganda den Nährboden für den Austritt bereitet hätten.
Dass das Pfund gefallen ist, dass die Zentralbank aus Angst vor einer Rezession den Leitzins auf ein historisches Tief herabstufte und die Wachstumsprognose deutlich senkte, dass am Finanzplatz London die Stimmung beispiellos mies ist, ficht die EU-Gegner nicht an. [….]

Aufgrund der eigenen Totalinkompetenz bleibt den regierenden Torys nur das ewige Aussitzen.
Ausbaden müssen das Politversagen unter anderem die EU-Bürger in England, die aus Frust über den nichts durchgeführten Brexit zunehmende dem Hass des rechten Pöbels ausgesetzt sind.
Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon wird allerdings genauso wenig wie die Kollegen in Nordirland abwarten, sondern ihre Unabhängigkeitsbestrebungen weiter verfolgen.
Das hässliche Gesicht Englands erlebt sie deutlicher denn je.

[….] In Sturgeons Fragestunde meldete sich schließlich die Italienerin Caroline Magoha. Sie erzählte unter Tränen, dass sie seit dem Brexit-Votum auf halbgepackten Taschen sitze. Ihr Sohn sei in der Schule als Schmarotzer beschimpft worden. Vielen im Saal wurde in diesem Moment erst bewusst, was das Votum für den Brexit emotional für die im Land lebenden EU-Bürger bedeutet. Sturgeon sagte, dies breche ihr das Herz. [….]

Mittwoch, 24. August 2016

Frauenbilder.



Wenn sich ausgerechnet die CSU, die sich bis heute massiv gegen die rechtliche Gleichstellung von Schwulen wehrt, Toleranz gegenüber Homosexueller einfordert, weil sie damit ihre Islamophobie bedient, stinkt es.

Es stinkt, wenn ausgerechnet die Parteien des Bundestages, die sich bis heute hartnäckig gegen Frauenquoten und „equal pay“ sperren, nun mit Gesetzen auf die drei Burka-Trägerinnen Deutschlands reagieren.
Im Namen der Frauenrechte, ja ja.
Familien auseinanderreißen, indem der Familiennachzug verboten wird und Frauen in Mittelmeer ersaufen lassen stört nicht weiter, aber wehe eine von denen überlebt und trägt dann bei uns einen Niqab!


Jetzt ist das Hamburger Abendblatt, neues konservatives Flaggschiff der Funke-Mediengruppe total durchgedreht.
Back to the 1950s.

Mit der Bildunterschrift „Eine junge Frau liegt traurig im Bett und schaut auf eine Kerze (Symbolbild)“ illustriert es einen Artikel über den hohen Anteil von Singlehaushalten in Hamburg.

Klar, eine Frau, die keinen Mann abbekommt, hat ihren Lebenssinn verfehlt und muß daher in Depressionen versinken.

(HH Abla Bebilderung zum Thema Singles in Hamburg)
Das Abendblatt erklärt die Sinnlosigkeit eines Lebens ohne „einen starken Mann“ am Beispiel „Anna“.

Sie kam vor vier Jahren nach Hamburg, vor allem für einen neuen Job – aber auch mit der Hoffnung, hier den Mann fürs Leben zu finden. So viele Bars und Clubs, Musik- und Kulturevents, so viele Gelegenheiten – müsste da nicht früher oder später ein Typ auftauchen, der ihren Vorstellungen entspricht? Ein Gentleman alter Schule, respektvoll, mit beiden Beinen im Leben stehend, ein "starker Mann", wie sie sagt. Und müsste dann nicht früher oder später auch ihr das Glück widerfahren, dass es dann funkt zwischen ihr und einem solchen Mann?
Nun, nach mehr als einem Dutzend Dates, ist Anna ernüchtert. […..]
Das Statistikamt Nord beziffert die 2015 in Hamburg Alleinstehenden auf rund 560.000.
Aus Abendblatt-Perspektive ist das wie folgt zu deuten:
Zu den Alleinstehenden gehören bedauernswerte Witwen, die ihre Ehemänner verloren haben, unverheiratete Frauen, die darüber verzweifeln, daß sie noch keinen passenden Ernährer und Beschützer gefunden haben und schließlich auch männliche Singles, die sich amüsieren.
Klar, denn ein unverheirateter Mann ist glücklich allein und führt ein schönes Leben ohne Verantwortung übernehmen zu müssen.

Das Problem aus [Annas]  Sicht: "Seitdem ich in Hamburg bin, treffe ich vor allem Männer, die sehr unentschlossen sind und keine feste Bindung eingehen wollen. Die genießen ihre Freiheit." […..]

Frauen können sich natürlich nicht amüsieren und nicht ihre Freiheit genießen.

Wenn Frauen allein leben, womöglich sogar ein Kind erziehen, ist das für die hilflosen, dummen Dinger ein Trauma, das sie „bewältigen“ müssen.
Immerhin könnten sie dabei auf die schlimmen Erfahrungen ihrer Mütter zurückgreifen, die teilweise auch schon ohne die Befehle eines Familienoberhauptes auskommen mußten – das folgert Hasse aus den Erkenntnissen des Heidelberger Soziologen Jan Eckard.

Dass Frauen immer öfter ohne Partner leben, liegt dem Soziologen zufolge teilweise auch an der immer häufigeren Erfahrung, als Kind einer alleinerziehenden Mutter aufzuwachsen. Dabei könnten Frau die Bewältigungsstrategien ihrer allein lebenden Mütter lernen und seien deshalb gut auf ein Leben ohne Partner vorbereitet. [….]

Früher, in den guten alten Zeiten der 1950er Jahre, durften Frauen nicht ohne Zustimmung des Ehemannes arbeiten, kein Konto eröffnen und das Oberhaupt der Familie hatte bis in die 1990er Jahre das Recht sein Weib straflos zu vergewaltigen.
Da gab es noch keine Scheidungen, weil das schwache Geschlecht ohne Mann finanziell gar nicht überleben konnte. Alleinerziehenden wurden die Kinder weggenommen und zu Hunderttausenden in Kirchliche Heime gesteckt, um dort geschlagen und vergewaltigt zu werden.
Da blieben Frauen lieber bei ihrem Mann, der sie schlug und vergewaltigte.

Heute gibt es Sozialhilfen für Frauen, Frauenhäuser, Schläge und Vergewaltigungen werden gerichtlich geahndet, Frauen dürfen arbeiten was sie wollen und ihr eigenes Bankkonto haben.

Eine der daraus folgenden Konsequenzen ist die, daß frau eine miese Ehe nicht mehr weiterführen muß.
Eine andere Konsequenz ist der Abbau des Stigmas unverheiratet zu sein.
Frau und Mann müssen sich eigentlich nicht mehr dafür rechtfertigen, wenn nicht direkt nach der Schule heiraten, wenn sie gerne Single bleiben, oder wenn sie ganz andere Formen der Gemeinschaft finden.
Paare ziehen vielleicht unverheiratet Kinder groß, Liebende leben in verschiedenen Wohnungen, Singles erweitern ihre Freundeskreise zu dem was früher Familien waren. Der Vorteil ist, daß man seine Freunde aussuchen kann; die Familie nicht.
Es ist ein längst überholter Mythos, daß Singles verantwortungsloser wären.
Man kümmert sich gegenseitig.
Und jeder, der wie ich längere Zeit auf Palliativ- und Intensivstationen zu tun hatte, weiß daß Alte und Kranke am meisten von ihren unverheirateten Kindern und Freunden umsorgt werden, weil die Söhne und Töchter, die selbst fünf Blagen haben, ihren Fokus auf die eigene Brut richten.
Die Möglichkeit zu haben als Single zu leben, sich scheiden lassen zu können, einem persönlichen Lebensmodell zu frönen, ist eine ausgesprochen gute Sache.
Nur beim Abendblatt ist das noch nicht angekommen.

Dienstag, 23. August 2016

Hamsterkauf.

Verdammte Hamburger Vermieter.
Nach meiner Stammapotheke, dem Stammphotoladen und meinem Stammbuchladen, erwischt es jetzt auch noch meinen Teeladen in den Colonnaden. Mir fiel ein Hammer auf den Kopf, als ich da heute die „Räumungsverkauf“-Beschilderung sah.
Da kaufe ich schon ewig und da ich über ostfriesische Wurzeln verfüge, bin ich picky. Auch der Teeladen macht nächsten Monat zu, weil Internet und raffgierige Vermieter mit ihren gewaltigen Quadratmeterpreisen die kleinen inhabergeführten Geschäfte verdrängen. Bis irgendwann nur noch Maklerbüros, Banken und große Ketten die Innenstädte prägen.
Dafür fährt man dann aber nicht mehr in die Stadt; so werden es weniger Kunden und die verbliebenen individuellen kleinen Läden haben es noch schwerer.
Wie soll man da noch in Ruhe seine Hamsterkäufer machen, zu denen Blitzbirne de Maizière die Bevölkerung aufruft?
des Innenministers ziemlich sicher, daß keinerlei Vorratshortung von Lebensmitteln notwendig ist, aber ich habe meine individuellen Gründe.
Die Wettervorhersage. Die nächsten Tage in Norddeutschland werden unerträglich heiß.
Da kann ich keinesfalls meine Wohnhöhle verlassen; also muß genug zum Überleben hier sein: Rubbellose und Rucola, Kaffee und Kaneeltee.

Meine Vorräte sind nicht so recht deckungsgleich mit dem was die Bundesregierung offenbar verlangt.


2 Liter Wasser pro Tag sehe ich ja noch ein.
Aber Reis und Nudeln? Wie soll man die ohne Wasser und Strom zubereiten?
Dazu müsste die öffentliche Wasserversorgung schon noch funktionieren und wenn die funktioniert, wozu soll man dann derart viel Mineralwasser horten?
Das wird auch noch bekanntgegeben nachdem gerade vor zwei Wochen Studien kursierten, daß Leitungswasser in Deutschland besser als Mineralwasser ist. Letzteres ist mit Rückständen aus den PET-Flaschen belastet und kostet dafür 200 mal so viel, wie das H2O aus der Leitung.
Mineralwasser zu kaufen ist eine Dummensteuer zu Gunsten der Nahrungsmittelgiganten wie Nestlé.

Das Konzept des unbedingten Überlebens ist mir ohnehin rätselhaft.
Wozu?


Ich fange doch nicht an wie ein polnischer Prepper uralte Würste im Vorgarten zu vergraben für den Fall, daß die Zombiapokalypse ausbricht.

[WATCH ab 07:50]

Als ich von Einkaufen nach Hause kam, lag in meinem Briefkasten ein satanischer Handzettel.


Spannend. Wer tippt heute noch solche Zettel zum Ausschneiden und wirft sie in die Briefkästen fremder Leute?
Oder war der Hinweis gezielt für mich bestimmt? Weil ich immer so fromm und gläubig dreinblicke?
Bin ich ins Visier radikaler Feministinnen geraten, die allen Männern etwas abschneiden wollen?

SODOM UND GOMORRHA!
Vielleicht ist mein Troglodytentum noch nicht genügend perfektioniert.
Wasser, Reis, Nudeln und Bibeln – das werde ich jetzt horten und dann nie wieder meine Wohnung verlassen.

Montag, 22. August 2016

Irrer als Trump? - Teil II



Was für Wahnsinnige hat Trump nur um sich geschart – Stephen Bannon, Kellyanne Conway und Paula White!

Daneben gibt es Jakes Freundin Katrina Pierson, die als Trumps Sprecherin fungiert und verkündete Barack Obama habe den Afghanistankrieg angezettelt.
Eine ganz reizende Person.

The Donald Trump experience just keeps getting weirder. Trump campaign spokeswoman Katrina Pierson, who previously made headlines for wearing a necklace of bullets during an interview, was questioned about her 2012-2013 tweets in which she referred to President Obama as the “head Negro” in charge and that he wasn’t a “pure breed” because his father wasn’t born in the United States.


Ein weiterer bekannter Trump-Unterstützer ist Jim Gilmore, der Ex-Gouverneur von Virginia (1998-2002), der so heftig lügt, daß er innerhalb weniger Minuten dreimal von der MSNBC-Moderatorin Joy Reid zurechtgewiesen und korrigiert werden mußte.


Ein weiterer GOPer mit Regierungserfahrung hinter Donald Trump ist der ultra-fundamentalistische radikale Schwulenhasser Sam Brownback, 59, seit 2011 Gouverneur, der Abtreibungen als „Holocaust“ bezeichnet.
Brownback vermochte es die Wirtschaft seines Bundesstaats innerhalb weniger Jahre zu ruinieren und gewann daher die Wiederwahl in seinem traditionell extrem konservativen Kansas nur noch ganz knapp.

This column has spent a fair number of words over the past couple of years defaming Kansas Governor Sam Brownback for the damage he’s wrought on the ignoramus Kansas residents that keep voting for him. Brownback has inflicted such an incredible amount of economic devastation on the state due to his adherence and allegiance to the Ronald Reagan-era disaster known as ‘trickle down’ economics, that even George W. Bush’s Commerce Secretary said he is terrified of what a Trump economy would do to the country and is happily voting for Hillary Clinton.
Brownback boasted that as governor, he would prove once and for all that if the Republican economic agenda was fully implemented in Kansas, the entire nation would see what truly glorious prosperity would look like.
Thus far, Brownback’s glorious experiment looks like massive debt, credit downgrades, hospital closures, drastically underfunded schools, massive healthcare cuts, raided budgets, perpetual revenue shortfalls, and as reported this week, massive job losses. Most Americans comprehend that in Republicans’ minds, closing schools, hospitals, allowing roads to deteriorate, and massive debt is not a bad thing, and they justify those atrocities as necessary sacrifices to develop a job-creating Utopia. In fact, Governor Sam Brownback pledged to Kansas residents that his brilliant ‘trickle down’ scheme would create at a minimum 2,000 jobs a month; and that was just the start.  Well this week it was revealed that not only has Kansas not created 2,000 jobs each month, the jobs losses in Kansas are increasing each month. [….]

Nachdem Brownback also Kansas’ Wirtschaft niederrang, dachte sich Trump, der Mann sollte mein ökonomischer Berater werden. Kein Witz.

Gov. Sam Brownback, who tanked Kansas’ economy, now advising Trump on economics.

Geschäftsleute sind wenig überzeugt.

A policy survey of National Association for Business Economics (NABE) members released Monday shows that 55% of business economists feel that former Secretary of State Hillary Clinton would do the best job as president of managing the U.S. economy. The candidate with the next-largest percentage of the vote was Libertarian candidate Gary Johnson: 15% of NABE members said he’d do the best job managing the economy. Another 15% or respondents said they didn’t know who would be best or that they didn’t have an opinion.
Just 14% chose Donald Trump. [….]

Es ist schwer noch irrer als Trump zu sein, wenn selbst das ultrakonservative FOX verzweifelt den Kopf über den GOPer schüttelt.

Tatsächlich gibt es aber in Amerika eine Person, die sogar noch dümmer und noch irrer als Donald Trump ist:
Michele Bachmann, Ikone der Doofheit, die jeden Satiriker in den Schatten stellt.


Die ultrarechte Verschwörungstheoretikerin ist so sehr von der Realität entkoppelt, daß man verzweifelt nach Worten ringt, um ihren Wahnsinn zu beschreiben. Verglichen mit Bachmann ist Sarah Palin („I can see russia from my house!“) ein Genie.
Der Punkt, an dem man Satire und Realität noch unterscheiden kann, ist überschritten. 


Ich borge mir ein paar Überschriften zum Thema:

With Trump's campaign now led by blatant racists and hillbillies, Bachmann couldn't possibly have found a more welcoming (and appropriate) home.

Person With IQ Lower Than Her Shoe Size Hired By Trump To Teach Him Foreign Policy.

Michele Bachmann Advising Donald Trump On International Policy, Radical Islam, Underpants Gnomes.


Gratulation Herr Trump! You have reached a new low!

[….] Donald Trump does a lot of stupid stuff. Shocking, I know. The particular kind of stupid, though, is really a cut above the garden variety. Out of all his available options for someone to help teach him about foreign policy he picked (oh my God why?) Michele Bachmann.
Yes, the Minnesotan mental case who we spent years laughing at while she was a member of Congress is advising Trump on foreign policy because nobody understands the world the way she does.
If Trump got a phone call that there was a massive earthquake and the entire city of London lay destroyed. Would Michele tell him not to help, because God sent it to punish the gay people?


[….][….] Among the vast collection of stupidity that composes 100 percent of her congressional career, she had a few truly wonderful foreign policy gems.

    She said that the Muslim brotherhood infiltrated and “influenced” the U.S. government.
    She thinks the U.S. has a secret agenda to do away the dollar and embrace one global currency.
    Benghazi — that needs no explanation of any kind.
    Don’t forget that time she didn’t understand that Libya was in Africa
    She invented fake U.S. air strikes in North Africa to use as a sound bite during a congressional hearing.
    She still thinks that Iran is going to seize Iraq
    She thinks the global initiative to cut carbon emissions is a waste of time because carbon dioxide is necessary to life on this planet. [….]