Mittwoch, 2. November 2016

Eine von den Guten



Die Welt und die Menschheit kommen mir im Moment so abstoßend vor, daß ich daran denke wie ein Hornvogel meine Wohnung von innen zuzumauern. Es würde nur noch ein kleiner Lebensmittelschlitz bleiben, durch den einmal am Tag das Essen auf Rädern durchgeschoben wird.

Klar, die eine Hälfte der Amerikaner, die Trump wählt, zeigt gerade das häßlichste Gesicht des Homo Sapiens, aber in anderen Ländern ist er auch nur um Nuancen schöner.

(Drumpf-Wahlkampf-Video)

Mensch ist ein dummes Raubtier, welches von einem nur ganz dünnen Firnis der Zivilisation verkleidet wird. Das sind aber nur Millimeter. Kratzt man auch nur ganz leicht daran, wird die Bestie sichtbar.

Lass es den grölend-gewalttätigen Trump-Mob sein. Oder die xenophoben Peinlich-Peginesen in Dresden. Oder Kongolesen, die sich mit großem Elan gegenseitig mit Macheten zerhacken, weil man verschiedenen Volksgruppen entspringt. Oder Sunnitische Kampfpiloten, die zwar nicht gut treffen, aber umso eifriger Jeminitische Schiiten massakrieren. Oder südamerikanische Drogenkartelle, die Zehntausende umbringen. Oder IS-Gläubige, die Sexsklavinnen missbrauchen, nachdem sie deren Familienangehörige geköpft oder vom Hochhaus geworfen haben. Oder abergläubische Tansanier, die Albino-Kinder jagen, schlachten und ausbluten lassen. Oder zwei Drittel der Ungarn, die sich für eine rassistische und antiziganistische Regierung scharen. Oder 80% der von der orthodoxen Kirche beeinflussten Russen, die LGBTIs grundsätzlich für krank und kriminell halten. Oder 1,3 Milliarden Katholiken, die sich weiterhin einem Verein zugehörig fühlen, der systematisch zehntausendfachen sexuellen Missbrauch an kleinen Jungs nicht nur vertuscht, sondern geradezu fördert.

Auf die Menschen als Menschheit verzichte ich gern.

Es gibt natürlich dennoch einzelne Exemplare, um die es schade wäre, weil es gute Denker sind.

Gerade las ich zum zweiten mal die Dankesrede der diesjährigen Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels 2016, Carolin Emcke.

„Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2016 an Carolin Emcke und ehrt damit die Journalistin und Publizistin, die mit ihren Büchern, Artikeln und Reden einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog und zum Frieden leistet.
Ihre Aufmerksamkeit gilt dabei besonders jenen Momenten, Situationen und Themen, in denen das Gespräch abzubrechen droht, ja nicht mehr möglich erscheint. Carolin Emcke setzt sich schwierigen Lebensbedingungen aus und beschreibt – vor allem in ihren Essays und ihren Berichten aus Kriegsgebieten – auf sehr persönliche und ungeschützte Weise, wie Gewalt, Hass und Sprachlosigkeit Menschen verändern können. Mit analytischer Empathie appelliert sie an das Vermögen aller Beteiligten, zu Verständigung und Austausch zurückzufinden.
Das Werk von Carolin Emcke wird somit Vorbild für gesellschaftliches Handeln in einer Zeit, in der politische, religiöse und kulturelle Konflikte den Dialog oft nicht mehr zulassen. Sie beweist, dass er möglich ist, und ihr Werk mahnt, dass wir uns dieser Aufgabe stellen müssen.“

 Ich empfehle ihr aktuelles Buch „Gegen Den Hass“ und zitiere die persönlichsten zwei Absätze aus ihrer sehr klugen Dankesrede.

[……] Ich bin homosexuell [……] Es ist eine merkwürdige Erfahrung: Wir dürfen Bücher schreiben, die in Schulen unterrichtet werden, aber unsere Liebe soll nach der Vorstellung mancher Eltern in Schulbüchern maximal "geduldet" und auf gar keinen Fall "respektiert" werden? Wir dürfen Reden halten in der Paulskirche, aber heiraten oder Kinder adoptieren dürfen wir nicht? Manchmal frage ich mich, wessen Würde da beschädigt wird: unsere, die wir als nicht zugehörig erklärt werden, oder die Würde jener, die uns die Rechte, die zu uns gehören, absprechen wollen? Menschenrechte sind kein Nullsummenspiel. Niemand verliert seine Rechte, wenn sie allen zugesichert werden.
[……] Menschenrechte sind voraussetzungslos. Sie können und müssen nicht verdient werden. Es gibt keine Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit jemand als Mensch anerkannt und geschützt wird. Zuneigung oder Abneigung, Zustimmung oder Abscheu zu individuellen Lebensentwürfen, sozialen Praktiken oder religiösen Überzeugungen dürfen keine Rolle spielen. Das ist der Kern einer liberalen, offenen, säkularen Gesellschaft.
Verschiedenheit ist kein Grund für Ausgrenzung. Ähnlichkeit keine Voraussetzung für Grundrechte. Das ist großartig, denn es bedeutet, dass wir uns nicht mögen müssen. Wir müssen einander nicht einmal verstehen in unseren Vorstellungen vom guten Leben. Wir können einander merkwürdig, sonderbar, altmodisch, neumodisch, spießig oder schrill finden. Um es für Paulskirchen-Verhältnisse mal etwas salopp zu formulieren: ich bin Borussia Dortmund-Fan. Ich habe, nun ja, etwas weniger Verständnis dafür, wie man Schalke-Fan sein kann. Und doch käme ich nie auf die Idee, Schalke-Fans das Recht auf Versammlungsfreiheit zu nehmen.
"Die Verschiedenheit verkommt zur Ungleichheit", hat Tzvetan Todorow einmal geschrieben, "die Gleichheit zur Identität." Das ist die soziale Pathologie unserer Zeit: dass sie uns einteilt und aufteilt, in Identität und Differenz sortiert, nach Begriffen und Hautfarben, nach Herkunft und Glauben, nach Sexualität und Körperlichkeiten spaltet, um damit Ausgrenzung und Gewalt zu rechtfertigen. Deswegen haben diejenigen, die vor mir hier standen und wie ich von einer besonderen Perspektive gesprochen haben, doch beides betont: die individuelle Vielfalt und die normative Gleichheit. Die Freiheit, etwas anders zu glauben, etwas anders auszusehen, etwas anders zu lieben, die Trauer, aus einer bedrohten oder versehrten Gegend oder Gemeinschaft zu stammen, den Schmerz der bitteren Gewalterfahrung eines bestimmten Wirs - und die Sehnsucht, schreibend eben all diese Zugehörigkeiten zu überschreiten, die Codes und Kreise in Frage zu stellen und zu öffnen, die Perspektiven zu vervielfältigen und immer wieder ein universales Wir zu verteidigen. [……]

Die Menschen sind aber trotzdem widerlich.
Da sitzen sie in der Paulskirche – unter Ihnen Joachim Gauck und andere Honoratioren – applaudieren Frau Emcke.
Dann aber steht man auf und schert sich wieder einen Dreck um das Gesagte.

Der deutsche EU-Kommissar Günther Öttinger, einer der mächtigsten Menschen unter 500 Millionen Europäern agiert geradezu mustergültig gegen das von Emcke Gesagte und er kommt einfach so damit durch.

Keiner stoppt ihn, Frau Merkel äußert sich nicht, Deutschland macht keine Anstalten diesen wahrhaft schlechten Menschen aus der Kommission zurückzuziehen.

In einer Rede hatte sich EU-Kommissar Günther Oettinger abfällig über „Schlitzaugen“ geäußert. Nun hat China darauf reagiert – das Außenministerium zeigte sich bestürzt.
Eine Sprecherin sagte am Mittwoch, dass Oettingers Bemerkungen ein „irritierendes Gefühl der Überlegenheit“ bei manchem westlichen Politiker verdeutlichen würde.
„Wir hoffen, dass sie lernen, wie man andere als gleichwertig ansieht und mit Respekt behandelt“, ergänzte die Sprecherin.
In einer Rede vor Unternehmern in Hamburg hatte Oettinger nicht nur Chinesen als „Schlitzaugen“ bezeichnet. Er sprach zudem von einer „Pflicht-Homoehe“ und ließ durchblicken, dass Frauen ohne Quotenregelung keine Spitzenpositionen erreichen könnten.

Das ist das Übelste an der Menschheit. Sie ist, beispielsweise in Form von Carolin Emcke zu Erkenntnis in der Lage, verhält sich aber weiterhin wie ein lobotomierter Bully.

Wir wissen es doch alles besser.
Wir wissen was Religion anrichtet, was Verbrennungsmotoren für das Klima bedeuten, was Atombomben anrichten können, wie viele Tierarten wir jeden Tag ausrotten, wie Ungerechtigkeit generiert wird, wie die westliche Landwirtschaftspolitik täglich über 10.000 Kinder verhungern lässt, wie wichtig es wäre Urwälder zu erhalten.
Wir könnten sogar etwas dagegen tun. Deutschland muß keine Waffen exportieren. Die EU überlebt auch, ohne daß sie Hühner-Innereien auf die zentralafrikanischen Märkte wirft.

Wir wissen, verschließend fest die Augen davor, lassen Emcke eine gute Frau sein und rennen weiter mit dem Kopf gegen die Wand.

Dienstag, 1. November 2016

Impudenz des Monats Oktober 2016


Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.

Früher war alles besser.
In den amerikanischen Wahlkampf übersetzt, bedeutet der Spruch, daß in den seligen 1950er Jahren Papa einen ganz normalen Job hatte und davon eine Familie gut leben konnte. Haus mit Garten, Autos für die Ehefrau und die Söhne, gutes Essen.
Muttern war natürlich Hausfrau; wäre nie in die Verlegenheit gekommen mitarbeiten zu müssen, um die Familie über die Runden zu bringen.
Es war klar, daß es der Familie durch Papas ehrliche Arbeit immer besser gehen würde. Die Kinder würden sich einst ein noch größeres Haus und ein spektakuläreres Auto leisten.

Dagegen sieht der Trump-affine Wähler des Jahres 2016 dieses amerikanische Selbstverständnis ausgehöhlt.
Es wird nicht mehr besser. Das Geld reicht schon jetzt nicht. Man muß sparen, daß es quietscht und für die Blagen sieht es sogar noch düsterer aus. Gewaltige Studienkredite und wenig Aussicht nach dem College, der Uni in einen gut bezahlten sicheren Job zu rutschen. Stattdessen Praktika, mies bezahlte Halbtags- und Zusatzjobs.
Die Trumpets wissen auch, wieso heutzutage alles so schwierig geworden ist:
Das Land wird überschwemmt von Asiaten, Mexikanern, Schwarzen, Schwulen und Atheisten – die machen sich ungeniert überall breit. Konkurrieren um die guten Job, statt sich wie früher versteckt zu halten und/oder sich auch die minderen Billigjobs als Küchenhilfe oder Putzfrau zu konzentrieren.
Diese ganzen lästigen Mitesser am großen amerikanischen Kuchen werden zu allem Übel auch noch von den Demokraten, den „liberal Media“ und er Washingtoner Korruptheit mit Privilegien und Sozialleistungen überschüttet.
Dagegen helfe nur die Wahl Trumps, der die vorlauten Emanzen, Homos und „Neger“ mal zur Raison bringt.

In der echten Realität stimmt es zwar, daß die amerikanische Bilderbuch-Mittelklassefamilie von 1950 finanziell schlecht dasteht, aber Schuld sind natürlich nicht Asiaten, Mexikaner, Schwarze, Schwule und Atheisten, sondern die Wirtschaftspolitik.
In Washington sorgen insbesondere die Republikaner mit der fatalen Trickle-Down- und Steuersenkungspolitik für rasanten Reichtumszuwachs des reichsten Prozents der Amerikaner, ohne daß die Mittelklasse-Amerikaner wie früher die Chance haben selber Millionär zu werden.

Ich zitiere aus einem SPIEGEL-Interview mit Robert Reich.
Diese Erkenntnis ist in diesem Blog nicht neu, daher mache ich es mir einfach und gebe sie diesmal in den Worten eines Berkeley-Profs wider.

(Reich, 70, ist Pro­fes­sor für Po­li­tik­wis­sen­schaf­ten an der Uni­ver­si­ty of Ca­li­for­nia in Ber­ke­ley und zählt zu den ein­fluss­reichs­ten In­tel­lek­tu­el­len der USA. Er war Ar­beits­mi­nis­ter im Ka­bi­nett von Bill Clin­ton und ist mit Hil­la­ry Clin­ton seit Studienta­gen be­freun­det. Reich be­fasst sich seit Jahr­zehn­ten mit dem Bedeutungsver­lust der ame­ri­ka­ni­schen Mit­tel­schicht.)

SPIEGEL: Wir sind auf dem Weg zu­rück in eine Klas­sen­ge­sell­schaft?

Reich: Lei­der be­we­gen wir uns wirk­lich rück­wärts, ja. Die Un­gleich­heit bei Ver­mö­gen wächst stän­dig, aber das noch grö­ße­re Pro­blem ist die Ein­kom­mens­ver­tei­lung.
SPIEGEL: In den USA nimmt das obers­te Pro­zent der Ge­sell­schaft über 20 Pro­zent des jähr­li­chen Ge­samt­ein­kom­mens mit nach Hau­se. Wie konn­te es so weit kom­men? Der Trend zeich­net sich doch seit Jahr­zehn­ten ab.
Reich: Bei den Ver­mö­gen kon­zen­trie­ren sich so­gar über 40 Pro­zent beim obers­ten Pro­zent. Aber bis­lang wur­de nichts ge­gen die­se Ent­wick­lung un­ter­nom­men, weil wir sie ei­ner­seits nicht rich­tig ver­stan­den ha­ben und die Men­schen an­de­rer­seits im­mer neue Wege ge­fun­den ha­ben, sie aus­zu­glei­chen. In den Sieb­zi­ger- und Acht­zi­ger­jah­ren fin­gen die Frau­en an zu ar­bei­ten und brach­ten ein zwei­tes Ein­kom­men, ab den Neun­zi­ger­jah­ren ha­ben die Men­schen im­mer mehr Stun­den pro Wo­che ge­ar­bei­tet und zu­letzt dann ein­fach Schul­den ge­macht.
SPIEGEL: Die Mit­tel­klas­se hat sich also über Jahr­zehn­te selbst be­lo­gen?
Reich: Ge­nau, erst mit der Welt­fi­nanz­kri­se hat die Öffent­lich­keit ge­merkt, was für ein rie­si­ges Pro­blem die Un­gleich­heit ist. Die Ban­ken wur­den ge­ret­tet, aber Mil­lio­nen stan­den ar­beits­los und ohne Re­ser­ven auf der Stra­ße. Plötz­lich dach­ten vie­le: Das Spiel ist ma­ni­pu­liert.
[…..]
SPIEGEL: Die meis­ten Ame­ri­ka­ner scher­ten sich bis­lang we­nig um ih­ren Ein­fluss und die Be­vor­zu­gung der Rei­chen, so­lan­ge sie das Ge­fühl hat­ten, es selbst und aus ei­ge­ner Kraft nach oben schaf­fen zu kön­nen.
Reich: Ja, und das hat sich ge­än­dert. Frü­her sag­ten die Leu­te: Mir ist egal, was die Mil­li­ar­dä­re ma­chen, ich will selbst ei­ner wer­den. Seit der Fi­nanz­kri­se aber fürch­ten vie­le Ame­ri­ka­ner, dass es ih­ren Kin­dern schlech­ter ge­hen wird als ih­nen selbst. Sie glau­ben nicht mehr an die wich­tigs­te ame­ri­ka­ni­sche My­tho­lo­gie: den Auf­stieg vom Tel­ler­wä­scher zum Mil­lio­när.
SPIEGEL: Was ist mit der Grund­re­gel der Leis­tungs­ge­sell­schaft: Wenn ich nur hart ge­nug ar­bei­te, stei­ge ich un­wei­ger­lich auf?
Reich: Die Leis­tungs­ge­sell­schaft ist nur noch ein My­thos. Vie­le Men­schen ar­bei­ten Voll­zeit oder ha­ben so­gar zwei Jobs – und sind trotz­dem arm. Und sie den­ken dann: Ich bin nicht gut ge­nug. Wäh­rend der CEO, der 20 Mil­lio­nen Dol­lar macht, sich für ein Ge­nie hält. Das ist doch Wahn­sinn.
SPIEGEL: Gleich­zei­tig kön­nen vie­le Men­schen gar nicht so viel ar­bei­ten, wie sie wol­len: Sie ste­cken in un­ter­be­zahl­ten Teil­zeit­jobs fest.
Reich: Auch die­ses Pro­blem ist neu. In­zwi­schen be­steht ein Drit­tel des ame­ri­ka­ni­schen Ar­beits­mark­tes aus Teil­zeit­jobs, un­frei­wil­lig Selbst­stän­di­gen und schlecht be­zahl­ten Dau­er­prak­ti­kan­ten, die von Mo­nat zu Mo­nat le­ben. Das führt zu gro­ßer Un­si­cher­heit. Und bald wird der hal­be Ar­beits­markt so aus­se­hen.
(DER SPIEGEL 06.08.2016)

Und nun zur Impudenz des Monats Oktober 2016.

Den Titel bekommen die US-Millennials, die aus Desinteresse an Politik den Durchmarsch der GOPer und Teebeutler erst möglich gemacht haben.

Wie die britischen Altersgenossen beim Brexit sind die Amerikaner dabei sehenden Auges in die Katastrophe zu schlittern, weil sie zu doof und zu faul sind jetzt einmal eine richtige Entscheidung zu treffen.

Felix von der Laden, 22, Youtuber aus Reinbek bei Hamburg hat fast drei Millionen Follower. Das brachte das ZDF auf die Idee ihn einmal quer durch die USA zu jagen, um dort mit seinen Altersgenossen über die Präsidentschaftswahl zu sprechen.

Wenig ärgerlich ist die Erkenntnis, daß die gleich am Anfang besuchten „Farm Boys“ aus Kansas, drei Youtuber, Greg (25), Nathan (22), and Kendal (20) Peterson, die mit ihren Songs berühmt wurden und ansonsten damit beschäftigt sind Kuhscheiße zu schippen, vorhaben Donald Trump zu wählen, weil sie mit ihren landwirtschaftlichen Erträgen hadern.

Wirklich schlimm sind aber die eher linken jungen Amerikaner, die Felix von der Laden besucht.
Kalifornische Alternative beim Burning-Man-Festival, Junge Schwarze in den zerfallenden Randbezirken Detroits und eine Gruppe LGBTIs in Orlando beim „Pulse“: Alle sind angekotzt von Washington.
Aber wenn man den Angaben der jungen Schwulen und Lesben in Florida glaubt, wählen überhaupt nur 20% von ihnen.


Ja sicher ist noch nicht alles gut für LGBTIS, Schwarze und Ökos, für sozial Engagierte und Waffengegner in Amerika.
Aber so zu tun, als gäbe es gar keine Fortschritte ist vollkommen absurd.
Deutschland hängt mittlerweile bei den Homorechten deutlich hinterher.
Und Ihr Schwachköpfe riskiert Trump, der dann die Uhr zurückdreht und das Geld nur noch zu den Milliardären schaufelt, weil Ihr nicht recht Lust habt zu wählen und wie 2010 durch Faulheit die crazy Typen wie Cruz und Bachmann den Kongress übernehmen lassen habt?

So viel Dummheit muß eigentlich betraft werden.

Montag, 31. Oktober 2016

Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Wie kann es angehen, daß die mächtigste Nation der Welt, die USA, in der radikale soziale Ungleichheit grassiert, in der Milliardäre jeden Tag um Millionen Dollar reicher werden, in der gleichzeitig Millionen Menschen obdachlos sind und/oder hungern; daß die Hälfte dieser Nation ausgerechnet einem weißen, christlichen Milliardär, einem Mann, der buchstäblich mit goldenem Löffel im Mund geboren wurde und von Papa Millionen zugesteckt bekam, daß ausgerechnet diesem in jeder Hinsicht extrem bevorzugten und übervorteiltem Egomanen abgenommen wird, das system wäre „rigged“ against him?

Welch nie dagewesenes Hirnzellen-Massensterben muß stattgefunden haben, um dem Paradebeispiel für Ungerechtigkeit, diesem Trump, der noch nicht mal Steuern zahlen muß und dafür in seinen Milliarden schwimmt, der nun wirklich alle erdenklichen Trümpfe in der Hand hält, zu bescheinigen er wäre bei der Präsidentenwahl benachteiligt?

Was für ein überdimensionaler kosmischer Witz ist es nur, wenn ein Mann, der sich niemals im Leben um irgendetwas anderes geschert hat, als sein eigenes Wohlergehen, der nie in irgendeiner Form der Öffentlichkeit diente, der nie spendete, der nie großzügig war, der nicht liest, sich nicht informiert, der es nie für notwendig hielt programmatische Vorbereitungen auf eine Regierungszeit zu treffen; wie absurd ist es, ausgerechnet diese Ikone der Raffgier und Asozialität für ein Amt zu nominieren, das dem Wohle aller dienen soll?

Welches Ausmaß muß der Massenwahn angenommen haben, wenn ausgerechnet derjenige, der wie kein anderer Kandidat vor ihm von den Medien profitiert, der von ihnen mit kostenloser Sendezeit im Wert von über 1,9 Milliarden Dollar beschenkt wurde, den zig Millionen seiner jubelnden Anhänger weismacht, die Medien hätten sich gegen ihn verschworen, wären grundsätzlich auf Clintons Seite?

Ron Nehring, einer der Wahlkampfmanager von Trumps parteiinternem Konkurrenten Ted Cruz, war sich sicher: Obwohl man selbst eine "nahezu perfekte" Kampagne gefahren habe, sei es praktisch unmöglich gewesen, gegen die mediale Omnipräsenz des New Yorker Großmauls anzukommen. Die Zahlen geben Nehring durchaus Recht: Laut "New York Times" vereinte Trump nahezu doppelt so viel unbezahlte Sendezeit auf sich wie alle anderen republikanischen Kandidaten im Vorwahlkampf zusammen. Der umgerechnete Gegenwert dieser unbezahlten Medienpräsenz in bezahlte Werbeminuten betrug demnach fast zwei Milliarden US-Dollar. Der zweitplatzierte Cruz kam nur auf 313 Millionen - gerade einmal rund 16 Prozent der Trump-Summe. […..]

Wie unzurechnungsfähig muß ein großer Teil der Amerikaner sein, wenn es möglich ist, daß der Penis des Ex-Mannes einer Clinton-Beraterin nun ernsthaft noch einmal die Umfragen zu Gunsten Trumps drehen zu scheint.

Ein republikanischer FBI-Direktor im Penis-Wahn geht gegen Anthony Weiner vor, der nicht zu irgendeiner Wahl steht vor, ruiniert damit unter Verletzung des "Hatch Acts" Clintons Wahlchancen mit einer Story, die gar nichts mit ihr persönlich zu tun hat, während die 12 Frauen, die Trump sexuell belästigt hat, keine Rolle spielen?

Aus dem aktuellen Brief Comeys geht nicht hervor, woher die E-Mails stammen. Mittlerweile ist aber klar, dass sie sich auf dem Computer des früheren demokratischen Kongressabgeordneten Anthony Weiner befanden. Das FBI ermittelt gegen ihn wegen Sex-Nachrichten, die er an eine 15-Jährige geschickt hatte. Weiner ist der Ehemann von Clintons enger Vertrauten und rechter Hand Huma Abedin, die sich aber nach einer Reihe von Sex-Skandalen in diesem Jahr von ihm getrennt hatte. [….] Vor einer Woche noch sah es so aus, als hätte Clinton die Wahl bereits sicher gewonnen. Doch die vergangenen Tage liefen alles andere als gut für sie. Und jetzt wird nur noch darüber diskutiert, welch dunklen Geheimnisse die E-Mails zu Tage fördern. Das ist ein Desaster für Clintons Kampagne. Trumps Skandale stehen nicht mehr im Mittelpunkt, er versucht natürlich, die Affäre für sich zu nutzen - und immer mehr moderate Republikaner stellen sich hinter ihn.
In Umfragen schmilzt Clintons Vorsprung deshalb. Eine Erhebung im Auftrag der Washington Post, die am Sonntag veröffentlicht wurde, sah sie mit 46 Prozent landesweit nur noch knapp vor dem Republikaner, der auf 45 Prozent kam. [….]

Pimmelalarm in Washington und in Folge dessen wird der Pussy-Grabscher US-Präsident?

Weiners Wiener knüppelt die Präsidentschaft Clintons nieder?

Bitte, liebe Marsianer, jetzt wäre ein guter Zeitpunkt mich hochzubeamen.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Die antiquarischen Kamellen



Crazy Horst hat endlich eine Möglichkeit gefunden den zutiefst verhassten Markus Söder zu bremsen, indem er die Maxime ausgab, der CSU-Parteichef müsse zukünftig in Berlin am Kabinettstisch sitzen.
Böse Falle, denn Söder hatte bereits kategorisch ausgeschlossen jemals nach Berlin zu gehen und den CSU-Vorsitz gibt Seehofer womöglich bald ab, so daß ein Dritter zum Zuge kommen muß, der bereit ist mit Merkel zu regieren.
In Frage kommen nun eher Alexander Ich-bin-doof Dobrindt und Joachim Wunderbarer-Neger Herrmann.
Der Mann, der nun womöglich doch deutlich über 2018 hinaus Bayerischer Ministerpräsident bleiben wird erweist sich damit durchaus als geschickter Taktiker. Dobrindt oder Herrmann könnte er locker weiterhin dominieren, auch wenn er formal nicht mehr Parteichef wäre. Söder, der sich im Kampf um dieses Amt stets noch aggressiver gegen Merkel profiliert hatte, säße in der Falle, weil er sich nicht gegen Berlin in Szene setzen könnte, wenn der neue CSU-Chef auch in Berlin wäre.
Zudem beginnt Seehofer offensichtlich die Wiederannäherung an Merkel, will die Unions-Reihen wieder schließen – womit Söder als Merkel-Hasser, umso schriller wirken würde.

Der gegenwärtige bayerische Ministerpräsident denkt an die nächsten Landtagswahlen und seinen Platz im Geschichtsbuch. Da muß ein weiterer überzeugender Sieg gegen die rote Gefahr her.


Das hat man ja beim „rotgrünen Chaos“ von 1998 bis 2005 gesehen: Sofort setzten die irren Grünen den NATO-Austritt, die Zwangshomoehe, das Verbot des Christentums und Kokain-Pflicht im Kindergarten durch.


Sämtliche deutsche Unternehmer flüchteten aus dem Land, weil alle Betriebe erst verstaatlicht und dann ruiniert wurden. Arbeitsscheue und Gammler wurden hingegen mit Geld überschüttet, weil die Sozialausgaben ins Unermessliche stiegen.


 Im Parlament durfte nur noch reden, wer ein schwuler Muselmane war.
Deutschland wurde zum internationalen Paria und gründete den Warschauer Pakt neu, um dem Antiamerikanismus zu frönen. 


Polizisten hatten in selbstgestrickten Pullovern und ohne Waffen ihren Dienst zu versehen; aber das war ja kein Problem, da auch das Strafgesetzbuch geschreddert und die Gefängnisse geöffnet wurden. 


Solche Zustände dürfen nicht wieder einreißen.
Daher muß eine neue linksextremistische Bundesregierung aus SPD, Linken und Grünen (R2G) unbedingt verhindert werden.


[….] Wenige Tage vor dem CSU-Parteitag in München will Horst Seehofer Differenzen mit der CDU durch Angriffe auf Rot-Rot-Grün überdecken. "Wir müssen verhindern, dass eine Linksfront aus SPD, Grünen und Linkspartei nach der Bundestagswahl die Macht übernimmt und Deutschland runterwirtschaftet", heißt es in einem Leitantrag zum CSU-Parteitag, der am kommenden Freitag und Samstag stattfinden soll. "Wir sagen ganz klar: Linksrutsch verhindern, damit Deutschland Deutschland bleibt."
[….] Er stimme mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darin überein, dass "die Bestrebungen für ein Linksbündnis sehr ernsthafter Natur" seien, sagte Seehofer.


Sahra Wagenknecht etwa, die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, schließe nicht mehr aus, Außenminister Frank-Walter Steinmeier als SPD-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl zu unterstützen. [….]  Neben Rot-Rot-Grün sagt die CSU auch dem politischen Islam und seinem "kulturellen Dominanzanspruch" den Kampf an. [….]