Dienstag, 18. Dezember 2018

Jedes Jahr.

Was ist denn das mit den Weihnachtsmärkten dieses Jahr?

Natürlich nerven diese an jeder zweiten Straße aufgestellten ätzenden Bretterbuden mit penetranter ohrenkrebserregender Last-Christmas-Beschallung, debil blinkender Primitiv-Illuminierung und den olfaktorischen Attacken aus dem Bratfett des Grauens und säuerlich-abgestandener Glühwein-Gülle.

Heute Abend holte ich mir eine volle Stink-Dröhnung am Mühlenkamp, indem ich nur mit dem Auto durchfuhr und leider vergaß schnell genug das Fenster zu schließen, als mich eine rote Ampel zwang genau neben so einer Glühwein-Gebäck-Gebratenes-Wolke stehen zu bleiben.
Ein Mist, denn ich war gerade auf dem Weg zu einem Lebensmittelgroßeinkauf und nach so einer Wolke vergeht mir jeder Appetit.

Weihnachtsmärke sind grauenhaft; insbesondere für sozialphobische Misanthropen wie mich.
Und wer wäre kein Misanthrop angesichts der Vorstellung, daß Menschen sich freiwillig wie in einer Sardinenbüchse zwischen Autoabgasen zusammenpressen, um sehr billigen, Kopfschmerzfördernden extrem gesüßten Rotwein in Plastikbechern zu kippen? Kulturloses Pack. Heißer süßer Alkohol, der so grauenvoll gewürzt ist, daß die meisten aus Notwehr noch so viel Billig-Rum aus dem Aldi-Brick hinzukippen, daß die Geschmacksnerven absterben.

Extrem süßen Wein trinken eigentlich nur Teenager, die das erste mal trinken, weil sie den ungewohnten und damit irgendwie ekelhaften Alkoholgeschmack mit Zucker übertünchen müssen.
So habe ich auch angefangen. Heimlich mit 13. Asti Spumante und Matheus-Rosé im Bockbeutel.
Aber eigentlich begreift man nach wenigen Abenden wie abscheulich das ist und steigt auf trockenere, herbere Varianten um, bei denen man auch den Wein und nicht bloß Zuckerwasser schmeckt.
Als Erwachsener Glühwein zu trinken ist unentschuldbar. Und pervers.
Wer Glühwein trinkt, frisst auch kandierte Früchte und kippt ein Pfund Zucker in frischen Kaffee, mischt Bier mit Cola.

Ich gehe viel lieber morgen um 12.00 Uhr zu meinem Zahnarzttermin und lasse mir den 26d aufbohren als nur eine Minuten auf einem Weihnachtsmarkt zu verbringen.
Vielleicht hat jetzt der ein oder andere sensible Leser die Botschaft zwischen den Zeilen verstanden: Ich mag Weihnachtsmärkte nicht.

Normalerweise verliere ich darüber aber kein Wort, weil sie wie all anderen beschissenen Massenzusammenrottungen in unserer Event-Welt ohnehin nicht zu verhindern sind. Man muss sie wie schlechtes Wetter oder eine Grippe einfach hinnehmen. Da hilft nur, sie so weit wie möglich zu umgehen, sich fernzuhalten und sich zu Hause einzuigeln, wenn das Grauen wieder naht.
Die Eventisierung der modernen Gesellschaft halte ich ohnehin für die Geißel der modernen Menschen.

(….) Am schlimmsten ist es an der Außenalster; dort sind Spaziergänge am Tag fast unmöglich geworden, da Myriaden kläffender Hunde, abertausende Radfahrer und zudem ein unendlicher Pulk widerlich nach Schweiß stinkender Jogger normales Gehen unmöglich machen. Es ist vielmehr ein einziges Ausweichen, Spießrutenlaufen.
Zudem ist Hamburg, die 134. größte Stadt der Welt, dem Wahn verfallen unablässig irgendetwas zu veranstalten. Eine aberwitzige Eventisierung der gesamten Innenstadt hat sich durchgesetzt. Kein Wochenende, an dem nicht die Straßen gesperrt sind, weil Alstervergnügen, Schlagermove, CSD, Marathon, Cyclassics, Triathlon, Weinfest, Dom, Harleydays oder Motorradgottesdienste das Stadtbild in den immer gleichen lärmigen Klaumauk aus Bierbuden, Würstchen und Humpta-Musik verwandeln.
Einfach unerträglich. (….)

Die über 3000 Weihnachtsmärkte in Deutschland mit ihrem Multimilliardenumsatz sind einfach nur ein weiteres dieser immer gleichen Fressbuden-Events. Die gibt es jedes Jahr und sie sind immer gleich beschissen. Unkreativ, ökologische Katastrophen und der perfekte Absatzmarkt, um die angeschickerten Deppen dazu zu bringen billigen chinesischen Tand überteuert zu kaufen.
Ich wundere mich nur darüber, daß die Buden, in denen Bier und Würstchen unter das Volk gebracht werden, überhaupt noch zwischendurch abgebaut werden.
Was für ein Umstand.
Lasst die grässlichen Press-Pappe-Schuppen doch einfach das ganze Jahr stehen. Dann kann sich das zu bespaßende Volk zu jeder Zeit mit einem Handtuch einen Platz reservieren.

Statt aber diesen tumben Konsumzirkus einfach achselzuckend hinzunehmen – Menschen sind nun mal Idioten und mögen sowas – wird aber beklagt, daß es so ist wie es ist.

 [….]   Zum Beispiel, weil sie an fünf Tassen Glühwein bis zu 20 Euro verdienen, während ihr Einkaufspreis dafür rund 1,70 Euro beträgt.
Nicht viel anders ist es bei den Bratwürsten, Koteletts oder Champignonschälchen. Ein Essensbudenbetreiber auf einem großen Weihnachtsmarkt in Nordrhein-Westfalen spricht von "zehn Prozent", die die Kunden in den letzten Jahren mehr bei ihm ausgegeben hätten. [….]  Auf den meisten deutschen Weihnachtsmärkten gibt es einen vorherrschenden Trend: Krapfen statt Kunst. Masse statt Klasse. Kleinkunst wird rar, Glühwein und Fressbuden regieren die Städte. [….]  Nun trägt das Wort Weihnachtsmarkt den Kommerz ja schon im Namen. Doch in den vergangenen Jahren, so scheint es, haben sich die Märkte noch einmal die Kommerzkrone aufgesetzt. Während sich die Besucher mit Glühwein und fettigem Essen vollstopfen, müssen sich Kleinkünstler existenzielle Sorgen machen. [….]  Insgesamt verzeichnen die Weihnachtsmärkte ein starkes Wachstum. Die jüngsten erhobenen Daten gehen von jährlich 159 Millionen Besuchern aus, nach Schätzungen des Deutschen Schaustellerbundes hat sich ihre Zahl in den vergangenen 20 Jahren fast verdreifacht. [….]  "Man kann eine deutliche Eventisierung von Weihnachtsmärkten beobachten", sagt Gunther Hirschfelder, 57, Kulturanthropologe der Universität Regensburg, der seit 20 Jahren zum Thema Weihnachtsmarkt forscht.
Hirschfelder beobachtet eine Vervolksfestung der Weihnachtsmärkte, etwa durch zunehmende Kostümierung der Besucher mit Weihnachtsmützen oder Elchhaarreifen. Christliche Symbole dagegen sehe man immer seltener. Der Stern von Bethlehem wird immer öfter zur Schneeflocke. "Wir haben heute viel Markt, aber nur noch ganz wenig Weihnachten", sagt Hirschfelder. [….] 

Waaaaaaas? Weihnachten ist gar nicht mehr das besinnliche Familienfest, bei dem alle zusammen der Geburt Jesu gedenken und von Nächstenliebe durchströmt alle lieb zueinander sind?
Heutzutage wird damit Geld verdient? Ich bin schockiert. Auf die Idee wäre ich nie gekommen, daß nun sogar das heilige Christfest mit dem Konsumgedanken versucht ist. Potzblitz.

Die larmoyanten Klagen über den Charakterverlust Weihnachtens sind fast noch unerträglicher als Weihnachten selbst.

Aber man kann es noch toppen.
Weihnachten wird zunehmend zum Kampfbegriff der Rechtsextremen und Verschwörungstheoretiker.

In den USA wird immer wieder – völlig wahrheitswidrig – behauptet, man dürfe nicht mehr „merry christmas“ wünschen, da säkulare Sozialisten damit das Christentum bekämpften.

Natürlich brüstet sich Trump damit dieses gar nicht existente Tabu zu brechen.


Seine unterbelichteten verschwörungstheoretischen Epigonen in Deutschland beklagen den Untergang ihrer Heimat, weil man durch „Merkels Umvolkungswahn“ gar keine Weihnachtsmärkte mehr besuchen könne, ohne sofort von Scharia-praktizierenden Islamisten kastriert zu werden.
Deutschland ist zwar so sicher wie seit 25 Jahren nicht mehr, aber was interessiert Hass-Fanatiker wie Trump oder Berger schon die Realität?

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Montag, 17. Dezember 2018

Raffzahn Heße


Das war ja vielleicht ein Theater als Herr Heße, der neue aus dem steinreichen Kölner Erzbistum der Metropoliten Woelki stammende Hamburger Oberkatholik begann Schulen zu schließen.

Über Monate wurde die Sau durch die Straßen getrieben, CDU und FDP nutzen die Gelegenheit jede Schuld dem rotgrünen Senat in die Schuhe zu schieben. Sie verlangten der Senat möge der Multimilliardärin RKK noch viel mehr Geld zum Erhalt ihrer konfessionellen Schulen zuschieben.

(….) Nun jault die Hamburger CDU auf, verlangt vom rotgrünen Senat zu handeln.
Das Hamburger Abendblatt schreibt voller Gram und Larmoyanz. Alles sehr gute Zeichen, daß etwas richtig läuft.

Herr Heße schließt acht katholische Schulen in Hamburg.

[….] Direkt betroffen sind die Grundschule St. Marien (Ottensen), die Grund- und Stadtteilschule Altona, die Domschule St. Marien (St. Georg), die Franz-von-Assisi-Schule (Barmbek) und das Niels-Stensen-Gymnasium (Harburg). Diese Schulen werden schon im kommenden Schuljahr 2018/19 keine Schüler mehr in die Vorschule, in die erste und in die fünfte Klasse aufnehmen.
[….] Ein Jahr später folgen die Sophienschule (Barmbek) sowie die beiden Grund- und Stadtteilschulen in Harburg und in Neugraben – für die drei besteht aber Hoffnung. [….]

Niemand muss die Schule wechseln; es werden nur keine Neuen aufgenommen, bis die letzte Klasse den Abschluss gemacht hat.

Seit Olaf Scholz 2011 die Hamburger Regierung nach zehn Jahren CDU übernahm, wurde massiv in die Schulen investiert, wurden erheblich mehr Lehrer eingestellt.
Die umliegenden staatlichen Schulen können also in den nächsten Jahren die zusätzlichen Schüler aufnehmen.

[….] Auch Senator Ties Rabe (SPD) bedauerte die Entscheidung. „Besonders für den Bezirk Harburg ist das sehr unglücklich.“ Er gehe aber davon aus, dass die meisten staatlichen Schulen höhere Anmeldezahlen verkraften können. […..]

Also rundherum gute Nachrichten; je weniger Kinder religiöse indoktriniert aufwachsen, desto besser. (….)

Der Grundtenor nahezu aller Medien – möglichst viel Einfluss der Kirchen ist gut – ist nahezu unausrottbar und so sammelte, spendete und engagierte man sich massiv, um die betroffenen Schulen unter katholischer Trägerschaft zu belassen.
Die Menschen sind auch in einer säkularen Stadt wie Hamburg im Jahr 2018 noch ganz versessen darauf ihre Kinder von einer Organisation unterrichten zu lassen, die Muslime, Atheisten, Juden, Schwule, Lesben und – ganz besonders gefährlich: GESCHIEDENE – aus der Lehrerschaft fernhält und dafür mit dem Alleinstellungsmerkmal glänzt weltweit Myriaden kleine Jungs misshandelt und sexuell missbraucht zu haben.

Die Schulen zu erhalten scheiterte also nicht an den finanziellen Mitteln, sondern am offensichtlichen Unwillen des Erzbischofs und seiner beiden menschlich radikal unangenehmen Schul-Beauftragen Thim und Haep.

In der Folge passierten erstaunliche Dinge. Eine extrem katholische portugiesische Reinmachefrau, die ich seit 30 Jahren kenne und die fleißig jedes Jahr einmal auf Knien drei Wochen lang zur schwarzen Fatima-Madonna rutscht, die auch in Hamburg jeden Tag in den Gottesdienst ging, erzählte mir erbost, sie habe nun genug von der Kirche. Die bete nun zu Hause zur Madonna, verehre die Mutter Maria, aber die katholische Kirche könne ihr gestohlen bleiben; ihre Enkel sollten nicht auf eine katholische Schule gehen.

Angesichts solcher Entwicklungen kann ich als Atheist natürlich nur meinen Hut ziehen vor dem Hamburger Erzbischof. Das war eine reife Leistung. Herzlichen Glückwunsch; immer weiter so.

Inzwischen kristallisiert sich immer mehr raus, wieso der feine Kirchenfürst eigentlich so vehement gegen katholische Schüler vorgeht.
Er ist offensichtlich aus Köln gewöhnt – der nach Rom angeblich zweitreichsten Diözese der Welt – im Geld zu schwimmen und Milliardenwerte herum zu jonglieren. In den katholischen Schulen sah er weniger eine Einrichtung zur Bildung oder gar zur Hilfe für junge Familien, sondern Toplagen-Grundstücke in einem wirtschaftlichen Umfeld, in dem die Bodenpreise aufgrund des Baubooms explodieren.
Also scheiß auf die garstigen Blagen! Lieber mit den Grundstücken spekulieren und mal richtig Reibach machen.

Im Kölner Klüngel geht das offensichtlich. Blöderweise gibt es in Hamburg aber keinen der Katholischen Kirche hörigen Senat.
Die rotgrüne Hamburger Landesregierung is not amused.

[…..] Katholische Schulen: Aus Flächenspekulation wird nichts
[…..]  Dass mindestens sechs der 21 katholischen Schulen geschlossen werden, ist mittlerweile sicher. […..] Was passiert aber mit den künftig nicht mehr genutzten Schulgebäuden und den Grundstücken, auf denen sie stehen?
Immer wieder war vermutet worden, die in finanziellen Schwierigkeiten steckende katholische Kirche könnte die frei werdenden Flächen meistbietend verkaufen, um dort zum Beispiel lukrativen Wohnungsbau zu ermöglichen. Obwohl das Erzbistum stets betont hat, über die künftige Nutzung der Grundstücke sei noch nicht entschieden, schiebt der rot-grüne Senat nun allen möglichen Spekulationen mit den Schulflächen einen Riegel vor.
Die Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnungsbau hat entschieden, dass der Senat für drei der acht Schulen das Planverfahren an sich zieht, also evoziert. So soll sichergestellt werden, dass in den Bezirken keine Bauanträge genehmigt werden, die eine andere als die Schulnutzung vorsehen. […..] Technisch erlässt der Senat sogenannte Veränderungssperren. „Aufgrund des gesamtstädtischen Ziels, diese Veränderungssperren möglichst zügig und zeitgleich erlassen zu können, soll die Zuständigkeit ... für eine dauerhafte planungsrechtliche Sicherung mit der Nutzung ,Fläche für den Gemeinbedarf – Zweckbestimmung Schule‘ bei der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen liegen“, heißt es weiter.
Pikant: Der [DAMALIGE CDU-] Senat hatte dem Erzbistum die Grundstücke für zwei der drei Schulen erst im Jahr 2008 kostenlos überlassen, also geschenkt: St. Marien in Ottensen und die Katholische Schule an der Julius-Ludowieg-Straße in Harburg. […..]

Und nun ist das Erzbistum not amused. Ganz offensichtlich wollte es mit den von der CDU auf Kosten der Hamburger Bürger geschenkten Filetgrundstücken ordentlich die Kassen klingeln lassen, statt sie weiterhin gemeinwohlorientiert zu nutzen.
Zu blöd, daß zwischenzeitlich die Farben des Landesregierung wechselten und der SPD-Bürgermeister Tschentscher das finanzielle Wohl der Multimilliarden-Organisation RKK nicht als vorrangig vor den Interessen der Hamburger Bürger betrachtet, so wie es Heße mutmaßlich erwartete.

So hat der Erzbischof also nicht nur die Schulen, die immerhin auch eine Einnahmequelle waren, geschlossen und weite Teile der Katholikenschaft Hamburgs gegen sich aufgebracht, sondern  sein eigentlicher Plan, sich damit finanziell gesundzustoßen, ist nun ebenfalls Makulatur.

Statt also immer auf „die Politiker“ zu schimpfen, sage ich heute (mal wieder): Danke Hamburger SPD-Senat. Das habt Ihr gut gemacht.

Sonntag, 16. Dezember 2018

Healthy-Migrant-Effekt


Zum Thema Flüchtlinge verwenden Rechtsextreme, Populisten, Rassisten und Islamophobe perfideste Lügen, die an niederste Instinkte appellieren.

Dabei sind die Zahlen sehr eindeutig: Die Migration nach Deutschland ist ein großer ökonomischer Gewinn. Die Investitionen des Staates in Unterkünfte, Verpflegung und Sprachkurse sind ein klassisches Konjunkturprogramm. Dadurch wird der Konsum befördert, die Nachfrage genau bei denjenigen gestärkt, die ihr Geld auch ausgeben. Ganz im Gegensatz zu Superreichen wie den Klatten-Porsche-Quandt-Otto-Scheffler-Schwarzs, die auch mit zusätzlichen Millionen nicht mehr Zahnbürsten, Milch, Brot und Eier kaufen.

Die Arbeitslosigkeit ist niedrig wie nie, Handwerker suchen händeringend nach Mitarbeitern, die Einnahmen des Staates sprudeln über.
Mit einer Million zusätzlicher Menschen in Deutschland sank die Kriminalität im Jahr 2017 um fast 10% auf den niedrigsten Stand seit 1993.
Ausgerechnet Flüchtlingsfresser Bundesinnenminister Seehofer musste in der letzten Polizeilichen Kriminalstatistik einräumen, daß wir gegenwärtig die geringste Kriminalität seit 25 Jahren erleben.

Selbst Konservative wie der Arbeitgeberpräsident staunen.

[….] Die Integration der Flüchtlinge in Deutschland läuft nach Ansicht von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer deutlich erfolgreicher als angenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe mit ihrem Satz "Wir schaffen das" recht behalten, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber der "Augsburger Allgemeinen".
"Von mehr als einer Million Menschen, die vor allem seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, haben heute bald 400.000 einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz", sagte Kramer. "Ich bin selbst überrascht, dass das so schnell geht."
Die meisten jungen Migranten könnten nach einem Jahr Unterricht so gut Deutsch, dass sie dem Berufsschulunterricht folgen könnten, so der Arbeitgeberpräsident. Die große Mehrheit der erwerbstätigen Flüchtlinge arbeite in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und sei damit integriert. "Viele Migranten sind eine Stütze der deutschen Wirtschaft geworden", sagte Kramer. [….]

Ich gehöre zu den letzten in dieser Frage moralisch argumentierenden Menschen.
 Meiner Ansicht nach sollte man alle nach Deutschland kommenden Asylsuchenden aufnehmen, auch wenn es dem Staat ökonomisch schadete.

Ich halte die jetzige Flüchtlingspolitik der Groko für zu restriktiv, ich würde mehr Menschen holen, mehr Familiennachzug ermöglichen; wohlwissend damit eine extreme Minderheitenmeinung zu vertreten.

[….] Der Streit in der Union über die Obergrenze für Flüchtlinge war lang und erbittert. Schließlich wurde sie auf bis zu 220.000 festgelegt. Nun stellt sich raus: In diesem Jahr wird diese Zahl gar nicht erreicht.
Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Obergrenze für Flüchtlinge wird 2018 offenbar nicht erreicht. Bis Jahresende wird es voraussichtlich 166.000 Asylanträge geben, berichtet die "Bild am Sonntag". Das gehe aus der Zuwanderungsberechnung der Bundesregierung für 2018 hervor. [….]

Eine moralische Diskussion mit Hinweisen auf grundsätzliche humanistische Überzeugzungen oder die miese Fluchtursachen-fördernde Landwirtschafts-, Export- oder Rüstungspolitik der deutschen Bundesregierung ist ohnehin schwierig mit rechten Xenophoben, die in Menschen in größter Not lediglich eine Gefahr sehen.

AfD und CSU verweisen trotz der gegenteiligen Zahlen immer wieder auf Einzelfälle krimineller Flüchtlinge. Denn selbstverständlich gibt es unter Millionen Ausländern auch Dealer oder Vergewaltiger.
Das Bild des sexuell übergriffigen schwarzen Mannes mit riesigem penetrationsbereiten Penis, der über unschuldige deutsche blonde Frauen herfällt, passt einfach zu gut in das Nazi-Narrativ der Höckes und Gaulands.
Wer das hören will, hört es.

Die humanistisch Unterentwickelten in ihren braunen Info-Blasen lesen keine offizielle polizeiliche Kriminalstatistik des BKA, die ihnen schwarz auf weiß zeigt, daß die Kriminalität kontinuierlich sinkt.
Sie interessieren sich auch nicht für die HOAXMAP, die hunderte Gerüchte über raubende und vergewaltigende Flüchtlinge als pure Gerüchte entlarvt.

Die womöglich widerlichste Verunglimpfung von Menschen geschieht durch rechtsextreme Hetzer wie David Berger, wenn sie den Heimatvertriebenen ganz im Stile Goebbels‘ infektiöse und andere möglichst widerliche Krankheiten andichten.
Das eignet sich besonders „gut“, um Ängste und Abwehr zu schüren.
Hier wird gezielt der Konnotationsbereich „Schädlinge, Bazillen, Unreinheit, Seuchen“ aktiviert.
Der ledrige Dunkelkatholik Berger greift daher nur zu gern zu diesem extrem perfiden Diskriminierungsmittel.

[….] Über viele Jahre verzeichneten die deutschen Behörden im Hinblick auf die Tuberkulose einen erfreulichen Trend: Die Fälle gingen kontinuierlich zurück. Dieser Trend hat sich nun komplett umgekehrt. So bereits vor einigen Monaten das Robert-Koch-Institut (RKI) in einer Pressemitteilung und einem schüchternen Hinweis auf einen Zusammenhang mit der aktuellen, unkontrollierten Masseneinwanderung.
[….][….] Die hochspezialisierten Forscher mussten nämlich nun einen europaweiten Ausbruch eines multiresistenten Stamms der Tuberkulose (TB) bei 29 Flüchtlingen feststellen.
Bei diesem, vor allem bei angeblich jugendlich-unbegleiteten Migranten festgestellten TBC-Typ liegt eine außergewöhnlich gefährliche Kombination von Antibiotikaresistenzen gegen gleich vier verschiedene, bislang gegen die Tuberkulose in Europa sehr wirksame Medikamente vor. […]

https://donotlink.it/5meR

[….] Am 24. Oktober ist Welt-Polio-Tag. Aus diesem Anlass warnt das Ärzteblatt vor den Risiken einer Wiedereinschleppung der gefährlichen, unheilbaren und tödlichen Infektionskrankheit „Kinderlähmung“ durch die unkontrollierte Immigration.
[….] Gründe dafür sieht die Leiterin der Geschäftsstelle der Nationalen Kommission für die Polioeradikation in Deutschland in sinkenden Impfquoten bei Kindern sowie in der Migration aus Ländern mit Polio-Vorkommen.
Am stärksten im Focus sind hier Einwanderer aus Afghanistan. Dort hat sich die Zahl der Poliofälle im Vergleich zum Vorjahr – laut WHO – verdoppelt. Hinzukommt die extrem hohe Dunkelziffer, nach der Ärzte pro entdecktem Fall von 200 weiteren Infizierten ausgehen. […]

https://donotlink.it/r6pm


 Diese ekelerregende Hetze findet man in den sogenannten „freien Medien“ (=faschistoider Verschwörungstheoretiker-Müll) jeden Tag.
AfD-Wähler, die solche Medien konsumieren, wollen das glauben und sind nicht erreichbar für Fakten.

Aber es ist wichtig Zweifelnden mit echten Argumenten zu begegnen.
Die liefert beispielsweise das Fachmagazin LANCET in dem umfangreichsten Datensatz, der zu dem Thema je vorgelegt wurde: „The Health Of A World On The Move“.

Wenig überraschend: Was Berger, Trump und Co behaupten, ist nicht nur gelogen, sondern das Gegenteil ist wahr. Flüchtlinge sind gesünder und entlasten die Gesundheitssysteme in den Zielländern.
Das ist in sich logisch. Hätten die Geflüchteten keine besonders gute Konstitution, könnten sie die ungeheuerlichen Strapazen der Flucht gar nicht überstehen. Man spricht vom "Healthy-Migrant-Effekt". Zudem übernehmen überdurchschnittliche viele Migranten Jobs im Gesundheitssystem; etwa als Pfleger, und entlasten damit die alternden und kränkelnden westlichen Gesellschaften.

[….] Der gefährliche Mythos vom kranken Migranten
[….] Migranten werden oft nur als Bürde für das Gesundheitssystem gesehen, dabei tragen Menschen aus Polen, Rumänien, Bulgarien, aber auch aus Asien und Afrika in vielen wohlhabenden Ländern in der Pflege und anderen medizinischen Bereichen dazu bei, dass die Betreuung der Alten und Kranken überhaupt aufrechtzuerhalten ist. Das gilt auch in akademischen Berufen, so haben 37 Prozent der in Großbritannien tätigen Ärzte ihren Abschluss in einem anderen Land gemacht.
Metaanalysen mit 15 Millionen Teilnehmern aus 92 Ländern zeigen zudem, dass die Sterblichkeit von Migranten in wohlhabenden Staaten sogar unterhalb jener der einheimischen Bevölkerung liegt. Das bezieht sich sowohl auf Herzkreislauf-Leiden und Krebs, aber auch auf Krankheiten des Verdauungstraktes, der Atemwege und auf Nervenleiden. Etliche chronische Krankheiten sind in ärmeren Ländern, aus denen die Migranten kommen, seltener - weil sich die Menschen dort oft als Folge eines anderen Lebensstils mehr bewegen und gesünder ernähren.
"Migranten sind häufig überdurchschnittlich gesund und aktiv, sonst könnten sie gar nicht migrieren", sagt Oliver Razum, der an der Universität Bielefeld zu Gesundheit und Migration forscht. "Man spricht vom Healthy-Migrant-Effekt, dem Paradox des gesunden Migranten." Paradox deshalb, weil Migranten im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung eine niedrigere soziale Position einnehmen, was bekanntlich ein Krankheitsrisiko darstellt. [….]

Samstag, 15. Dezember 2018

Als ich mal Kapitalist werden wollte – Teil II


Wenn ich auf mein Geburtsdatum gucke ist eins klar: Die längere Zeit meines Lebens liegt hinter mir.
Gesundheitlich geht es bergab, Kinder, die ich später mal anbetteln könnte, habe ich nicht.
Die öde Begriff Alterssicherung, dieses unglaublich spießige Wort, nichts könnte weniger sexy sein, spukt in meinem Kopf herum.
Das war wirklich ein Vorteil ein Jugendlicher zu sein. Solche Begriffe spielten keine Rolle. Man kannte sie entweder gar nicht, oder aber man assoziierte sie nicht mit einem selbst.

Soweit war ich schon vor ein paar Monaten, als ich mich deswegen um einen Immobilienkredit bemühte.

Wohnungen werden immer teurer, die Mieten steigen. Das wird auch jeden Tag in den Zeitungen beklagt.
Aus Immobilienkäufersicht steigen die Mieten aber noch viel zu wenig, oder, umgekehrt formuliert: Die Kaufpreise steigen viel schneller als die Mieten.

Inzwischen werden mir für 400 Euro kalt vermietete Anderthalbzimmerwohnungen, 40 qm, Nordseite, ohne Balkon in mittelguten Gegenden in maroden Zustand, 4. Stock ohne Lift angeboten, für die 163.000,- aufgerufen werden. Macht über 180.000,- mit Kaufnebenkosten.
Auch wenn man 180.000,- bar rumliegen hätte und keinen Kredit aufnehmen müsste, ist die Rendite erbärmlich. Schließlich muß man als Vermieter ca die Hälfte des Hausgeldes zahlen. Es blieben also etwa 300 EURO monatliches Einkommen, das man auch noch versteuern muss.
Außerdem kommen in so einem alten Haus laufend Instandsetzungsarbeiten hinzu. Gut möglich, daß von den 3.600 EURO Mieteinnahmen in Jahr auch mal ein großer Teil als Sonderumlage für bessere Fenster, eine Dachsanierung oder eine neue Heizungsanlage draufgeht.
Das klingt nicht wie eine lohnende Investition für kleine Leute, die davon ihren Lebensabend absichern wollen.

Ein Besuch bei meinem Steuerberater brachte mich auf neue Ideen.
Steuerlich am ungünstigsten sind Einkünfte aus Gewerbebetrieben, weil dann zusätzlich Gewerbesteuer anfällt, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung dürften in meinem Fall etwa mit 40% versteuert werden. Das Beste wären Einkünfte aus Kapitalvermögen, die mit pauschal 25% Abgeltungssteuer veranschlagt werden. Ach ja, das Modell Quandt. Einfach besitzen, Däumchendrehen, für Nichtstun kassieren und dann auch noch viel weniger Steuern zahlen, als jeder, der dafür arbeiten muss.
Meine Unmutsäußerungen über das System nahm er lächelnd hin; der Staat greife eben auf die zu, derer er habhaft werden könne. Wir wären sein Fußvolk, das nicht abhaue. Das Kapital aber schon. Das verschwände einfach, wenn es zu hoch besteuert würde.
Das ist die eigentliche Perversion:
Die steuerliche Bevorzugung eines Milliardärs gegenüber einer Krankenschwester ist ungerecht, aber tatsächlich der beste Deal, den der Staat für sein Fußvolk rausholen kann. Solange nicht ALLE Nationen der Erde eine gemeinsame Steuerpolitik machen (=nie), kann der Multimilliarden-Jetset im Gegensatz zur Aldi-Kassiererin oder dem Grundschullehrer  immer dahin gehen, wo er am wenigsten zahlen muss.
25% von einer Milliarde sind für den Staat natürlich besser als 50% von nichts.

Also Aktien und Finanzprodukte? Sollte das etwas für mich sein?
Bisher hatte ich das immer aus grundsätzlichen moralischen Überlegungen ausgeschlossen. Es ist asozial Gewinne aus einem Unternehmen abzuziehen, für das ich gar nicht arbeite, während die Mitarbeiter nicht an den Ausschüttungen beteiligt werden.
Allerdings lese ich seit Jahren über „ethische Investitionen“. Es gibt Finanzprodukte, die ausdrücklich nicht in Rüstungsfirmen oder Nahrungsmittelspekulanten investieren.
In Skandinavien gibt es schon gesetzliche Regelungen, nach denen Rentenfonds nur in ESG-Geldanlagen (Environment (E), Social (S), Governance (G)) investieren dürfen. Gemeint sind damit nachhaltige Aktionen.
In Deutschland sind wir noch lange nicht so weit, da investieren auch Kirchen in Waffengeschäfte und Gentechnik.

Aber ich könnte doch vorangehen und meine paar Kröten sozial und ökologisch anständig investieren.

Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von „Brot für die Welt“ und Schatten-Entwicklungshilfeministerin unter Peer Steinbrück 2013 bietet so etwas an.

[…..] Andererseits glaube ich, dass Menschen durchaus eine Sehnsucht haben zu teilen, und gar nicht so begeistert sind, dass jeder nur noch nach sich selbst strebt. Zum Beispiel haben wir das Konzept für einen Investmentfonds entwickelt, der sich konsequent an ethischen, sozialen und ökologischen Kriterien orientiert. Der investiert nur in Firmen, die Menschenrechte, Umweltstandards, Mitbestimmung garantieren. Auch bei uns hatten viele Sorgen, ob das überhaupt laufen wird. [….]

Aktien kann ich nicht am Kiosk kaufen, also bat ich erneut um einen Beratungstermin in der Bank.
Diesmal war ich in der Deutschen Bank. Nicht aus Liebe zu dem Institut, sondern weil sie nach wie vor die Größte ist und überall ihre Finger drin hat. Wenn der Deutsche Bank-Chef irgendwo anruft, wird er auch durchgestellt.

Ich bilde mir nicht ein selbst Börsianer zu sein, sondern brauche einen Banker, der sich damit auskennt.

Zunächst einmal die guten Nachrichten: Ich wurde von zwei Beratern wirklich sehr nett und höflich empfangen. Mit Kaffee und Gebäck in einem gemütlichen Büroraum. Beide waren geduldig und hörten sich all meine Laien-haften Fragen an:

Wie viel verdienen SIE an einer Aktientransaktion? Welches Risiko besteht für mich? Werde ich immer informiert? Mit welchen Gewinnen kann ich rechnen, wenn ich vorsichtig bin? Was passiert, wenn ein Handelskrieg ausbricht?

Aktienmärke sind aber nicht nur Geld, sondern bekanntlich auch Psychologie und Politik. Gesunde Unternehmen mit nachhaltig erwirtschafteten Gewinnen und glücklichen Mitarbeitern können ebenfalls in große Schwierigkeiten kommen, wenn Trump Amok läuft, wenn Italien den Euro in den Abgrund reißt, wenn Zollschranken hochgezogen werden, wenn ein ungeregelter Brexit Panik an den Märkten verursacht, wenn ein Handelskrieg angezettelt wird oder wenn der Nahe Osten so explodiert, daß die Ölpreise verrücktspielen.

Mit Aktien kurzfristige Gewinne zu erzielen ist Kleinstinvestoren nicht möglich.
Ich sollte einen langen Atem von mindestens zehn Jahren haben und nur Geld investieren, daß ich aktuell nicht brauche.
Aha! Von den paar Millionen Euro, die ich vielleicht noch in einer Sofaritze finde, sollte ich also nur die Hälfte dem Deutsche-Bank-Berater „zum Spielen“ geben.
A propos, eine Vermögensberatung bei der Deutschen Bank, die alle Märkte im Blick hat und einen Mix anbietet, der bis zu 100% Aktien beinhalten kann, wird angeboten ab EUR 250.000!

Statt auf diese nebensächliche Petitesse einzugehen („nein, ich habe nicht gerade zufällig eine Viertelmillion Euro rumliegen, die ich gar nicht brauche“), blieb ich tumb sitzen und ließ mir noch mehr Zahlen zeigen. Wenn man schon mal da ist…


Graphik 1 zeigt, daß praktisch weltweit jeder Mensch im Jahr 2018 Geld mit Aktien verloren hat. Es ging überall bergab. Hauptsächlich wegen politischer Irritationen und nicht aufgrund mieser Geschäfte.

Ich gab mich immer noch als potentieller Millionär und verkündete, das wäre aber nicht gerade eine Werbung dafür ebenfalls in Aktien zu machen.
„Doch, doch!“, denn die zehn Jahre davor wäre es schließlich immer bergauf gegangen und gerade weil nun alles nach unten zeige, wäre es besonders günstig einzusteigen.
Aha, so denken also Banker, die mit dem Geld anderer Leute spekulieren.

Außerdem könne ich ein aktiveres Modell wählen, bei dem ich selbst jedes einzelne Investment bestimmte. Das müsse ich sogar tun, da in der DB-Vermögungsberatung keine ESG-Kriterien berücksichtigt werden. Wenn ich also nicht in Amazon oder Rheinmetall investieren wolle, müsste ich schon jeden einzelnen Deal selbst anschieben.
Das immerhin, könne sich lohnen, da die DAX-Mitglieder ganz unterschiedlich „performten“.


Aha, der mit Abstand schlechteste Performer, mit über 50% MINUS im letzten Jahr ist übrigens die Deutsche Bank.
Da war ich ja offenbar bei genau dem richtigen Institut gelandet.

Als der gute Mann immer mehr mit eingedeutschten Englisch um sich warf und begann sich selbst zu übersetzen, griff ich noch mal kurz ein.
„Ich bin übrigens US-Amerikaner, Sie brauchen nicht ins Deutsche zu übersetzen.“

-      Ach, das hört man ja gar nicht, haben Sie zwei Pässe?
-      Nein, nur den US-Pass
-      Dann können wir nichts für Sie tun.

Kein deutsches Geldinstitut darf für US-Staatsbürger aktiv werden. Danke Trump. Da ich aber nur über solche Institute überhaupt Geldmarktprodukte erwerben kann, hat sich das Thema „Anlagen“ grundsätzlich erledigt.
Das ist für mich rechtlich nicht möglich.

Da wurde die Gesichter sehr lang, nun blieben nur noch „Einlagen“.
Während ich noch an orthopädische Schuhe dachte, erklärte die freundliche Dame, ihr Institut zahle 0,01% Zinsen auf Geldeinlagen.
Es gäbe aber kurzfristige Zinsgeschäfte, die ich über das Onlinebanking ansehen könne. Da bekäme ich für bestimmte Zeiträume auch mal 0,5% Garantie-Zinsen.

Nun bin ich zum zweiten Mal leider nicht Kapitalist geworden.