Samstag, 28. Mai 2022

Der Gouverneur der Herzen.

Die Texaner haben natürlich schon etwas Pech mit ihrem Personal.

Donald Trump bleibt zwar einsam die Spitze der Liste der widerlichsten Menschen aller Zeiten, aber mit dem großen schleimigen feigen Heuchler Ted Cruz ist ihm ein Parteifreund auf den Fersen.

Eins ist an dem rechtsextremen Immigranten besonders auffällig. Er wird nicht nur von den oppositionellen Demokraten und allen anständigen Menschen gehasst, sondern ihn mag niemand. Seine Parteifreunde und Mitarbeiter, ehemalige Kommilitonen, Mitschüler, Kollegen bestätigen unisono, was für einen miesen Charakter der fette Texaner hat, daß jeder unter allen Umständen vermeidet, mit ihm Zeit zu verbringen.

Sogar seine beiden eigenen Töchter können ihn nicht ausstehen.

Ob „die Texaner“ einen so abscheulichen Charakter als ihren Senator verdient haben, ist nicht leicht zu beantworten. Einerseits schadet der destruktive, korrupte Lügner natürlich seinem eigenen Bundesstaat am meisten; man möchte Mitleid empfinden.

Andererseits ist der Sauron des Südens kein politischer Neuling. Die Texaner kennen ihn und wählten den gebürtigen Kanadier am 6. November 2012 erstmalig mit 56,6 Prozent in den US-Senat und 2018 mit 50,9 zu 48,3 Prozent erneut. Damals ausgerechnet gegen den Demokraten Beto O’Rourke, der einer der wirklich Guten in der US-amerikanischen Politik ist.

Wie soll man mit einem Bundesstaat Mitleid haben, dessen Bewohner 2016 bei einer Wahlbeteiligung von 46,5% mit 4,7 zu 3,9 Millionen Stimmen für Trump (52,2%) und gegen Clinton (43,2%) stimmten?

Texaner, die nach vier Jahren, zwei Impeachments, einer halben Millionen Corona-Toten, einer tiefen Wirtschaftskrise und 30.000 Lügen des Präsidenten, den Schluss zogen, Trump wäre der Richtige für die nächsten vier Jahre?

Die Wahlbeteiligung (67%) war sogar deutlich höher, der orange Psychopath gewann also deutlich mehr absolute Stimmen, nämlich 5,9 Millionen ~ 52%. (Biden 5,3 Mio Stimmen ~ 47%).

Die Texaner kennen genau die Positionen der Kandidaten zu Waffengesetzen, wissen wer die Millionen Dollar von der NRA einstreicht und wer nicht.

Bei den grotesken Horror-Clowns Cruz und Trump wird allerdings außer Acht gelassen, daß das Volk des zweitgrößten US-Bundesstaats sogar für ein Triumvirat des Grauens stimmte.

Mit ihrem Gouverneur Greg Abbott, einem nicht nur unfähigen, sondern auch menschlich zutiefst verkommenen Regierungschef, haben sich die Texaner selbst in die denkbar schlimmste Politiker-Hölle manövriert.


Abbott wurde 2014 mit 59% zum Gouverneur in Austin gewählt, 2018 mit 55% im Amt bestätigt. Zuvor hatte er sich als enthusiastischer Waffennarr und Attorney General, der rabiat jede Same Sex Marriage verbieten lässt, einen Namen gemacht.

Er unterzeichnete 2021 eins der schärfsten Anti-Abtreibungsgesetze der USA, das sogar die Bürger dazu auffordert bei 10.000 Dollar Belohnung Jagd auf jeden zu machen, der auch nur entfernt bei einer Abtreibung hilft, also beispielsweise dem Taxifahrer, der unwissentlich eine Frau zu einem Gynäkologen fährt. 

Besonders eifrig kämpft Abbott gegen das Wahlrecht für Minderheiten, Arme und Schwarze, erließ einen ganzen Strauß von Wahlverhinderungsmaßnahmen, so daß möglichst nur reiche Weiße abstimmen.

Als Anwalt kennt er eben die Gesetze; also die Zehn Gebote.

[…] In March 2005, Abbott delivered oral argument before the United States Supreme Court on behalf of Texas, defending a Ten Commandments monument on grounds of the Texas State Capitol. Thousands of similar monuments were donated to cities and towns across the nation by the Fraternal Order of Eagles, who were inspired by the Cecil B. DeMille film The Ten Commandments (1956) in following years. In his deposition, Abbott said that "The Ten Commandments are a historically recognized system of law." [….]

(Wiki)

Aber vielleicht mögen die Texaner ihn, weil er so ein gutes Herz hat und die richtigen tröstlichen Worte fand, nachdem nun 21 Menschen in Uvalde ermordet wurden und der Ehemann einer der erschossenen Lehrerinnen vor Gram einem Herzinfarkt erlag.

OK; es war vielleicht nicht ideal, daß die schwer bewaffneten Polizisten den Attentäter volle 60 Minuten ohne einzugreifen in der Grundschule Kleinkinder ermorden ließen, aber hey, Eltern und Angehörige, stellt euch mal nicht so an, es hätte ja auch viel schlimmer kommen können; it “could have been worse.”

Eben! Wie kann man sich nur so anstellen, wegen 19 massakrierten Kindern und drei toten Erwachsenen?

Ein guter Mann, der Abbott. Wird vermutlich wiedergewählt.



 

Freitag, 27. Mai 2022

Der langbeinige Friedrich

Es gibt vieles, das Fritze Merz auf den Tod nicht ausstehen kann.

Linke, Sozis, Grüne, Schwule, Ausländer, Arme, Strafbarkeit von Vergewaltigung, Transparenz über seine Nebenjobs, Kranke, Pflegebedürftige, Frauen in der Politik, Feministen, Atheisten, Umweltschützer, Greta-Fans, erneuerbare Energien, öffentlich-rechtliches Fernsehen, Merkel, AKK, Laschet und an allererster Stelle all diejenigen, die ihn nicht für den größten, schlauesten, fähigsten und verdientesten deutschen Politiker seit 100 Jahren halten.

Auf der positiven Seite gibt es nämlich nur eins, das merz wirklich mag: Sich selbst. Er ist sein eigener größter Fan und daher dampfplaudert er auch noch im fortgeschrittenen Politikeralter von knapp 70 Jahren immer noch drauf los, als wolle er manisch Shitstorms erzeugen.

Der arme Mann muss nun mit dem Paradoxon leben, sich selbst grundlos für überragend fabelhaft zu halten und andererseits jede Wahl zu verlieren, bei der er antritt. Ausgerechnet von den Frauen Merkel und Kramp-Karrenbauer so viele Jahre beiseitegeschoben worden zu sein, war hart. Er rächte sich, indem er nun einer Partei vorsteht, deren 60 wichtigste Ämter von 59 weißen Männern besetzt sind. Und diese eine hessische Fraktionsvorsitzende, die ihm die makellose Bilanz versaut, wird er auch noch rausekeln.

Im Bundestag erlebt der mürrische Münsterländer Glück und Pech.

Natürlich Pech, daß die CDU bei der Bundestagswahl abschmierte, auf eins der schlechtesten Ergebnisse aller Zeiten wegsackte, nur noch zweitstärkte Partei hinter den so lange schwindsüchtigen Sozen ist. Pech, daß das Wahlergebnis Merzens potentielle Alliierte von der Partei der Besserverdienenden in eine Ampel zwang. Pech, daß er keine schönen Posten zu verteilen hat.

Glück allerdings, daß Pannen-Armins 24,1% wieder einmal eine CDU-Größe davonspülten, der Merz zuvor krachend unterlag. Glück, daß Ralph Brinkhaus über kein Nero-Gen verfügte und freiwillig vom Fraktionsvorsitz abließ, bevor Merz wieder öffentlich debakuliert hätte, um das Amt zu bekommen.

Ein Riesenglück für den Blackrock-Milliardär und Doppel-Jetbesitzer ist natürlich auch die fürchterliche Weltlage, welche die Ampel mit seit Jahrzehnten nicht vorstellbaren Schwierigkeiten belastete, so daß die Regierung fast nicht gut aussehen kann. Kein Wunder, wenn es für den Kanzler immer nur die Wahl zwischen ganz beschissen und beschissener gibt.

Daher konnten die CDUCSU wieder zur beliebtesten Partei aufsteigen; liegt aber im Bund noch deutlich unter der 30%-Marke bei 27%, also weit entfernt von den 41,5%, die Merzens verhasste Nemesis Merkel 2013 holte.

Pech ist auch sein Geburtsdatum 11.11.55. Wie soll er bei der nächsten Bundestagswahl als Hoffnungsträger antreten, wenn er schon fast 70 ist?

Glück für Merz, daß die jungen CDU-Ministerpräsidenten Günther und Wüst bei den Landtagswahlen viel besser als erwartet abschnitten. Daher gilt die CDU nun wieder als Siegerpartei – ganz ohne Zutun des Bundesvorsitzenden.

Pech, daß Wüst erst 46 Jahre ist. Pech, daß Günther erst 48 Jahre alt ist. Beide wären also im Bundestagswahlkampf 2025 im besten Kanzlerkandidatenalter.

Pech, daß Daniel Günther, sein Partei-interner Erzfeind und Grünen-Freund, nun an der Spitze des Politiker-Rankings liegt, während Merz selbst im Mittelfeld zwischen Lindner und Kubicki feststeckt.

Riesenpech, daß der Zeitgeist Merz zwingt, ein neues Grundsatzprogramm aufzustellen, in dem er Frauen, Klima und sonstiges Gedöns betonen muss – also all das, was er gerade nicht fördern will.

[….] Mehr Frauen, mehr Junge und mehr Menschen mit Einwanderungsgeschichte: Die CDU stellt ihre neue "Grundwerte-Charta" vor. Die Breite der Gesellschaft soll sich künftig auch innerhalb der Partei abbilden. […]

(Robert Roßmann, 27.05.2022)

Pech für den CDU-Chef auch, daß seine natürlichen Verbündeten der AfD-affinen schwarzbraunen Ost-CDU kontinuierlich Skandale und Peinlichkeiten produzieren und somit schwächeln.

[….] Im Landtagswahljahr 2019 zeichnete der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer einen Unternehmer aus, der 25.000 Euro an die CDU Sachsen spendete. Der Unternehmer Ernst Lieb wurde von Kretschmer auf einer Veranstaltung gewürdigt, weil er sich laut Bericht der »Sächsischen Zeitung« »in besonderer Weise gesellschaftlich engagiert und so den Zusammenhalt stärkt«. Ein Termin mit persönlichen Worten des Ministerpräsidenten fand in der Elbe Flugzeugwerke GmbH in Dresden statt. [….]

(SPON, 27.05.2022)

Eine Methode in Sachsen.

[…] Der sächsische Verdienstorden […] ist die höchste Auszeichnung des Freistaats und wird als »Zeichen dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste« verliehen […] Die Übergabe an den Molkereimogul Theo Müller, die am Dienstag durch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in einem Nobelhotel in Zürich erfolgte, wird bald den Landtag beschäftigen. Die Linksfraktion hat einen entsprechenden Antrag gestellt und will zum Beispiel wissen, »wann und durch wen die maßgebliche Entscheidung über die Verleihung« getroffen wurde und warum sie, anders als üblich, nicht in Sachsen, sondern an Müllers Wohnsitz erfolgte. […] Müller lebt seit 2003 in Zürich. Er zog dorthin, weil er vermeiden will, bei Übertragung seines Unternehmens an die Kinder 200 Millionen Euro Schenkungs- und Erbschaftssteuer zu zahlen. […] Die Linke hält es für »höchst fragwürdig«, dass der Orden an Personen verliehen wird, die umziehen, um keine Erbschaftssteuer an den deutschen Staat zahlen zu müssen, obwohl sie Fördermittel in Anspruch nehmen und »damit ihre Gewinne maximieren konnten[…] Der Fraktionschef Rico Gebhardt spricht von »Steuerflüchtlings-Ehrung«. […]  132 500 Euro an die CDU gespendet. Gebhardts Landespartei hat derweil in einer sarkastischen »Anleitung« dazu, wie man als bayerischer Milliardär einen sächsischen Orden in der Schweiz bekommen könne, auf einen weiteren Umstand verwiesen: drei Spenden aus dem Müller-Imperium an die CDU. Die »Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH« zahlte zuletzt im Jahr 2020 satte 100 000 Euro an die CDU, wie aus einem Onlineportal von Lobbycontrol hervorgeht.  […]

(Hendrick Lasch, 21.09.2021)

Merz muss nun den Spagat zwischen seinen politischen Freunden in Sachsen und seine schwarzgrünen politischen Feinden in Kiel und Düsseldorf versuchen.

Lange Beine hat er ja.

Donnerstag, 26. Mai 2022

Aus. Vorbei. Finito. Nada. Rien. The end. Schluss.

Man mag Joe Biden. Uncle Joe wurde in Washington parteiübergreifend geschätzt. Legendär das 2015er Video des Rechtsaußen-Republikaners Lindsey Graham, in dem er Joe Bidens Persönlichkeit in den allerhöchsten Tönen lobte. Ein Jahr später, nach Donald Trumps Präsidentschaftskandidatur, rechnete Graham mit dem orange geschminkten Rassisten ab: Trump is a race-baiting, xenophobic religious bigot.

Der überall hochgeschätzte Joe Biden hatte in den acht Jahren seiner Vizepräsidentschaft und den rund 100 Jahren als US-Senator so vertrauensvolle Kontakte zu allen Seiten aufgebaut, galt als so grundehrlich und vertrauenswürdig, daß er bei seiner Kandidatur von 2020 versprach, das Land wieder zu einen, Kompromisse zu finden und mit den Republikanern zusammen zu arbeiten.

In diesem Punkt irrte sich Biden fürchterlich. Schon während der Obama-Jahre 2009-2017 waren die Teebeutel-GOPer destruktive Fundamentalopposition, die lieber jeden einzelnen US-Amerikaner leiden ließen, als dem verhassten Schwarzen im Oval Office den kleinsten Erfolg zu gönnen.

In den vier Trump-Jahren radikalisierten sich die Republikanern jeden Tag mehr. Anfangs waren machen Abgeordneten und Senatoren der Rassismus und die ständigen Lügen ihres Chefs noch ein wenig unangenehm, aber sie lernten zu schweigen. Peu à peu wurden die letzten Republikaner mit Restanstand aus dem Parlament verdrängt und mit der bösartigsten Form menschlichen Hetz-Abschaums substituiert: Pat Toomey, Lauren Boebert, Ted Cruz, Josh Hawley, Jim Jordan, Mo Brooks, Paul Gosar, Matt Gaetz, Andrew Clyde, Marjorie Taylor Greene, Madison Cawthorn, Scott Perry oder Louie Gohmert.


Wer wie Graham Senator blieb, passte sich an. Heute ist Graham glühender Trump-Fan, kriecht ihm schleimspurziehend immer wieder freudig in das fette orange Rektum, lügt und hetzt wie sein neues Idol.

Es gibt keine menschenfeindliche Sauerei, die Graham nicht eifrig sabbernd selbst im Senat vorantreibt. 100% für Waffenlobby, 100% gegen Bürgerrechte, Schwarze, Schwule, Frauen, Immigranten, Arme, Menschenrechte.

Die gesamte Partei ist ein sektenartiges zutiefst bösartiges Instrument des Hasses, das nur noch eins im Sinn hat: Destruktion.

Mit dem 06.01.2021 brachen die allerletzten Dämme. Auch wenn es kaum vorstellbar erschien; nun lassen die Republikaner nicht nur ihrem Hass auf Frauen und Minderheiten freien Lauf, sondern bekämpfen die US-Verfassung, den US-Staat selbst, wenden sich gegen die Polizei, während ihr Idol geifernd auf den Bildschirmen verfolgt, wie ein Mordmob den US-Kongress stürmt, Polizisten tötet und den Vizepräsidenten lynchen will.

Das gefällt Trump besonders gut; auch er will Mike Pence hängen sehen.

[…] The Jan. 6 select committee has heard testimony indicating that then-President Donald Trump — after rioters who swarmed the Capitol began chanting “hang Mike Pence” — expressed support for hanging his vice president, according to three people familiar with the matter.  The White House chief of staff at the time, Mark Meadows, was in the dining room off the Oval Office with Trump at one point during last year’s Capitol attack, the committee has been told. Meadows then left the dining room and informed other people nearby that Trump had signaled a positive view of the prospect of hanging the vice president, the panel heard. [….]

(Politico, 25.05.2022)

Die offenkundige Mordlust des 30.000-fach lügenden Psychopathen festigt sogar noch seine Bindung zu den republikanischen Abgeordneten, die in der Folge untertänig nach Mar A Lago pilgern, um vor ihm auf die Knie zu fallen.

Die mächtigen Männer der GOP von 2022 sind blutdurstige Verbrecher, die liebend gern das Leben tausender Kinder für ihren politisch-religiösen Trump-Kult opfern.

[…] Herr der Massaker

Das Recht auf Pistolen und Gewehre ist für den texanischen Gouverneur Greg Abbott so unanfechtbar wie das Wort Gottes. Nun trifft sich die Waffenlobby in seiner Heimat – kurz nach dem Massaker in Uvalde mit 19 toten Kindern.  […]

(SPON, 26.05.2022)

 


Ted Cruz ist kein Politiker, kein Volksvertreter, sondern bloß ein hochgradig perverser Killer-Freund.

Propagierte Joe Biden vor zwei Jahren im Wahlkampf die Strategie zur Zusammenarbeit mit den Republikanern, weil er schon senil war? Weil er zu gutgläubig war? Weil er damit Wechselwähler an sich binden wollte, obwohl er selbst nicht mehr an rationale republikanische Rudimente glaubte? Zwang ihn sein katholischer Optimismus dazu? Die Frage bleibt offen.

Aber es war ein gewaltiger Irrtum.

Mit der GOP kann man nicht kooperieren. Es gibt keine Kompromisse. Man kann nicht mit ihr diskutieren, man kann sie nicht politisch stellen oder ausmanövrieren.

Sie hat den demokratischen Raum längst verlassen und die Metamorphose in einen zutiefst perfiden Todeskult vollzogen.

[….] Republikaner blockieren Gesetz zur Bekämpfung von Hassverbrechen.

Nach den Massakern in Buffalo und Uvalde tobt in den USA eine Waffendebatte. Die Demokraten wollen mit einem Gesetz gegen Rassismus und Inlandsterrorismus vorgehen – doch der Entwurf scheiterte im Senat.  [….]

(SPON, 25.05.2022)

Rassismus und Inlandsterrorismus sind die QTrumpliKKKanischen „Werte“ von heute. Die GOP ist kein politischer Gegner, kein demokratischer Konkurrent, keine amerikanische Partei, sondern nur noch „der Feind“, der mit jedem legalen Mittel bekämpft werden muss.

Mittwoch, 25. Mai 2022

US-Mass-Shooting Nummer 213 im Jahr 2022

Journalisten bereiten sich natürlich vor. Es gibt tragische Großereignisse, die auf jeden Fall eintreffen werden. Für alle hochbetagten Superpromis liegen schon vorgeschriebene Nachrufe in den Schubladen der Redaktionen.

Kein US-Korrespondent muss erst lange nachdenken, wenn wieder einmal ein paar Dutzend Kinder von einem mit einer AR15 bewaffneten jungen Killer niedergemetzelt werden.  Der Täter ist fast immer weiß, religiös, männlich, jung, liebt Trump und wurde von den republikanischen Waffengesetzen begünstigt.


Meine mass-shooting-Datei quillt schon über mit drastischen Memes, die bei jedem dieser Massenmorde die sozialen Medien fluten.

[….] Ein bewaffneter 18-Jähriger hat nach offiziellen Angaben in einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas mindestens 19 Kinder erschossen. Auch zwei Erwachsene starben. Der Schütze selbst sei ebenfalls getötet worden, offenbar durch Polizisten am Tatort, sagte Gouverneur Greg Abbott in einer ersten Stellungnahme. Er sprach von einer schrecklichen und unbegreiflichen Tat, die sich in der Kleinstadt Uvalde im Süden von Texas ereignet habe.   [….]

(Tagesschau, 25.05.2022)


Das Leid, die Verzweiflung und Trauer der Hinterbliebenen sind echt. Das Verständnis des rechtsradikalen, menschenfeindlichen Gouverneurs ist es nicht.

Abbott hat just erst dafür gesorgt, daß 18-Jährige mit AR15 versorgt werden.

Die Bewohner von Uvalde stimmten mehrheitlich für einen total waffenfanatischen Kongress-Abgeordneten.

Die Texaner wählten den womöglich moralisch verkommensten Waffen-Narren überhaupt zu ihrem US-Senator.

Ich gehöre nicht zu denjenigen, die sich snobistisch-intellektuell über simplifizierende Memes erheben. Die haben ihre Berechtigung in der heutigen Kommunikationswelt, in der kaum noch einer mehr als eine Minute Zeit für einen Text aufwendet.

Memes fügen extreme Emotionen mit Fakten zusammen und sind daher in einer von Oberflächlichkeit geprägten Social-Media-Welt der Emoticons, sogar recht gehaltvoll.

Einen politischen Einfluss haben sie offenkundig aber nicht, da selbst die stärksten Memes kaum die eigene Bubble durchdringen können.

Mit mir ist eine Hälfte der US-Amerikaner schon seit Dekaden von schärferen Waffengesetzen überzeugt, aber offenkundig bringen auch noch so viele in Schulen abgeknallte Kinder, TrumpliKKKan-Wähler nicht dazu, demokratisch zu wählen.

A posteriori wundere ich mich über mich selbst, aber immerhin noch beim

Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland am 14. Februar 2018, als 17 Menschen getötet und 15 schwer verletzt wurden, hatte ich zuletzt Hoffnungen, die Waffengesetze könnten sich doch ändern. Die Parkland Survivors um die höchst beeindruckenden Emma González, Alex Wind, Cameron Kasky und David Miles Hogg schufen mit den Bewegungen Never Again MSD oder March for Our Lives so kraftvolle Kampagnen, daß es schwerfiel, nicht an einen Erfolg zu glauben.

Was für ein Irrtum.

Das Morden geht munter weiter und ausgerechnet die verschwörungstheoretische Faschistin Marjorie Taylor Greene, die damals damit berühmt wurde, David Hogg zu stalken, ist nun weltberühmte US-Abgeordnete.

Jürgen Schmieder, L.A.-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung berichtet von seinen Erfahrungen bei Trumps „Truth Social“:

[….] Die erste Person, die einem auf der Plattform folgt, keine fünf Sekunden nach der Anmeldung: Marjorie Taylor Greene, republikanische Abgeordnete aus dem US-Bundesstaat Georgia und einige Kilometer rechts vom Begriff "konservativ" angesiedelt. Sie ist Trump-Jüngerin und QAnon-Verschwörungsideologin. Ihr Wahlslogan lautete: "100 Prozent für Schusswaffen, gegen Abtreibungen und für Trump". Ihr erster Truth-Eintrag lautet nun: "Joe Biden ist nicht Präsident, sondern Donald Trump." [….]

(SZ, 23.05.2022)

state Assemblywoman Michele Fiore (R-Las Vegas)


Thomas Massie of Kentucky

Ein anderer Superstar des US-Kongresses wurde die manisch lügende, kriminelle Lauren Boebert, die mit ihren bis an die Zähne bewaffneten Kindern prahlt.

 

Solche Typen werden mit Mehrheit als Volksvertreter gewählt und sie passen zu ihrem Volk.

Die USA, das Volk sind nicht pauschal moralisch verantwortlich für blutrünstige, amoralische Hetzer wie Boebert, Cruz, Hawley, Jim Jordan, Mo Brooks, Paul Gosar, Matt Gaetz, Andrew Clyde, Marjorie Taylor Greene, Madison Cawthorn, Scott Perry oder Louie Gohmert.

Wenn sie aber stoisch, nach Hunderten Mass-Shootings jedes Jahr, diese Waffenfanatiker immer wieder mit Mehrheit wählen, muss man nicht nur seine Hoffnung auf Besserung begraben, sondern sollte versuchen, sich das Mitleid abzugewöhnen.

[…] Diesem Land ist nicht zu helfen. […] Amerika scheint sich mit den sich ständig wiederholenden Gewaltorgien abgefunden zu haben. Es ist ein beispielloses zivilisatorisches Scheitern. [….]

(SPON, 25.05.2022)

Es hat keinen Sinn anzuprangern, zu klagen, zu appellieren, aufzuklären.

Die Republikaner opfern offensichtlich gern jedes Jahr tausende Kinder, Myriaden Menschen auf dem Altar der Waffenlobby. Die Wähler wollen nach allen Umfragen eben diese Republikaner im Herbst zur stärksten Kraft in House und Senat machen.


Es tut mir Leid für die friedlichen Amerikaner, aber es bleibt Euch nur übrig es mir gleichzutun und aus dem Kack-Land auszuwandern.



[….] Die Szenen sind einem längst vertraut, wie ein Horrorfilm, den man schon viel zu oft gesehen hat. [….] Der jüngste Tatort: eine Grundschule in Uvalde, einem Ort im stillen Westen von Texas mit rund 25.000 Einwohnern, fast drei Viertel davon Latinos. Mindestens 19 Kinder und eine Lehrerin hat ein Mann dort am Dienstag erschossen. Die Bluttat schockiert, doch sie überrascht kaum. Im Land der politisch tolerierten Massaker sind selbst junge Schülerinnen und Schüler längst nicht mehr sicher. [….] »Schon wieder«, sagt Joe Biden, als er sich am späten Abend im Weißen Haus vor die TV-Kameras stellt.


[….] Der erzkonservative Republikaner [Gouverneur Greg Abbott] spricht monoton von einer »sinnlosen Tat«, einer »furchtbaren Tragödie, die im Staat Texas nicht geduldet werden kann«. Doch nicht mal ein Jahr zuvor hat Abbott ein neues Gesetz  unterzeichnet, das das Tragen von Schusswaffen in Texas erleichtert – ohne Waffenschein, ohne jegliches Training. Dieses Gesetz, warnte  die demokratische Kongressabgeordnete Veronica Escobar damals, »wird zu mehr Gewalt und Verlust führen«. Sie sollte recht behalten. [….] Am Donnerstag wäre an der Robb Elementary School das Schuljahr zu Ende gegangen, die Abschlussfeiern wurden nun gecancelt. Am selben Tag beginnt  zufälligerweise auch die Jahresversammlung und Waffenmesse der US-Waffenlobby NRA – im texanischen Houston. Unter den Hauptrednern: Senator Cruz und Gouverneur Abbott. […]

(Marc Pitzke, 25.05.2022)




Dienstag, 24. Mai 2022

Bätzings Bad im Fettnapf.

Hahahahaha, die deutschen Katholiban sind so lustig.

Weltweit als Kinderfic**rsekte bekannt, die raffgierig Spenden einsammelt und für sich behält, die sich mit menschlich so abstoßenden Bischöfen präsentiert, daß selbst die engagiertesten Gläubigen verzweifelt wegrennen, die sich in Windeseile zur Minderheit in Deutschland entwickelt, die ihren Vergewaltigungsopfern den Stinkefinger zeigt, die Millionen zur Pamperung der Kindervergewaltiger in ihren Reihen ausgibt, die ein so katastrophales Image hat, daß niemand mehr Priester werden will!

Haha, der oberste deutsche Bischof Bätzing, Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz, der tumb um die Forderungen seiner Schäfchen laviert und weiterhin darauf beharrt, nur Menschen mit Penis wären edel genug, um geistliche Ämter zu übernehmen.

Hahahahahaha, der TVE-Nachfolger, der inzwischen sogar die Kirchengemeinden schließen muss, in denen noch Gläubige zum Gottesdienst kommen, weil er noch nicht mal eine Grundversorgung von Priestern aufrecht erhalten kann.

Hahaha, Bätzing, der so froh darüber ist, in seinen Reihen mal einen Priester zu haben, der keine kleinen Jungs vergewaltigt, sondern „nur“ Frauen sexuell misshandelt, daß er den Vergewaltiger sogleich zum Bezirksdekan befördert.

[…] Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und Limburger Bischof Georg Bätzing hat in seinem Bistum trotz Belästigungsvorwürfen einen Priester in eine Führungsposition befördert. […] Bätzing habe den von ihm selbst wegen der Belästigung von zwei Frauen ermahnten Mann demnach zum Bezirksdekan berufen. Das Bistum bestätigte sowohl die Vorwürfe gegen den Mann als auch dessen Beförderung.  Dem Bericht zufolge soll der Priester im Jahr 2000 eine evangelische Pfarrerin in Ausbildung verbal und körperlich sexuell belästigt haben. Dies habe die Frau dem Medium geschildert, das Bistum halte die Vorwürfe für glaubwürdig. Eine katholische Gemeindereferentin in Ausbildung soll derselbe Pfarrer zwischen 2006 und 2007 belästigt haben. Auch sie habe ihren Fall der »Zeit« geschildert. […] Bätzing habe beide Frauen angehört und dem Pfarrer »einen förmlichen Tadel« ausgesprochen. […]  Der Geistliche sei dennoch zu einem von elf Bezirksdekanen ernannt worden. Damit ist der Pfarrer regionaler Vertreter des Bischofs.  [….]

(SPON, 24.05.2022)

Ja, so geht vorbildliche Aufklärungen bei sexuell übergriffigen Priestern im Jahr 12 nach Canisius.

Grandios, die Katholiken haben es geschafft, daß jeder Mensch auf der Welt spontan „Kinderficken“ mit der Kirche konnotiert.

Das ist schon so selbstverständlich, daß einer, der seine Soutane für Frauen lüpft, schon als derartig vorbildlich gilt, um auf der Stelle eine Leitungsposition zu bekommen.

Die Bischofsbruderschaft um Woelki, Heße und Marx kann sich immerhin mit einem passenden vorbildlichen Vorsitzenden schmücken.

Montag, 23. Mai 2022

Nachtrag zu Massenvergewaltigungen.

In Kriegen kommt es oft zu Vergewaltigungen.

Im Mittelalter (und in einigen Kulturen bis heute) nannte man es „Schänden“, weil aufgrund der religiösen Amoral das Vergewaltigungsopfer anschließend die Schande zu ertragen hat und nicht etwa der Täter.

Die Opfer wurden nicht nur durch Sex und Gewalt gedemütigt, sondern wurden noch zusätzlich durch die soziale Ächtung in ihrer eigenen Familie/Gesellschaft psychisch schwer verletzt.

Es ist eigentlich kaum zu fassen, daß Vergewaltigung als Kriegswaffe erst in den 1990er Jahren auf dem Balkan das erste mal systematisch erfasst wurde und tatsächlich erst im 21. Jahrhundert als „Kriegswaffe“ betrachtet wird.  Auf dem Balkan gab es neben dem gewalttätigen Effekt, also der möglichst umfassenden Zerstörung und Demütigung des unterlegenen Volkes, zusätzlich noch um den „ethnischen Effekt“. Die muslimischen Bosniaken sollten durch christliche Serben geschwängert werden, um so „die Gene Serbiens“ zu verbreiten und die muslimischen Kinder zu verdrängen.

[….]  In einer Diktatur werden Personen, die politisch anderer Meinung als die Herrschenden sind, oft verfolgt. Der Staat will von diesen Menschen keine Kritik hören, will sich von ihnen nicht stören lassen. Deswegen heißt es in Diktaturen immer wieder, dass der Staat von diesen Kritikern "gesäubert" wird. Dieser Begriff der „Säuberung“ ist besonders niederträchtig. Denn damit soll der Eindruck erweckt werden, dass diese Menschen einen Staat beschmutzen oder dass sie selbst Schmutz wären. Solche politischen "Säuberungen" fanden im 20. Jahrhundert in großem Ausmaß statt. [….]  dieser menschenverachtenden Politik ist auch die sogenannte "ethnische Säuberung". "Ethnie" ist ein griechisches Wort und bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die die gleiche Kultur oder Abstammung verbindet. Wenn eine solche Gruppe verfolgt und vertrieben wird, spricht man von „ethnischer Säuberung“. In den 1990er Jahren gab es brutale Verfolgungen in Bosnien-Herzegowina oder auch im afrikanischen Staat Ruanda, wo bis zu einer Million Menschen starben. [….]  Dieses hässliche, menschenverachtende Wort wurde in die Liste der hundert „Unwörter“ des 20. Jahrhunderts aufgenommen. […]

(Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid, bpb 2022)

Ob es sich bei der Vergewaltigung als Kriegswaffe überhaupt um Sexualität, oder nicht weitgehend um Gewalt handelt, ist eine weitere Frage, die ich in letztem Sinne beantworten würde.

(…) Aber eine Vergewaltigung als Machtdemonstration verwundert schon, wenn man die biologischen Voraussetzungen bedenkt. Das Opfer will offenbar nicht, es gibt kein Gleitgel von Beate Uhse und der eigentlich heterosexuelle Vergewaltiger muss offensichtlich blitzartig eine sehr stabile Erektion generieren.  Für die meisten Menschen sollte aber doch eine derart gewalttätige Situation, voller Angst und Schmerzen, gerade eben nicht sexuell erregend sein. Also, wie klappte das, über 2.000 Jahre vor der Erfindung des Viagras?

Tatsächlich beruht diese Frage aber auf einem Denkfehler, der Erektion und Analverkehr automatisch mit Sex assoziiert.  Darum geht es in diesem Fall aber gar nicht, sondern um Gewalt.  (…)

(Menschen sind widerlich, 07.05.2022)

Joshua Beer und Christoph Koopmann, die beiden Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung in Kiew, berichten ausführlich über die Massenvergewaltigungen durch russische Soldaten in der Ukraine. Opfer sind neben Frauen und Mädchen, auch Jungs und Männer.

Offenkundig gibt es hier weniger einen ethnischen oder religiösen Hintergrund – schließlich sind Täter, wie Opfer slawische orthodoxe Christen.  Die SZ-Autoren beleuchten aber den sexuellen Aspekt.

[…] "Die Vergewaltigung ist häufig - für Täter wie auch Opfer - die erste sexuelle Erfahrung", so Skjelsbæk. Mit furchtbaren Folgen, die vorrangig die Vergewaltigten tragen.  Viele Fälle werden gar nicht erst gemeldet, aus Angst vor dem sozialen Stigma, das einer solchen Tat anhaftet. In manchen tief religiösen Kreisen etwa - und nicht nur dort - gelten Vergewaltigte heute noch als mit einem Makel behaftet, als gebrandmarkt. Es liegt an der Gesellschaft, ein solches Stigma nicht zuzulassen. […]

(SZ, 20.05.2022)

Aus den schon genannten Gründen, halte ich die Darstellung von Inger Skjelsbæk, Professorin am Friedensforschungsinstitut Oslo (Prio), für fragwürdig. Oder zumindest für erklärungsbedürftig. Die geschilderten Kriegsverbrechen sind nicht in erster Linie eine „sexuelle Erfahrung“, sondern eine Erfahrung brutaler Gewalt.

Aber Joshua Beer und Christoph Koopmann weisen auf einen anderen Aspekt der „Kriegswaffe Vergewaltigung“ hin, den ich bisher nicht so klar beschrieben hatte.

Es geht nicht nur darum, den Feind zu strafen, zu quälen, zu „schänden“ und damit zu schwächen oder zu vernichten, sondern es macht auch etwas mit den Angreifern, das für die Kriegsherren wünschenswert ist.

[…] Dass Soldaten im Krieg vergewaltigen, hat vielfältige Gründe. Der wohl offenkundigste ist die Auswirkung der Gewalt, mit der sie im Kampf immer wieder zu tun haben. Je mehr sie diese erleben, erfahren und selbst verüben, desto stärker sinkt in dieser "Gewaltspirale" die Hemmschwelle zur Grausamkeit - so beschreiben es Forschende. Damit fällt auch das Tabu von Folter und Vergewaltigung. Hinzu kommt die praktische Straffreiheit, die die Täter bislang häufig genossen. "Vergewaltigung wirkte legal, weil sie keine Konsequenzen nach sich zog", sagt Inger Skjelsbæk. […] Vergewaltigung erfüllt im Krieg aber noch einen viel pragmatischeren Zweck als das Herabsetzen des Gegners. Auf der Täterseite, sagt Friedensforscherin Skjelsbæk, "schafft sexuelle Gewalt sozialen Zusammenhalt", das Tabuverbrechen schweiße die Soldaten zusammen. Ein Effekt, den die russische Armee in der Ukraine besonders nötig hätte. Vieles deutet auf eine niedrige Kampfmoral hin, bekanntlich kämpfen vor allem junge, womöglich verunsicherte Männer. [….]

(SZ, 20.05.2022)

So abartig es klingt, so einleuchtend erscheint es mir: Die jungen russischen Soldaten, tausende Kilometer fern der Heimat, die gar keinen Drang verspüren Ukrainer zu töten und dementsprechend demotiviert Krieg führen, werden als Massenvergewaltigungstäter enthusiastischer für das Morden und Krieg führen im Allgemeinen.

Homo Homini Lupus.

Sonntag, 22. Mai 2022

Staatliche Fehlanreize.

Wenn man den Kapitalismus frei agieren lässt, konzentriert sich das Vermögen immer mehr bei den Superreichen.  Was Karl Marx schon wußte, bestätigt sich weltweit jeden Tag.

Der SPIEGEL titelte gestern: „Die feudalistische Welt der Superreichen.“ Weltweit sind in den letzten 20 Jahren die Spitzensteuersätze drastisch gesunken.  Nominale Steuersätze sind aber eine theoretische Größe. Durch intensiven Lobbyismus und gezielte Parteispenden, wurden die Steuersysteme so perfekt auf Milliardäre zugeschnitten, daß keiner von ihnen auch nur annähernd so einen hohen Steuersatz wie ein Durchschnittsverdiener befürchten muss.

Warren Buffett besitzt 109,8 Milliarden Dollar, also rund 110.000 Millionen Dollar. Sein Steuersatz, die »true tax rate«: 0,01%.

Davon können die sprichwörtliche Krankenschwester oder der Malermeister nur träumen.

[…] Während US-Normalverdiener 2021 zwischen 22 und 37 Prozent Einkommensteuer zahlten, kamen die 25 reichsten Amerikaner, unter Berücksichtigung ihrer aufgeblasenen Verlustrechnungen, mit im Schnitt nur 3,4 Prozent davon – obwohl sie laut »Forbes« von 2014 bis 2018 insgesamt 401 Milliarden Dollar dazuverdient hatten. Erst so können sie sich auch ihren luxuriösen Lifestyle finanzieren, mit Anwesen, Jachten und Privatjets auf Pump. Was die Reichen an den Fiskus abführten, entsprach bei Weitem nicht ihrer wirtschaftlichen Potenz.

Setzt man die ProPublica-Berechnung an, betrug Elon Musks errechneter Einkommensteuersatz von 2014 bis 2018 lediglich 3,3 Prozent. Michael Bloomberg führte 1,3 Prozent ans Finanzamt ab und Jeff Bezos ein Prozent. 2011 schaffte er es als einer der reichsten Männer der Welt sogar, eine Sozialleistung zu ergattern: 4000 Dollar Kinderbonus.

Als am trickreichsten entpuppte sich aus­gerechnet jener Multimilliardär, der sich oft als »guter« Reicher verklären lässt: Warren Buffett vermehrte sein Vermögen von 2014 bis 2018 um 24,3 Milliarden Dollar. Und zahlte nur 23,7 Millionen Dollar Steuern – umgerechnet 0,1 Prozent. […]

(DER SPIEGEL Nr.21, 21.05.2022, s.11)

Da Multimilliardäre automatisch Globalisten sind, können sie nationale Regierungen gegeneinander ausspielen. Bezos, Musk und Co werden erst dann eine Mindeststeuer bezahlen, wenn sich die Staaten international einigen und dazu muss es in den einzelnen Parlamenten Mehrheiten für globale Mindeststeuern geben.

Die bekommt man aber fast nie, weil die Deutschen mehrheitlich CDU/CSU/FDP wählen, die Briten Johnsons Konservativen eine absolute Mehrheit gaben und die US-Amerikaner den Kongress mit Republikanern fluten.  So kann Joe Bidens im März vorgestellte “Billionaire Minimum Income Tax (BMIT) that would require the wealthiest Americans to pay at least 20% on all income” mit heftiger Gegenwehr im Kongress rechnen.  Amazon-Chef Bezos, 133 Milliarden Dollar schwer und mit einer Mini-»true tax rate« von 0,9% gesegnet, ist empört.

[….] Das hält Bezos nicht davon ab, weiter gegen jede Art von Umverteilung zu schießen. Diese Woche attackierte er öffentlich die bereits gescheiterten Pläne von US-Präsident Joe Biden, die Steuern für multi­nationale Konzerne und Reiche zu erhöhen, um damit neue Programme für Schulbildung und gegen den Klimawandel zu finanzieren. Mehr staatliche Ausgaben würden lediglich die Inflation treiben, tönte Bezos. Deswegen sei es gut, wenn die Pläne des Präsidenten scheiterten. [….]

(DER SPIEGEL Nr.21, 21.05.2022, s.11)

0,9% Steuern für ihn, 30% für den Durchschnittsamerikaner, der bei ihm einkauft. So gefällt das Space-Jeff.

Die Wähler sind es also selbst, die es ermöglichen, von Bezos und Co ausgelacht zu werden. Auch weil sie tumb aus Bequemlichkeit alle bei Amazon bestellen, statt auf steuerlich in Deutschland beheimatete Firmen zu setzen.

[….] Wer im modernen Kapitalismus mit seinen riesigen Finanzmärkten und globalen Investmentmöglichkeiten erst einmal richtig reich ist, wird fast zwangsweise immer reicher, »mit extremen Zuwachsraten«.  [….]

(DER SPIEGEL Nr.21, 21.05.2022, s.11)

Den nationalen Regierungen fehlt die Kraft sich gegen die immer gefräßigeren Multimilliardäre zur Wehr zu setzen. Sie unterhalten dafür keine Unterstützung vom Volk. Gerade die Jugendlichen, die „Gen Z“, verehren ihre sie auspressenden Milliardäre Kylie, Jenner, Musk, Buffett und Zuckerberg. Sie kaufen bei ihnen, folgen ihnen in den sozialen Medien, liken ihre Prass-Orgien und sie wählten bei der Bundestagswahl 2021 lieber Lindners Millionärs-affine FDP, als Olaf Scholz, der für die SPD etwas erreicht hatte, das Lindner gar nicht leiden kann: Globale Mindeststeuern.

[…]  Jahrzehntelang haben Politiker*innen darüber debattiert, Olaf Scholz schafft jetzt endlich Tatsachen: Er sorgt für weltweite Steuergerechtigkeit. Die globale Mindeststeuer in Höhe von 15 Prozent und eine neue Verteilung der Besteuerungsrechte unter den Staaten soll 2023 in Kraft treten. Bis Oktober dieses Jahres sollen die letzten Fragen geklärt werden, anschließend sollen die Staatsoberhäupter der G20-Staaten zustimmen.  Die Steuerrevolution ist ein Jahrhundertprojekt, das Olaf Scholz dank seiner exzellenten internationalen Vernetzung und großen Regierungserfahrung verwirklicht. In Venedig sprach er von einem „großen geschichtlichen Moment“. „Die G20-Staaten haben sich jetzt hier darauf verständigt, dass sie eine neue Ordnung der internationalen Besteuerung miteinander vereinbaren wollen“, sagte er. Am Ende der Minister-Debatte sei Szenenapplaus ausgebrochen. [….]

(SPD, 10.07.2021)

Die Wähler hätten es in der Hand gehabt, Deutschlands Superreichen einen höheren Steuersatz aufzuzwingen – Grüne, Linke und SPD hatten das im Programm. Aber der Urnenpöbel verhinderte es, sorgte dafür, daß es keine Regierung ohne FDP geben kann.

Die Fehlanreize setzte die Ampel-Regierung auf Druck des FDP-Finanzministers Lindner und des FDP-Verkehrsministers Wissing weiter:
Keine Steuererhöhungen für Milliardäre, keine Vermögenssteuer, keine höhere Erbschaftssteuer, kein Tempolimit.

Im aktuellen Entlastungspaket der Bundesregierung, bekommt der Porschefahrer beim Tanken ordentlich was dazu – das hilft den Superreichen und schadet der Umwelt. Ein Rentner mit Grundsicherung, der sich ohnehin kein Autos leisten kann und somit klimaverträglicher lebt, geht leer aus.

Lindner geht gießkannig-kontraproduktiv vor, wie wir es beispielsweise vom Kindergeld kennen, das auch Milliardäre als Beihilfe erhalten, statt bei denen zu laden, die es brauchen. Die FDP-Handschrift sorgt aber zusätzlich dafür, daß die Bedürftigsten, gar nicht entlastet werden.

[…] Die Energiepauschale sei "extrem unausgewogen und ungerecht", kritisiert Verena Bentele, die Präsidentin den größten Sozialverbands VDK, der mehr als 2,1 Millionen Mitglieder berät. Zwei Bevölkerungsgruppen gehen nämlich leer aus: Studierende sowie Rentnerinnen und Rentner. "Ich gebe Ihnen ein Beispiel", sagt Bentele, "Herr Lindner als Finanzminister kriegt die 300 Euro, nach Abzug von Steuern bleiben ihm 180 übrig. Eine Rentnerin oder Rentner mit geringer Rente kriegt nichts und muss halt schauen, wie er oder sie die Nebenkosten-Nachzahlung bewältigt. Und da beschweren sich unsere Mitglieder zurecht bei uns, dass das extrem unfair ist."  Geht es nach dem Sozialverband, dann wäre es fair, wenn ausnahmslos alle Menschen die Energiepauschale bekämen. Auch jene, die Grundsicherung beziehen oder Hartz IV. Je nach Steuerklasse würde der Nettoertrag dann schrumpfen - so wie im Beispiel mit Finanzminister Lindner. "Auch eine Einkommensdeckelung wäre denkbar", sagt Bentele, "damit nicht Leute, die in gut isolierten Wohnungen wohnen oder in Ballungsräumen, dann am Ende auch noch am meisten profitieren."  [….]

(SWR, 12.05.2022)

Man könnte meinen, die Ukraine-Katastrophe, die enorme Verteuerung der Energieträger, könnte für mehr Regierungsmut sorgen, um unabhängiger von Erdgas und Erdöl zu werden.  Wir brauchen kleinere, umweltfreundlichere Autos, die weniger Benzin schlucken. Es passiert das Gegenteil.

[….] Immer mehr SUVs auf den Straßen.   Die veränderten Vorlieben der Deutschen beim Autokauf machen sich immer stärker im Fahrzeugbestand bemerkbar. Inzwischen ist fast jeder zehnte zugelassene Pkw ein SUV, wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht. Viele klassische Segmente schrumpfen dagegen.

Stand 1.Januar waren laut KBA 4,82 Mio. SUVs zugelassen. Das waren 9,9 % des Gesamtbestands und 12,2 % mehr als 2020. Noch stärker gewachsen ist der Bestand an Wohnmobilen (+ 13,7 %). Der Bestand an Geländewagen wuchs um 5 %; der der Kompaktklasse sank um 1,5 %  (Kleinwagen -0,7/Mittelklasse -2,4). [….]

(ARD, 22.05.2022)

Es wäre schön, in so einer Lage, den jubilierenden Multimilliardären, die steuerfrei immer schneller immer reicher werden, wenigstens eine Links-Partei entgegen zu setzen, die im Bundestag entsprechend Druck macht und eine so seriöse Opposition abgibt, daß sie als Regierungspartei in Frage kommt.

Leider haben wir an dieser Stelle nur eine auf Schwurbel-Abwege geratene 1%-Partei, die sich noch nicht mal von ihrem Putin-affinen Covidioten-Covergirl Sahra Sarrazin lösen kann.

Samstag, 21. Mai 2022

Flexible Hetzer

Es ist beeindruckend, wie geräuschlos die AfD ihre Kernthemen komplett austauschen konnte.

Man hat es schon fast vergessen; Gender-screaming Brülläffin von Storch war einst als Retterin der D-Mark angetreten.

(….) Natürlich erfordert es auch eine gewisse Flexibilität, um immer wieder neue vulnerable Minderheiten zu finden, gegen die man hetzt. (….) Aber auch die AfD zeigte bisher echtes Geschick darin Hass erst ordentlich anzufachen, dann auf der Welle zu reiten und schließlich das Pferd zu wechseln, wenn die Wählerschaft nicht mehr genügend Missfallen und Sadismus wider des zu demütigenden Subjekts empfindet.

Zunächst wetterten die AfD-Größen Lucke, Henkel und Co gegen den Euro, die EU-Mitgliedschaft, die angeblich arbeitsscheuen Südeuropäer.

Als aber irgendwann selbst den blödesten Nationalisten dämmerte, daß eine Rückkehr zur D-Mark zu viele Nachteile hätte und Deutschland ohne seine EU-Mitgliedschaft auch seinen dominierenden Einfluss auf Europa verlöre, sattelten die AfD-Führer geschwind um.

Alle ökonomischen Ansätze wurden flugs unter den Teppich gekehrt und stattdessen zog nationalistisches Gedankengut ein.

Völkisch statt Volkswirtschaft.  Es ging nun gegen Flüchtlinge, gegen den Islam und schließlich immer deutlicher um puren Rassismus.

Jede News-Meldung, in der auch nur im entferntesten Sinne Dunkelhäutige vorkamen – und wenn auch nur als mögliche Involvierte – wurde begeistert hochgepuscht. (….) Völkische Sprachbilder, arische Ideologie ließen sich vortrefflich insbesondere in Ostdeutschland inszenieren. AfDler griffen immer ungenierter zu Hitler-Symbolik mit Fackelzügen und Brandanschlägen.

Aber auch die schönste Themenzeit der politisch Braunen ging langsam zu Ende, als einerseits immer weniger Flüchtlinge kamen und andererseits all die düsteren Prognosen nicht nur nicht eingetroffen waren, sondern Deutschland gerade weil es so viele Flüchtlinge aufgenommen hatte, ökonomisch besser dastand als die Nachbarn. Die Integrationsmaßnahmen waren echte Konjunkturpakete und die Wirtschaftsunternehmen lechzen geradezu nach Nachwuchs.

Ganze Branchen – Handwerksbetriebe, Serviceberufe, der medizinische Bereich – wären ohne Migranten sofort pleite.  Das Thema ebbte ab, die AfD sank in den Umfragen.

Aber da kam Corona und wieder einmal sprang die Alternative für Doofe in alter Skrupellosigkeit auf das neue Thema.

Zu Beginn der Pandemie malten die AfD-Parlamentarier das Thema dunkelschwarz, hielten der Regierung empört Untätigkeit vor, forderten drastische Maßnahmen gegen die Seuche aus Asien. Es passte auch zu schön in die vorherigen Forderungskataloge der Kalbitz-Weidel-Bande: Ausländer raus, Grenzschließungen, Abschottung Deutschlands.

Der Lockdown kam, Corona dominierte die Politik der Welt, fast jeder musste sein Alltagsleben ändern.  Amoralisch hochflexibel focht die AfD nun für das diametrale Gegenteil ihrer ersten Forderungen. Nun bestritt sie die Gefährlichkeit des Sars-CoV2, lehnte social distancing, Maskenpflicht und Ladenschließungen ab.

Es entwickelte sich die nun so bekannte Covidioten-Szene, die sofort heftig von der AfD umgarnt wurde.  Nun stehen die Rechtsaußen für den Alu-Hut. Ihnen ist keine noch so abstruse Verschwörungstheorie zu dämlich. Querdenker, Impfgegner, Anti-Maskers, Attila Hildmann, AfD, Xavier Naidoo sind zu einem einzigen hirnfreien Alu-Amalgam geworden. (….)

(Thematischer Aufbruch in der AfD, 13.02.2021)

Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei, aber da nun der Ukraine-Krieg die öffentliche Diskussion bestimmt, schwangen sich die AfD-Brüllaffen flugs auf den nächsten Baum und geben nun die Putin-Trolle.

[….] Steffen Kotré [….] Abgeordneter der AfD, [….]  Kotré lässt sich es sich nicht nehmen, grundsätzlicher zu werden. Man müsse, wenn man über das Leid rede, das durch den russischen Angriffskrieg entstanden sei, immer auch die Mitschuld des Westens betrachten, sagt er.  Die Ukraine bezeichnet Kotré als Aufmarschgebiet der USA, um Russland zu destabilisieren, und er fügt hinzu: "Und wenn wir darüber reden, dann müssen wir auch über die Biowaffen-Labore reden, die gegen Russland gerichtet sind." Er spricht damit einen Dauerbrenner aus dem Reich der russischen Desinformation im Bundestag aus, eine der Lügen Putins, um seinen Angriff zu rechtfertigen. Verbindungen nach Moskau. Überraschend kommen die Aussagen Kotrés nicht. Schon länger pflegt er enge Verbindungen nach Moskau und tritt auch regelmäßig in russischen Staatsmedien auf.   [….]

(Martin Schmidt, ARD-Hauptstadtstudio, 01.04.2022)

[….]  Chrupalla steht emblematisch für die Nähe der AfD zu Putins Russland. Wie wohl kaum ein anderer AfD-Politiker pflegte er noch in jüngerer Vergangenheit demonstrativ Kontakte zum Kreml. Im Dezember 2020 weilte der Parteichef mit einer kleinen AfD-Delegation rund drei Stunden zu einem Arbeitsessen beim russischen Außenminister Sergej Lawrow, im Juni 2021 war Chrupalla erneut in Moskau, diesmal im russischen Verteidigungsministerium. Dazwischen besuchte auch seine Fraktionskollegin Alice Weidel Moskau – im März 2021 führte sie Gespräche im Außenministerium und mit der russischen Zentralbank.

In den vergangenen Jahren waren AfD-Politiker, ob aus Ost oder West, immer wieder gern gesehene Interviewpartner beim Propaganda-Staatskanal »Russia Today«. Oder sie weilten wie der damalige sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Oehme sogar auf Kosten des Auswärtigen Ausschusses der Duma im März 2018 auf der von Russland annektierten Krim.

Oehmes Besuch war kein Einzelfall, zuvor hielten sich auch acht AfD-Landtagsabgeordnete auf der Halbinsel auf, »privat«, wie sie indes betonten. Auch sorgten Besuche des AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier auf der Krim und in den von russischen Separatisten besetzten Gebieten im Osten der Ukraine in den vergangenen Jahren für Schlagzeilen.  [….]

(SPIEGEL, 01.05.2022)

Wenig überraschend; auch Deutschlands vielleicht perfidester Hetzer David Berger; pöbelt gegen die Ukraine, macht sich die Kreml-Propaganda zu Eigen.

Für den Fall, daß die Sympathien für Putin weiter schwinden, bereiten die rechten Hetzer schon mal eine neue Sau, die sie durchs Dorf treiben wollen.

Die Affenpest-Panik!

Ein Thema, wie gemacht für Verschwörungstheoretische Nazis. Darin gibt es dubiose Ängste, für Laien schwer verständliche medizinische Zusammenhänge, dreckige zoophile sexuelle Andeutungen, man kann mit Affenvergleichen nach Herzenslust gegen Migranten hetzen und es bietet sich mustergültig an, um an die schwachsinnigen Corona-Verschwörungen anzuknüpfen.

Berger hat schon den Urheber und Profiteur der neuen Pest ausgemacht: Karl Lauterbach.

[….] Lauterbach hoffnungsvoll: Das neue Corona könnte Leoparden- oder Affenpocken heißen. [….]   Lauterbach hat offensichtlich inzwischen als einer der Letzten bemerkt, dass sich mit Corona kein Blumentopf mehr gewinnen lässt. Deshalb bereitet er jetzt mit seinen Kollegen eine neue Epidemie vor. Jetzt ist nur noch die Frage offen: werden es die Affen- oder Leopardenpocken? [….] Dabei soll es diesmal gar nicht erst mit Kleinklein anfangen, sondern das soll das ganz große Ding für alle Biohazard-Fetischisten werden:

[….] Was die Leopardenpocken mit den Affenpocken, vor deren rascher Ausbreitung in Europa heute morgen der WHO-Chef gewarnt und zu neuen Lockdwonmaßnahmen geraten hat, zu tun haben, scheint noch nicht so ganz klar. Auch ob die Leopardenpocken sich ein – wie vermutlich die Affenpocken – v.a. unter Männern verbreiten, die mit Männern Sex haben, ist noch nicht klar.

Ob die nun von Lauterbach für 830 Millionen Euro bestellten zusätzlichen Impfdosen genauso zuverlässig und wirkungsfrei wie sie gegen eine Covid-Infektion wirken auch gegen die Leopardenbisspocken eingesetzt werden können, wurde noch nicht bekannt gegeben. Auch ob es sich bei diesem Erreger um den von Bill Gates bereits im Februar für den kommenden Herbst hoffnungsvoll angekündigten neuen Pandemieauslöser handeln wird, ist ebenfalls in Fachkreisen noch umstritten.  [….]

(Die braune Pest Berger, 21.05.2022)

Eigentlich erstaunlich, woran wir zukünftig noch leiden werden, wenn man bedenkt, daß laut Berger und AfD bereits die Euro-Einführung 2020 und die Migrantenkrise 2015 Deutschlands Untergang besiegelten.