Wenn ein richtiger Trottel, ohne die geringste Regierungserfahrung, der sich seit Jahrzehnten hartnäckig erkenntnisresistent zeigt, der unter „Politik“ versteht, rechtsradikale Ressentiments zu schüren und Minderheiten zu beleidigen, Bundesminister und ähnlich wichtige Ämter/Personalien zu bestimmen hat, muss das im Desaster enden. Spahn, Linnemann, Klöckner, Amthor, Reiche, Prien, Schnieder, Wildberger, Wadephul – eine Parade der Trottellummen. Dabei wird der Deppenfaktor immer größer, je näher man dem Kanzlerbüro kommt:
· Bundesminister für besondere Aufgaben/Chef des Bundeskanzleramtes Thorsten Frei
· Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit Michael Meister
· Staatsministerin für Sport und Ehrenamt Christiane Schenderlein
· Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien Wolfram Weimer
Alle vier haben sich bereits auch in ihrer eigen Partei reichlich unbeliebt gemacht.
[…] Abgeordnete stänkern gern mal über ihre Chefs, da unterscheiden sie sich nicht von Beschäftigten in Unternehmen. Derlei muss man nur mit Abstrichen ernst nehmen. Doch was sich in der Unionsfraktion gerade an Unmut zusammenbraut, hat ein Maß erreicht, das dem Bundeskanzler gehörig zu denken geben muss. Es geht inzwischen nicht mehr nur um Kritik an einzelnen Entscheidungen. Wer in diesen Tagen mit Abgeordneten spricht, hört ziemlich grundsätzliche Zweifel an Merz und seiner Mannschaft. So viel Frust, Entsetzen und Sarkasmus ist einem aus der Unionsfraktion schon lange nicht mehr entgegengeschlagen.
Dabei geht es nicht nur um die Äußerungen von Johann Wadephul zur Lage in Syrien und das ungeschickte Verhalten des Außenministers in den Tagen danach. Es geht längst auch um die Qualität der Arbeit des Kanzlers und seines Kanzleramts. […] Kanzleramtschef Thorsten Frei sei ein im Umgang sehr angenehmer Kollege, heißt es allenthalben. Aber bei der Kommunikation und Organisation hapere es oft noch stark. Es habe wichtige Entscheidungen gegeben, die nicht einmal Fraktionschef Jens Spahn oder CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann rechtzeitig mitgeteilt worden seien. Geschweige denn seien die beiden eingebunden gewesen. In diesen Tagen wird gern wieder darauf hingewiesen, dass Frei an der wichtigen Sitzung des Koalitionsausschusses Anfang Juli, als es wegen der Stromsteuer den ersten großen Streit gab, nicht teilnahm, weil er lieber bei einem Fest der Sparkasse Schwarzwald-Baar aufgetreten ist.
Noch viel stärker als Frei steht Michael Meister in der Kritik. Er ist als Staatsminister im Kanzleramt für die enorm wichtige Zusammenarbeit mit den Bundesländern zuständig. In der knirscht es regelmäßig. Meister sei sehr passiv, klagen Unionsabgeordnete. Er gehe mit den Ländern nicht so kommunikativ um, wie er müsste. Vermutlich sei er nur deshalb Staatsminister geworden, weil die Hessen-CDU noch versorgt werden musste.
Merz habe bei der Personalauswahl oft keine glückliche Hand, heißt es in der Unionsfraktion. Das habe er schon gleich am Anfang mit seinen Entscheidungen für Mario Czaja als Generalsekretär und Christina Stumpp als stellvertretende Generalsekretärin gezeigt. […]
(Robert Roßmann, SZ, 06.11.2025)
Der Büroleiter musste schon ausgetauscht werden.
[…] Der Bundeskanzler ist noch kein Jahr im Amt, nun ernennt er schon einen neuen Büroleiter. CDU-Bundesgeschäftsführer Philipp Birkenmaier soll künftig die Aufgabe übernehmen. Über seinen Vorgänger hatte es immer wieder Unmut gegeben. […] Kanzler Friedrich Merz hat seinen Büroleiter ausgetauscht. Nachfolger von Jacob Schrot wird der bisherige CDU-Bundesgeschäftsführer, Philipp Birkenmaier. […] In der CDU gab es aber schon länger Unmut über Schrot. Dem 35-Jährigen fehle das Gespür für die Partei, hieß es unter Abgeordneten. Schrot sei nicht gut vernetzt, seine Expertise liege vor allem in der Außenpolitik. Zudem habe er dazu geneigt, alles an sich zu ziehen. Alles müsse über seinen Schreibtisch laufen, beklagten Unionspolitiker. Das habe dazu geführt, dass Merz bei Absprachen mit Fraktion und Ministerpräsidenten Fehler unterlaufen seien. [……]
Wenn Merz wenigstens zu Hause bliebe und sich nur in Deutschland blamierte.
Zu allem Unglück, inszeniert er sich als „Außenkanzler.
(….) Aber die grausigste Form des Merzismus tritt bei Reisen auf.
Er ist die Lose Canon auf internationaler Bühne. Die gemeinsame EU-Linie zu talibanisieren, kann der Fritzekanzler richtig gut.
(….) Außenpolitik zum Mitschämen.
Merz abseits der deutschen Scholle, ist ein Rezept des Scheiterns, weil er dort kontinuierlich im Zenit der Aufmerksamkeit steht, während er gleichzeitig von allem getriggert wird, das nicht so wie im Sauerland ist. Das Brot in Angola, die Menschen in Belém, die Ossis in Thüringen. Da kann er sich einfach nicht helfen und schaltet auf maximalen Beleidigungsmodus. Es ist schlimmer, als zu Helmut Kohls Zeiten: Fliegt der Kanzler ins Ausland, zittert man schon Tage vorher mit. Was wird er diesmal wieder Dummes anstellen? Welche Mitschäm-Momente wird er erzeugen? Wird er es wieder nicht merken, wenn er als Tölpel vorgeführt wird?
Im günstigsten Fall, wird Merz bloß als gerontisch-germanische Lachnummer in blamabler Erinnerung bleiben. Im schlechteren Fall, wird er wieder aufgrund seiner rhetorischen Unterbelichtung Land, Leute oder Regierung beleidigen und damit zu internationalen Spannungen beitragen. (….)
In der Situation wäre es umso wichtiger einen guten Außenminister zu haben, dessen Diplomaten die Peinlichkeiten aus dem Kanzleramt glätten.
Unglücklicherweise ist das Nordlicht nicht nur selbst eine Lose Canon, sondern sein altehrwürdiges Amt rottet offenbar insgesamt.
„internAA“, die Mitarbeiterzeitschrift des Auswärtigen Amts, veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe 01/26 ein Gedicht mit dem Titel „Ken & Barbie“, mit dem über Grüne Minister hergezogen wird.
[…..] »Heizung aus, Pullover an, selbstgestrickt, von Mann zu Mann«, hieß es da über den Minister, der in der Energiekrise die Bürger dazu aufgerufen hatte, die Heizungen herunterzudrehen. Und weiter: »Ein Kinderschreck im Höhenflug, Politik, ganz wie ein schlechtes Buch, ein Land, das sucht, das strebt, fragt sich, wohin der Weg nun geht.« Eine offensichtliche Anspielung auf Habecks Vergangenheit als Kinderbuchautor.
Über die frühere Ministerin Baerbock schrieb der Hobbyliterat: »Die Außenwelten, feministisch gedacht, die Welt zu retten, doch nicht jeder hat gelacht … Mit Hochglanzschminke um die Welt, das Haar immer perfekt gewellt, Hochglanzreden ohne Geschick, hatte die Menschen nicht mehr im Blick«.
Der Mitarbeiter spielt auch auf Baerbocks weiteren Karriereweg an. »Und sie, die Heimat verlässt, auf zum Big Apple, welch ein Fest, ein Job ergaunert, ganz elegant, das Volk frohlockt, nun ist sie verbannt.« Baerbock hatte sich nach dem Scheitern der Ampelregierung den Vorsitz der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York gesichert, obwohl dafür eigentlich die renommierte Diplomatin Helga Schmid vorgesehen war. [….]
Wadephuls Leute verbreiten AfDeske Hetze über Wadephuls Amtsvorgängerin.
Dieser Kanzler ist eine Witzfigur. Der Pannenonkel aus dem Sauerland. Der peinliche Depp, mit dem man nichts zu tun haben will. Außer Freund Johann, der auf gleichem Niveau durch die Welt trottelt.
[….] “Bundeskanzler Merz äußerte Verständnis für das Anliegen der USA” Das Anliegen: Invasion/Annektierung Grönlands. Absoluter Wahnsinn. “Merz ging nicht auf die Drohungen von US-Präsident Trump ein, die Insel auch gegen den Willen der Grönländer und Dänemarks zu kaufen oder zu annektieren. […]
Das ist so zynisch, so gnadenlos strategisch hohl, so völlig befreit vom Verständnis der Bedrohungslage, dass es mir wirklich die Sprache verschlägt. Was für eine Schande. Alles in der wahnwitzigen Annahme, wenn man Trump nur schmeichelt und den Weg bereitet, könne man in seiner Gunst bleiben.
[…] Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie Merz und die Bundesregierung allen Ernstes glauben können, mit Appeasement würde man der Bedrohung durch Trump beikommen - und nicht begreifen wollen (denn die Faktenlage ist klar), dass das demokratische Europa selbst auf der Speisekarte steht. […] Zu verkennen, dass die USA unter Trump kein Verbündeter der EU mehr sind, sondern ein Sicherheitsrisiko, zeigt, dass die Regierung aus den letzten Jahren (und Tagen!) nichts gelernt hat - und/oder bereit ist, andere Verbündete vor den Bus zu werfen. Bitter. Und extrem gefährlich. […]



