Fritze Merz mag keine Ausländer, keine Muslime, keine
Arbeitnehmerrechte, keine „Passdeutschen“, keine Kiffer, keine Selbstbestimmungsrechte,
keinen Umwelt- oder Klimaschutz, keine emanzipierten Frauen; kurzum überhaupt
gar nichts, das die Vorherrschaft seiner weißen alten christlich-katholischen Cis-hetero-Männer
mit Millionen Portfolio, gefährden könnte.
Wenn er 2025 Bundeskanzler wird; und danach sieht es bei
der generellen Unterbelichtung des deutschen Urnenpöbels bedauerlicherweise aus;
wird er die Uhren zurückdrehen. Vollmundig kündigte er schon an, Einbürgerungserleichterungen,
den liberaleren Umgang mit Cannabis und insbesondere die Rechte von
Transmenschen gleich wieder abzuschaffen.
Offenbar will es das Wahlvolk so.
Da der CDU-Chef geistig im Mittelalter zu verorten ist,
stimmte er als Abgeordneter auch für die straflose Vergewaltigung in der Ehe
und Schwule mag er schon mal gar nicht.
(….) Wenn sich mit der
CDU eine weitere konservative europäische Partei auf Trump-Kurs begibt,
bleibt es natürlich nicht aus, von der Parteispitze plump angelogen zu werden.
Friedrich Merz agiert dabei
allerdings erstaunlich ungeschickt.
So behauptet er heute immer
wieder, er habe nicht gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe
gestimmt. Merz lügt!
[….] Ich sage es hier
einmal klar und unmissverständlich: Ich habe nie gegen die Strafbarkeit von
Vergewaltigung in der Ehe gestimmt, wie immer wieder gezielt und bösartig
behauptet wird. (FM) [….]
(F. Merz, 04.03.2020)
Genau das tat er aber 1997, baut allerdings
offenbar darauf, diese peinliche Merz-Historie wäre nach 26
Jahren vergessen.
Der ultrarechte Blackrock-Mann belügt die
Öffentlichkeit auch über seine früheren bösartigen Stellungnahmen gegen
Homosexualität oder seinen Kampf gegen den Kündigungsschutz.
[….] Da ist das Interview
aus dem Jahr 2001, das der damalige Unionsfraktionschef Merz der „Bunten“ gab.
Darin wird Merz gefragt: „Deutschlands Hauptstadt wird von einem Schwulen
regiert. Finden Sie das auch so gut wie Bürgermeister Klaus Wowereit?“ Und Merz
antwortete: „Solange er sich mir nicht nähert, ist mir das egal.“ [….] Auch bei weiteren Gelegenheiten votierte Merz
konservativer als viele seiner Fraktionskollegen: Im Jahr 1995 votierte er etwa
gegen das „Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetz“, das eine
Liberalisierung beim Abtreibungsrecht vorsah – obwohl die Mehrheit der
Unionsabgeordneten dafür war. [….] 2004
brachte Merz auch Anhänger der eigenen Partei mit seinem Vorstoß zur
Abschaffung des Kündigungsschutzes gegen sich auf. [….] Im Jahr 2000
bekräftigte er seine Forderung, die Menschen sollten künftig bis zum 70.
Lebensjahr arbeiten. [….] Gegenwind gab es auch, als Merz im selben Jahr
vorschlug, die Renten entsprechend den Beamtenpensionen voll zu besteuern, um
die unterschiedliche Besteuerung von Renten und Beamtenpensionen zu beenden.
Abseits von Steuer-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik setzte sich Merz gegen
Transparenz bei Nebeneinkünften von Bundestagsabgeordneten ein. Mit acht
Parlamentariern kämpfte Merz 2006 vor dem Verfassungsgericht gegen ein Gesetz,
das ihn zur Offenlegung seiner Nebeneinkünfte verpflichtet hätte. Merz hatte
damals elf Nebentätigkeiten. [….]
(Tagesspiegel, 18.02.2020)
Daß Merz lügt, ist
grundsätzlich nicht überraschend, aber ähnlich wie Trump, gibt er sich
inzwischen auch keine Mühe mehr, seine Lügen zu kaschieren. (…..)
(Der CDU-Vorsitzende lügt, 29.07.2023)
Einem Schwulen, der sich noch nicht mal dafür schämt,
will er nicht zu nahe kommen und ihm schon gar nicht die Hand geben.
Es ist schließlich nicht „nur“
die AfD, die homo- und transphobe Tiraden ablässt, sondern Hetze gegen
„Gender-Gaga“, das Selbstbestimmungsgesetz, Dragqueens an Schulen wird ebenfalls fleißig von FW, CDU und CSU befeuert.
[…..] Beleidigungen,
Drohungen und physische Angriffe auf Menschen aus dem Spektrum von LGBTIQ+
nehmen zu. An Schulen ist die Lage besonders dramatisch. Und auch in
Deutschland ist die Lage unsicher: Die deutsche LGBTIQ-Community ist etwas
stärker betroffen als der EU-Schnitt.
In der Europäischen Union
werden Menschen wegen ihrer sexuellen Identität laut einer Umfrage immer
häufiger attackiert und belästigt. Im Gegensatz dazu hat Diskriminierung durch
Behörden, Gesundheitseinrichtungen, Schulen und Firmen insgesamt abgenommen.
Das geht aus einer Online-Befragung von mehr als 100.000 LGBTIQ-Personen in der
EU und einigen Kandidatenländern hervor, die am Dienstag von der EU-Agentur für
Grundrechte (FRA) in Wien veröffentlicht wurde.
Lesbische, schwule,
bisexuelle, transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queere Menschen
(engl.: LGBTIQ) wurden unter anderem gefragt, ob sie in den vorangegangenen zwölf
Monaten verbal belästigt oder bedroht worden waren. Bei 54 Prozent war das der
Fall – deutlich mehr als bei der vorigen FRA-Umfrage von 2019, die einen Wert
von 37 Prozent ergeben hatte. Der Anteil der Menschen, die in den Jahren vor
der Umfrage Gewalt erlebten, stieg auf 14 Prozent, von 11 Prozent im Jahr 2019. […..]
(RND, 14.05.2024)
„Dank“ geht nicht nur an
Chrupalla und Storch, sondern auch an Söder und Merz.
[….] Zahl der queerfeindlichen Straftaten
explodiert weiter
Erneut meldet die
Bundesregierung einen Anstieg der Hassdelikte gegen queere Menschen. Im
vergangenen Jahr sind die Zahlen der registrierten Straftaten, die als
queerfeindlich eingeordnet wurden, erneut in die Höhe geschossen. Wie aus der
Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Queerpolitikerin Ulle Schauws
(Grüne) hervorgeht, wurden im Kriminalpolizeilichen Meldedienst vergangenes
Jahr in Deutschland 1.005 Hassdelikte im Zusammenhang mit dem Themenfeld
"Sexuelle Orientierung" registriert 2021 waren es noch 870. Das
entspricht einem Anstieg von 16 Prozent. Zudem wurden 417 Delikte im Bereich
"Geschlechtsbezogene Diversität" gemeldet. Dieses Unterthemenfeld ist
neu – im Jahr zuvor hatte es noch "Geschlecht/sexuelle Identität" geheißen.
2021 waren in diesem Bereich 340 Fälle gemeldet worden. Gewaltdelikte gab es im
Bereich "sexuelle Orientierung" insgesamt 227, bei
"Geschlechtsbezogener Diversität" waren es 82. Ansonsten wurden
insbesondere Beleidigungen (341/120) und Volksverhetzungen (147/65)
registriert. [….]
(Queer, 30.03.2023)
Was für ein Armutszeugnis im
Jahr 2024!
[…..] Der Queerbeauftragte
der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), hat den designierten
CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz scharf angegriffen. Dieser habe "ganz klar
homofeindliche Muster im Kopf", sagte Lehmann den Zeitungen der
Funke-Mediengruppe.
Merz, der am Samstag auf
dem digitalen CDU-Parteitag zum Nachfolger von Armin Laschet gewählt werden
soll, war vor einigen Monaten in einem Interview gefragt worden, wie er zu
einem homosexuellen Bundeskanzler stehen würde. Merz antwortete damals: "Solange
sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft – an
der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht -, ist das
kein Thema für die öffentliche Diskussion.". Später versuchte er, Kritik
an seiner Äußerung als Fake News herunterzuspielen. Sven Lehmann wiederholte
seine Kritik am desiginierten CDU-Vorsitzenden: "Niemals hätte jemand
gefragt: Wie stehen Sie zu einem heterosexuellen Bundeskanzler? Und dass
Friedrich Merz Homosexualität mit Pädokriminalität, Gesetzeswidrigem und
irgendwie Schmuddeligem in Verbindung bringt, zeigt, dass er ganz klar
homofeindliche Muster im Kopf hat."
[….]
(Queer, 21.01.2022)
Bei seiner Homophobie musste Meister-Zurückruderer Merz ein bißchen Kreide fressen,
da die Gesellschaft weiter, als er, zu sein schien.
So mutmaßte ich zumindest. Tatsächlich ist die
Rechtsdrift in Deutschland noch schlimmer als gedacht.
Wenn in zwei Wochen in Sachsen gewählt wird, bleiben nach neuesten demoskopischen Zahlen vielleicht
FDP, Grüne, Linke und SPD unter der 5%-Hürde.
Dann wird es ein 100%-Putin-Parlament aus Kretschmers
faschistenfreundlicher CDU, sowie BSW und AfD! 100% extrem Rechte im Parlament.
Keine Opposition mehr. Der rechtspopulistische CDU-Ministerpräsident
antizipiert das schon, küsst ausführlich Wladimir Putins Hintern und nach einer
Verurteilung der rechtsextremen Hass-Übergriffe auf den CSD-Bautzen suchte man
lange vergeblich.

[….] Der sächsische
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat am Montagabend auf Nachfrage bei
einer Wahlkampfveranstaltung Störversuche von 700 Rechtsextremen beim CSD in
Bautzen am Samstag kritisiert. Auf die Frage eines Schülers beim Wahlforum der
Landeszentrale für politische Bildung in Görlitz sagte Kretschmer laut der
"Freien Presse" "Ich finde es unsäglich, dass eine friedliche
CSD-Veranstaltung von Menschen, die einfach eine Party feiern wollen (…)
bedroht wird durch Rechtsextreme." Weiter erklärte der Christdemokrat:
"Es war unsere sächsische Polizei, es war unsere staatliche Haltung, die
dafür sorgte, dass diese Leute ihre Party machen konnten."
Zuvor war Kretschmer
kritisiert worden, weil er nicht aus eigenen Stücken die Neonazi-Aktion
verurteilen wollte. "Mit dem Schweigen des ,Ministerpräsidenten aller
Sachsen' zum Neonazi-Aufmarsch in Bautzen sind die 90er endgültig zurück",
erklärte etwa die Berliner Dramatikerin Anne Rabe auf X (vormals Twitter). […..] Auch Politiker*innen anderer
Parteien übten scharfe Kritik nicht nur an den Vorkommnissen in Bautzen,
sondern auch an der CDU. Der sächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Carlos Kasper
schrieb etwa auf X (vormals Twitter): "Die Szenen aus #Bautzen sind
schlimm, verwundern sollten sie allerdings nicht. Gewaltbereite Neonazis haben
unter der CDU-Regierung seit Jahrzehnten Narrenfreiheit." […..] Laut
der "Freien Presse" gab es auch Kritik an der Polizei in Bautzen,
weil Neonazis nicht daran gehindert worden seien, volksverhetzende Lieder zu
singen. Der verbotene Song "Deutschland den Deutschen" sei etwa ohne
direkte Folgen mehrfach angestimmt worden. "Die Polizei nahm weder den
Vorsprecher fest, noch löste sie die Veranstaltung auf", heißt es in der
Zeitung. [….]
(dk, 13.08.2024)
Der Homo-Hass kommt mit der Merz-Kretschmer-CDU in großen
Schritten zurück.
[….] Bezeichnend ist das
Schweigen. Erst zwei Tage nach dem Aufmarsch von etwa 700 gewaltbereiten
Neonazis beim CSD in Bautzen am vergangenen Samstag äußerte sich der
Ministerpräsident von Sachsen, Michael Kretschmer, zu dem Vorfall und
verurteilte ihn. [….] Der Angriff der Rechtsextremen auf die
Demonstration für die Gleichberechtigung queerer Menschen kam nicht
überraschend. Ganz offen haben gewaltbereite und polizeibekannte Neonazis im
Internet zum Protest aufgerufen. [….] Der CSD in Bautzen ist etwas
Besonderes. In diesem Jahr fand er erst zum zweiten Mal statt, denn ein
öffentliches Bekenntnis zu queeren Identitäten ist im ländlichen Sachsen keine
Selbstverständlichkeit. Deshalb hatte ich schon lange geplant, den CSD in Bautzen
zu unterstützen. Dennoch bekam ich nach den Protestaufrufen in rechtsextremen
Telegram-Kanälen Angst.
Kurz vor dem Hauptmarkt
zischte einer: „Ihr gehört alle weggesperrt.“
Also traf ich
Vorsichtsmaßnahmen. Ich organisierte einen Stellplatz für mein Auto und
besorgte mir Begleitung. Allein, das machte auch der Demonstrationsleiter,
Kreistagsmitglied Jonas Löschau von den Grünen, immer wieder deutlich, allein
sollte sich an diesem Tag wirklich niemand durch Bautzen bewegen.
Und tatsächlich, bereits
bei der Einfahrt in die Innenstadt waren die Neonazis überall sichtbar. In
Grüppchen hatten sie Streckenposten bezogen und trugen auf T-Shirts und mit
Tattoos ihre menschenfeindliche Gesinnung zur Schau. Auf den Bildern, die später
ganz Deutschland schockieren würden, wirkt es hingegen so, als habe es sich um
einen geschlossenen Demonstrationszug gehandelt, der von der Polizei in Schach
gehalten wurde, aber die Situation vor Ort war vor allem deshalb so bedrohlich,
weil die Rechtsextremen sich in der ganzen Stadt verteilt hatten. Die Stadt Bautzen ist ein besonderes Symbol
für die rechtsextreme Szene. Nicht zufällig skandierten die Neonazis am
Wochenende „Nazikiez, Nazikiez“. Die Kleinstadt in der Lausitz ist nicht nur
seit Jahren von einer rechtsextremen Jugendkultur dominiert, hier waltet auch
der CDU-Landrat Udo Witschas, der sich offen zu einer Zusammenarbeit sowohl mit
der AfD als auch mit den Freien Sachsen bekennt. Im Juli kam es zu einem
brutalen Überfall auf Besucher des queeren Jugendclubs „Kurti“.
Warum es Michael Kretschmer
so schwerfällt, sich offen solidarisch mit der LGBTQI+-Gemeinschaft zu zeigen,
ließ sich erahnen, als die CSD-Parade auf die Reichenstraße einbog. Die von
Geschäften und Gastronomie gesäumte Fußgängerzone war an diesem Tag gut
besucht. Die Tische in den Außenbereichen der Cafés und Restaurants waren
nahezu vollständig besetzt. Im Vorbeigehen sah ich zahlreiche queerfeindliche
Buttons an T-Shirts. Gutbürgerlich sehen diese Menschen aus. Eher waren es
wohlsituierte Rentner als rechtsextreme Krawallos. Kurz vor dem Hauptmarkt
zischte einer: „Ihr gehört alle weggesperrt.“
Wie sehr Queerfeindlichkeit
zum Kitt zwischen Rechtsextremen und dem bürgerlichen Lager geworden ist, wurde
auch während der Olympischen Spiele in Paris deutlich. [….] So
bezeichnete beispielsweise auch der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes
Winkel, die Boxerinnen auf Twitter als „kranke Männer“. [….] Besonders
im Wahlkampf möchte kaum ein CDU-Politiker in den Verdacht geraten, der
LGBTQI+-Gemeinde irgendwie nahezustehen. Auf die Frage, warum keine
Regenbogenflagge auf dem sächsischen Landtag wehe, antwortete Michael
Kretschmer beim diesjährigen CSD in Dresden: „Ich finde, dass die Farben des
Regenbogens in dem Schwarz-Rot-Gold der Nationalflagge enthalten sind.“ [….]
(Anne Rabe, 15.08.2024)
Natürlich strahlt es aus, was die homophoben Chefs der
Partei vorgeben. Wie der Herr, so’s Gescherr.
[……] Der CDU-Politiker
Thorsten Alsleben, Geschäftsführer der CDU- und FDP-nahen »Initiative Neue
Soziale Marktwirtschaft« (INSM), steht wegen eines Reposts auf X massiv in der
Kritik. Alsleben hatte einen Post geteilt, in dem es zu Queerpersonen hieß:
»Vögelt mit wem Ihr wollt, wenn ihr erwachsen seid, lasst Euch abschnippeln
oder annähen, was ihr wollt«, aber »geht mir damit nicht auf die Nerven, lasst
es Euch nicht von mir bezahlen und vor allem Finger weg von den Kindern«.
Dieser Beitrag wurde mittlerweile gelöscht, weswegen auch der Repost nicht mehr
auf Alslebens Account zu finden ist. Sein Vorgehen zeige, »dass er Hass und
Hetze gegen LGBTIQA+ nicht nur toleriert, sondern auch aktiv unterstützt«, sagt
Sönke Siegmann, Vorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (LSU), die
zur CDU/CSU gehört. Der LSU sei es ein Rätsel, wie Alsleben »weiterhin
Ansprechpartner und Ratgeber für unsere Partei sein kann«. [….]
(SPIEGEL, 09.08.2024)