Samstag, 20. April 2024

Eitle alte Männer

Das ist sicherlich kein Zufall. Ein dermaßen geltungssüchtiger Mann, wie Markus Söder, der Hunderttausende Steuerzahler-Euro für Hof-Fotografen ausgibt, zeigt sich in den letzten Monaten auffällig schlecht gekleidet. Die Hosen sitzen nicht, der Penis zeichnet sich ab, die Wampe wird rausgestreckt und statt ordentlicher Anzüge, tritt der bayerische Monarch verstärkt in verwaschenen Shirts, Jeans oder undefinierbaren RedNeck-Lumpen auf.




So präsentiert sich Söder natürlich nicht, weil plötzlich all seine Eitelkeit von ihm abgefallen wäre und Männer wie zu den Hochzeiten seines Idols FJ Strauß fett, versoffen, ungepflegt und sloppy als „ganze Kerle“ galten, sondern als Teil seiner Anti-Wokeness-Strategie. Gegen Veganer, gegen Kiffer, gegen Schwule, gegen Dragqueens und natürlich auch gegen die schreckliche Metrosexualität, die Männer dazu brachte, sich regelmäßig zu waschen, ins Fitnessstudio zu gehen und die fransigen Resthaare mit einem nassen Kamm über die Halbglatze zu schieben.

Einst fiel das latent verwahrloste Äußere alter CSU-Ikonen wie Riedl, Tandler, Protzner, Strauß und Streibl kaum auf. Kaum auf in Bayern. In Hamburg oder Düsseldorf rümpfte man durchaus die Nase. In den 2020ern ist die Zivilisation aber auch in Bayern so weit fortgeschritten, daß Söders Klamotten-Fails auffallen. Sie sind aber weniger Schlampigkeit, sondern ein antiurbanes, antigrünes Statement.

Dabei sollten wir doch alle froh sein, daß die alten Zeiten, als ein Mann nach Schweiß riechen sollte und nur einmal im Monat die Unterwäsche wechselte, vorbei sind.

Meine Jugend in den 1980ern stand diesbezüglich für einen besonderen Aufbruch. Erstmals färbten sich auch Jungs die Haare, benutzten Stylingprodukte, einige wenige begannen damit, einen Ohrring zu tragen, auch wenn das als schwul galt. Mann interessierte sich für Mode, achtete auf bestimmte Schuh-, Hosen- und Jackenmarken. Die Entwicklung verlief, wie immer ungleichzeitig. Während einige wie aus dem Ei gepellt in der Schule erschienen, waren andere noch vom alten Schlag und trugen altes Zeug ihrer Geschwister auf. Die Erwachsenengeneration glotzte uns in den 1980ern ungläubig an. Was veranstalteten wir da bloß mit den Haaren und den Klamotten? Und ja, natürlich gehörte auch die provokative Wirkung auf die Elterngeneration zum Spiel. Meine Mutter war sehr tolerant, unterstützte mich in der Regel, aber natürlich schaffte ich es, so zu übertreiben, daß sie immer mal wieder gequält guckte und fragte, ob dieses oder jenes Detail nun wirklich auch noch sein müsse.

Vier Jahrzehnte später bin ich Teil der Älteren und blicke selbstverständlich mit genauso viel Unverständnis auf die äußere Erscheinung der Teens und Twens, wie es mir umgekehrt damals widerfuhr.

Als Teen dachte ich, wir hätten alles in Frage gestellt und verändert. Ein großer Irrtum. Vieles, das für Jungs von heute ganz selbstverständlich ist, existierte für mich damals noch nicht einmal als Vorstellung. Bodymodification, Piercings, penibles Entfernen jeder Körperbehaarung, Tattoos und natürlich Gyms.

Ich ging nicht nicht Gewichte heben oder rasierte mir nicht nicht die Achselhöhlen, weil ich dagegen war. Ich war auch nicht dafür. Der Gedanke, so etwas zu tun, war noch gar nicht erfunden.

Das Schöne daran, so alt wie ich zu sein, besteht in der Wahlfreiheit. Ich befinde mich außerhalb der nivellierenden Social-Media-Pflicht, muss keinen Vollbart und Uppercut tragen, nur weil das jetzt 99,9% aller Twens tun. Ich muss nicht jeden Tag ins Gym, um einen Zentner Muskelmasse aufzubauen. Ich muss nicht meinen ganzen Körper mit Proletenstempeln verunstalten. Ich muss nicht Eichel, Hoden, Augenbraunen, Lippen, Nase und Brustwarzen mit Stahlspitzen durchlöchern lassen.

Aber sofern mir irgendetwas davon zusagt, kann ich das tun. Das ist Freiheit.

Allerdings lässt sich die Existenz des Gedanken der Männerhygiene und Pflege nicht mehr vollständig leugnen. Auch wer nichts mit modischen Trends zu tun haben will und Metrosexualität verabscheut, muss im Jahr 2024 gelegentlich mal duschen und die Socken wechseln.

Wie vermutlich jedes Jahrzehnt auf’s Neue, werden Pflege- und Modetrends auch übertrieben und in späteren Jahren wieder zurückgeschraubt.

Die hochtoupierten grellbunten 1980er Frisuren, die mehrere Dosen Haarspray erforderten, wurden in den 1990ern ebenso wieder abgeschafft, wie man vermutlich in den 2030ern und 2040ern erkennen wird, daß Grundschüler doch noch keine Anti-Aging-Seren für tausend Euro benötigen und sogar ohne schneeweiße Veneers auskommen.

Vielleicht erleben wir es sogar noch, daß US-Amerikanerinnen ihr 20stes Lebensjahr erreichen, ohne „Boobjobs“ hinter sich zu haben.

Möglicherweise entspannt sich sogar unser Verhältnis zum Altern und man wird eines Tages offen sein Geburtsdatum zugeben.

Es hilft alles nichts: Altern ist die einzige Möglichkeit länger zu leben. Sofern wir nicht durch einen Atomweltkrieg von der Pflicht zur Existenz entbunden werden, haben wir Alterungsprozesse als etwas vollkommen Natürliches zu akzeptieren.

Um als Cis-Mann vor meiner eigenen Tür zu kehren: Ja, wir alle werden latent unförmiger, die Haut wird trockner und schlaffer, die Behaarung verändert sich unvorteilhaft, die Augen werden schwächer, Libido und Potenz lassen nach, der Bart wird grau, die Gelenke knacken, Reaktionen verlangsamen sich.

Das passiert nicht bei allen gleich schnell. Einige haben genetisches Glück, so daß die Vergreisung stark verspätet und nur moderat einsetzt, andere können mit sehr viel Disziplin und Pflege, den Verfall verlangsamen, wieder anderen ist es egal. Aber sofern einen nicht der Tod vom Altern erlöst, erwischt es jeden von uns.

Im Alter von knapp 78 Jahren, wie Donald Trump, immer noch mit seiner Potenz zu prahlen, eine kräftigen natürlich blonden Haarschopf zu imitieren und vorzugeben, ein natürliches Sonnenorange als Teint zu tragen, ist albern.

Daß der Mann man Inkontinenz und Flatulenz leidet, kann man ihm nicht vorwerfen. 

Es ist daher auch unfreundlich, immer wieder darauf hinzuweisen, daß er Windeln trägt.

Das ist in seinem Alter keineswegs ungewöhnlich, sich gelegentlich einzunässen und unter Verlust der Peristaltik zu leiden. Ich finde es nicht richtig, ihn immer wieder mit seinem offenkundig ziemlich üblen Gestank zu konfrontieren.

Was kann er denn dafür? Bei seiner Fastfood-Diät aus Billig-Burgern und Frittiertem, reichen seine Furze nun einmal nicht nach Rosenduft. Da ist die olfaktorische Katastrophe vorprogrammiert.


 Melanomia weiß schon, weswegen sie außer Nasenreichweite bleibt und kein einziges mal im Gericht erscheint, um ihn moralisch zu unterstützen.

Es gibt keinen Grund, ihm daraus einen Strick zu drehen.  Er muss sich nicht dafür schämen, mit vollen Windeln im Gericht zu sitzen, so daß seine Anwälte und die Geschworenen gegen Ohnmacht ankämpfen müssen. Er ist schließlich kein Teenager mehr.

[….] What I’m hearing from credible sources is that Donald Trump is actually farting in the courtroom… I’m hearing it from actual credible people that as he’s kind of falling asleep, he’s actually passing gas and that his lawyers are really struggling with the smell.  [….]

(Ben Meiselas, 19.04.2024)

Geradezu gehässig, finde ich es, sich immer wieder über seine Schläfchen lustig zu machen.

Der Mann hat alters- und doofheitsbedingt nun einmal einen extrem kurze Aufmerksamkeitsspanne, die er als maligner Narzisst nun dadurch überkompensieren kann, unaufhörlich über sich selbst zu prahlen. Er kann nun einmal nicht anderen zuhören

(…..) Trump, der nie ein Buch gelesen hat, ist nicht in der Lage Akten zu studieren. Das liegt einerseits daran, daß er kompliziertere Sätze gar nicht erfassen kann und anderseits an seiner extrem limitierten Aufmerksamkeitsspanne.

Die Staffer des Weißen Hauses mußten sich inzwischen spezielle Methoden ausdenken, um Trump überhaupt briefen zu können:
Ihm vorgelegte Texte dürfen grundsätzlich nicht länger als eine Seite sein, müssen in großer Schrift verfasst sein und möglichst auch noch Bilder und Graphiken enthalten.

Da sich Trump nicht länger als zwei Minuten auf ein Thema konzentrieren kann, sind seine Mitarbeiter dazu übergegangen in jedem Absatz einmal das Wort „Trump“ unterzubringen.

[….] “It’s kind of ridiculous how they are preparing to deal with Trump,” said one source briefed extensively on the meeting’s preparations. “It’s like they’re preparing to deal with a child — someone with a short attention span and mood who has no knowledge of NATO, no interest in in-depth policy issues, nothing,” said the source, who spoke on condition of anonymity. “They’re freaking out.” […..]

(Foreign Policy Magazine, 15.05.2017)

Ein genialer Trick, um ihn bei der Stange zu halten. Für sich selbst interessiert sich Trump am meisten und so kann man etwas mehr Aufmerksamkeit generieren, bevor die wirren Gedanken des Golf-Greises wieder abschweifen.

Es ist ohnehin schwer einem Deppen Dinge zu erklären.

Einem extrem mächtigen Deppen aber die ganze Welt zu erklären, muß scheitern. Um mit Trump zu reden, muß man sich extrem vereinfachter Kindersprache bedienen, darf nur kurze Sätze verwenden und muß ihn minütlich loben.

NATO und G7 müssen aber mit Trump zu Recht kommen.  Um zu vermeiden, daß der Doofe aus Washington ausflippt, hält sich das größte und mächtigste Militärbündnis der Erde nun ebenfalls an die speziellen Trump-Regeln.

[….] Speeches at President Trump’s first Nato summit next week will be limited to four minutes, in order to keep him engaged.

Nato officials may also adopt tactics from the White House, such as repeating the president’s name and using maps and graphs, to keep him interested in proceedings. Mr Trump asks his staff to restrict memos to one page and few of his meetings last more than 15 minutes.

The National Security Council officials have taken to including Mr Trump’s name in “as many paragraphs as we can because he keeps reading if he’s mentioned”, a source said yesterday. [….]

(The Times, 18.05.2017)

Dabei mag Trump das Militär sehr. Beim G7-Treffen mit so vielen Europäern wird es noch schwerer, weil der geriatrische Geisteszwerg dafür noch weniger Interesse aufbringen kann.

Um Doofi nicht aufzuregen, müssen alle anderen Regierungschefs noch einmal geistig abrüsten.

[….]  Donald Trump startet zu seiner ersten Auslandsreise. Naher Osten und Europa, neun Tage, ein Kraftakt. Er will zeigen, dass er die Welt im Griff hat. Die Erwartungen sind so niedrig wie an keinen anderen Präsidenten zuvor. [….] Seine heute beginnende Reise in den Nahen Osten wird die Reise eines Mannes, der sich für die Welt nie interessiert hat. [….] Die Nato hat deshalb schon vor Trumps Landung am kommenden Donnerstag beschlossen, während des Treffens die Redezeit pro Staatschef auf zwei Minuten zu begrenzen. Der Mann aus Washington soll sich nicht langweilen. Trumps Herausforderung unterwegs wird sein, sich die Gleichgültigkeit gegenüber seinen Gesprächspartnern nicht allzu sehr anmerken zu lassen. [….]

(Christoph Scheuermann, 19.05.2017)

Ob die Trump-Maßnahmen der G7 ausreichen steht in den Sternen, da seine „attention span“ womöglich noch viel kürzer ist als zwei Minuten.

Lange Sitzungen und Diskussionen mit so vielen verschiedenen fremden Leuten aus Ländern, von denen er noch nie gehört hat, dürften Donald Doof völlig überfordern. Man kann nur hoffen, daß Melania ihm genügend Ritalin ins Essen rührt.

[….] Politico Magazine reported Friday that a former senior official claimed Secretary General Jens Stoltenberg criticized Trump's attention bandwidth.

“The president of the United States has a 12-second attention span,” Stoltenberg reportedly said, Politico reported.  The senior official, according to the report, added that the president appeared unprepared for his meeting with the Norwegian Stoltenberg. He reportedly brought up recent events surrounding North Korea, which does not involve NATO.  [….]

(The Hill, 20.05.2017)

Die Welt ist kompliziert.  Man darf gespannt sein wie die internationale Kommunikation funktioniert, wenn durch Twitter-Trump alle Redebeiträge auf 12 Sekunden verkürzt werden müssen.  (…..)

(Trumpologiefolgenabschätzung – Teil VII, 20.05.2017)

Seither sind wieder sieben Jahre Alterungsprozess ins Land gegangen. Natürlich kann Trump nicht still zuhören, wenn im Gericht andere Menschen lange (>12 Sekunden) Vorträge halten. Dann muss er dazwischen poltern! Wenn der intolerante Richter ihm unfreundlicherweise verbietet, seine Familie, Gerichtsmitarbeiter oder die Geschworenen mit Todesdrohungen zu überziehen, muss er eben ein Schläfchen halten.

Freitag, 19. April 2024

Wie die EKD im Netz Mitglieder verjagt.

Heute noch ein kleiner Nachtrag zum Thema „Irre Evangeliban“ von gestern.

Die Kirchen haben auch im Jahr 2023 wieder über einen Millionen Mitglieder verloren.

Genau Zahlen liegen noch nicht vor, aber alle Indizien stimmen hoffnungsfroh.

[….] Mit großer Plausibilität werden die Kirchenaustritte 2023 in Deutschland insgesamt zumindest in der gleichen Größenordnung bewegen wie 2021. Das wären rund 643.000. Zusammen mit den weiteren Komponenten der Mitgliederbewegung wäre das 2023 eine Verringerung um rund 1,1 Millionen Mitglieder. Legt man die Ergebnisse aus NRW / der EKiR zugrunde, so wären es rund 30 Prozent mehr, also 1,4 Mio. Bezogen auf die Anteile der Kirchenmitglieder an der Bevölkerung würde dieser Anteil von 2022 (mit 47,4 Prozent) auf 45,6 -  also rund 45 bis 46 Prozent sinken.  […..]

(Carsten Frerk, 09.02.2024)

Jahr für Jahr über eine Million Menschen in die Konfessionslosigkeit zu treiben, ist insbesondere deswegen eine Leitung, weil alle Karteileichen, Ungläubigen, Sparfüchse und sonstige Scheinchristen mit nur lockerer Kirchenbindung, längst gegangen sind. Über 50 % der Menschen in Deutschland gehören keiner Kirche mehr an. Da erfordert es schon größere Anstrengungen der Evangeliban, aus den verbliebenen lediglich 23% der Bevölkerung, die überhaupt noch Mitglied in Käßmanns Gaga-Verein sind und umso stärker PeterHahnëisiert daran hängen, zum aktiven Austreten zu bewegen. 2022 waren es allein 575.000 Evangelen weniger, als im Vorjahr 2021, davon etwa 380.000 aktive Kirchenaustritte. 522.821 Menschen haben die katholische Kirche verlassen.

Die Akademiker, die Gebildeten, die Zeitungsleser sind also schon weg.

Die Dämlicheren und Jugendlicheren erreicht man heute aber durch das Internet, Social Media und Podcasts.

Dafür hält sich die Kirche spezielle Bloggerinnen, beziehungsweise Podcasterinnen, die wie so eine Art „Bibi des Grauens“ Kirchenmitglieder in die Flucht schlagen.

Jana Hochhalter, geboren 1998 in der süddeutschen Provinz, die sich in das fetzigere „Highholder“ umbenannte, war schon zwischen 2018 und 2020 erste christliche YouTube-Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Ein voller Erfolg; seit Jana offiziell für die EKD im Internet um Mitglieder wirbt, verlor die EKD zehn Prozent ihrer Mitglieder. 2,5 Millionen Abgänge in fünf Jahren.

Nach diesem großen Exodus-Erfolg, verpflichtete die EKD weitere junge rechtsradikale Abschreck-Christinnen.

[….]  Die christlichen Influencerinnen Jana Highholder und Jasmin Neubauer präsentieren sich in ihrem neuen Podcast „Jana & Jasmin“ selbstbewusst. „In Zeiten wie diesen gibt es auf alle mögliche gesellschaftlich relevante [sic!] Fragen tausende Antworten“, heißt es im Ankündiger. „Wir glauben: Nur eine davon ist wahr.“ Die beiden wollen nun „Tacheles reden“. Das tun sie auch schon auf ihren Instagramkanälen hiighholder und liebezurbibel: Zwischen beigefarbenen Bibelkacheln oder freundlichen Motivationsvideos äußern sie sich immer wieder politisch – und nähern sich zunehmend der politischen Rechten an.

„Wen soll ich als Christ wählen?“, fragt Neubauer etwa auf ihrem Kanal und versucht danach direkt selbst zu antworten. Als „persönliche Parameter“ führt sie unter anderem die „Erhaltung von Familie zwischen Mann, Frau & Kind“ oder das „Fernhalten von politischen Idelogien [sic!] im Kindergarten“ auf. Eine konkrete Wahlempfehlung gibt die Influencerin nicht, dennoch wird deutlich, welche Parteien ihren Ansprüchen genügen.

Darüber hinaus trat Neubauer im Februar 2023 in einem Youtube-Video von Leonard Jäger auf, der sich als „Ketzer der Neuzeit“ inszeniert. Er störte im Januar 2023 einen queeren Gottesdienst an der Berliner Humboldt-Universität und machte diesen anschließend auf Youtube verächtlich. Im Video mit Neubauer sprechen sie über den biblischen Schöpfungsbericht – der dient Jäger als Legitimation für seine Störung. Die dort angeblich grundgelegte Geschlechterbinarität sei in Vergessenheit geraten.

Highholder und Neubauer machen für diese Vergessenheit etwas verantwortlich, das sie „Dekonstruktion“ nennen, also biblische Aussagen zu historisieren und im Licht der Gegenwart zu verstehen. Neubauer hält diese Form der Bibellektüre für eine „Irrlehre“, die Menschen krank mache. Gegen diese würden nur Treue zum biblischen Buchstaben und möglichst einfache Antworten helfen. [….]

(Louis Berger, 19.04.2024)

Was den Katholiban ihr TVE und Woelki, übernehmen für die Evangeliban Hochhalter und Neubauer.

Als Atheist sage ich den beiden jungen Frauen ein ehrliches und überzeugtes DANKE und weiter so!

Donnerstag, 18. April 2024

Protestantische Probleme


Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.

Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.

-      Jesus (Matthäus 10, 34-39)

Als bei den Katholiban ihr massives Kinderfi*ken in den Fokus der Öffentlichkeit geriet – ab 2002 in den USA und ab 2010 (Canisius) in Deutschland – wußten die Evangeliban, die wichtigsten Unterstützer Hitlers und Betreiber sadistischster Kinderfolterheime, in denen noch Jahrzehnte nach 1945 Hunderttausende Jungs und Mädchen bestialisch gequält wurden, was auf sie zukommt.

Die Tatsachen an sich, also Kinder brutal zu verprügeln, zu quälen, sexuell zu misshandeln und auch gelegentlich zu töten, war selbstverständlich kein Dealbreaker für die protestantische Kirche. Schließlich ist es einer der Signature Moves ihres Gottes, Erstgeborene abzumurxen.  Kinder zu schlagen, wird ebenfalls als ausdrückliche Pflicht in ihrer heiligen Bibel gefordert.

„Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol.“

(Sprüche 23,13-14, siehe auch 13,24;22:15;20,30).

„Rute und Zucht geben Weisheit; aber ein sich selbst überlassener Knabe macht seiner Mutter Schande“

(Sprüche 29,15).

Zudem berufen sich Protestanten dezidiert und stolz auf die maximal-antisemitische Horrorgestalt Martin Luther.

Die lästigen Blagen zu misshandeln ist kein Problem für die Evangeliban, aber sie mussten sich um den Imageverlust, Mitgliederverlust und damit Geldverlust sorgen, wenn die Öffentlichkeit zu viele Fragen stellt.

Zum Glück sind deutsche Öffentlichkeit, Presse, Politik und Justiz in dieser Causa extrem träge und extrem tolerant gegenüber der Täterorganisation. Massenhaftes Kinderfic*en ist kein Grund, um den Kirchen ihre Gemeinnützigkeit oder Privilegien zu entziehen. Man muss das auch nicht, wie in anderen Ländern, staatlich untersuchen. Lieber Schwamm drüber.

Und so entwickelten die Evangelischen für die nächsten 14 Jahre nach Canisius eine geniale Strategie des Umgangs mit dem sexuellen Missbrauch durch ihre Geistlichen: Wegducken, Schweigen, mit dem Finger auf die Katholiken zeigen, Fallakten dezent vernichten und darauf hoffen, der Kelch möge an ihnen vorüber gehen.

Das klappte recht gut bis 2024 die erste Studie über Kindesmissbrauch in der evangelischen Kirche Deutschlands veröffentlicht wurde und auf einmal schwarz auf weiß dastand, nicht besser als die Katholiken zu sein.

Dabei hatte die EKD in den 14 Jahren seit Canisius so erfolgreich die Akten verschwinden lassen, daß für die Studie kaum Material vorlag.

Tja, um Akten herauszugeben, habe man bedauerlicherweise kein Personal, erklärte die kommissarische Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Bischöfin Kirsten Fehrs achselzuckend. Pech für die Opfer. Fehrs ist übrigens nur kommissarisch im Amt, weil ihre Vorgängerin, Präses Annette Kurschus zwei Monate zuvor wegen der Vertuschung eines Falles von sexuellen Kindesmissbrauchs zurücktreten musste. Just saying.

(…..) Blamable 14 Jahre nach den Katholiken, befassen sich die Protestanten mit ihrer Missbrauchsgeschichte. Eine aktuelle Studie zeigt nur eine kleine Spitze des Eisbergs, weil sich viele evangelische Bistümer weigerten Akten rauszugeben. Sie treten lieber weiter die Opfer mit Füßen, um die Täter zu schützen. Das ist die EKD 2024.

[….] Das von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beauftragte Forscherteam hat am Donnerstag in Hannover die erste große bundesweite Studie - 880 Seiten lang - zu sexuellem Missbrauch in evangelischer Kirche und Diakonie vorgestellt. In dem Dokument wird von mindestens 2225 Betroffenen und 1259 mutmaßlichen Tätern gesprochen, untersucht wurde der Zeitraum seit 1946. Das ist laut den Forschern jedoch nur die "Spitze der Spitze des Eisbergs". Es ist ein Erdbeben heftigster Stärke für die EKD. "Die evangelische Kirche und die Diakonie steht erst am Anfang ihrer Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt", sagt Studienleiter Martin Wazlawik.  […..]

(SZ, 25.01.2024)

Die frommen evangelischen Bischöfinnen, mit denen sich Politiker jeder Couleur so gern schmücken, sind moralisch keinen Deut besser, als die Woelki oder TVE.


Detlev Zander, 60, hat in einem Heim der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal in Baden-Württemberg bereits als Kleinkind schwerste sexuelle, physische und psychische Gewalt erfahren. Als Betroffenensprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) setzt er sich bundesweit für Missbrauchsopfer ein. Er ist Mitglied im EKD-Beteiligungsforum, in dem Betroffene und Kirchenvertreter paritätisch vertreten sind, erklärt im Spiegel:

[…] die hohen Fallzahlen […] muss man angesichts des immensen Dunkelfelds ja noch hochrechnen. Auch, dass die Opfer beim ersten Übergriff im Schnitt gerade mal elf Jahre alt waren, ist schrecklich. Da waren auch kleine Jungen dabei, das ist vor dem Hintergrund, dass die EKD jahrelang nach außen vermittelt hat, in ihren Reihen gebe es vor allem betroffene Frauen und ältere Mädchen, ein völlig anderes Bild. Auch das EKD-Mantra, es habe bundesweit nur 858 bekannte Fälle gegeben, kann man nun ad acta legen. […]

SPIEGEL: Kann man den Bericht überhaupt ernst nehmen? […]

Zander: Das fällt schwer, denn er weist etliche Mängel auf. So wurden zum Beispiel aus der Diakonie nur Fälle bis zum Jahr 1970 aufgenommen. Was danach geschah, bleibt unerwähnt. Man hat vor allem Disziplinarakten konsultiert, aber kaum Personalakten – obwohl doch gerade die viel aussagen über Verdachtsmomente und mögliche Vertuschung. Die Landeskirchen haben das mit Personalmangel begründet – das ist beschämend, das lasse ich als Ausrede nicht gelten. Wenn Bischof oder Bischöfin es mit der Aufklärung ernst meinen, sind sie verpflichtet, in so einem Fall mehr Leute einzustellen. […] Vielleicht hatte man Angst, dass in den Personalakten Dinge stehen, die Rückschlüsse darauf zulassen, wer wann was gewusst hat und wie lange es gedauert hat, bis Schritte unternommen wurden. Gut möglich, dass man Vertreter der Institution schützen wollte. Mich als Betroffenen hat diese Herangehensweise sehr geärgert. Ich frage mich auch, wer eigentlich kontrolliert hat, ob die Landeskirchen vollständige und korrekte Angaben gemacht haben. […] Vertuschung wird in der Studie gar nicht thematisiert. Kein Verantwortlicher wird mit Namen genannt. Wer waren denn die Bischöfe zum Tatzeitpunkt? Stellt irgendwer sein Amt zur Verfügung? Es sind die Betroffenen, die gerade die Verantwortung übernehmen und im Beteiligungsforum versuchen, Reformen anzuschieben. […] […]

(Zander Interview, 25.01.2024)

Wer immer noch Mitglied einer christlichen Kirche ist, macht sich mitschuldig!  (….)

(Dieselbe Soße, 25.01.2024)

Eine passende Story wird just aus Hannover gemeldet. Dort hatte die Landeskirche einen Pastor entlassen, der in den 1990ern wegen sexueller Gewalttaten gegen Minderjährige in Osnabrück aufgefallen war.

[….] Nach der Kündigung eines Pastors wegen des Verdachts auf sexuelle Gewalt muss die evangelische Kirche den Mann weiterbeschäftigen. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts von April hervor, wie die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers am Mittwoch mitteilte. Das Landeskirchenamt suche mit dem Pastor eine neue Aufgabe, heißt es in der Mitteilung. Der Mann soll künftig nicht länger als Pfarrer in einer Gemeinde arbeiten. Gegen seine Kündigung hatte der Pastor geklagt. Das Landesarbeitsgericht in Hannover entschied demnach in einem Berufungsverfahren zugunsten des Klägers.  [….]

(SZ, 17.04.2024)

Kirche und Justiz mal wieder Hand in Hand. Ein bißchen Kinderfick*n disqualifiziert nicht den Priesterberuf auszuüben, also soll die Kirche den netten Mann weiterbeschäftigen, befanden die Richter. Begründungen lieferten sie auch: Erstens seien die Taten lange her und zweitens war der Mann damals ja nur Diakon.

[….] Nach Ansicht des Gerichts gibt es keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine fehlende Eignung des Pastors, begründete ein Sprecher des Landesarbeitsgerichts das Urteil. Das Landeskirchenamt sucht nun nach eigenen Angaben mit dem Pastor "nach einer neuen Aufgabe, die nicht den Pfarrdienst in einer Kirchengemeinde beinhaltet". Der Pastor wird demnach nicht an seine frühere Pfarrstelle im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont zurückkehren.

Die Taten sollen sich laut Landeskirche bereits in den 1990er-Jahren ereignet haben, als der Theologe noch nicht als Pastor und auch nicht im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont in der Landeskirche tätig war. Die zuständige Staatsanwaltschaft Osnabrück stellte die Ermittlungen gegen den Pfarrer im Mai 2023 ein. Die Taten seien bereits verjährt, hieß es damals.  […..]

(NDR, 17.04.2024)

Mittwoch, 17. April 2024

Lügen versus bullshitten

Als Donald Trump 2015 auf der Rolltreppe des Trumptowers in die marode Lobby hinabschwebte, um seine Präsidentschaftskandidatur zu verkünden, war das eine dieser typische US-amerikanischen Wahlkampfkuriositäten. Vermutlich dachte nicht einmal er selbst daran, je im Oval Office zu landen. Zu dem Zeitpunkt war er international bereits als Skandalon auf zwei Beinen bekannt. Der Typ mit den schmutzigen Scheidungen und Milliardenpleiten.

Seine politische Ausrichtung war durch seine rassistische Vergangenheit und die fortwährenden Birther-Attacken auf den schwarzen Präsidenten Obama bekannt, aber irrelevant. Ja, er würde durch sein Geld und die Medienaufmerksamkeit eine Zeit lang im republikanischen Vorwahlkampf mithalten können, dann aber unweigerlich an den Politprofis Rubio oder Bush scheitern.

Wie so viele andere, hatte ich aber nicht damit gerechnet, daß neben den bekannten rechten Sendern, wie FOX, auch alle anderen Medien absolut verantwortungslos handeln und von reiner Gier nach Aufmerksamkeit (also Werbeeinnahmen) getrieben, alle Hemmungen und jeden seriösen Anstrich verlieren würden. Sie schenkten dem orangen Irren Werbezeit im Wert von über zwei Milliarden Dollar, unterbrachen sofort ihr Programm, wann immer der Rassist Lust hatte, in einen TV-Sendung hinein zu telefonieren.

Es war das ganz große Medienversagen, das diesen antidemokratischen Kriminellen groß machte.

Zwei Aspekte Trumps lernte ich erst im Wahlkampf richtig kennen. Einerseits die bisher von keinem Präsidentschaftskandidaten auch nur annähernd bekannte Vulgarität – „grab’em by the pussy, knock the crap out of him, Heidi Cruz is ugly“ und andererseits das für mein Gefühl so ungeschickte Lügen.

Daß GOPer im Wahlkampf lügen, war natürlich bekannt. Schließlich hatte George W. Bush mit seinen Republikanern der Welt von 2001 bis 2003 hunderte Lügen aufgetischt, um Saddam Hussein für das Word Trade Center Attentat zu strafen, obwohl der Mann erstens rein gar nichts damit zu tun hatte und zweitens auch keinerlei Massenvernichtungswaffen besaß.

Aber Cheney, Rice, Rumsfeld und GWB versuchten sich immer an einer gewissen Stringenz. Ihr Lügengebäude sollte plausibel wirken, weil sie damit einen bestimmten Zweck erreichen wollten.

Trump hingegen lügt so schlecht, daß jeder ihn binnen kurzer Zeit, aufgrund seiner Widersprüche, als Lügner ertappen kann. Er lügt über Dinge, die einfach nachprüfbar sind, indem er beispielsweise prahlt, sein Trump Tower habe 68 Stockwerke (es sind 58), oder die Größe seines Penthouses mit 2.800 m2 angibt (es sind 1000 m2).

2015 erlagen viele Beobachter (genau wie ich) dem Irrtum, es schade Trump zwangsläufig, wenn er immer wieder beim Lügen ertappt würde.

Erste Medienhäuser begannen mit Factcheckern Listen seiner Lügen zu dokumentieren. Die Washington Post kam in seiner Amtszeit auf über 30.000 Trump-Lügen.

Fast Forward in den April 2024: Trump behauptet auf seinen Rallys der „wahrscheinlich ehrlichste Politiker der Welt“ zu sein und zig Millionen Fans bejubeln ihn dafür.

[…..] Donald Trump on Saturday called himself “perhaps the most honest guy almost in the world,” a claim his critics didn’t buy given the former president’s extensive history of lying.

Trump made 30,573 false or misleading claims during the four years of his presidency, according to a Washington Post tally. He was also convicted of fraud in February in a case that could ultimately cost him nearly half a billion dollars in fines, penalties and interest. [….]

(Ed Mazza, 15.04.2024)

Wie kann das sein?

Wieso verliert der Mann nach neun Jahren der ununterbrochenen Lügen  keine Unterstützung seiner Fans, wenn sie so offensichtlich von ihm belogen und verarscht werden?

Man konnte es damals noch nicht fassen und nahm selbst nach seinem schockierenden Sieg über Hillary Clinton, in den knapp drei Monaten bis zu seiner Amtseinführung an, Trump schalte sicher den Wahlkampfmodus aus und werde sich als US-Präsident seriöser verhalten. Immer noch konnte man sich nicht vorstellen, ein Staatsoberhaupt, noch dazu das Mächtigste der Welt, würde so frech und in einer solchen Gossensprache, die Welt anlügen.

Auch ich staunte noch in den ersten Hundert Amtstagen Trumps.

Der Kolumnist Charles Blow registrierte als einer der Ersten, wie sehr wir uns alle täuschten.

[….] Trump does not simply have “a running war with the media,” as he so indecorously and disrespectfully spouted off while standing on the hallowed ground before the C.I.A. Memorial Wall. He is in fact having a running war with the truth itself. [….]

Donald Trump is a proven liar. He lies often and effortlessly. He lies about the profound and the trivial. He lies to avoid guilt and invite glory. He lies when his pride is injured and when his pomposity is challenged.

Indeed, one of the greatest threats Trump poses is that he corrupts and corrodes the absoluteness of truth, facts and science. [….]

(Charles Blow, New York Times, 26.01.2017)

Blow beschreibt Trumps Lügerei zutreffend, aber er kann sie noch nicht recht erklären. Der Begriff „Lüge“ an sich, scheint aber unzutreffend zu sein. Darunter versteht man gemeinhin, daß jemand wissentlich etwas Falsches sagt, um einen bestimmten Zweck zu erreichen. Eine Lüge kann enttarnt werden und daraufhin kennt der Belogene die Wahrheit und versteht, vom Lügner belogen worden zu sein.

Tatsächlich lügt Trump nicht nur, sondern er ist ein „Bullshitter“. Alberto Brandolini hilft weiter.


[….] Im Internet, aber auch in anderen Medien wie dem von Russland gegründeten Auslandsfernsehsender RT (ehemals Russia Today) gehören Unsinn und gezielte Falschmeldungen spätestens seit der Covid-19-Pandemie zum traurigen Alltag. Die sogenannten Fakenews umfassen harmlosen Blödsinn („Elvis lebt“), unwahre Informationen („die Erde ist eine Scheibe“), aber auch potenziell gefährlichen Verschwörungstheorien („die BRD ist in Wirklichkeit eine GmbH“).

In den letzten Jahren wurden deshalb Initiativen wie Correctiv gegründet, die versuchen Fakenews mithilfe von wissenschaftlichen Informationen zu widerlegen. Oft sind diese Versuche jedoch erfolglos. Doch wieso ist es für Fact-Checking-Seiten so schwer, Menschen davon zu überzeugen, dass es sich bei Fakenews und Verschwörungstheorien nicht um die Wahrheit handelt?

Eine Erklärung dafür liefert Brandolinis Gesetz, das auch als Bullshit-Asymmetrie-Prinzip bekannt ist.

    „Das Widerlegen von Schwachsinn erfordert eine Größenordnung mehr Energie als dessen Produktion (The amount of energy needed to refute bullshit is an order of magnitude bigger than to produce it.)“

Die Lebensweisheit des italienischen Informatikers Alberto Brandolini beschreibt demnach, dass der Aufwand zur Widerlegung von Blödsinn und Fake News deutlich mehr Aufwand erfordert als dessen Produktion.

Erdacht hat Brandolini das Bullshit-Asymmetrie-Prinzip bereits im Jahr 2013, also lange bevor Begriffe wie „Filterblase“ und „Fakenews“ in der Allgemeinheit verbreitet waren. Die Inspiration dafür war laut Brandolini eine Fernsehdiskussion mit Silvio Berlusconi, der ähnlich wie Donald Trump in seinen politischen Diskussionen oft sehr kreativ mit der Wahrheit und Fakten umging. [….] Menschen, die bei Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken Diskussionen verfolgen, erscheint Brandolinis Gesetz intuitiv richtig. Es ist offensichtlich, dass Menschen, die gezielt Fakenews verbreiten, aber auch Menschen, die irrtümlich Fehlinformationen teilen, nur mit hohem Aufwand überzeugt werden können. Problematisch ist dabei vor allem, dass vielen Personen so stark an Fakenews glauben, dass die Gegenargumente prinzipiell ablehnen. Auch Menschen, die Gegenargumenten offen sind, können oft kaum überzeugt werden, weil Menschen laut Studien schlecht darin sind, ihre bereits gefestigte Meinung zu ändern. [….]

(Forschung und Wissen)

Es ist eine Frage der Quantität der Trump-Lügen und keine Frage der Qualität. Trump muss nur genug lügen und wird damit unweigerlich den Wettkampf gegen die Enttarnung seines Bullshits gewinnen, weil es ihn viel weniger Energie kostet Bullshit zu produzieren. Bei zigtausenden Lügen wächst der Energieaufwand, das alles zu widerlegen exponentiell und ist nicht mehr zu leisten. Das Debunking kollabiert. Trump hat die Welt erfolgreich mit Lügen zugeschissen.

Soziale Medien und Internet sind auf seiner Seite, da an Emotionen appellierende Falschinformationen eine vielfach größere Reichweite, als ihre Richtigstellung haben.

Factchecker hängen hoffnungslos hinterher. Auch Söder, Merz und die AfD sind daher vom Lügen zum Bullshitten übergegangen und behaupten einfach so ausdauernd, die Grünen würden alles verbieten, die Ampel zwinge kleine Jungs zur Geschlechtsumwandlung, oder Atomenergie sei billig und sicher, daß es nicht mehr möglich ist, die Masse des Schwachsinns zu widerlegen.

Tatsächlich glaubt heute eine deutliche Mehrheit der Deutschen - fälschlicherweise – Atomenergie sei günstig und will wieder in den AKW-Wahn einsteigen.

Dabei sind die CDUCSUAfDP-Lügen vom Zusammenbruch der Energieversorgung ohne Atomkraft für jeden ersichtlich alle von der Realität widerlegt worden.

[….] Wissenschaftliche Studien haben Brandolinis Beobachtungen bestätigt. Eine in der renommierten Fachzeitschrift PLOS ONE (Öffnet in neuem Fenster) veröffentlichte Studie untersuchte, wie rund 50 Millionen Menschen im Internet mit wahren und erfundenen Informationen umgehen. Die Ergebnisse waren aufschlussreich: Es bildeten sich klar abgegrenzte Gruppen, von denen die einen fast ausschließlich wissenschaftliche Informationen verarbeiteten, während die anderen sich fast völlig in unwissenschaftlichen Informationen verloren.

Unbeugsamer Widerstand gegen Korrekturen

Die Studie zeigte auch, dass die Gruppe, die sich hauptsächlich mit unwissenschaftlichen Informationen beschäftigte, die Richtigstellungen fast vollständig ignorierte. Der enorme Aufwand, der für die Erstellung und Verbreitung der Richtigstellungen betrieben wurde, war umsonst. In einigen Fällen führte der Versuch, Fehlinformationen zu korrigieren, paradoxerweise sogar zu einer verstärkten Beschäftigung mit den problematischen Inhalten. [….]

(Mimikama, 02.11.2023)

Dienstag, 16. April 2024

Aufstieg und Fall des garstigen Georg

Der kleine Gänsi wurde 1956 im tiefsten Schwarzwald als Sohn des Schmieds Albert und der Hausfrau Gertrud Gänswein geboren. Das Hobby der Gänsweins war bumsen und so bekam der erstgeborene Schorsch noch viele jüngere Geschwister.

Kurz vor seinem 28. Geburtstag wurde Gänsi zum Priester geweiht und landete in der Pfarrkirche St. Leodegar in seinem Geburtsort Riedern am Wald. In dem Ortsteil der baden-württembergischen Gemeinde Ühlingen-Birkendorf im Landkreis Waldshut leben insgesamt 400 Menschen. Mehr Provinz geht nicht.

Für Schmiede-Gänsi Albert ein guter Ort, an dem er seinem Getrud-Hobby nachgehen konnte. Für seinen Sohn Georg galt das Gegenteil, da er a) kein Interesse an Geschlechtsverkehr mit Frauen hatte, b) geradezu Trumpisch von seiner eigenen Bedeutsamkeit überzeugt war, c) schön und sexy aussah und d) in dem größten transnationalen Schwulenverein der Welt arbeitete, so daß Punkt c das entscheidende Aufstiegskriterium war.

Und so schlief sich der bald schon als „George Clooney des Vatikan“ oder „Georg il bello“ bekannte „Don Giorgio“ kontinuierlich in der Hierarchie hoch, indem er sich an mächtige ältere Männer band.

Die italienische Ausgabe der „Vanity Fair“ druckte sein Gesicht im Januar 2013 auf die Titelseite. Überschrift: „Essere bello non é peccato.“ Schön zu sein ist keine Sünde.

1988 „Wissenschaftlicher Assistent“ des Kirchenrechtlers Winfried Aymans.

1994 „Persönlicher Referent“ des Freiburger Erzbischofs Oskar Saier.

1995 „Mitarbeiter“ des Kardinalpräfekten Antonio María Javierre Ortas.

2003  „Privatsekretär“ von Kardinal Ratzinger.

2006  „Ehrenprälat Seiner Heiligkeit“ Benedikt XVI.

Besonders Gänsis Werben um Ratzi, dem er, einmal im Vatikan angekommen, schon ab 1996 in der Kongregation für die Glaubenslehre „assistierte“, war ein perfekter Karriere-Plan. „Georg il bello“ hatte natürlich erkannt, daß der alte Papst Johannes Paul II., als einer der wenigen Kurialen erstens kein Interesse an hübschen jungen Männern hatte und zweitens schon so senil und abgehoben war, daß in Wahrheit längst Ratzi alle wichtigen Entscheidungen traf, die neue Kardinäle aussuchte und sich ein Netz aus Gefolgsleuten webte, welches ihn selbst mit hoher Wahrscheinlichkeit zum nächsten Vizegott auf Erden machte.

Ratzis Pläne gingen fast perfekt auf, wenn man von der Tatsache absieht, wie lange sich Wojtyła todkrank am Papstthron festklammerte: 27 Jahre und so war Ratzi selbst schon 79, als er endlich zusammen mit seinem hübschen „Privatsekretär“ das volle Prunk- und Protzpotential des Pontifikats ausleben konnte, sich in Gold- und Edelstein-durchwirkte Roben hüllte, Hermelin-Hütchen trug, in rote Prada-Slipper schlüpfte und Holocaustleugner rehabilitierte.

Anders als sein päpstlicher Vorgänger, der ständig in großen Runden mit Katholiban aus aller Welt speiste und ein begnadeter Kommunikator war, konnte Benedikt andere Leute nie leiden. Außer hübschen wohlproportionierten jungen Männern.


Er blieb in seinem Lateranpalast versteckt und selbst Kardinäle hatten keine Möglichkeit ihn zu erreichen. Vor Ratzis Schlafzimmer war die härteste Tür der dunkelkatholischen Partyszene! Und an der saß Gänsi, der ganz allein bestimmte, wer mit dem Papst reden darf, was der Papst erfährt.

Hochrangige Präfekten des Vatikans erkannten schnell, daß ihre üblichen Wege, mit dem Kirchenoberhaupt zu kommunizieren, nicht funktionierten und wählten in dringenden Fällen, den Umweg über Regensburg. Dort saß eine schwer reiche, rechtsradikale, ultrabigotte, alternde, lesbische Prinzessin, die zusammen mit Gänsi und Müller (Ratzis Nachfolger als Leiter der Inquisitionsbehörde) ein bis heute aufrecht erhaltenes Katholiban-Triumvirat des Grauens führt.

Gänsi hatte es geschafft; er saß an der zentralen Stelle der Macht und war gewöhnt, nicht nur die Geschicke der 1,3 Milliarden Katholiken und die Personalpolitik der RKK zu leiten, sondern als Stimme des Staatsoberhauptes Ratzinger auch mit Leuten, wie Putin, Obama oder Merkel zu kommunizieren. Jeder Mächtige der Erde besucht

irgendwann den Vatikan, will eine Papstaudienz und das ging von 2005-2013 nur mit Georg Gänswein.

Es war natürlich ganz großer Mist, als Ratzi 2013, entnervt von der „schwulen Mafia des Vatikans“ als erster Papst nach einem halben Jahrtausend hinwarf, in das weit weniger prunkvolle Kloster Mater Ecclesiae in den Vatikanischen Gärten zog und dann auch noch dieser vorlaute argentinische Rüpel mit dem schwarzen Klumpschuhen Papst wurde.

Mit Bergoglio, der offen heterosexuell ist, kann Gänsi gar nicht. Sie hassen sich gegenseitig wie die Pest.

Ein empfindlicher Karriereknick für den schönen ultrakonservativen Kurienerzbischof aus Riedern am Wald. Allerdings auch nur ein Knick und noch kein Absturz, denn so lange Ratzi lebte, stand Gänsi unter einem päpstlichen Schutz. Er blieb also Präfekt des Päpstlichen Haushalts und diente de facto sogar erstmals in der Geschichte zwei päpstlichen Haushalten: Dem Kleinen im Mater Ecclesiae, wo er unbestritten herrschte und dem Großen im Lateranpalast, wo er allerdings nicht mehr gemocht wurde.

Ratzi mit lustigen Klingonischen SM-Tretern

Sieben Jahre ließ sich Bergoglio auf der Nase rumtanzen, bis er schließlich, bebend  vor Wut, den ungezogenen, anmaßenden und illoyalen Gänsi feuerte.

Dieser schmollte aber nur umso mehr und führte aus dem kleinen Ratzi-Haushalt heraus, einen Privatkrieg gegen den jüngeren Papst, indem er alle Ultrakonservativen der Welt um sich sammelte und die Attacken gegen den Argentinier koordinierte.

Am 31.12.2022 kniff Ratzi schließlich final die Arschbacken zu und die Karriere Gänsis hing nur noch von der Gunst Bergoglios ab.

Einem Mann, dem er offenkundig keinen schönen Augen machen konnte und so gerierte er sich wie Prince Henry Windsor als garstiger Nestbeschmutzer.

(….)  Prince Henry Charles Albert David, Duke of Sussex und Georg Gänswein, Kurienerzbischof der römisch-katholischen Kirche, weisen erstaunliche Parallelen auf.

Beide reiten auf ihren Titeln rum, die sie unbedingt versilbern wollen.

Beide sind extrem Ruhm-süchtig.

Beide sind sofort beleidigt, wenn man jemand anders im Rampenlicht steht.

Beide sind ein bißchen dämlich.

[….] [Prinz Harry ist] Einer der nervigsten Menschen dieses Planeten. Sein Buch habe ich nicht gelesen, aber ich habe ihn öfter im Fernsehen gesehen, er war ja eine Woche lang nicht zu vermeiden. Es ist grotesk, worüber er sich beschwert. Sein Bruder habe ihn geschlagen, sein Vater sei kalt zu ihm gewesen. Meine Güte, so ist das in Familien. So wie er jammert, könnte man meinen, der Junge wäre in einem syrischen Flüchtlingslager zur Welt gekommen. Allerdings hat sich wohl noch nie ein Flüchtling in diesem Ausmaß beklagt. [….] Es gibt genug wirkliche Opfer in dieser Welt. Vermutlich ist sogar die Mehrheit aller Menschen Opfer schrecklicher Umstände, insbesondere gerade jetzt, wo es so viele fürchterliche, gewalttätige Unruhen und Kriege gibt. Aber Prinz Harry ein Opfer? Nein. Es hat sich übrigens in der Geschichte des amerikanischen Verlagswesens noch nie ein Buch so schnell verkauft. Das bedeutet, dass es auch von Leuten gekauft wird, die nie zuvor ein Buch gekauft haben. Sie werden anschließend auch nie wieder eines kaufen. Für den Verlag ist das Ganze natürlich sehr gut – es ist, nebenbei bemerkt, auch mein Verlag. Man wünscht sich, sie möchten das ganze Geld dazu verwenden, auch Werke von Schriftstellern zu veröffentlichen. [….]

(Fran Lebowitz, 21.04.2023)

Beide sind eher wegen ihrer phänotypischen Erscheinung für die Damen-, bzw Männerwelt interessant.

Beide sollen weit überdurchschnittlich bestückt sein.

Beide können es nicht ertragen, daß ihre Gönner, die jeweiligen ehemaligen Oberhäupter ihres Vereins, den Löffel abgegeben haben.

Beide legten ein wirklich, wirklich schlechtes, wenig selbst geschriebenes Buch vor, mit dem sie reichlich Schmutz auf den jeweils neuen starken Mann warfen.

[…..] Saverio Gaeta und Georg Gänswein: "Nichts als die Wahrheit". Kritik an Benedikt XVI? Alles Polemik, sagt Georg Gänswein. Lassen Sie mich also ganz unpolemisch sagen: Dieses Buch erinnert mich sehr an die vor 21 Jahren unter demselben Titel "Nichts als die Wahrheit" erschienene Autobiografie eines gewissen Dieter Bohlen. Erkenntniswert und Klatschfaktor beider Bücher sind in etwa derselbe, auch die Fähigkeit zur kritischen Selbstreflexion ist bei beiden Autoren ähnlich ausgeprägt, und daher muss natürlich auch die literaturkritische Bewertung ihrer Bücher ähnlich ausfallen … Wie sagte schon der aktuelle Papst zu Georg Gänswein: "Erniedrigung tut gut".  [….]

(Denis Scheck, 16.04.2023)

Beide sind so blöd, nicht zu bedenken, daß sie einem absolutistisch organisierten Verein angehören.

Beide vergessen, daß ihre zukünftige Karriere nun ausschließlich von dem neuen Chef abhängt, den beide so kräftig mit ihrem jeweiligen Buch angepisst haben.  (….)

(Wenn Geltungssucht mit Doofheit kollidiert, 25.04.2023)

Was für ein Desaster für Gänsi, der so lange immer nur aufgestiegen war und sich nun an der argentinischen Hete die Zähne ausbiss.

Aber auch keine leichte Situation für den Papst, da  Gänswein natürlich viel weiß und die Unterstützung der Ultrarechten genießt.

(….) Noch unerfreulicher landete Gänsi auf dem Boden der Tatsachen.

Mit nur 66 Jahren im besten Geistlichen-Alter, hatte er offenbar erwartet, zumindest bald zum Kardinal erhoben zu werden. Als ehemaliger Präfekt zweier Päpstlicher Häuser, war er so nah an der Macht, daß ihm ein weiterer Aufstieg in der Kurie zustände. Dachte er.

Nachdem er aber durch einige Interviews und das genannte Buch Bergoglio zur Weißglut gebracht hatte, spekulierte man schon auf eine deutsche Diözese. Nur welche bloß? Da Gänsi bereits Erzbischof ist, käme nur eine der sieben Erzdiözesen in Frage. Und selbst das wäre ein Abstieg im Vergleich zu einer Kurienpräfektur.

Chef eines einfaches Bistums galt als nicht vorstellbar; das wäre eine zu undiplomatische Ohrfeige des Papstes gewesen. Es kam aber sogar noch schlimmer für Ratzis ultrarechten Freund:

[….]  Der langjährige Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., Georg Gänswein, soll nach Informationen der "Welt" in sein Heimatbistum Freiburg zurückkehren - als Privatmann. Papst Franziskus habe den 66-Jährigen angewiesen, Rom bis spätestens 1. Juli zu verlassen, berichtet die Zeitung. [….]  Die Entscheidung dazu sei schon im Mai bei einer Privataudienz am 19. Mai gefallen, berichtet die "Welt" und beruft sich auf mehrere hochrangige Kirchenquellen. Der Entscheidung soll "ein mehrwöchiges Hin und Her" vorausgegangen sein. Gänswein soll verschiedene Aufgaben vorgeschlagen haben. Franziskus dagegen habe an eine Tätigkeit als Theologieprofessor gedacht. Noch am 17. Mai, also zwei Tage vor der mutmaßlichen Entscheidung des Papstes, hatte sich Gänswein bei einer Veranstaltung des Presseclubs Wiesbaden offen über seine Zukunft geäußert. Damals sprach er von einer "Phase des Überlegens", in der sowohl er als auch der Papst Vorschläge machten. [….]

(ZDF, 02.06.2023)

Gänswein wird also nichts; GAR nichts. Eine solche Blamage hatte er sich nicht vorstellen können.

A posteriori wurde erst bekannt, wie giftspuckend Gänsi mit Gottes Stellvertreter auf Erden verfahren war. Er bewies, über keinerlei diplomatische Fähigkeiten oder menschlichen Anstand zu verfügen. Er ging wie Donald Trump nach einer Bundesanklage, in den Rage-Modus und attackierte, verbal wild um sich schlagend, seine Heiligkeit selbst.

Angelo Kardinal Scola (*1941), emeritierter Erzbischof von Mailand, wäre sowieso der bessere Papst gewesen- Ätschibätschi. Und alle anderen Kardinäle finden Dich auch doof, blöder Franzi.

Kann man sich nicht ausdenken, Gänswein als öffentlich lästernde Zicke. Bösartig, wie eine Kombination aus Brigitte Seebacher-Brandt, Maike Kohl und Gloria Thurn und Taxis – allerdings zu seinem großen Bedauern mittellos, da er enterbt wurde.  (….)

(Diplomatisch, wie eine Abrissbirne, 11.06.2023)

Nach zehn Monaten des Nichtstuns, der gelebten Sinnlosigkeit in Freiburg, nun das finale Urteil aus Rom:

[…..]  Das Verhältnis des einstigen Privatsekretärs von Papst Benedikt XVI. zum aktuellen Papst Franziskus gilt als zerrüttet. Gänswein wurde im Juni vergangenen Jahres von Franziskus aus dem Vatikan verbannt und musste zurück in seine Heimatdiözese Freiburg ziehen. Nun sieht es so aus, als hätte der aktuelle Papst doch eine Verwendung für den Ratzinger-Vertrauten: Nach Informationen des italienischen »Corriere della Sera«  soll Gänswein als Papst-Botschafter ins Baltikum geschickt werden. […..]

(SPON, 15.04.2024)

Was für ein Desaster für den schönen Georg: Abgeschoben ins winzige Litauen in die katholische Diaspora, an die Grenze zu Putin. 

 

Da muss selbst Palpatine lachen.