Michaela
Kaniber (CSU), die fromme römisch-katholische Ladwirtschafts-Staatsministerin
Bayerns wird von ihrem Partei- und Regierungschef Söder sehr geschätzt. Sie
sieht im Dirndl adrett aus, ist jung, Frau, deckt sogar die Migrantenquote ab
und widerspricht nicht.
Wie der große Horst Seehofer wird sie nicht durch
unnötige Bildung oder Qualifikation (wie z.B. ein Abitur) belastet. Ihr
Lebenslauf ist schnell erzählt:
Geboren 1977 in Bad Reichenhall, 1993 Mittlere Reife an
der Mädchenrealschule St. Zeno in Bad Reichenhall, 1993 - 1996Ausbildung zur Steuerfachangestellten und
dann CSU pur: Beisitzerin CSU Ortsverband Bayerisch Gmain, stellv. Vorsitzende
CSU Ortsverband Bayerisch Gmain, Vorsitzende CSU Ortsverband Bayerisch Gmain, Kreisvorsitzende
der CSU im Berchtesgadener Land, Mitglied des Bezirksvorstands der CSU
Oberbayern, stellv. Vorsitzende der CSU Oberbayern, 2013 Landtagsabgeordnete,
2018 Ministerin.
Fachkenntnisse hat sie nicht, aber das spielte bei
CSU-Ministerin ohnehin noch nie eine Rolle. Ramsauer, Seehofer, Dobrindt, Glos,
Scheuer, Aigner, Baer, Oscar Schneider, Gerda Hasselfeld, Eduard Oswald – absolut
gar nichts von dem Politikbereich zu verstehen, für den man Minister ist, gilt
als Signature-Move der CSU.
Die katastrophale Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt
und 25 Jahre Digitalisierungsrückstand auf andere europäische Länder, kommen
nicht von ungefähr. Dafür mussten enorme Mengen purer CSU-Unfähigkeit in die
Bundesregierung einfließen.
[….] Christsoziale
Trunkenheit – eine kleine Hall of Fame
[….] „Der Herr Graf rauscht
in den Gartenzaun” – unter anderem diese nette Schlagzeile wurde Philipp Graf
Lerchenfeld zuteil, als er fast auf den Tag genau vor einem Jahr – mit 1,2
Promille im Blut – in einen Verteilerkasten rauschte, etlichen Köferingern
einen fernsehfreien Abend bescherte und türmte. Verständlich – er musste
schließlich noch zu einem Vortrag. [….] Peter Welnhofer – Diazepam. Ein
demolierter Seitenspiegel. Noch im Landtag, weiter im Stadtrat. [….] Herbert
Schlegl – 1,7 Promille. Keine Schäden. Später für drei Jahre CSU-Fraktionschef
in Regensburg. [….] Gero K. – 1,1
Promille. Keine Schäden. Im Stadtrat. [….]
Auch Kaniber wurde nun in einen kapitalen Unfall, bei dem
eine Frau starb, verwickelt. Sie saß nicht am Steuer, ist also schwerlich persönlich
verantwortlich zu machen.
[….] Vor einer Woche ist
der Dienstwagen von Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) in
Oberbayern mit dem Auto einer 58-Jährigen zusammengestoßen. Jetzt ist die Frau aus
Siegsdorf (Landkreis Traunstein) im Krankenhaus gestorben, wie die Polizei
mitteilte. Sie war offenbar unverschuldet in den Unfall mit insgesamt drei
Fahrzeugen verwickelt. Eine 22-Jährige war mit
ihrem Auto auf einer Landstraße zwischen Neukirchen und Siegsdorf aus bisher
ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten. Die 58-Jährige wollte
ausweichen und fuhr mit ihrem Auto in die Dienstlimousine, die von der
Chauffeurin von Michaela Kaniber gelenkt wurde. Die 58-Jährige wurde schwerst
verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen
werden. Dort wurde die Frau auf der Intensivstation behandelt. Die Chauffeurin der
Landwirtschaftsministerin wurde leicht verletzt, Michaela Kaniber erlitt unter
anderem einen Bruch des Brustbeins. Am vergangenen Freitag konnte die
CSU-Politikerin aus dem Krankenhaus Bad Reichenhall in häusliche Pflege
entlassen werden. […]
Es ist das alte Seth McFarlane-Gesetz: So sehr
sich Christen und Konservative auch bemühen, Menschenrechte zu bekämpfen und
den gruppenbezogenen Hass zu schüren; sie verschwenden letztendlich nur ihre
Zeit.
Gestern mußte ich mal wieder
an den stets gut gelaunten Seth McFarlane denken, der immer mal wieder bei Bill
Maher zu Gast ist und dort einst einen schlauen Satz über den kirchlichen
Widerstand gegen die Homoehe tat. Seine These lautete, daß die
Kirchen mit ihrem Widerstand gegen Aufklärung ihre Zeit verschwenden.
Menschenrechte,
Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Rechtsstaat,
Frauenemanzipation, Folterverbot, Abschaffung der Sklaverei, Abschaffung der
Todesstrafe, Freiheit der Kunst, Abschaffung der Prügelstrafe, Tierrechte,
Ächtung von Antisemitismus, Schwulenrechte, Abschaffung des Verbots
gemischtrassiger Ehen, Abschaffung des Verbots gemischtkonfessioneller Ehen,
Verbot von Vergewaltigungen in der Ehe, etc pp - all das mußte gegen den
erbitterten Widerstand der Kirchen erkämpft werden. Die Kirchen waren
dagegen und verschwendeten damit sinnlos über Dekaden ihre Kraft.
It is a huge waste of time; if you look back in
history every civil rights-movement; the blacks or woman, they always lose.
Anyone who tries to fight the advance on any particular minority-group is going
to lose - whether it is now, whether it is 20 years from now. They are wasting their time.
Die politische Entsprechung
der Kirche ist die CDU, die auch stets als letzte Partei noch Menschenrechte
bekämpft und intensiv für Ungerechtigkeiten wirbt. Man könnte es relaxed als
vergeblichen Kampf der Schlechten für das Schlechte ansehen. Sie werden ja doch
eines Tages verlieren. Aber sie gestalten diese
Prozesse natürlich ungeheuer quälend, so daß man kein Auge ob der moralischen
Irrtümer der konservativen zudrücken möchte.
Überflüssig zu erwähnen: Die
schrillen Warnungen aus CDU, CSU, GOP und AfD stellen sich immer ans
hanebüchener Unsinn heraus. Merkel und Merz stemmten sich gegen die
gleichgeschlechtliche Ehe, warfen ihr gesamtes politischen Gewicht in die
Waagschale, um Lesben und Schwule zu diskriminieren. Letztendlich scheiterten
sie und stehen nun blamiert da. Das ist kein nationales Phänomen, sondern sieht
in der ganzen Welt so aus. Sechs von sieben G7-Staaten haben inzwischen
komplizierte Sonderregellungen wie die „eingetragene gleichgeschlechtliche
Lebensgemeinschaft“ fallen lassen und lassen jeden heiraten, der möchte.
Bekanntlich ist keine
Gesellschaft der sechs Nationen daran zerbrochen. Gott schickte eine Plagen. Es
gibt nach wie vor heterosexuelle Ehen, weil nicht, wie befürchtet, sofort alle
Männer schwul wurden.
Auch Japan wird irgendwann
nachziehen.
Weil die Konservativen religiösen
Männer nirgends in der Welt die Ausweitung von Bürgerrechten klaglos akzeptieren,
sondern immer einige von ihnen losziehen, um Angehörige von Minderheiten oder
generell Schwächere – Frauen, Schwule, Schwarze, Juden, Migranten – umzubringen,
werden ihnen gern politische Brücken gebaut.
Es geht in kleinen Schrittchen
voran, um die Aggressionen der reaktionären Gläubigen zu zügeln. Gerd Schröder
startete daher mit einer Art „Ehe light“. Es war irgendwie offiziell, vor einem
Standesbeamten geschlossen. Durfte aber nicht „Ehe“ heißen, bedeutete weniger steuerliche
Privilegien und Kinder durften die Homos schon mal gar nicht adoptieren, obwohl
man schon damals aus Studien wußte, daß sich Kinder von gleichgeschlechtlichen
Eltern sogar besser entwickeln, als diejenigen, die in heterosexuellen
Elternhäusern aufwachsen.
Der Grund ist so simpel wie
einleuchtend: Heteros bekommen auch versehentlich Kinder, haben Nachwuchs, wenn
sie den Partner nicht recht mögen oder die Lebensumstände suboptimal sind.Alle Kinder von Homos sind hingegen
Wunschkinder, die nicht zufällig ins Leben platzen, wenn die Eltern gerade drogensüchtig
oder obdachlos oder völlig verarmt sind.
Selbst homophobe Machos wie
Friedrich Merz, der im Bundestag gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in
der Ehe stimmte, weil er es für ein biblisch gewolltes Vorrecht des Mannes
hält, seine Ehefrau sexuell zu missbrauchen, trauen sich nicht mehr, einen mit
einem Mann verheirateten Mann wie Jens Spahn aus der Fraktion zu werfen.
In Frankreich gibt es die homosexuelle
Ehe seit 2013. Vorläufer war seit 1999 die PACS-Ehe. Das Gegenstück zur seit
2001 geltenden eingetragenen Lebenspartnerschaft in Deutschland, besteht
allerdings nach wie vor und ist deutlich eleganter, weil es heterosexuellen
Franzosen offen steht.
Denn, Überraschung, nicht jeder
Heterosexuelle ist ein konservativer Sack, der von christlicher Ehe träumt.
[…] Das
Gesetz stammt aus dem Jahr 1999: Der Pacte civil de solidarité, kurz PACS
genannt, sollte das Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare rechtlich
anerkennen. 2013 wurde in Frankreich die Homo-Ehe eingeführt; mittlerweile
werden PACS-Verträge zu 95 Prozent von Partnern unterschiedlichen Geschlechts
abgeschlossen. Dazu
reicht eine gemeinsame Erklärung aus: In ihr wird festgelegt, wie das
Zusammenleben aussehen, wie mit gemeinsamem Besitz umgegangen werden soll.
Gütertrennung wie auch Gütergemeinschaft sind möglich, wichtig ist der
Solidaritätsgedanke: Beide Partner verpflichten sich zu gegenseitiger Hilfe,
stehen etwa gemeinsam für ihre Mietkosten ein. Nach welchen Kriterien sich
diese Hilfe richten soll, entscheiden sie selbst. Die Pariser Rechtsanwältin
und Notarin Nathalie Couzigou-Suhas:
„Es gibt
sehr viele, die sich verpacsen und sagen, na, wir heiraten später – vielleicht,
weil sie jetzt keine Zeit zum Heiraten oder nicht das Geld dafür haben. Das ist
etwas anderes, als der Gesetzgeber damals wollte: Das heißt, eine Institution
ist der PACS-Vertrag noch nicht geworden.“ […] Um den Unterschied zur
Ehe zu betonen, konnten PACS-Verträge früher nur vor einem Amtsgericht
geschlossen werden, die große Hochzeitszeremonie im Rathaus blieb den
PACS-Partnern verwehrt. Im November 2017 wurde diese Regelung aufgehoben: Auch
ein Dorfbürgermeister kann nun Paare verpacsen. Ein PACS-Vertrag ist in vielem
eheähnlich. PACS-Partner werden steuerlich gemeinsam veranlagt, können
gemeinsam Steuervergünstigungen anmelden. […]
[….] Wenn
#Amthor den Dreiklang "Ordnung, Steuerung und Begrenzung von
Migration" fordert, meint er damit eigentlich "Pushbacks,
Abschiebungen und Menschenrechtsverletzungen".[….]
[…] Die
CDU/CSU handelt wider ihre bessere Erkenntnis. Sie weiß es besser, als sie es
sagt; der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz weiß es auch, weil es sogar sein
Vor-Vor-Vorgänger, der CDU-Chef Helmut Kohl, schon gewusst hat. Die Union
handelt aber nicht danach: Kein Staat kann es "auf Dauer hinnehmen, dass
ein zahlenmäßig bedeutender Teil der Bevölkerung über Generationen hin
außerhalb der Gesellschaft bleibt". […] Es ist dies eine
Erkenntnis, die schon die schwarz-gelbe Regierung Helmut Kohls verkündet hat;
sie findet sich in der Antwort des Kabinetts Kohl III auf eine Große Anfrage der
SPD aus dem Jahr 1988.
Diese
Erkenntnis war und ist zutreffend; die richtigen Konsequenzen wurden aber bis
heute nicht gezogen. Die CDU/CSU verhindert das wider besseres Wissen. Sie tat
das schon damals, als vor 23 Jahren die rot-grüne Regierung des Kanzlers
Schröder eine grundlegende Reform des Staatsbürgerschaftsrechts plante. […]
Die CDU/CSU agitiert aber auch 23 Jahre später noch dagegen. Sie wirft dem
Gesetzesvorhaben vor, den deutschen Pass zu "verramschen". Das ist
giftiger Populismus. Es ist vielmehr so: Merz und Co. verramschen die Zukunft
der deutschen Gesellschaft. Sie schüren Ressentiments. Sie gefährden den
inneren Frieden. Und die FDP? Sie war einst Vorreiterin der Liberalität, zumal
bei Staatsbürgerschafts-Fragen. Heute ist sie, wie ihre Kritik an einer
erleichterten Einbürgerung zeigt, von allen guten Geistern verlassen. […]
Homogenisieren kann man die Milch, nicht die deutsche Gesellschaft. Wenn
doppelte Staatsbürgerschaften mit dem geplanten Ampel-Gesetz mehr als bisher
erlaubt werden sollen, ist das nicht schädlich, sondern hilfreich - weil es
nicht zwingt, eine Wurzel abzuschneiden. Hauptaufgabe der Sozialisation der
Altbürger und der Neubürger in einem Einwanderungsland Deutschland ist,
Heterogenität als Normalität nicht nur zu ertragen und zu tolerieren, sondern
zu respektieren. […]
Es gibt keinen moralisch oder
sachlichen Grund, der Christdemokratisch-sozialen xenophoben Hetze nachzugeben.
Allerdings verfügen die Rechten über eine Blockademacht im Bundesrat. Die Wähler belohnen drastisch ausländerfeindliche Politik
– und sei sie auch noch so unvernünftig.
Daher könnte eine „Staatsbürgerschaft
Light“ möglicherweise ein politischer Weg sein, um die tobenden Konservativen
erst mal wieder von den Bäumen zu locken.
Eine Art Pacte civil de
solidarité mit der Nation, um Merz und Amthor das Gefühl zu geben, daß
zukünftig Eingebürgerte (wie ich) immer noch klar weniger Rechte haben, als die
Blutsbiodeutschen.
So eine „eingetragene
Nationalitätspartnerschaft“ könnte den Behörden sehr viel Zeit ersparen, der
Wirtschaft extrem dienstlich sein und wäre außerdem ein Zeichen der Humanität.
Böse Ausländer wie ich, die mit einem Nicht-EU-Pass geschlagen sind, könnten für
ihr Leben in Deutschland einen „PACS-Pass“ bekommen, der eine formale
Loyalitätsbekundung zum deutschen Staat beinhaltet. Ich wäre somit in der CDU-Nationalhierarchie
von der Unterklasse des US-Amerikaners auf die höhere Stufe des Rumänen und
Ungarn aufgestiegen.
Damit einher ginge das
kommunale Wahlrecht, eine Arbeitserlaubnis, die Anerkennung im Ausland erworbener
Ausbildungsabschlüsse und unbefristetes Aufenthaltsrecht.
Damit sie aber weniger Rechte
als blutsdeutsche CDU-Mitglieder haben, dürften sie nicht bei Landtags- und
Bundestagswahlen wählen und würden weniger Sozialleistungen beziehen.
Vielleicht 50% vom Bürgergeld und 35% des Wohngeldes? Das wäre
Verhandlungssache des Vermittlungsausschusses. Die CDU ergötzt sich prinzipiell
daran, weniger Privilegierten etwas weg zu nehmen. Ihre Zustimmung zum
Staatsbürgerschaft-PACS müsste die Vernünftigen in der Politik irgendetwas
radikal Unvernünftiges kosten, um den Rechten das wohlige Gefühl zu geben,
Minderheiten zu diskriminieren und für jeden offensichtlich rechtlich schlechter
zu stellen.
Aber da gäbe es viele
Möglichkeiten, um die Vorurteile der CDU-Basis zu befriedigen. Staatsbürgerschaft-PACS
könnten verpflichtet werden, doppelte Rundfunkgebühr zu zahlen oder im Bus
immer hinten sitzen zu müssen. Dobrindt und Söder wären sicher kreativ, wenn es
darum ginge, Ausländer mit Rechten, dennoch irgendwie sichtbar zu
diskriminieren. Wie wäre es, wenn Eingebürgerte im Restaurant immer neben dem
Klo sitzen müssten? Oder beim Bäcker nur das Brot vom Vortag kaufen dürften?
Oder bei Lidl nur krumme Gurken und Äpfel mit Schalenfehler bekämen? Tanken mit
10% Ausländeraufschlag? Blinddarm-OP nur ohne Vollnarkose? Kein Einlass in
Oktoberfestbierzelten? Sangria-Aufschlag auf Mallorca? Einlass ins Freibad erst
nach 21.00 Uhr?
Phasenweise fröne ich intellektuell niederschwelligen TV-Angeboten
und tauche so lange in ein seichtes Genre ein, bis ich es vollständig erfasst
habe.
Eine dieser peinlichen Episoden, war mein Interesse an „House-Flipping“-Sendungen
auf Home And Garden TV (HGTV).
Es gibt eine große Auswahl von Paaren (es sind immer zwei
Menschen), die in verschiedenen US-Städten, mit ganz verschiedenen Budgets in
jeder Folge ein heruntergekommenes Haus kaufen, es sanieren, renovieren,
dekorieren und schließlich mit stattlichem Gewinn weiter verkaufen. Alles mit
perfekt ausgeleuchteten Vorher/Nachher-Bildern, die den Zuschauer staunen
lassen. Es ist diese angenehme Form des Reality-TV, bei der man sich einbildet,
eine ganz konkrete „reale“ Geschichte zu erleben, obwohl höchstwahrscheinlich
alles gestellt und inszeniert ist.
HGTV streut so breit, damit jeder Zuschauer sich mit
seinem Lieblings-Houseflipper-Paar identifizieren kann. Das funktioniert auch
bei mir. Viele der Protagonisten sind so entsetzlich amerikanisch, laut und
nervenaufreiben, daß ich sie nicht ertragen kann. Es gibt aber auch
Unterhaltsame und sogar zwei, drei Flippe-Paarer, die ich wirklich sympathisch
finde, so daß ich mich dabei erwische mit zu fiebern und ihnen einen hohen
Gewinn zu wünschen.
Als deutscher Zuseher bekommt man ein Gefühl für Preise,
beliebte Materialien, amerikanische Bauvorschriften und Bau-Methoden.
Ich meine, inzwischen aber alle Mechanismen erfasst zu
haben und so flachte mein Interesse so stark ab, daß ich glücklicherweise HGTV
nicht mehr einschalten muss.
Als Serviceleistung, um anderen Menschen Stundenlang
Zeitverschwendung mit HGTV zu ersparen, folgt nun mein Destillat der Haupterkenntnisse:
1.)
Alle Amerikaner sind verrückt.
2.)
Arbeitsschutzkleidung ist unbekannt. Egal, ob Maurer,
Zimmermann, oder Dachdecker: Bei der Arbeit trägt man Baggy Shorts, Flipflops
und eine Baseball-Kappe.
3.)
Man wundere sich nicht über erhebliche Sturmschäden. Auch
mehrere Millionen Dollar teure Luxushäuser, sind in der Regel nur bessere Pappschachteln.
Keller und Fundamente gibt es kaum. Beim Neubau errichtet man ein Ständerwerk
aus dünnen Holzlatten, lässt diese dann von den Trockenbauern mit Gipsplatten
versehen und als Höchstes der Gefühle, wird an den Außenwänden eine dünne Schicht
Putz aufgetragen.
4.)
Es gibt keine Geschmacksunterschiede, mal abgesehen von
Nuancen bei der Farbwahl. Amerikaner müssen einen offenen Grundriss haben. Eine
große Küche mit bunt gefliestem „backsplash“ und Kücheninsel, weil die Mutter
den ganzen Tag brav kocht, aber dabei vom Herd aus die Kinder beobachten will.
Es braucht unbedingt eine „entertaining area“ mit großem Flatscreen-TV, weil
alle pausenlos „friends and family“ einladen, um gemeinsam Football zu gucken,
während Muttchen alle bekocht. Die Eltern schlafen in einem möglichst riesigen
Zimmer (master bedroom), das ein „en suite“ Bad haben sollte. Kinder hingegen benötigen
offenbar keinen Platz und werden gern in winzige Kammern gesteckt, da sie sich
im Gegensatz zu den Eltern, offenbar nicht bewegen und nie spielen. Teppich ist
verpönt und ein Garten ist kein Garten ohne eine riesige Grillstation.
5.)
Egal, ob es sich um eine 150.000-Dollar-Hütte in Detroit
oder eine 5 Millionen Dollar-Villa in Anaheim, Ca, handelt: Ohne „AC“ (Klimaanlage)
geht es nicht. Strompreis und Klimapolitik spielt offenbar keine Rolle; jeder
Raum muss sich eiskalt kühlen lassen.
6.)
Noch einmal: Alle Amerikaner sind verrückt. Bei
Hausbesichtigungen schleppen sie Schaminnen an, die nach schlechten Stimmungen
pendeln und den Geistern früherer Bewohner fahnden. Kein Einzug ohne esoterische
Rituale. Mindestens ein Räucherbündel aus getrocknetem Salbei muss durch jeden
Raum gewedelt werden, um die Umgebung „spirituell zu reinigen“.
Unglücklicherweise schwappt dieser Einheits-Wohngeschmack
schon seit ca 15 Jahren auch nach Deutschland. In Deutschland errichtete Häuser
mögen stabiler sein und über die, in den USA unbekannte Technik der unterirdischen
Stromleitungen verfügen, so daß nicht bei einem Herbststurm alles wieder
zusammenkracht, oder zumindest die Strom- und Internet-Masten umknicken.
Das Wohnungsbau-Design ist aber vollständig
vereinheitlicht: Offene Küche, bodentiefe Fenster, lichtdurchflutet, heller
Parkettboden (je nach Preislage ggf aus Laminat oder Vinyl).
Da die Leute keine Bücher mehr lesen, brauchen sie auch keinen
Wandplatz für Regale. Wer als Interessent einwirft, daß eine geschlossene Küche
auch Vorteile habe, weil man beispielsweise bei starker Geruchsentwicklung die
Tür schließen könne, oder wer gar nicht so gern von den Nachbarn gegenüber,
durch die „bodentiefen Fenster“ beobachtet wird, muss damit rechnen, als
sonderlicher Ketzer aus der Stadt gejagt zu werden. Denn „das macht man jetzt
so“, die Mieter/Käufer wünschen sich das.
Auch das schamanische Ausräuchern der Räume wird zwischen
Flensburg und Bodensee populär.
[….] Boom der
Räucherrituale: Warum sich die Deutschen die Bude vernebeln [….] Es ging schon harmonischer zu in mitteleuropäischen
Haushalten als in den Jahren 2020 bis 2022. Für die Haushalte sind die
Begleiterscheinungen der Pandemie aber anscheinend ein längerfristiges Problem:
»Räume sind Energiespeicher. Sie vergessen nichts von dem, was in ihnen
geschieht«, sagt Christine Fuchs. »Es ist wichtig, dass wir regelmäßig eine
reinigende Hausräucherung durchführen!« Denn der Rauch von glimmenden
Pflanzenteilen soll alles hinauskärchern, was sich an schlechter Stimmung in
einer Wohnung eingenistet hat. Aha. Beim Räuchern werden
getrocknete Kräuter, Harze oder Hölzer erhitzt oder verbrannt. Meist über
glühenden Kohlen, alternativ in Schalen, auf Stövchen oder zum Büschel
gebunden. Dabei entstehen Duft und Qualm. Christine Fuchs hat sich damit ein
ganzes Imperium aufgebaut. Früher arbeitete die Betriebswirtin in der
Personalentwicklung eines Stuttgarter Automobilkonzerns. Inzwischen vertreibt
sie mit ihrer Firma Lab.danum Bartflechte aus Osttirol und Myrrhe aus Somalia,
gibt Räucherkurse und hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben. Mit Beginn des
ersten Corona-Lockdowns explodierte der Bestelleingang ihres Onlineshops. [….]
Die multiplen Krisen wirken als Esoterik-Verstärker.
[….] Esoterik-Boom dank
Krise [….] – Krieg, Corona, Inflation: Eine Krise jagt die nächste – und
immer mehr Menschen sehnen sich nach Trost. Dabei suchen immer mehr Ratsuchende
Zuflucht in esoterischen Angeboten – und die schießen derzeit wie Pilze aus dem
Boden. Bundesweit berichten Beratungsstellen von steigenden Anfragezahlen.
„Sogenannte Schamanen, unseriöse Coachings und aggressive
Verschwörungstheoretiker haben deutlichen Zulauf“, sagt Sabine Riede, Leiterin
des Vereins Sekten-Info NRW. Ähnliches berichten zwei weitere staatlich geförderte
Stellen: die Zentrale Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen (Zebra) für den
süddeutschen Raum in Freiburg und die Sekteninfo Berlin. [….] Sehr
beliebt seien derzeit etwa schamanische Angebote, die mit indianischen Amuletten,
Bildern, Symbolen und Musik Stabilität gegen die „böse Welt“ draußen
versprächen. […]
Die umjubelte Ratzinger-Rede vor dem Bundestag am 22.09.2011
war für die fromme Katholikin Andrea Nahles ebenso, wie für den frommen Volker
Beck, eine grandios genutzte Gelegenheit, sich nicht nur bis auf die Knochen zu
blamieren, sondern auch noch der ganzen Welt ihre moralische und intellektuelle
Unterbelichtung zu demonstrieren.
Noch niemals zuvor hat ein religiöses Oberhaupt vor dem Deutschen Bundestag
gesprochen. Dafür gab und gibt es gute Gründe. Das Grundgesetz formuliert im
Blick auf Religionen ein fundamentales Verfassungsgebot: Es verpflichtet den
Staat deutlich zur religiösen und weltanschaulichen Neutralität. Das heißt, der
Staat muss sich in religiösen und weltanschaulichen Fragen strikt unparteiisch
verhalten. […] Diese privilegierte Hervorhebung durch den Bundestag wird auch als
eine Zurücksetzung anderer Religionen und Weltanschauungen verstanden werden.
Deshalb ist dieser Auftritt ein Fehler und mit der Neutralität des Staates
unvereinbar. Zudem schafft er einen falschen Präzedenzfall für die Zukunft.
(Rolf Schwanitz in der FTD 21.09.2011)
Der Grünen Schwulenaktivist sprang zu standing Ovations
auf, um dem radikal misogynen und homophoben Holocaustleugner-Fan und Kinderfic**r-Förderer
zu applaudieren. Die Rote Sozialdemokratin fabulierte in diametraler Umkehrung
des vom Papst Gesagten, er haben sich für den Naturschutz ausgesprochen.
Das arme pfälzische Dummerle hatte nicht die geringste
Ahnung, was der philosophische Begriff des päpstlichen Naturrechts bedeutet, fand
offenbar „Naturrecht“ und „Naturschutz“ fangen beiden mit Natur an und meinen dann
auch das gleiche. Dabei bedeutet Ratzis mittelalterlich-frühneuzeitliche
Naturrechtslehre, daß grundlegende Werte wie Sklaverei, Minderwertigkeit der
Frau, Verdammung von Homosexualität „naturgegeben“ sind und sich daher einer
demokratischen Gesetzgebung entziehen. Daraus abgeleitet, können Masturbation,
PID, Verhütung, Abtreibung, Kondome, Frauenordination, Toleranz gegenüber
Ungläubigen, keinesfalls durch weltliche Parlamente gerechtfertigt werden.
Ratzinger ist ein Fanatiker, der niemals vor dem Bundestag
Rederecht bekommen haben dürfte.
Der Umgang mit den
Missbrauchsfällen durch die Kirche, das gezielte Verstecken der Täter und die
Einschüchterung der Opfer zeigen deutlich die Missachtung unseres Staates und
unserer Gesetze. Dafür trägt der Papst die Verantwortung. Es ist ein schlimmer
Affront für die Opfer dieses verbrecherischen Handelns, aber auch für jeden
rechtschaffenen Bürger, wenn der Hauptverantwortliche für dieses kriminelle
Verhalten der Kirche jetzt im Deutschen Bundestag reden darf. Wie sollen wir
das unseren Kindern erklären, wenn wir sie zu Anstand und Rechtstreue erziehen
wollen? Was sollen die vielen Bürger, die gerade wegen dieses Papstes und
seiner erschreckenden Moral aus der Kirche ausgetreten sind, von unseren
Volksvertretern halten?
(Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten des GBS-München)
Wenn Naturforscher beobachten, wie Primaten masturbieren,
Schildkröten oder Pinguine dem Homosex frönen, bedeutet das eben gerade nicht
im päpstlichen Sinne „naturgegeben“ und somit zulässig.
In der verqueren vatikanischen Vorstellung bedeutet die „grundlegende
Natur der Dinge“ genau das Gegenteil: Dass sich etwas eben nicht aufgrund
aktueller Meinungen oder Erkenntnisse ändern ließe.
Die metaphysische Verklärung des Naturrechts,
der auch Dummerle Nahles aufsaß, ist keineswegs harmlos. Genauso wenig ist „Natürlichkeit“
an sich für einen zivilisierten Menschen erstrebenswert.
(….)Die Zivilisation ist aber unnatürlich. Deswegen bekommen in
Hamburg Menschen mit Grauem Star eine Cataract-Operation. Wie am Fließband werden
in einem kleinen ambulanten Eingriff neue Linsen eingesetzt und dabei auch
gleich die Kurzsichtigkeit korrigiert.
Wir lassen der Natur eben
nicht ihren Lauf, sondern greifen ein. Wir implantieren Zähne, passen
Hochleistungshörgeräte und Cochlea-Implantate an, setzen Defibrillatoren und
Pacemaker in die Brusthöhle, entfernen Tumore aus Prostata und Dickdarm. All
das ist völlig unnatürlich und in der Geschichte der Menschheit sehr neu. Aber
der evolutionäre Humanismus verlangt solche technischen Korrekturen an der
natürlichen Biologie.
Dementsprechend wollen wir
auch Kindersterblichkeit in Deutschland möglichst nicht akzeptieren – auch wenn
das ein natürlicher Ausleseprozess wäre.
In vielen moralischen Aspekten
ist Unnatürlichkeit überlegen.
Das betrifft den Beginn
genauso wie das Ende des Lebens, welches wir mit Opiaten und Morphinen
erheblich angenehmer gestalten, als es natürlich wäre.(…)
In dieser päpstlichen Weltsicht ist Sex eine ekelige
Angelegenheit, die man eigentlich besser unterlassen soll und die man keinesfalls
zum Vergnügen tun darf. Erlaubt ist Geschlechtsverkehr ausschließlich in der
heterosexuellen Ehe zum ausdrücklichen Zweck der Fortpflanzung. Das bedeutet: Kein
Oralsex, kein Analsex, kein Sex während der unfruchtbaren Tage, kein Sex
während der Schwangerschaft, kein Sex nach dem Klimakterium und ganz bestimmt
kein Sex mit Verhütungsmitteln. Selbstredend schließt das auch vorehelichen
Sex, gleichgeschlechtlichen Sex oder Sex ganz allein aus.
Die einzige Ausnahme, die geduldet wird, ist wenn Priester
Messdiener vergewaltigen. Das ist nach Kirchenrecht weniger schlimm, weil die
missbrauchten Kinder in den Augen des Vatikans praktischerweise gar nicht
existieren.
(……) Viel zu viel
Aufmerksamkeit wird auch den schweren Religioten geschenkt, die sich immer noch
hartnäckig für die Kindermissbrauchs-Organisation RKKeinsetzen. Niemand bei klarem
Verstand würde auf Einsicht der Männer wie Müller, Ratzinger, Woelki, Heße,
Marx, die sich seit Jahrzehnten bemühen Kinderfic**r zu beschützen und ihr Tun
weiter ermöglichen, setzen. Sie stehen für eine Organisation, die
sich bis heute nicht den deutschen Gesetzen unterwerfen will, sondern ausschließlich auf das Kirchenrechtsetzt, welches bezeichnenderweise in der
Vergewaltigung von Kindern gar keinen Straftatbestand erkennt. Nur der Verstoß gegen den Zölibatwird geahndet.
[…..] Dass Kleriker zu Missbrauchstätern wurden und werden, liegt vielleicht
sogar in der inneren Logik der Kirche begründet. Um das zu verstehen, hilft ein
Blick ins Kirchenrecht: Kirchenrechtlich
wird sexueller Missbrauch bis heute rein vom Priester her gedacht.
Kirchenrechtlich gesehen verstößt ein Priester, der sich an einem Kind,
Jugendlichen oder Erwachsenen vergeht, gegen das sechste Gebot: "Du sollst
nicht ehebrechen." Und weil der zölibatär lebende Priester mit der
katholischen Kirche verheiratet ist, betrügt er lediglich die Kirche. Die Opfer
kommen als Geschädigte nicht vor, sie sind gar nicht da. Aus diesem
Grund haben Betroffene von sexuellem Missbrauch in kirchenrechtlichen Verfahren
gegen Täter bis heute keinerlei Rechte. Sie können keine Akten einsehen, sie
können nicht als Nebenkläger auftreten, sie sind nur Zeugen. Die katholische
Kirche könnte etwas dagegen tun, sagt zum Beispiel die Theologin Doris
Reisinger: Sie könnte ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung in ihren
Rechtsnormen verankern; im weltlichen Bereich ist dies etwas völlig
Selbstverständliches. Doch wenn sie das täte, müsste sie den Gläubigen auch
zugestehen, über ihr Schlafzimmer selbst zu entscheiden. Hier liegt der
Knackpunkt: katholische Kirche und Selbstbestimmung des Menschen - das geht
offenbar nicht zusammen. […..]
Politikern wie Annette
Schavan, Wolfgang Thierse oder Winfried Kretschmann, die sich für so ein
Kindermissbrauchssystem engagieren, indem sie sogar im Zentralrat der
Katholiken sitzen, kann ich nicht vertrauen. (…….)
Nach ratzingerischer und bergoglioner Auffassung, sind
Masturbation oder Homosex deswegen falsch, weil der Samen dabei entgegen seiner
göttlichen Natur verschwendet wird. Der Same gehört aber ausschließlich in eine
Vagina, in deren für Geistliche völlig unverständlichen Anatomie, schon ein
befruchtungswilliges Ei wartet, so daß Gott ein neuen Leben schenkt. Das ist
der in päpstlichen Augen „natürliche“ Weg des Ejakulats: Zum Leben hin ausgerichtet.
Einen neuen Christen schaffen und nicht etwa in einem Kondom oder Taschentuch
zu landen. Das wäre die bekannte „Kultur
des Todes.“
Eine problematische Sichtweise. Nicht nur, weil es
offensichtlich falsch und sogar hanebüchener Unsinn ist, sondern weil Biologie
und Natur eben nicht so funktionieren. In der Natur ist das Leben keineswegs
heilig. Im Gegenteil, es wird laufend getötet, um zu leben.
Gott ist somit der größte Abtreiber überhaupt. Letztendlich
läßt er 9 Embryos absterben, um ein Kind zu erzeugen
How many embryos and fetuses never make it to
birth?How many babies die in natural
childbirth?How many infants die before
reaching age five?The statistics are
not good.The most hazardous journey of
life is the first few months. According to the calculations of Gregory Paul
(see his published articles here), who used the best figures from embryology
and neonatal doctors, as few as one-quarter of all conceptions avoid
reabsorption or miscarriage, and of those fetuses that do make it to full-term,
another large percentage die during natural childbirth.It’s obvious that embryos are not
well-designed for making it to infancy.
The female body was not well-designed for
childbirth, either, since the ratio of fetal skull size to female hip size
doesn’t make for great odds for the mother.Every year, more than half a million women die in pregnancy or
childbirth.Natural evolution, not religion,
explains the tough compromises forced on the human body, and why few embryos
make it to infancy and so many mothers die in the process.
Although the odds of a fertilized egg making it
to a live birth are less than 1 in 5, another hazardous journey through infancy
lies ahead.Before modern medicine,
around 20% of children in England and the United States died before the age of
five, and that number was much higher in pre-industrial societies.For most of the existence of our human
species, over the past one hundred thousand years or so, probably only around
half of all born babies reached the age of five.
All these poor odds add up to the fact that for
most of human existence there had to be 10 pregnancies or more to guarantee the
life of a single five year old child.
Wie schwachsinnig die christliche Vorstellung vom
natürlichen Sex ist, zeigt sich auch an der Üppigkeit der natürlichen Fortpflanzung.
Die Mondfischdame stößt 300 Millionen Eier ab,
wenn sie auf einen Kerl trifft. Dann bekommen sie 300.000.000 kleine Mondfischbabys.
Da die Welt aber nicht gerammelt voll mit Mola Molas ist, sondern die riesigen
Viecher, im Gegenteil, sehr selten sind, wissen wir auch, was Gott diese Leben
wert sind: Nichts. Fast alle werden schnell wieder getötet.
Auch der Homo Sapiens-Mann bekommt ein großes Problem,
wenn er kein Leben verschwenden will. Pro Ejakulation werden 30 bis 600
Millionen lebensfähige Spermien ausgestoßen. Landen sie in einer ovulierenden
Frau, sterben bei 600 Millionen Schwimmern, immer noch 599.999.999. Wenn Sex
katholisch korrekt mit Ehe, Frau und verhütungslos stattfindet, sind die Quoten
für das Überleben des einzelnen Spermiums annähernd genauso minimal, als wenn
Mann direkt in die Kloschüssel onaniert oder vom 12-Jährigen Messdiener
fellationiert wird.
Die Lösung wäre aus katholischer Sicht, wenn Mann es lernte,
beim Orgasmus genau ein Spermium abzuschießen.
Die Mormonin Gabrielle Blair fordert bereits das „verantwortungsvolle
Ejakulieren“.
Denn Sperma sei eine „gefährliche Waffe“.
[….] Kennen Sie den Film
»Natürlich blond«? Reese Witherspoon spielt darin eine Art Barbiegirl, die an
die Eliteuniversität Harvard kommt. Und in einer Szene sagt sie genau das,
nämlich dass, wenn Männer ihr Sperma beim Masturbieren vergeuden, sie ihre
potenziellen Kinder vergeuden. Das wurde vermutlich nicht so ernst genommen von
dieser Figur und Männer wollen nicht in die Verantwortung gezogen werden. Aber
dieser Gedanke, dass Männer ihr Sperma kontrollieren können und sollten, ist
genau derselbe, den ich in meinem Buch vertrete. Wir müssen uns auf das Sperma
konzentrieren, nicht das Ei. Wenn eine Frau Sex hat, kann sie in den
allermeisten Momenten nicht schwanger werden. Ein Mann hingegen kann eine Frau
immer schwängern.[….] Ich finde
es nicht übertrieben zu sagen, dass Sperma eine Waffe ist. Jeden Tag sterben
700 Frauen bei einer Geburt. Und man muss nicht mal den Tod heranziehen;
Schwangerschaften sind ein Riesentrauma für den Körper. Ich war sechs Mal
schwanger und habe sechs Kinder. Und wenn mich jemand vor ein paar Jahren
gefragt hat, ob es schwierige Geburten waren, habe ich immer gesagt, nein, total
unkompliziert. In Wahrheit habe ich dauerhafte Narben und alle möglichen
Schäden davongetragen. Aber die erkennen wir nicht an. Ich fand schwanger sein
schrecklich. Meine Karriere hat gelitten, mein Sozialleben, alles Mögliche. Ich
habe es so gewollt, und es ist gut so, aber es hat meinen Körper eben auch
dauerhaft verletzt. Aber es ist so normal, das nicht zu sehen und
herunterzuspielen. Schwangerschaften reizen aus, was ein menschlicher Körper
leisten kann, sie sind gefährlich. Und wir tun so, als wäre es keine große
Sache und ein Wunder. Es ist ein Wunder, aber es ist auch verrückt und
gefährlich und darüber reden wir nicht. Also, ja, Sperma verursacht
Schwangerschaften und diese sind sehr gefährlich. Wir machen Witze über Sperma,
aber es kann jemandem das Leben ruinieren, indem es eine Schwangerschaft
auslöst. [….]
Und schon wieder
einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats
zu küren.
Sie grübeln noch. Prüfen, verifizieren, beraten, recherchieren.
Vier Jahre bereits rauchen die Köpfe einer Hamburger
Behörde, ob dieser entscheidenden Silvesternacht des 31.12.1949:
Wo schlief meine damals 11-Jährige Mutter, wo wachte sie
am 01.01.1950 auf?
Es konnte eingegrenzt werden auf Deutschland, auf Hamburg;
auch der Stadtteil wurde eindeutig nachgewiesen. Aber in welchem Haus genau
lebte sie damals??
Die Mühlen des
deutschen Staatsangehörigkeitsrechtes mahlen langsam.
Meine Ururgroßeltern waren in Deutschland geborene
Deutsche, meine Urgroßeltern waren in Deutschland geborene Deutsche, meine
Großeltern waren in Deutschland geborene Deutsche, meine Mutter war in
Deutschland geborene Deutsche – all das ist Dank des NS-Ahnenpasses rechtssicher
dokumentiert. Deswegen ist es nur folgerichtig, daß ich, nachdem ich ebenfalls
in Deutschland geboren wurde, natürlich kein Deutscher sein kann.
Schließlich wurde über die väterliche Blutlinie minderwertiges Ausländerblut
eingekreuzt. So einem kann man nicht blitzartig, nach über einem halben
Jahrhundert, einen Deutschen Pass geben. Damit verramsche man nämlich die Deutsche Staatsbürgerschaft,
wie CDU und CSU feststellen.
Sonst kann man natürlich nicht über den
Einbürgerungsantrag entscheiden.
Das ist die behördliche Realität des Jahres 2022, wenn
man sich um die Deutsche Staatsbürgerschaft bemüht. Ein Begehren, welches noch
nicht einmal meinem Gehirn entsprang, sondern das 2011 von einem gewissen Olaf Scholz, der
auch heute noch eine Rolle in der Deutschen Politik spielen soll, an mich
herangetragen wurde.
[….] Senat startet Einbürgerungsinitiative
Die ersten 4.000 von
insgesamt 137.000 Bürgerinnen und Bürgern ausländischer Herkunft, die
möglicherweise die Voraussetzung für eine Einbürgerung erfüllen, erhalten ab
heute Post von Bürgermeister Olaf Scholz. Der Bürgermeister wirbt in einem
persönlichen Schreiben für die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft.
„Die Einbürgerung ist viel
mehr als ein Verwaltungsakt. Sie ist das Bekenntnis zu unserem Staat und zu
unserer Gesellschaft. Wer hier schon länger lebt und die Voraussetzungen
erfüllt, sollte auch deutscher Staatsbürger werden, weil nur dann alle Möglichkeiten
der Teilhabe bestehen“, sagte Scholz und bezeichnete die Initiative als
wichtigen Beitrag zur Integration.
Mit dem deutschen Pass
erhalte man zum Beispiel alle staatsbürgerlichen Rechte, insbesondere das volle
aktive und passive Wahlrecht. Der Wegfall des aufenthaltsrechtlichen Verfahrens
bedeute weniger Bürokratie für den Einzelnen. Und durch das Entfallen
zahlreicher Visumspflichten würden Reisen ins Ausland deutlich erleichtert,
heißt es in dem Brief des Bürgermeisters.
Von den cirka 1,8
Millionen Hamburgerinnen und Hamburgern verfügen etwa 400.000 – also mehr als
20 Prozent – über einen Migrationshintergrund. Von diesen besitzen
wiederum 236.000 (noch) nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Etwa 137.000
Personen erfüllen möglicherweise die Voraussetzungen für eine Einbürgerung,
insbesondere hinsichtlich der schon absolvierten Aufenthaltsdauer.
Die Einbürgerungsinitiative
besteht aus folgenden Bausteinen:
Briefkampagne des Ersten Bürgermeisters:
Schreiben an alle 137.000 Hamburgerinnen und Hamburger ohne deutsche
Staatsangehörigkeit, die mindestens 16 Jahre alt sind und die zeitlichen
Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen, um diese für eine Einbürgerung
zu interessieren. Jeden Monat werden 4.000 Briefe verschickt. Auch wer noch
keinen Brief des Bürgermeisters erhalten hat, kann selbstverständlich
jederzeit die Einbürgerung beantragen.
Fortsetzung der regelmäßigen
Einbürgerungsfeiern im Rathaus und Begrüßung der neu eingebürgerten
Hamburgerinnen und Hamburger durch den Ersten Bürgermeister. Zusätzlich gibt es
ein persönliches Begrüßungsschreiben desBürgermeisters an alle Eingebürgerten.
Fortführung der Kampagne „Hamburg. Mein
Hafen. Deutschland. Mein Zuhause“, einschließlich des erfolgreichen Projekts
„Einbürgerungslotsen“
Behandlung des Themas „Einbürgerung“ im
Schulunterricht: Künftig soll die Thematik im Unterricht der Jahrgangsstufen 9
und 10 sowie 11 bis 13 anhand eigens dafür entwickelter Unterrichtsmaterialien
behandelt werden. […]
Das ist schlimm, weil es gesamtwirtschaftlich gesehen
genau umgekehrt ist. Wir sind auf die Arbeitskraft der Migranten angewiesen,
weil Deutsche zu faul und körperlich zu schwach geworden sind, um harte Jobs
anzunehmen.
Wir brauchen aber nicht nur kräftige willige Menschen,
die als Straßenreiniger, Bauarbeiter
oder Spargelstecher taugen (also Migranten), sondern auch kluge gut
ausgebildete Fachkräfte, die als IT-Spezialisten, Architekten oder Ingenieure
oder Ärzte arbeiten (also Migranten), weil zu viele Deutsche Analphabeten sind,
die Schulen zu schlecht sind und viel zu wenig Informatiker ausgebildet werden.
[…] Tatsächlich hat
Deutschland sogar ein doppeltes Migrationsproblem. Es kommen zu wenige Leute zu
uns. Und es hauen zu viele Fleißige und Gutqualifizierte ab. Anstatt über die
Begrenzung von Zuwanderung zu reden, müsste deshalb auch die Union von früh bis
spät über die gegenteiligen Fragen diskutieren: Wie schaffen wir es, mehr Leute
ins Land zu holen, wie, sie zu halten?
Ausländer rein – diese
Forderung kommt nicht von Multikulti-Träumern, sondern praktisch von allen, die
sich auf seriöse Weise mit Wirtschaft und unseren sozialen Sicherungssystemen
beschäftigen.
Das Statistische Bundesamt
hat es mit kalter Präzision vorausberechnet: Die Zahl der Erwerbspersonen von
derzeit etwa 44 Millionen würde ohne Zuwanderung sinken, und zwar um bis zu 25
Prozent bis 2060. Kein Fürsorgesystem der Welt ist in der Lage, das mal eben so
abzufedern. Schon gar nicht die deutsche Rentenkasse, die Ähnlichkeit mit einem
Schneeballsystem hat.Die
Zuwanderungsdebatte gehört endlich vom Kopf auf die Füße gestellt, das gilt
auch für die Union.[….]
[….] "Staatsbürgerschaft
wird zu leichtfertig vergeben" – Union fordert Einbürgerungstest für Babys
Sie tauchen plötzlich in
Deutschland auf, ohne Geld, ohne Job, ohne Ausbildung, ohne Sprachfertigkeiten
– und doch erhalten sie problemlos die deutsche Staatsbürgerschaft: Die Rede
ist von Babys. Allein 800.000 waren es im Jahr 2021. Die Union will diesen
Missstand beheben und fordert einen verpflichtenden Einbürgerungstest
spätestens einen Monat nach der Geburt.
"Wir haben
herausgefunden, dass die allermeisten Deutschen ihre Staatsbürgerschaft einfach
so bei der Geburt ohne irgendwelche Voraussetzungen erhalten", erklärte
CDU-Chef Friedrich Merz. "Das ist ein absolutes Unding! Die allermeisten
Babys können überhaupt nichts, sind ökonomisch komplett unproduktiv und liegen
der Gesellschaft oftmals 15 und mehr Jahre auf der Tasche!" [….]
Eine Schande für die Mehrheit der Deutsche, die diesem rechtspopulistischen
CDUAFD-Pfad folgt.
Schande aber insbesondere für Friedrich Merz, der genau
weiß, wie sehr er aufhetzt, den rechten Mob mobilisiert, zur Spaltung beiträgt
und eben auch der deutschen Ökonomie schwer schadet. Aber Wählerstimmen und
damit auch Macht, sind im wichtiger.