Samstag, 14. Januar 2017

Guter Tag für Angela Merkel.



In einer sich langsam, aber kontinuierlich weiterentwickelnden Gesellschaft darf man als Chefin der konservativen, also bewahrenden Partei nicht zu oft den Kurs ändern.
Andererseits kann man auch nicht ewig nur aussitzen, weil man sonst zu sehr mit der Realität kollidiert.
Beispiel Homoehe. Als Merkel 2005 Kanzlerin wurde, gab es schon eine knappe Mehrheit in der Bevölkerung für die rechtliche Gleichstellung Homosexueller.
Das passte der sehr großen Minderheit gar nicht und umso mehr gefiel es den Homophoben, daß Merkel sich wolkig auf „ihr Gefühl“ stützend den Schwulen und Lesben sagte, sie würden von ihr weiterhin als rechtlich minderwertig behandelt werden.


Wahltaktisch betrachtet machte Merkel alles richtig – rund vierzig Prozent der deutschen waren ohnehin gegen eine Öffnung der Ehe und für viele Weitere war dies kein wahlentscheidendes Thema.
So holte sie um ein Haar die absolute Mehrheit für die CDU.

Aber selbst im Stillstand-verliebten Deutschland mit der enormen Vorliebe für Aussitz-Kanzler ändern sich die Dinge; langsam.
Inzwischen ist die Minderheit, die sich für Schwulendiskriminierung ausspricht, deutlich geschrumpft.

Eine große Mehrheit der Deutschen befürwortet die Homoehe. Das ergab eine Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Die Gesellschaft sei viel weiter als die Politik, hieß es.
Ehen zwischen zwei Frauen oder zwei Männern sollen erlaubt sein. Das wünschen sich 83 Prozent der Befragten einer repräsentativen Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS).
Eine klare Mehrheit der Deutschen findet der Umfrage zufolge, dass Lesben, Schwule und Bisexuelle weiter diskriminiert werden, und fordert ihre komplette rechtliche Gleichstellung. [….] "Die Zustimmung zur Gleichstellung bei der Ehe war noch nie höher - das zeigt, dass die Gesellschaft hier viel weiter ist als die Politik", sagte die Leiterin der ADS, Christine Lüders, in Berlin. Lüders kritisierte, dass es in Deutschland, anders als in 14 Staaten Europas, noch immer keine "Ehe für alle" gebe. [….]

Stellt sich Frau Merkel auf Dauer gegen eine derart große Mehrheit der Bevölkerung, läuft sie Gefahr als zu altmodisch für die Kanzlerschaft zu gelten.
Sie muß also umsteuern.
Wären ihre 2013 vorgebrachten grundsätzlichen Erwägungen für das „Kindeswohl“ wahr, könnte Merkel ihre Meinung gar nicht ändern.
Ich bin allerdings sicher, daß sie damals log. Sie betrachtet solche Dinge ausschließlich wahltaktisch und hat keine echten Überzeugungen. Das deutet sie auch schon 2013 an – möglicherweise könne man das alles später mal anders bewerten.
Wenn es ihr bei Wahlen hilft, wird Frau Merkel auch zur überzeugten Anhängerin der „Homoehe“. Totale überzeugungspolitische Flexibilität bewies sie schon bei vielen anderen Themen  - Kopfpauschale, Flattax, Wehrpflicht, Irakkrieg, Maut, Grenzöffnungschließungen, Bundespräsidenten, Austerität oder Kernenergie sind nur einige Beispiele.
Sie passt sich der Mehrheitsmeinung an, um Wahlen zu gewinnen. Prinzipien hat sie gar keine.
Die Kanzlerin bewerkstelligt Kursänderungen allerdings wesentlich geschickter als Gabriel, dem das Etikett „Zickzack-Sigi“ anhaftet, obwohl Merkel schon viel extremer ihre Positionen änderte.
Sie poltert nicht ohne nachzudenken los, wie ihr Vizekanzler, sondern hält sich zurück, zieht im Hintergrund die Fäden, bis die die Richtung ohnehin feststeht und setzt sich dann auf den fahrenden Zug.
Sie kann, wenn es sein muß auch mal das Ruder rumreißen – wie beim Ausstieg aus dem Ausstieg vom Atomausstieg oder der urplötzlichen Entlassung Norbert Röttgens.
Dabei stößt sie allerdings Parteifreunden vor den Kopf; also vermeidet sie dieses offensichtliche Richtungswechseln nach Möglichkeit.
Sie wird also nicht in naher Zukunft vor einem Mikrofon stehen, um zu verkünden homotechnisch auf dem Holzweg gewesen zu sein und nun das Gegenteil des vorher Gepredigten zu wollen.
Sie wartet ab, bis sich die lautesten Homophoben in der Union selbst ins Knie schießen, sich lächerlich machen, sterben, nicht mehr aufgestellt werden oder austreten. Sobald der Widerstand in der eigenen Partei gegen die Homoehe gering genug ist, wird sie scheinbar widerwillig dem Druck irgendeines Koalitionspartners nachgeben.
Den harten Schwulenhassern in der CSU wird sie hinter verschlossenen Türen achselzuckend mitteilen, sie hätte den Grünen/SPD/FDP eben auch irgendetwas geben müssen, obwohl sie selbst Schwule auch bähbäh finde.
Gleichzeitig wird sie sich bei nächster Gelegenheit bei einer gleichgeschlechtlichen Hochzeit eines Promis blicken lassen, um erneut von ihrer Jubelpresse als flexibel und menschlich gefeiert zu werden.

Der Plan läuft gut für Frau Merkel.
Die ganz Rechten in der Union, die am liebsten den §175 wieder einführen würden, dünnen sich selbst aus.

Norbert Geis, die Homo-Geißel aus Aschaffenburg wurde bereits 2013 von der eigenen Partei fallengelassen.

Deutschlands bekannteste Talkshow-Hure Wolfgang Bosbach nervte die eigene Partei ebenfalls so sehr, daß er 2017 aus dem Bundestag ausscheiden wird.

Heute nun tat Erika Steinbach, die hessische Eva Braun des 21. Jahrhunderts, der Kanzlerin den Gefallen aus der CDU auszutreten.
Na endlich. Im Kanzleramt werden die Sektkorken geknallt haben. Lange hatte Merkel  die Tochter eines Nazi-Soldaten als Stimmenmagnet für Ewiggestrige und Führer-Nostalgiker in der CDU-Fraktion gefördert.

Die BdV-Chefin wird bei ihren NPD-Claqueuren kaum Probleme haben ihren sogenannten „Anspruch“ zu begründen, aber diejenigen, die mehr als drei Gehirnzellen haben, fragen sich schon, wieso die braune Freundin Merkels überhaupt für ehemalige Heimatvertriebene spricht.

Polnische Gebiete als Steinbachs Heimat anzusehen, gelingt nur mit einem Höchstmaß an Rabulistik:
Ihr Vater Wilhelm Karl Hermann ist ein in Hanau (Hessen) geborener Feldwebel der Nazideutschen Luftwaffe.
Ihre Mutter, Erika Hermann stammt aus Bremen.
Ins seit dem deutschen Angriff auf Polen 1939 westpreußische und seit 1945 wieder polnische Rahmel, gelangt Feldwebel Hermann 1941 als Soldat Hitlers.
Dort wird Erika Steinbach 25. Juli 1943 geboren und verläßt Ihre Heimat, der sie 64 Jahre später noch nachweint, im Januar 1945 als 18 Monate altes Baby, da die Rote Armee die Konzentrationslager befreiend gen Westen vorrückt.

18 Monate in Polen als Teil der Hitler-Armee soll nun Maßstab sein?

Wieso fixiert sich der BdV eigentlich auf das Jahr 1943?
Polen ist schließlich schon einen Tick älter. Der Wawelhügel mitsamt Grotte in Krakau wurde schon vor 20.000 Jahren bewohnt. In der Bronze- und Eisenzeit dominierte die Lausitzer Kultur. Als bekanntestes Beispiel gilt die Pfahlbausiedlung in Biskupin, die um 700 v. Chr. gegründet wurde. Zur Zeit der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert kamen Slawen nach Polen. Um 960 gründete der westslawische Katholik Herzog Mieszko I. den Staat.

Tausende Jahre Geschichte interessieren Frau Steinbach aber offenbar einen Dreck - sie orientiert sich wie die NPD an einem anderen „1000-Jährigem Reich“.

1943 scheint ihr Lieblings-Status-quo zu sein.

Steinbach braune Kollegen von der Revanchisten-Truppe bemühen oft das „Deutschland in den Grenzen von 1937“.
1937 war Deutschland immerhin deutlich kleiner als 1941 zum Beispiel, aber Neonazis haben offensichtlich nicht die Eier, um so ein Gebiet zu fordern.

1937 ist für deutsche Großmachtsphantasien aber auch ein ordentlicher Brocken. Pommern, Niederschlesien, Oberschlesien und Ostpreußen waren schon vor der den weiteren „Anschlüssen“ unter Hitler Teil des Deutschen Reiches.

Traditionalisten könnten in der jahrtausendealten europäischen Geschichte durchaus auch weiter zurück greifen.

Wieso fordert eigentlich niemand ein Deutschland in den Grenzen von 1100?
Ottonen und Salier dominierten damals, "Deutschland" war wesentlich kleiner und westlicher. Also kein Vorbild für den BdV - die waren nämlich noch gar nicht dort eingefallen, von wo aus sie später mal vertrieben werden sollten.

Gehen wir mal weiter zurück ins Jahr 800. Da war hier ein gigantisches einheitliches Reich. Wäre das nichts, was sich Holger Apfel wünschen könnte?
Natürlich nicht, denn damals war das alles französisch - unter Karl, dem Großen und die Teutonen hatten gar nichts zu melden.

Gehen wir also lieber wieder ein paar Jahrhunderte in die andere Richtung:

1789 (französische Revolution) ist nichts für Nationalisten von 2009 - ein einziges Chaos aus Mikro-Staaten. Obwohl Friedrich der Große bereits wie die wilde Wurst Eroberungskriege angezettelt hatte.

Deutschland in den Grenzen vom Wiener Kongress (1815) wäre für NPD und Erika Steinbach auch eher ungeeignet. Die schlimmste Kleinstaaterei war zwar vorbei, aber dennoch waren es noch lauter eigenständige Staaten, die sich hier tummelten. 39 eigenständige Einheiten gab es noch - und wir sprechen heute mit 16 Bundesländern noch von föderaler Unregierbarkeit.

Eine schöne staatliche Einheit, auf die man sich bei dem BdV berufen könnte, war Deutschland aber wenige Jahre vorher: 1806.
Welch beeindruckend riesiges politisch einheitliches Gebilde findet man da in Europa! Aber davon lassen BdV-Tradis schön die Finger - denn das war damals ALLES Frankreich. Schon wieder.

In den letzten Jahren aber wurde die braune Erika mit ihren immer absonderlicheren xenophoben Tweets zur echten Trump-Konkurrenz auf der nach unten offenen NSdAP-Twitter-Skala.

Sie dürfte mehr Merkel-affine Wähler aus dem rotgrünen Lager abgeschreckt, als Pegidioten angelockt haben.

Hessens Antwort auf Marine Le Pen mußte also raus aus der CDU, ohne daß Merkel aktiv etwas unternimmt – denn das hätte Crazy Horst nur wieder in Rage gebracht.
Heute zog sie selbst die Reißleine und trat aus Merkels Partei aus.

 [….] "Wie in einer Diktatur" gehe die Bundesregierung in der Flüchtlingspolitik vor, schrieb Steinbach im März 2016 auf Twitter, ihrem präferierten Medium. Dort hatte sie 2012 auch verkündet, die NSDAP sei eine linke Partei gewesen.
In diesen und anderen Fällen gab es den Ruf nach Konsequenzen, nach einem Parteiausschluss, doch ihre Parteikollegen schluckten den Ärger herunter. Vielleicht warteten sie auch nur auf die Ankündigung, die Erika Steinbach am Samstagabend verlauten ließ. Diesmal nicht über Twitter, sondern in der Welt am Sonntag: Sie mache Schluss, verkündete sie in einem Interview. [….] Die Flüchtlingspolitik gehe "am Recht vorbei", dahinter stecke "politischer Wille". [….] Auch bei der Energiewende und bei der Eurorettung habe sich die Kanzlerin über geltendes Recht hinwegsetzen können, weil es "praktisch keine Opposition mehr im Deutschen Bundestag" gebe.  Das klingt auffällig nach Aussagen der AfD, die Steinbach für "Fleisch vom Fleisch der CDU" hält und die Themen aufgreife, die "in den vergangenen Jahren defizitär geworden sind". [….] Ihr Bundestagsmandat will Steinbach übrigens behalten. Ihren Twitteraccount mutmaßlich auch. Zuletzt arbeitete sie sich daran ab, dass sich die Hamburger Elbphilharmonie auf Englisch bei Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck für die Teilnahme an der Eröffnungsfeier bedankt hatte. Steinbach: "Hm, hat man dort die deutsche Sprache verlernt?" [….]

Freitag, 13. Januar 2017

Nicht witzig - Teil II



Ein US-Präsident, der sich mutmaßlich bei dubiosen Busen-Ratings in Moskau von sibirischen Prostituierten anpinkeln ließ?


Wenn das kein gefundenes Fressen für Satiriker in aller Welt ist.


Der Form halber will ich bemerken, daß private sexuelle Vorlieben in keinem Zusammenhang zur Eignung als Manager stehen.
Jemand, der sich täglich bestrullen lässt, könnte ein perfekter Regierungschef sein.


Das Problem an der Urin-Begeisterung ist ein Indirektes. Urophilie und Urophagie sind in der westlichen Kultur gesellschaftlich verpönt.
In Indien wäre Trump vielleicht besser dran.

Beim hinduistischen „Shivambu-Ritual“ trinken die Gläubigen ihren eigenen Harn, den sie dabei als „das Wasser Shivas“ ansehen. Religioten eben. Katholiken kauen auf einem Stück Esspapier, das sie für das Fleisch von Jesus halten.

Der ehemalige indische Ministerpräsident Morarji Desai trank täglich eine Tasse Eigenurin und wurde 99 Jahre alt.

Der amtierende indischer Premierminister schwört auf die heilende Kraft von Kuh-Urin. Das macht auch Sinn, denn wenn Pisse ohnehin schon gesund ist, muß die Pisse von heiligen Tieren noch besser sein.

Donald Trump lebt aber in einem für Urophile wenig entwickelten Land, weswegen er auch in Bausch und Bogen abstritt in Moskau „Golden Showers“ genossen zu haben.



Das allerdings, soviel Trumpologie haben wir inzwischen gelernt, dürfte eher ein Hinweis darauf sein, daß der 45. US-Präsident wirklich auf Urinspiele abfährt – schließlich lügt der Mann pathologisch.



Was wäre eigentlich, wenn irgendeine halb- bis minderseriöse deutsche Zeitung behauptete, der Kreml habe Aufnahmen von Angela Merkel, die sich von tatarischen Callboys anpinkeln lassen habe, könne sie daher erpressen?
 - In dem Fall wäre höchstwahrscheinlich gar nichts, da niemand diese Geschichte für wahr hielte. Das wäre selbst für Verschwörungstheoretiker aus dem Pegida-Sumpf deutlich zu absurd. Merkel würde unter Garantie noch nicht mal auf solche Behauptungen reagieren.


Das Problem an Trump, der sich schon damit brüstete Frauen an „die Pussy“ gegrabscht zu haben und von über ein Dutzend Frauen auch genau dessen beschuldigt wurde, ist daß man es allgemein für gut vorstellbar hält, was ihm da vorgeworfen wird.


Es würde niemand überraschen, wenn ein Video auftauchte, welches ihn bei goldenen Duschen zeigt.


Hätte er es doch nur zugegeben.
62 Millionen konservative, weiße, mehrheitlich streng christliche Amerikaner akzeptierten schließlich auch, daß Trump sich öffentlich über die Behinderung eines Reporters lustig machte, daß er mit seinen Vergewaltigungsversuchen prahlte, nahezu allen anderen Politikern unappetitliche Schimpfnamen gab, mit der Größe seines Penis angab und Frauen in jeder erdenklichen Weise beleidigte.
Da kann das ein oder andere Harnsäure-Bad an der Moskwa kaum ins Gewicht fallen.

Problematisch ist aber die Erpressbarkeit Trumps, die entstünde, wenn der Kreml tatsächlich auf Pissbelegen säße.

Problematisch ist ferner, wie wir Doofen, wir Empörungswilligen durch die Moskauer Trumpskapaden von den wesentlich bedenklicheren und bedrohlicheren Taten des Orangs aus dem New Yorker Trump-tower abgelenkt werden.


Nr. 45 zeigt nämlich in dieser hochentscheidenden präpräsidentiellen Phase woran ihm wirklich liegt, was ihm so wichtig ist, daß er sich während der Transition of Power damit beschäftigt.

Der erste europäische Politiker, den Trump nach seinem Wahlsieg empfing, war Nigel Farage.

Heute kreuzte das zweite mal eine Figur aus Europa in Trumps Zuhause auf.

    Marine Le Pen, Chefin des rechten Front National in Frankreich, ist in New York im Trump Tower gesehen worden.
[….]  Wenn man in Manhattan nicht gesehen werden möchte, trinkt man seinen Kaffee in einem Imbiss, einer teuren Hotelbar oder bei Starbucks um die Ecke. Marine Le Pen aber, die Chefin von Frankreichs rechtem Front National (FN), saß im Trump Tower, wo Journalisten aus aller Welt seit Wochen jeden Mucks festhalten.
Ob es zu einem Treffen zwischen Le Pen und dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten kam, ist offen. Ein Sprecher Donald Trumps meinte, es seien keine Gespräche geplant, der Trump Tower sei für jeden zugänglich. Le Pen verweigerte jede Auskunft. Gegen die Bilder, die von ihr in Trumps Marmorpalast gemacht wurden, und von denen sie sich wohl einen Nutzen bei ihren Wählern verspricht, hatte sie nichts. [….]



Donnerstag, 12. Januar 2017

Wie ich Dir, so Du mir nicht.



Wer in der Katholischen Kirche in verkündigungsnahen Jobs arbeitet, muß sich gefallen lassen von den Pfaffen intensiv nach seinem Sexualleben befragt zu werden.
Das wird bis heute in der grotesken kirchlichen Paralleljustiz so praktiziert.
Katholische Geistliche stecken ihre Nasen in das eheliche Schlafzimmer und wollen genau wissen wann welcher Penis wohinein gesteckt wurde.
Sinn und Zweck der Angelegenheit ist in der Regel die maximale Demütigung und Erniedrigung der Gläubigen.

Das alles kann man nach einem relativ anspruchslosen Studium, das keinen wissenschaftlichen Maßstäben genügen muß, werden.
Der Job sich mit dem Sexualleben anderer Menschen zu beschäftigen bringt die ultimative Vollversorgung mit sich. Private Krankenversicherung, Unkündbarkeit 100% Gehalt als Pension. Gehalt ab EUR 5.500,00 aufwärts.

Die Besoldung von Geistlichen der beiden Großkirchen entspricht der von Staatsbeamten im höheren Dienst; Details sind in jeder Landeskirche bzw. Diözese unterschiedlich geregelt. In beiden Kirchen werden Pfarrer zunächst i. d. R. nach A 13 (entspricht im Grundgehalt einem Regierungsrat) und ab ca. dem 40. Lebensjahr fast überall nach A 14 (= Oberregierungsrat) eingestuft. Nur relativ wenige Geistliche steigen nach A 15 (= Regierungsdirektor) oder A 16 auf.

Zusätzlich sind aber folgende Faktoren zu berücksichtigen:

    Geistliche erhalten grundsätzlich (mit wenigen Ausnahmen) ein volles 13. Monatsgehalt und alle im öffentlichen Dienst üblichen Zuschläge (z. B. Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen). Die Höhe der Zusatz-Einkünfte für besondere Dienste (z. B. Taufen, Trauungen, Bestattungen, Religionsunterricht, Meßstipendien) hängt von der Regelung in der einzelnen Diözese/Landeskirche ab.
    Fast immer wohnen Geistliche in einem Pfarrhaus o. ä., wo sie nur eine geringe Miete entrichten. Im Vergleich zum Normalbürger sparen sie je nach Wohnort und Lage einen Mietaufwand von 400 bis 1200 (im Schnitt etwa 700) Euro. Diesen "geldwerten Vorteil" müssen sie versteuern; er gilt als Zusatz-Einkommen.
    Von den Bruttogehältern ist neben der Steuer nur noch ein Eigenbeitrag zur Krankenversicherung von etwa 250 EUR monatlich abzuziehen. Weitere Sozialversicherungsbeiträge fallen nicht an.
    Bei der Krankenversicherung, der Kfz-Haftpflicht und anderen Versicherungsarten erhalten Pfarrer Vorzugstarife. Auch können sie bei einer kirchlichen Bank ein gebührenfreies Gehaltskonto führen.
    Wegen des Pfarrermangels steigen katholische Kapläne in den meisten Diözesen relativ schnell in die Besoldungsstufe A 14 auf - meist mit einer deutlich günstigeren Dienstaltersstufe als im öffentlichen Dienst.
    Die Kosten der kath. Pfarrhaushälterinnen werden zu 50 bis 75 Prozent (je nach Bistum) aus Kirchensteuern bezahlt, nur den Restanteil zahlen die Pfarrer selbst, können ihn aber von der Steuer absetzen.
    Fahrten zur Arbeitsstelle werden voll erstattet; andere Arbeitnehmer erhalten nur einen Teil über die Steuer.

Die Veranschlagung des monatlichen Pfarrer-Durchschnittseinkommens auf 6.000 EUR (Stand 1.3.16) ist eher noch abgerundet. Beispiel eines über 50-jährigen oder älteren Geistlichen (A 14 Endstufe):

In der kath. Kirche fallen in den meisten Diözesen noch diverse Zulagen an, die hier vernachlässigt werden. Auch der Zuschuss zur Finanzierung von Pfarrhaushälterinnen ist nicht mitgerechnet. Wohl erhalten jüngere Pfarrer etwas weniger. 90 Prozent der kath. Geistlichen erhalten aber die Endstufe. Auch die evangelischen Kollegen (Altersschnitt ca. 45 Jahre) kommen effektiv im Schnitt auf deutlich mehr als 5.500 EUR im Monat.

So ein schönes Leben, in dem man den anderen Menschen Vorschriften machen kann und sie nach Herzenslust maßregeln und kritisieren kann.


Die allermeisten Menschen, die unter der katholischen Knute leben, denen schon als Kind seelenzerstörende Schuldgefühle eingetrichtert werden (weil sie schon Sünder sind, die sich schämen sollten, bevor sie anfangen zu masturbieren) haben sich dieses destruktive Gerüst nie ausgesucht, in dem sie als triebhafte Menschen nur versagen können.
Priester taufen aber weiterhin täglich Säuglinge, um sie in ihre Krallen zu bekommen, bevor sie bewußt darüber entscheiden können.

Priester verstoßen Kinder konfessionsfreier Eltern aus staatlich finanzierten KITAs und Schulen, sie verfolgen disziplinarrechtlich die Kindergärtnerin, die sich scheiden läßt, verweigern schwulen Partnern den Segen und fördern durch das Verdammen von Kondomen die Ausbreitung von tödlichen Krankheiten.

Die katholischen Priester selbst gehen hingegen ihre Verpflichtung der Partner- und Sexlosigkeit bewußt als Erwachsene und freiwillig ein.


Geht es aber um ihr eigenes Wohl klagen und jammern sie – als ob sie unerwartet ein schweres Schicksal getroffen hätte und sie nicht selbst Teil des Systems sind, das diese unsinnigen Regeln anderen aufoktroyiert.

Katholische Priester beklagen Einsamkeit
[….] Elf Priester aus dem Rheinland sorgen mit einem offenen Brief für Aufsehen, in dem sie von Amts wegen auferlegte Einsamkeit beklagen. Sie bekämen diese "als alternde Ehelose jetzt manchmal deutlich zu spüren", schreiben die Geistlichen. Das Zölibat führe gerade im Alter oft zur Vereinsamung, kritisieren sie in ihrem Schreiben und fordern eine Novellierung. Die elf katholischen Priester wurden alle vor 50 Jahren geweiht, sind dementsprechend Mitte 70. Den offenen Brief im Wortlaut hat der Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlicht. [….]

Wie kann man nur so erbärmlich sein?
Wenn Euch der Zölibat nicht schmeckt, dann tretet entweder aus dem RKK-Verein ganz aus oder macht rüber zur Käßmann-Truppe.
Dann könnt Ihr poppen so viel ihr wollt.