Mittwoch, 20. März 2013

Auf dem rechten Auge blöd - Teil III


Zum Glück, zum Glück, zum Glück sind die Rechten meistens blöd.
Logisch eigentlich, denn wer nicht blöd ist, wird auch nicht rechts.
Viele Wähler sind zwar auch blöd, aber wenn die zu Wählenden Parlaments-Halbhirne sich so offensichtlich als geistig retardiert erweisen, wie es DVU’ler, Repse und NPD’ler gemeinhin in Landesparlamenten tun, schreckt das irgendwann auch den umnachteten Urnenpöbel ab.

Die neue Hoffnung der Salonrechten, „Alternative für Deutschland“ tölpelt offenbar auch schon rum und muß sich von den ersten Nazis trennen, die sich eingeschlichen hatten.
Beim parteipolitischen Rechtsextremismus sehe ich gar nicht so braunschwarz. 
Eine neue Partei aus dem Boden zu stampfen ist so leicht nicht. 
Da braucht es professionelle Medienarbeit und eine belastbares Grundkonzept, wie es die Grünen mit der Ökologie und die Linken mit „sozialer Gerechtigkeit“ haben.
Gänzliche Konzeptionslosigkeit wie bei den Piraten, oder ein muffiges „Wir sind gegen alles“ wie bei den Rechten trägt auf Dauer nicht.

Leider ist der Schoß aus dem dieses Gedankengut kriecht, stets fruchtbar.
Wenn es zu rechter Gewalt kommt, schwingt doch immer wieder der Gedanke mit, die Opfer hätten irgendwie auch selbst Schuld.
Wird ein aus Israel stammender Junge in Laucha verprügelt, weil der Orts-Nazi Lutz Battke die Jugendlichen aufhetzt, fragt man mit leisem Vorwurf was denn ein Jude auch in Ostdeutschland zu suchen habe.
Werden immer wieder türkische Geschäftsleute erschossen, denkt man nicht an rechtsradikale Täter,  sondern schiebt erst mal den Opfern die Schuld in die Schuhe. 
Es sind ja immerhin Türken und ist das bei denen nicht ganz normal, daß die kriminell sind und sich gegenseitig erschießen?

Da gibt es eine Grundstimmung in Teilen des Volkes, die einfach hingenommen wird.
Die Bundesregierung fühlt sich nicht gefordert etwas dagegen zu unternehmen.
Rassismus im Fußball?
 Herrgott, dann sollen die Schwarzen doch nicht Fußball spielen.
Irgendwann hatte Ikenna Onukogu genug an diesem Tag Anfang März. Von den Pöbeleien, von den Schimpfworten "Neger", "Nigger", "Affe". Mindestens eine Halbzeit lang, so beschreiben es Augenzeugen, war der dunkelhäutige Torhüter des Bezirksligisten Hertha Hamborn im Spiel bei Dostlukspor Bottrop beleidigt worden. Dann reichte es ihm - und er warf eine Plastikflasche. Die Flasche, so erinnert sich der Keeper im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE, sei ihm zuvor mit der Aufforderung entgegengeschleudert worden, er solle sie sich "in den Arsch schieben". […]

Seit Jahren macht der DFB Front gegen rassistische Pöbeleien. Und so sollte der Vorfall aus dem Bezirksligaspiel im Ruhrgebiet tatsächlich auch Konsequenzen haben. Doch es sind unerwartete Konsequenzen, die noch für viele Diskussionen sorgen dürften. Denn der Niederrheinische Fußballverband sperrt einstweilen: Ikenna Onukogu, das Opfer.

Hamborns Präsident Christian […] Birken ist fassungslos. "Ikenna hat die ganze zweite Halbzeit über versucht, den Schiedsrichter zum Eingreifen zu bewegen. Aber der hat sich wohl nicht getraut." Warum? Birken möchte mit seiner Antwort nicht zitiert werden.[…]

Hans-Günter Drießen, der Vorsitzende der für das Spiel zuständigen Bezirksspruchkammer drei, wollte den umstrittenen Vorfall auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE nicht kommentieren. Er werde "einen Teufel tun" und sich "zu einem laufenden Verfahren äußern".
Das ist Alltag in Deutschland.
 Man kann rassistisches uns revisionistisches Zeug grölen und niemand zieht daraus Konsequenzen.
 Das gilt für den Fußballplatz in der Regionalliga genauso wie für’s Halbdebilen-Unterhaltungsprogramm vom ZDF.
Talkshow Arnulf Baring verbreitet die wüst rechtskonservative Ansicht, die Juden seien auch Täter gewesen. Die "Celebrity-Society" kann dem nichts entgegensetzen. Nach 75 Minuten von der Talkshow "Markus Lanz" sitzt man ratlos da. Was ist erschreckender: Dass ein greiser Historiker, der in der SPD Mitglied war, in den Jahrzehnten immer konservativer wurde und nun "den Juden" auch als "Täter" verunglimpft oder, dass es einer Gesellschaft aus halbgebildeten Promis kaum mehr gelingt, dem skandalösen Auftritt von Arnulf Baring entgegenzutreten?

[…] Baring begann schon zu Anfang, von "Unsere Mütter, unsere Väter" zu schwärmen. Aus seiner Sicht sei dieser Film ein Beitrag, die Grenze von Täter- und Opfervolk endlich aufzuheben: "Ganz großartig an dem Film ist, dass man sieht, dass die ganze Teilung , von der wir seit Jahrzehnten reden, nämlich die von Opfern und Tätern, dass die nicht hinhaut. Die Opfer sind irgendwo Täter und die Täter sind irgendwo Opfer."

[…]  Er wiederholte seine These durch die Sendung mehrmals, bis hin zu diesem Satz: "Der Jude war auch Täter, um seine Haut zu retten."

Zusätzlich stellte er die biologistische These auf, die Massenvergewaltigungen an deutschen Frauen seien in die Gene der kommenden Generationen eingeflossen. […] Lamoryant und nebenbei negiert er die Hauptschuld des Deutschen Reichs für den 1. Weltkrieg  und niemand wagt es zu widersprechen.
Baring und der DFB bereiten hier den Boden für die NPD, die die so geschürten Stimmungen nur einsammeln muß.

Die braune, stinkende Ideologie wird außerdem unterstützt mit rund 20 Millionen Euro aus der Steuerzahlerkasse.
Die Regierung wird weiter hart attackiert, da sie keinen Antrag für ein NPD-Verbotsverfahren stellen will. Besonders aus den Ländern kommt Kritik: Man dürfte organisierten Rassismus nicht aus Steuermitteln finanzieren. Tatsächlich kassierte die NPD seit 2003 mehr als 20 Millionen Euro. Sie ist immer noch eine legale Partei. Unter anderem weil sich Angela Merkel wie so oft davor drückt etwas zu unternehmen. Die Bundesregierung trägt den Verbotsantrag jedenfalls nicht mit

NRW-Innenminister Ralf Jäger war einer, der in erster Reihe für einen Verbotsantrag der Bundesländer gekämpft hatte. Nun ist Jäger offenkundig sauer. Sauer auf die Bundesregierung, der er vorwirft, sie habe monatelang "laviert" und sei "herumgeeiert". Während die Länder eine "sorgfältig" zusammengestellte Materialsammlung vorgelegt hätten, habe die Regierung gezaudert und nun ein "verheerendes Signal" gegeben. Sie ducke sich weg, so Jäger.

"Als Demokraten haben wir die Pflicht, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die höchsten Werte unserer Verfassung zu schützen", unterstrich der SPD-Politiker. "Die NPD bereitet den Boden für braune Gewalt und schürt Hass gegen Ausländer, ihre Ideologie ist menschenverachtend und antidemokratisch. Sie gefährdet das friedliche Zusammenleben der Menschen in unserem Land." Jäger betonte, er "finde es unerträglich, dass wir diesen organisierten Rassismus aus Steuermitteln unterstützen".

Ein Argument, dass beispielsweise auch vom Zentralrat der Juden oder der Türkischen Gemeinde angeführt wird. Und tatsächlich finanziert sich die NPD seit Jahren zu einem guten Teil aus Steuergeldern.
Es ist insbesondere die FDP, die schonend-indolent mit den Braunen umgeht.
Es ist einfach nur blamabel, was sich die Bundesregierung da leistet.
Der Postillion orakelt, die FDP stoppe nur deshalb den NPD-Verbotsantrag um wenigstens eine NOCH unbeliebtere Partei als sie selbst im legalen Spektrum zu behalten.
"Rösler verharmlost die Neonazis auf unerträgliche Weise. Denn Faschismus ist keine Dummheit, sondern ein Verbrechen", kommentiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, die Aussage von FDP-Chef Philipp Rösler, seine Partei werde einem Verbotsantrag der Bundesregierung gegen die NPD nicht zustimmen, da sich 'Dummheit nicht verbieten' lasse. Jelpke weiter:

"Entscheidend für die Zustimmung zu einem NPD-Verbotsverfahren sollte sein, ob ausreichendes Beweismaterial für die verfassungswidrige Einstellung der Partei vorliegt. Natürlich würde durch ein NPD-Verbot rechtsextremes und fremdenfeindliches Gedankengut, das bis weit in die Mitte der Gesellschaft reicht, nicht automatisch verschwinden. Aber die rechte Hetze würde zumindest nicht durch Millionen Steuergelder in Form der staatlichen Parteienunterstützung subventioniert. Die Nazis könnten ihre hassgeladenen Aufmärsche nicht mehr unter dem Schutz des Parteienprivilegs durchführen. Und gegenüber der Bevölkerung würde ein klares Signal gesetzt, dass Faschismus eben keine normale Meinung unter anderen ist."
So tickt eben die schwarzgelbe Bundesregierung. Großzügig gegenüber den Rechtsradikalen und knallhart gegen die Opfer des rechten Terrors.
"Die Blockade bei den Ghettorenten ist ein Affront gegen die Überlebenden des NS-Terrors", wirft die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, der Bundesregierung und den Koalitionsfraktionen vor, nachdem die Koalition heute im Ausschuss für Arbeit und Soziales die Anträge der Oppositionsfraktionen zu den sogenannten Ghettorenten abgelehnt hat. Die Koalition will auch keine eigenen Initiativen entfalten. "Das Verhalten der Koalitionsparteien zeugt von unglaublicher Dreistigkeit. Sie wollen das Problem aussitzen und warten kaltschnäuzig eine biologische Lösung ab", sagt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion.

Jelpke: "Der Bundestag hatte im Jahr 2002 einmütig beschlossen, die Ghettorenten rückwirkend ab 1997 auszuzahlen. Wegen fehlerhafter Rechtsauslegung begannen die Zahlungen aber in den allermeisten Fällen erst 2005. Wenn sich die Koalition nun der Korrektur dieses Fehlers verweigert, kündigt sie den bisherigen Konsens auf. Für viele der rund 20.000 Überlebenden bedeutet dies, dass ihnen mehrere Tausend Euro vorenthalten werden. Die Koalition begeht damit einen Diebstahl an den Überlebenden des Holocaust."

"Wir erwarten von den Abgeordneten der Regierungsfraktionen, dass sie sich morgen bei der Abstimmung im Bundestag von dieser skandalösen Verweigerungshaltung lösen und sich von ihrem Gewissen leiten lassen", so Birkwald abschließend. "Es darf nicht sein, dass der Deutsche Bundestag den letzten Überlebenden des NS-Terrors ihre Rechte verweigert."


Die Union hat heute im Ausschuss für Soziales erklärt, dass Sie bei den Ghetto-Renten nichts mehr unternehmen wird. Dazu erklären Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer, und Wolfgang Strengmann-Kuhn, Sprecher für Rentenpolitik:

Es ist traurig und beschämend! Es leben heute noch knapp 20.000 Juden, deren Anträge auf eine so genannte "Ghetto-Rente" zunächst rechtswidrig abgelehnt wurden. Dieser Fehler wurde zwar korrigiert, die rückwirkende Auszahlung aber nur bis 2005 gewährt. Es war der politische Wille des Gesetzgebers, diese Renten rückwirkend bis 1997 auszuzahlen. Die Menschen werden nun um ihre rückwirkende Rente bis 1997 gebracht, weil es die Merkel-Mehrheit verhindert. Das ist skandalös und unverantwortlich vor dem Hintergrund der deutschen Vergangenheit. Der täglich kleiner werdende Empfängerkreis ist heute in hohem Alter und meist auf Pflege und Medikamente angewiesen, weshalb die rückwirkende Auszahlung der ihnen zustehenden Renten einen nicht unerheblichen Teil zur Verbesserung ihrer Lebensumstände beigetragen hätte. Wir werden deshalb morgen im Bundestag diese Debatte öffentlich führen und darüber abstimmen.

Dienstag, 19. März 2013

Auflehnung gegen die Natur



SODOM UND GOMORRHA!!!!!

Was gibt es da zu erforschen??

Wie ein Mensch zum widernatürlichen Homo-Fetischisten wird, ist ja wohl eindeutig geklärt! Kreuznet und RKK sei Dank.
Aus innewohnender Bösartigkeit ist Mensch empfänglich für dämonische Einflüsterungen. Das erzeugt Gotteshass und den Drang sich gegen die Natur und Schöpfung aufzulehnen!
Das einzig Positive an Homosexualität ist die Tatsache, daß man diese schlechte Entscheidung wieder rückgängig machen kann.
Gebete und Therapie helfen. Manchmal ist ein Exorzist notwendig.
Die besten Erfolge diesbezüglich haben Evangelikale zu verzeichnen. Deren Homo-Umerziehungsprogramme werden durchaus schon mal auf Kirchentagen mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung propagiert.
Das was offenbar weitgehend genetisch vorgesehen ist wie die Fähigkeit die Zunge zu rollen oder grüne Augen, wollen Christen hartnäckig umpolen und bekämpfen. Eisern stemmen sie sich gegen die Natur. 
Bei einigen Familien ist allerdings viel zu tun. 
Da kommt es geballt.
[Matthias] Seilinger, ein Kunsthistoriker aus Österreich, hat zwei homosexuelle Cousins, eine lesbische Cousine, und auch sein Bruder ist schwul. Nicht die gesamte Verwandtschaft goutierte es, als er sich zur Heterosexualität bekannte. Gegenüber der gleichgeschlechtlichen Übermacht– »4:3 in meiner Generation« – habe er sich geradezu rechtfertigen müssen. »Zwischen meinen älteren Cousins ist mir meine Heterosexualität in der Pubertät schwergefallen«, berichtet er. »Wenn die Minderheit zur Mehrheit wird, dann muss auf einmal der Hetero auf Toleranz hoffen. Ist das nicht spannend?«

Seilingers Familie illustriert eine lange bekannte Beobachtung: Homosexualität häuft sich unter Verwandten. Das bekannteste Beispiel ist eine deutsche Literatendynastie – Thomas Mann und seine Kinder Klaus, Erika und Golo. Auch Zwillingsstudien zeigen, dass die Veranlagung genetisch vermittelt wird. Indes konnte nie recht geklärt werden, welche Erbanlagen Menschen auf gleichgeschlechtliches Begehren polen.
Evangelikale kümmert das wenig. 
Sie bestehen darauf, daß Homosexuelle ihre Veranlagung loswerden sollten und bieten dazu Hilfe an. 
Der Chef eines dieser evangelischen Verbände durfte just zum 125-Jährigen Bestehen ein Glückwunschschreiben der Bundeskanzlerin, die sich ja auch scharf gegen die sogenannte „Homo-Adoption“ wehrt, entgegen nehmen.
Man müsse unterscheiden zwischen "homosexuellen Empfindungen oder Neigungen, denen Menschen mit Gottes Hilfe und Vergebung widerstehen können, und homosexueller Praxis", so [der Vorsitzende des evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes  Michael] Diener. Vieles spreche dafür, dass "Homosexualität insgesamt nicht veranlagungsbedingt, sondern auf (frühkindliche) biographische Ursachen zurück zu führen ist". Das bedeute, "dass ein therapeutischer und seelsorgerlicher Veränderungsprozess grundsätzlich möglich ist und dass es auch an uns liegt, diese in der Öffentlichkeit aggressiv verneinte Option um der Liebe zu den betroffenen Menschen willen auch weiterhin offen zu halten und zu vertreten."

Heißt im Klartext: Merkels beglückwunschter Verband spricht sich für "Heilungs"-Angebote für Homosexuelle aus. Das wird auch an einer anderen Stelle des Textes deutlich: In der Gemeinde gehöre "der Umgang mit homosexuell empfindenden Menschen, die nicht propagandistisch ideologisch auftreten, in den Bereich der Seelsorge", so Diener weiter. "Wir sind ausgesprochen dankbar für die Arbeit, die das Weiße Kreuz auch auf diesem Gebiet leistet."

Das Weiße Kreuz ist ein Fachverband des Diakonischen Werkes zur Sexualberatung, der unter Beobachtung der "Mission Aufklärung des LSVD steht, weil er etwa zu einem Fortbildungsseminar zu "sexuellen Identitätsstörungen in der Beratung" Markus Hoffmann von der Homo-"Heiler"-Organisation Wüstenstrom eingeladen hatte. Ein Programmpunkt: "Menschen mit sex. Identitätsstörungen (Homosexualität, Pädophilie, Transsexualität) verstehen". Der nächste Punkt: "Sexuelle Identitätsstörungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten".

Das Weiße Kreuz hat auch eine Handreichung zum Thema erarbeitet, in der Homosexuelle zunächst typologisert werden ("viele lieben wechselnde Kontakte", "einige lieben Kinder, Jugendliche oder Gleichaltrige"). Man sollte das Dokument mit all seinen Aussagen gelesen haben, vor allem die vermuteten Gründe einer Homosexualität wären fast erheiternd, hätten sie nicht so einen traurigen Hintergrund. Denn das Dokument hält fest: "Homosexuelle mit Änderungswunsch und -willen können ihre sexuelle Orientierung durch Therapie, Seelsorge oder Selbsthilfegruppen ändern."
Daß diese Fundi-Evangelen sich weit außerhalb der anerkannten Wissenschaft angesiedelt haben und von keinem seriösen Forscher ernstgenommen werden, stört die Religioten in keiner Weise. Sie haben immerhin viele Verbündete.
Da kämpft zum Beispiel der Vatikan Arm in Arm mit islamischen Fundi-Staaten und afrikanischen Despoten in der UN gegen Menschenrechtskonventionen, die endlich die Diskriminierung Homosexueller verurteilen wollen.
Franziskus und die seinen sind mindestens ein Jahrhundert hinter dem allgemeinen Erkenntnisstand hinterher.
Dabei müßten sie nur mal in einen Brockhaus sehen; der nicht gerade als Organ der unseriösen sozialistischen Umtriebe bekannt ist.
Im „Brockhaus Psychologie“ (Ausgabe 2001) heißt es dazu auf Seite 247f:
„In der Sexualforschung geht man heute davon aus, dass die homosexuelle Orientierung ebenso wie die heterosexuelle tief und unabänderlich mit der Persönlichkeit verknüpft ist. ..Die Homosexualität wird inzwischen von allen mit ihr befassten Disziplinen als ein häufig vorkommendes sexuelles Normalphänomen angesehen.“
Gleichgeschlechtlich Liebende gibt es in der Tat überall, es gab sie immer und seitdem Biologen darauf achten, fanden sie Tausende Spezies im Tierreich, die ebenfalls homosexuelles Verhalten zeigen. Vor dem Auftauchen der Abrahamitischen Diskriminierungsreligionen war Homosexualität auch unter Menschen so natürlich, daß christliche Missionare in Afrika gewaltige Anstrengungen unternehmen mußten, um einem ganzen Kontinent Hass und Homophobie zu bringen.
Es ist freilich genetisch nicht ganz so einfach, wie damals bei Gregor Mendel und seinen Bohnen. Das bedeutet aber nicht, daß man die genetischen Zusammenhänge nicht herausfinden könnte.
Eine sehr belastbare Hypothese legen drei renommierte Forscher aktuell vor.
Träfe die Hypothese der US-Amerikaner William Rice und Sergey Gavrilets sowie des Schweden Urban Friberg tatsächlich ins Schwarze, wäre eine ohnehin vorherrschende Erkenntnis über den allerletzten Zweifel erhaben: Homosexualität ist wie Heterosexualität definitiv eine angeborene, biologisch fundierte und vollständig normale Variante des Begehrens. Ebenso wenig wie Heterosexuelle haben Homosexuelle die Wahl, auf welches Geschlecht sie ihr Verlangen richten. Spätestens mit dieser Einsicht sähen sich homophobe Bewegungen und Konfessionen wohl gezwungen, ihre Ablehnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen zu revidieren. […] Die überraschende Antwort der drei Theoretiker lautet nun: Die Neigung könnte nicht einmal durch verbrecherische Maßnahmen beseitigt werden. Homosexualität entsteht in jeder Generation aufs Neue. Nach dem Modell von Rice und seinen Kollegen wird sie aktiviert, wenn bei der Zeugung nicht nur die Erbanlagen selbst, sondern bestimmte Regelmechaniken übertragen werden, die sich erst seit Neuestem präzise erkunden lassen.

Es handelt sich dabei um epigenetische Steuerbefehle (sogenannte Epi-Marks). Diese biochemischen Markierungen auf der DNA können nicht benötigte Gene in einer Zelle gleichsam in den Tiefschlaf versetzen. Doch die Epi-Marks können zuweilen auf den Nachwuchs vererbt werden, anstatt im Vererbungsprozess gelöscht zu werden, schreiben die Forscher im Quarterly Review of Biology. Wenn der vererbte Code Gene betreffe, die an der Realisierung der Sexualität im Gehirn mitwirken, könne es zur »Diskordanz zwischen biologischem Geschlecht und sexueller Orientierung« kommen. Auf diese Weise würden Mütter ihr sexuelles Interesse an Männern auf epigenetischem Wege an ihre Kinder weitergeben. Ebenso wie die Mütter würden dann die Söhne Männer begehren. Vererbten andererseits Väter ihre sexuelle Orientierung, hätte dies Auswirkungen auf die Töchter: Sie fühlten sich, wie der Papa, zu Frauen hingezogen. Die Ursache für die Häufung in Familien, so prophezeit die Theorie, ist eine Genvariante, die oft eine unvollständige Löschung der Epi-Marks bewirkt.
Merkel, Franziskus und den Evangelikalen sind aber Fakten und Wissenschaft egal.
Sie hängen lieber alten Vorurteilen an und grenzen aus.
Mit den Evangelikalen, die fest daran glauben Schwulsein „heilen“ zu können, rücken sie weiter zusammen.
Evangelikale: „Fröhliche engagierte Christen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ließ die rund 2.500 Teilnehmer der 117. Allianzkonferenz in Bad Blankenburg (Thüringen) grüßen. Die Botschaft überbrachte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder. Der Politiker nahm zum zweiten Mal am Jahrestreffen der Deutschen Evangelischen Allianz teil. Nach seinem letztjährigen Besuch habe er der Kanzlerin empfohlen, sich selbst ein Bild von der evangelikalen Bewegung zu machen, berichtete Kauder in seinem Grußwort.
(Idea 05.08.12)
Kirche und Evangelikale sollen enger zusammenrücken.

Angesichts einer zunehmenden Skepsis gegenüber Religion in der Gesellschaft sollten die Volkskirche und die evangelikale Bewegung enger zusammenrücken. Dafür hat sich eine führende Repräsentantin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Pröpstin Annegret Puttkammer (Herborn), ausgesprochen. Nach ihren Worten ist ein „Grundverdacht“ gegenüber allem spürbar, „was religiös ist“. Das habe sich zum Beispiel in der Debatte um die Beschneidung jüdischer und muslimischer Jungen gezeigt, sagte die 49-jährige Theologin am 6. Februar bei einem Besuch der Evangelischen Nachrichtenagentur idea in Wetzlar. Sie ermunterte Evangelikale, in gesellschaftspolitischen Fragen Stellung zu beziehen: „Wir dürfen uns nicht in unsere Hauskreise zurückziehen.“

Montag, 18. März 2013

Ausgleichende Gerechtigkeit



Millionen Menschen, weitüberwiegend Frauen, hocken in Deutschland in der 450-Euro-Job-Falle.
Leiharbeiterinnen werden natürlich nicht in regulär sozialversicherungspflichtige Verhältnisse übernommen und zum Dank dafür weiß man auch noch, daß man als Rentnerin sicher arm sein wird.
Eine CDU-Kanzlerin kann sich aber soziale Ungerechtigkeit und Umverteilung von unten nach oben locker leisten, weil die Verarschten ihrer Politik ohnehin nicht CDU wählen.
Die Verlierer der konservativen Politik sind eigentlich zahlenmäßig stark genug eine andere Regierung einzusetzen. 
Das klappt aber nur in der Theorie. Praktisch sind viele der von CDU und FDP Übervorteilten zu doof, um das zu merken, zu indolent, um überhaupt zu wählen, oder aber sie verzetteln sich untereinander und geben ihre Stimmen an Piraten oder Linke, so daß Rot-Grün die entscheidenden Stimmen fehlen.
Angie hat das Glück gemäß der alten Straußschen Doktrin, daß es rechts von ihr keine demokratische Parteien geben dürfe, konkurrenzlos zu sein.
Abgesehen von der NPD, die allerdings im Moment als „demokratisch“ eingestuft wird und deswegen eben nicht verboten ist.

Ich weiß nicht welcher glücklichen Fügung es zu verdanken ist, daß Deutschland noch keinen Haider, Wilders, Mussolini gefunden hat, hinter dem sich das braune Gedankengut versammeln kann.

In den konservativen Zeitungen wird durchaus mal versucht die Bildung einer wählbaren rechten Partei herbei zu schreiben. 
Es gäbe doch so viele Heimatlose, rechts von Merkel Stehende, die aber mit debilen Schlägertypen, wie sie in der NPD vorherrschen nichts zu tun haben wollen. 
Die Namen, die unmittelbar folgen lauten gewöhnlich Clement, Baring, Sarrazin, Henkel, Merz, von Essen, Alexander Gauland, Koch, Guttenberg, Mappus.
So eine Partei stellt man sich gerne hardcore-liberal vor.
 Sie würde also nicht christlich-moralisch bei PID, Abtreibung und Homoehe argumentieren, stünde in diesen Punkten also LINKS von der CDU, würde andererseits radikal den Sozialstaat zusammenstreichen wollen und stünde in Wirtschafts- und Finanzfragen klar rechts von der CDU.
Sie würde keine Rettungsschirme billigen und alle Kräfte gegen einen Zypernkurs mobilisieren, der scheinbar den Sparern an den Kragen geht.
Eine solche Partei könnte einerseits zu einem weiteren möglichen Koalitionspartner für Frau Merkel heranwachsen und in die Bresche springen, wenn die FDP mal wieder schwindsüchtig am Boden liegt. 
Das wäre natürlich ganz ganz schlecht für das „rot-grüne Projekt“.
 
Wahrscheinlicher wäre aber, daß sich die  hypothetische Neopartei mit der CDU verkrachen würde, weil sich die alte Union über Parteiübertritte ärgern würde. 
Zudem lockte dieses hypothetische Rechts-Konstrukt Spinner an, die sarrazinig-biologistisch oder radikal-euroskeptisch dächten, so daß sich zu große Unterschiede zur Merkelpartei auftäten. 
So eine Partei käme nicht als CDU-Koalitionspartner in Frage und könnte der Kanzlerin die entscheidenden Wahlstimmen abziehen.

Tatsächlich hat sich jetzt so eine Sammlungsbewegung in Oberursel zusammengefunden, die womöglich ein fieser Stachel im Fleische Merkels werden könnte.

Euro-Gegner gründen die 'Alternative für Deutschland'. […]
Was als reine Podiumsdiskussion gedacht war, wurde unvermittelt zu einer Art Auftaktveranstaltung für eine Anti-Euro-Partei mit dem Namen 'Alternative für Deutschland'. 'Es gab in Oberursel eine euphorische Stimmung, die mich selbst sehr überraschte', sagt [Alexander] Gauland eine Woche später. Er verbirgt nicht, dass die Dynamik ihm ein wenig unheimlich ist.
Der 72-Jährige ist einer der wenigen profilierten deutschen Konservativen. Ein Mann mit einem eher britisch vornehmen Stil; gebildet, offen für intellektuelle Debatten, aber mit festen Standpunkten. Ende der Achtziger leitete der promovierte Jurist die hessische Staatskanzlei von Ministerpräsident Walter Wallmann, heute lebt Gauland in Potsdam. Seit 50 Jahren ist er in der CDU. Aber schon lange kritisiert er, dass die Partei ihre Werte aufgegeben habe. An jenem Abend in Oberursel erlebte er nun, wie alte Bekannte aus Frankfurt, auch sie langjährige CDU-Mitglieder, ihn umarmten, weil endlich etwas passiere. Sie dankten ihm als einem der Gründer der neuen Partei. 'Offenbar gibt es sehr viele Menschen, die sagen: Das geht so nicht.'
Seit Jahren kann man beobachten, dass immer mehr Bürgerliche sich bei Angela Merkels modernisierter CDU nicht mehr heimisch fühlen. Die Lücke im politischen Spektrum wurde zunehmend größer, doch es war keiner da, sie zu füllen. Nun hat der kleine Kreis um den Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke, den Publizisten Konrad Adam (einst bei der FAZ) und Gauland die 'Alternative für Deutschland' gegründet. […]
Tatsächlich schaden könnte die Gründung aber der CDU, selbst wenn Luckes Hoffnung auf über fünf Prozent überzogen wäre. Unions-Fraktionschef Volker Kauder schimpfte bereits bei Spiegel Online, die Gründer stünden für die 'institutionalisierte Angst vor der Zukunft'. Eine Heftigkeit, die wiederum als Ausdruck eigener Angst erscheint.

Wir haben eine neue Partei: Mit der "Alternative für Deutschland" ist der Rechtspopulismus in der deutschen Politik angekommen. […] Die Medien reagierten seltsam verhalten. Als wollten sie die Euro-Gegner durch zu viel Aufmerksamkeit nicht aufwerten. Dabei sagt eine Umfrage, dass 26 Prozent der Deutschen sich vorstellen könnten, eine euroskeptische Partei zu wählen. Wer weiß, wo die Werte landen, wenn das Programm noch erweitert wird. Denn man kann ja getrost davon ausgehen, dass der Euro erst der Anfang ist. Als nächstes geht es gegen den Islam, die Klimaforschung, den Feminismus und die Schwulen - das ganze Programm der modernen Rechtspopulisten.
Weg mit dem Euro, stattdessen ein Europa der souveränen Staaten, Abbau der Brüsseler Bürokratie, ein "mütterfreundlicheres" Deutschland und eine Neuordnung des Einwanderungsrechts: Das sind Kernforderungen der "Alternativen". […] Anders als vor 33 Jahren bei der Gründung der Grünen sind die "Alternativen" von heute schon etwas älter. Und vor allem arriviert: Lauter Professores und Doctores finden sich auf der Liste, so viele, dass man damit zwei mittlere Universitätsstädte bestücken könnte. Das hier ist Deutschlands wertkonservatives Bürgertum. Die CDU hat allen Grund, sich zu fürchten.
[…] "Nichts ist rechts oder extremistisch an der Idee, den Euro aufzugeben und eine neue, kleinere Währungsunion in den europäischen Nordländern zu gründen", schrieb Frank Drieschner in der "Zeit" vor der Veranstaltung in Oberursel. Und dennoch sei die Verbindung zum rechten Extremismus "unvermeidlich". Das ist richtig. Wie Drieschner schreibt, liegt das nicht an den unmittelbar beteiligten Personen, sondern daran, dass bestimmte Ideen in einem bestimmten Umfeld besonders gut gedeihen.
[…] Wenn die Bundestagswahl im Herbst ähnlich knapp ausgeht wie die Wahlen in Niedersachsen, dann könnten die Stimmen für die neuen Konservativen Angela Merkel das Amt kosten. Eigenartige Ironie: Dann wäre die Kanzlerin am Ende doch über den Euro gestürzt.

Sonntag, 17. März 2013

Intoleranz nicht tolerieren!


Homo Sapiens wird in jeder Menge Modellvarianten ausgeliefert.
Große, Kleine, Dicke, Dünne, Schwarze, Gelbe, Rote, Braune, Krisselhaarige, Glatzköpfe, Albinos, Linkshänder, Blinde, Taube, Hermaphroditen, Einbeinige  - der Philanthrop hat die freie Auswahl.

Dabei zeigt die DNA eindeutig, daß es sich um die gleiche Art handelt - was man auch daran merkt, daß sie alle miteinander fortpflanzungsfähig sind.
Poppt ein Aborigine eine Inuit, können sie ein Kind bekommen.

Homo Sapiens hat allerdings eine eher unangenehme Kulturgeschichte, die durch religiöse Indoktrinierung immer wieder zu Hassattacken untereinander führte. 
 Toleranz ist uns zwar durchaus in die Wiege gelegt, aber durch „Erziehung“ lernen wir andere Homo Sapiens mit bestimmten Merkmalen zu verachten.

Durch zwei Jahrhunderte Aufklärung und harten Kampf der Humanisten gegen das konservativ-religiöse Establishment, sind wir im 21. Jahrhundert endlich so weit Diskriminierungen unter einander zu ächten.
Heute Geborenen ist in der Regel bewußt, daß es keinerlei Rechtfertigung dafür gibt Schwarze im Bus hinten sitzen zu lassen.

Diese Erkenntnis ist allerdings relativ neu.

Bis vor hundert Jahren durften Frauen nicht wählen oder studieren. 

Meine eigene Oma, Jahrgang 1897, wurde in der Schule mit größter Selbstverständlichkeit dafür geschlagen, daß sie Linkshänderin war. Jedes Mal, wenn sie der Klassenlehrer dabei erwischte den Bleistift zum Schreiben in die linke Hand zu nehmen, setzte es Hiebe. 
Ihre Zwangs-Rechtshändigkeit war über viele Jahre brutal eingeprügelt worden und zeigte sich ihr ganzes Leben in einer typischen krakeligen Handschrift, die so gar nicht zu ihrer außerordentlich gepflegten und eleganten Erscheinung passen wollte.

Als US-Soldaten Deutschland von den Nazis befreiten, war es ganz selbstverständlich, daß die Schwarzen unter ihnen keine Offiziere werden konnten und sich von Offiziersclubs fernzuhalten hatten.

Zu Hause in den Staaten, hatten die Überbringer der Freiheit und Demokratie japanisch-stämmige Amerikaner in Internierungslager gesteckt – einfach wegen ihrer Rasse.

Die Apartheid in Südafrika, also die staatlich verordnete strenge Rassentrennung und völlige Entrechtung der Bevölkerungsmehrheit endete erst 1994! 

Homosexualität war in den USA teilweise sogar bis ins 21. Jahrhundert verboten. Man konnte in Kansas, Oklahoma, Missouri und Texas bis 2003 (!!!) zu hohen Freiheitsstrafen und Geldbußen verurteilt werden.

Das volle Frauenstimmrecht in der Schweiz wurde erst im Jahr 1971(!) eingeführt; im Kanton Appenzell sogar erst im Jahr 1990. Und auch das nur auf gerichtlichem Wege gegen einen anderslautenden Mehrheitsbescheid der männlichen Stimmberechtigten.

Man muß sich eigentlich schämen ein Mensch zu sein.

Immerhin scheinen wir aber langsam an einem Punkt angekommen zu sein, an dem wir Diskriminierungen aufgrund angeborener Merkmale nicht mehr tolerieren wollen.

ZU RECHT erntet ein Thilo Sarrazin ein riesigen Shitstorm, wenn er auch nur andeutet Türken wären von Geburt an doofer als Deutsche.

Keine Toleranz der Intoleranz!

Es mag Frau Merkel als konservativer Christen schwer gefallen sein, aber als Papst Benedikt durch seine Williamson-Entscheidung und die Wiedereinführung der Karfreitagsfürbitte den Eindruck erweckte antisemitisch zu sein, ging sie ihn hart an.

In bisher nicht gekannter Schärfe hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Papst Benedikt XVI. in der Debatte über den Umgang mit dem Holocaust kritisiert und das Oberhaupt der katholischen Kirche zu einer Klarstellung aufgefordert. Merkel sagte in Berlin, der Papst müsse "sehr eindeutig" erklären, dass es keine Leugnung des Holocaust geben dürfe. Zugleich rief sie den Papst dazu auf, unmissverständlich deutlich zu machen, dass es "einen positiven Umgang mit dem Judentum insgesamt" geben müsse. "Diese Klarstellungen sind aus meiner Sicht noch nicht ausreichend erfolgt", sagte Merkel.

Es ist unser demokratischer Konsens Menschenfeindlichkeit nicht mehr zuzulassen.
 Wenn eine Person des öffentlichen Lebens über die Minderwertigkeit von Schwarzen oder Juden orakelt, ist er erledigt.
Und womit? Mit Recht!
Es gibt keinerlei Rechtfertigung für Diskriminierungen aufgrund von vermeidlicher Andersartigkeit, mit der jemand geboren wurde.

Das ist selbstverständlich ein Lernprozess. Wie die Beschneidungsdebatte zeigt, ist die Politik keineswegs bereit in jedem Fall für Menschenrechte einzutreten.

Auch wenn Xenophobie und Antisemitismus geächtet sind, existieren sie in den Köpfen einiger Wähler. Und so kommt es immer wieder vor, daß ein Möllemann, ein Stoiber oder auch ein Lafontaine faschistoid klingende Töne von sich geben – in der Hoffnung auf Stimmengewinne. Das Beispiel Roland Koch zeigt – LEIDER – daß perfide eingesetzte Menschenfeindlichkeit durchaus zu Wahlsiegen führen kann.
Umso wichtiger ist es aber sofort laut die Stimme zu erheben, wenn ein Politiker mit diesen Methoden operiert.
Das funktioniert teilweise durchaus effektiv.
 Anti-afroamerikanische Andeutungen von Romney und Ryan haben ihnen im Wahlkampf massiv geschadet.
Die Mehrheit will eben keinen Präsidenten, der solchen Stereotypen anhängt.
Da mögen Konservative noch so sehr ob der manchmal auch übertriebenen „political Correctness“ rumjammern, aber da müssen sie durch.
Die Menschheit hat einfach zu viel Dreck am Stecken, um bei Judenfeindlichkeit oder Homohass die Augen zuzudrücken.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich scharf gegen die relativ liberalen Katholiken Heiner Geißler und Heribert Prantl wenden, die einerseits Papst Franciscus als Freund der Armen, als Jesuiten und Anhänger Franz von Assisis bejubeln und andererseits schulterzuckend hinnehmen, daß er ihre Wünsche nach Legalisierung der Homoehe und Frauenordinierung nicht erfüllen werde.
 Prantl kann sich nicht vorstellen, daß priesterliche Ehelosigkeit oder das Weiheverbot für Frauen binnen einiger Jahre, oder eines Pontifikats aufgehoben würden. Aber er fühlt sich der Kirche sehr verbunden, die ihn wie ein wärmender Mantel umhülle.
 Antihumanistische Politik werde der Vatikan aber nicht beenden.
Das sei eben doch zu viel erwartet, es handele sich schließlich um den Papst. Und ihm wünsche man nun alles Gute, freue sich auf sein Pontifikat.

Der neue Papst beweist sich als Menschenfreund, deshalb hat er sich den Namen Franziskus gegeben. Er will uns verdeutlichen: Der Mensch als solcher ist uns anvertraut. So einer wie Jorge Mario Bergoglio wäre nie auf die Idee gekommen einem Weltjugendtag die Überschrift zu verpassen: "Wir kommen, um ihn anzubeten", wie es Benedikt XVI. getan hat. […]  Man kann sich wieder mehr freuen, katholisch zu sein. Ich hoffe, dass die katholische Kirche sich wieder beteiligt an der geistigen Auseinandersetzung für eine humane Wirtschaftsordnung so wie vor 60 Jahren die soziale Marktwirtschaft entstanden ist durch das geistige Bündnis zwischen Ordoliberalismus und katholischer Soziallehre unter Führung des Jesuiten Oswald von Nell-Breuning.

Schämt Euch, liberale Katholiken!

Warum fresst Ihr so viel Kreide und nehmt voller Verständnis scharf diskriminierende Sprüche des Papstes hin, als ob für ihn nicht die Regeln des Anstandes gelten würden?

Papst Franziskus, der mich gleich mal als Satanisten abstempelte, erklärte noch in jüngster Zeit, wie sehr er Frauen und Schwule verachtet.

In diesem Zusammenhang benutzt er die für einen Christen schwerste Keule überhaupt und bemüht den Satan, (Vater der Lügen, Herr der Fliegen) also das Schlimmste, das es überhaupt gibt in einem Christenkopp.

"Women are naturally unfit for political office. Both the natural order and facts show us that the political being par excellence is male; the Scripture shows us that woman has always been the helper of man who thinks and does, but nothing more."

In the debate leading up to the successful passage of same-sex-marriage legislation in his home country, then-Cardinal Bergoglio was a strong and vocal opponent, most famously saying, in a private letter to nuns that became public,
    Let’s not be naïve, we’re not talking about a simple political battle; it is a destructive pretension against the plan of God. We are not talking about a mere bill, but rather a machination of the Father of Lies that seeks to confuse and deceive the children of God.

Der Erzbischof von Buenos Aires hatte 2010 die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule als "zerstörerischen Anlauf gegen den Plan Gottes" bezeichnet, der die Familie "verletzen" könne und geradezu ein Plan des Teufels sei: "Wir sprechen nicht von einem Gesetzentwurf, sondern von einer Intrige des Vaters der Lügen, die die Kinder Gottes verwirren und hinters Licht führen soll."
Die Ehe zwischen Mann und Frau sei "der einzige natürliche Weg der Nachwuchszeugung", hatte das Mitglied des päpstlichen Rates für die Familie einst gesagt. Ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare nannte er eine "Diskriminierung" von Kindern, die der "durch Gott gewollten Entwicklung durch Vater und Mutter beraubt" werden. Laut englischen Quellen sprach er in diesem Zusammenhang auch von Kindesmissbrauch.
(Queer.de 13.03.13) 
Für solche Äußerungen gibt es keinerlei Rechtfertigung!
Sie sind genauso hart zu bekämpfen, wie entsprechende Herabsetzungen von Juden und Farbigen.

Man führe sich vor Augen, wie die Welt reagiert hätte, wenn man nur das Objekt von Bergoglios Diffamierungen austauscht:

Der Erzbischof von Buenos Aires hatte 2010 die Öffnung der Ehe für Juden als "zerstörerischen Anlauf gegen den Plan Gottes" bezeichnet, der die Familie "verletzen" könne und geradezu ein Plan des Teufels sei: "Wir sprechen nicht von einem Gesetzentwurf, sondern von einer Intrige des Vaters der Lügen, die die Kinder Gottes verwirren und hinters Licht führen soll."
Die Ehe zwischen Katholiken sei "der einzige natürliche Weg der Nachwuchszeugung", hatte das Mitglied des päpstlichen Rates für die Familie einst gesagt. Ein Adoptionsrecht für Juden nannte er eine "Diskriminierung" von Kindern, die der "durch Gott gewollten Entwicklung durch Katholische Eltern beraubt" werden.

Schwarze sind von Natur aus unfähig politische Ämter zu übernehmen. Die natürliche Ordnung und die Fakten zeigen uns, daß Politiker Weiße sein müssen, die Bibel sagt uns, daß Schwarze immer nur Helfer der Weißen waren, welche das Denken und Tun übernahmen, aber nie mehr!

Warum sollte es weniger schlimm sein Homosexuelle und Frauen zu diskriminieren, als Juden und Schwarze?

Alles ist gleichermaßen von Übel und gehört gleichermaßen auf das Schärfste verdammt.

Papst Franziskus hat keine Milde verdient.

Ich verdamme seine Äußerungen genauso, wie ich den Antisemitismus von NPD-Politikern oder den Rassismus von Klukluxklan-Opis verdamme!