Freitag, 5. April 2019

Ruppige Rechte.


So abscheulich Rechte auch sein mögen; immerhin wird es ganz lustig, wenn sie sich untereinander hassen.
Die Kombination aus Eitelkeit, Selbstüberschätzung, Vorurteilen, Komplexen, Borniertheit und Dummheit, die man bei allen stramm Rechten findet, bietet eine gute Basis, um sich auch in Rekordzeit mit den Gesinnungsgenossen in bösartige Fehden zu verwickeln.
Meine Generation war zutiefst verstört, als nach dem Beitritt der DDR in vielen Bundesländern rechtsradikale Parteien in die Parlamente gewählt wurden. DVU, NPD. Später auch Schill und schließlich die AfD.
Wie umgehen mit den Nazis auf den Nachbarbänken, fragten sich Parlamentarier von Nord bis Süd.
Aber eigentlich musste man nicht viel tun; fast immer zerlegten sich die rechtsradikalen Fraktionen binnen kürzester Zeit selbst. Sie stritten, spalteten sich, bekriegten ihre eigene Führung, traten empört aus oder in andere Fraktionen über. Die Unfähigkeit der Rechten ist generell so beeindruckend, daß fast nie eine Fraktion das Ende der Legislaturperiode überlebte. Jedenfalls nicht vollständig. Der klägliche Rest taugte am ehesten als Materiallieferant für Satiriker aller Art.




Auch die AfD reüssiert in dieser Disziplin. Am Tag nach der Bundestagswahl von 2017 trat die Vorsitzende aus der Bundestagsfraktion aus und gründete ihren eigenen Verein, die Partei Die Blauen. Ein gesamter Landesverband und auch die Jugendorganisation „JA“ mussten aus der Partei ausgeschlossen werden und auch in den Bundesländern bröckelt es. André Poggenburg, der ehemalige Vorsitzende von Partei und Fraktion in Sachsen-Anhalt, wurde 2018 aus seinen Ämtern entfernt, trat im Januar 2019 aus der Partei aus und gründete wie Frauke Petry seine Privatpartei Aufbruch deutscher Patrioten.
Der Hamburger AfD-Vorsitzende Jörn Kruse war so verhasst, daß er sich nur an der Spitze halten konnte, indem er einen Job in den USA annahm und dem Parlament fernblieb. Dennoch hagelte es Parteiaustritte, bis Kruse 2016 rausgeworfen wurde.
Gegenwärtig ist der alte Ronald-Schill-Intimus Nockemann neuer AfD-Chef in Hamburg.
Die AfD-Fraktion in Baden Württemberg spaltete sich 2016 gleich komplett in zwei Fraktionen. Die Bundesvorsitzende Petry schritt ein, geriet dabei so mit dem Führer der einen Partialpartei Meuthen, der zufällig auch ihr Co-Bundesspracher war, aneinander, daß sie am Ende auch noch ihren Posten verlor.
[….] AfD in Bayern: Schurken unter sich
Die AfD-Abgeordneten im bayerischen Landtag verleumden sich gern gegenseitig. Nun wirft das erste Fraktionsmitglied hin - und könnte die Spaltung befördern. [….]

Selbst der bayerische AfD-Fraktionsvorsitzende Markus Plenk hat die Nase voll von dem eigenen Saftladen und will nun der CSU-Fraktion beitreten.

Ähnliche Kabale, die einem nicht gedanklich erinnerlich sein mögen, findet man für jeden Landesverband einer rechten Fraktion. Da kann man wahllos ein Bundesland in die Google-Suchmaske tippen. Zum Beispiel Niedersachsen – dort hassten sich die Spitzenkandidatin Guth und der Landesvorsitzende Hampel so sehr, daß sie ebenfalls die Partei zerlegten.

[….]2017 – 2018: Eskalation des Machtkampfes und Absetzung des Landesvorstandes. Bereits am Abend der Landtagswahl kam es zum Bruch des Landesvorstandes. Sechs Landesvorstandsmitglieder forderten in einem Schreiben an die Kreisverbände einen personellen Neuanfang auf einem außerordentlichen Parteitag. Der Landeskonvent beschloss am 26. November einen Antrag beim Landesvorstand mit der Einrichtung eines Parteitages am 13. und 14. Januar 2018. Jeweils die Hälfte des Vorstandes verschickte dann Einladungen zu Landesparteitagen an unterschiedlichen Orten mit verschiedenen Tagesordnungen und bezeichnete die jeweils andere Einladung als ungültig. [….]

Was auf politischer Ebene vorexerziert wird, ahmen die medialen Rechten nach.
Auch sie hassen sich oft wie die Pest.

Nehmen wir zum Beispiel die konservative Juristin Liane Bednarz, *74, die in Periodika wie dem European, in Christ & Welt, in der Jüdischen Allgemeinen und in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung Kolumnen verfasst. Gegenwärtig ist sie die Jan Fleischhauer des Tagesspiegels und verfasst dort ihre „liberal-konservativen“ Ansichten.


Andere selbsternannte Angehörige der „liberal-konservativen Elite“ wie Pipi-Blogger Berger kann sie nicht leiden. Dieser überwarf sich seinerseits inzwischen mit Roland Tichy, den er einst bewunderte und nun hasst, weil er vermeidlich nicht stramm genug auf der ganz rechten Linie ist.
Als typischer Rechter tritt Berger bei jeder Gelegenheit nach, wenn es um seinen alten Kampfkumpan Tichy geht.

Natürlich kübelt der Phimoseblog auch Hass über Bednarz, weil sie es wagte Kritik am Chef  zu üben. Erst vor wenigen Tagen zog er wieder höhnisch über sie her.

[…]  Liane Bednarz gilt als eine der ganz großen investigativen Publizistinnen dieser Republik. Was sie zur Desiderius-Erasmus-Stiftung und zu „Philosophia Perennis“ aufgedeckt hat, könnte unsere Republik nachhaltig erschüttern.
Liane Bednarz hat es nicht leicht: Auf dem Buch- und Zeitschriftenmarkt, der von Publikationen, die Verschwörungstheorien zu der rechten Szene ventilieren, nur so überschwappt, muss man jedem einzelnen Käufer inzwischen mehr oder weniger nachlaufen. Und das selbst wenn man so Hochqualitatives wie Bednarz zu bieten hat, die bereits auf einem Blog mit solch durch und durch sympathischen Geistesriesen wie Alan Posener und Ruprecht Polenz publizierte. [klar, daß der Urinduscher seine ehemaligen Parteigenossen von der CDU ebenfalls hasst wie die Pest]
So landet nun die Autorin sogar bei der Aras-Postille HuffPost bzw. dem was von dem Pleiteblättchen noch übrig ist. Und widmet sich dort der Deisderius-Erasmus-Stiftung. So recht will es ihr allerdings nicht gelingen, eine eindeutige Einschätzung zu geben. 
[…] Die Argumentationskette für letzteres geht dann so: Die Stiftung sei zwar für AfD-Verhältnisse gemäßigt, aber sie ist AfD-nah. Die AfD auf der anderen Seite hat Kontakte zur Identitären Bewegung (was immer das heißen mag). Also scheint die Stiftung so etwas wie ein Fanclub der IB zu sein: Dreisatz-Logik vom Feinsten.
[…] Warum ich ein Scharfmacher bin, erklärt mir Frau Bednarz dann auch kurz und bündig:
„David Berger: Rechtspopulistischer Blogger
[…] Ende Juni 2017 erschien auf “philosophia perennis“ ein Gastbeitrag mit einem positiven Bericht über eine Demonstration der Identitären Bewegung in Berlin, in dem auch das Wort “Systempresse“ auftauchte.“
[…] Ich weiß von gar nichts. Und wenn ich etwas wüsste, würde ich es schon gar nicht dort sagen oder schreiben, wo die Systempresse mithört, sondern es Martin Sellner heimlich bei der nächsten IB-Demo, bei der ich mit Dirndl und blonder Langhaarperücke verkleidet als deutsche Maid mitmarschiere, in sein rechtes Ohr flüstern. [….]

Instinktiv möchte man eine so vom Berliner Hetzblogger Gescholtene unterstützen.
Aber das ist nur ein kurzer schwacher Moment.
Bis einem wieder einfällt wie Bednarz selbst tickt. Wie sie Steinbach-artig gegen Greta Thunberg giftet.
Der Feind meines Feindes ist eben nicht mein Freund, sondern beides bleiben Blödmänner. Da sollte man sich entspannt zurücklehnen.

[….]  Wie Greta & Co. den Neuen Rechten nützen
[…] Bekanntlich hat sich die Neue Rechte und ihre Sympathisantenszene in den vergangenen Jahren verstärkt Aktions- und Protestformen wie Blockaden und Besetzungen angeeignet. Dazu gehörten vor allem auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise Blockaden von Flüchtlingsheimen, Grenzübergängen und Bussen. […] Was die Legitimität und Rechtskonformität solcher Verhaltensweisen betrifft, macht sich die Neue Rechte einen schlanken Fuß. Sie behauptet schlichtweg, man könne oder müsse „die kleine Ordnung stören, um die große zu erhalten“. Aus dem Mund des Verlegers Götz Kubitschek […]: „Klar ist, dass es durchaus legitim ist, die kleine Ordnung zu verletzten in so einer Lage, um die große Ordnung zu retten. Es ist erlaubt, etwas zu blockieren, es ist erlaubt, einen Grenzübergang zu blockieren, es ist erlaubt, ein Asylheim zu blockieren oder zu besetzen[…] Verblüffenderweise empören sich viele der eher links- bzw. linksliberal ausgerichteten Unterstützer Greta Thunbergs  und ihrer „Fridays for future“-Bewegung, die sonst die rechte Widerstandsrhetorik ablehnen, sobald man in den Schulstreiks, mithin der Verletzung der Schulpflicht, ein Problem sieht. […] Wer in diesem Fall das Schulschwänzen für vollkommen legitim hält oder wie Bundeskanzlerin Angela Merkel die Proteste lobt, ohne das Schwänzen zu thematisieren, muss sich darüber im Klaren sein, dass er oder sie auf diese Weise zumindest mittelbar das neurechte Postulat, man müsse „die kleine Ordnung stören, um die große Ordnung zu retten“ affirmiert. […] Das Grundgesetz mit seinem in Art 28 verankerten Rechtsstaatsprinzip kennt aus gutem Grund außerhalb des eng gefassten Widerstandartikels keinen allgemeinen „zivilen Ungehorsam“, mit dem man sich aus eigenem Gutdünken heraus über das Recht hinwegsetzen kann. Damit sollte sich namentlich Robert Habeck, der Co-Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, einmal näher befassen. Gerade erst behauptete er in der Talkshow von Anne Will, dass das Ziel von Schule darin bestehe, „mündige Bürgerinnen und Bürger zu erziehen“. Dafür dienten ihm ausgerechnet die Schulstreiks als ein perfekter Beweis. Die Verantwortung für die Streikbeendigung schob er der Politik in die Schuhe, die einfach nur die Forderungen der Thunberg-Bewegung erfüllen müsse. Es ist zu hoffen, dass eine solch verquere Argumentation nicht im wahrsten Sinne des Wortes Schule macht. Denn sonst könnte man vielleicht irgendwann argumentativ ziemlich hilflos dastehen, wenn rechte Schüler die Schule schwänzen, um für die Durchsetzung ihrer migrationspolitischen Forderungen zu demonstrieren.[…..]

Sorry, lieber Bonner Junge, der mir den Artikel schickte – ich kann inhaltlich nicht detailliert auf eine selbsternannte Liberal-konservative Elite-Juristin eingehen, die Thunberg und die xenophoben Menschenhasser, die vor Asylunterkünften randalieren, in einen Topf wirft, eingehen.
Das macht meine Gesundheit nicht mit.

Berger und Bednarz sind beide solche Blitzbirnen, daß ich kaum Partei ergreifen kann.
Wenn die sich gegenseitig hauen, wenn die AfD-Parlamentarier sich gegenseitig mobben, trifft es keinen Falschen!

Donnerstag, 4. April 2019

Künstliche Welten – Teil III


In der künstlichen Welt Deutschlands fühlen sich die Hetzer der „alternativen Medien“ von marodierenden dunkelhäutigen Mobs verfolgt.
Es ist eine Welt voller „Messermigranten“, in der sich „blonde Frauen“ und Kinder nicht mehr allein auf die Straße trauen können, weil sie sie dann sofort vergewaltigt, ausgeraubt und umgebracht würden.
In der braunen Gedankenwelt stört nur gelegentlich die schnöde Realität, die seit 30 Jahren eine kontinuierlich fallenden Kriminalität ausweist, Deutschland war seit der Einheit von 1989 nicht so sicher; weniger Delikte gab es seit Dekaden nicht.
Aber natürlich sind solche gewaltigen statistischen Werke interpretationsfähig; 46 eng bedruckte Seiten umfasst die Polizeiliche Kriminalstatistik, die das Heimatministerium vorlegte.

[….] Die meisten Messerangreifer heißen Michael
[….] Die meisten deutschen Tatverdächtigen bei Messerdelikten im Saarland heißen Michael, Daniel oder Andreas. Nur wenige deutsche Tatverdächtige haben zudem eine doppelte Staatsbürgerschaft. Das hat eine Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der AfD ergeben. Die Aussagen dürften damit anders ausfallen, als es die Partei erwartet hat. [….] Die AfD [….]  stellte an die Landesregierung eine kleine Anfrage: Wie viele der Deutschen hatten eine doppelte Staatsbürgerschaft? Gibt es Häufungen bei den Vornamen? [….]
Michael (24 Fälle), Daniel (22) oder Andreas (20). Und auch die übrigen Namen lassen nicht auf einen Migrationshintergrund schließen: Es folgen Sascha (15), Thomas (14), Christian, Kevin, Manuel, Patrick (je 13), David, Jens (je zwölf), Justin und Sven (je elf). [….]

Kein Wunder, daß AfD und Pipi-Blog schnell irgend ein Detail finden, aus dem sie ableiten, wie viel krimineller und gefährlicher Deutschland durch Merkel, Soros, Chemtrails und die Reptiloiden wurde.
Tatsächlich gibt es auch in einigen Partialbereichen signifikante Anstiege der Gewalt: Fünf Menschen werden jeden Tag Opfer einer rechtsextremen Gewaltattacke.

[…..] In ostdeutschen Bundesländern nimmt die Zahl rechtsmotivierter Gewalttaten offenbar zu. Das geht aus den Zahlen der Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt für das Jahr 2018 hervor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der von den Initiativen registrierten Taten um rund acht Prozent, wie der Verband der Beratungsstellen (VBRG) mitteilte.
In Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es demnach 1212 Angriffe, die rechts, rassistisch und antisemitisch waren. Damit seien in Ostdeutschland täglich mindestens fünf Menschen Opfer rechter Gewalt geworden. Unter den 1789 direkt davon Betroffenen waren auch mehr als 250 Kinder und Jugendliche.
Zwei Drittel aller Angriffe - 793 Fälle - seien rassistisch motiviert gewesen und hätten sich zu einem großen Teil gegen Flüchtlinge, Menschen mit Migrationshintergrund und schwarze Deutsche gerichtet, hieß es weiter. Eine weitere große Gruppe von Betroffenen waren vermeintlich politische Gegner. Hier gab es 188 Fälle. [….]

Gewalt ist Gewalt, aber die Opfer sind andere, wenn wir die von den „alternativen Medien“ induzierte Gewalt betrachten.
Linksextreme werden gewalttätig gegen Starke, Rechtsextreme sind generell gewalttätiger und wenden sich immer gegen die Schwächsten.

[……] Neue Zahlen des Bundeskriminalamts und der Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt zeigen das erschütternde Ausmaß. [……]Beratungsstellen unterstützen die Gewaltopfer, auch diejenigen, die nicht zur Polizei gehen wollen oder können. Ihre Zahlen sind regelmäßig deutlich höher als die Werte der Behörden. [……] Um dieses Dunkelfeld auszuleuchten [……]  wollten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wissen, wie viele Menschen in Deutschland aufgrund von Vorurteilen gegen Herkunft, Hautfarbe, sexuelle Orientierung oder Behinderungen körperlich verletzt wurden. Solche Taten gelten als Hasskriminalität.
Die Ergebnisse dieser Studie sind alarmierend. Denn das auf diese Weise gemessene Ausmaß der Hasskriminalität in Deutschland stellt alle bisherigen Annahmen in den Schatten.
[……]  Fast bei der Hälfte aller Körperverletzungen (insgesamt 48,6 Fälle pro 1000 Einwohner) spielten also Vorurteile aus Sicht der Opfer eine Rolle. Die meisten der gemessenen Angriffe wurden durch Vorurteile gegen den sozialen Status, die Herkunft, das Geschlecht oder das Alter der Geschädigten motiviert. [……]
dann ergibt sich, dass statistisch in Deutschland 2017 etwa 248.000 rassistisch motivierte Körperverletzungen stattgefunden haben. [……]
Das Ausmaß der in der repräsentativen Studie von Betroffenen angegebenen rassistischen Gewalt ist demnach 1550-mal so groß wie die Gewaltzahlen in der polizeilichen Statistik. Und zwar selbst, wenn Rassismus eng definiert wird und darunter nur die Fälle zählen, die sich gegen die Hautfarbe von Menschen richten und nicht noch zusätzlich Zuschreibungen zu Herkunft oder Religion berücksichtigt werden, die in der Realität häufig rassistisch aufgeladen sind. [……]

Das ist die reale Welt, in der Schwule, Schwarze, Arme, Behinderte, Obdachlose in Deutschland leben.
Sie spielt allerdings in der kot-farbigen Welt der Hetzblogs keine Rolle.

Mittwoch, 3. April 2019

Clown in chief


Trump deprimiert, verstört, frustriert.

Um nicht völlig zu verzweifeln, muss man sich ab und zu einfach nur seine Sprache anhören.



Jens Stoltenberg berichtete er, sein Vater sei in Deutschland geboren worden; auch das ist, überflüssig zu erwähnen, blanker Unsinn.

[…..] Germany Demands Apology After Trump Claims Father Was Born There. […]

Der Kohle- und Öl-Fan wartet schließlich noch mit einer neuen Erkenntnis über die tödliche Windenergie auf.

[….]  “If you have a windmill anywhere near your house, congratulations, your house just went down 75 percent in value. And they say the noise causes cancer.” [….]

Danke #45, für diese bahnbrechenden neuen Erkenntnisse!
Daß Windmühlen PEST, AIDS, SCHNUPFEN, MS und CHOLERA auslösen, ist ja lange bekannt; nun also auch noch KREBS!

Die erneuerbaren Energien sind ohnehin ganz schlimm.

[….] Donald Trump Is Glad the U.S. Is Not Being Powered by Wind 'Because It Only Blows Sometimes' […..]


[…..] "I support the Great Lakes. Always have. They are beautiful. They are big. Very deep. Record deepness, right?" Trump said. […..]

Natürlich brennen junge Wissenschaftler der gesamten Vereinigten Staaten darauf in der Nähe dieses größten lebenden Genies ein Praktikum machen zu dürfen, um von Trumps überragender Intelligenz zu profitieren.

[…] Dass US-Präsident Donald Trump einen eigenwilligen Umgang mit Fakten pflegt, ist bekannt. Nun zeigen Publikationen des Gremiums der Wirtschaftsberater CEA, dass ein eher laxer Umgang mit dem Tatsächlichen offenbar auch in den Fachreferaten des Weißen Hauses gängige Praxis ist.
Der diesjährige Wirtschaftsbericht des US-Präsidenten, verfasst vom CEA, stützt sich auf die Mitarbeit einer ungewöhnlichen Reihe von Praktikanten. Unter anderem: Batman, Spider-Man und Captain America, verzeichnet unter ihren Alter Egos. Die komplette Liste der Blockbuster-verdächtigen CEA-Praktikanten:
J.T. Hutt = Jabba the Hutt, "Star Wars"; Aunt May = Die Tante von Spiderman; Peter Parker = Spiderman; Steve Rogers = Captain America; John Snow = möglicherweise gemeint: Jon Schnee, "Game of Thrones"; Bruce Wayne = Batman; Kathryn Janeway = Kapitänin der USS Voyager, "Star Trek"; John Cleese = Britischer Comedian von "Monty Python".
Alle Namen tauchen in dem 711 Seiten langen Dokument über die Lage der US-Wirtschaft und die Wirtschaftsagenda von Trump auf. […..]


Dienstag, 2. April 2019

Künstliche Welten – Teil II


Nach dem Mueller-Bericht gab es in der politischen Stimmung rein gar keine Veränderungen.
Die 63 Millionen glühenden Rassisten, die ihn gewählt haben, finden Trump immer noch toll, wer ihn vorher hasste, hasste ihn immer noch.
Das zeigten schon Umfragen zu Beginn der Untersuchungen, daß selbst bei einem eindeutigen Beweis für „being an russian asset“ Trumps begeisterte Fans weiterhin zu ihm halten würden.
Ist doch egal, daß er ein 10.000-facher Lügner, Betrüger, Sexist, Rassist und Betrüger ist. Selbst wenn es ein Video gäbe, auf dem #45 Geld und Anweisungen von Putin persönlich bekäme, fänden FOX und Co einen Spin, um seine Fans jubilieren zu lassen.
Die Hetzmedien weiter Teile der Welt haben das Volk in die Verblödung gesendet, die sozialen Medien bringen das digital brainstorming zur Vollendung, indem alle anderen Meinungen rausgefiltert werden und man effektiv von der lästigen Realität separiert wird.

In Deutschland stellen rechtsradikale Hetzblogs, Zeitschriften, Videoplattformen und die AfD in den Parlamenten jeden Dunkelhäutigen und Andersgläubigen als gefährlichen Parasiten dar.
Ungeniert framen die Spendenbetrüger Weidel und Co Heimatvertriebene, die auch durch deutsche Waffenexporte alles verloren haben als „Messermigranten.“
Als Jugendlicher sah ich das erste mal Bilder aus Fritz Hipplers „Der Ewige Jude“ aus dem Jahr 1940 und konnte es nicht fassen wie ungeheuer perfide aber auch plump und direkt Juden als Ungeziefer und Ratten dargestellt wurden.
„Jud Süß“ und „die Rothschildts“, ebenfalls von der NSDAP-Propagandaabteilung produziert waren kaum besser. Wie konnten sich Menschen das im Kino ansehen, ohne empört zu protestieren?
Wie konnte man das damals nur ernst nehmen, fragte ich mich.
Im Jahr 2019 bin ich deutlich ernüchtert.
Es sind die gleichen Methoden, mit der AfD, Pipi-Blog, PI, Elsässer und Co vor Messermigration warnen und bei jeder auch noch so absurd konstruierten Gefahr George Soros am Werke sehen.

In den künstlichen Welten der Braunen befindet sich Deutschland in einer durch schwere Kriminalität gezeichneten Endzeit, in der moderne Orks mordend und marodierend durch die Straßen ziehen, so daß sich niemand mehr heraustraut.

[….] Neue Kriminalstatistik: Mehr als 22.000 gefährliche Körperverletzungen durch illegale Migranten im Vorjahr [….]

Die Pest-Propaganda wirkt.
Sie wirkt sich auf die reale Welt aus. Der häßliche Deutsche, bzw die besonders häßliche Österreicherin frönt ihrem Hass auf offener Straße.


Sie trauen sich wieder was.


Und die Feindbilder werden immer grotesker.


Diese künstlich erschaffene braune Wahnwelt hat mit der Realität allerdings kaum noch etwas gemein.
Tatsächlich geht die Kriminalität mit all den vielen Flüchtlingen in Deutschland kontinuierlich und deutlich zurück.
Seit 30 Jahren war es nicht mehr so sicher auf Deutschlands Straßen.

[….]  Kriminalstatistik 2018 [….] 
Innenminister Seehofer zeigte sich zufrieden mit der Kriminalstatistik 2018. Die Zahl der Straftaten sei um 3,6 Prozent zurückgegangen. Sie sei so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht, so der Minister.
[….]  Tatsächlich ist der Wert aber nach den Worten von Bundesinnenminister Horst Seehofer so niedrig, wie seit Jahrzehnten nicht. "Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt", betonte der Minister. Die Aufklärungsquote sei ebenfalls auf einen neuen Höchststand gestiegen. [….] 

Der Rechtsaußen-Innenminister Seehofer, der sich seit Jahren mit miesen Attacken gegen Minderheiten und Schwache als harter Hund inszeniert, wird heute bereits von den Hobbynazis der selbsternannten „alternativen Medien“ zerrissen, weil er die Kriminalstatistik schöne.

Wahr ist stattdessen, daß Seehofer selbst lange und immer wieder zündelte, um Angst zu schüren und damit Deutsche gegen Flüchtlinge aufzuhetzen – in der fatalen Hoffnung damit gute Wahlergebnisse zu erzielen.
Nun ist die CSU schwach wie seit 50 Jahren nicht und steht einer auftrumpfenden Rekord-AfD gegenüber.

 [….] Nie seit der deutschen Einheit war die Zahl registrierter Straftaten in Deutschland so niedrig wie heute. Und nie war im Land die Verunsicherung so groß. Ja, spinnen denn die Deutschen eigentlich? Ist ein ganzes Volk einer Angststörung erlegen? [….]  Zwischen der tatsächlichen Gefährdung und der gefühlten öffnet sich im Land ein Spalt, um nicht zu sagen: eine Jauchegrube. Sie stinkt gewaltig. Dafür sind auch Seehofer und seine Mitstreiter verantwortlich.
[….] In Deutschland wurden neun Prozent weniger Autos geklaut und 18 Prozent weniger Handtaschendiebstähle registriert. Die Aufklärungsquote stieg, die Zahl der Einbrüche sank auf historischen Tiefstand - und das, obwohl schon im Jahr zuvor ein historischer Tiefstand verzeichnet worden war. [….] Und die Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger? Auch hier kein Zuwachs, nirgends.
[….] Verflixt, wo sind sie eigentlich alle geblieben, die vielen Missetäter, gern solche mit dunkler Haut? Nahezu täglich wurden sie der Öffentlichkeit im vergangenen Jahr vorgeführt - vorzugsweise von der Springer-Presse. Da war der Fall der 14-jährigen Susanna F. aus Mainz, deren Vergewaltiger und Mörder bis in den Irak verfolgt wurde. [….]  Mit Blick auf die Kriminalstatistik aber wird auch klar: Die Aufmerksamkeit für Gewaltdelikte, die von Nichtdeutschen begangen werden, steht in keinem Verhältnis zur statistischen Wirklichkeit. Das ist auch der Rhetorik eines Horst Seehofer zu verdanken, der mit der gesamten Führungsspitze der CSU 2018 im bayerischen Wahlkampf punkten wollte, wieder und wieder die Furcht vor gefährlichen Fremden befeuerte und das Geschäft der AfD betrieb. [….] Zwischen tatsächlicher und gefühlter Kriminalität wächst ein Graben, den Rechtsparteien, Politiker und verantwortungslose Medienleute mit fauliger Gülle befüllt haben. Sie besteht aus Angst, Verachtung und dem Wunsch, die Globalisierung zurückzuzwingen wie die Zahnpasta in die Tube. [….]