Montag, 19. Januar 2026

Deutsche MAGA-Männer

Vorbemerkung 1: 

[…] ‚Impeachment‘ ist ein US-amerikanischer Begriff und bedeutet ‚Amtsenthebungsverfahren‘. Generell kann jeder höhere Beamte durch ein Impeachment aus seinem Amt entlassen werden. Bekannt ist das Wort aber hauptsächlich als Möglichkeit, den amerikanischen Präsidenten aus seinem Amt zu heben.

Für ein Impeachment gelten sehr strenge Regeln. Das ist wichtig, denn schließlich wird der Präsident der USA in demokratischen Wahlen vom Volk bestimmt. Und es sollte nicht leicht sein, ihn aus seinem Amt zu entfernen. Allerdings besitzt der US-Präsident sehr viel Macht. Falls er sich nicht an die Gesetze und Regeln der Demokratie hält, können die Politiker des amerikanischen Kongresses ihn mit Hilfe des Impeachments entlassen und verhindern, dass er dem Land schadet.

 Wie läuft ein Impeachment-Verfahren ab?

Der amerikanische Kongress besteht aus zwei Parlamenten, dem Senat und dem Repräsentantenhaus. An einem Impeachment sind beide Häuser beteiligt.

Das Verfahren ähnelt einem Gerichtsprozess. Das Repräsentantenhaus hat die Rolle des Klägers. Wenn die Mehrheit der Politiker glaubt, dass der amtierende Präsident schwere Verbrechen, wie zum Beispiel Verrat oder Bestechung, begangen hat, wird eine Anklage verabschiedet.

Die ‚Verhandlung‘ des Impeachments findet im zweiten Parlament, dem Senat statt. In dem Prozess, der von einem hohen amerikanischen Richter geleitet wird, werden die Ankläger und die Verteidiger des Präsidenten angehört und befragt. Am Ende der Verhandlung stimmen die 100 Senatoren über das Impeachment ab. Nur wenn zwei Drittel, also mindesten 67 Senatoren, für die Amtsenthebung stimmen, muss der Präsident das Weiße Haus verlassen.  [….]

(WDR Neuneinhalb

Vorbemerkung 2: 

[….] Ein zweiter Weg, den die Amerikaner einschlagen könnten, läuft über den Zusatzartikel 25 der Verfassung. Theoretisch könnte dieses Verfahren schneller gehen. Dem Artikel zufolge kann der Präsident für unfähig erklärt werden, „die Rechte und Pflichten des Amtes auszuüben“. Häufiger kommt der Artikel zu tragen, wenn Präsidenten wegen einer Operation nicht bei Bewusstsein sind. Kurzzeitig führt dann der Vize-Präsident die Geschäfte. Doch als Grund kommen auch psychische Hindernisse in Frage. Konkret geht es um den vierten Abschnitt des Artikels, der bisher nie zur Anwendung kam.

Um dieses Verfahren einzuleiten, müssten der Vize-Präsident und eine Mehrheit der wichtigsten Kabinettsmitglieder zuerst eine entsprechende Erklärung vornehmen. Ein Rechtsgutachten aus dem Jahr 1985 interpretierte 15 Ministerposten als Teil dieser Gruppe. Der Vizepräsident und diese Minister müssen die schriftliche Erklärung an die Vorsitzenden des Senats und des Repräsentantenhauses übermitteln. Donald Trump bliebe dennoch eine Chance: Der Präsident kann - ebenfalls in einer Erklärung an die beiden Kongress-Kammern - widersprechen.

Der Vizepräsident und die entsprechenden Minister können den Präsidenten anschließend überstimmen. Danach ist der Kongress am Zug. Bis zu einer Entscheidung des Parlaments ist der Vize-Präsident amtierender Präsident, Trump wäre also erst einmal raus. Der Kongress hat dann 21 Tage Zeit, um abzustimmen. Für eine Amtsenthebung des Präsidenten müssen in beiden Kammern jeweils Zweidrittelmehrheiten zusammenkommen.  [….]

(Merkur, 10.01.2021)

Gerichte, Wahlen, Presse, Parteien, Kongress – nichts konnte diesen offenkundig hochgefährlichen kriminellen im Amt stoppen. Damit haben sich die US-Demokratie und US-Verfassung als Praxis-untauglich erwiesen.

Die USA läßt ihren orange mad king gewähren, sieht zu, wie er nicht nur die regelbewährte Weltordnung, sondern auch den Rechtsstaat USA zerschlägt.

Die US-Demokratie erlischt.

[…] USA ziehen sich aus 66 Organisationen zurück

US-Präsident Trump hat aus seiner Verachtung für viele internationale Organisationen nie ein Geheimnis gemacht. Jetzt ziehen sich die USA offiziell aus Dutzenden Einrichtungen zurück.

Die Vereinigten Staaten ziehen sich aus 66 internationalen Organisationen, Behörden und Kommissionen zurück. Das geht aus einer Anordnung von US-Präsident Donald Trump hervor, die das Weiße Haus veröffentlichte. Der Rückzug wird damit begründet, dass die Organisationen, Übereinkommen und Verträge nicht mit den Interessen der Vereinigten Staaten vereinbar seien.

Zu den Organisationen gehören der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen und Gremien, die sich mit Themen wie Arbeit, Bildung und Geschlechtergerechtigkeit befassen. Bei den meisten der betroffenen Einrichtungen handelt es sich um UN-nahe Behörden, Kommissionen und Beratungsgremien, die nach Auffassung der Trump-Regierung Diversität und sogenannte woke Initiativen fördern.  […]

(Tagesschau, 08.01.2026)

Längst reicht es ihm nicht mehr, die eigene Nation zu zertrümmern. Sein planetenumspannender Hass richtet sich gegen jeden und alles. Dem Völkerrecht begegnet er mit offener Verachtung.  Internationalen Organisationen mit Hetze.

Ganz oben auf seiner Abschussliste stehen NATO, UNO und EU, die er durch einen „Friedensrat“ ersetzen will, dem er vorsitzt.

[….] Dauerhafter Sitz in Trumps „Friedensrat“ soll eine Milliarde Dollar kosten  [….] Der von der US-Regierung geplante „Friedensrat“ sorgt für allerhand Unfrieden. Der Rat war eigentlich als Bestandteil von Trumps Friedensplan für Gaza gedacht und sollte in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen den Wiederaufbau des weitgehend zerstörten Küstenstreifens vorantreiben und die Übergangsverwaltung unterstützen.

Mehrere Staats- und Regierungschefs wurden nach eigenen Angaben von Trump eingeladen, in diesem „Friedensrat“ mitzuwirken, unter ihnen etwa der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, Kanadas Regierungschef Mark Carney oder der argentinische Präsident Javier Milei. Auch einige europäische Staatschefs sollen entsprechende Post erhalten haben.

Milei veröffentlichte seine Einladung am Samstag auf seinem X-Account. Darin wird der „Friedensrat“ bezeichnet als „das beeindruckendste und folgenreichste Gremium dieser Art, das je zusammengestellt wurde und das als neue internationale Organisation sowie als Übergangsverwaltungsbehörde gegründet werden soll.“ [….] Im „Gaza Executive Board“ sitzen Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der Nahost-Gesandte Steve Witkoff, der amerikanische Geschäftsmann Marc Rowan und der ehemalige britische Premierminister Tony Blair. Dessen Ernennung ist in der Region umstritten. Bei Al Jazeera rechnet man mit „weit verbreiteter Verurteilung“. Der Ex-Premier wird sowohl für den Irak-Krieg als auch für seine erfolglose Amtszeit als Nahost-Gesandter kritisiert. [….]

(SZ, 18.01.2026)

Mitglied in dem Rat wird man auch Einladung Trumps und muss eine Milliarde Dollar Bestechungsgebühr bezahlen.

Eingeladen sind Friedrich Merz und Wladimir Putin.

Der russische Präsident ist ja ein international geachteter Friedensmann, welcher sich Gewaltfreiheit und Fairness verschrieben hat.

Zu den unfriedlichen Nationen, die von den USA bestraft und attackiert werden (Pöbeleien, Zölle, Annexion) gehören Kanada, Mexiko, Grönland, Dänemark und Norwegen. Trump selbst hingegen will nach eigener Ankündigung, nicht friedlich agieren und führt dafür die einzige Begründung an, die im Trumpismus Relevanz hat: Sein gekränktes Ego. Norwegen ist Schuld, weil es ihm nicht den ersehnten Friedensnobelpreis zusprach.

Der Brief von Trump an Jonas Gahr Støre

„Lieber Jonas, da Ihr Land mir den Friedensnobelpreis für die Beendigung von über acht Kriegen verweigert hat, sehe ich mich nicht länger verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken, obwohl dieser immer im Vordergrund stehen wird. Ich kann mich nun darauf konzentrieren, was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika ist. Dänemark kann dieses Land nicht vor Russland oder China schützen, und warum sollten diese überhaupt ein ‚Eigentumsrecht‘ haben? Es gibt keine schriftlichen Dokumente, nur die Tatsache, dass vor Hunderten von Jahren ein Boot dort landete – aber auch wir landeten dort mit Booten. Ich habe seit der Gründung der Nato mehr für sie getan als jeder andere, und nun sollte die Nato etwas für die Vereinigten Staaten tun. Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige Kontrolle über Grönland haben. Vielen Dank! Präsident DJT“

Trump, der große Kriegstreiber, sieht sich als Friedensfürst.

In Wahrheit arbeitet er für Russland und China, ohne daß die USA fähig sind, den 25. Zusatzartikel zur Verfassung oder das Impeachment durchzusetzen.

Das amerikanische Volk hat Trump zweimal zu ihrem Präsidenten gewählt.

Die Trump sklavisch hörige GOP dominiert die Gouverneursversammlung, die Medienkonzerne, den Supreme Court, das US-House und den US-Senat.

Sie bekommen nun genau den Bürgerkrieg, den sie sich herbeigewählt haben.

Das Gift des Trumpismus wirkt längst auch in Europa, indem es Farage, Orban und die AfD steuert.

Schlimmer sind aber die Appeasement-Gummirücken der CDU, die wie der Außenminister und Kanzler, hanebüchen vor dem Weltenzerstörer Trump kriechen; sich nicht trauen, die „Handelsbazooka“ zu zünden.

WANN, WENN NICHT JETZT? 

[…] Ich kann euch beruhigen: Außenminister Wadephul hat gerade erklärt, niemand in Washington habe die NATO-Treue in Frage gestellt. Die vielen anderslautenden Berichte (inklusive der Zitate des US-Präsidenten) werden wir uns dann wohl eingebildet haben. Mir ist gerade ein richtiger Stein vom Herzen gefallen. [….]

(Lorenz Meyer, 18.01.2026)

Wir werden von MAGA-Würstchen regiert, die ihrem dunklen Fürsten Trump nach Mordor folgen.

[….] In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ gab sich Spahn in einer ersten Reaktion auf Trumps neueste Annexions-Fantasien großzügig: Betrachte man die Lage Grönlands auf dem Globus, seien die „von den USA gestellten Fragen nachvollziehbar“, erklärte er. Donald Trump habe „einen Punkt“, wenn es darum gehe, „ob wir als Nato und Europa diese strategisch immer wichtiger werdende Insel ausreichend gegen andere Mächte wie Russland schützen“.

Ernsthaft? Ist dem Chef der größten Partei im Bundestag nicht bekannt, dass die USA (als wichtigste Macht der Nato) schon heute in der Arktis im Prinzip tun und lassen können, was sie wollen? Und dass es Trump war, unter dessen Verantwortung die USA ihre eigene Präsenz in Grönland (weiter) reduziert haben?

Dass sich ein deutscher Politiker in dieser hohen Funktion für die imperialistischen Lügen eines Größenwahnsinnigen hergibt und ihnen nicht entschieden entgegentritt, ist erschütternd. Erst recht, wenn sich diese Lügen direkt gegen deutsche und europäische Interessen richten.

Es gehört nicht zur Aufgabe Spahns, besonders diplomatisch gegenüber Trump aufzutreten. Dafür gibt es einen Außenminister, Botschafter oder auch den Kanzler. Nein, Spahn zeigt so viel Verständnis für die Politik eines Mannes, der in seinem Land eine Mischung aus SA und Gestapo auf die Menschen loslässt, weil er selbst Sympathie für manche Ideen der MAGA-Bewegung hat.

Es ist kein Geheimnis, dass Spahn gut mit Richard Grenell befreundet ist – ehemaliger US-Botschafter in Deutschland und bis heute ein enger Vertrauter Trumps. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Spahn zu viel Zeit in Grenells Informations-Blase verbringt, bzw. verbracht hat. Spahn wirkt wie ein MAGA-Mann im Herzen der deutschen Politik.  [….]

(Christian Burmeister, 19.01.2026)

Sonntag, 18. Januar 2026

Ändert das Kanzleramt den Kurs?

Es ist (noch) sehr unwahrscheinlich, aber womöglich könnte die aggressive imperialistische Attacke Trumps auf Europa und die NATO doch etwas Gutes bewirken.

Merz verfügt zwar über nahezu keine Lernfähigkeit, aber Washington zeigt gerade so extrem deutlich das Scheitern des Kanzler-Kurses auf, daß er gezwungen sein könnte, Brüssel nicht länger zu talibanisieren, sondern auf europäische Gemeinsamkeit zu setzen. Selbst in der CDU staunt man über die Doofheit ihres Parteichefs, der wieder einmal wie ein begossener Pudel dasteht, weil er nicht antizipieren konnte, was als nächstes passiert.

[…] Umgang mit Donald Trump: No more schmeicheln

In der CDU wachsen Zweifel an der zahmen US-Strategie des Kanzlers: Deutschland müsse klar auf Trumps Zollankündigung reagieren. Noch deutlicher wird Lars Klingbeil. […] Der Zoll-Drohung aus Washington folgte zunächst das bekannte zögerliche Schweigen aus Berlin. Man habe die Äußerungen des US-Präsidenten "zur Kenntnis genommen", teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius schließlich am Samstagabend mit. "Zur gegebenen Zeit" werde man "über geeignete Reaktionen entscheiden".

Von Bundeskanzler Friedrich Merz selbst oder der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kam kein Wort. Man wolle sich erst mit den europäischen Partnern absprechen, hieß es. Die Bundesregierung wurde offenbar kalt erwischt. Dem Vernehmen nach erfuhr sie nicht direkt von der Regierung aus Washington von den neuen Strafzöllen, sondern, wie alle anderen auch, aus den sozialen Medien. […]

(Michael Schlieben, ZEIT, 18. Januar 2026)

Waaas; Trump droht mit Zöllen? Also DAS kommt völlig überraschend für das Kanzleramt. Wer hätte nur damit gerechnet?

Unglücklicherweise amtiert als zweitmächtigster CDU-Mann, die kleine Thiel-Marionette Spahn, die schon wieder auf Arschküss-Mission zu Trump geht.

[….] Sie sind mit dem früheren US-Botschafter Richard Grenell befreundet, haben den republikanischen Parteitag besucht und waren immer Transatlantiker. Was bedeutet es für Sie, dass sich Trumps Maga-Bewegung mit der AfD verbündet hat?

Ich bin immer noch überzeugter Transatlantiker. Jenseits von Regierungen eint uns mit den USA mehr, als uns trennt. Außerdem sind wir abhängig von den USA. Wir sind als größtes Land Europas nicht ohnmächtig, aber etwa für unsere Sicherheit doch ziemlich abhängig von den USA. Da können wir zehnmal mit dem Fuß aufstampfen, uns ärgern oder moralisch erheben. Wir sind, Stand heute, nicht in der Lage, selbst für unsere Sicherheit zu sorgen. […] Deshalb irritieren mich reflexhafte moralisch aufgeladene Reaktionen, die nichts mit unserer tatsächlichen Stärke zu tun haben.

Zum Beispiel?

Zum Beispiel, wenn es um Grönland geht. Da wird der Fortbestand der Nato infrage gestellt für den Fall, dass Trump Ernst macht.

Das sagt immerhin die dänische Ministerpräsidentin.

Das mag sein. Trotzdem frage ich: Habt ihr das zu Ende gedacht? Ist es wirklich klug, dass wir als Europäer in der Abhängigkeit, in der wir von Amerika sind, diese Debatte jetzt so führen? Und die Antwort ist Nein. Wenn man die Lage Grönlands auf dem Globus anschaut, sind die von den USA gestellten Fragen übrigens nachvollziehbar.

Trump hat also einen Punkt?

Es geht darum, ob wir als Nato und Europa diese strategisch immer wichtiger werdende Insel ausreichend gegen andere Mächte wie Russland schützen. Und ja, da hat Donald Trump einen Punkt. […]

(Spahn im SZ-Interview, 16.01.2026)

Katastrophaler und falscher kann eine Bundesregierung in dieser kritischen Lage gar nicht handeln.

[….] Es ist nicht nur erschütternd, wie unterwürfig und kurzsichtig Spahn sich gibt, wenn er Trumps Imperialismus vorauseilend entgegenkommen will. Sondern auch, wie er die angestrebte Landnahme rechtfertigt: mit der Lage Grönlands auf dem Globus. Das soll nun reichen? Großraumtheorie vom Fraktionschef? [….]

(Bijan Moini @bijanmoini.de, 18.01.2026)

Dänemark ist unser Nachbar, enger Wirtschaftspartner, EU- und NATO-Mitglied! Und Spahn kommt gar nicht auf die Idee, auch nur zur erwähnen, daß wir unserem Freund beistehen sollten, wenn eine Macht sich gewaltsam dänische Territorium einverleiben will!

[…] "Wenn man die Lage Polens auf dem Globus anschaut, sind die vom Deutschen Reich gestellten Fragen übrigens nachvollziehbar."

Was für ein wahnsinnig gefährlicher Trottel!

"Trottel" soll nicht implizieren, dass dieser skrupellose Anti-Europäer im Rang eines Fraktionsvorsitzenden, der ganz sicher Merz' rostiger Sargnagel sein wird, so einen imperialistischen Dreck nicht mit vollkommener, berechnender Absicht öffentlich raushaut. [….]

(Jan Böhmermann, 18.01.2026)

Deutlicher kann es, wie schon bei der Energie-Politik, auch in der Außenpolitik nicht sein: CDUCSU auf dem Holzweg, die Grünen hingegen liegen goldrichtig.

Andreas Audretsch legt heute wunderbar klar auf den Tisch, wie die EU die Daumenschrauben gegenüber der USA anlegen müsste.

[….] Donald Trump versteht nur Stärke und Klarheit.

Die Strategie des Zurückweichens von Friedrich Merz ist gescheitert. Und die Trump-Anbiederung von Jens Spahn schadet Europa.

Jetzt ist Zeit in Europa gemeinsam den Rücken gerade zu machen, mit Großbritannien, mit Frankreich und den Partnern in der EU.  [….]

(Audretsch, 18.01.2026)

Statt wie der Fritzekanzler devot auf dem Rücken zu rollen und seine Kehle zu präsentieren ….

"und wenn Ihr mit Europa nix anfangen könnt, dann macht wenigstens Deutschland zu eurem Partner". (Merz)

… kann es jetzt nur eine Antwort geben: Auf Europa setzen. Also die EU (plus GB und die Willigen) stärken und einigen, statt sie, wie Azubi-Fritze, aufzuspalten.

Gelegentlich hat man den Eindruck, Merz verstünde doch ansatzweise, in was für eine katastrophale Sackgasse sein Trump-Appeasement führt und denke nun in die richtige Richtung. Es hält leider nie an.

[….]  Friedrich Merz zeigt sich desillusioniert von Trump und der US-Politik

[…] Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Europa dazu aufgerufen, sich von den USA zu emanzipieren und sich nicht weiter kleinzumachen. "Wir erleben, dass unser wichtigster Verbündeter auf der Welt – und das sind bis heute die Vereinigten Staaten von Amerika – sich abwendet von einer regelbasierten ‍Ordnung", sagte Merz auf einer CDU-Wahlveranstaltung im baden-württembergischen Heddesheim. Statt sich am Völkerrecht zu orientieren, gehe die Entwicklung der US-Politik "hin zu einer reinen Macht- und interessengeleiteten Politik".

Merz setzt zudem nicht mehr auf Änderungen bei Trump. Man könne diesen zwar kritisieren, "aber was nutzt Kritik, wenn derjenige, dem sie gilt, darauf nicht reagiert, sondern das, was er tut, für richtig hält", sagte der Kanzler. Wenn Trump seine Politik weiter fortsetze, dürfe man nicht den "Kopf in den Sand stecken und sagen, wir fügen uns dem allen". Man dürfe nicht hinnehmen, zum Spielball der Großmächte zu werden und zu versuchen, irgendwo in einer kleinen Nische zu überleben. […]
(ZEIT, 16.01.2026)

 Zwei Tage später:

Es ist unerträglich peinlich, was für einen Totalausfall Merz darstellt, statt sich jetzt mit seinem gesamten Gewicht an die Seite Starmers, Macrons und Mette Frederiksens zu stellen.

Denn selbst in den USA kennt man schon den Begriff „EU-Bazooka“ und ahnt, wie schmerzhaft das werden könnte.

Es ist die einzige Hoffnung Europas: Wir müssen fest zusammenhalten, die gefährlichsten Waffen aus dem Trade-Giftschrank gegen die US-Techkonzerne abschießen, uns in Grönland der US-Army in den Weg stellen und darauf bauen, die ökonomischen Folgen so schwerwiegend für die Durchschnitts-Amerikaner ausfallen zu lassen, daß sie sich gegen Trump wenden. Der orange Mann ist bereits angezählt.

[…] Das erste Jahr seiner zweiten Amtszeit endet für Donald Trump mit einer ganzen Reihe von schlechten Nachrichten. Denn mehr und mehr Amerikanerinnen und Amerikaner scheinen nicht sonderlich begeistert davon zu sein, dass noch drei weitere Jahre unter dem Kommando dieses Präsidenten anstehen. Dem Demoskopen Nate Silver zufolge, der Durchschnittswerte zahlreicher Umfragen berechnet, sind derzeit etwa 42 Prozent der amerikanischen Wähler mit der Arbeit ihres Präsidenten mehr oder weniger zufrieden. Etwa 55 Prozent sind gegen Trump. Es ließe sich argumentieren, dass dies immer noch halbwegs stabile Zahlen sind, gemessen daran, was dieser Präsident in den zurückliegenden Monaten alles angerichtet hat. Nicht leugnen lässt sich aber auch, dass der Trend für Trump langsam, aber stetig nach unten geht. Und dass wenige US-Präsidenten zu diesem Zeitpunkt unbeliebter waren – vom Trump der ersten Amtszeit mal abgesehen.

Grundsätzlich gilt weiterhin, dass die Meinung zu diesem Präsidenten stark davon abhängt, auf welcher Seite des ideologischen Grabens man sich nach ihr erkundigt. Aber zumindest bei einem Thema scheint es sogar eine gewisse Einträchtigkeit zwischen demokratischen und republikanischen Wählern zu geben: bei der Grönland-Frage. Einer Erhebung von CNN zufolge sind 75 Prozent der Amerikaner gegen den Versuch der USA, sich Grönland einzuverleiben. Selbst die Hälfte der republikanischen Wähler lehnt das demnach ab. Und diese Zahl stammt von Mitte vergangener Woche, also noch vor dem Moment, als Trump neue Strafzölle gegen halb Europa ankündigte, um sich die Insel per Erpressung zu sichern.

Ein derart provozierter Handelskonflikt hätte wohl nicht zuletzt höhere Preise für amerikanische Konsumenten zur Folge – und das ist ohnehin schon Trumps größte Problemzone. […] Einer wachsenden Mehrheit der Amerikaner gefällt es jedenfalls nicht, was ihr Präsident derzeit macht. Und wenn das so weitergeht, dann dürften den Republikanern die Ergebnisse der Midterm-Wahlen im Herbst nicht allzu sehr gefallen.  [….]

(Boris Herrmann, 18.01.2026)

Merz und Wadephul sind bedauerlicherweise unglaublich schwer von Begriff und hängen immer noch an ihrem Bild des freundlichen großen US-Bruders aus den 1980ern. Die meisten anderen Europäer hingegen, haben es schon verstanden; das Merz-Amerika ist tot. Jetzt können wir nur noch versuchen, den Europäischen Arsch zu retten, oder wir werden von Trumpmerica niedergewalzt.

[…] Das Bündnis des Westens ist faktisch erledigt […] Zwar hatten die Europäer das als „Erkundungsmission“ deklariert: Die Truppen sollten prüfen, wie die Nato-Länder gemeinsam Donald Trumps angeblich völlig berechtigte Forderung nach mehr Sicherheit in der Arktis erfüllen können. Die Bundeswehr erklärte diese Aufgabe nach zwei Tagen bereits für abgeschlossen. Aber natürlich wusste jeder, was der wahre Grund für den militärischen Ausflug war: Die europäischen Soldaten sollten den amerikanischen Präsidenten durch ihre Präsenz davon abhalten, Grönland – mithin dänisches Staatsgebiet – zu annektieren.

Die Lage ist nun also so: Die Führungsmacht der Nato bestraft andere Nato-Mitglieder, weil diese mit Billigung des Nato-Mitglieds Dänemark Soldaten auf dessen Territorium, also auf Nato-Gebiet, stationiert haben. Das ist so irre und imperialistisch, dass man den Satz glatt wiederholen muss, um den Inhalt realisieren, geschweige denn glauben zu können: Die Führungsmacht der Nato bestraft andere Nato-Mitglieder, weil diese mit Billigung des Nato-Mitglieds Dänemark Soldaten auf dessen Territorium, also auf Nato-Gebiet, stationiert haben. […] […]  was würde passieren, wenn nun Russland Kampfjets in den finnischen Luftraum fliegen ließe oder „grüne Männchen“ in Litauen auftauchten wie 2014 auf der Krim? Muss Europa dem Mann in Washington erst mal eine Kiste Gold als Tribut schicken, bevor Amerika den Verbündeten zu Hilfe eilt? Die Nato hat leider keine Friedensnobelpreis-Medaille, um Trump zu bestechen. Aber vielleicht kann sie die der Europäischen Union leihen? Die Tatsache, dass man zögert, solche Szenarien als absurd abzutun, sagt schon alles. […]

(Hubert Wetzel, 18.01.2026)

Samstag, 17. Januar 2026

Ausweg aus dem Trumpismus

Immerhin haben wir zu Beginn des Jahres 2026 Gewissheit: Friedrich Merz ist nicht nur in jeder Hinsicht vollkommen unfähig, sondern darüber hinaus auch noch borniert. Er will nicht dazulernen, ist nicht kritikfähig und vollständig beratungsresistent. Es ist durchaus faszinierend, mit welch hoher Schlagzahl er auch im achten Amtsmonat, seine Verblödung demonstriert. Arbeitsmoral, Atomkraft, Krankschreibungen, Steuerpolitik, Bahnsanierung – ein breites Themenspektrum, zu dem der Fritzekanzler in nur einer Woche seine katastrophalen Fehleinschätzungen demonstrierte.

Es fällt schwer, seinen bisher größten Fehler zu nennen, weil er so flächendeckend versagt. Aber die Eselei gegenüber Trump steht ganz oben auf der Liste.

[….] "Wir kämen schon klar", hatte Friedrich Merz mal über Donald Trump gesagt. Statt jetzt über den Untergang der Demokratie zu klagen, setzt der CDU-Chef auf Pragmatismus.  […]

(DIE ZEIT, 07.11.2024)

Er latschte mit Opa Friedrichs Geburtsurkunde ins Weiße Haus und dachte, mit dem wenig subtilen Hinweis auf Trumps deutsche Wurzeln, hätte er den Orangen in der Tasche. So simpel stellt sich Klein Fritzchen offenbar tatsächlich die Weltpolitik vor.

[….] Bundeskanzler Merz wirbt nach seinem Besuch bei US-Präsident Trump für einen anderen Umgang mit dem US-Präsidenten. Er sagte in Berlin, man müsse aufhören, mit erhobenem Zeigefinger und gerümpfter Nase über Trump zu sprechen. [….]

(Deutschlandfunk, 06.06.2025)

Fehleinschätzungen, die fassungslos machen. Wie auch Ursula von der Leyen, setzt der Bundeskanzler auf Appeasement und glaubt, den wütenden Oval-Office-Orang mit Abkommen einhegen zu können. So misshandelte die EU-Kommissionschefin einen für Europa extrem nachteiligen Vertrag mit der USA aus – aber die beiden CDU-Tölpel hielten Trump damit erneut für erfolgreich eingehegt. 

Keine neuen Zolldrohungen aus dem Weißen Haus, freuten sich Berlin und Brüssel.  Dabei gehört zu den wenigen Gewissheiten im Umgang mit dieser Administration, daß Trump täglich lügt und notorisch Verträge bricht.

Selbstverständlich ließ die vollständige Blamage des Merz/Leyenschen Appeasementkurses nicht lange auf sich warten.

[….]  Wegen Streit um Grönland: Trump kündigt Zölle gegen Deutschland und weitere Länder an: Solange die USA Grönland nicht kaufen könnten, sollen Deutschland und weitere Länder Strafzölle in Höhe von zehn Prozent zahlen. Ab Juni sollen sie weiter steigen.

US-Präsident Donald Trump hat wegen des Streits um Grönland Strafzölle gegen Deutschland und andere europäische Länder angekündigt. Solange die USA die zu Dänemark gehörende Insel nicht kaufen könnten, sollten Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland ab dem 1. Februar zusätzliche Zölle von zehn Prozent auf alle Einfuhren in die USA zahlen, erklärte Trump am Samstag. Ab dem 1. Juni würden diese Zölle auf 25 Prozent erhöht. [….]

(Taz/afp, 17.01.2026)

Während Merz und sein erbärmlich kriecherische Epigone Wadephul Verständnis für Trumps Grönlandobsession zeigen und damit das Falscheste tun, das überhaupt möglich ist, obliegt es offenbar wieder einmal amerikanischen Latenightern, Trump entgegenzutreten.

Es gelang nicht mit Hitler, es gelang nicht mit Putin und es gelingt auch nicht Trump: Man kann solche Leute nicht mit Schmeicheleien und Verträgen davon abhalten, internationale Verbrechen zu begehen und ihr eigenes Volk zu matern.

[…] Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, neue Strafzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder zu verhängen, stellt die angespannten Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA auf eine neue Probe. »Für mich steht außer Frage, dass das wieder ein neuer Schritt ist, mit dem die US-Seite den Deal mit der EU nicht einhält«, sagte Bernd Lange (SPD), Vorsitzender des Handelsausschusses im Europaparlament, dem SPIEGEL.

Die EU-Kommission hatte vorigen Sommer eigentlich eine umfassende Vereinbarung mit den USA geschlossen. Demnach wird auf die meisten Importe aus der EU in die USA ein Zollsatz von 15 Prozent fällig; Trump hatte zuvor mit 20 Prozent gedroht. Im Gegenzug will die EU den Zollsatz auf viele Einfuhren aus den USA auf null herabsetzen.

»Wenn auf der anderen Seite des Atlantiks überhaupt keine Verlässlichkeit ist, dass der Deal eingehalten wird, dann können wir nicht vermitteln, dass wir US-Produkte auf null Prozent Zoll setzen«, forderte Lange. »Angesichts dieser Drohung kann ich mir nicht vorstellen, dass wir mit Business as usual weitermachen.«

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte die von US-Präsident Donald Trump wegen Grönlands angedrohten Zölle für inakzeptabel. »Weder in der Ukraine noch in Grönland oder anderswo auf der Welt lassen wir uns in solchen Situationen durch Einschüchterungen oder Drohungen beeinflussen«, schrieb Macron auf der Social-Media-Plattform X.

Dort reagierte auch der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson: »Wir lassen uns nicht erpressen. Nur Dänemark und Grönland entscheiden über Angelegenheiten, die Dänemark und Grönland betreffen. Dies ist eine EU-Angelegenheit, die weit mehr Länder betrifft als die, die derzeit herausgegriffen werden«. [….]

(SPON, 17.01.2026)

Fast unnötig zu erwähnen; Dummerle Merz schweigt, lässt erneut die Europäischen Partner im Stich. Wir kennen das von ihm; es ist seine Signature-Fähigkeit: Die letzten eigenen Trümpfe selbst zu zertrampeln.

[…] Weiter betonte der Kanzler, dass "America First" zwar akzeptabel sei, "aber America alone kann nicht in eurem Interesse sein".

Europa könne ein Partner der USA sein, "und wenn Ihr mit Europa nix anfangen könnt, dann macht wenigstens Deutschland zu eurem Partner".

Diese Aussage von Merz stößt nun auf heftige Kritik: die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brandner, schrieb in einem Beitrag auf X, dass "Merz mit einem Satz die komplette Errungenschaft seiner Partei für Europa über Bord wirft. Dabei bräuchten wir jetzt einen Kanzler, der wie kein anderer für ein starkes Europa kämpft. Denn nur zusammen können wir mit China oder den USA mithalten. Merz hätte einen echten Adenauer-Moment haben können - er hat ihn nicht nur verpasst, er hat ihn abgelehnt."

Auch im EU-Parlament wurde das Angebot des Kanzlers kritisiert. EU-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann beschuldigte Merz in einem Beitrag auf X, "mal wieder ein verheerend unklugen Satz" getätigt zu haben "in Zeiten, in denen ein geeintes Europa so wichtig ist wie nie zuvor." "Merz wollte in Europa führen und schert jetzt aus, wenn’s eng wird. Das ist verantwortungslos. Trump lacht sich ins Fäustchen", so Strack-Zimmermann.  [….]

(Euronews, 10.12.2025)

Dabei kann die einzige Strategie gegen Trumps imperial-kriminelle Politik nur sein, ihr geschlossen entgegen zu treten. Es ist richtig, europäische Soldaten in Grönland zu stationieren. Damit würde die US-Army gezwungen, verbündete NATO-Kräfte direkt anzugreifen. Trump hätte aktiv die NATO zerstört, das Pentagon müsste den Verlust all seiner Europäischen Basen, die strategisch extrem wichtige Brückenköpfe sind, verkraften.

Ja, wir wissen alle; militärisch ist die NATO ohne die USA ein Zwerg, der jederzeit umgerannt werden kann. Aber ökonomisch haben wir noch einiges im Köcher und müssen nun alles nutzen, was in unserem Giftschrank steht, um Trumpmerika weh zu tun. Wir brauchen eine ökonomische Koalition der Willigen – EU, Kanada, Mercosur, GB, Japan, Süd-Korea – gegen die USA.

[….] Einem ersten Statement aus Berlin zufolge wird die Bundesregierung nun gemeinsam mit ihren europäischen Partnern über eine „geeignete Reaktion“ auf die jüngste Zollankündigung Donald Trumps beraten. Gegenstand der Debatte ist nichts anderes als ein schamloser Erpressungsversuch. Trump will unter anderem Deutschland, Dänemark, Frankreich und Großbritannien mit wachsenden Strafzöllen überziehen, solange diese Länder sich einem Grönland-Deal in den Weg stellen. Darauf aber kann es eigentlich nur eine geeignete Reaktion geben: sich der Konfrontation zu stellen. [….]  All die beschwichtigenden Worte, gequälten Nettigkeiten und unterwürfigen Gesten haben nicht dazu geführt, Trump auch nur ansatzweise als verlässlichen Partner oder zumindest transatlantischen Halbverbündeten zu gewinnen. Es stimmt, er hat die Ukraine bislang nicht komplett an Putin ausgeliefert, aber niemand kann sicher sein, dass er es nicht morgen auf Truth Social tut. 

Die Erfahrung zeigt eher: Wer sich von Donald Trump erpressen lässt, bekommt nicht, was er will, sondern muss immer mehr geben. Ein Fingerchen, noch ein Fingerchen, eine Rolex-Uhr, die Nobelpreisplakette, die ganze Hand.  Auf diese Weise hat sich unter anderem die vormals stolze Partei der Republikaner von der Maga-Bewegung verknechten lassen. Gleichzeitig ist festzustellen, dass jene, die dem Erpresser Trump mit erhobenem Haupt und ohne Furcht entgegentreten, in der Regel recht gut fahren. Am erfolgreichsten haben das bislang die Harvard Universität und die brasilianische Regierung praktiziert. [….] Im Übrigen könnte der Zeitpunkt kaum günstiger sein, um sich von Trumps Willen zu emanzipieren. Die Umfragen deuten darauf hin, dass der US-Präsident in der Wählergunst immer weiter absackt. Die Aura der Unangreifbarkeit aus dem ersten Halbjahr ist jedenfalls verflogen. Zwei Dinge kommen besonders schlecht an: dass die Lebensmittelpreise nicht wie versprochen sinken und der Griff nach Grönland. Beides zusammen ergibt eine relativ günstige Verhandlungsposition für die Europäer. [….] Es ist Zeit, Donald Trump zu sagen: Nicht mit uns, wir spielen dein Spiel nicht mehr mit!  [….]

(Boris Herrmann, 17.01.2026)

Wir sind Zwerge und die USA scheinen übermächtig. Aber nicht nur Brasilien und Harvard, auch China haben gezeigt, wie man mit Gegendruck Trump bezwingt. Amerika ist nicht so stark wie alle Zwerge zusammen. Wir müssen endlich skrupellose Zwerge sein, die Trumperika als das sehen, was es ist: Ein Schurkenstaat.

USA raus aus der Nato, US-Tech-Konzerne raus aus dem EU-Wirtschaftsraum. Trump begreift immer noch nicht, wer seine Zölle zahlt. Nicht Deutschland, sondern die amerikanischen Konsumenten. Ja, es schadet den deutschen Exporteuren massiv, weil deren Preise steigen. Aber in dieser Weltlage ist es heilsam, wenn Deutschland seine Exporte in die USA verringert, gezwungen ist, sich mehr auf andere Absatzmärkte zu konzentrieren. Je weniger wir abhängig von dem Drecksland (ich darf das sagen, weil ich selbst einen US-Pass habe) sind, umso besser! 

VIELLEICHT käme es dann in den USA zu so großer Unzufriedenheit mit Trump, daß doch ein paar Republikaner bereit wären ein Impeachment mitzumachen.

Dann käme zwar Vance, der noch gefährlicher ist. Aber der würde immerhin mit dem Signal aus dem Kongress starten, als US-Präsident doch nicht allmächtig zu sein.

Ein Szenario mit vielen vagen Annahmen, das einen entschlossen Taktgeber aus dem stärksten EU-Land benötigt. Schon daran wird es scheitern, denn wir haben schließlich nur Merz und die CDU-Trottellummen. Sowie einen Urnenpöbel, der bei einem Scheitern der Merz-Regierung, den Musk-Fanclub AfD zur mit Abstand stärksten Partei machen wird. Eine braun-idiologische ökonomische Selbstmörder-Bewegung, die ganz im Sinne Trumps den Austritt Deutschlands aus der EU betreibt.

Freitag, 16. Januar 2026

Danke, Kai Wegner

Donald Trump denkt vermutlich wirklich, er sei der größte und beliebteste Präsident aller Zeiten. Aber der Crash mit den katastrophalen demoskopischen Werten der realen Welt, triggert ihn offenbar zu immer mehr zerstörerischen Irrsinn.

Mit Machados Nobelpreis in der Hand, „Trump: “Well, she offered it to me…She said, ‘You know, you’ve ended eight wars, and nobody deserves this prize more than in history than you do.’”“, schickt er sich nun ernsthaft an, die NATO zu zerstören und dänisches Territorium militärisch zu erobern.

Nach Venezuela, Kuba und Grönland, will man sich als 52. US-Bundesstaat Island einverleiben.

Es könnte sogar noch deutlich schneller, als gedacht, mit uns allen zu Ende gehen.

Da muss man sich dringend die Zeit nehmen, um die netten Dinge der Politik zu genießen, wenn man nicht völlig verrückt werden will.

Herrlich ist beispielsweise, wie der CDU-Bürgermeister in Berlin im Wahljahr alles daran setzt, RRG zu stärken und sich selbst in eine tiefe Grube einzuschaufeln.

Nach seiner legendären Tennis-Lüge, bringt er es in 45 Minuten beim SPIEGEL-Interview, beim besten Willen nicht über die Lippen, einen Fehler einzugestehen, oder gar Reue zu zeigen.

Er macht es mit jedem Satz, der nicht lautet „Da habe ich Mist gebaut und bitte meine Berliner um Entschuldigung!“ schlimmer.

Das Paradebeispiel eines Politikers, der nicht über den Skandal an sich stolpert, sondern über die Dämlichkeit, wie er anschließend versucht, zu verschleiern, vertuschen, abzulenken, schönzureden. Ähnlich, wie bei Merz (mit dem Wegner leidenschaftlich verfeindet ist), hatte man ihn schon vor seiner Wahl für geistig etwas minderbemittelt gehalten. Aber als Regierungschef beweisen sie eben beide eindrücklich, tatsächlich schlicht und ergreifend, dumm zu sein.

[….] Seit dem Tag, an dem es in Berlin zum längsten Stromausfall seit Ende des Zweiten Weltkriegs kam und Kai Wegner Tennis spielte, ist er in Erklärungsnot.

Solche Krisen bergen für Politiker mitunter Chancen, vorausgesetzt, sie wissen sie zu nutzen. Als 2002 die Elbe und ihre Nebenflüsse in Sachsen über die Ufer traten, zeigte sich der damalige Kanzler Gerhard Schröder dort in Gummistiefeln. Das bescherte dem Sozialdemokraten gute Bilder und kurz darauf möglicherweise die entscheidenden Stimmen beim Wahlsieg über seinen Herausforderer Edmund Stoiber von der CSU.

Wegner hingegen hat sich den grundlegenden Spielregeln der politischen Krisenkommunikation verweigert. Selbst in seiner Partei, der CDU, sind sie fassungslos. Darüber, dass er Sport trieb, während rund 100.000 Berliner ohne Strom und meist ohne Wärme auskommen mussten. Dass er so den Eindruck erweckte, die Sorgen seiner Bürgerinnen und Bürger nicht ernst zu nehmen. Dass Wegner anders als damals Schröder nicht umgehend die Krisenorte aufsuchte.

Seine hilflose Erklärung, er habe beim Tennis »den Kopf freikriegen« wollen, wurde zu einem Running Gag. Die Grünenpolitikerin Ricarda Lang spottete auf X: »Immerhin Kai Wegner hatte am Samstag Netz«. Der Autovermieter Sixt präsentierte ihn als Werbefigur für einen Mercedes der Premiumklasse: »Ganz großes Tennis zum ganz kleinen Preis.« Die Witze über Wegner prägen nun sein öffentliches Bild [….] Kann einer, den die eigene Karikatur inzwischen überstrahlt, jemals wieder als Politiker ernst genommen werden? [….] Wegner zählt auf, wann er erreichbar sei und wie er sicherstellt, dass er nie eine Nachricht verpasst. Etwa wenn er im Fernsehen auftrete. Dann gebe er das Handy seiner Mitarbeiterin. Oder abends im Bett. »Auch nachts bin ich immer zu erreichen«, sagt Wegner, »weil man nie weiß, was passieren kann.« Und natürlich habe er sein Handy dabeigehabt, als er an jenem 3. Januar zwischen 13 und 14 Uhr Tennis spielte.

Er habe das Telefon in der Tennishalle auf die Seitenbank gelegt, »wo die Tennistasche steht«, und dafür gesorgt, dass es nicht auf stumm, sondern auf laut gestellt war. »Wenn das Handy da liegt«, versichert Wegner, »hört man es selbstverständlich. Ich bin dann immer mal wieder zur Bank gegangen und habe nachgesehen: Gibt es eine Nachricht? Ist was passiert? Gibt es was Neues?« [….] Dass Wegner nicht gleich am Samstag in die betroffenen Stadtteile fuhr, fiel schnell auf. Zu Beginn der Krise erklärte er, er habe sich zu Hause »in seinem Büro eingeschlossen, im wahrsten Sinne«. Er habe sich »weder gelangweilt noch die Füße hochgelegt, sondern ich war den ganzen Tag am Telefon und habe versucht, zu koordinieren und mich bestmöglich zu informieren«. Was Wegner nicht erwähnte, war die Tennisstunde. [….] Er hätte »da als King rausgehen können und müssen« , schrieb später ein Parteifreund in einer internen Chatgruppe. Stattdessen sei das alles ein »kommunikatives Desaster«.[….] Der Regierende Bürgermeister hätte nicht die Aufgabe, »vor Ort zu sein«, habe der DRK-Mann gesagt, sondern müsse sich informieren und organisieren. Außerdem, sagt Wegner, hätte er vor Ort keine Handyverbindung gehabt, weil am Samstag im Berliner Südwesten das Mobilfunknetz ausgefallen war. »Ich hätte dort nicht telefonieren können.«

Auf die Idee, dass ihn seine Tennisstunde einholen würde, kam er an jenem Tag anscheinend nicht. Oder darauf, dass es vielleicht weniger angreifbare Möglichkeiten gegeben hätte, um sich abzulenken. [….] Weder die Tennisstunde inmitten der Notlage noch seinen Umgang damit will Wegner als Fehler bezeichnen. [….]

(Wegner im SPIEGEL-Gespräch, 15.01.2026)

Ein echtes Highlight der politischen Torheit; ich habe mich großartig amüsiert und empfehle diesen Text zukünftigen Politikstudenten als Negativbeispiel. Hier können sie lernen, wie man es auf keinen Fall machen sollte.

Einen Tag später, scheint Wegner aber noch nicht zufrieden zu sein, sich coram publico dermaßen in den Fuß geschossen zu haben. Daher legt er flugs noch einmal an und durchlöchert mit seiner verbalen Polit-Flinte auch seinen anderen Fuß.

[….]  Spendenaktion für Obdachlose untersagt Berlin hat den Kaffee auf

Mit der sogenannten Kaffeewette wollen Berliner Bezirke Geld für die Kältehilfe für Obdachlose sammeln. In diesem Jahr aber wird das nichts. [….] Nun hat Wegners Senatskanzlei noch eine Möglichkeit ausgemacht, viele Berlinerinnen und Berliner gegen sich aufzubringen. Dabei geht es um Kaffeespenden für Obdachlose.

Der Einzelhändler Michael Lind rief 2019 in Berlin-Neukölln die sogenannte Kaffeewette ins Leben. Das Prinzip dahinter ist simpel. Die Bezirke rufen die Berlinerinnen und Berliner dazu auf, Kaffeepäckchen zur Unterstützung lokaler Kältehilfeeinrichtungen zu spenden. Jeder Bezirk, der es schaffte, mindestens 500 solcher Päckchen zu sammeln, erhielt von Einzelhändler Lind und mehreren Partnern 2500 Euro zusätzlich für die Kältehilfe im jeweiligen Bezirk. [….] Berlins Regierender Bürgermeister Wegner will die Aktion stoppen. »Die Senatskanzlei informierte die Berliner Bezirke darüber, dass nach der Entscheidung des Regierenden Bürgermeisters der Verdacht auf Käuflichkeit oder Bestechlichkeit bestünde«, teilt das Bezirksamt Neukölln mit. [….] Initiatoren und Unterstützer der Kaffeewette sind trotzdem erzürnt. Einzelhändler Lind wehrt sich gegen den Vorwurf, er mache mit der Kaffeewette Werbung für sich. »Ich mache das nicht und wollte das nie«, sagte er laut »Berliner Morgenpost« . Er sei massiv enttäuscht von dem Verbot so kurz vor dem Start. [….] Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) sprach von einem Schlag ins Gesicht für engagierte Unternehmen und Bürger, die ein Zeichen des Zusammenhalts hätten setzen wollen. »Es geht darum, dass die Kältehilfe gestärkt wird. [….] »Der Regierende Bürgermeister findet diesen Ansatz ausdrücklich gut.«

So gut, dass er ihn verbietet. [….]

(Florian Pütz, 16.01.2026)

Großartig, Wegner! Immer weiter so! Bin gespannt, womit er morgen nachlegt!

Donnerstag, 15. Januar 2026

Grönland-Strategie

Aaron Parnas erzählte mir heute Morgen, es gäbe eine Kongressmehrheit für ein Trump-Impeachment, falls er es wagen sollte, militärisch gegen Grönland vorzugehen.

Das wäre sehr zu begrüßen, weil potus #48 Vance gleich ein bißchen mit-eingenordet wäre und wüßte, er könne sich nicht alles erlauben. Falls Trump einfach tot umfiele, ohne daß sich die GOPer je von ihm distanzierten, würde Präsident Vance einfach so weiter machen und wäre vermutlich sogar noch gefährlicher, weil er nicht so senil, wie der orange Prolet ist.

Allein; es handelt sich wohl wieder einmal um Wunschdenken. Die real existierenden Republikaner sind durch die Bank weg mikrotestikeläre Gummirücken, die immer schleimspurziehend zu seinen Füßen kriechen werden, während sie sich darum drängeln, seinen gewindelten flatulierenden Hintern zu küssen.

[….]  Republikaner im US-Senat knicken ein

Der Versuch der Demokraten, die militärischen Befugnisse Trumps zu beschneiden, ist gescheitert. Im US-Senat entscheidet die Stimme von Vize Vance.

Der Versuch, die Befugnisse von US-Präsident Donald Trump einzuschränken und mögliche weitere Militärschläge gegen Venezuela nur nach einer Abstimmung im Kongress zu erlauben, ist gescheitert.

Die republikanische Führung im US-Senat schaffte es, genug Se­na­to­r:in­nen davon zu überzeugen, gegen die sogenannte War Powers Resolution zu stimmen. Die Stimme von Vizepräsident J. D. Vance war ausschlaggebend, nachdem die Abstimmung im Senat mit einem Unentschieden von jeweils 50 Stimmen geendet hatte.  Die Abstimmung zeigt, dass die Republikaner knapp ein Jahr nach Trumps Amtsantritt noch nicht gewillt sind, dem Präsidenten Einhalt zu gebieten.   […]

(Hansjürgen Mai, 15.01.2026)

Wie soll es nun aber weitergehen mit Grönland, das der Oberbefehlshaber der mächtigsten Armee der Welt völkerrechtswidrig annektieren will? Kein europäisches Land verfügt über die militärischen Kapazitäten, Trump aufzuhalten und der US-Kongress will ihn nicht stoppen.

Es könnte sein, daß ich in meinem gestrigen Posting über Grönland ein winziges bißchen Ironie durchklingen ließ und nicht vollständig zufrieden mit dem außenpolitischen Kurs der Bundesregierung war.

Die Merzsche und Wadephulsche Unterwürfigkeit gegenüber der Aggro-autokratischen US-Administration ist unerträglich. 13 deutsche Soldaten gegen die US-Army zu schicken, schien mir zunächst als größter Witz aller Zeiten.

24 Stunden später revidiere ich diese Einschätzung aber. Offensichtlich steckt die dänische Regierung mit ihrer fähigen sozialdemokratischen Regierungschefin Mette Frederiksen (48) dahinter.

Die Frau, die vom Bully Trump als „nasty“ beschimpft wird, weiß selbstverständlich, wie aussichtslos es ist, sich tatsächlich militärisch gegen den wildgewordenen Oberamerikaner zu behaupten. 99% der Amerikaner, darunter garantiert der Präsident, wären nicht in der Lage Dänemark auf einer Weltkarte zu finden. Sie wissen nicht nur nichts, über so kleine Europäische Länder, sie wollen auch nichts wissen.

Der Name Mette Frederiksen poppt ganz neu auf dem politischen Bildschirm der US-Newssender auf, weil Trump seiner kriminellen Grönland-Obsession frönt und sich dabei für USAner völlig überraschend herausstellte, daß es sich bei der Rieseninsel doch nicht um eine unbewohnte Einöde handelt, die niemanden gehört.

Miller und Vance tun weiter so, als ob es so wäre. Trump hetzte gestern gegen Kopenhagen, er habe gehört, Frederiksen plane, einen weiteren Hundeschlitten in Grönland zu stationieren.

Schlau zieht die dänische Regierungschefin die diplomatischen Register, indem sie immer wieder (zu Recht) betont, mit einem US-Angriff auf das Staatsgebiet eines NATO-Partners sei das Ende der NATO besiegelt. Das scheint tatsächlich Eindruck zu machen; selbst bei Republikanern. Versehentlich die NATO zerstören, wollen sie dann doch nicht so gern. Schon allein, weil sie Europa als militärischen Brückenkopf in den Nahen Osten und nach Russland brauchen. Bei allen Militäreinsätzen gegen Syrien, den Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia, den Iran, spielen die US-Basen in Europa eine wichtige logistische Rolle. Insbesondere Ramstein in Deutschland mit seinem Militärkrankenhaus ist wichtig.

Dänemark fädelt es gut ein, wenn nun Soldaten aus verschiedenen europäischen Nationen nach Grönland geschickt werden. Gestern waren vier Länder bekannt – Dänemark, Schweden, Norwegen und Deutschland.

Heute ziehen mindestens noch Holland und Frankreich mit.

Die alle zusammen haben immer noch nicht die geringste Chance gegen die USA.

[….] "Ich glaube nicht, dass Soldaten in Europa den Entscheidungsprozess des Präsidenten beeinflussen oder dass das irgendeinen Einfluss auf sein Ziel hat, Grönland zu erwerben", sagte die Regierungssprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, vor Journalisten im Weißen Haus. […]

(NTV, 15.01.2026)

Leavitt und Trump sind, wenig überraschend, viel zu dämlich, das Problem zu begreifen.

 

Was würde passieren, wenn Trump militärisch zugreift?
Nuuk hätte nichts entgegen zu setzen, die paar Franzosen und Holländer wären ebenfalls schnell erledigt.

Aber indem die USA dann gezwungen wäre, direkt die Soldaten der NATO-Partner zu attackieren, wäre es auch unwiederbringlich das Ende der NATO. Berlin, Paris und London könnten sich keinen schlanken Fuß mehr machen und müssten das Bündnis auflösen.

Etwas anderes könnte man nicht mehr rechtfertigen. De facto ist die Trump-NATO jetzt schon erledigt, weil sich niemand mehr darauf verlassen kann, ob die USA zu Artikel 5 stehen.

[…] Es heißt, die Nato ist erledigt, sollten sich die USA Grönland einverleiben. Doch sie ist es wohl schon. Europa hat keine überzeugende Antwort darauf.

[…] Vor vier Jahren pilgerten europäische Politiker nach Moskau und versuchten, Wladimir Putin vom Einverleiben der Ukraine abzubringen – vergeblich. Heute pilgern andere europäische Politiker nach Washington und versuchen, Donald Trump von seinen Übernahmeplänen für Grönland loszueisen – mit offenem Ausgang. Geschichte wiederholt sich nicht, aber manchmal reimt sie sich, wie einst der US-Schriftsteller Mark Twain schrieb.

Die Nato sei am Ende, sollten die USA Grönland und damit das Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Dänemark angreifen, heißt es. Ist sie das nicht schon? Trump sagt, Grönland müsse vor Russland und China geschützt werden, und das gehe nur, wenn es Teil der USA sei. Das kann nur heißen: Trump schützt ausschließlich US-Staatsgebiet. Andere Länder nicht, also auch keine Nato-Verbündeten, und Grönland ist Nato-Territorium. Die wichtigste Grundlage der westlichen Militärallianz – dass Nato-Mitglieder im Ernstfall unter US-Schutz stehen – ist unter diesem US-Präsidenten praktisch eingefroren. […]

(Dominic Johnson, 15.01.2026)

Mit dem formalen Ende der NATO beginnen aber viele amerikanische Probleme. Die US-Army müsste ihre europäischen Basen räumen – ein Alptraum für die US-Generäle, die damit ihre Schlagkraft in Nahost, dem Baltikum und dem Mittelmeerraum verlören.

Der raffgierige Trump hofft offenkundig, im Gegenzug durch die Ausbeutung grönländischer Bodenschätze, reich zu werden. Das ist aber nur eine gedankliche Option, wenn man total verblödet, wie die Trumpanzees ist.

Denn abgesehen davon, daß gar nicht sicher ist, was wo im Grönländischen Boden steckt: Das Riesenland ist infrastrukturell nicht erschlossen. Es müsste unter aberwitzigem Aufwand, ein kilometertief durchgefrorenes Land mit  2.166.086 km2 Fläche, also mehr als sechs Mal so groß wie Deutschland (348.672 km2) erschlossen werden. Mit Häfen, Krankenhäusern, Kraftwerken, Straßen und Flughäfen versehen werden. Kein US-Unternehmen könnte die Investitionen stemmen und die Republikaner würden sich bedanken, wenn Trillionen Steuergelder nach Grönland flössen. Im besten Fall fände man tatsächlich Erze mit Seltenen Erden. Die müsste man zum Raffinieren aber nach China schicken, weil die USA nicht über die Technologie verfügen. Und wieso sollte Peking dabei helfen, sich eine Konkurrenz zu schaffen?

Mittwoch, 14. Januar 2026

Deutsche Außenpolitik greift durch!

Die Personalschwäche der Bundeswehr haben wir übrigens Gas-Kathys Mann KT von und zu Googleberg zu verdanken. Ein schönes Beispiel dafür, weswegen man niemals CDU-Mitglieder Bundesministerien leiten lassen darf. Wir alle wissen ja, in welchem Zustand Straßen, Brücken und Bahn sind, nachdem 12 Jahre ununterbrochen die CSU dafür die Verantwortung trug.

  So fällt uns auch heute die Aussetzung der Wehrpflicht, die Schließung der Kasernen durch den CSU-Verteidigungsminister.

[….] In nur sechs Monaten schaffte es Karl-Theodor zu Guttenberg die Wehrpflicht, den einstigen Markenkern konservativer Politik, abzuschaffen. [….] [….] Anfang Februar 2011, kurz vor Beginn der Plagiatsaffäre um Guttenbergs Dissertation, kommt erneut massive Kritik an den Plänen des Verteidigungsministeriums zur Umbau der Streitkräfte auf - sowohl aus dem Kanzleramt als auch von Seiten der Soldaten. In der Truppe ergebe sich "das Bild einer intransparenten, ressourcenverschwendenden, ungesteuerten Reformarbeit", zitiert die Süddeutsche Zeitung aus einem Schreiben. Bereits im Januar war in einer Vorlage für Kanzlerin Angela Merkel beanstandet worden, dass Guttenberg bei seinen Umbauplänen die Leitungsebene im Ministerium nur unzureichend straffe. Es müssten auch deutlich mehr Standorte geschlossen werden, als Guttenberg in Aussicht gestellt habe.

Ende Februar, während der Verteidigungsmininster mit der Copy-and-Paste-Affäre kämpft, fällen Experten des Kanzleramts ein vernichtendes Urteil über die Umbaupläne aus dem Verteidigungsministerium: Guttenbergs Vorschläge seien eine "nur sehr rudimentäre und unausgewogene Grundlage für Entscheidungen zur Reform der Bundeswehr", zitiert der Spiegel aus der Expertise.

Am 1. März 2011 wird der Druck auf Guttenberg zu groß: Im Zuge der Plagiatsaffäre erklärt er seinen Rücktritt. Er sagt, dass er seinem Nachfolger Thomas de Maizière im Verteidigungsministerium ein "gut bestelltes Haus" hinterlasse. Diese Erklärung wird ihm wenige Zeit später viel Spott von Journalisten und Oppositionspolitikern einbringen.  [….]

(SZ, 16.05.2011)

 

Die C-Nachfolger auf der Hardthöhe (de Maizière, von der Leyen, Kramp-Karrenbauer) gaben der Bundeswehr den Rest. Seit 2021 mühen sich SPD-Minister damit ab, den ausgezehrten Trümmerhaufen wieder aufzubauen. Es ist das überall gleiche Schicksal – ob britische Labourparty, US-Demokraten oder SPD – sie werden von der bräsig-rechten Bevölkerung nur gewählt, wenn ihre konservativen Vorgänger, die Karre so gründlich in den Dreck gefahren haben, daß man quasi bei Null anfangen muss.

So gern der beliebteste Bundesminister Boris Pistorius offensichtlich seinen Job macht, so undankbar ist sein Bereich, weil es nun einmal keine Friedenszeiten sind und aus den rostigen Restbeständen große Mengen Munition und Waffen in die Ukraine und nach Litauen verfrachtet werden.

Und dann ist da noch die bizarre sadosexuelle Kultur in dem Männersumpf, der ähnlich katholischer Priesterseminare nicht gerade die vorbildlichsten Teens und Twens anzieht.

(….)  Auch in der Bundeswehr, in der inzwischen glücklicherweise auch Frauen dienen, herrscht aufgrund des Männerüberschusses und alter Traditionen immer noch ein Faszinosum für Analsex.  (….)

[….] Fallschirmjäger: Obst in den Po und Paddel drauf!   In einer Zweibrücken Kaserne ist es äußerst unappetitlich zugegangen: Fallschirmjäger sollen sich auf einer Feier Obst in den Hintern geschoben und mit einem Paddel drauf gehauen haben. Wegen dieser Vorfälle wird die Kompanie nun von ihrem Kongo-Einsatz entbunden. […..]

(STERN, 21.06.06)

[…..]  Das Amtsgericht Zweibrücken hat im Prozess zur "Dörrobst-Affäre" um obszöne Aufnahmerituale in einer Kaserne den angeklagten Hauptmann zu einer Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro verurteilt.   Der Richter sah es als erwiesen an, dass der ehemalige Kompaniechef das "entwürdigende Verhalten" seiner Untergebenen auf einer Feier geduldet habe. […..] 

(SPON, 11.06.2008)

[…..] Schon wieder schockiert ein Skandal die Bundeswehr: Bei den Gebirgsjägern im oberbayerischen Mittenwald sind junge Soldaten mit entwürdigenden Mutproben und Aufnahmeritualen schikaniert worden. Sie mussten bis zum Erbrechen Alkohol trinken und rohe Schweinsleber essen, um in der internen Hierarchie aufsteigen zu können. [….]

(AZ, 10.02.10)

 [….] Nach SPIEGEL-Informationen bestätigten interne und bisher geheim gehaltene Ermittlungen, dass bei der Ausbildung von Sanitätern, im Militärjargon "Combat First Responder" genannt, offenbar sexuell-sadistische Praktiken an der Tagesordnung waren. [….] Demnach fesselten sich die Soldaten gegenseitig an Stühle, mussten stundenlang so verharren und wurden mit Wasserschläuchen abgespritzt. [….] Statt einer professionellen Armee, die für junge Menschen eine interessante Karriere bietet, erhält die Bundeswehr durch die Vorgänge in der Staufer-Kaserne wieder das hässliche Image einer männergeprägten Chauvinisten-Truppe, in der Rituale wie Erniedrigung bis hin zu den sexuell-sadistischen Ausbildungsmethoden weiterhin Platz haben und von den Vorgesetzten nicht geahndet werden. [….]

 (Matthias Gebauer, SPON, 27.01.2017)

Sexuelle Übergriffe bei Gebirgsjägern  [….] Nach den Vorfällen in der Bundeswehr-Kaserne in Pfullendorf wird ein weiterer Fall bekannt, in dem Soldaten einem Kameraden gegenüber übergriffig geworden sind. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll ein Soldat bei den Gebirgsjägern in Bad Reichenhall unter anderem durch Vorgesetzte sexuell belästigt und diskriminiert worden sein.   [….] Laut Ministerium handelte es sich dabei um eine Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 in Bad Reichenhall. "Dort sei er zwischen November 2015 und September 2016 durch Mannschaftssoldaten und einige Vorgesetzte (Ausbilder) seines Zuges mehrmals diskriminiert sowie verbal und tätlich sexuell belästigt und genötigt worden" [….] Laut Ministerium laufen derzeit Ermittlungen gegen 14 Beschuldigte, davon zwei Feldwebel, zwei weitere Unteroffiziere und zehn Mannschaftssoldaten. [….] Ein Sprecher des Ministeriums betonte auf Anfrage, es handele sich um einen von zahlreichen Einzelfällen aus der Vergangenheit. [….]

(Christoph Hickmann, SZ vom 21.03.2017)

Ich möchte hier noch einmal klarstellen, daß ich moralisch keinerlei Einwände gegen analen Sex habe. Es ist völlig in Ordnung, wenn die Geistlichen im Vatikan es sich mit Freude gegenseitig besorgen.

Wenn es sich dabei aber um ein Demütigungsritual unter Zwang handelt, ist es kein Sex, sondern Gewalt.  Dafür gibt es erstens keinerlei Rechtfertigung, aber zweitens stellt sich die Frage wieso so viele Uniformierte darauf abfahren. (…..)

(Anal-Soldaten, 20.03.2017)

Heute gehen Berichte über einen deutschen Panzergrenadierzug durch die Presse, der In Litauen mit allem auffiel, wovon Uniformierte eben Schlagzeilen machen: Rechtsextremismus und Vergewaltigungen.

[….] Rassistische Beleidigungen, Gewalt, sexuelle Nötigung: Wegen des Verdachts auf schweres Fehlverhalten unter deutschen Soldaten zieht die Bundeswehr einen ganzen Panzergrenadierzug aus dem NATO-Einsatz in Litauen ab. [….] Bei einer alkoholgeschwängerten Skandal-Party in einem litauischen Hotel Ende April sollen einige Kameraden rechtsextreme und antisemitische Lieder angestimmt haben, auch soll es zu einem Fall sexueller Nötigung gekommen sein. Einem Anfangsverdacht auf Straftaten wird nachgegangen. Wie der "Spiegel" berichtete, sollen Soldaten aus demselben Zug am 20. April ein "Geburtstagsständchen" für Hitler angestimmt haben. [….] Im Laufe der Ermittlungen kam nun auch ans Licht, dass 569 Schuss Handwaffen-Munition bei der Bundeswehr in Litauen abhanden kamen. [….]

(Tagesschau, 16.06.2021)

Die katholische Kriegsministerin Kramp-Karrenbauer, beeilte sich aber auch in diesem Fall zu versichern, das Ansehen der Bundeswehr schützen zu wollen.

Sie handelt genau wie bei der Kirche – es gilt die Täterorganisation weiß zu waschen und die Opfer im Stich zu lassen.

[….]   „Die Entgleisungen beschädigen das Ansehen der Bundeswehr und Deutschlands. Das wird mit aller Härte bestraft werden“, kündigte Verteidigungsminister Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) schon am Mittwoch an. Allerdings: Rechtsextreme Vorfälle unter in Litauen sta­tio­nierten Sol­da­t*in­nen gab es mutmaßlich schon früher. Mit voller Konsequenz hat die Bundeswehr darauf nicht reagiert.  Nach Angaben des Verteidigungsministeriums weiß die Bundeswehr schon seit dem 4. Januar 2020 von Vorwürfen gegen einen ebenfalls in Rukla stationierten Soldaten. Er soll einen Kameraden „mehrfach verbal (im Zusammenhang mit der Hautfarbe des Betroffenen) beleidigt und bloßgestellt haben“. Die Bundeswehr geht dem Vorfall zwar nach, hat die Ermittlungen nach fast eineinhalb Jahren aber bis heute nicht abgeschlossen. Der Beschuldigte hat weiterhin Zugang zu Waffen.   In einem zweiten Fall sollen im Sommer 2020 vier deutsche Soldaten im Raucherbereich vor der litauischen Kaserne „Tiergeräusche imitiert haben“, als ein schwarzer Soldat aus Frankreich an ihnen vorbeiging. [….]

(taz, 17.06.2021) (….)

(Soldaten. Polizisten. Priester, 17.06.2021)

Es macht den Soldatenberuf  zweifellos für die meisten jungen Menschen nicht gerade attraktiver, wenn die Wahrscheinlichkeit, dabei erschossen zu werden, mit der Kriegsgefahr deutlich steigt. Aber die immer noch mit Schikane und Qualen verbundene Rekrutenzeit, in der es offenbar gilt, die Jungs und Mädels zu demütigen, statt ihnen für ihren Dienst dankbar zu sein, hilft auch nicht weiter.

Auch Pistorius bekommt den analen Nazi-Sumpf Bundeswehr nicht so leicht trockengelegt.

[….] Bei den Fallschirmjägern im rheinland-pfälzischen Zweibrücken hat es mutmaßlich Fälle von Rechtsextremismus, sexualisierten Übergriffen und Drogenmissbrauch gegeben. Heute hat sich der Bundestag mit den gravierenden Vorfällen beschäftigt. [….] In der 4. Kompanie soll es Hitlergrüße, eine Nazi-Party und eine rechtsextreme und antisemitische Clique gegeben haben. Hinzu kommen Frauenhass, Exhibitionismus und sexistisches Verhalten von Soldaten. Außerdem wurden offenbar harte Drogen konsumiert. [….] Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken ermittelt in 16 strafrechtlich relevanten Fällen. Die Bundeswehr untersucht mögliche dienstrechtliche Vergehen von 55 Beschuldigten. Mittlerweile sind neun Soldaten aus dem Dienst entlassen worden. [….] [….]

 (Tagesschau, 14.01.2025)

Aber man soll nicht immer alles schwarz sehen. Die Merz-Klingbeil-Regierung setzt die Bundeswehr nun in einer der ganz großen außenpolitischen Krisenregionen ein. Endlich. Deutschland wird seinem NATO-Partner und eng verbündeten Nachbarn Dänemark militärisch gegen den orangen Aggressor USA beistehen.

[….] US-Präsident Trump erneuert die Drohung, Grönland zu übernehmen. Dänemark weist die Pläne nach einem Treffen in Washington zurück und verstärkt mit Schweden und Norwegen die Militärpräsenz auf der Insel. Auch Deutschland schickt Soldaten.

Ehe am Mittwoch auf dem Gelände des Weißen Hauses über Grönland gesprochen wurde, meldete sich nochmal Donald Trump zu Wort. Und erneuerte seine Drohung, die weitgehend autonome, zum Nato-Mitglied Dänemark gehörende Insel zu übernehmen. „Die Vereinigten Staaten brauchen Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit“, schrieb der US-Präsident auf Truth Social. „Es ist für den Goldenen Dom, den wir bauen, von entscheidender Bedeutung“ [….] [….] Sein Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio empfingen den dänischen Außenminister Lars Løkke Rasmussen und Vivian Motzfeldt, die für Grönlands auswärtige Angelegenheiten zuständig ist. [….] Es sei „eine offene, aber auch konstruktive Diskussion“ gewesen, sagte Rasmussen danach höflich vor der dänischen Botschaft in Washington. Doch „wir haben immer noch eine grundlegende Meinungsverschiedenheit“, fügte er an. [….] „Ideen, die die territoriale Integrität des Königreichs Dänemark und das Selbstbestimmungsrecht des grönländischen Volkes nicht respektieren würden, sind natürlich völlig inakzeptabel.“ Die Grönländerin Motzfeldt sieht das genauso, sie hielt ihren Vortrag allerdings auf Grönländisch.

In Nuuk kam das gut an. Die Grönländer verfolgten das für sie so wichtige Treffen auf Handy- und Laptop-Bildschirmen, in Cafés und Läden. „Wir haben die richtigen Leute geschickt“, sagt eine Frau in einem Laden, als Vivien Motzfeldt auf dem Bildschirm auftaucht. [….] Motzfeldt wies Trumps Annexionspläne wie ihre Kolleginnen und Kollegen in Kopenhagen seit Monaten empört und entschieden zurück, ebenso europäische Nato-Staaten. „Die Lage ist sehr, sehr ernst“, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit Grönlands Premier Jens-Frederik Nielsen. Es sei „nicht leicht, dem völlig inakzeptablen Druck eines unserer engsten Verbündeten standzuhalten“.

Grönland wolle nicht zu den USA gehören, erklärte Nielsen. „Grönland will nicht von den USA regiert werden. Grönland wird nicht Teil der USA werden. Wir entscheiden uns für das Grönland, das wir heute kennen und das zum Königreich Dänemark gehört.“ Das sei deren Problem, sagte Trump nachher auf Anfrage von Reportern dazu. „Ich bin anderer Meinung als er. Ich weiß nicht, wer er ist. Ich weiß nichts über ihn, aber das wird ein großes Problem für ihn werden.“  [….]

(SZ, 14.01.2026)

Dänische, schwedische, norwegische und deutsche Soldaten werden auf Grönland stationiert, um die US-Army abzuwehren. Richtig so! Und angesichts der deutschen Machtdemonstration, werden es sich Trumps G.I. dreimal überlegen, ob sie es wirklich wagen, gegen die massive teutonische Truppenpräsenz anzugreifen!

        […] Bundeswehr entsendet Soldaten nach Grönland

Im Streit um die Zukunft Grönlands spielt nun auch die Bundeswehr eine Rolle. 13 deutsche Soldaten werden morgen als Teil eines internationalen Erkundungsteams nach Nuuk fliegen. Ziel sei es, Rahmenbedingungen zur Sicherung der Region zu erkunden.

Deutschland wird 13 Soldaten nach Grönland entsenden. Das bestätigte das Bundesverteidigungsministerium. [….]

(Tagesschau, 14.01.2026)

Nuuk und die Wilde Dreizehn! Nimm das, Hegseth! Washington zittert.

Da Deutschland offenbar seine außenpolitischen Testikel wiederentdeckt, greift auch der hochrangigste Deutsche, Präsident Steinmeier, in den außenpolitischen Folterkasten und zeigt dem Teheraner Theokraten-Regime, welches gerade zu Tausenden seine einen Bürger abschlachtet, daß Deutschland, die drittgrößte Industrienation des Planeten, gewillt ist, hart durchzugreifen, um die Ayatollahs aufzuhalten!

Die nächste Eskalationsstufe wird ebenfalls schon ventiliert; die Bundeswehr könnte den Teheraner Bürgern 500 Helme schicken.

Deutsche Außenpolitik ist wenigstens keine wilde Kakophonie, sondern aus einem Guss: Jürgen Hardt, Johann Wadepfuhl, Merz, Manfred Weber, Steinmeier debakulieren wunderbar homogen! Alle gleichermaßen ZUM MITSCHÄMEN!