Deutsche und US-amerikanische Regierungsmitglieder geben eine erstaunliche Menge hanebüchenen Unsinns von sich.
Meistens mit der offensichtlichen Absicht, reiche Lobbyisten zu befriedigen oder um ihrem Hass auf politische Gegner zu frönen.
Die schwachsinnigsten Thesen der Konservativen halten sich am hartnäckigsten, obwohl sie durch zahllose Studien und internationale empirische Daten eindeutig widerlegt sind.
Trickle Down käme allen zu Gute und kurbele die Wirtschaft an. Das Gegenteil ist der Fall. Das Kapital konzentriert sich bei wenigen Superreichen, die Masse verarmt, dadurch schrumpft die Nachfrage immer mehr und die Wirtschaft erlahmt.
Kernenergie wäre die billigste Methode der Stromerzeugung. Dabei hält sogar Siemens-Chef Joe Kaeser neue AKWs für unfinanzierbar.
Das womöglich absurdeste Lügenmärchen ist der konstruierte Gegensatz von Wirtschaft und Klimaschutz. Klimaschutz sei zu teuer und würge die Wirtschaft ab.
Dabei ist das diametrale Gegenteil der Fall: KEIN Klimaschutz ist wesentlich teurer. Wer auf fossilen Energieträgern beharrt, indem er beispielsweise Verbrennerautos, statt Stromer fördert, schießt sich international ins Abseits und wird von den asiatischen Autobauern weggefegt.
Dennoch bekräftigt der Bundeskanzler, offenkundig vollkommen von der Realität entkoppelt, seine Gaga-Thesen.
Mit über 60 Milliarden Euro pro Jahr fördert diese Bundesregierung den Verbrauch von Öl und Gas; dümmer geht es nicht.
Nein, das nehme ich zurück. Trumps Gerede von der „beautiful clean coal” und der fanatische Kampf gegen Windenergie, dürfte sogar Katherina Reiches Schwachsinn übertreffen.
[….] Trumps Feldzug gegen erneuerbare Energie: US-Regierung bezahlt Unternehmen fürs Canceln von Windpark s[….]
Die US-Regierung von Donald Trump zahlt erneut Energieunternehmen dreistellige Millionensummen, damit die ihre Pläne für Offshore-Windparks aufgeben und stattdessen in klimaschädliche Öl- und Gasprojekte in den USA investieren.
Der Deal: Die Unternehmen stecken noch mal so viel Geld in fossile Projekte, wie sie zuvor an Pacht für Offshore-Flächen vor den US-Küsten gezahlt hatten. Können sie das nachweisen, löst das Innenministerium die Pachtverträge auf und zahlt das Geld zurück.
Das Vorgehen scheint zur Gewohnheit zu werden. Im März hatte die US-Regierung schon den französischen Energiekonzern TotalEnergies mit fast einer Milliarde US-Dollar dazu gebracht, Pläne für zwei mögliche Windparks im Atlantik zu streichen und sich stattdessen auf Öl- und Gasprojekte in den USA zu fokussieren. [….]
Glücklicherweise sind Reiche und Trump aber nicht nur ideologisch fehlgeleitet, sondern auch als Politiker sagenhaft unfähig. Sie scheitern an der Gesetzgebung.
[….] Neues Heizungsgesetz kostet Steuerzahler Milliarden […] Die geplante Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und insbesondere der Wegfall der sogenannten 65-Prozent-Regel könnte den Steuerzahler teuer zu stehen kommen: Wie eine neue Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz e. V. (FIW) im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) berechnet hat, dürften die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor bis 2030 bis zu sieben Millionen Tonnen CO2 höher ausfallen als bisher berechnet. Die Studie liegt t-online exklusiv vorab vor.
Das liegt maßgeblich daran, dass sich viele Eigentümer durch den Wegfall des Heizungsgesetzes für den Einbau einer neuen Gas- oder Ölheizung entscheiden dürften, anstatt klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen zu bevorzugen. Mit dem neuen Gesetz soll die Pflicht wegfallen, die ab Sommer 2026 in Großstädten greifen sollte: Ab 1. Juli 2026 sollten nur noch Heizungen eingebaut werden, die zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden können. [….] Jede zusätzlich ausgestoßene Tonne CO2 bedeutet also Mehrkosten für Deutschland, die aus dem Bundeshaushalt bezahlt werden müssen. Bereits im Dezember hatte der BuVEG berechnet, dass die Verfehlung der Ziele bis zu 100 Milliarden Euro kosten könnte. Hinzu kommen nun noch die in der FIW-Studie berechneten sieben Millionen an zusätzlichen Tonnen. Allein durch die Abschaffung des Heizungsgesetzes könnten bis zu vier Milliarden Euro an Extrakosten entstehen, so eine Berechnung von Agora Energiewende.
Der Grund: Der Trend zu klimafreundlichen Heizungen verlangsamt sich. [….]
Der US-Präsident jagt unterdessen die Öl- und Gaspreise nach oben, indem er wie ein garstiger Vierjähriger auf Ritalin-Entzug pöbelt und damit den Irankrieg weiter hochkocht.
Das merken die Verbraucher in Deutschland.
[….] Der Iran-Krieg hat das Leben in Deutschland stark verteuert. Jüngste Daten zeigen: Der Preisschock ist noch nicht ausgestanden. Viele Haushalte kommen jetzt schon kaum über die Runden.
Der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hat die Inflationsrate in Deutschland Richtung Drei-Prozent-Marke getrieben. Waren und Dienstleistungen waren im April 2,9 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten errechnet hat. So hoch war die Inflation zuletzt im Januar 2024, über drei Prozent lag die Rate zuletzt im Dezember 2023 mit 3,7 Prozent.
Der Krieg im Nahen Osten hat Energie hierzulande kräftig verteuert. Haushaltsenergie und Sprit kosteten im April satte 10,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Schon im März hatte sich Energie in Deutschland erstmals seit Dezember 2023 verteuert und das rasant um 7,2 Prozent, die Inflation zog insgesamt auf 2,7 Prozent an. Von März auf April des laufenden Jahres zogen die Verbraucherpreise nach Angaben der Statistiker insgesamt um 0,6 Prozent an. [….]
(MoPo, 29.04.2026)
Das merken die Verbraucher in den USA. Natürlich steigt durch Trumps irres Verhalten der Ölpreis.
[….] Der Ölpreis hat am Mittwoch nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Iran deutlich zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni stieg am Abend um 7,1 Prozent auf 119,19 Dollar. In der Spitze kletterte der Brent-Preis kurzzeitig bis auf 119,76 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2022.
Kurz zuvor hatte Trump in einem aktuellen Social-Media-Beitrag angesichts der schleppenden Verhandlungsfortschritte im Nahostkrieg heftige Drohungen gegen Iran ausgesprochen. »Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten besser bald zur Vernunft kommen!«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Dazu postete er ein KI-generiertes Meme, das ihn mit einem Gewehr in der Hand zeigt. Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten: »NO MORE MR. NICE GUY«.[….]
Die finanziellen Folgen treffen maßgeblich die treuesten Merz- und Trump-Wähler:
Bauern mit ihrem enormen Diesel-Verbrauch, Verbrenner-Fahrer, Industrielle.
Gut so. Denn so erreichen Trump und Merz das, was sie gerade nicht wollen: Ein Boom von Wärmepumpen, Solarenergie, Windkraft und Stromern.
Es ist immer richtig, Klimaschutz zu fördern. Am besten geschieht das einvernehmlich, indem Regierung, Wirtschaft und Verbraucher an einem Strang ziehen – wie unter Biden, Harris, Scholz und Habeck.
Aber wenn Klimaschutz auch gegen den Willen der Regierenden, durch ihre eigene Dummheit, erzwungen wird, soll es mir ebenfalls Recht sein.



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