Freitag, 23. Januar 2026

Die Partei, die nicht mit Geld umgehen kann

Es gibt neue Umfragen zu den ersten beiden Landtagswahlen dieses mutmaßlich apokalyptischen Wahljahres.

Zunächst wird am 08.03.2026 in Baden Württemberg gewählt.

Die Befragung per Telefon und per Online-Panel (TOM) wurde von 16.01-20.01. durchgeführt, also noch bevor Erik Marquardt, der deutsche Chef-Grüne im EU-Parlament, vorgestern mit den Nazis kuschelte, damit seinem Parteifreund Cem Özdemir massiv in die Kampagne kackte und den BWlern deutlich signalisierte, daß man die Grünen nicht wählen kann. Das könnte also bis zum Wahltag noch mal deutlich nach unten gehen mit den Post-Kretschmann-Grünen.

Ist natürlich auch ein einziges Elend, daß die idiotischen BW-Grünen so extrem CDU-affin sind und der fast 78-Jährige Merkel-Fan und Hardcore-Katholik Kretschmann wie mit Superkleber eingerieben an seinem MP-Sessel klebt.

Am 22.03.2026 folgt dir Landtagswahl in Rheinlandpfalz.

In beiden Fällen zeigt sich – SELBSTREDEND – wieder die sagenhafte Verblödung des Urnenpöbels, der angesichts der jüngsten Reiche/Spahn/Chrupalla/Merz-Performance in beiden Landtagen eine absolute Sitzmehrheit für CDU/AfD wählen will.

Ein grüner und ein roter Ministerpräsidentenposten werden verloren gehen; die Republik wird noch mal deutlich schwärzer.

Mit etwas Glück werden in Stuttgart und Mainz trotzdem eine Schwarz-Grüne und eine Schwarz-Rote Regierung gebildet.

Die Totalkatastrophen folgen am 06.09. in Sachsen-Anhalt, am 20.09. in Mecklenburg Vorpommern und Berlin.

Dann bricht ohnehin vermutlich das System zusammen und Deutschland wird zum Failed State.

Bis dahin gibt es aber immerhin etwas Positives. Nämlich die FDP-Spalte der gesammelten LTW-Umfragen, die fast überall deutlich unter fünf Prozent anzeigt; oft sogar im „nicht mehr messbaren“ Bereich: Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, MeckPomm, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen.

Nur noch im Stammland BW, der hepatitisgelben Hochburg, werden derzeit haargenau 5% gemessen.

Zum Glück hört man von der schwefelgelben Satansbrut kaum noch etwas – es sei denn, der rechtsradikale NIUS-Schwurbler Wolfgang Kubicki taucht mal wieder aus dem braunen Sumpf auf.

[…] FDP-Vize Wolfgang Kubicki, die Journalistin Julia Ruhs und der frühere ARD-Mann Sigmund Gottlieb diskutieren die Frage: »Was darf man noch sagen?« […] Die Frage, um die gerungen werden soll, ist eigentlich nach wenigen Minuten beantwortet: »Was darf man noch sagen?« So ist der Diskussionsabend des FDP-Kreisverbands München-Ost überschrieben. Und man muss nur Partei-Vize Wolfgang Kubicki zuhören, um zu merken: so ziemlich alles. […] Kubicki erzählt stolz, wie er den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan vor einigen Jahren als »kleine Kanalratte« bezeichnete. Gelächter im Publikum. Bravo-Rufe, als er sagt: »Ich halte Gendern wirklich für eine Sprachstörung.« Dann berichtet er von dem Schwarzen Gastronomen, der in Kiel die Gaststätte »Zum Mohrenkopf« betreibt, auch wenn manche Weiße sich daran störten. Zustimmendes Raunen.

Als routinierter Entertainer weiß Kubicki, welche Pointen bei seinem Stammpublikum ankommen. Am besten funktionieren jene, die ein bisschen abgestanden scheinen. Man ahnt, wie oft er sie schon zum Besten gegeben hat. […] Neben Kubicki nehmen daran teil: Sigmund Gottlieb, ehemals Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens, und die BR-Journalistin Julia Ruhs, eine der Moderatorinnen des umstrittenen Magazins »Klar«. Gottlieb war in der ARD mal zuständig fürs Konservative. Ruhs ist es heute. […] Im Publikum: FDP-Fans und Münchner Schickeria von einst. […] Es geht darum, ein FDP-Wir-Gefühl zu erzeugen. Am besten funktioniert das über ein gemeinsames Feindbild.

Von Beginn an schießt sich die Runde auf Daniel Günther (CDU) ein, den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein. Der forderte vorige Woche in der Talkshow »Markus Lanz« ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren. Außerdem kritisierte er das Krawallportal »Nius«, das es mit der Wahrheit nicht immer sonderlich genau nimmt, als »Feind der Demokratie«. […] Kubicki ist bemüht, seinen schleswig-holsteinischen Landsmann Günther als Gegner der Pressefreiheit dastehen zu lassen. Er habe Günther erklärt: »Zensur findet in Deutschland nicht statt.« Majestätsbeleidigung, so Kubicki, sei »nicht mehr strafbar«. Dass es darum nicht geht, spielt keine Rolle. […] (SPON, 19.01.2026)

Wie Kubickis verschwörungstheoretische Raunen und Schwurbeln, das AfD-Nachäffen der FDP bisher ankam, wissen wir. Im nicht messbaren Bereich. Wer sich solche Typen als Partei-Promis leistet, ist mit dem politischen Ruin gerade richtig gestraft.

A propos, die FDP Hamburgs wählte vor 9 Monaten Finn Ole Ritter zum neuen Landesvorsitzenden; er soll nach den 2,3% der letzten Bürgerschaft die Partei wieder aufbauen. Nun gibt es erste Ergebnisse.

[…] Hamburgs FDP vor der Pleite?

Kaum Geld vom Staat, Mitgliederschwund und abgewanderte Spender: Der FDP Hamburg geht es finanziell gar nicht gut, es ist unklar, wie lange der Landesverband sich noch über Wasser halten kann. Der Vize-Landeschef der Hamburger Liberalen, Sami Musa, erklärt, wie der Untergang abgewendet werden soll. […]

(MoPo, 22.01.2026)

Das blöde Geld ist eben die Achillesferse der FDP. Damit können sie einfach nicht umgehen. Es war nur folgerichtig, daß eine Koalition, die ausgerechnet den FDP-Chef zum Bundesfinanzminister macht, scheitern muss.

[…] Hamburgs FDP droht die Pleite: Ausgerechnet bei Pfeffersacks

Hamburgs FDP geht das Geld aus. Klar, das ist lustig. Aber wollen wir wirklich politisch heimatlose Zahnärztinnen und Steuerberater in den Straßen? […] Ausgerechnet hier könnte nun der erste FDP-Landesverband kentern, und Schuld ist – das Geld.

Beziehungsweise dessen Fehlen: „Zwei gescheiterte Wahlkämpfe und hohe laufende Kosten“, schrieb dieser Tage die Bild, hätten die Elb-Liberalen „an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht“, die Rede ist gar von einem „Teufelskreis aus Sparzwang und mangelnder Sichtbarkeit, der weitere Landesverbände erfassen könnte“. Das Großbuchstabenmedium war nach eigenen Angaben in den Besitz „interner Papiere“ gelangt, wonach im vergangenen November die Zahlungsunfähigkeit drohte.

„Zu hohe Personalkosten und eine Landesgeschäftsstelle auf politischem Champions-League-Niveau fressen das Vermögen auf“, lesen wir, und dass die Basis wiederholt Reformvorschläge eines vormaligen Landesschatzmeisters habe durchfallen lassen.

So hatte jener Alexander Fröhlich von Elmbach offenbar den Mindest-Mitgliedsbeitrag anzuheben versucht: Statt 10 Euro würde er dann 15 Euro betragen. Und so was führt allen Ernstes zu Tumulten in der Partei der demokratischen Freiberufler:innen? Vergangenes Wochenende soll es Fröhlich von Elmbach dann gereicht haben, der gelernte Ökonom legte sein FDP-Amt nieder, Frau und Jagdhündin haben also künftig möglicherweise etwas mehr von ihm. […]

(Alexander Diehl, 22.01.2026)

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