Donnerstag, 21. August 2014

Haltet Euch da raus - Teil IV



Schlimme Christen.....

Immer heftiger und fundamentalistischer wenden sich die Topreligioten der CDU – Gröhe, Kauder und Merkel – gegen Menschenrechte und Selbstbestimmung.
Intensiv kämpfen sie dafür, daß möglichst viele Menschen am Ende ihres Lebens gefoltert werden.
Das theosadistische Trio will damit die intimsten Dinge des Lebens anderer Menschen regulieren und verschlimmern.
Das ist „christliche Politik“, wie sie im Buche steht: Brutal, anmaßend, menschenfeindlich, scherzverherrlichend.
Es passt ins Bild, daß die Kämpfer für ein totales Sterbehilfeverbot alle christlich-konservativ sind – also der politischen Richtung zuzuordnen sind, die Homosexuellen die Ehe verweigert, für Rüstungsexporte kämpft, die gegen das Verbot der Prügelstrafe polemisierten, Selbstbestimmung durch Verhütung bekämpften und sich gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe positionierten.

Gröhe steht immer und konsequent auf der Seite gegen die Menschenrechte.

Die Hauptkampflinien des Jahres 2013 sind immer noch die rechtlich gleichgestellte Homo-Ehe, die steuerliche Gleichstellung, die sogenannte Homo-Adoption und die Lust am straffreien Verstümmeln von Kinderpenissen.
Aber auch an anderen Stellschrauben versuchen die organisierten Christen immer noch den Ungläubigen Vorschriften zu machen.
Eine der widerlichsten kirchlich-staatlichen Bevormundungen betrifft das Intimste, das es überhaupt gibt – nämlich das eigene Leben!
Selbstbestimmt über das Ende desselben zu entscheiden, verhindern die von Religionen beeinflussten Parlamentarier. Man ist in den meisten Fällen zur Todesfolter unter grausamen Schmerzen und entwürdigenden Bedingungen gezwungen. Die Kirchen wollen es so. Über 90% der Menschen sterben in Krankenhäusern, ohne daß man dem Leiden selbst ein Ende setzen darf.

Gröhe ist ein Musterexemplar des anmaßenden Sadismus‘.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die organisierte Beihilfe zur Selbsttötung schwer kranker Menschen unter Strafe zu stellen. "Ich sehe die große Gefahr, dass die organisierte Sterbehilfe als Behandlungsvariante neben andere tritt", sagte er am Montagabend bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Hannover. Ein entsprechendes Gesetzesverfahren soll nach Angaben der CDU-nahen Stiftung nach der Sommerpause beginnen. Ein erster Anlauf war in der vergangenen Wahlperiode gescheitert, weil sich die schwarz-gelbe Koalition nicht einigen konnte.
In Deutschland sind die aktive Sterbehilfe und Töten auf Verlangen verboten, die Beihilfe zur Selbsttötung ist aber bisher straffrei.
[…..]  Der Minister lehnte auch den Vorschlag ab, die Beihilfe zur Selbsttötung in streng umgrenzten Fällen in ärztliche Hände zu legen. Auf diese Weise würden Grundsätze des Lebensschutzes aufgeweicht. […]

Selten erlebt man so penetrantes Ignorieren des alltäglichen menschlichen Leids.
Gröhe illustriert mustergütig seine eigene Heuchelei, seine Unwissenheit, seine Gewissenlosigkeit, seine Anmaßung, seine schlicht unmenschliche Bosheit.
Jeder Christ kann sein Leiden, seine bestialischen Schmerzen, sein Ersticken, seine Unselbstständigkeit, seine Lähmungen, seine Perikardergüsse, seine Magensonden, seine Tracheotomien, seine Intubationen, seine Katheter, seine verschleimenden Lungen, seine Inkontinenz, seine Dekompensation, sein Organversagen, seine Hämodialyse, seine Klistiere, seinen künstlichen Darmausgang, seine Desorientierung, seine Panikattacken, seine Ängste, Phobien und Depressionen, seine Verzweiflung, seine Paresen, seine Dekubiti, seine Ekzeme, seinen Pruritus, seine Exsikkose, seine Infusionen, seine Transfusionen, seine OPs, seine Beatmungsmaschinen und die Verzweiflung der Angehörigen so lange genießen wie er will.

Wenn jemand anders das nicht möchte und mit seinem EIGENEN Leben selbstbestimmt umgehen will, geht das den Christen nichts an.

Die Schmerz- und Leidfetischisten der CDU lassen diesmal aber nicht nach; immer massiver fordern sie ein totales Sterbehilfeverbot und bieten dagegen gebetsmühlenhaft Palliativmedizin und Hospize als Alternative.
Sie wollen damit offenbar den Eindruck erwecken, daß es eine Alternative zum Tod gäbe.
Ewiges Leben light.
So viel Volksverdummung war nie.
Offenbar hat sogar der Urnenpöbel, der wahrlich nicht besonders schlau ist, diesen Gaga-Gedankengang als Schwachsinn enttarnt. JEDER stirbt am Ende; Der Tod ist jedem in die Wiege gelegt.
Die menschlichen Versuche dem Tod zu entkommen, erinnern mich an den Hobbyastronomen, der zur besseren Sicht auf den Mond auf einen Schemel steigt.
Die ganze Erbärmlichkeit der Sterbeverbieter aus der CDU zeigen die Konsequenzen, die es jetzt schon gibt – aus purer Panik, weil ihnen in der viertgrößten Industrienation der Erde nicht geholfen werden kann, fühlen sich Hunderte jedes Jahr gezwungen schwer krank nach Zürich zu pilgern.
Das passiert eben in einer globalisierten Welt, wenn Doofe wie Merkel meinen den Tod verbieten zu können.

Sterbehilfe in der Schweiz "Suizid-Tourismus" wächst rasant.
Immer mehr Menschen fahren in die Schweiz, um dort mittels Sterbehilfe den Tod zu suchen. Die Universität Zürich hat nun detaillierte Zahlen zum "Suizid-Tourismus" der vergangenen Jahre veröffentlicht. Die meisten Sterbewilligen kommen aus Deutschland.
[….] Rechtsmediziner und Juristen der Universität Zürich haben den "Suizid-Tourismus" der vergangenen Jahre untersucht und detaillierte Zahlen erhoben. Die Motivation für ihre Arbeit kann man durchaus im Alltag der Wissenschaftler finden: 950 Fälle von assistiertem Suizid sind allein für den Kanton Zürich für den Zeitraum von 2008 bis 2012 verzeichnet. [….]
Die Analyse der Wissenschaftler um Saskia Gauthier, die an diesem Donnerstag im Journal of Medical Ethics (online) erscheint, hat in den fünf Jahren zwischen 2008 und 2012 insgesamt 611 Fälle von Suizid-Tourismus aus dem Ausland im Kanton Zürich aufgeführt, Tendenz steigend.

Ich kann es kaum in Worte fassen wie verkommen und amoralisch ich verantwortliche Politiker finde, die ihren Bürgern in der schwersten Stunde ihres Lebens Hilfe verweigern, ihnen Freiheit nehmen und sie zwingen schwer krank aus dem Land zu reisen.
Auch der normalerweise recht vernünftige SZ-Autor Bartens offenbar hier seine Naivität, indem er sich überrascht darüber zeigt, daß nur eine Minderheit der „Sterbewilligen“ eine Krebserkrankung zu bieten hat.

Bemerkenswert ist auch, dass der größte Anteil der Sterbewilligen nicht an Tumoren, sondern an schweren neurologischen Leiden wie Lähmungen, Parkinson, Multipler Sklerose oder Amyotropher Lateralsklerose erkrankt war. Diese Erkrankungen gaben 47 Prozent der Sterbewilligen an, während 37 Prozent eine unheilbare Krebserkrankung als Grund nannten, warum sie nicht mehr leben wollten. Rheumatische Erkrankungen mit starken Schmerzen waren eine weitere häufig genannte Ursache.

Es ist doch naheliegend, daß gerade Erkrankungen, die enorme Schmerzen und den Verlust der Selbstständigkeit mit sich bringen, den Wunsch nach einem schnelleren Ende der Qualen hervorbringen.

Falsch ist auch das Vokabular, das hier benutzt wird. Es geht nämlich nicht darum, daß man sich dafür entscheidet zu sterben.
Das ist absurd. Denn jeder muß mit 100%iger Sicherheit sterben und derjenige mit einer schweren Erkrankung hat ebenso 100%ige Gewissheit. Darüber hinaus, weiß er aber, daß es in absehbarer Zeit und unter besonders grausamen Umständen passieren wird.
Man entscheidet sich daher auch nicht für den Tod. Der kommt nämlich sowieso.
Man kann nur den Zeitpunkt etwas vorverlegen und die Brutalität des Vorgangs ein bißchen abmildern.

Vermutlich kann man das eigentliche Sterben mit Pentobarbital sogar geradezu „leicht“ machen – wenn man dazu die aus Verzweiflung praktizierten Methoden in Deutschland in Relation setzt.
Wer hilflos und bettlägerig ist, kann nämlich gar nichts mehr selbst entscheiden, sondern muß jede Prozedur über sich ergehen lassen, ohne sich wehren zu können.
Wenn man noch ein bißchen früher klar genug ist, um sich entsprechend zu entscheiden, bleiben für die Millionen Insassen deutscher Pflegeheime und Krankenhäuser beispielsweise Fensterstürze. Wer dazu nicht mehr physisch in der Lage ist, kann nur noch mit Essensverweigerung einen Hungertod wählen – dank der lieben Kirchen und CDU-Politiker, die jede Hilfe verweigern.

Eine recht häufig eingesetzte Methode auf Intensivstationen ist es eine Lungenentzündung zu provozieren.
Bei sehr schwachen Patienten reicht es – sofern es draußen kalt ist – „aus Versehen“ ein Fenster auf zu lassen und ein feuchtes Tuch auf den Oberkörper zu legen.
Auf Intensivstationen schwirren genügend Keime umher, um am nächsten Morgen eine Lungenentzündung zu garantieren, die dann den Rest geben soll.

Das ist Merkel’sche Humanität in der PRAXIS.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will eine "sehr restriktive Regelung jedweder Art von Sterbehilfe".
Den "Kieler Nachrichten" (Freitagsausgabe) sagte die Regierungschefin, dies werde sie auch bei ihrer Abstimmung im Bundestag leiten. Zudem sprach sie sich dafür aus, die Palliativmedizin auszubauen. Der Bundestag will nach der Sommerpause mit der Debatte über ein mögliches Verbot organisierter Beihilfe zum Suizid beginnen. Die Fraktionen sind sich bereits einig, dass die Abstimmung über ein entsprechendes Gesetz als Gewissensfrage freigegeben werden soll.

Jetzt, in Zeiten einer Großen Koalition, startet die CDU einen neuen Versuch, um strengere Regeln durchzusetzen. Seit einigen Wochen lässt die Kanzlerin ihren Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) für ein generelles Verbot werben - auch wenn Gröhe qua Amt dafür eigentlich gar nicht zuständig ist. Auch Unionsfraktionschef Volker Kauder strebt ein Komplettverbot an.
                                        
Kauder, Gröhe und Merkel sollten sich für ihren Sadismus schämen!
Was sie wollen, ist Einmischung in etwas, das sie nichts angeht und zudem auch noch unmöglich.
Sterben ist im Übrigens auch keine Frage von physisch messbaren Krankheiten.
Völlig „gesunde“ Menschen bringen sich um aus Liebeskummer, oder weil ihr Fußballverein absteigt.
Andere halten sich für zu dick oder zu häßlich.
Das mögen Gründe sein, die kaum einer nachvollziehen kann.
Aber das müssen wir auch nicht.
Jeder ist Herr seines eigenen Lebens und damit auch Herr seines Todes.
Wenn ich mich eines Tages wegen eines eingewachsenen Zehennagels selbst töten will, sollte ich staatliche Hilfe dazu in Anspruch nehmen können.
Was irgendein CDU-Politiker von meinen Motiven hält, ist irrelevant.

Kommentare:

  1. Das Thema „Sterben“ ist für die meisten Menschen schwer zu händeln. Es fehlt uns dabei an Erfahrung. Es fehlt uns an Einfühlungsvermögen in die Situation leidender Menschen. Wer nicht selbst erlebt hat, wie zermürbend Leid sein kann, wird den Wunsch nach Erlösung vermutlich nicht verstehen können. Man muss sich vorstellen, wie erschreckend die Erkenntnis sein muss, noch viele Jahre der brutalen Folter eines Siechtums ausgesetzt zu sein, die man selbst nicht mehr beenden kann.

    Das echte Leid beginnt ja oft erst, lange nachdem der Körper um das Privileg der selbstbestimmten Nutzung und damit um seine Lebensqualität gebracht wurde. Sterben dauert manchmal sehr lange Zeit. Es ist prinzipiell auch egal, wann das Unausweichliche für den Leidenden zur ersehnten Erlösung wird. Hätte er die Wahl, wählte er den Tod; könnte er handeln, würde er sein Leben selbst beenden. Das sollte man bedenken und hervorheben. Es geht um den Wunsch eines freien aber leidenden Willens, der in der Handlungsunfähigkeit gefangen ist.

    Die Betroffenen sind oft nicht mehr in der Lage, ihr Anliegen gerichtlich durchzusetzen. Sie haben die nötige Kraft und Fähigkeit verloren, um auch starke Zweifler vom Recht ihres Anspruches auf Selbstbestimmung überzeugen zu können. Sie teilen ihren Willen zwar noch vernehmbar mit, aber man nimmt sie damit nicht mehr ernst. Darum müssen die Leidenden weiterhin warten und flehen, bis jemand der Welt begreiflich machen kann, wovon sie erlöst werden wollen. Nicht vom Leben und Leiden selbst, sondern von der Unfähigkeit, selbst zu handeln. Nur darum bittet er.

    Um diese Handlungsunfähigkeit zu beenden, bedarf es allein der Menschlichkeit und eines Verfahrens, dass den Missbrauch ausschließt. Letzteres ist heikel, wie zuletzt die Organspendeskandale zeigten. Alle starren Systeme können ausgetrickst werden. Schutz kann ein gestaffeltes Losverfahren bieten. Das sollte Klienten, Behörden, Jury und Sterbehelfer jeweils nach einer Instanz zufällig zuweisen. Das bietet ausreichend Schutz vor Missbrauch, wenn es jeweils mehrere „Bewerber“ in der einer Instanz gibt.

    Man kann Sterbewilligen zugestehen ihr Anliegen bei einer kontrollierten Beratungsstelle vorbringen zu können, die weder in die Gewissensentscheidung zur Zustimmung, noch in den Akt der Sterbehilfe selbst eingebunden ist. Diese Stelle sollte klären, ob der Klient zu seiner Entscheidung gedrängt wurde oder ob es tatsächlich sein eigener Wille ist zu sterben. Je nach Faktenlage kann man dort auch bestimmen, ob und wann er sein Anliegen für den Fall einer Ablehnung noch einmal vorbringen darf. Um Fehler und Willkür zu vermeiden, sollte die Gewissensentscheidung im Einzelfall jedesmal neu und im Losverfahren einer anderen Fachjury übertragen werden, welche weder direkt noch indirekt (z.b. derselbe Betreiber des Klinikums) finanziell von der späteren Sterbehilfe profitiert. Das Zufallsverfahren muss auch bei den ausführenden Ärzten und Instituten angewandt werden. Sterbehilfe darf in keiner Instanz zum großen Geschäft werden, weil es die Profiteure dazu verleiten könnte, eine solche Entscheidung an Klienten heranzutragen oder allein von einer Gewinnabsicht geleitet, Einfluss auf den Entscheidungsprozess nehmen zu wollen. Daher ist insbesondere auch das Losverfahren unbedingt unabhängig zu überwachen. Dort und auch später, darf es keine Absprachen oder Tauschgeschäfte (Klient gegen Klient) geben.

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  2. Warum nicht noch komplizierter, damit ja keiner auch nur auf den Gedanken kommt, einen Antrag aufs Sterben zu stellen.

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