Sonntag, 4. November 2012

Dirk Bach ist tot - Teil III



Erstaunlich, erstaunlich. 


Seit acht Jahren haut Hakenkreuznet tagtäglich die übelsten Hasstiraden raus, die man im Internet finden kann und nachdem sie einen kleinen Kölner Komiker posthum mit Dreck bewerfen, scheint sich wirklich das Blatt zu wenden.

„Gottes eigene Website“ steht immer stärker im Fokus der Printpresse und ruft Staatsanwaltschaften und Verfassungsschützer auf den Plan.
Eine wenig bis gar nicht angenehme Situation für die offizielle katholische Kirche, die sich nun verstärkt gezwungen sieht Distanzierungen zu den feige in der Anonymität hockenden verbal-analen Drecksschleudern abzugeben.

Andererseits wird die Haupt-Kampffront gegen Kreuznet von eben jenem Dr. David Berger geleitet, den der Kölner Kardinal mit Kreuznet-Argumentation aus dem Schuldienst gejagt hatte. Jener Dr. Berger, der auch schon ganz im Sinne Kreuznets seine Position im Vatikan verlor.

Kreuznet wirft das Stöckchen und die RKK springt.
Übelste Verleumdungen gegenüber Politikern, die nicht ins Konzept passten, zum Beispiel Volker Beck war immer wieder Opfer dieser Seite. Aber auch gegenüber katholischen Priestern, die mit ihrer Homosexualität verhältnismäßig locker umgehen, dass die dort an den Pranger gestellt werden und kurz danach die katholische Kirche reagiert, nachdem der kreuz.net-Pranger funktioniert hat und diese Priester zum Beispiel ihres Amtes enthebt.
 Nicht daß Missverständnisse aufkommen: Berger verlor eben nicht Job und Titel, weil er schwul ist und seit über 20 Jahren mit einem Mann zusammen lebt - das wußte ohnehin jeder, der nicht vollkommen verblödet ist. 
Schwulsein ist kein Problem in einer Kirche, die ihre Priesterkriterien so festlegt, daß gezielt Schwule Kandidaten angelockt werden, die auch offensichtlich die Mehrheit unter den katholischen Geistlichen stellen.

Bergers Vergehen war es ehrlich zu sein und seine Homosexualität nicht mehr öffentlich zu bestreiten.

Da schrillen sofort alle Alarmglocken. Auf Ehrlichkeit reagiert die RKK hysterisch.
Priester können auch Verhältnisse mit ihren „Haushälterinnen“ anfangen und Kinder zeugen. Die RKK zahlt dann anstandslos die Alimente.
Aber eben nur so lange, bis der Priester öffentlich zugibt „OK, das sind meine leiblichen Kinder!“.
Dann läßt die Nächstenliebe-Organisation den Mann sofort fallen und entzieht den Kindern die finanzielle Unterstützung. 
Geborenes Leben zählt ohnehin weniger in Katholizismus.

Ähnlich war es über viele Dekaden mit von Priestern und Mönchen durchgefickten Messdienern. So lange es nicht bekannt wurde, hielten die obersten Kleriker bis hoch zum Welt-Inquisitor Kardinal Ratzinger ihre schützende Hand über die Pädopriester.

Die Gefahr für die RKK besteht nicht in der Homosexualität, sondern in der Akzeptanz derselben und in der schleichenden Aufweichung der Omertà.

Wenn der schwule Bauernsohn aus einen kleinen Bayerischen Kaff nicht mehr befürchten muß deswegen geteert und gefedert zu werden, stehen ihm AUSSER DEM PRIESTERSEMINAR noch jede Menge andere Lebensentwürfe und Berufe offen.

Schwule wie Dirk Bach, die nichts verstecken, beruflich erfolgreich sind und zudem auch noch allgemein gemocht werden, sind für die RKK ein Alptraum, weil sie eine Konkurrenz zur Priesterlaufbahn darstellen.
 Und genau der Prozess ist im vollen Gange - Gemeinden werden zusammen gelegt, Priesterseminare werden geschlossen und man muß sich mit afrikanischen und Osteuropäischen Importpriestern behelfen.

Kreuznet hat diesen Zusammenhang erkannt und bekämpft deswegen offiziell die Homosexualität. Die Doofheit der Redakteure führt allerdings dazu, daß das Gegenteil erreicht wird. 
Das gemeine Volk solidarisiert sich eher mit den Gescholtenen, während die Hakenkreuznet-Claqueure aus derartig abstrusen und extremistischen Witzfiguren bestehen, daß die für die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) nun zum ernsten Problem werden.

Die DBK verdammt zwar einerseits auch die Homos, hält sie für „objektiv ungeordnet“ und will ihnen die gleichen Rechte verwehren. 
(Bezeichnenderweise gab es zu Adolf Nazis Zeiten durchaus Katholiken, welche die Euthanasierung Zigtausender Behinderter ("Aktion T4") kritisierten, aber keine einzige Intervention der Kirche zu Gunsten Homosexueller.)
 Aber andererseits kann die DBK sich nun nicht mehr heimlich mit Kreuznet solidarisieren, wenn auch offensichtlich ist, daß Mitarbeiter der Kirche hinter dem Horrorportal stecken.

Kreuznet wäre aus Sich der Bischöfe besser im Verborgenen geblieben.
 Nun sind sie aufgefordert Position zu bekennen. 

Was für ein Dilemma für alternde Extremisten wie den Kölner Erzbischof!
 Er kann sich nicht auf die Seite eines Homo-Verlages und eines Theologen, dem er persönlich die Missio Canonica entzogen hat stellen und kann erst Recht nicht dessen Gegner von Hakenkreuznet stützen.
Sich raushalten geht aber auch nicht, weil der öffentliche Druck offenbar bereits Wirkung erzielt. Die Einschläge kommen näher.

 Namen tauchen auf.
 Zum Beispiel Jörg Birnbacher, Rektor der Münchner Lukas-Schule.

Grund sind Informationen der Süddeutschen Zeitung, wonach Birnbacher vor einigen Jahren auf der Internet-Plattform kreuz.net Stimmung gegen Homosexuelle gemacht hat. […]
Nach Recherchen der SZ hat Birnbacher im Jahr 2009 eine auf kreuz. net veröffentliche Erklärung 'gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände', unterzeichnet. In dem Kreuz-Net-Beitrag, den er in seiner Funktion als 'Vorsitzender Aktion Die Wende' unterschrieben hat, geht es um 'Homo-Ideologen', die 'Menschen, die von widernatürlichen Versuchungen geplagt werden, den Weg zu Therapie und Heilung verbauen' wollen. 2006 schrieb Birnbacher auf kreuz.net sogar selbst einen Artikel, in dem es um die 'Homo-Lobby' geht, die 'nicht selten Methoden der Einschüchterung und des psychologischen Drucks gegen Andersdenkende' verwende, 'da sie für ihre absurden politischen Forderungen keine vernünftigen Argumente vorbringen kann'.
[…] Birnbacher leitet das Lukas-Gymnasium seit 2011. Die Vorstandsmitglieder der Schule haben ihn damals ausgewählt. Mitglied des Vorstands ist der Verleger Ingo Resch, der in einem SZ-Gespräch betont hatte: 'Das (dieHomosexualität, d. Red.) ist nicht biblisch. Gott hat die Menschen als Mann und Frau geschaffen, weil er wollte, dass sie sich vermehren'.

 Getroffene Hunde bellen und sie bellen laut, die Höllenhunde.


Die letzten Nester des christlichen Widerstandes werden ausgehoben.
Wer sich in HS-Deutschland der HSDAP – der ‘Homosexuellen Deutschen Afterpartei’ – widersetzt, wird gnadenlos fertiggemacht.
Gaystapo-Verhör anberaumt. Heute hetzte das deutsche Dreck-Druckerzeugnis ‘Süddeutsche Zeitung’ gegen Jörg Birnbacher – den Leiter des protestuntischen Münchner Lukas-Gymnasiums.
[….] Die Protestunten im Dienst der Gaystapo. Die Anführer der Bayrischen Staats-Protestunten reagierten auf eine Denuntiation in dem Homo-Blatt ‘Süddeutsche’.
[….] Die neuen Juden Deutschlands
Das mächtige Homo-Blatt ‘Süddeutsche’ hetzte bereits am 19. Oktober gegen das Lukas-Gymnasium. […] auf christliche Bekenntnisschulen wartet in HS-Deutschland eine unmittelbar bevorstehende Homo-Kristallnacht.
(Hakenkreuznet 04.11.12)

 Ganz offensichtlich geht hier wirklich jemanden der Arsch auf Grundeis.
Könnte es sein, daß die abartigen Hassapologeten vom rechten Rand des Ratzinger-Vereins bald die Handschellen klicken hören?

Ich wünsche mir das eigentlich gar nicht.

Auch, wenn das einige nicht gerne hören wollen:

Ich finde tatsächlich, daß Kreuznet eine wichtige Funktion erfüllt.
ICH SAGE JA ZU KREUZNET!
Die Nattern überakzentuieren doch nur das, was Ratzi, seine geliebte FSSPX, der Opus Dei, die Legionäre Christi, die Marienkinder und viele andere Katholiken auch denken.
Wenn man beispielsweise Kath.net liest, ist das vielleicht im Stil etwas angenehmer als Kreuznet, aber die menschenverachtende Ideologie ist dieselbe.
Katholizismus ist nun mal eine homophobe, misogyne, antisemitische und antihumanistische Ideologie, die der Welt nichts als Unheil und unzählige Kriege gebracht hat.
Man kann die RKK nicht reformieren, weil ihre menschenfeindlichen Grundsätze (Minderwertigkeit der Frauen, Tod den Schwulen, Hass auf Juden, Gutheißen von Sklaverei,..) ja nun einmal wirklich in der Bibel stehen.
Deswegen fällt es der RKK auch sichtlich schwer sich von Kotznet zu distanzieren. Und das ist auch gut so!
Das wird hoffentlich mehr und mehr Leute dazu bringen ihre Mitgliedschaft in dieser Organisation zu überdenken!
Bisher  treten jedes Jahr 100.000 bis 200.000 Mitglieder aus der RKK aus.
Ratzinger hat das mit seiner reaktionären, schwulenfeindlichen und Kinderficker-schützenden Politik noch forciert.
Und Kreuznet forciert die Austritte hoffentlich weiterhin.
Noch sind aber 24 Mio Deutsche Mitglied der RKK. 

Für meinen Geschmack 24 Mio zu viel.

Hakenkreuznet zeigt deutlich warum man sich nicht mit der Papstkirche gemein machen sollte.

Kommentare:

  1. Christ im weiteren Sinne oder Nicht-Christ, Katholik oder Nicht-Katholik - aus welchem Winkel man auch immer Ihre Analyse betrachtet: sie stimmt, und zwar auf den Punkt.

    Dazu kommt dann noch Ihre ausgezeichnete Präsentation.

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  2. Oh vielen Dank - das werde ich ja ganz verlegen...

    LGT

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